J. J. Abrams

 4,1 Sterne bei 118 Bewertungen

Lebenslauf von J. J. Abrams

Jeffrey Jacob Abrams, us-amerikanischer Regisseur, Fernseh- und Filmproduzent, ist Schöpfer zahlreicher, erfolgreicher TV-Serien und führte u.a. bei Star Trek und Mission Impossible Regie. Zusammen mit Doug Dorst veröffentlichte er im Herbst 2015 den hochraffiniert kompinierten Roman "S.".

Alle Bücher von J. J. Abrams

Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)

S. - Das Schiff des Theseus

 (113)
Erschienen am 08.10.2015
Cover des Buches S. (ISBN: 9780316201643)

S.

 (13)
Erschienen am 29.10.2013
Cover des Buches The Secret JJ Abrams Project (ISBN: 9780857864772)

The Secret JJ Abrams Project

 (5)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Star Trek (ISBN: 9781848566200)

Star Trek

 (2)
Erschienen am 17.11.2009

Neue Rezensionen zu J. J. Abrams

Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)Beusts avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

Einzigartiges Spiel
Beustvor 6 Monaten

„Das Schiff des Theseus“ ist ein großes Spiel mit Identitäten, die durch Worte erschaffen werden, ein Spiel mit Ideen (und der Ideengeschichte) und nicht zuletzt ein verspieltes Buchkunststück, dessen faksimilierte Aufmachung definitiv einmalig (gelungen) ist.

Abrams’ und Dorsts Roman tut so, als wäre er ein Bibliotheksexemplar von V.M. Strakas „S – Das Schiff des Theseus“, in dem die sich gegenseitig antwortenden Randkommentare der Studentin Jen und des Doktoranden Eric durch die Zeilen und Seiten schlängeln. So entsteht einerseits das Buchkunststück, in dem Buchsatz und handschriftliche Kommentare vielfarbig ineinandergreifen, und andererseits eine weitere Handlungsebene: Zunächst gibt es Strakas Roman sowie dann den Dialog von Jen und Eric in den Randbemerkungen. Hinzu treten weitere Handlungsstränge, die sich aus den Fußnoten ergeben (die nicht von Straka sind) sowie aus den Interaktionen von Eric und Jen mit der Außenwelt. Selbstredend bedingen die Handlungsebenen einander und stehen in ständig wechselnder Beziehung zueinander – und eröffnen im Lauf der Lektüre immer neue Interpretationsmöglichkeiten des textimmanenten Rätsels: Wer ist S? Aber auch der metatextuellen Rätsel: Wer ist Straka? Und schließlich: Verändert der Text den Leser?

Hilfestellung liefern die Farben der Randbemerkungen – sie repräsentieren unterschiedliche Zeitebenen der Kommentierung durch Jen und Eric und ermöglichen sie vor oder hinter bestimmte Ereignisse einzuordnen, die während der Lektüre des Buches offenbart werden. Überdies liegen dem Buch noch zahlreiche Handouts wie Postkarten, Briefe und Fotos bei, die ebenfalls zur Entschlüsselungseben von Jen und Eric gehören.

Das ganze ist also ein großes, ein schönes Spiel um die Identitätsfrage von S im Herztext „Schiff des Theseus“ und von Straka in der Rahmenhandlung von Jen und Eric. Aber letztlich geht es ganz grundsätzlich um die Konstruktion von Identitäten durch Text, also auch der von Jen und Eric, die beide ebenfalls sinistre Seiten haben (müssen, sonst wäre der Roman nicht spannend).

Zugegeben, ich habe Germanistik studiert und überdies eine Menge über Autorfiktionen, Authentisierungsstrategien, Metatexttheorien und Fiktionalitätskontrakte zwischen Text und [textimmanentem] Leser und beiden und Leser gemacht, weshalb ich eine diebische Freude daran hatte, dass dieser ganze Kokolores einmal romanhaft zu einem schicken Gebilde zusammengepuzzelt wird. Andererseits ist mir die eine oder andere Masche aufgefallen, die Abrams und Dorst benutzt haben, um die Dinge so scheinen zu lassen, wie sie es gerade brauchten.

