Der Club der unsichtbaren Gelehrten

von Terry Pratchett 
3,9 Sterne bei94 Bewertungen
Der Club der unsichtbaren Gelehrten
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Positiv (73):

Von der Idee her gut, aber bei der Umsetzung scheint es manchmal zu langsam zuzugehen.

Kritisch (6):
Stjamas avatar

Ich gewinne zum wiederholen Mal den Eindruck, dass die neueren Scheibenweltbücher extrem an Biss verloren haben.

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Inhaltsangabe zu "Der Club der unsichtbaren Gelehrten"

Die Zauberer der Unsichtbaren Universität haben sich bereits vielen Herausforderungen stellen müssen, einem Fußballspiel allerdings noch nie. Bis der neue Traditionsbeauftragte Ponder Stibbons eine erschreckende Entdeckung macht: Wenn die Zauberer nicht sofort eine Fußballmannschaft gründen, verlieren sie den Anspruch auf eine üppige Geldspende. Es hilft alles nichts: Elf Sportsfreunde müssen her. Doch als endlich das große Spiel ansteht, geht es schon lange nicht mehr nur um Fußball.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442477579
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:507 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:18.06.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.10.2010 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch über die zweit-schönste Nebensache der Welt - eine herrliche Satire über König Fußball!
    Das Runde muss ins Eckige - oder so ähnlich

    Ich liebe Terry Pratchett. Vor Jahren habe ich angefangen, seine Scheibenwelt – Romane zu lesen; mein erster Ausflug war „Gevatter Tod“. Es gibt viele witzige Bücher, aber nur wenige Autoren, die es verstehen, Intelligenz und Philosophie so humorvoll zu verpacken. Pratchett hat die Fähigkeit, einen ehrlichen Blick auf die sogenannte zivilisierte Menschheit zu werfen und die Absurdität unserer gesellschaftlichen Regeln und Verhaltensweisen unbeirrt hervor zu heben. Er hält uns den Spiegel vor und lehrt uns, uns selbst nicht zu ernst zu nehmen.

    Traditionen sind wichtig. Davon ist ganz Ankh-Morpork überzeugt, vor allem Ponder Stibbons, der neue Meister der Traditionen der Unsichtbaren Universität. Bei der Durchsicht des großen Buchs der Traditionen entdeckt er jedoch, dass die Zauberer eine ganze bestimmte Tradition in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt haben: die vermutlich schönste Nebensache der Welt, Fußball. Stellen sie nicht schnell eine Mannschaft zusammen und nehmen an einem Spiel teil, verliert die Universität eine umfangreiche Geldspende. Da die gelehrten Herren nicht bereit sind, die allseits beliebte Käseplatte auf nur drei Sorten zu reduzieren, wird Stibbons mit dieser scheinbar unmöglichen Aufgabe betreut. Gemeinsam mit dem Kerzentropfer Nutt muss er gegen Jahre der Unsportlichkeit ankämpfen und die Zauberer überzeugen, ihre Snacks und Pfeifen lange genug aus der Hand zu legen, um zumindest eine minimale Chance zu haben. Als das Spiel dann stattfindet, geht es allerdings bereits um wesentlich mehr als nur Fußball…

    Schon auf der ersten Seite von „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ wurde ich daran erinnert, dass es hundert gute Gründe gibt, warum ich Terry Pratchetts Romane so gern lese. Seine Fußnoten, die sich gern auch mal über mehrere Seiten erstecken, sind legendär. Die großzügige Prise alltäglichen Irrsinns, der groteske Witz, machen Ankh-Morpork zu einem meiner liebsten Schauplätze in der Welt der Fantasy – Romane.
    „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ thematisiert den Fußball, aber Pratchett macht unmissverständlich klar, dass dieser Sport so viel mehr ist als nur ein Spiel. Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, das die Grenzen von Toleranz und Solidarität im weitesten Sinne symbolisiert und das trifft eben auch auf eine fiktive, fantastische Gesellschaft wie die der Scheibenwelt zu. Ob nun Mensch, Zwerg, Troll oder Ork – neunzig Minuten auf dem Platz sind in der Lage, die ZuschauerInnen zu befreien sowie zu demaskieren. Neunzig Minuten, die gesellschaftliche Probleme aufzeigen, Unzufriedenheit verdeutlichen und trotzdem voller Liebe sind. Jede_r, der/die schon einmal ein Fußballspiel im Stadion erlebt hat, kennt Pratchetts „wildes Tier“ mit tausend Kehlen – die Menge. Das Gedränge, der Lärm, dieses vollkommene Gefühl der Zugehörigkeit ist etwas ganz besonderes und Pratchett hat diese Emotionen wunderbar erfasst und literarisch nachvollziehbar verarbeitet. Das Match zwischen den Unsichtbaren Gelehrten und Ankh-Morpork United ist unheimlich spannend; ich hatte wirklich das Gefühl, vor Ort zu sein und mit zu fiebern.
    Seine scharfsinnige Schilderung beschränkt sich nicht nur auf das Spiel selbst. Der gesamte Vorlauf ist eine brillante, satirische und ehrliche Darstellung des allgegenwärtigen Phänomens Fußball; ein Sport, der noch immer dem Volk gehört. Dies verdeutlicht Pratchett durch seine Figuren, die so außergewöhnlich wie einzigartig sind. Sei es nun Nutt, der hauptberuflich Kerzen tropft und trotzdem ein unvergleichlicher Autodidakt ist, oder Trevor Likely, der stets unterhalb seines Potentials gelebt hat, oder auch Pepe, der die Verbindung zwischen Fußball und Modewelt herstellt. Dabei entsteht ein realistischer, lebensechter Querschnitt aller Gesellschaftsschichten, welche letztendlich auf den Tribünen eines Stadions vereint sind.

