Konrad Hansen Die Kinder der Meerfrau

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Inhaltsangabe zu „Die Kinder der Meerfrau“ von Konrad Hansen

Eine große historische Familiensaga aus dem 18. Jahrhundert

An einem stürmischen Tag im Jahre 1725 stranden zwei Brüder in einer Bucht an der Ostseeküste und siedeln sich dort gegen den gewaltsamen Widerstand der Einheimischen an. Wenig später retten sie eine rätselhafte Frau aus den Fluten. Aus ihrem Liebesverhältnis entsteht eine ungewöhnliche Familie, deren abenteuerlichen Schicksale bis in die Grönlandsee und auf die dänischen Zuckerrohrplantagen in der Karibik führen.
Am Anfang der Familie Gregersen steht eine denkwürdige Dreiecksbeziehung. Ties und Momme, die so ungleichen wie unzertrennlichen Brüder, bewahren eine Frau vor dem Tod in der Brandung. Die „Meerfrau“, wie sie Lena nennen, kann Mensch und Tier von Krankheiten heilen und besitzt die Gabe des Zweiten Gesichts. Die Vermutung, daß sie ihre übersinnlichen Fähigkeiten auch zum Schaden der Menschen verwenden kann, setzt sie dem Verdacht aus, eine Hexe zu sein. Sie lebt mit den Brüdern in einer von Eifersucht ungetrübten Ehe zu dritt und bringt vier Kinder zur Welt, von denen niemand weiß, ob sie von Ties oder Momme stammen. Die Lebenswege der Kinder geraten so unterschiedlich wie ihre Charaktere, führen auf einem Walfänger nach Grönland und auf einem dänischen Sklavenschiff zu den Jungferninseln in der Karibik.
Konrad Hansens Roman breitet ein faszinierendes Panorama des 18. Jahrhunderts aus, erzählt lebendig vom rauhen Dasein an der Küste und auf dem Meer, vom Walfang, von Glücksrittern und kühl kalkulierenden Kaufleuten, vom Sklavenhandel und von dessen Profiteuren.

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  • Rezension zu "Die Kinder der Meerfrau" von Konrad Hansen

    Die Kinder der Meerfrau

    Thaila

    13. December 2010 um 14:36

    Norddeutschland, 18. Jahrhundert: Die Brüder Thiess und Momme führen ein eher einsames Leben als Fischer, als sie eines Tages eine junge Frau am Meeresstrand finden, die halb ertrunken ist. Lena weigert sich etwas über ihre Vergangenheit zu verraten. Aufgrund ihres Aussehens gilt sie im Dorf bald als die "Wendische". Da sie über die Fähigkeit verfügt zu heilen, aber auch auf magische Weise Schaden anzurichten, ist sie in der Gegend bald gleichermaßen respektiert wie gefürchtet. Zwischen Thiess, Momme und Lena entwickelt sich bald eine harmonische Dreierbeziehung. Keiner weiß, wer der Vater der vier Kinder ist, die nach und nach geboren werden - es interessiert aber auch niemanden von ihnen. Nur im Dorf gibt es Gerede und der Pfarrer wird angehalten, für Zucht und Ordnung zu sorgen. Lenas Söhne und Enkel bleiben nicht im engen Leben an der südjüdländischen Küste. Es verschlägt sie in alle Welt. Einer wird Walfänger, er arbeitet sich vom Hilfsjungen bis zum erfolgreiche Kapitän herauf. Ein anderer wird Maler und reist bis in die Karibik. Ein Enkel wird Sklavenhändler wider Willen. Indem Konrad Hansen einzelne Familienschicksale herauslöst, macht er ein breites Panorama an Themen und Landschaften auf. Leider wirkt der Roman dadurch gelegentlich überfrachtet. Weniger wäre manchmal mehr gewesen, vor allem über die weiblichen Personen der Familie hätte ich manchmal gerne mer erfahren. Die Qualität der einzelnen Erzählstränge varriert, besonders gelungen fand ich die Passagen, die auf dem Meer spielen. Die sind so eindringlich geschrieben, dass mein einen lebhaften Eindruck von der Faszination des Meeres, aber auch vom mühseligen Leben an Bord eines Segelschiffes bekommt. Insgesamt ist Die Kinder der Meerfrau ein gelungener historischer Roman, von einem Autor, der weiß wovon er schreibt.

