Samia Shariff Der Schleier der Angst

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Inhaltsangabe zu „Der Schleier der Angst“ von Samia Shariff

Angst ist ihr erstes Gefühl. Als drittes Kind einer reichen algerischen Familie in Paris geboren, begreift Samia schon früh, was es heißt, ein Mädchen zu sein. Die eigene Mutter verflucht den Tag, an dem sie geboren wurde. Vater und Brüder bringen ihr nur Ablehnung entgegen. Schon in Paris führt Samia das Leben einer Gefangenen, doch als die muslimische Familie nach Algerien zieht, erlebt sie die Hölle. Mit sechzehn wird sie an einen Mann zwangsverheiratet, der sie schon in der Hochzeitsnacht schlägt und vergewaltigt. "Wenn du deinen Mann nicht respektierst, bringen wir dich um", sagen die Eltern. In einer Atmosphäre von Angst und Gewalt bringt Samia sechs Kinder zur Welt. Als sie sich scheiden lässt, beginnt eine wahre Hexenjagd. Samia riskiert ihr Leben, um mit ihren Töchtern zu fliehen ... (Quelle:'Flexibler Einband/24.07.2010')

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  • Ein Blick auf den "Islam" (die Religion des Friedens) von innen

    Der Schleier der Angst

    Sonnenwind

    04. July 2016 um 19:55

    Samia wird ihr Leben lang unterdrückt. Schon als kleines Mädchen ist sie unerwünscht, weil sie kein Junge ist. Das ändert sich nie. Am überraschendsten von allem: selbst ihre Mutter macht mit, ist sogar eine treibende Kraft der Unterdrückung. Zutiefst entsetzlich ist es, Samias Lebensgeschichte zu verfolgen. Nur eine Frau mit ganz außergewöhnlich großer Charakterstärke und Mut hält sowas aus! Zwischendurch hat sich mir immer wieder die Frage gestellt, ob die Beschreibung korrekt sein kann, ob Menschen wirklich so verblendet, dumm und voller Gewalt sein können. Aber ich muß davon ausgehen, daß die Beschreibung so stimmt. Das scheint alles durch diese Religion zu begründen zu sein, die Frauen keine Bildung zugesteht, keine Rechte, sie dafür aber unter unbegrenzte Gewalt stellt. Es ist mir unbegreiflich, daß die Frauen sich nicht zur Wehr setzen - und noch viel unbegreiflicher ist es für mich, daß es Frauen unserer Kultur gibt, die sich von falschen Liebesschwüren beeinflussen lassen und zu diesem Apparat der Gewalt übertreten. Auffällig sind die vielen Ausrufezeichen im Text, auch an Stellen, an denen sie eigentlich gar nichts zu suchen haben. Aber ansonsten ist der Stil flüssig und gut zu lesen; die Handlung packt einen vom ersten Moment an. Allerdings wird hier durchgehend Allah mit Gott gleichgesetzt. Kein Mohammedaner würde das je tun und es ist auch völlig unmöglich, wenn man die Beschreibungen vergleicht. Sehr lesenswert für alle, die die Religion Mohammeds mal von innen sehen wollen!

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    • 2
  • Eine wahre Geschichte, die mich lehrte meine Freiheit zu schätzen

