Stefan Walz

 4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Das Esslinger Mädchen, Das Geheimnis der Silberkinder und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Das Geheimnis der Silberkinder" von Stefan Walz

Mein Leseeindruck
ChattysBuecherblogvor einem Jahr

In einer Zeit, in der Aberglaube im Volk noch tief verwurzelt war, fürchtete man den Silberburg und die Geräusche, die aus dem ausgelassenen Stollen drangen.
(1. Satz - Seite 9)

Beginnen wir mit dem Cover: Zum Titel passend wurde ein Bild aus dem Schwarzwald gewählt. Es zeigt die Weiten des Naturparks und nimmt den Leser beim Anblick bereits mit in eine andere Welt, in eine andere Zeit. Das Bild könnte jedoch auch zu einem Heimatroman passen.

Kommen wir zum Inhalt: Sehr gelungen, stürzt der Autor den Leser mittels des Tagebucheintrags des Abt Georg, in ein gefühlsmässiges Chaos. Schnell war klar, dass ich nach diesem Entree wissen wollte, was geschehen war. Wer war dieser Junge? Weshalb ließ er es so über sich ergehen? Aber bevor es los geht, "stolpert" der Leser noch über eine Karte, die den Unteren Schwarzwald mit seinen markanten Punkten darstellt.

Dann aber: Wittichen im Jahr 1628. Schnell wird hier nun klar, wieviel der Autor wohl recherchiert haben musste. Man wird ein altes Wiegenlied erwähnt, mal ist es ein kurzer Abriss über Elisabeth Stuart. Es sind aber nie zu viele geschichtliche Fakten, so dass der Lesefluss nicht gestört oder aufgehalten wird. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass der Autor mir mit der eigentlichen Story, einfach auch noch sein Wissen präsentieren wollte.
Und dieses Wissen erschien mir unausschöpflich.

Fazit:

Mal wieder ein Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe. Durch den leichten Spannungsbogen, der sich von der ersten Seite an bis (auf kleine Unterbrechungen) durch das gesamte Buch zieht, wollte ich immer mehr wissen. Ich war in einem richtigem Lesesog und habe das Buch mit einem tiefen Seufzen beendet.

 


 

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Rezension zu "Elenhans: Historischer Roman (Historische Romane im GMEINER-Verlag)" von Stefan Walz

Faszinierende Geschichte eines Lokalhelden
Antonettavor 2 Jahren

Ich hatte damals die erste Printausgabe gelesen und war davon fasziniert. Seitdem lese ich mit Begeisterung die Bücher des Autors. Eventuell ist das vorliegende Werk eher etwas für lokal Interessierte der Schwäbischen Alb, was auf mich jedenfalls zutrifft …

Hier möchte ich meine Rezension der damaligen Printausgabe wiederholen. Ich schrieb:  

"In diesem Buch lässt der Autor den 30-jährigen Krieg in einer, wie ich finde, noch nie da gewesenen Weise wieder zum Leben erwecken. Eingebettet in eine wundervolle, dramatische, und der damaligen Zeit entsprechenden Liebesgeschichte zwischen Andreas, dem jüngeren Bruder des Titelhelden, und Genophea, einer bezaubernden und stolzen jungen Frau. Die Liebe der beiden wird von den Wirren des Krieges gezeichnet und führt einen gekonnt an die Schauplätze des 30-jährigen Krieges. Was weiter begeistert, ist der genau recherchierte, historische Teil, der gekonnt mit den Roman verflochten ist. Es entsteht ein angenehmes Zusammenspiel von Geschichte, spannenden Dialogen, super Charakteren (auch die Nebenprotagonisten) und Historie, die diesen Roman zu einem Leseerlebnis für Frau und Mann werden lassen."

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Rezension zu "Das Geheimnis der Silberkinder" von Stefan Walz

Spannung und Liebe im geheimnisvollen Schwarzwald
Antonettavor 2 Jahren

Die Geschichte der Silberkinder (Sophie und Niklas) spielt im Dreißigjährigen Krieg, in einer Zeit, in der vom Kaiser gerade das verheerende Restitutionsedikt erlassen wird. Alles beginnt ein wenig wie im Märchen und man findet sich schnell in einer romantischen Schwarzwaldidylle wieder. Im Gegensatz dazu empfindet man den Klosteralltag, unter dem auch Sophie und Niklas leiden, als düster und unheimlich. Man lernt den schwarzen Franziskaner Johannes kennen und fürchten. Auch ein autoritärer Klosterprovinzial taucht auf und steckt seine Nase viel zu tief in Klosterangelegenheiten.
Durch die Ausflüge zum Silberberg, entdeckt der Leser (und auch Niklas!) so quasi nebenher die faszinierende Geschichte der Silberminen im Kinzigtal.

Bald entdecken die Kinder, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht und beginnen zu forschen. Der unheimliche Pater Johannes entpuppt sich schließlich als Helfer und unterstützt Sophie sogar bei der Recherche im Klosterarchiv. Ob er sie auf die falsche Fährte lockt oder ob er es gut meint, bleibt zunächst im Dunkeln.

Als die Mentorinnen plötzlich verhaftet werden, hält es auch die Kinder nicht länger im Wittichener Tal. Bei „Nacht und Nebel“ nehmen sie Reißaus und sie beschließen, auf Grundlage ihrer Nachforschungen, nach den Eltern zu suchen. Dabei verschlägt es sie u.a. nach Freiburg, ins Elsass und Villingen. Zeitweise trennen sich ihre Wege, denn der Schwarzwald wird nun auch vom schrecklichen Krieg eingeholt.

Bei der Suche geraten sie auf zahlreiche Irrwege (hatte da etwa der schwarze Franziskaner die Finger im Spiel?). Glaubt man der Darstellung des Autors im Anhang, hat es die beiden (helfenden) Mönche Rudolf und Jakobus wirklich gegeben, ihre Eskapaden scheinen in den Tagebüchern des Abt Georg für die Nachwelt bewahrt worden zu sein.

Auch die Liebe kommt nicht zu kurz! Auf der Reise verliebt sich die inzwischen 17-jährige Sophie in Christian, einem Reiterknecht …

In Villingen angekommen, erlebt man hautnah die sogenannte Winterbelagerung inklusive Sturmangriff und Bombenhagel. Ob die Kinder die Eltern wirklich finden, ob sie überhaupt noch leben, was es mit dem Medaillon, dem schemenhaften Verfolgern auf sich hat und ob Christian wirklich ein Guter ist – davon erfährt man in einem spannenden Showdown am Ende. Die Auflösung hat mich ziemlich überrascht, aber es passt alles sehr gut zusammen und nichts wirkt irgendwie schnulzig oder konstruiert.

Als besonders schöne Beigabe habe ich im Übrigen die tolle historische Karte und das Wiegenlied (zum Mitsingen ;-) mit Noten) empfunden.

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