Jeannine Klos

 4,2 Sterne bei 26 Bewertungen

Alle Bücher von Jeannine Klos

Cover des Buches Übermorgen Sonnenschein (ISBN: 9783404607495)

Übermorgen Sonnenschein

 (26)
Erschienen am 16.08.2013

Neue Rezensionen zu Jeannine Klos

Cover des Buches Übermorgen Sonnenschein (ISBN: 9783838725079)Sonnenwinds avatar

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein" von Jeannine Klos

Ein denkbar großer Alptraum
Sonnenwindvor 8 Monaten

Das Thema geht unter die Haut: Das neugeborene Baby wird vertauscht - und das, obwohl die Mutter schon im Krankenhaus gesagt hatte, daß das nicht ihr Baby ist. Wenigstens hören hätten die Verantwortlichen müssen! Und dann die Sachlage überprüfen. Aber nichts geschieht!
Als dann nach Monaten die Tatsachen durch eine Untersuchung untermauert werden, ist die emotionale Bindung natürlich schon da - mit Schmerzen für alle Seiten.
Ich habe mit der Mutter gelitten und mir vorzustellen versucht, wie ich wohl mit der Situation umgegangen wäre - aber das ist unmöglich. Das Buch ist sehr eindrücklich geschrieben und hat mir viel gegeben. Meine allerbesten Wünsche für die Familie!
Wer das Thema noch vertiefen möchte, es gibt ein ähnliches Buch: Birgit Gassmann, Vertauschte Leben. Da hat die Vertauschung noch viel länger gedauert und war sehr dramatisch. Schlimm, daß so etwas auch heute noch passieren kann!

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Cover des Buches Übermorgen Sonnenschein (ISBN: 9783404607495)Sumsi1990s avatar

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein" von Jeannine Klos

Übermorgen Sonnenschein
Sumsi1990vor 5 Jahren


In diesem Buch, welches Teil der Bastei Lübbe Reihe Erfahrungen ist, erzählt eine Mutter deren Baby bei der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde ihre Geschichte. Ich mag diese Reihe sehr gerne und fand den Hintergrund dieses Buchs sehr interessant. 


Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er (weil bei fast allen Bücher dieser Reihe) sehr leicht und schnell zu lesen ist. 


Auch die Geschichte war wirklich ergreifend und spannend. 


Auch sicherlich polarisierenden Aussagen der Kindesmutter / Autorin bzw. dass diese phasenweise wirklich eine Überheblichkeit in punkto Kindeserziehung an den Tag gelegt hat, hat mich anfangs eigentlich nicht gestört, da ich der Meinung bin, eine solche Situation nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann!


Jedoch nach zirka einem dreiviertel des Buchs nachdem sie sich letztendlich in psychologische Behandlung begibt, zieht die Autorin auf eine Art über ihre eigene Mutter her bzw. schwärzt diese an, die ich ganz und gar nicht gutheißen kann. Ich finde so etwas hat in einem - und sollte er auch noch so persönlich sein - Buch nichts zu suchen. Ferner hat mich auch wirklich der Umgang mit dem Thema Taufpaten gestört. Die Autorin hat diesbezüglich eine solch strikte, eingeschränkte Vorstellung, zuckt aber nicht mit der Wimper als sie der "Tauschmutter" die Patenschaft zur Tochter kündigt! Dies ist mir nicht erklärlich und macht die Autorin aur den letzten 50 Seiten leider extrem unsympathisch.


Alles in allem war dieser Erfahrungsbericht aber wirklich lesenswert, auch wenn der Autorin sicherlich nicht bewusst war, wie so manche Meldung auf den Leser wirkt!

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Cover des Buches Übermorgen Sonnenschein (ISBN: 9783404607495)

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein" von Jeannine Klos

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein"
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Inhaltsangabe:

Schon vor der Geburt ihres zweiten Kindes hatte Jeannine Klos hatte sie die Befürchtung, das ihr Baby vertauscht werden könnte. Ihren Mann Ralf nahm sie das Versprechen ab, das er auch wirklich aufpassen würde, wenn das Kind gleich nach der Geburt versorgt werden würde.

Tatsächlich fand die Vertauschung erst zwei Tage später statt. Doch all ihre Einwände und Zweifel wurden nicht gehört. Im Gegenteil, sie wurde belächelt und man meinte, die Kinder würden sich durchaus über Nacht verändern. Schließlich glaubte Jeannine selbst nicht mehr an eine Vertauschung und nahm das Kind mit nach Hause.

Ein halbes Jahr später jedoch meldete sich die Klinik und ihr Alptraum bestätigt sich: Ihr Baby wurde vertauscht. Es begann ein Martyrium …

Mein Fazit:

Welche werdende Mutter hat nicht mal zwischendurch diese Horror-Vision vor Augen gehabt? Ein vertauschtes Baby … Ich natürlich auch, umso mehr interessierte es mich, wie man als Mutter damit umgehen kann. Ob ich so handeln würde wie Frau Klos es in ihrem Buch beschrieben hat, weiß ich nicht. Sie hat sich schon sehr tolerant und vernünftig gegebenüber der Klinik gezeigt, die eindeutig Schuld an dem Desaster war. Nicht nur, das ihre Zweifel und Einwände nicht ernstgenommen wurden. Auch fiel ihr auf, das die Arm-Bändchen der Babies viel zu locker saßen und somit eine Vertauschung ohne weiteres möglich war.

Sie durchlitt Höllenqualen, emotionale Hochs und Tiefs. Sie fand Unterstützung von Familie und Freunden und von einem befreundeten Psychologen. Es gab für jeden Bereich Spezialisten, die sie mehr oder weniger auf ihrem Weg zum leiblichen Kind begleiteten. Ihre anfängliche Sympathie für Vanessa, der anderen Mutter, begründete auf das gemeinsame Schicksal. Wobei Vanessa durchaus labiler war, was wohl auf ihr jugendliches Alter zurückzuführen ist. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Geduld ging Jeannine Klos den Weg zu ihrem leiblichen Kind, das sie anfangs ablehnte.

Ich konnte ihre Gedankengänge, emotionale Achterbahn und Handlungsweise sehr wohl nachvollziehen. Allerdings störten mich einige abwertende Bemerkungen, wie man ein Baby zu versorgen habe (Stichwort Kunstmilch, Schlafsituation etc.). Inzwischen sollte wohl jeder Mutter und jedem Vater klar sein, das es nicht nur den einen Weg gibt, sondern viele verschiedene Wege.

Ansonsten fand ich die Geschichte um Leni und Lina sehr spannend, emotional und ergreifend geschrieben, daher bekommt es fünf Sterne von mir.

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