    Der Schleier der Angst

    Saphier

    12. May 2016 um 14:50

    Gelegentlich brauche ich auch mal Geschichten mitten aus dem Leben. "Schleier der Angst" wurde eine Zeit lang günstiger angeboten, sodass ich gleich zugriff. Der Drang zum Kauf entstand hauptsächlich durch zwei Gründe. Zum einen wäre da die Autorin, die ihre eigene Geschichte erzählt. Was das Ganze greifbar, realistisch und erschütternd macht. Als zweites käme die Religion. Auch ich gehöre dem Islam an und weiß ganz genau wie es in einigen Ländern zugeht. Samia Shariff erzählt in diesem Buch ihre eigene Lebensgeschichte. Sie führt dem Leser so einiges vor Augen. Dieses eBook sollte von jedem gelesen werden. Hier geht es um kein bestimmtes Genre. Ohne Ausnahme jeder, der schon alt genug ist, um die Tragweite zu verstehen. Wir leben in einem modernen Land. Samias Leben in Algerien und auch zeitweise in Frankreich, kommt uns Europäern weit entfernt vor. Dabei ist das die Realität. Die Erzählung beginnt in Samias Kindheit und endet mit der schwer erkämpften Freiheit von ihr selbst und ihren Kindern. Samias größter Fehler, für ganz viele Menschen dagegen ein Segen, ist es, als Mädchen auf die Welt zu kommen. Das ist es was ihr als kleines Mädchen als erstes bewusst ist und ihre Eltern ihr eintrichtern. Sie wächst fern von Liebe, Zuneigung und Fürsorge auf. Kein einziges Familienmitglied bringt ihr einen Hauch Liebe entgegen. Dabei wäre sie auch mit einem Funke zufrieden. Nach ihrer ungeliebten Kindheit, folgen ihren Jahre als Jugendliche. In diesem Abschnitt muss sie ihre Weiblichkeit verbergen. Blickkontakt zum anderen Geschlecht ist strengstens verboten. Wie auch alles andere was darüber hinausgeht. Hinzu kommt noch so vieles, was ich mit eigenen Worten gar nicht beschreiben könnte. Ich wäre der Tragweite nicht gerecht. um den vollen Umfang zu begreifen, sollte jeder sich selbst mit dem Buch befassen. Ich selbst bin ebenfalls eine Muslimin. Meine Ansichten zu dem Lebensstil in Ländern wie Algerien sind eindeutig und unerschütterlich. Schwer ist es für mich zu akzeptieren, dass meine Religon so falsch dargestellt wird. Noch schwerer ist es jedoch, solch ein Leben führen zu müssen und als moderner Mensch einfach zuzusehen. Wie gerne würde ich Frauen wie Samia helfen und Männern wie ihren Vater oder ihren ersten Ehemann mal so gehörig die Meinung sagen. Solche Männer ziehen den Islam einfach nur runter. Wenn einer ihrer Drohungen Samia gegenüber in dieser Form im Koran stehen sollten, dann schäme ich mich für meine eigene Religion. Wenn ja, dann käme ich mit dieser Tatsache überhaupt nicht klar. Zu dieser Ansicht haben bestimmt viele eine ganz andere Meinung. Aber ich werde hier jetzt wohl kaum anfangen mich selbst zu belügen. Samias Geschichte führte mir die Realität eiskalt vor Augen. Die Schwierigkeiten mit denen muslimische Frauen zu kämpfen haben, sind mir immer bewusst. Allein schon die täglichen Ehrenmorde in den Nachrichten lassen mich nicht los. Grundlegende Veränderungen sind notwendig, doch leider sieht das Ganze eher hoffnungslos aus.Wer sich auch mal mit der Realität und dem Leben in anderen Ländern auseinandersetzen will, der kann mit diesem eBook nichts falsch machen. Für Samia habe ich mich gefreut, dass sie sich aus diesem Teufelskreis befreien konnte. Viele andere Frauen haben dazu nicht den Mut. Ihre Töchter, die ihr jeder Zeit Mut zugesprochen haben, tragen zu dieser Wendung viel bei. Ohne ihre Kinder befände sich Samia womöglich noch immer in den Fängen ihres Landes. Ich bedanke mich bei dieser starken Frau, die ihre Geschichte mit so vielen Lesern teilt und gleichzeitig nahebringt. Vielleicht bedeutet Samias Schicksal für Frauen in ihrer Situation Hoffnung. Allen muslimischen Frauen kann ich nur raten, lässt euch nicht beherrschen und kämpft für eure Freiheit. Lässt euch nichts vorschreiben. Wenn sich die Ansichten der Männer nicht ändern, dann wird das ewig so weitergehen. Fazit: Von mir eine klare Lesempfehlung. Allein schon, weil es sich hierbei um einem wahre Geschichte handelt. Ein weiteres Mal wurde ich an das Leben in anderen Ländern erinnert. Wir vergessen schnell wie viel Glück wir in Ländern wie Deutschland haben. Ich schätze meine Freiheit und würde sie für nichts hergeben. Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen 

