Lisa Sandlin

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Ein Job für Delpha

Ein Job für Delpha

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Erschienen am 10.07.2017

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Rezension zu "Ein Job für Delpha" von Lisa Sandlin

Bloß eine Sekretärin: Ein Job für Delpha - Lisa Sandlin
DunklesSchafvor einem Jahr

Ja, es gibt diese Bücher. Bücher, bei denen man sich vorab denkt: na, dazu schreib ich jetzt mal keine Rezension. Und dann liest man das Buch und muss einfach etwas dazu schreiben. Es geht gar nicht anders, man muss einfach jedem und allen mitteilen, wie klasse das Buch ist, verflixt nochmal!
Und so ein Buch ist das hier.  Also liebe Leser, bitte jetzt durchatmen und vorbereiten auf die kommenden Begeisterungsstürme.

Worum geht es da überhaupt?
Texas, in den Siebzigern. Delpha kommt nach 14 Jahren aus dem Gefängnis frei. Mit 18 Jahren ist sie ins Gefängnis gekommen,  für ein Verbrechen, wofür ihr eigentlich ein Orden zusteht. Jetzt ist sie draußen und ist auf der Suche nach Job, Unterkunft, Lebensinhalt. Mit Chuzpe und Beharrlichkeit ergattert sie einen Job bei Tom Phelan, der gerade eine Detektei eröffnet hat und eine Sekretärin sucht. Neben den Fällen, welche die beiden beschäftigen, versucht Delpha ihr Leben in den Griff zu bekommen. Gar nicht so einfach, wenn plötzlich der Mann auftaucht, der einen ins Gefängnis gebracht hat.

Und warum ist das jetzt was Besonderes?
Hauptsächlich wegen Delpha. Schon klar, nur die Sekretärin. Aber im Gegensatz zu vielen Heldinnen in anderen Krimis und Thrillern, ist Delpha keine vorlaute, gewiefte und charmante Person. Nein, sie ist still, zurückhaltend, überlegt und hat ganz genau im Blick, dass sie sich keinen Fehler leisten darf, um nicht wieder im Gefängnis zu landen. Sie ist jetzt auch nicht sonderlich schlau – muss sie aber gar nicht sein, denn als Liebhaber von Bibliotheken weiß sie ja, woher sie ihre Informationen bekommt. Und natürlich weiß sie was sie will und was nicht. Aber sie erwartet einfach mal nichts vom Leben und ist einfach nur glücklich und dankbar, wenn ihr etwas Gutes passiert. Und so ganz nebenbei verleiht sie damit nicht nur den Fällen, um die sich Phelan kümmert, sondern auch dem ganzen Roman das gewisse Etwas. Einfach so. Ganz heimlich, still und leise. Und damit viel stärker und gewaltiger als so viele andere Protagonisten.

Na ja, ok, aber nur so eine Tippse als Protagonistin… ?
Ah, es gibt ja noch Tom Phelan und die Detektei. Dieser hat eben gerade erst eröffnet, nachdem er in seinem vorigen Job auf einer Bohrinsel einen Finger eingebüßt hat. Das Geschäft läuft natürlich erst ein wenig schleppend, aber so hin und wieder kommt da der ein oder andere Fall herein. Ja, genau. Nicht nur einer, DER Fall sozusagen, denn es kann ja nicht jeder gleich den Malteser Falken suchen. Es sind Kleinigkeiten, welche die Mandanten von Phelan möchten, doch wie so oft steckt manchmal mehr dahinter. Zur Polizei können oder wollen diese nicht – und das hat seinen Grund. Auch Phelan erfährt nicht alles, so dass ein einfacher Fall sich dann schon in andere, größere Dimensionen auffächern kann.

Und sonst so?
Ansonsten ist der Krimi einfach ein richtig toller Private Eye Krimi. Klar, beim Jonglieren mit mehreren Fällen muss man ein wenig am Ball bleiben, aber ansonsten liest sich das Buch einfach in einem Rutsch weg. Es macht unheimlich viel Spaß, was aber nicht heißt, dass er albern wäre. Es ist einfach ein saumäßig guter Krimi. Und wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, darf gerne noch wissen, dass auch die Juroren für den Hammett Prize und den Shamus Award diesen fabelhaften Krimi gekürt haben. Und wer den Amis bei den Krimibewertungen nicht traut, sollte einen Blick in die Krimibestenliste der FAZ werfen – denn auch da lässt sich Lisa Sandlin finden. So, und jetzt geht los und lernt Delpha kennen, ab in den nächsten Buchladen mit Euch!

Fazit
Heimlich, still und leise ist das Motto, denn dieser Krimi hat sich ganz unvermutet jetzt schon seinen Platz in meiner Jahresliste der besten Titel gesichert.

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