    „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ ist ein Roman für alle, die Fußball lieben, aber auch erkennen können, wie unsinnig oder absurd die grenzenlose Begeisterung für diesen Sport manchmal ist. Die Ironie, die dieser Obsession inne liegt und die von Terry Pratchett zielsicher herausgefiltert wird, hat mich unzählbare Male laut auflachen lassen. Interessierte LeserInnen dürfen aber trotz dessen nicht vergessen, dass dieses Buch aus der Feder eines Autors stammt, der eine komplizierte Ausdrucksweise liebt. „Der Club der Unsichtbaren Gelehrten“ liest sich nicht einfach so weg, es zwingt die LeserInnen, ihre grauen Zellen anzustrengen, was jedoch auch einen Teil seines Werts ausmacht.

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    sechmets avatar
    sechmetvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Schade, leider fehlt hier der typische Charme und Witz der Scheibenwelt.
    Schade

    Fußball – eine ganz neue Herausforderung für die Zauberer der Unsichtbaren Universität. Denn eine Fußballmannschaft muss dringend gegründet werden, damit die Zauberer auch weiterhin eine üppige Geldspende erhalten. Lord Vetinari nutzt diese Gelegenheit, um den ganzen Fußball zu revolutionieren…

    Leider lässt sich dieses Buch nicht wirklich flüssig lesen. Es fehlt der Reiz es weiter lesen zu wollen. Bisher haben mir die Scheibenwelt Romane immer Spaß sehr gut gefallen. Aber dieses Mal überhaupt nicht. Keine Spannung, der Witz kommt nicht wirklich auf – alles andere als ein typischer Scheibenwelt Roman.

    Bei diesem Buch musste ich mich dazu zwingen es tatsächlich zu Ende zu lesen. Mehr als einmal hätte ich es beinahe wieder ins Regal gestellt und da für immer stehen lassen. Dieses Buch kann ich leider nicht empfehlen. Wer schon andere Romane von Terry Pratchett gelesen hat, sollte es sich wirklich gründlich überlegen, ob er diesen auch lesen will. Als Einstig in die Scheibenwelt Romane definitiv völlig ungeeignet.

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    Thaelwens avatar
    Thaelwenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" von Terry Pratchett

    Voller Vorfreude stürzte ich mich auf dieses Buch - schließlich war ich bisher von allen Terry-Pretchett-Büchern begeistert. Dass es dabei um ein bei mir wenig beliebtes Thema - den Fußball - geht, nahm ich dafür gerne in Kauf.
    Die grundsätzliche Geschichte ist schnell erzählt. Die Unsichtbare Universität Ankh Morporks muss eine Fußballmannschaft auf die Beine stellen, wenn sie gewisse Geldmittel weiterhin erhalten will. Dass dieses Vorhaben bei den weltfremden, alten Herren zu Verwirrung und Chaos führt, ist kaum eine Überraschung. Doch glücklicherweise gibt es da ja Nutt, den merkwürdigen kleinen Kerl, der als Kerzentropfer in der Universität arbeitet...

    So schwer es mir fällt - dieses Buch erhält bei mir keine Höchstwertung. Wirklich warm wurde ich damit leider nicht. Die ersten 20-30 Seiten waren reine Quälerei: die Story zog sich nur so dahin, wirr wechselten Schauplätze und Handlung. Bis die bruchstückenhaften Handlungsstränge jedoch zusammengeführt werden und einen Sinn ergeben, dauert es eine ganze Weile.
    Später dann erkannte ich "meinen" Pratchett ein wenig wieder. Eine Story mit Überraschungen, jedoch auch einem roten Faden, gewissem Wortwitz und Anspielungen. Vor allem die Geschichte von Nutt, die langsam aufgeklärt wird, ist hervorragend gelungen. Insgesamt bleibt mir die Handlung allerdings zu oberflächlich. Da wäre mehr drin gewesen.
    Kritik erntet bei mir auch der Schreibstil, welcher sich meiner Meinung nach deutlich von dem der früheren Bücher unterscheidet. Der neue Übersetzer mag nicht schlecht sein, doch tritt er ein schweres Erbe an. Wer die früheren Bücher kennt und liebt, wird vermutlich den alten Stil vermissen. Mir jedenfalls ging mit dem neuen Übersetzer ein wenig Pratchett-Charme verloren.

    Fazit: kein schlechtes Buch, aber für Pratchett-Verhältnisse eher enttäuschend.