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  • *Ein Leben, ohne es zu leben*

    Der Schleier der Angst

    SunnyCassiopeia

    06. January 2016 um 12:07

    Inhalt Samia war nie gewollt. Ihre Eltern ist sie eine Last, ein Fluch, eine Bürde. Von ihrer Mutter schon immer verachtet, wächst Samia ohne Liebe und Geborgenheit auf. Ihre Mutter gibt ihr die Schuld, wenn diese die Härte ihres Mannes zu spüren bekommt, weil er mit seiner Tochter unzufrieden ist. Algerien, ein Land das vom Terror beherrscht wird und Frauen keine eigene Meinung haben dürfen, wo es ein Fluch ist eine Tochter auf die Welt zu bringen und nur die MÄnner und deren Recht zählt... Samia erzählt aus ihrem Leben... Ihre Kindheit, ihre kurze Zeit als Teenager und über ihre gewaltsame Ehe, wo sie mißbraucht, misshandelt - Tag ein, Tag aus durch die Hölle gehen muss. Meine Meinung Ein sehr schwieriges Thema!!! Es gibt immer wider Momente in den Erzählungen von Samia, die man nicht nachvollziehen kann. Ihre Ergebenheit, die hoffnunglose unterwürfigkeit gegenüber ihren Eltern, der Familie..ihre Naivität und Unfähigkeit ihr Leben selber in die Hand zu nehmen..Einfach allem den Rücken zu kehren....All die Jahre in Volter zu leben, mit ihren eigenen Kindern, ohne etwas zu tun...Grenzenlose Hilflosigkeit, null Selbstvertrauen... Das alles macht es unglaublich schwer Samia zu verstehen. Eine Europäische Frau rauft sich die Haare wärend des lesens und wird wütend...vlt legt sie das Buch sogar bei Seite und sagt sich: *Nein, das kann ich nicht länger ertragen, das lese ich nicht mehr zuende!" Und das kann ich verstehen...Aber man muss sich in das Land hineinversetzen, man muss sich immer wider vor Augen halten, wie Samia aufgewachsen ist und das dort andere Gesetze herrschen..vorallem zu ihrer Zeit (Ob es heute noch immer so ist, weiß ich nicht genau) Obwohl es eine Sache gibt, die ich nie zugelassen hätte..egal welcher Herrkunft, Nationalität, Lebensumständen, Religion, Erziehung...oder sonst etwas ....Wenn man selber Mutter ist...bricht es einem das Herz...Aber liest selbst. Obwohl ich Samias gelähmte Angst und dieses beinahe schon apathische dahin dämmern, unfähig etwas zu tun... nachvollziehen kann..wie unter einer Glocke..man funktioniert einfach nur noch und es fällt einem immer schwerer sich zu wehren...zweifelt an sich selbst... Was mich wirklich erschrocken hat, war der Hass ihrer Brüder. Sie haben sie einmal geliebt und plötzlich war alles vergessen...von den Eltern mal abgesehen...Das ist alles unvorstellbar.... Fazit Eine aufregende, dramatische, gewalltvolle und Nerven aufreibende Erzählung. Samias Leben... schwer zu ertragen, oder sollte man sagen..schwer zu akzeptieren.... Samia...alles Gute!! Und Danke, für den Einblick in dein Leben....<3

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  • Ein Buch, das wütend macht.

