Nick Hornby Miss Blackpool

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Inhaltsangabe zu „Miss Blackpool“ von Nick Hornby

'Seine Charaktere sind umwerfend sympathisch – sie alle hat man sofort lieb gewonnen.' Stern
Anfang der 60er: Barbara nimmt die Wahl zur 'Miss Blackpool' nicht an, als ihr aufgeht, dass sie dann ein weiteres Jahr in diesem verschlafenen Provinzstädtchen verbringen müsste. Stattdessen zieht sie nach London, ins Herz der neu entstehenden Popkultur, um berühmt zu werden. Was zunächst aussichtslos erscheint, wird Wirklichkeit, und sie wird der Star einer Fernsehserie. Doch was passiert, wenn Schönheit und Ruhm mit der Zeit verblassen?

Nick Hornby nimmt den Leser mit ins brodelnde London der 60er-Jahre, mitten hinein in die Welt der am Hungertuch nagenden Gagschreiber, der überarbeiteten Regisseure, der egozentrischen Schauspieler und der vom großen Durchbruch träumenden Mädchen. Ein Buch über ganz große Auftritte, lebenslange Freundschaft und die große Liebe.

Hornby in bester Erzähllaune.

— thursdaynext

Bisher hat mich jedes Nick Hornby Buch begeistert. Dieses hat es leider nicht geschafft.

— Grossstadtheldin

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  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • kurzweilige Lektüre

    Miss Blackpool

    Franca_Lingua

    13. July 2016 um 16:21

    Schöne, kurzweilige Unterhaltung, hat Spaß gemacht, auch wenn Hornby schon mal besser war. Das Buch lebt von der sehr gut konturierten Protagonistin sowie der amüsant-authentisch dargestellten Innen- und Außenansicht der Arbeitswelt der Fernsehkünstler in den 60er Jahren.

  • Unterhaltsamer Roman für Zwischendurch

    Miss Blackpool

    once-upon-a-time

    03. October 2015 um 20:50

    Klappentext. Die hübsche Barbara entflieht der Provinz und zieht nach London, um berühmt zu werden. Sie bekommt tatsächlich die Hauptrolle in einer neuen Fernseh-Sitcom, die zu einer der erfolgreichsten Fernsehshows Englands wird. Das Team wird ihre Familie – doch was passiert, wenn Ruhm und Glanz irgendwann verblassen? Nick Hornby nimmt den Leser mit ins Swinging London der 60er-Jahre. Ein Buch über große Auftritte, lebenslange Freundschaft und die ganz große Liebe. Erster Satz. Sie wollte keine Schönheitskönigin sein, aber wie das Leben so spielt, war sie gerade dabei, eine zu werden. Cover. Das Cover sagt nicht so viel über den Inhalt aus, mir gefällts jedoch trotzdem ganz gut. Die Farben gefallen mir und das Fernsehgerät als Andeutung der zeitlichen Umstände. Inhalt. Ich war recht gespannt auf dieses Buch, sind doch die Rezensionen und Meinungen darüber sehr gespalten. Da ich allerdings noch nie zuvor auch nur einen Teil eines Romans von Nick Hornby gelesen hatte, konnte ich da recht unbedarft und unvoreingenommen herangehen. Habe ich das bereut? Keineswegs! Hornbys Schilderung der 60er gefielen mir wirklich sehr gut, und auch die Geschichte hat mich gefesselt. Hin und wieder warf mein Freund mir skeptische Blicke zu, weil ich unvermittelt anfing zu lachen (manchmal allerdings auch erst, nachdem ich Absätze teilweise noch einmal gelesen habe. Bisweilen fand ich die vielen Halbsätze, die die Handlung spannend erzählt machten, ein wenig zu unübersichtlich), und das finde ich für ein Buch gar nicht mal so schlecht. Man mag dem Roman vorwerfen, dass er seicht sei und nicht besonders tief ginge. Das kann ich auf der einen Seite gut nachvollziehen, denn wirklich viel nachzudenken braucht man sicherlich nicht. Aber mir hat trotzdem die schonungslose Ehrlichkeit gefallen, die ich Hornby hier zu bescheinigen wage. Es ist nicht alles wunderbar, es ist nicht alles dramatisch – man bekommt keine Tragödien um die Ohren gehauen, die völlig aus der Luft gegriffen wirken. Personen. An der Personenkonstellation fand ich besonders schön, dass Sophie als Frau, die Comedy machen möchte, so völlig unerwartet zu kommen scheint. Diese Rolle ist etwas, das einfach durch die Bank alle Figuren des Romans erstmal völlig irritiert. Der Blick auf die Entwicklung viele Jahre später ist Hornby ebenfalls gut gelungen und ich denke, dass er insgesamt durchaus die ein oder andere überraschende Wendung in petto hat (und mich am Ende dann auch noch zu ein paar kleinen Tränchen verleiten konnte). Fazit. Im Großen und Ganzen kann ich mich der harschen Kritik an diesem Roman nicht anschließen. Er hat mir ausgesprochen gut gefallen und wurde auch schon weiterempfohlen und zum Fremdlesen verliehen. Und vielleicht les ich jetzt auch mal was anderes von Nick Hornby!

