Kurt Peipe Dem Leben auf den Fersen

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Inhaltsangabe zu „Dem Leben auf den Fersen“ von Kurt Peipe

»Ich weiß, dass mein Leben nicht mehr lange dauert. Und ich kann jedem in dieser Situation nur raten: Mach, was dir Erfüllung bringt, selbst wenn es noch so verrückt ist.« Kurt Peipe ist 62 Jahre alt, als er nach einer Operation die niederschmetternde Diagnose erhält: Krebs im Endstadium, eine Heilung ist ausgeschlossen. Zwei Wochen später begibt er sich auf die Reise seines Lebens – eine Wanderung von der deutsch-dänischen Grenze bis nach Rom, 3350 Kilometer u.a. auf dem legendären Franziskusweg. Todkrank und geschwächt marschiert er los mit Rucksack, Schlafsack und Zelt. Er schläft in Schafställen, in Garagen und Schuppen und sehr oft auch unter freiem Himmel. Unterwegs erlebt Kurt Peipe nicht nur unglaublich viele bewegende, überraschende und prägende Momente, sondern er findet auch die Zeit, sein Leben zu bilanzieren und bei sich selbst anzukommen. Aber vor allem erfährt er so viel Hilfsbereitschaft und Offenheit, dass er am Ende sagt: »Die Menschen sind besser als ihr Ruf.« Eigentlich wollte Kurt Peipe auf dieser Reise nur sich selbst finden, aber er fand noch mehr: das Vertrauen in die Menschen.

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  • Rezension zu "Dem Leben auf den Fersen" von Kurt Peipe

    Dem Leben auf den Fersen

    IlonGerMon

    03. January 2013 um 07:58

    Können Sie sich Ihre eigene Reaktion vorstellen, wenn Sie mit der Nachricht einer unheilbaren Krankheit konfrontiert werden? Ich kann mir nicht vorstellen, was ich dann tun werde. Doch immer wieder, jeden Tag, gibt es Menschen unter uns, die sich mit dieser Information, mit diesem Wissen auseinandersetzen müssen. Kurt Peipe ist so ein Mensch und ich habe ihn vor nicht einmal einer Woche kennen gelernt – leider nicht persönlich, nur durch sein Buch, aber er hat mich zutiefst beeindruckt. Kurt Peipe ist 62 Jahre alt, als er erfährt, dass man seinen Krebs nicht mehr heilen kann. Zu weit haben sich die Metastasen ausgebreitet und nur noch ein paar Monate sollen ihm bleiben. Gegen viele Widerstände erfüllt sich Kurt Peipe den einen Wunsch, den der begeisterte Wanderer bislang noch nicht realisieren konnte. Er will den E1, den europäischen Fernwanderweg von Flensburg nach Rom gehen – zu Fuß – 3350 km. Einzig eine Psychologin, mit der er im Krebszentrum darüber spricht, bestärkt ihn in seiner Idee. Und so sitzt Kurt Peipe schon zwei Wochen nach der letzten Operation im Zug, der ihn aus seinem schwäbischen Wohnort an die deutsch-dänische Grenze bringt. Dort wird er losgehen und hoffentlich Rom erreichen. Danach wird er weitersehen. So ist jedenfalls sein Plan. Kurt Peipe hat es geschafft, er hat Rom erreicht. Sonst gäbe es dieses Buch wohl nicht. Und dass er überhaupt aufgeschrieben hat, was und vor allem wer ihm während fünf Monate währenden Reise begegnete, ist dem Zusammentreffen mit einem Journalisten geschuldet. Was nun macht dieses Buch zu einem besonderen Buch? Für mich ist das vor allem die tiefe Ehrlichkeit, mit der Kurt Peipe erzählt und langsam, aber sicher für sich selbst zu drei ganz wesentlichen Einsichten kommt. „Der Wille versetzt tatsächlich Berge. Es gibt eine höhere Kraft, die mich führt. Und die Menschen sind viel besser als es uns oftmals scheint.“ Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass vor allem die Begegnung mit den Menschen unterwegs Kurt Peipes Bericht dominieren. Und ihn auch besonders lesenswert machen.

