Petra Tessendorf

 2.8 Sterne bei 9 Bewertungen

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Der Wald steht schwarz und schweiget

Der Wald steht schwarz und schweiget

 (9)
Erschienen am 01.08.2010

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Seehase1977s avatar

Rezension zu "Der Wald steht schwarz und schweiget" von Petra Tessendorf

Leider schweigt hier nicht nur der Wald...
Seehase1977vor 5 Jahren

Kurzbeschreibung:

Ein Klassentreffen nach dreißig Jahren. Der Mord an einer Frau. Ein Verbrechen, das jahrzehntelang ungesühnt geblieben ist. Ein heißer Sommer im Bergischen Land. Olga, Hanna, Thorvald und Benno treiben auf ihrem Floß im Waldsee. Da sieht einer der Jungen auf einem Felsen einen schwarzen Schatten, der plötzlich davongleitet ...Dreißig Jahre später. Die Kinder von einst versammeln sich an einem heißen Sommertag zum Klassentreffen in Luis' Gasthof im Wald. Man lacht und trinkt und tauscht Erinnerungen aus. Die Nacht wird lang. Am nächsten Vormittag spaziert Olga in der flirrenden Hitze am Bach entlang durch den Wald – und entdeckt ihre Schulfreundin Juliane tot im Wasser. Während die polizeilichen Ermittlungen vorangetrieben werden, kochen alte Geschichten wieder hoch, und es scheint, als stünde man kurz davor, ein dunkles Familiengeheimnis zu lüften.

Der Wald steht schwarz und schweiget"  von Petra Tessendorf ist kein Ermittlerkrimi wie man es von vielen anderen Romanen her kennt. Hier jedoch ist von den Ermittlungen der Polizei so gut wie nichts zu merken. Diese übernehmen viel mehr die Protagonistin Olga und ihre Freunde aus Kindertagen und diese stolpern mehr oder weniger durch das Gestrüpp an Lügen und Geheimnissen, für die der Wald ein perfekter Nährboden zu sein scheint. Neben der  für mich leider nur mäßig spannenden Handlung hat die Autorin jedoch geschickt  die Atmosphäre aus dem Bergischen Land eingefangen. Mit alten Mythen  und  Stimmungsbildern aus der Region setzt Tessendorf immer wieder kleine Akzente die sie in den Roman mit einbindet. Allerdings ist mir der Hintergrund zu dem Mordfall zu komplex geraten. Regelrecht  störend fand ich  das übertriebene  Aufgebot von riesigen Monsterhunden, Ehebrechern, Erpressern, fadenscheinigen Geschäftsleuten und noch viele andere die im beschaulichen Bergischen Land angeblich Dreck am Stecken haben. Gekrönt wird das Ganze dann auch noch mit einer Liebesgeschichte, die natürlich zum Happy End führt.  Leider sind mir diese negativen Aspekte und die eher zu suchende Spannung  nur drei Sterne wert.

 

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Golondrinas avatar

Rezension zu "Der Wald steht schwarz und schweiget" von Petra Tessendorf

Rezension zu "Der Wald steht schwarz und schweiget" von Petra Tessendorf
Golondrinavor 6 Jahren

Schade, dieser Krimi hat für mich nicht gepasst. Wenig polizeiliche Ermittlungsarbeit, stattdessen kriminalistische Erkundungen der Teilnehmer eines Klassentreffens, die neben der eigentlichen Mordursache noch so einige andere Geschichten ans Tageslicht bringen. Das alles aber merkwürdigerweise mehr als schleppend, vielleicht lag es an der Sprache.
Die Autorin springt von Figur zu Figur ohne einer davon ein wirkliches Gesicht zu geben, was die Identifikation für den Leser schwierig macht. Gestelzte Dialoge. Und dann das Holländermotiv - wahrscheinlich mit der Absicht von der Autorin permanent wiederholt, um aus dem Gro der Regionalkrimis hervorzustechen.
Konnte mich nicht überzeugen, viel zu bemüht, überzogen. Schön allein der Titel aber der zitiert Claudius.

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Wortklaubers avatar

Rezension zu "Der Wald steht schwarz und schweiget" von Petra Tessendorf

Rezension zu "Der Wald steht schwarz und schweiget" von Petra Tessendorf
Wortklaubervor 8 Jahren

Ein Klassentreffen führt (ehemalige) Freunde nach dreißig Jahren im Bergischen Land wieder zusammen: Olga, Thorvald, Benno, Hanna, Juliane ... Man feiert, wärmt alte Erinnerungen auf, stellt sich – mehr oder weniger erbaut – seiner Vergangenheit, staunt, was aus den anderen geworden ist: ein Opernsänger, eine Journalistin, eine Polizistin, einem gehört – praktischerweise – das Lokal, in dem man sich trifft, ein anderer geht im Steinbruch mehr oder weniger zwielichtigen Geschäften nach. Olga und Thorvald, den gefeierten Tenor, verbindet eine alte Liebe, sie sind Freunde, die miteinander ins Bett gehen, aber nie eine feste Beziehung miteinander eingegangen sind. Und auch andere haben zarte Bande geknüpft – mal mehr, mal weniger glücklich.

Kulisse – und in seiner Bedeutung und Intensität oft mehr als das – ist der Wald um Wuppertal. Dort besitzt Olgas Familie eine Hütte. Dort haben die Freunde früher oft und gerne gespielt. In ihrer Kindheit war der Wald für alle noch Spielplatz, freundlich und vertraut. Das ändert sich jedoch, als Olga am Tag nach dem Klassentreffen ihre Mitschülerin Juliane tot im Wald findet, offenbar ermordet. Die Journalistin war einer heißen Story auf der Spur, das hatte sie am Abend zuvor angedeutet. Einer Story, die ihren Beginn dreißig Jahre zuvor hatte und in die Olgas Familie, vor allem ihr patriarchalischer, kühler Großvater, aber auch der mit ihm zerstrittene Sohn, Olgas Vater, offenbar tragende Rollen spielen.

„Der Wald steht schwarz und schweiget“ ist kein klassischer Ermittlerkrimi. Es gibt zwar einen Kommissar, der tritt aber kaum in den Vordergrund. Olga, und mit ihr Thorvald, mit dem die stürmische, aber anscheinend aussichtslose Affäre wiederaufflammt, und andere begeben sich auf Spurensuche. Eine Mitschülerin wird des Mordes verdächtigt und von der Polizei verhaftet. Sollte es doch „nur“ eine Beziehungstat gewesen sein? Mord aus Eifersucht?

Die Naturbeschreibungen haben mir gut gefallen, die Stimmungen im Wald fand ich sehr schön eingefangen. Spannend war der Krimi weniger, dafür plätschert die Handlung zu sehr vor sich hin, bleibt manches nur „Theaterdonner“. Mit den Personen konnte ich weniger anfangen, und das ist vielleicht mit das A und O, wie einem ein Roman gefällt: bleiben einem die Personen gleichgültig, ist es schwierig, sich von dem Geschriebenen mitreißen zu lassen. Olga wird mit einigen unangenehmen Wahrheiten und Familiengeheimnissen konfrontiert. Diese offenbaren sich ihr mehr durch Zufälle. Sie leidet unter ihrer Liebe zu Thorvald, der offenbar nicht für eine Frau alleine geschaffen ist. Am Ende – das für mich wenig überzeugend daherkam – blieb Olga für mich jedoch genauso blass wie am Anfang.

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