Ethan Parker-Wilde

 3.9 Sterne bei 9 Bewertungen

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Das Dunkel seiner Seele

Das Dunkel seiner Seele

 (9)
Erschienen am 22.11.2014

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Rezension zu "Das Dunkel seiner Seele" von Ethan Parker-Wilde

Gerard bekämpft seine inneren Dämonen
annluvor einem Jahr

Das war das Erste, was Gerard tat, wenn er von seines Vaters Besuch hörte? Ihn aus dem Haus werfen? Das war seine Priorität? Wie ernüchternd... und furchtbar verletzend.

Der junge Dedektivsgehilfe Ian ist seit kurzem mit Lord Gerard de Caultier zusammen. Doch nun wirft ihn dieser aus seinem Haus. Verletzt will er nichts mehr mit Gerard zu tun haben, nichts ahnend, dass dieser ihn nur vor seinem sadistischen Vater schützen will. So stürzt sich Ian in die Arbeit. Ein neuer Fall beschäftigt seinen Auftraggeber: jemand hat versucht, die Kühe eines Bauern zu vergiften. Bald schon wird klar, dass hinter dem Fall mehr steckt, als ursprünglich angenommen – und dass es Ian nicht so leicht fallen wird, Gerard aus dem Weg zu gehen.


Die Geschichte erzählt abwechselnd Ians und Gerards Sicht der Ereignisse, unterbrochen nur von einigen Absätzen, die ein unbekannter, allwissender Erzähler hinzufügt, dessen Identität erst am Ende aufgeklärt wird. Dadurch, dass Ian mit der Geschichte beginnt und auch einen Großteil dieser übernimmt, war er mir sympathischer als Gerard.

Ian ist ziemlich verletzt und flieht oft – verständlicherweise – in Selbstmitleid. Dadurch sieht er die Geschehnisse auch aus einer anderen Warte, als der Leser, der ja auch Gerards Seite kennt. Die Abschnitte um Gerard brachten schnell zum Ausdruck, dass auch ihm viel an Ian liegt und sein Handeln nichts mit seiner Liebe zu ihm zu tun hat. Allerdings bringt er auch seinen Vater mit ins Spiel, der ihn sein Leben lang schrecklich behandelt hat und ihn auch während der Ereignisse, die in der Geschichte beschrieben werden foltert. So ist Gerard eigentlich ein gebrochener Mann, der mit Panik zu kämpfen hat und nicht mehr der gleiche erscheint, als den ihn Ian sieht.

Durch den Wechsel der Perspektiven kamen die tiefen Gefühle schnell bei mir an. Hier habe ich mich allerdings gefragt, ob es nicht spannender gewesen wäre, Gerard erst einmal schweigen zu lassen und seine Motivationen nicht zu offenbaren, sodass er geheimnisvoller geblieben wäre.

Die Geschichte spielt in Farefyr, auf was allerdings nicht näher eingegangen wird. Auch dass dort die Gesellschaft in Bezug auf homosexuelle Beziehungen offener ist, wird nur kurz erwähnt. Bei Ethan Parker Wilde handelt es sich um ein Pseudonym. Da ich zu den Lesern gehöre, die die Reihe der Farefyr-Lovers kennt, konnte ich den Schreibstil gleich zuordnen. Für mich bildete sie eine Brücke zwischen den Farefyrromanen die unter dem Namen Temper A. Harding und jenen der Farefyr-Lovers (unter dem Namen Tharah Meester) geschrieben wurden.

Im Laufe der Geschichte wird immer wieder auf die gemeinsame Vergangenheit von Ian und Gerard eingegangen und ihr Kennenlernen erzählt. Dabei kam es auch zu einigen Kussszenen. Im Gegensatz zu den Farefyr-Lovers Romanen blieben die erotischen Szenen hier sehr dezent und wurden nur angedeutet.

Fazit: Ein schöner (Gay-)Liebesroman den ich als Ergänzung zur Farefyr-Lovers-Reihe sehe – der zwar nicht so prickelnd war, wie andere der Reihe, dafür spannender durch den Krimipart.

