Dieter Kühn

 3.7 Sterne bei 53 Bewertungen
Autor von Ich Wolkenstein, Clara Schumann, Klavier und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dieter Kühn

Dieter Kühn wurde im Februar 1935 in Köln geboren und verbrachte seine Kindheit unter anderem in Bayern. Nach dem Abitur entschied er sich, Germanistik und Anglistik zu studieren und war später - nach einem Auslandsaufenthalt in den USA - neben der Schriftstellerei an der Universität in Frankfurt tätig. Seit seinem Debüt "Analogie und Variation" sind zahlreiche weitere Bücher erschienen, darunter Romane, Erzählungen, Biografien und Gedichte. Für sein literarischen Schaffen erhielt Dieter Kühn mehrere Auszeichnungen, zum Beispiel den Hermann-Hesse-Preis und den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der Autor starb 2015.

Alle Bücher von Dieter Kühn

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Ich Wolkenstein

Ich Wolkenstein

 (8)
Erschienen am 14.07.2011
Clara Schumann, Klavier

Clara Schumann, Klavier

 (6)
Erschienen am 01.11.1998
Der Parzival des Wolfram von Eschenbach

Der Parzival des Wolfram von Eschenbach

 (5)
Erschienen am 01.08.1997
Schillers Schreibtisch in Buchenwald

Schillers Schreibtisch in Buchenwald

 (4)
Erschienen am 01.01.2007
Ich war Hitlers Schutzengel

Ich war Hitlers Schutzengel

 (5)
Erschienen am 23.05.2012
Geheimagent Marlowe

Geheimagent Marlowe

 (3)
Erschienen am 01.11.2008
Frau Merian!

Frau Merian!

 (2)
Erschienen am 01.11.2003

Neue Rezensionen zu Dieter Kühn

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LennartWinklers avatar

Rezension zu "Geheimagent Marlowe" von Dieter Kühn

Tolles Buch über Shakespears Zeit- und Zunftgenossen
LennartWinklervor 5 Jahren

Ein tolles Buch, das Kühn hier gelungen ist! Es hat mich wirklich gefesselt und hält die Spannung bis zum Schluss. Das intelligente verweben von Historie und Fiktion ist faszinierend und es gelingt dem Autor Interesse an der spannenden Lebensgeschichte von C. Marlowe zu wecken.

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abas avatar

Rezension zu "Schillers Schreibtisch in Buchenwald" von Dieter Kühn

Rezension zu "Schillers Schreibtisch in Buchenwald" von Dieter Kühn
abavor 7 Jahren

Zwei Schreibtische für Schiller

Wie wichtig ist ein Schreibtisch für einen Schriftsteller?
So trivial ist diese Frage nicht (schließlich ist der Schreibtisch der Arbeitsplatz jedes Schriftstellers) und so einfach zu beantworten ist sie auch nicht.

In dem Fall von Friedrich Schiller (*1759 - +1805) spielte ein Schreibtisch eine ganz besondere Rolle: Schiller war vielleicht der erste Deutsche, der ausschließlich auf das Schreiben angewiesen war, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Lange nach Schillers Tod, und zwar während des Nationalsozialismus, gewinnt sein Schreibtisch an Bedeutung: Wichtige Kulturgüter müssen in Kriegzeiten bombensicher untergebracht werden.
Die Nationalsozialisten waren außerdem der Meinung, dass die Besichtigung der Kulturgüter mit überragender Bedeutung dem deutschen Volk nicht vorzuenthalten wäre, sogar nicht während des Krieges. Dazu gehörten u. a. Museumsbesuche.

Eins dieser besonders für das deutsche Volk fundamentalen Kulturgüter war das Schillerhaus in Weimar.
Für das Problem, wie die wertvollen Gegenstände in diesem Museum bombensicher unterzubringen seien, aber gleichzeitig dem Publikum zugänglich zu machen, wurde schnell eine Lösung gefunden: Von den Möbeln im Schillerhaus wurden Kopien gefertigt, um sie auszustellen. Die Originalen wurden in Sicherheit gebracht. Darunter: Schillers Schreibtisch.

Das extrem Makabre an diesem kaum bekannten Kapitel deutscher Kulturgeschichte: Die Kopien wurden von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald (offizielle Bezeichnung: Weimar-Buchenwald) hergestellt.