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  • Das Leben einer Comedy-Serie

    Miss Blackpool

    Duffy

    24. May 2015 um 08:06

    Nachdem sie nicht Miss Blackpool werden wollte, flüchtet Barbara nach London und will berühmt werden. Sie hat auch das große Glück für eine TV-Sitcom gecastet zu werden, die sich als der große Wurf erweist. Dies ist die Geschichte des Teams, des Produzenten, der Darsteller und der Autoren. Es spielt in den 60er Jahren, als Fernsehen noch nicht so dominant und das Sendeformat der Comedy noch nicht allmächtig war. Es spielt auch in London und das ist sinnvoll zu wissen, denn Hornby bezieht sich auf viele Dinge, die im Großbritannien der 60er wichtig waren. Um diesen Roman genießen zu können, ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich ein wenig mit der britischen Lebensart und den kleinen Marotten der Inselbevölkerung auskennt. Man muss wissen, dass die BBC mal ein ziemlich verknöcherter Verein war und die Spielräume in diesem Sender nicht besonders groß. Es gelingt Hornby, das herauszuarbeiten. Doch kommt er natürlich nicht ohne seine Englishness  aus und deswegen wird er ja auch geschätzt. Es ist eine Komödie, die er da geschrieben hat, mit einem gewissen Maß an Tiefgang, wenn man ihn vertragen und zulassen kann. Es gibt schöne Sequenzen über das Älterwerden und über die Abnutzung, kleine melancholische Tupfer in einem ansonsten heiteren Gesamtbild, die dem Lesevergnügen keinen Abbruch tun, im Gegenteil, sie geben dem Ganzen einen schlüssigen Einschlag, dass nämlich das reale Leben keine Comedy-Serie ist. Hornby ist ein etablierter Schreiber und somit unter besonderer Beobachtung. Seine Konzepte gehen auf, doch er muss immer wieder mal aufpassen, dass er seine Spannungsbögen hält. Es gelingt hier wieder, doch ein kleines Minus gibt es, es fehlt die Frische, ein wenig zu routiniert ist das manchmal. Das fällt aber nur denen auf, die "High Fidelity" und "Fever-pitch" für seine besten Bücher halten. Sind sie auch, denn da schrieb das Fieber mit. Fazit: Gelungenes Werk von Hornby und ein Bestseller wird es sowieso.

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  • kann man lesen, muss man nicht

    Miss Blackpool

    Bücherwurm

    26. April 2015 um 01:46

    Irgendwann muss ich doch dahinter kommen, warum dieser Autor so beliebt und bekannt ist.  Wer mich kennt, der weiß, dass ich mit diesem Autor auf Kriegsfuß stehe. Ich bin kein Fan von zynischen und sarkastischen Menschen. Ich packe Probleme lieber pragmatisch an, statt darüber zu lamentieren. Hier mal ein Buch mit weniger Sarkasmus. Wer weiß, ob ich sonst durchgehalten hätte. "Miss Blackpool" spielt zu einer Zeit in England, in der TV Soaps ihren Anfang nahmen. Barbara, die sich selbst Sophie nennt, will unbedingt ein Star werden, und dies auch noch in der Humor-Abteilung. Mit viel Glück und Zufall ergattert sie sich frech eine Hauptrolle. Im Roman "Miss Blackpool" erlebt der Leser die Entwicklung einer Serie, geschrieben von recht fantasielosen Autoren, gespielt von nicht ausgebildeten, unreifen und unprofessionellen Darstellern. Wir lesen sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, und ich muss sagen, ich war in Gefahr folgende Zusammenfassung zu schreiben: bla bla bla bla. Ich habe selten ein so Inhaltsloses Buch gelesen. Bis weit über die Hälfte des Buches war die Geschichte nichtssagend. leer und flach. Aber während ich mich noch fragte, ob Abbrechen die geeignete Alternative wäre, wurde das Buch erstmals interessant.  Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Menschen fast ein gesamtes Leben mit Oberflächlichkeit und Sinnlosigkeit füllen, welche extremen Wege wir oft einschlagen, die so erkennbar falsch sind, bis wir dann- oder auch nicht- die Ruhe und Gelassenheit finden, mit der es überhaupt erst möglich ist zu uns selbst zu finden. So mit Abstand betrachtet empfinde ich die Lektüre als Satire auf unser gesamtes Leben: Während wir jung, kräftig und fit sind vergeuden wir unser Leben mit Nichtigkeiten, so wie die Serie, die zu einer Zeit erscheint, als gesellschaftliche Probleme Tabus waren, die eine Sensation auslösten, als sie offen ausgesprochen wurden und ganze Bevölkerungsschichten ins Kino und ins Theater trieben. Die wenige Jahre später nicht mal ein Schulterzucken verursachen und einfach nur öde langweilen.  Kurzum: Die Serie wird nicht nur eingestellt, die Aufzeichnungen werden recycelt, bis die späte Erkenntnis kommt, wie wertvoll die Jugendzeit in all ihren Facetten ist. Das sollte uns eigentlich nachdenklich stimmen.

