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MelE

vor 4 Monaten

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"Eliza will Fahrrad fahren" ist ein eigentümlicher Titel für ein Buch, aber dennoch ist es genau das, was mich letztendlich mehr als neugierig machte. Ich bin sehr erstaunt, wie viel Ernst und Botschaft sich in diesem eBook befand. Mit einem zufriedenen Seufzer konnte ich meinen Reader aus den Händen legen und auf eine faszinierende Story blicken. Ich gestehe, das mich Harlows Roadtrip anfangs eher verwunderte und ich nicht verstand, weshalb sie ihre Großmutter in Hannover zurücklässt, obwohl diese nach einem Schlaganfall immer noch im Krankenhaus liegt. Zum Ende hin, bekommt alles einen Sinn und ich begreife die tiefe Bindung der Familie. Jesse peppt die Story um einiges auf, obwohl ich tatsächlich nicht so vertrauensselig wäre wie Harlow, um in das Auto eines Fremden zu steigen, auch wenn die Bucket List mit "Küss einen Matrosen" aufwarten konnte. Was der Klappentext verspricht tritt ein und Harlow verliebt sich zum ersten Mal in ihrem Leben richtig und geht das Risiko ein, die Liebe zu genießen, auch wenn es heißt sie nur einige Tage zu besitzen. Am Schicksal ihrer Großmutter wird deutlich, dass es an der Zeit ist etwas zu wagen. Eliza hat manche Schritte, die sie eben nicht gegangen ist bitter bereut und Harlow soll nun beenden, was ihr nicht gelungen ist. 
"Ich will nicht das du in meine Fußstapfen trittst, Süße. Ich will, das du neben mir her läufst und dein Weg dich weiter führt, als ich es je zu träumen wagte." Zitat aus dem Buch
"Eliza will Fahrrad fahren" ist letztendlich ein wunderbarerer Roadtrip, eine Selbstfindung, ein Loslassen und eine Veränderung. Dieses alles und natürlich noch vieles mehr, lassen diesen Roman zu einem Ganzen verschmelzen. Mich hat es einige schöne Lesestunden beschert, da ich natürlich auch neugierig darauf war, was die Bucket List beinhaltet und wie viel davon Harlow erfüllen kann. Für sie ist es ein Loslassen alter Gewohnheiten und ein Einlassen auf ganz viel Neues, denn Harlow ist eher strukturiert und kommt nun recht oft an ihre Grenzen. Körperlich und emotional. Es wirkte oft sehr überspitzt, aber eben auch sehr authentisch. Es machte Spaß Harlow in die USA zu begleiten, rührte aber auch zu Tränen. "Eliza will Fahrrad fahren" war um einiges anders, als ich erwartet hatte und entwickelte sich rasant zu einem Roman, den ich kaum aus den Händen legen konnte. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung, da ich mehr als positiv überrascht über die ganzen Entwicklungen war und mich über diesen unerwarteten Buchschatz wirklich gefreut habe. Auch für mich ist oftmals ein Loslassen alter Gewohnheiten angesagt und das Durchbrechen mancher Strukturen, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. behalten möchte ich die starken Familienbanden, die auch in "Eliza will Fahrrad fahren" sehr deutlich hervortreten. Wer gerade am Ende des Romans zwischen den Zeilen liest, wird sicherlich sehr überrascht sein, über den Sinn und Zweck dieser Reise. Lasst euch auf ein Abenteuer ein, ihr werdet es nicht bereuen ☺

Autor: Kim Nina Ocker
Buch: Eliza will Fahrrad fahren
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