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Katis-Buecherwelts avatar

Rezension zu "Das Dunkel seiner Seele" von Ethan Parker-Wilde

Rezension: "Das Dunkel seiner Seele" ~ Ethan Parker-Wilde
Katis-Buecherweltvor 4 Jahren

Klappentext:
Der junge Lord Gerard de Caultier muss den einzigen Lichtblick in seiner düsteren Welt aus dem Haus jagen, um ihn vor dem Dämon zu schützen, der ihm das Leben zur Hölle macht - seinem eigenen Vater. Den an sich selbst zweifelnden Detektivsgehilfen Ian bringt diese Trennung völlig aus der Fassung. Zu einem Zeitpunkt, an dem er all seine Konzentration auf einen immer heißer werdenden Fall lenken sollte. Und während Gerard hartnäckig versucht, etwaige Verehrer von seinem Liebling fernzuhalten, bemüht sich Ian darum, für Gerechtigkeit zu sorgen... und den Mann, der ihn so heftig verletzt hat, aus seinen Gedanken zu verbannen. Eine Historical Gay Romance, die den Herzschlag zu beschleunigen weiß... Nie zuvor hatte etwas so teuflisch wehgetan. Nicht einmal die harte, unnachgiebige Hand seines Vaters hatte ihn jemals diese Höllenqualen spüren lassen, die er empfunden hatte, als Ian letzten Abend aus dem Haus gestürmt war. Die Pein, die er fühlte, wenn er ihn mit einem anderen Mann sah.

Zum Buch:
Das Cover hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Anfangs dachte ich, das der ältere Herr auf dem Cover, der Partner von Ian dem Protagonisten sein würde, was sich aber sehr schnell aufklärte. Farblich und Stylisch passt diese Buchcovergestaltung sehr gut zu einem historisch angehauchten Roman.

Erster Satz:
"Der Nachthimmel wird von unzähligen Sternen erhellt, während ich meiner Arbeit nachgehe und beobachte."

Meine Meinung:
Der Autor Ethan Parker-Wilde hat mich selbst auf sein Buch aufmerksam gemacht. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich sehr neugierig und aufgeregt. Denn für mich war es der erste Gay-Romance Roman und war daher sehr gespannt, was mich in dieser Geschichte erwartet.
Bereits nach einigen gelesenen Seiten merkte ich, dass ich immer wieder im Textfluss stoppte. Der Schreibstil ist mit einigen historischen Ausdrücken angehaucht und diese zeitweise eingefügten Elemente ließen mich oftmals beim Lesen stocken und warfen mich aus der Geschichte heraus.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren Ian und Gerard wurden vorstellbar übermittelt, aber emotional erreichte mich diese Liebesgeschichte nicht. Mir hat die gewisse Tiefe der einzelnen Charaktere gefehlt, um mehr mitfühlen und miterleben zu können.
Der Vater von Gerard dagegen wurde als Charakter sehr gut dargestellt und es grauste mich sehr, bei der Vorstellung, einen solchen Menschen zu begegnen. Doch warum er so grausam ist, oder weshalb er solche Taten durchführte, sind mir bis jetzt unbegreiflich. Hier hätte ich mir noch mehrere Hintergrundinformationen zu seiner Person gewünscht.
Die Geschichte beinhaltet nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch einen Kriminalfall der zu lösen ist. Dies pepte die Geschichte noch ein klein wenig auf, wenn auch nicht all zu spannend und eher mitlaufend zur eigentlichen Geschichte um Ian und Gerard. Die Auflösung des Kriminalfalls verlief am Ende der Geschichte sehr schnell ab. Es kam mir hier so vor, als würde es wie in einem kurzen Bericht herunter erzählt. Angenehmer hätte ich es empfunden, wenn nach und nach Details zum Hergang den Fall gelöst hätte.
Sehr schade fand ich, dass die Zeit in der man sich in dem Buch befindet nicht angegeben wird. Mit dieser Information hätte man sich näher an die Umstände und dem Ansehen der Homosexualität zu der Zeit orientieren können, um so auch einige Beweggründe einzelner Charaktere besser nachvollziehen zu können.