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  • Fiktive Roman-Biographie?

    Miss Blackpool

    WilmaWitch

    17. April 2015 um 15:53

    Diesmal ist es anders. Keine Handlung, bei deren Entwickung der Leser live und gespannt dabei ist. Es ist alles schon passiert und so wird es erzählt, jahrzehnte später, altersmilde und abgeklärt. Die Schönheitskönigin von Blackpool lehnt ihren Titel ab, damit sie nach London gehen und Comedy machen kann. Unwahrscheinliche Zufälle passieren, sie kommt in's Fernsehen, lernt Kollegen kennen, Ehe, Kinder. Im Alter treffen wir einige der Protagonisten wieder, und wir erfahren, wie es ihnen seitdem ergangen ist, im Leben und mit dem Altern. Sie greifen nochmal an auf der Bühne in unserem jetzigen Zeitalter und wir erfahren, was sich geändert hat. Etwas anders als sonst, mehr ein erzähltes Sachbuch, eine Biographie in der Retrospektive.

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  • Leserunde zu "Jahre wie diese" von Sadie Jones

    Jahre wie diese

    aba

    Sadie Jones' Meisterstück über einen jungen Dramatiker, der versucht, sich im London der 70er Jahre einen Namen zu machen London in den 70er Jahren, aufregend, explosiv, atemberaubend, und mittendrin der junge, provinzielle Paul, der in der Millionenstadt versucht, erfolgreich zu sein. In ihrem neuen Roman "Jahre wie diese" lässt uns Sadie Jones hinter die Theaterkulissen blicken und - nach eigenen Aussagen - auch hinter die Kulissen des Herzens. Zum Inhalt Luke Kanowski beschließt, Provinz und Elternhaus den Rücken zu kehren, um in London seine Lorbeeren als Dramatiker zu verdienen. Mit Paul, einem angehenden Produzenten, und Leigh, Pauls Freundin, gründet er eine Theaterkompagnie, die bald erste Erfolge feiert. Die drei sind unzertrennlich – bis Luke auf Nina trifft, eine temperamentvolle, aber labile Schauspielerin, die ihn nicht mehr loslässt. Alles, worum er gekämpft hat – Loyalität, Freundschaft, Karriere –, droht dem Versuch zum Opfer zu fallen, Ninas versehrte Seele zu retten. Wie viel ist er bereit, für sie zu riskieren? Ein überaus romantischer, eleganter Roman über vier junge Menschen, die um ihren Platz in der Liebe und im Leben kämpfen und dabei immer wieder von den Prägungen ihrer Kindheit eingeholt werden. Leseprobe Zur Autorin Sadie Jones, 1967 in London geboren, arbeitete als Drehbuchautorin, unter anderem für die BBC. 2005 verfilmte John Irvin ihr Drehbuch "The Fine Art of Love" mit Jacqueline Bisset in der Hauptrolle. Ihr preisgekröntes Romandebüt "Der Außenseiter" (2008) wurde in Großbritannien auf Anhieb ein Nr.-1-Bestseller und war auch in Deutschland ein großer Presse- und Publikumserfolg. 2012 erschien bei der DVA "Der ungeladene Gast". "Jahre wie diese" ist ihr vierter Roman. Wenn ihr noch mehr über das Buch wissen möchtet, hier erzählt Sadie Jones über dessen Entstehung und Hintergründe. Zusammen mit DVA verlosen wir 25 Exemplare von "Jahre wie diese" unter allen, die diesen intensiven Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, sich austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchten. Wer mit Sadie Jones in das London der 70er Jahre reisen und mehr über das Theaterleben erfahren möchte, bewirbt sich* bis zum 18.03.. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, folgende Frage zu beantworten: Wie stellt ihr euch das Leben in den 70er Jahren vor? Hat sogar einer von euch diese aufregende Zeit miterlebt? Auf eure Antworten freue ich mich! Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 600
  • A Disappointment

