Jean Tabary

 4,8 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf

Jean Tabary (1930-2011) war ein französischer Comiczeichner, dessen bekanntestes Werk die Serie um den Großwesir Isnogud ist.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jean Tabary

Neue Rezensionen zu Jean Tabary

Absolutes Fanbuch

Ich kenne Isnogud noch als Zeichentrickserie, als ich noch klein war.

Egal ob Asterix, Lucky Luke oder eben Isnogud, alles ist irgendwie Teil der Kindheit und mit sehr schönen Erinnerungen verbunden.

In diesem sehr dicken Buch sind nicht nur über zwanzig Geschichten zu finden, sondern auch die Entstehung, Ideen und ganz viele Informationen über die Entwickler und Zeichner.

Es ist wirklich sehr liebevoll und informativ gestaltet. Auch einige Originalzeichnungen samt französischer Texte sind zu finden und auch, wenn man die Sprache nicht versteht, macht es Spaß, auch diese kurzen Comicseiten ganz genau anzugucken.


Das Buch ist relativ teuer, doch für wahre Fans lohnt es sich in jedem Fall. Denn es ist ein wirklich dicker und sehr schöner Wälzer, der noch dazu wunderbar im Regal aussieht.

Wer schon früher Fan dieser Comics oder der Serie war, sollte es sich auf jeden Fall holen.

"Ich will Kalif sein anstelle des Kalifen!"

Inhalt:

Im Jahr 1962 schufen Szenarist René Goscinny und Zeichner Jean Tabary mit den Abenteuern des Großwesirs Isnogud einen Comic-Klassiker.

Dieser Sammelband enthält Abenteuer aus den Jahren 1962–1969:

- Isnogud der Großwesir

- Der bitterböse Großwesir

- Gefährliche Ferien

- Die infamen Streiche des Großwesirs Isnogud

- sowie verschiedene Episoden von Isnoguds Rückkehr.


Bagdad:

Großwesir Isnogud lässt nichts unversucht, um endlich Kalif anstelle des Kalifen Harun al Pussah zu werden:

Ein Dschinni, der alle Wünsche erfüllt ... Doch aufgepasst! Unbedingt klar formulieren, was man sich wünscht!

Ein Doppelgänger, der den Kalifen ersetzen soll ... Aber was, wenn der Kalif plötzlich beschließt, einen Bart zu tragen oder an den Masern erkrankt?

Dies und weitere 31 Versuche, Kalif zu werden anstelle des Kalifen!


Altersempfehlung:

etwa ab 10 Jahre 


Zum Autor und zur Entstehung der Figur "Isnogud":

Mit dem Namen René Goscinny (1926 - 1977) verbinden die meisten vermutlich zuerst Asterix und die heldenhaften Abenteuer der unbeugsamen Gallier sowie Lucky Luke und den Wilden Westen.

Doch auch der verschlagene Großwesir Isnogud zählt zu seinen Schöpfungen.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet eine Geschichte des kleinen Nick (ebenfalls eine von Goscinny erschaffe Figur) den Ausschlag zu einer neuen Comicreihe im fernen Orient gegeben hat.

Der Name "Isnogud" ist eine Anlehnung an "Is not good" und bringt auf den Punkt, was von dem Großwesir zu halten ist: Er ist ein Nichtsnutz und führt Übles im Schilde.

Doch irgendwie ist es den Dickschädel gelungen, Lesende in seinen Bann zu ziehen. Am Ende jedes fehlgeschlagenen Planes fragt man sich, ob es ihm nicht doch irgendwann gelingen wird, Kalif anstelle des Kalifen zu werden.

Isnoguds Handlanger und treu ergeben ist der Mietsklave Tunichgud. Hier ist der Name allerdings nicht Programm. Vielmehr ist er zumeist Stimme der Vernunft, auch wenn Isnogud jeden Rat ausschlägt.