Manches davon ist systemisch – etwa die Grundkonstruktion der Romanhandlung, die zwangsläufig die Randbemerkungen so anordnen muss, dass hinten stehende Marginalien mehr verraten als vorn stehende, obschon es innertextlich eigentlich unerheblich wäre, auf welche Seite die beiden was schreiben. Oder dass bei dem gewollten Spiel um Identitätskonstruktionen bisweilen die Interpretation vor dem Text da war, so dass man gegenüber dem Herztext argwöhnt, „er könnte also nur ein Haufen Wörter sein, den sie für den Code brauchte[n]“ (S. 180, Marginalie). Immerhin liefern Abrams und Dorst selbstironisch diesen Kommentar gleich mit. Auch die Überinterpretationen in den Fußnoten und Kommentaren sind bestimmt absichtlich so geraten – dennoch habe ich oft an meine akademische Lehrerin denken müssen, die uns Studenten zurechtwies: „Manchmal ist eine Pflaume auch nur eine Pflaume.“

Meine Hauptkritik an dem Textspiel ist allerdings, dass der Herztext im Grunde genommen langweilig ist. Zwar folgt er der Idee des vierdimensionalen Schiffes aus dem Theseusparadox und versetzt recht pfiffig die Figur S in dieses Schiff und lässt ihn ebenfalls durch die ontologischen Dimensionen diffundieren, aber die pfiffige Idee wirkt zu oft werkzeughaft verplattet, um den Randbemerkungen dienen zu können. Überdies habe ich irgendwann jedes Interesse daran verloren, wer Straka gewesen sein könnte, weil es letztlich irrelevant ist. Das versucht der Roman ja zu beweisen. Es ist also die Handlung am Rand, die Spannung erzeugt (kriegen sie sich?), außer im Mittelteil.

Wie liest man das Buch am besten? Ich habe wahrgenommen, dass manche tatsächlich Herztext und Randtexte nacheinander gelesen haben, andere wiederum haben sich durch die Farben geblättert, um den Randbemerkungen die vermeintlich korrekte Chronologie zu geben. Das ist aber völlig unnötig, weil Abrams und Dorst selbstverständlich darauf achtgegeben haben, wie sie Jens und Erics Marginalien anordnen. Für alle, die ausreichend Zeit haben, mag die serielle Lektüre hinhauen, ich glaube aber, dass sich das Spiel zwischen den Bedeutungsebenen beim breiten Lesen aller Zeilen pro Seite am besten erschließt.

Bleibt eine wirklich bemerkenswerte Leseerfahrung, die ich so weder bisher hatte noch mutmaßlich noch einmal haben werde. Chapeau, die Herren Abrams und Dorst.

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Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)Hellena92s avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

Für Spielkinder :)
Hellena92vor 3 Jahren

Das Schiff des Theseus ist eine aufregende Idee von J.J. Abrams, der Fantasy und Romance in ein Buch packt und mit ganz vielen schönen Einzelheiten abrundet. Es handelt von 2 Geschichten. Primär um das Schiff des Theseus und was dort geschieht und gleichzeitig sind im Text und um den Text herum Notizen von 2 Menschen, die sich nicht kennen, jedoch über das Bibliotheksbuch miteinander kommunizieren und sich näher kommen!


Im Buch sind zudemServietten, Karten und andere Extras, die das Buch so besonders machen! Ich finde, dass das echt mal was anderes ist! Sehr schön :)))

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Cover des Buches S. - Das Schiff des Theseus (ISBN: 9783462047264)marcelloDs avatar

Rezension zu "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams

Literarisches Vergnügen auf vielen Ebenen
marcelloDvor 4 Jahren

Ich bin ehrlich: als ich zum ersten Mal „Das Schiff des Theseus“ mitsamt des nun nicht wirklich in einer schönen Farbe gehaltenen Schubers sah, war ich etwas entsetzt, was so ein altbackenes Buch den Hype und vor allem den stolzen Preis verdient hätte. Aber das war eben nur oberflächliche Kriterien. Also habe ich mich dran gegeben, mich informiert und schließlich beschlossen: DAS muss ich haben!