    Miss Blackpool

    Himmelfarb

        Lieber Nick Hornby, Seit Jahren zähle ich zu Ihren größten Fans; habe Ihre Romane „Fever Pitch“, „High Fidelity“, „About A boy“, „How To Be Good“ und „A Long Way Down“ verschlungen, war berührt, habe Tränen gelacht, und jeden weiteren Roman begierig erwartet. Aber, wie in den meisten Liebesbeziehungen kommt irgendwann das böse Erwachen. Meines kam in Form Ihres neuen Romans „Miss Blackpool“.  (Eine Frage, die Ihrem deutschen Verleger Kiepenheuer und Witsch gestellt werden muss: „Warum hat ein Nick Hornby Roman hier erstmals nicht seinen Originaltitel, „Funny  Girl“, behalten?)  Dieser Roman ist eine einzige Enttäuschung! Konnte ich bislang mit Ihren Protagonisten mitgehen, lachen, leiden und mich freuen, bleiben hier alle fad und langweilig. Nicht eine Figur macht eine wirkliche Entwicklung durch. Als Hintergrund für Ihre simple Story, wählen Sie das Großbritannien der 1960er Jahre und die Geburtsstunde der britischen Sitcoms. Wunderbares Setting, würde man meinen, aber anstatt diese Zeit des Aufbruchs, des „Swinging London“ tiefer auszuloten, bleibt alles erschreckend plakativ. Ihre Hauptfigur, Barbara Parker aus Blackpool, die den Titel „Miss Blackpool“, den sie am Anfang des Romans gewinnt, schnell wieder abgibt, um nach London zu gehen, und  dort als Komikerin groß herauszukommen,erlebt geradezu unglaubliche Zufälle, die - ratzfatz- aus ihr tatsächlich einen Fernsehstar machen. Das ist wenig überzeugend, zumal Ihr Schreibstil einen auch nicht vom Hocker fegt. Würde ich endlose Dialoge lesen wollen, versuchte ich es mit einem Drehbuch oder Theaterstück. Man könnte mutmaßen, daß Sie Ihr „Funny Girl“ von Anfang an als Drehbuch konzipiert  haben, da Sie ja durchaus erfolgreich als Drehbuchautor arbeiten. („An Education“ war übrigens toll!) Schnell ein paar erzählerische Elemente dazu bauen, und - schwups- haben wir einen Roman von über 400 Seiten Länge, der ab Seite 100 vor sich hin mäandert… Und wenn Sie gar keine Lust mehr hatten, werden Teile der Geschichte einfach als Fernsehkritik oder Zeitungsartikel, oder per Epilog erzählt. Sorry, aber das ist erzählerisch mehr als schwach! Wo nur ist der Hornby - Touch  geblieben? Als Leser sagen Sie, daß kein Mensch sich durch ein Buch quälen muss. Ich habe das bei „Miss Blackpool“ getan.  

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    • 5
  • Leserunde zu "Miss Blackpool" von Nick Hornby

    Miss Blackpool

    Jules1988

    Ein Ausflug ins Swinging London der Sixties Der englische Bestsellerautor Nick Hornby schreibt mit "Miss Blackpool" ein Buch über ganz große Auftritte, lebenslange Freundschaft und die große Liebe. Ihr habt hier die Chance, diesen mitreißenden Roman für die Leserunde zu gewinnen! Mehr über das Buch: Die hübsche Barbara entflieht der Provinz und zieht nach London, um berühmt zu werden. Sie bekommt tatsächlich die Hauptrolle in einer neuen Fernseh-Sitcom, die zu einer der erfolgreichsten TV-Shows Englands wird. Das Team wird ihre Familie – doch was passiert, wenn Ruhm und Glanz irgendwann verblassen? Anfang der 60er: Barbara nimmt die Wahl zur »Miss Blackpool« nicht an, als ihr aufgeht, dass sie dann ein weiteres Jahr in diesem verschlafenen Provinzstädtchen verbringen müsste. Stattdessen zieht sie nach London, ins Herz der neu entstehenden Popkultur, um Komikerin zu werden. Was zunächst aussichtslos erscheint, wird Wirklichkeit, und die Truppe rund um die beiden Drehbuchschreiber Tony und Bill, den Produzenten Dennis sowie Schauspielkollegen Clive ersetzt Barbara fortan die Familie. Alle sind von der Idee besessen, aus ihrer Sitcom einen Riesenerfolg zu machen, was ihnen trotz privater großer und kleiner Katastrophen auch gelingt. Doch was passiert, wenn Schönheit und Ruhm mit der Zeit verblassen? Hier geht's zur Leseprobe! Mehr über den Autor: Nick Hornby studierte in Cambridge und arbeitete als Lehrer. Er hat zahlreiche Bestseller geschrieben und mehrere seiner Bücher, wie "About a Boy" und "High Fidelity" wurden sogar verfilmt. Er lebt in London. Wenn ihr wissen wollt, wie es mit Barbara und ihrer Ersatzfamilie weitergeht, dann bewerbt euch gleich für die Leserunde!* Gemeinsam mit dem KiWi Verlag verlosen wir 25 Leseexemplare von "Miss Blackpool"  von Nick Hornby! Wenn ihr mitlesen möchtet, dann beantwortet einfach folgende Frage: Für welchen Traum würdest du deine Heimat verlassen? *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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    • 428
  • Qui trop embrasse, mal étreint - wer zu viel beginnt, zu nichts es bringt