Mein Eindruck:

Der Sammelband macht einen hochwertigen Eindruck: großes Format, stabil gebunden und dickes Papier. Die Druckqualität ist sehr gut, wobei einige Episoden farbintensiver erscheinen, was vermutlich den Originalvorlagen geschuldet ist.

Eine informative Einleitung u.a. zur Entstehung Isnoguds mit vielen Zeichnungen leitet den Sammelband ein. Zusätzlich finden sich umfangreiche Hinweise zum Erscheinen und zu Nachdrucken der jeweiligen Abenteuer nebst Hintergrundinfos zur Reihenfolge in diesem Buch.

Eine Mini-Biographie von Autor und Zeichner wäre das Sahnehäubchen gewesen.

In chronologischer Reihenfolge (mit einer kleinen Ausnahme) wird sehr unterhaltsam geschildert, wie Isnogud versucht, sein Ziel zu erreichen.

Faszinierend hierbei ist die Hartnäckigkeit und natürlich der Einfallsreichtum des Großwesirs.

Man sollte meinen, dass nach dem x-ten Misslingen der Traum "Kalif anstelle des Kalifen" zu werden, verworfen wird. Doch Isnogud wird nicht müde, immer wieder auf's Neue außergewöhnliche Pläne zu schmieden, bei denen er am Ende der Leittragende ist: als Sklave verkauft, verwandelt in einen Frosch, im Kerker eingesperrt, als Schachfigur auf der Insel der Riesen uvm.

Dass er trotz allem im nächsten Abenteuer wieder unversehrt und mit neuem Elan zur Stelle ist, wird im Album "Isnoguds Rückkehr" erläutert. 

Zum besseren Verständnis sind diese Episoden unmittelbar hinter dem zugehörigen Abenteuer in diesem Sammelband abgedruckt.

Das Absurde und für Lesende herrlich Amüsante ist, dass der Kalif (optisch und charakterlich das komplette Gegenteil von Isnogud) vollkommen tiefenentspannt, unfassbar naiv und blind gegenüber den Intrigen und Attentaten seines Beraters ist.

Im Gegenteil: am Ende lobt er Isnogud über den grünen Klee oder ist ganz angetan von dessen Einsatz und Ideenreichtum.

Die (leider) erfolglosen Versuche des Großwesirs Isnogud habe ich bereits als Kind verschlungen, ebenso wie Asterix, Benni Bärenstark uvm.

Auch nach so langer Zeit haben die skurrilen Pläne und das klägliche Scheitern des Großwesirs nicht an Witz und Unterhaltung verloren.

Ein großartiges Lesevergnügen!


Fazit:

Zeitloser Comic-Spaß für Jung und Alt!

Absurd komische Versuche, das Oberhaupt von Bagdad zu stürzen, um selbst Kalif zu werden.


...

Rezensierte Ausgabe: "Isnogud Collection: Die Goscinny- und Tabary-Jahre 1962–1969" aus dem Jahr 2023

Großartige Neuauflage des Klassikers

Der Inhalt aller Geschichten lässt sich mit nur einem Satz zusammenfassen:
Isnogud will Kalif anstelle des Kalifen Harun Al Pussah werden!


Dazu schmiedet er allerlei abstruse, komplexe Pläne, nutzt die Hilfe von Zauberern, Dschinn, Außerirdischen, technologischen Entwicklungen und magischen Artefakten. Unterstützt wird der Großwesir dabei von seinem treuen Mietsklaven Tunichgud – der meist als Versuchskaninchen herhalten muss. Fast alle Geschichten enden damit, dass Isnogud selbst das Ziel der Intrigen wird und der Kalif weiter über Bagdad herrscht. 

Fans der klassischen Geschichten sollten unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze natürlich seinen Preis hat. In solch gelungener Aufmachung sind die Geschichten um Isnogud und den Kalifen ein must-have für jeden Comicfreund und -Sammler. 

Ein Stück Kindheit, einfach SUPER

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