    Der Schleier der Angst

    Krimifee86

    Klappentext: Angst ist ihr erstes Gefühl. Als drittes Kind einer reichen algerischen Familie in Paris geboren, begreift Samia schon früh, was es heißt, ein Mädchen zu sein. Die eigene Mutter verflucht den Tag, an dem sie geboren wurde. Vater und Brüder bringen ihr nur Ablehnung entgegen. Schon in Paris führt Samia das Leben einer Gefangenen, doch als die muslimische Familie nach Algerien zieht, erlebt sie die Hölle. Mit sechzehn wird sie an einen Mann zwangsverheiratet, der sie schon in der Hochzeitsnacht schlägt und vergewaltigt. "Wenn du deinen Mann nicht respektierst, bringen wir dich um", sagen die Eltern. In einer Atmosphäre von Angst und Gewalt bringt Samia sechs Kinder zur Welt. Als sie sich scheiden lässt, beginnt eine wahre Hexenjagd. Samia riskiert ihr Leben, um mit ihren Töchtern zu fliehen ... Cover: Ich finde das Cover an sich sehr gut gelungen, allerdings ist mir die Frau auf dem Cover zu hübsch. Damit möchte ich natürlich nicht sagen, dass Samia Shariff oder andere Frauen in ihrer Situation nicht hübsch sein dürfen, aber ich meine damit auch, dass sie mir zu wenig ängstlich wirkt und auch, dass sie – so scheint es – geschminkt ist, was ja laut Buch verboten wäre. Insgesamt gefällt mir aber das Cover gut und ich mag auch die Farbgebung in diesem sanften Grün sehr gerne. Schreibstil: Mir hat der Schreibstil nur so mittel-prächtig gefallen. Ich kann mir vorstellen, dass es Samia Shariff nicht leicht gefallen ist, ihre ganzen Erlebnisse niederzuschreiben. Und dass es für sie deshalb leichter war, das Ganze distanzierter – unemotionaler zu schreiben. Für den Leser jedoch macht es dieser weitestgehend unemotionale Schreibstil jedoch sehr schwierig, ihren Erlebnissen zu folgen und „am Ball bleiben zu wollen“. Besser wurde es erst nach der Flucht nach Frankfurt. Hier wurde der Schreibstil deutlich emotionaler und erst hier, wo die unmittelbare Gefahr ja erst einmal gebannt war, habe ich mehr Bindung zu der Autorin aufbauen können. Über die Charakterisierungen kann ich bei einem realen Buch kaum etwas schreiben, aber was einmal gesagt sein muss: Wen ich bei der ganzen Geschichte wirklich am meisten bewundert habe, war definitiv Norah. Was für ein toughes Mädchen! Die Story: In „Der Schleier der Angst“ wird das Leben von Samia Shariff ab ihrer Geburt bis hin zu ihrer Flucht nach Kanada geschildert. Natürlich fällt es mir wie immer bei Lebensgeschichten schwer, ein Urteil dazu zu fällen. Wer bin ich zu sagen, dass etwas, was eine andere Person getan hat, nicht gut war? Dennoch muss ich sagen, dass mich die Geschichte stellenweise sehr wütend gemacht hat. Nicht nur auf die Menschen, die Samia das alles angetan haben. Aber auch auf Samia und ihre Untätigkeit. Sie gibt es an vielen Stellen im Buch selber zu, dass sie oftmals den Weg des geringsten Widerstands gegangen ist, bzw. einfach nur abgewartet hat. Währenddessen waren aber ihre beiden Töchter Norah und Melissa zu dem gleichen Leiden (oder in Norahs Fall noch schlimmerem Leiden) verdammt. Ich glaube Samia, dass sie ihre Kinder über alles liebt und dass sie eine tausend Mal bessere Mutter als ihre eigene Mutter ist. Nichtsdestotrotz fällt es mir einfach schwer zu begreifen, warum sie nicht alles dafür getan hat, das Leiden ihrer Mädchen schneller zu beenden. Und warum sie sich manchmal sogar von ihren Kindern beschützen lässt statt andersherum! Und vor allem kann ich es nicht verstehen, wie man es als liebende Mutter völlig ohne Kampf hinnehmen kann, dass einem der eigene Sohn weggenommen wird. Fazit: Ich weiß, dass es mir nicht zusteht, ein Urteil über Samia Shariff zu fällen, denn ich bin nicht in ihren Schuhen gelaufen (und natürlich sehr dankbar dafür!). Aber im Buch hat sie mich leider doch stellenweise sehr genervt. Ihre absolute Untätigkeit in so vielen Situationen, diese Mentalität des einfach mal Abwartens (und das jahrelang, während ihre Tochter Norah immer mehr leiden muss) und auch ihre Naivität als sie nach Frankreich kommt und ihr die Behörden kein Haus für sich und ihre fünf Kinder zur Verfügung stellen… Mich hat diese Person, die hier beschrieben wurde genervt und auch wütend gemacht, obwohl sie selber natürlich auch schreckliche Dinge erleiden musste. Dennoch kann ich insgesamt nur drei Punkte vergeben.

