Christina McKenna

 4.1 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Der übersehene Mann: Roman, Der übersehene Mann und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christina McKenna

Cover des Buches Der übersehene Mann: RomanB008XLUBIE

Der übersehene Mann: Roman

 (21)
Erschienen am 23.10.2012
Cover des Buches Die enttäuschte Witwe9781477822302

Die enttäuschte Witwe

 (0)
Erschienen am 25.11.2014
Cover des Buches Der übersehene MannB00G2GV77Q

Der übersehene Mann

 (1)
Erschienen am 14.11.2013
Cover des Buches The Misremembered Man9781935597766

The Misremembered Man

 (0)
Erschienen am 07.06.2011
Cover des Buches The Godforsaken Daughter9781501228070

The Godforsaken Daughter

 (0)
Erschienen am 17.03.2015

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Rezension zu "Der übersehene Mann" von Christina McKenna

Der übersehene Mann
SanNitvor 10 Monaten

Dieses Buch war wieder einmal ein Ausbruch aus meiner gewöhnlichen Leseweise. Es ist eher nicht mein bevorzugtes Genre aber hin und wieder mag ich es sehr gerne.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und tief bewegt. Ich habe mir das Hörbuch ausgesucht und der Sprecher hat mich angenehm durch die Story geführt.
Es ist eine sehr, sehr traurige Geschichte. Aber die Autorin weiß es perfekt, Situationen mit ihrer Schreib und Ausdrucksweise aufzulockern und immer wieder die Hoffnung in einem aufkeimen zu lassen. Dem Leser und auch ihren Protas. Trotz des drückenden Themas konnte ich so doch auch öfter lächeln.
Die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem auch da sie auf Tatsachen beruht. Ich empfehle die Geschichte sehr gerne weiter.

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Rezension zu "Der übersehene Mann: Roman" von Christina McKenna

Trauma, Geheimnisse und mehr Zufall, als glaubwürdig ist
CosimaThomasvor einem Jahr

Die männliche Hauptperson, Jamie, ist eine echt arme, bemitleidenswerte Seele, die unter einer grauenvollen Kindheit leidet. Lydias Kindheit war zwar weniger grausam, von schön aber vermutlich trotzdem weit entfernt. Beide sind einsam und alleinstehend und lernen sich über Lydias Kontaktanzeige kennen. Soweit mal der rote Faden. Eigentlich wollte ich das Buch bereits nach wenigen Seiten wieder weglegen - grober Fehler der Autorin (oder der Übersetzerin?) wegen. Man sollte zumindest einen ungefähren Plan seiner Figuren und der Zeit, in der die Geschichte spielt, haben. Der zehneinhalb Monate alte Jamie wurde, an einem kalten Novembertag, eingewickelt in eine Plastiktüte, vor einem Waisenhaus abgelegt, das erfährt man am Anfang. Wann ist man geboren, wenn man im November zehneinhalb Monate alt ist? Genau. Im Januar oder Dezember. Das dachte ich auch. Vom Hausarzt gefragt, wie alt er noch mal genau sei, antwortet eben jener Jamie: "Bin im Mai 41 geworden."
Oha, das tut weh. Wenige Seiten später erfährt der Leser, dass die Gegenwart der Handlung im Jahr 1974 stattfindet - und da denke ich, innerlich zusammenzuckend, an die Plastiktüte, in der der kleine Jamie aufgefunden wurde. Im November 1933 gab's keine Plastiktüten. Die kamen erst in den 50er oder 60er Jahren auf.
Das war dann der Punkt, wo ich endgültig aufgeben wollte, denn wie gesagt, solche Fehler stören mich extrem. Weitergelesen habe ich trotzdem. Die Rückblenden sind intensiv und haben das Buch für mich gerettet, die Geschichte, die im Jahr 1974 spielt, ist klischeeüberladen, besiedelt von sehr einfach gestrickten Menschen und mehr als unglaublichen Zufällen, insgesamt eher ärgerlich und wenig nachvollziehbar.
Kann man lesen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut.

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Rezension zu "Der übersehene Mann: Roman" von Christina McKenna

Begeistert und erschüttert
Marion0709vor 3 Jahren

Vorweg zur Info: ich habe das Buch als Hörbuch gehört

 

Zwei Kinder werden vor der Tür eines Waisenhauses in Zeitungspapier gehüllt abgelegt. Das Mädchen wird kurze Zeit später adoptiert, der Junge bleibt die ersten 10 Jahre seines Lebens in dem Waisenhaus. Liebe erfährt er dort keine, dafür umso mehr Schläge, Bestrafungen und Missbrauch. Sein Martyrium endet erst, als er adoptiert wird. Die Erinnerungen an damals lassen ihn jedoch nie los und er leidet selbst mit 41 Jahre noch unter Albträumen und Depressionen.

Nachdem seine Adoptiveltern gestorben sind, wird die Einsamkeit noch schlimmer. Seine Freunde überreden ihn zu einer Kontaktanzeige, er soll so eine Frau kennen lernen und der Einsamkeit entgehen. Er lernt Lydia kennen, eine 40-jährige Lehrerin. Diese lebt nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter alleine und pflegt sie. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter erfährt Lydia Dinge aus ihrer Vergangenheit die sie schockieren und wütend machen.

Die Geschichte von Jamie und Lydia wird sehr berührend erzählt. Es geht immer wieder in die Vergangenheit Jamies zurück, was er alles ertragen musste, wie schlimm es in dem Waisenheim war und wie kaputt seine kleine Kinderseele gemacht wurde. Der Hörer erfährt über das Leben von Lydia, ihrer Kindheit mit dem streng katholischen Vater und der fordernden Mutter. Wie es Jamie nach dem Tod seiner Adoptiveltern ergeht, wie sehr ihm seine Freunde helfen aus der Depression heraus zu kommen. Der Sprecher Gilles Karolyi liest dieses Buch und seine Stimme hat mir sehr gut gefallen.

Nach dem Ende des Hörbuches wird darauf hingewiesen das die Geschichte fiktiv ist, das die geschilderten Zustände aus dem Waisenhaus auf realen Situationen basieren. Die Behandlungen der Kinder, ihre Erniedrigungen und Bestrafungen stimmen mit vielen Berichten und Erzählungen überein, die solche Institutionen überlebt haben. Solche Einrichtungen, die Industrial Schools, Waisenheime und Magdalenen Wäschereien wurden fast ein ganzes Jahrhundert lang von bestimmten Orden in Irland unterhalten. Von diesen Institutionen, die eigentlich nichts anderes als Orte der Sklavenarbeit waren, hat die römisch katholische Kirche großen Profit gezogen, auf Kosten verwaister Kinder oder von Kindern die ihren alleinlebenden Müttern gewaltsam entzogen worden waren. Die Grausamkeit und die Unmenschlichkeit dieser Zustände kam erst zu Beginn der 1990er Jahre ans Licht.  Die letzte derartige Institution wurde 1996 geschlossen.  (Zitat aus "Der übersehene Mann")

 

 

 

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