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  • Rezension zu "Dem Leben auf den Fersen" von Kurt Peipe

    Dem Leben auf den Fersen

    gloomer

    25. April 2011 um 23:48

    Die Geschichte von Kurt Peipe bewegt: Mit über 60 Jahren bekommt der Gärtnermeister die Diagnose Krebs. Unheilbar krank. Überall Metastasen. Die Ärzte geben ihm maximal noch ein halbes Jahr. Da fasst er einen Entschluss: Er möchte zu Fuss einen Großteil des Europäischen Fernwanderwegs E1 gehen. Von Flensburg nach Rom. 3350 Kilometer. Während er am Anfang der Reise noch etwas naiv an die Wanderung herangeht (mit zuviel Gepäck und zuwenig Geld), wird er immer mehr zum Pilger. Der Weg wird das Ziel. Die Krankheit und die Schmerzen treten in den Hintergrund. Er erzählt von verschiedensten Begegnungen auf seiner Reise. Fast überall wird er mit offenen Armen aufgenommen. Nur ein Pfarrer verweigert ihm einmal eine Übernachtung. Im Großen und Ganzen sind die Menschen besser als ihr Ruf – so sein Fazit. Zu Denken gegeben hat mir eine kleine Passage am Anfang des Buches: Eine Frau, die er an einer Bushaltestelle trifft, möchte ihn zu sich nach Hause einladen. Doch er lehnt ab; will ihr schließlich keine Umstände machen. So wurde er erzogen. Auch als die Frau nochmal betont, dass es ihr eine Freude wäre, lehnt er ab. Daraufhin zieht sie betrübt von dannen. Er denkt darüber nach und stellt fest, dass er weder sich noch der Frau einen Gefallen getan hat und schwört sich, in Zukunft solch freundliche Angebote dankend anzunehmen. Für Menschen, die es gut mit einem meinen, wird es eine Freunde sein, wenn man das Angebot annimmt. Kommt das Angebot hingegen nicht von Herzen, so hat sich der Anbietende ins eigene Fleisch geschnitten… Obwohl die Ärzte ihm nur noch ein halbes Jahr gegeben haben, lebt Piepe noch über zwei Jahre. Ein Buch wollte er ursprünglich nicht darüber schreiben. Ein Reporter hat ihm in Italien diesen Floh ins Ohr gesetzt. Doch das Schreiben tut ihm gut und macht ihm immer mehr Spass. Sein Wille ist so stark, dass er bis zum Tag der Veröffentlichung seines Buches durchhält. Er kann es noch in seinen Händen halten und stirbt noch am selben Tag. Piepes Buch "Dem Leben auf den Fersen" kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen. Besonders gut gefällt mir, dass er seine Krankheit in den Hintergrund und dafür die Begegnungen in den Vordergrund stellt. Nur den wenigsten Menschen erzählt er von seiner Erkrankung. Doch eine Geschichte handelt nicht nur von Begegnungen, sondern er erzählt auch von alltäglichen Problemen: Von der Hitze, der Kälte – und vom Regen. Er erzählt von seinen Geldnöten und von Mückenplagen. Und vom selbst konstruierten Gepäckwagen. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man lernt viel über die Menschen und das Leben: "Mache, was dir Erfüllung bringt, selbst wenn es noch so verrückt ist."

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  • Rezension zu "Dem Leben auf den Fersen" von Kurt Peipe

    Dem Leben auf den Fersen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. April 2010 um 16:21

    Kurt Peipe begibt sich auf seine letzte große Reise.
    Als ich damals in der Zeitung über ihn gelesen habe, musste ich einfach das Buch dazu haben.
    Kann es absolut empfehlen für jeden der solche "Pilgergeschichten" mag.

    RIP Kurt Peipe

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