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    • 2
  • Wahrheit, die absolute Wahrheit

    Der Schleier der Angst

    lauretta

    26. December 2014 um 12:11

    Das Buch handelt von Samia, die aus einer reichen algerischen Familie kommt und als Mädchen nichts wert ist und auch so behandelt wird. Sie erzählt im Buch sehr realistisch wie ihre Leben in diesem Zustand abgelaufen ist und wie sie zwangsverheiratet wird und das schlimmste erleiden muss. Es ist so geschrieben dass man sich wirklich in Samia hineinversetzten kann, ihre Gefühle, ihr Leid ihr Leben. Kann es wirklich jedem empfehlen dem Erfahrungsbücher gefallen und musste bei diesem wirklich ein Träne verdrücken. 

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  • Der Schleier der Angst von Samia Shariff

    Der Schleier der Angst

    BlueLeo

    08. August 2014 um 07:28

    Angst und Demut sind die zwei Begriffe die, soweit sich Samia erinnern kann, ihr Leben prägen. In Paris, wird sie als drittes Kind einer algerischen Familie geboren. Ihre Mutter, die sich wünscht selbst nie geboren worden zu sein, verflucht den Tag von Samias Geburt und auch ihr Vater hat nur Verachtung für sie übrig. Auch die Unterstützung ihrer Brüder währt nur kurz, denn umso älter diese werden, umso mehr entfernen sie sich von ihrer Schwester. Noch im Kindesalter muss sie mit Ihrer Familie zurück nach Algerien. Schon in Paris hatte sie ein schweres Leben, aber in der Heimat ihrer Eltern erfährt sie was es heißt die Tochter von muslimischen Eltern zu sein. Mit sechzehn wird sie zwangsverheiratet und muss von nun an jeden Tag mit Vergewaltigungen, Gewalt und Drohungen leben. Von ihren Eltern kann sie keine Hilfe erwarten und so bringt Samia insgesamt sechs Kinder zur Welt bevor sie sich Entscheidet mit ihren Kindern zu fliehen. Zu groß ist die Angst ihr Leben weiter zu leben. Geschichten von Frauen aus muslimischen Familien gibt es viele und doch ist dieses Buch erschreckender und schockierender als viele andere. Schonungslos erzählt Samia Shariff von ihrem Leben, von all den Demütigungen und von der Angst, die ihr ständiger Begleiter ist. Ein schockierendes Ereignis jagt das nächste und man fragt sich, woher diese Frau den Mut nimmt, ihr Leben fortzusetzen. Samia wächst einem beim Lesen ans Herz und ich hatte das Gefühl mit ihr zusammen zu wachsen. Durch die jahrelange Unterdrückung dauert es sehr lange, bis sie es schafft sich von allem loszulösen und ein neues Leben zu beginnen. Leider ist dies für eine Frau in einem muslimischen Land nicht so einfach und so reichen Mut und Wille nicht immer aus. Mit viel Glück gelingt es ihr der Spirale aus Gewalt und Drohungen zu entfliehen. Ihre Kinder spielen dabei eine sehr große Rolle und wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. Das Buch ist sehr gut geschrieben, so dass es sich sehr schnell weg liest. Die Gefühle, die Samia ganz ohne Scham offen legt, bewegen einem beim Lesen zu tiefst und ich konnte mir nicht vorstellen, wie ein Mensch so etwas überstehen kann. Am Ende sind für mich noch ein paar wenige Fragen offen geblieben. Dies sind zwar nur kleine Details aber trotz allem hätte ich gerne noch die eine oder andere Information bekommen. Eine bewegende Geschichte, die zeigt was manche Frauen aus Algerien und anderen Ländern erleiden müssen. Natürlich ist dies lange nicht bei allen Familien so, aber ich denke, dass die Dunkelziffer hier sehr hoch ist. Man wünscht Frauen in solchen Situationen den Mut und das Glück, dass auch Samia hatte.