    Miss Blackpool

    danuzza

    13. February 2015 um 17:14

    Englische Provinz, sechziger Jahre. Ein sehr hübsches Mädchen gewinnt einen Schönheitswettbewerb, möchte aber gar keine Schönheitskönigin sein, deshalb verzichtet sie sofort auf den Titel und verlässt ihr Geburtsort Richtung London. Dort hofft sie, Karriere zu machen, und zwar als komische Darstellerin in Fernsehen. Ein hübsches Gesicht, eine wundervolle Figur, sehr viel Ehrgeiz und etwas Glück, und der Sprung gelingt. Barbara wird zu TV-Star, aber wird sie deshalb auch glücklich? Mit sehr großen Erwartungen habe ich mich diesem neuen Roman eines meiner Lieblingsautoren angenähert, versprochen habe ich mir dabei Ironie, außergewöhnliche Figuren, einen tiefen Blick in die Gesellschaft, nicht nur in die englische. Leider wurden meine Erwartungen etwas enttäuscht. Das Buch ist nicht schlecht, die Thematik ist interessant, die subtilen Geistesblitze von Nick Hornby sorgen hin und wieder für scharfsinnige Unterhaltungsmomente, doch wollte diesmal der Funke nicht überspringen. Vielleicht lag es an Barbara-Sophie, die Hauptdarstellerin, mit der ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte: Sie definiert sich über ihren Ehrgeiz, ihre Schönheit, ihr „anders sein“, aber ist sie wirklich so toll, so witzig, so außergewöhnlich? Irgendwie verzettelt sich der Autor in der Beschreibung einzelner Handlungen, Nebenfiguren, Details aus der tatsächlichen Fernsehwelt der Sechziger, und verliert dabei seine Hauptdarstellerin aus den Augen. Sie wird immer lebloser, beinahe richtig unsympathisch, ohne dass ernsthafte kritische Absichten des Autors dabei erkennbar werden. Mein Eindruck ist, dass Hornby hier zu viel erreichen wollte und zum Schluss ins Leere greift. Sein Roman strebt zu viel an: Portrait einer ganzen Epoche (60. Jahre), eines ganzen Milieus (Fernsehwelt), bestimmter gesellschaftlichen Gruppierungen (Frauen, Homosexueller, vermeintliche Kreative), und dann noch ein bisschen Darstellung der Dialektik Provinz – Hauptstadt, Theater – Fernsehen, Jugend – ältere Generationen, Armut – Reichtum, Ehe als Leidenschaft – Ehe als Familienpflicht… etwas weniger Zutaten, und das Ergebnis hätte deutlich besser geschmeckt.

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  • Miss Blackpool

    Miss Blackpool

    divergent

    London, England in den 1960er Jahren: Die 19-jährige Barbara nimmt die Wahl zur "Miss Blackpool" nicht an, als ihr aufgeht, dass sie dann ein weiteres Jahr in diesem verschlafenen Provinzstädtchen verbringen müsste. Stattdessen zieht sie nach London, ins Herz der neu entstehenden Popkultur, um Komikerin zu werden. Was zunächst aussichtslos erscheint, wird Wirklichkeit, und die Truppe rund um die beiden Drehbuchschreiber Tony und Bill, den Produzenten Dennis sowie Schauspielkollegen Clive ersetzt Barbara fortan die Familie. Alle sind von der Idee besessen, aus ihrer Sitcom einen Riesenerfolg zu machen, was ihnen trotz privater großer und kleiner Katastrophen auch gelingt. Doch was passiert, wenn Schönheit und Ruhm mit der Zeit verblassen? Da ich von Nick Horby bereits "A Long Way Down" mit großer Begeisterung gelesen habe, wollte ich so natürlich auch sein neustes Werk lesen und wartete gespannt, darauf, es lesen zu dürfen! So hatte ich hier, auf lovleybooks das Glück, ein Exemplar zu gewinnen! Der Schreibstil von Hornby ist wie gewohnt ganz angenehm zu lesen. Die Geschichte beginnt auch recht interessant - doch ich wurde teilweise leider etwas gelangweilt von der ganzen Geschichte rund um Barbara und ihrer Serie! Barbara empfand ich teilweise auch sehr nervig! Nick Hornby hat schon bessere Romane geschrieben!