Bis ich es dann tatsächlich gelesen habe, hat fast noch einmal ein Jahr gedauert. Mir war klar, dass so ein Werk Zeit brauchen würde und ich hatte Sorge, dass ich dem Inhalt nicht gerecht werde oder vielleicht sogar das Gefühl habe, dass ich mich zu lange an diesem Buch aufhalte und andere Buchperlen verpasse, denn die Zeit fliegt nun mal. Aber letztlich habe ich mir die Zeit genommen und bin dem Buch sicherlich gerecht geworden.

Alleine die Grundidee ist natürlich genial. Als Studentin leihe ich mir selbst ständig Bücher aus, kenne es also, wenn man auf Kommentare von vorherigen Ausleihern stößt. Gleichzeitig bin ich selbst Wissenschaftlerin, ich kenne mich mit solchen Spekulationen rund um Autorschaft etc. aus, daher hat sich für mich ein toller Mix an Themen ergeben, die unmittelbar mit meinem Leben zu tun haben.

Daher war ich eben vor allem leidenschaftlicher Fan der Randgeschichte, die ja auch eine Liebesgeschichte war. Und gerade so unübliche Liebesgeschichten, die unheimlich authentisch sind, sind mir ja am liebsten. Ich fand es süß Jen und Eric über die Jahre zu begleiten, ihre gemeinsame Geschichte zu erleben. Über Randbemerkungen kann man sich sicherlich nicht so ein Bild von einer Figur machen, wie es in anderen Geschichten mit intensiven Innenperspektiven gelingt. Dennoch habe ich Eric und Jen kennen und wertschätzen gelernt.

Schwieriger war dann letztlich die eigentliche Geschichte des vermeintlichen Autors V.M Straka und dem S. Sie entspricht nicht meinem üblichen Beuteschema an Literatur in meiner Freizeit, sondern eher der Literatur, die mir im Studium begegnet ist und über die mit anderen Studenten heftig diskutiert wurde, Essays und Hausarbeiten geschrieben wurde. Daher war es schwierig für mich den Spagat zwischen Eric und Jens Geschichte und der Geschichte des S. zu finden. Dadurch, dass beides ja fest miteinander verwoben war, musste ich ja auch ständig geistig hin und her springen und dieses anstrengende Lesen kostet Zeit. Aber letztlich ist es Zeit, die sich lohnt, denn es werden so viele unterschiedliche Leseebenen geboten, die die unterschiedlichsten Emotionen hervorrufen, dass man das Gesamtwerk wirklich nur als Vergnügen bewerten kann.

Fazit: Alleine die Grundidee von J. J. Abrams und Doug Dorst ist schon genial, die liebevolle und detailgetreue und vor allem aufwendige Umsetzung nur noch bewundernswert, da muss man sich einfach Zeit nehmen für den Inhalt zwischen den Buchdeckeln. Es fordert Zeit, es fordert höchste Konzentration, es fordert Mitdenken, belohnt dafür aber mit einem Meisterwerk!

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Gespräche aus der Community

Das wohl schönste Buch des Jahres!

Wir als Buchliebhaber können schönen Büchern niemals widerstehen, oder? Und nur ganz selten gibt es solche Bücher, die so toll gemacht sind, dass man seinen Augen kaum trauen kann. "S. - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams und Doug Dorst ist ein solches Buch! Ein wahres Schmuckstück, das nicht nur durch sein Äußeres und Inneres begeistert, sondern zudem noch eine einmalige Geschichte erzählt - sozusagen eine Geschichte in der Geschichte!

Mehr zum Buch:

Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans »Das Schiff des Theseus« stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten.

Hier findet ihr ein spannendes Special zum Buch!

Die Autoren haben einen wirklich raffinierten Roman geschaffen, der uns Lesern zeigt, was in der Literatur alles möglich ist, und der über die Grenzen des Normalen weit hinaus geht. Zusammen mit dem KiWi Verlag geben wir euch jetzt die Möglichkeit, dieses einmalige Buch zu gewinnen und verlosen 3 Exemplare unter all jenen, die folgendes tun*:

Erzählt uns eine kleine Geschichte, mit der ihr uns zeigt, warum Bücher für euch einzigartig sind!


Ich drücke euch die Daumen und bin gespannt, was ihr zu diesem außergewöhnlichen Buch sagt!

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* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken!
701 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

J. J. Abrams wurde am 27. Juni 1966 in New York City (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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