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  • Der Schleier der Angst von Samia Shariff

    Der Schleier der Angst

    BlueLeo

    08. August 2014 um 07:26

    Angst und Demut sind die zwei Begriffe die, soweit sich Samia erinnern kann, ihr Leben prägen. In Paris, wird sie als drittes Kind einer algerischen Familie geboren. Ihre Mutter, die sich wünscht selbst nie geboren worden zu sein, verflucht den Tag von Samias Geburt und auch ihr Vater hat nur Verachtung für sie übrig. Auch die Unterstützung ihrer Brüder währt nur kurz, denn umso älter diese werden, umso mehr entfernen sie sich von ihrer Schwester. Noch im Kindesalter muss sie mit Ihrer Familie zurück nach Algerien. Schon in Paris hatte sie ein schweres Leben, aber in der Heimat ihrer Eltern erfährt sie was es heißt die Tochter von muslimischen Eltern zu sein. Mit sechzehn wird sie zwangsverheiratet und muss von nun an jeden Tag mit Vergewaltigungen, Gewalt und Drohungen leben. Von ihren Eltern kann sie keine Hilfe erwarten und so bringt Samia insgesamt sechs Kinder zur Welt bevor sie sich Entscheidet mit ihren Kindern zu fliehen. Zu groß ist die Angst ihr Leben weiter zu leben. Geschichten von Frauen aus muslimischen Familien gibt es viele und doch ist dieses Buch erschreckender und schockierender als viele andere. Schonungslos erzählt Samia Shariff von ihrem Leben, von all den Demütigungen und von der Angst, die ihr ständiger Begleiter ist. Ein schockierendes Ereignis jagt das nächste und man fragt sich, woher diese Frau den Mut nimmt, ihr Leben fortzusetzen. Samia wächst einem beim Lesen ans Herz und ich hatte das Gefühl mit ihr zusammen zu wachsen. Durch die jahrelange Unterdrückung dauert es sehr lange, bis sie es schafft sich von allem loszulösen und ein neues Leben zu beginnen. Leider ist dies für eine Frau in einem muslimischen Land nicht so einfach und so reichen Mut und Wille nicht immer aus. Mit viel Glück gelingt es ihr der Spirale aus Gewalt und Drohungen zu entfliehen. Ihre Kinder spielen dabei eine sehr große Rolle und wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. Das Buch ist sehr gut geschrieben, so dass es sich sehr schnell weg liest. Die Gefühle, die Samia ganz ohne Scham offen legt, bewegen einem beim Lesen zu tiefst und ich konnte mir nicht vorstellen, wie ein Mensch so etwas überstehen kann. Am Ende sind für mich noch ein paar wenige Fragen offen geblieben. Dies sind zwar nur kleine Details aber trotz allem hätte ich gerne noch die eine oder andere Information bekommen. Eine bewegende Geschichte, die zeigt was manche Frauen aus Algerien und anderen Ländern erleiden müssen. Natürlich ist dies lange nicht bei allen Familien so, aber ich denke, dass die Dunkelziffer hier sehr hoch ist. Man wünscht Frauen in solchen Situationen den Mut und das Glück, dass auch Samia hatte.