In seinem Buch „Schillers Schreibtisch in Buchenwald“ schildert Dieter Kühn Schillers Weg als Berufsschriftsteller: sein Leben unter der Tyrannei Carl Eugens Herzog von Württemberg, seine Flucht aus Stuttgart, sein Leben in der Anonymität und die Suche nach einem sicheren Ort, nach einem Ort zum Schreiben, einem Raum mit einem Schreibtisch.
Hier wird noch einmal deutlich, wie wichtig ein Schreibtisch für Schiller gewesen ist.

Abwechselnd dazu erklärt Kühn die Verbindungen zwischen dem Nationalsozialismus und der Weimarer Klassik, wie Weimar als „idealer Standort“ für ein Konzentrationslager in Frage kam und gleichzeitig als Symbol deutscher Kultur galt, die Schillerkult der Nazis, die Ausnutzung seiner Person für ihre morbiden Zwecke.

Widersinnig und grauenhaft: Im Konzentrationslager Buchenwald, im selben Ort, in dem Menschen massenhaft ermordet wurden, lagerte der Schreibtisch von Friedrich Schiller. In diesem Ort wurde von den Händen eines Häftlings eine Kopie erzeugt.

„Schillers Schreibtisch in Buchenwald“ ist ein ergreifender und absolut lesenswerter Bericht über den Wahnsinn und den Terror während der Herrschaft der Nationalsozialisten am Beispiel eines Objekts und seiner Geschichte.

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ChiefCs avatar

Rezension zu "Ich war Hitlers Schutzengel" von Dieter Kühn

Rezension zu "Ich war Hitlers Schutzengel" von Dieter Kühn
ChiefCvor 8 Jahren

Eines der Bücher, die ich schnell gelesen habe - damit ich schnell damit fertig werde. Warum ich überhaupt bis zum Ende durchgehalten habe? Weil der Inhalt vier Fiktionen über einen jeweils alternativen Ausgang der Gesichte des Hitler-Regimes verspricht. Pech nur, dass die erste nach meinem Geschmack noch die beste ist, trotz der sperrigen Schreibweise, die zum Teil daher rührt, dass die "Höllenmaschine" des gescheiterten Hitler-Attentäters Georg Elser in dessen Worten en detail beschrieben wird. Allerdings gelingt in dieser Fiktion das Attentat, Göring übernimmt die Reichsführung mit großem Pomp, eine Ausweitung des Krieges und der Judenverfolgung findet nicht statt. Eigentlich keine schlechte Idee, auch wenn es nicht wirklich neu ist, über andere Geschichtsvarianten nachzudenken. Jedoch verliert sich der Autor, obwohl er sich für diese Variante gerade mal knapp 50 Seiten einräumt, auch noch auf "künstlerischen" Nebenschauplätzen. Warum? Wohl weil die darin eingeführten Personen auch in den anderen Versionen wieder auftauchen sollen. Nun ist es natürlich absolut legitim, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie eine Kulturpolitik unter Göring ausgesehen haben könnte. Aber dafür scheint mir einfach die gewählte Kurzform zu knapp.
Mit dem titelgebenden "Ich war Hitlers Schutzengel" kann ich nun gar nichts anfangen: verquast, peudo-philosophisch-religiös und mit einer Ironie, wenn's denn Ironie sein soll, die mir nicht gefällt. Aber nun, vielleicht bin ich auch eine völlig ungeeignete Zielperson, da nicht gebildet genug. Denn es wäre gut, beherrschte der Leser das Lateinische. Zitate, darunter einen vierzeiligen Reim, die man meint, nicht übersetzen zu müssen, tja, das nenne ich unverblümt intellektuelle Arroganz.
Die Variante "Auf Hitler folgt Rommel" enthält immerhin einige interessante historische Aspekte, wohingegen "Gitler kaputt?" eine Farce ist, einfach lächerlich. Gut, vielleicht muss man die Phantasie des Autors bewundern, den ich ansonsten schätze, aber ihre Ausgeburt hat mich leider nur genervt.

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Dieter Kühn wurde am 01. Februar 1935 in Köln (Deutschland) geboren.

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