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    • 3
  • Ist nicht mein Gesckmack

    Miss Blackpool

    Tiffanyco

    26. January 2015 um 14:00

    Der Roman spielt Anfang der 60 iger Jahre in England. Das Fernsehn kommt aus langsam aus seinen Kinderschuhen. Eine junge Frau will endlich die Provinz hinter sich lassen in der sie aufgewachsen ist, darum nimmt sie an einer Misswahl teil und gewinn.Das ist jedoch nicht was sie will, eigentlich will sie Komikerin werden, was aber in dem kleinen Städtchen undenkbar ist. Hals über Kopf verlässt sie ihre Heimat und geht nach London ohne Plan. Eine Zeit der Zweifel beginnen, bis sich eine Chance für sie ergibt und sie endlich bei einem Fernsehsender landet. Nun beginnt das übliche Auf und Ab. Die Geschichte ist sehr englisch geschrieben, sie zieht sich in manchen Passagen. Leider kann ich mit dem Autor und seiner Schreibweise wenig anfangen. Auch fesseln einem die Inhalte nicht, man will eigentlich gar nicht wissen, wie es mit Miss Blackpool weiter geht, das Buch nimmt einen nicht gefangen.

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  • Zu hohe Erwartungen

    Miss Blackpool

    Antonella

    25. January 2015 um 16:53

    Nick Hornbys neuester Roman spielt hauptsächlich in den 60er-Jahren in England. Barbara gewinnt die Wahl zur Miss Blackpool. Als ihr klar wird, dass mit dieser Wahl auch 1 Jahr Repräsentationspflichten in Blackpool verbunden sind, verzichtet sie auf den Titel und flüchtet nach London. Dort möchte sie endlich die erträumte Karriere als Komödiantin wie ihr großes Vorbild Lucille Ball starten. Als sie kurz davor ist aufzugeben, kommt ihr ein unglaublicher Zufall zu Hilfe. Sie bekommt tatsächlich die Chance, an der Entwicklung eines ganz neuen Formates für die BBC teilzuhaben. So entsteht die Serie  „Barbara (and Jim)“, die über mehrere Staffeln läuft und deren erklärter Star Barbara ist. Clive, der den Ehemann Jim spielt, übernimmt wiederstrebend die Anhängsel-Rolle. Geschrieben werden die einzelnen Folgen von dem Autorenduo Tony und Bill, die  bereits jahrelange Erfahrungen beim Radio gesammelt, aber bisher nicht für das Fernsehen gearbeitet haben. Als Vermittler zwischen BBC-Leitung und dem Sitcom-Team fungiert Dennis, der im Laufe der Zeit zu einem festen Mitglied dieser Sitcom-Familie wird, obwohl er einen ganz anderen Bildungshintergrund hat. Miss Blackpool beschreibt das Lebensgefühl der Swinging  Sixties: Für Frauen wie Barbara war der Weg in Ehe und Familie bis dahin eigentlich vorgezeichnet, ein Entkommen fast unmöglich. Homosexualität stand unter Strafe, von sexueller Selbstbestimmung konnte noch keine Rede sein. Rassendiskriminierung wurde nicht hinterfragt. Die gesellschaftliche Stellung entschied über Bildungsgrenzen. Fernsehen sollte unterhalten, ohne allzu kritisch die geltende Moral anzugreifen. Vor diesem Hintergrund startet „Barbara (and Jim)“  und verändert die Fernsehlandschaft.  Alle Beteiligten wagen sich auf Neuland vor und werden von dem unerwarteten Erfolg überrascht. Doch es gibt auch die private Seite der Sitcom-Crew, und da entwickeln sich die einzelnen Mitglieder in sehr unterschiedlicher Weise. Insbesondere die beiden Autoren, zu Beginn eine eingeschworene Gemeinschaft, leben in sehr verschiedenen Welten. Als Konsequenz ist irgendwann eine gemeinsame Zusammenarbeit dann auch nicht mehr möglich. Die Schauspieler übertragen zumindest zeitweilig ihre Rollen auf ihr Privatleben und wirken auch sonst außerhalb der Rolle eher farblos. Und genau da setzt auch meine Kritik an diesem Buch an: Über weite Strecken habe ich dieses Buch gerne gelesen, denn Nick Hornby kann ohne Frage schreiben. Auch Miss Blackpool ist durchaus unterhaltsam und sprüht stellenweise nur so vor Wortwitz. Einzelne Charaktere sind ausgesprochen sorgfältig entwickelt worden und man kann deren innere Zerrissenheit mitfühlen. Aber ausgerechnet die Titelperson bleibt für mich über einen langen Zeitraum seltsam blass und konturenlos. Zu Beginn und am Ende ist Barbara für mich fassbar, aber dazwischen kann ich wenig mit ihrer Figur anfangen. Leider hat dieser Roman dadurch für mich im Mittelteil doch extreme Längen, durch die ich mich regelrecht durcharbeiten musste.  In einem Film wäre das wahrscheinlich nicht so zum Tragen gekommen, aber bei einem Buch muss ich mir die Bilder selbst erschaffen. Und das ist mir hier dann  leider nicht gelungen. Positive Kritik verdienen das typische Nick Hornby Cover und die eingestreuten Schwarzweißfotos und Zeitungsartikel, die passend zum Text eingefügt wurden. Alles in Allem würde ich 3,5 Sterne vergeben, aber weil das nicht möglich ist werden es 4. Denn es wäre unfair, dieses Buch abzuwerten, weil ich es an anderen Werken des Autors messe. Hohe Erwartungen werden eben auch leichter enttäuscht.

