Die Katze, die von Büchern träumte" von Sosuke Natsukawa hat mich nicht überzeugen können. Anfang und Schluss sind sehr schön geschrieben, aber die Abschnitte dazwischen hätte ich mir sparen können. Dabei kann bei der Kombination "Bücher + Katze" normalerweise nichts schiefgehen, aber die Geschichte um Rintaro Natsuki, die sprechende Katze Tora und die resolute Klassensprecherin Sayo Yusuki wirkt am Ende zu künstlich, nicht mehr von dieser Welt, um mich beeindrucken zu können. Die Teenager, zu denen auch noch die Randfigur Ryoto Akiba gehört, wirken wie altersweise Erwachsene, während alle anderen Figuren nur wie Scherenschnitte im Hintergrund agieren, ausgenommen vielleicht der Großvater von Rintaro, mit dessen Tod die Handlung beginnt. Es hätte also eine sehr schöne Geschichte über das Lesen, und wie es Sayo gelingt, Rintaro wieder ins Leben zurückzuholen, werden können, eine Antiquariatskatze dabei zu haben, wäre toll gewesen, statt dessen werden aber abgedrehte Geistreisen unternommen, bis es zu einem gar lieblichen Schluss kommt. Schade, finde ich.
Sosuke Natsukawa
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Sosuke Natsukawa
Die Katze, die von Büchern träumte
Die Katze, die unsere Bücher rettete
The Cat Who Saved Books: Sosuke Natsukawa
The Cat Who Saved Books: Sosuke Natsukawa
Neue Rezensionen zu Sosuke Natsukawa
Also dieser zweite Teil hat mir tatsächlich besser gefallen als der erste und ich finde die kleine Protagonistin wirklich sehr mutig. Dieses Buch ist nicht nur für Büchernarren, sondern auch für Katzenliebhaber. Die Idee hat mich ein wenig an Georg Orwell's 1984 erinnert und den Bösen fand ich als Weichei wirklich schrecklich.
Es handelt sich hierbei um einen leisen, nachdenklichen Roman, der weniger durch Spannung als durch seine Botschaft wirkt. Die Geschichte ist fast märchenhaft und fabelartig, mit klaren Symbolen und einer grossen Liebe zu Büchern und dem Lesen selbst.
Die Grundidee, Bücher nicht nur als Objekte, sondern als Träger von Gedanken und menschlicher Verbindung zu verstehen, hat mir gefallen. Der Roman regt zum Nachdenken darüber an, wie und warum wir lesen und was verloren geht, wenn Bücher nur noch konsumiert oder auf ihren Nutzen reduziert werden.
Emotional ist das Buch eher zurückhaltend. Es setzt nicht auf grosse Dramen, sondern auf leise Melancholie, Reflexion und Wärme.
Stellenweise hätte ich mir mehr Zwischentöne oder Komplexität gewünscht. Dennoch funktioniert das Buch als ruhige, kurze Lektüre sehr gut.
Insgesamt ist es ein charmantes, philosophisches Buch für alle, die Bücher lieben und sich gern mit ihrer Bedeutung auseinandersetzen.
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