Christina McKenna

 4 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Der übersehene Mann: Roman, The Godforsaken Daughter und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christina McKenna

Christina McKennaDer übersehene Mann: Roman
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Der übersehene Mann: Roman
Der übersehene Mann: Roman
 (18)
Erschienen am 23.10.2012
Christina McKennaDie enttäuschte Witwe
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Die enttäuschte Witwe
Die enttäuschte Witwe
 (0)
Erschienen am 25.11.2014
Christina McKennaThe Misremembered Man
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The Misremembered Man
The Misremembered Man
 (0)
Erschienen am 07.06.2011
Christina McKennaThe Godforsaken Daughter
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The Godforsaken Daughter
The Godforsaken Daughter
 (0)
Erschienen am 17.03.2015

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Marion0709s avatar

Rezension zu "Der übersehene Mann: Roman" von Christina McKenna

Begeistert und erschüttert
Marion0709vor einem Jahr

Vorweg zur Info: ich habe das Buch als Hörbuch gehört

 

Zwei Kinder werden vor der Tür eines Waisenhauses in Zeitungspapier gehüllt abgelegt. Das Mädchen wird kurze Zeit später adoptiert, der Junge bleibt die ersten 10 Jahre seines Lebens in dem Waisenhaus. Liebe erfährt er dort keine, dafür umso mehr Schläge, Bestrafungen und Missbrauch. Sein Martyrium endet erst, als er adoptiert wird. Die Erinnerungen an damals lassen ihn jedoch nie los und er leidet selbst mit 41 Jahre noch unter Albträumen und Depressionen.

Nachdem seine Adoptiveltern gestorben sind, wird die Einsamkeit noch schlimmer. Seine Freunde überreden ihn zu einer Kontaktanzeige, er soll so eine Frau kennen lernen und der Einsamkeit entgehen. Er lernt Lydia kennen, eine 40-jährige Lehrerin. Diese lebt nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter alleine und pflegt sie. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter erfährt Lydia Dinge aus ihrer Vergangenheit die sie schockieren und wütend machen.

Die Geschichte von Jamie und Lydia wird sehr berührend erzählt. Es geht immer wieder in die Vergangenheit Jamies zurück, was er alles ertragen musste, wie schlimm es in dem Waisenheim war und wie kaputt seine kleine Kinderseele gemacht wurde. Der Hörer erfährt über das Leben von Lydia, ihrer Kindheit mit dem streng katholischen Vater und der fordernden Mutter. Wie es Jamie nach dem Tod seiner Adoptiveltern ergeht, wie sehr ihm seine Freunde helfen aus der Depression heraus zu kommen. Der Sprecher Gilles Karolyi liest dieses Buch und seine Stimme hat mir sehr gut gefallen.

Nach dem Ende des Hörbuches wird darauf hingewiesen das die Geschichte fiktiv ist, das die geschilderten Zustände aus dem Waisenhaus auf realen Situationen basieren. Die Behandlungen der Kinder, ihre Erniedrigungen und Bestrafungen stimmen mit vielen Berichten und Erzählungen überein, die solche Institutionen überlebt haben. Solche Einrichtungen, die Industrial Schools, Waisenheime und Magdalenen Wäschereien wurden fast ein ganzes Jahrhundert lang von bestimmten Orden in Irland unterhalten. Von diesen Institutionen, die eigentlich nichts anderes als Orte der Sklavenarbeit waren, hat die römisch katholische Kirche großen Profit gezogen, auf Kosten verwaister Kinder oder von Kindern die ihren alleinlebenden Müttern gewaltsam entzogen worden waren. Die Grausamkeit und die Unmenschlichkeit dieser Zustände kam erst zu Beginn der 1990er Jahre ans Licht.  Die letzte derartige Institution wurde 1996 geschlossen.  (Zitat aus "Der übersehene Mann")

 

 

 

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Christin87s avatar

Rezension zu "Der übersehene Mann: Roman" von Christina McKenna

Traurige Einblicke in irische, katholische Geschichte
Christin87vor 4 Jahren

Jamie McCloone, der "übersehene Mann", ist ein einfach gestrickter Mensch. Nicht sonderlich gebildet, recht ungepflegt, mit einer schweren Kindheit. Er hat gerade seinen Onkel verloren und kämpft mit Depressionen. Aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck.
Lydia Devine hingegen ist eine überbehütet aufgewachsene Lehrerin, die mit 40 noch bei der herrichen Mutter wohnt und diese pflegt.

Jamie ist auf der Suche nach einer Partnerin fürs Leben, Lydia im Grunde nur nach einem vorzeigbaren Mann, der Sie auf die Hochzeit einer Bekannten aus Schulzeiten begleitet.

Beide Figuren lernt man im Buch tiefgründig kennen und dazwischen finden sich Kapitel mit schmerzlich ungeschönten Einblicken in das Leben des kleinen Jamie in einem irischen, katholischen Waisenhaus. Er wird geschlagen, vergewaltigt, als Arbeitssklave gehalten.

Die Geschichte endet auf sehr überraschende, unvorhersehbare Weise.

Irgendwie war das Buch für mich nicht ganz rund. Die starken Kapitel die im Waisenhaus spielten waren den übrigen, die in den 70er Jahren spielen, für meine Begriffe weit überlegen. In letzteren ging die Intensität verloren, und sie hatten für meinen Geschmack einige Längen.

Insgesamt kein schlechtes Buch, aber für mich reicht es nur für 3 von 5 Sternen.

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Alexandra-vom-Aprils avatar

Rezension zu "Der übersehene Mann: Roman" von Christina McKenna

bisschen holprig, aber zu empfehlen
Alexandra-vom-Aprilvor 4 Jahren

Das Buch hat mir gut gefallen. Ich kann es empfehlen. War manchmal etwas holprig und der Schluss war sehr überraschend.

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