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  • Angst und Bange beim Lesen!

    Der Schleier der Angst

    monerl

    Kurzbeschreibung Amazon: Angst ist ihr erstes Gefühl. Als drittes Kind einer reichen algerischen Familie in Paris geboren, begreift Samia schon früh, was es heißt, ein Mädchen zu sein. Die eigene Mutter verflucht den Tag, an dem sie geboren wurde. Vater und Brüder bringen ihr nur Ablehnung entgegen. Schon in Paris führt Samia das Leben einer Gefangenen, doch als die muslimische Familie nach Algerien zieht, erlebt sie die Hölle. Mit sechzehn wird sie an einen Mann zwangsverheiratet, der sie schon in der Hochzeitsnacht schlägt und vergewaltigt. "Wenn du deinen Mann nicht respektierst, bringen wir dich um", sagen die Eltern. In einer Atmosphäre von Angst und Gewalt bringt Samia sechs Kinder zur Welt. Als sie sich scheiden lässt, beginnt eine wahre Hexenjagd. Samia riskiert ihr Leben, um mit ihren Töchtern zu fliehen... Meine Meinung: Mir war Angst und Bange beim Lesen, obwohl ich wußte, dass Samia es geschafft hatte zu fliehen und heute ein neues Leben führt. Samia Shariff hat es geschafft, dem Leser ihr Leben und ihre Gefühle offenzulegen, so intensiv offen, dass man denkt, man hätte diese Hölle mit ihr durchlebt. Als ungeliebte Tochter hatte sie von ihrer Familie nichts zu erwarten. Als Kind und Jugendliche, in Paris aufgewachsen, hatte sie zumindest in Frankreich noch eine "Freiheit" und ein kleines bisschen Glück erleben dürfen. Diese Kindheit, jäh unterbrochen durch die Rückkehr nach Algerien, erlebt sie dort ihre persönliche Hölle zu Lebzeiten, die selbst in Algerien so nicht an der Tagesordnung ist. Erniedrigungen, Schmähung, Vergewaltigung, Gewalt, Hass und noch vieles mehr, entgegengebracht von ihrer eigenen Mutter und der restlichen Familie, schaffen es trotzdem nicht sie ganz zu brechen. Liebe und Zuflucht findet sie bei ihren Kindern, auch wenn das erste (ein Sohn) von der eigenen Mutter "gestohlen" und entfremdet wurde. Ich frage mich, wie sie es geschafft hat, diese Hölle zu überleben und dabei ein guter Mensch geblieben ist. Wie schafft man es, trotz allem noch an die Hoffnung zu glauben? Tief bewegt hat mich das Buch zurückgelassen, mit großer Trauer, wozu Menschen, ja, sogar Eltern, immer wieder fähig sind.  

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    • 5

    monerl

    10. April 2013 um 17:02
  • Rezension zu "Der Schleier der Angst: Sie lebte in der Hölle bis die Angst vor dem Leben größer war als die Angst vor dem Tod." von Samia Shariff

    Der Schleier der Angst

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. February 2013 um 20:08

    Samia Shariff erzählt in diesem Buch ihre Geschichte..
    Wie sie zwangsverheiratet und brutal misshandelt wird; wie sie flieht und ums Überleben kämpfen muss; und wie sie am Schluss trotzdem gewinnt.
    Eine starke Geschichte - von einer starken Frau.

  • Rezension zu "Der Schleier der Angst" von Samia Shariff

    Der Schleier der Angst

    wollsoeckchen88

    05. September 2011 um 08:23

    Ein unglaubliches Buch darüber, was manche Frauen (nicht nur) in der muslimischen Welt durchstehen müssen; über die allgegenwärtige, unbedingt zu schützende Ehre der Familie, Zwangsheirat, eheliche Gewalt, die Unterdrückung durch Ehemann und Familie und die Unmündigkeit der Frau in dieser Kultur. Samia Shariffs Lebensgeschichte von ihrer freudlosen Kindheit über eine grausame Ehe bis hin zu einem herzzerreißenden Fluchtversuch ist schrecklich ergreifend und, obwohl tatsächlich so geschehen, kaum zu begreifen. Erschreckend, dass dies alles wirklich passiert ist und es sich leider nicht um einen Einzelfall handelt, sondern immer wieder passiert. Diese sehr authentische Biografie über den Leidensweg einer starken Frau und ihrer Kinder ist ein Lese-Muss. Es wird den geneigten Leser so schnell nicht mehr loslassen.