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  • Miss Blackpool

    Miss Blackpool

    cLooch

    25. January 2015 um 13:25

    Miss Blackpool von Nick Hornby Erschienen im KiWi Verlag zum Preis von 19,99 Barbara aus Blackpool will mehr von ihrem Leben, als nur einmal die amtierende blonde, kurvige Schönheitskönigin sein und dann einen Mann heiraten, für den sie den Rest ihres Lebens am Herd stehen soll. Barbara fasst einen Entschluss und lässt ihren Vater George und ihre Tante Marie in Blackpool zurück und reist nach London. Sie will die beste weibliche Comedy-Schauspielerin werden, die das Land in den 60ern gesehen hat. Ihr Vorbild ist Lucille Ball. Bei ihrer Reise ins Showbusiness begleiten sie zwei sehr sympathische Drehbuchautoren Bill und Tony, die auch ihre Freunde werden. Wie wird wohl der Weg von Barbara verlaufen? Wird sie groß werden im Showgeschäft? Man darf gespannt sein. Nick Hornby hat ja typischerweise ausschließlich männliche Protagonisten, sodass es mich überraschte einmal eine Frau im Mittelpunkt stehen zu sehen. Eine Auflockerung zwischen den einzelnen in Staffeln unterteilten Kapiteln sind Bilder, die die einzelnen Handlungen unterstreichen sollen. Eine nette Idee, die wieder etwas anderes ist. Die Freundschaft die sich nach und nach mit den Drehbuchautoren Bill und Tony entwickelt ist ein zentraler Punkt für mich in diesem Roman und mir gefällt die Tatsache, dass Barbara alias Sophie Straw so einen Einfluss auf die beiden Männer hat. Durch ihre Ideen und ihren Witz kann sie so einiges an Szenen retten und überrascht immer wieder. Man erfährt auch viel über das Privatleben und die Sorgen der beiden, was zwischenzeitlich von der eigentlichen Handlung und der Serie „Barbara (and Jim)“ ablenkt. Die Beziehung die Bill und Tony zueinander haben, gleicht oft dem eines alten Ehepaares und die Meinungsverschiedenheiten lassen einen Einblick in das Leben von Autoren geben. Die Dialoge sind schlagfertig und gut durchdacht. Hornby zeigt auch nicht nur die glamouröse Seite des Showgeschäfts, sondern auch Tiefgänge, welche die Charaktere erleiden müssen. So ist nicht immer alles von Sonnenschein umgeben und es zeigt auf, welchem Kampf man in diesem Business ausgesetzt ist. Leider verliert das Buch ab der Mitte immer mehr an Spannung und es wirkt klischeehaft. War es wirklich überraschend, dass Sophies/Barbaras Mutter irgendwann auftaucht? War es überraschend, wie sich Barbaras Leben wendet? Für mich war es vorherzusehen, mag es dennoch für einige noch eine Überraschung geben. Im letzten Abschnitt gibt Hornby noch einmal alles und man ist im „Jetzt“ angekommen und erkennt, dass sich Menschen innerlich nicht von Grund auf ändern können. Jeder ist von seinem Schicksal gezeichnet und muss damit umgehen können, oder dieses akzeptieren. Von allen Bücher, die Nick Hornby veröffentlicht hat, ist „Miss Blackpool“ jenes, welches mit nicht überzeugen konnte. Auch wenn die Idee gut ausgedacht ist, hat es nicht den „Hornby-Charm“. Es war eine nostalgische Geschichte, die zu unterhalten weiß, aber mehr auch nicht. Für wirklich eingefleischte Fans bestimmt kein Hindernis sich diesen Roman zu kaufen.

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  • Barbara (and Jim)

    Miss Blackpool

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2015 um 23:21

    Ich habe dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen dürfen. Es war mein erstes Nick Hornby Buch, weshalb ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu seinen sonstigen Schreibleistungen habe. Es geht um die junge Barbara und ihren großen Traum, Komikerin zu werden. Dazu verlässt sie das kleine Städtchen Blackpool, in dem sie gerade noch zur Schönheitskönigin gekürt wurde, und zieht nach London. Nach anfänglichen Rückschlägen, bekommt sie als Sophie die Hauptrolle in einer Sitcom und wird berühmt. Nick Hornby erzählt in "Miss Blackpool" nicht nur die Geschichte von Barbara, sondern geht auch genauer auf die anderen Charaktere der Geschichte ein. Dies wirkte auf mich oft wie eine Biografie und stellenweise doch recht langweilig. Auch mit dem eigentlichen Hauptcharakter Sophie alias Barbara kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Ist sie zeitweise echt symphatisch, macht die an anderer Stelle dies durch ihre manchmal dümmliche und naive Art wieder zu nichte. Auch wenn die Story einen hin und wieder schmunzeln lässt, kann mich das Buch im Gesamten nicht wirklich überzeugen und würde 2.5 von 5 möglichen Sternen vergeben, da das ja nicht geht, gibt es drei. Es tut mir leid, aber ich werde wohl kein Hornby-Fan.