Fazit:
In "Das Dunkel seiner Seele" erwartet den Leser eine historisch angehauchte Gay-Romance Geschichte mit kriminalistischen Elementen. Mich konnte diese Geschichte nicht begeistern, da mir die Emotionen fehlten und der Schreibstil mich immer wieder im Lesefluss stocken lies. 

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hexe2408s avatar

Rezension zu "Das Dunkel seiner Seele" von Ethan Parker-Wilde

Intriegen, Verbrechen, Homosexualität - eine abwechslungsreiche Mischung
hexe2408vor 4 Jahren

In einer Zeit, in der Mann nicht frei entscheiden darf, was man machen will, wen man lieben will und wohin einen der eigene Weg führen soll, muss man sich häufig unterordnen, verstecken oder verheimlichen, was einen wirklich bewegt. So geht es auch Gerard de Caultier, dem jungen Lord, der eigentlich gern einfach nur glücklich wäre mit seinem Ian. Doch wer den Teufel höchstpersönlich im Nacken zu sitzen hat, sollte gut aufpassen, was er tut, bevor er selbst zur Zielscheibe wird.

 

Ian ist der Gehilfe von Detektiv des Ortes und beide arbeiten gerade an einem heißen Fall. Dadurch lernt man Ian nicht nur privat, an der Seite von dem Lord Gerad kennen, sondern auch während seiner Arbeit. Manchmal wirkt er etwas unbeholfen und steht ein wenig länger auf der Leitung. Allerdings finde ich, dass gerade das ihn doch sympathisch macht. Er ist eben kein perfekter Schönling, der immer alles weiß und kann. Er hat seine Fehlerchen und Schwächen, die immer mal wieder zum Tragen kommen.

Lord de Caultier, im Buch häufig nur Gerard genannt, wirkt nicht so abgehoben und eingebildet, wie man es vielleicht von einem Lord erwarten könnte. Er weiß zwar um seinen Stand und seine Position, spielt das aber nicht ständig aus. Auch Leute, die eigentlich unter seinem Stand sind, behandelt er nicht unmenschlich oder herablassend. Besonders schön finde ich, dass er auch eine sehr weiche verletzliche Seite hat, die er zwar zeitweise gut versteckt, die jedoch auch deutlich macht, wie menschlich er trotz seines Tyrannenvaters geblieben ist.

 

Zu Beginn der Geschichte habe ich ein wenig gebraucht, um mich mit der Sprache zu Recht zu finden. Da ich sonst nur sehr selten einen Ausflug in historische Bücher mache, war das doch recht ungewohnt. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber an die Ausdrucksweise und den Stil gewöhnt und konnte der Geschichte dann auch gut folgen. Durch die Perspektivwechsel hat man sowohl die Gedanken von Ian, als auch die von Gerard gut mit verfolgen können und hatte als Leser einen deutlichen Wissensvorsprung. Während die beiden Charaktere nicht wussten, wie sie dem jeweils anderen begegnen sollten, habe ich beim Lesen gehofft, dass sie über ihren Schatten springen und wieder zueinander finden können, wo ihre Ansichten sich doch irgendwie ähnelten.

Besonders gut gefallen hat mir die Ermittlungsgeschichte, die neben der Liebesgeschichte zwischen Ian und Gerard, eine wichtige Rolle spielt. Immer wieder gibt es neue Entdeckungen und Verstrickungen, neue Opfer und neue Hinweise. Man kann gut mit raten und rätseln, wer wohl hinter all dem steckt und welche Motive es gibt.

Das Thema Homosexualität ist gut in die zeitlichen Gegebenheiten eingegliedert. Wenn man bedenkt, dass es selbst in der heutigen teilweise auch noch schwierig ist, sich zu seiner Sexualität zu bekennen, war es in der damaligen Epoche noch viel problembehafteter nicht der anerkannten „Norm“ zu entsprechen.

 

Ein interessantes, abwechslungsreiches Buch, das mich trotz der historischen Komponente angesprochen hat und zufrieden den „Buchdeckel“ schließen lässt.

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