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  • Rezension zu "Der Schleier der Angst" von Samia Shariff

    Der Schleier der Angst

    Eltragalibros

    11. March 2009 um 17:21

    Samia wird im Paris des 20. Jahrhunderts geboren, doch kann sie kein normales Leben führen, wie jedes französische Kind. Sie ist Teil einer algerischen Familie, welche strenggläubig ist. Mädchen sind aus dem Standpunkt von Samias Familie und von vielen anderen algerischen Familien nichts wert. Stattdessen sind sie ein Pool des Bösen, vom Teufel besessen und gefährden die Ehre ihrer Familie. Schon als Samia ganz klein ist, wird sie hart behandelt. Ihre Mutter sagt ihr mehr als einmal, dass sie wünschte, sie nie geboren zu haben und dass der Tag, an dem sie zur Welt kam ein verfluchter Tag war. In ihren Freiheiten eingeschränkt hat Samia nur wenige Freundinnen. Als ihre Familie nach Algerien zeiht, beginnt die Unterdrückung für Samia erst richtig. Von ihrem Vater verachtet, zwingt dieser ihre Mutter sie als gute Muslimin zu erziehen. Sie muss lange, weite Kleidung tragen, darf nicht allein das Haus verlassen und keine Freundinnen empfangen. Der Umgang mit Männern ist ihr sowieso verboten. Mit sechzehn Jahren wird Samia dann zwangsverheiratet. Gegen ihren Willen muss sie einen ihr fremden Mann heiraten. Dieser begegnet ihr nicht mit Liebe und Zuneigung, sondern mit Hass, Gewalt und Drohungen. Schon von ihrer Familie ist es Samia gewöhnt Drohungen zu erhalten, wenn sie je die Ehre der Familie in den Schmutz ziehen sollte, umgebracht zu werden. Doch auch ihr Ehemann ist nicht anders, er vergewaltigt und schlägt sie so sehr, dass sie mehrmals im Krankenhaus landet. Erst nach fünfzehn Jahren sammelt Samia ihren ganzen Mut und versucht aus diesem Teufelskreis aus Gewalt und Hass auszubrechen, aber ein steiniger Weg liegt vor ihr. „Der Schleier der Angst“ ist die bewegende Biographie einer Frau, die all ihren Mut zusammengenommen und für ihre Freiheit gekämpft hat. Das Buch ist fesseln und lässt den Leser gar nicht mehr los. Es ist erschreckend zu lesen, wie Eltern und vor allem eine Mutter, ihrer Tochter so viel Hass entgegenbringen kann und den Tag verflucht, an dem sie geboren wurde. Noch viel erschreckender ist der Gedanke, dass genau diese Mutter wahrscheinlich dasselbe durchmachen musste, denn in Algerien bedeuten Mädchen nicht viel, während Jungen die größten Ehren zuteil werden. Mädchen haben dort keine Rechte, sie sind immer ihrem Vater untergeordnet und sobald verheiratet, ihrem Ehemann. Niemals dürfen sie für sich allein sprechen, sondern müssen immer einen Vormund haben. Dieses Buch zeigt die Schrecken, die selbst im 20. und sicherlich auch noch im 21. Jahrhundert herrschen, wie Frauen unterdrückt und missbraucht werden. Und das ganz offiziell mit Erlaubnis der Regierung, welche Frauen, die ihre Männer anzeigen wollen, weil diese sie geschlagen haben, nur verlachen.

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