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  • Das Comedian Leben

    Miss Blackpool

    rallus

    13. January 2015 um 14:48

    England Anfang der 60er Jahre. In Blackpool, einer nordenglischen Kleinstadt an der irischen See, wird Barbara 'Miss Blackpool'. Die dadurch aufgezeigte Zukunft und der kalte Wind lassen sie frösteln und die Krone an die Zweitplatzierte weiterreichen. Noch am selben Tag verlässt sie Blackpool, um in London Komikerin zu werden. Wie Lucille Ball, deren halbstündige Comedy-Show 'I love Lucy' sie liebt und verehrt. Doch wer will in England Anfang der 60er Jahre einem Nobody eine Chance geben? Und noch dazu einer Frau? Das London der 60er Jahre mit den Beatles, Hair, den Rolling Stones ist im Aufbruch, die alte Gesellschaft im Umbruch. Glück hat Barbara, dass sie bei einem ihrer ersten Vorsprechen Bill und Tony trifft, die ihr komödiantisches Talent erkennen und ihr eine Serie auf den Leib schreiben. Und das gerade bei der BBC, die die Folgen in die halbstündigen Aufnahmen des 'Comedy Playhouse' einbauen. "Einige der säuerlich blickenden Männer, die in den schmuddeligeren Fluren der BBC herumhuschten, hielten Comedy für den Feind. Sie wollten tatsächlich, dass niemand jemals lachte." Barbara, mit allen guten Vorzügen einer Frau ausgestattet, wird erst zu Sophie und dann wieder zu Barbara in der Serie 'Barbara (and Jim)'. In dem kleinen Team der Serie findet sie eine neue Familie.  Bill kämpft mit seinen homosexuellen Neigungen, die in England noch unter Strafrecht stehen. Tony weiß nicht, wo er steht, erste homosexuelle Kontakte hatte er gerade mit Bill während seiner Militärzeit, jetzt sitzen sie bei BBC und schreiben Drehbücher. Clive weiß, wie gut er aussieht und ist immer auf der Suche nach etwas Besserem in seinem Leben, eigentlich will er auch nur Hauptrollen annehmen, Probleme hat er nur '(and Jim)' zu spielen. Dennis will bei seiner ersten Serie als Regisseur und Produzent etwas bewirken. Der erste Kontakt mit Barbara gerät zum Zündfunken einer erfolgreichen Sitcom-Show, die das Leben aller Beteiligten umkrempelt. "Aber anscheinend konnte man sich alles erlauben, wenn man im Fernsehen war." Hornby führt diese Comedy Show und parallel das Leben aller Beteiligten durch alle drei Staffeln und konsequent bis zum Ende. Nicht nur die Lebensfragen der Charaktere beschäftigen ihn, auch: Was kann Fernsehen, was darf Fernsehen. Dabei blickt man schon hellseherisch in die Zukunft: "'Ich glaube nicht, dass irgendjemand anderen Leuten beim Scheißen zuschauen will', sagte Dennis. 'Noch nicht' sagte Whitfield. 'Aber der Tag wird kommen, Sie werden sehen'". Das Buch liest sich wie ein Comedy Drehbuch, wunderschöne Dialoge, kleine eingebaute Witze und Menschen, die in dem neuen veränderten Umfeld versuchen, Menschen zu bleiben. Manchen gelingt es besser mit dem Erreichten zufrieden zu sein, manche denken, dass hinter der nächsten Ecke noch etwas Besseres lauert. Barabara weiß, wann sie damit aufhören muss, denn das Leben ist eben NICHT wie eine Comedy:  "Man konnte nicht immer weiter darum bitten, die Seiten zu zerknüllen und in den Papierkorb zu werfen, vor allem dann nicht, wenn sie gut und richtig waren." So lässt uns Hornby an den ersten (fiktiven) englischen Seifenopern teilhaben und geht über das Ende der Staffeln hinaus, sozusagen ein: 'was danach geschah'. Ein sehr nachdenkliches aber witziges, luftiges, nah an den 60er Jahren und der aufblühenden Hippiekultur operierendes Buch, das den Charakteren zeigt, dass in der wahnwitzigen schnellen Jugendkultur ein oder zwei Jahre doch eine ganze Generation sein können. Ein anderer Hornby, aber doch unverkennbar ein sehr Guter!  

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