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    heberschs avatar
    heberschvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" von Terry Pratchett

    Immer noch gelingt es Terry Pratchett die legendäre Scheibenwelt mit der "Hauptstadt" Ank-Morpokh zu beleben. Diesmal greift er das Ballspielen auf. Der Diktator, Lord Vetinari, beabsichtigt das brutale Ballspielen zu legalisieren und bedient sich dabei der Professorenschaft der Unsichtbaren Universität. Nebenbei arbeitet ein Kerzentropfer in der Universität, der ein Geheimnis mit sich trägt. Als Spielertrainer der UA (Unsichtbaren Akademiker) kommt seine große Stunde... Genial vergnüglich und eine Liebesgeschichte ist auch dabei.

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    Saralondes avatar
    Saralondevor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" von Terry Pratchett

    „Unseen Academicals“ hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich halte das Buch für eines der besten der Serie seit Langem. (Zur deutschen Übersetzung kann ich nix sagen, es gibt offenbar einen neuen Übersetzer, aber wirklich gut lassen sich diese Bücher eh nicht übersetzen.) Die Stärken dieses Buches liegen genau bei dem, was mir am wichtigsten ist: wunderbare Charaktere, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Das schafft der gute Terry vor allem mit Glenda, der resoluten jungen Köchin, aber auch mit Mr. Nutt, Trevor und Juliet, die alle auf ihre ganz eigene Weise total liebenswürdig sind. Darüber hinaus sind die weiteren Protagonisten des Buchs die Zauberer der Unseen University, und die haben meiner Meinung nach neben den Hexen um Granny Weatherwax das größte Humorpotenzial. Es könnte zunächst der Eindruck entstehen, dass dieses Buch sich um Fußball dreht, aber ich habe es so empfunden, dass es viel mehr um Freundschaft, Toleranz und Unvoreingenommenheit geht. Terry Pratchett schafft es wie kein anderer, ernste und wichtige Themen ohne jedes Pathos, sondern humor- und liebevoll darzustellen. Und dabei ein klares Statement abzuliefern: Seid tolerant! Ich habe zunächst Glenda als Identifikationsfigur genannt, aber die interessanteste Figur ist sicherlich Mr. Nutt, von dem ich an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten möchten. Terry Pratchett hat da einen ganz einmaligen Charakter geschaffen. Herrlich wird es, wenn er anfängt zu philosophieren, etwa über berühmte Löffel. Einige Abläufe in der Geschichte sind vielleicht ein bisschen vorhersehbar, aber was mit Mr. Nutt am Ende geschieht, war meiner Meinung nach völlig offen, daher war der Spannungsbogen immer vorhanden. Beliebte Nebencharaktere wie die Zauberer oder Madame und Pepe (zum Brüllen komisch) runden den Roman ab.

    Terry Pratchett ist noch immer auf der Höhe, seine Erkrankung hat für mich noch keinen Einfluss auf seine Bücher. Möge es noch lange so bleiben. Terry ist für mich immer noch der Größte!

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    sschws avatar
    sschwvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" von Terry Pratchett

    Ob es an dem neuen Übersetzter liegt, oder an der sich zunehmend auswirkenden Alzheimer-Erkrankung des Autors, oder ob vielleicht einfach die Luft raus ist, aus der Scheibenwelt, kann ich nicht sagen, aber irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen.
    Natürlich - Sie sind alle da: Die Zauberer der Unsichtbaren Universität, Lord Vetinari, die Wache ... aber vielleicht ist gerade das das Problem. Bei Figuren, die nur am Rande vorkommen - wie Rincewind (ja, auch er hat einmal wieder ein paar kurze Auftritte), Sam Mumm, Angua, Schnapper etc. - hat man das Gefühl des "Namedroppings" aus einem Fanroman. Die Figuren hingegen blieben mir fremd, flach und falsch ...
    Ganz im Gegensatz dazu, die "Neuen": Die Geschichte um Nutt, Glenda, Trev und Juliet macht Spaß, auch für jemand, dem Fußball nichts bedeutet. Denn das ist nur ein Teil der Geschichte. Moralist Pratchett beschäftigt sich mal wieder mit der Würde des Menschen (auch wenn es in diesem Fall gar keiner ist), mit Vorurteilen, mit dem Respekt, den jeder verdient, für das was er tut, und nicht dafür, wo er herkommt.
    Fazit: Nicht der größte Scheibenwelt-Roman, aber so kurzweilig und lesenswert, dass ich mich auf die nächste Reise in das skurrile Spiegelbild unserer Realität freue.

    (P.S.: Die vier Sterne sind aufgerundete dreieinhalb ...)

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    KainAutors avatar
    KainAutorvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auf der Scheibenwelt wird sogar Fußball zu einem interessanten Thema ...
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Von der Idee her gut, aber bei der Umsetzung scheint es manchmal zu langsam zuzugehen.
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    Stjamas avatar
    Stjamavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ich gewinne zum wiederholen Mal den Eindruck, dass die neueren Scheibenweltbücher extrem an Biss verloren haben.
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    AnnikaLeus avatar
    AnnikaLeuvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: 'Romeo und Julia' meets hooligans -ich fand es unterhaltsam
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