Elke Fietzek (Hrsg.)

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Elke Fietzek (Hrsg.)Psychodynamische Traumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
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Psychodynamische Traumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

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Rezension zu "Psychodynamische Traumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen" von Elke Fietzek (Hrsg.)

Traumatherapie, bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Buecherspiegelvor einem Jahr

Traumatisierte Kinder brauchen eine starke Unterstützung von vielen Seiten. Gerichte, Jugendämter, Pflegestellen, Flüchtlingshelfer, Mitarbeiter im Jugendvollzug, Gutachter und Therapeuten. Aber auch alle anderen Menschen, die mit Kindern arbeiten, sind hier immens gefragt und gefordert: Menschen, die in Kindergärten, Horten, Vorschulen, Schulen tätig sind, genauso wie diejenigen die Ferien- und Freizeitkurse geben. Für diesen Personenkreis sollte das Buch von Elke Fietzek „Psychodynamische Traumatherapie mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ eine Lektüre sein, die immer in greifbarer Nähe liegt.


Es ist kein reines theoretisch abgehandeltes Fachbuch, sondern lässt anhand mehrerer Fallbeispiele Therapeuten zu Wort kommen, die die Kinder und Jugendlichen sowie sich selbst vorstellen. Dabei ist es der Autorin wichtig, ihre und die Arbeit der Anderen von anderen therapeutischen Ansätzen abzugrenzen. Sie vertritt ihre Meinung grundsätzlich und erläutert auch warum. Ebenfalls stellt sie klar, wie oft in vielen Artikeln vermisst, wenn es um Kindesmissbrauch geht, dass sehr wohl auch Jungen betroffen sind, nicht nur Männer die Täter, sondern auch Frauen und Mütter. Auf gerade dieses Thema machte zum Beispiel der Bericht vom 20. Oktober im Wiesbadener Kurier „Jungs sind nicht weniger betroffen“ (http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/sexueller-missbrauch-das-wiesbadener-zentrum-fuer-therapie-und-beratung-ist-auch-eine-anlaufstelle-fuer-betroffene-jungen-und-maenner_18262121.htm) ebenfalls aufmerksam.


Die Bedeutung, den einen guten Therapeuten für ein Kind (ich meine hier immer auch Ältere) zu finden, auch das ist ein wichtiges Thema für Fietzek. Auch mal nein zu sagen, wenn man als Therapeut erkennt, dass es für beide Seiten nicht zielführend sein wird, zusammenzuarbeiten. Gegenübertragung, das ist ein Bereich, der immer wieder im Zusammenhang mit einer Therapie diskutiert wird. Auch Therapeuten können mehr oder weniger auf das, was auf sie während der Stunden einwirkt reagieren. Das immer wieder auch bei sich festzustellen, zu hinterfragen, am besten während einer Supervision, das ist Selbstfürsorge oder Psychohygiene.


Neben den wichtigsten Grundlagen der Psychotraumatologie und weiteren theoretischen Einleitungen werden mehrere Fallbeispiele vorgestellt, teils in längeren Kapiteln, teils kurz umrissen. Manchmal wünsche ich mir ein Fachglossar, um nicht immer wieder googeln zu müssen. Das letzte Kapitel hätte ich mir am Anfang gewünscht, es beschreibt in einfühlsamen Worten die Chancen und Grenzen analytischer Psychotherapie. Behandelt werden Fälle von psychischem und physischem Kindesmissbrauch, Zeugen von unglaublicher Gewalt, aber auch transgenerationaler Traumatisierungen, ein Thema, das vor allem die sogenannten Kinder- und Enkelgenerationen interessieren mögen. Auch Resilienz wird angesprochen, aber nicht vergessen, dass trotzdem jede Taumatisierung Schäden in unseren Gehirnen verursachen kann, vor allem, wenn sie in sehr jungen Jahren erfolgen.


Ein Buch nicht nur für Fachleute.

Weitere Informationen rund um das Thema und die Herausgeberin unter: https://www.psychodynamisches-institut.de/index.php?option=com_sobipro&pid=2&sid=287:Fietzek-Elke&Itemid=0

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