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  • Rezension zu "Die Kinder der Meerfrau" von Konrad Hansen

    Die Kinder der Meerfrau

    Jari

    09. September 2010 um 16:06

    Das letzte Datum, an das sie sich erinnerten, war der 14. Juli 1725. Danach werden die Brüder Momme und Ties Gregersen an eine dänisch Insel nahe Deutschland gespült. Trotz der Feindseligkeit der Dorfleute, siedeln sich die Beiden in der sogenannten Dorschbucht an. Kurz darauf macht das Geschenk den Brüdern ein Geschenk: Lena, die Meerfrau. Zusammen bauen sich die Drei ein eigenes Leben auf, ihre Ménage à trois ist harmonisch und bald schon bereichern vier Kinder die Familie, von denen keiner so richtig weiss, ob Momme oder Ties der Vater ist. Dieses Buch berichtet von ihren Abenteuern, die den Leser mitnehmen in die unwirtliche Grönlandsee und auf die karibischen Zuckerrohrplantagen der dänischen Kolonien. Konrad Hansens "Die Kinder der Meerfrau" ist ein starkes, aber gediegenes Buch über eine spezielle Familie und ihre Beziehung und Erlebnisse auf hoher See. Man erlebt die volle Gewalt eines sterbenden Wals, die Grausamkeit auf den Plantagen und das einfache Leben im Dorf, in welchem Lena als Hexe verschrien ist. Hansens einfache Sprache lässt einen das Buch in vollen Zügen geniessen, man muss sich nicht durch ellenlange Beschreibungen kämpfen, sonder folgt den gut gezeichneten Charakteren durch ihr Leben. Ebenfalls anzumerken ist, dass in diesem Buch fast keine Jahreszahlen auftauchen. Man verfolgt das Leben der verschiedenen Familienmitglieder und merkt, wie die Zeit verstreicht, doch in welchem Jahr man sich genau befindet, bleibt ungewiss. Für das Buch sind Daten auch unwichtig. Wer jedoch, wie oft in historischen Romanen, grosse Schlachten, Kanonendonner und grosse Liebesgeständnisse erwartet, wird enttäuscht: Das Buch ist ruhig und unaufgeregt. Und genau das gefiel mir daran. Nichts ist Überdreht, Hansen erzählt einfach nur wie es gewesen ist. Die Geschichte springt immer wieder zwischen Meer und Land hin und her, und auch wenn das Buch, das in die zwei Geschichten "Grönlandfahrt" und "Ebenholz" aufgeteilt ist, Mikkel und Felix in den Mittelpunkt stellt, geht doch keiner der Familienmitglieder verloren. Man kehrt immer wieder zu ihnen zurück. Die Personen sind alle sehr charakterstark und man erinnert sich an sie, auch wenn sie oftmals länger nicht auftauchen. Zwar trifft man auf viele unterschiedlichen Kapitänen und Bootsmännern, doch die bereits erwähnte Aufteilung des Buches, macht das Auseinanderhalten der Personen einfacher. Ich hätte mir ab und zu dennoch etwas nähere Beschreibungen gewünscht, z.B. über die Bekleidung der damaligen Zeit. Ausserdem erinnert man sich mit Fortschreiten des 560 Seiten starken Buches beinahe nicht mehr an die Geschichten vom Anfang des Buches. Dennoch schafft es der Autor, dass das Buch auch gegen Ende hin nicht an Spannung verliert. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass mir das Buch derart gefällt. Jedoch muss man sich auch für die Thematik der Geschichte interessieren, damit es einem gefällt. Für jene, die sich für die Seefahrt und Dänemark interessieren, bietet einem das Buch sehr viel Erfahrenswertes. Auch über die Kolonisation und den Sklavenhandel erfährt man einiges, somit ist "Die Kinder der Meerfrau" vor allem für all jene gut geeignet, die sich neben der Lektüre noch etwas Wissen aneignen wollen.

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  • Rezension zu "Die Kinder der Meerfrau" von Konrad Hansen

    Die Kinder der Meerfrau

    smutcop

    10. May 2010 um 15:30

    Zwei Brüder, unterschiedlicher können sie nicht sein, stranden 1725 an einem Ostseestrand. Hier beginnt die fesselnde Lebensgeschichte der beiden in deren Verlauf es nicht nur durch die"menage a trois" mit der geheimnisvollen Lena turbolent zugeht. Kriege, Walfang, Taufen, Unglücke und Karrieren passieren im Laufe der nächsten 50 Jahre. Eine spannende Familiensage mit viel Lokalkolorit in der von Sex bis Gewalt, von Einfalt bis Weitsicht jedes Lebensgewürz seinen Platz findet. Tolles Buch.

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