Jeannine Klos

 4 Sterne bei 22 Bewertungen

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Übermorgen Sonnenschein

Übermorgen Sonnenschein

 (7)
Erschienen am 16.08.2013

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Sumsi1990s avatar

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein" von Jeannine Klos

Übermorgen Sonnenschein
Sumsi1990vor 2 Jahren


In diesem Buch, welches Teil der Bastei Lübbe Reihe Erfahrungen ist, erzählt eine Mutter deren Baby bei der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde ihre Geschichte. Ich mag diese Reihe sehr gerne und fand den Hintergrund dieses Buchs sehr interessant. 


Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er (weil bei fast allen Bücher dieser Reihe) sehr leicht und schnell zu lesen ist. 


Auch die Geschichte war wirklich ergreifend und spannend. 


Auch sicherlich polarisierenden Aussagen der Kindesmutter / Autorin bzw. dass diese phasenweise wirklich eine Überheblichkeit in punkto Kindeserziehung an den Tag gelegt hat, hat mich anfangs eigentlich nicht gestört, da ich der Meinung bin, eine solche Situation nicht einmal ansatzweise nachvollziehen kann!


Jedoch nach zirka einem dreiviertel des Buchs nachdem sie sich letztendlich in psychologische Behandlung begibt, zieht die Autorin auf eine Art über ihre eigene Mutter her bzw. schwärzt diese an, die ich ganz und gar nicht gutheißen kann. Ich finde so etwas hat in einem - und sollte er auch noch so persönlich sein - Buch nichts zu suchen. Ferner hat mich auch wirklich der Umgang mit dem Thema Taufpaten gestört. Die Autorin hat diesbezüglich eine solch strikte, eingeschränkte Vorstellung, zuckt aber nicht mit der Wimper als sie der "Tauschmutter" die Patenschaft zur Tochter kündigt! Dies ist mir nicht erklärlich und macht die Autorin aur den letzten 50 Seiten leider extrem unsympathisch.


Alles in allem war dieser Erfahrungsbericht aber wirklich lesenswert, auch wenn der Autorin sicherlich nicht bewusst war, wie so manche Meldung auf den Leser wirkt!

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ElkeKs avatar

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein" von Jeannine Klos

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein"
ElkeKvor 4 Jahren

Inhaltsangabe:

Schon vor der Geburt ihres zweiten Kindes hatte Jeannine Klos hatte sie die Befürchtung, das ihr Baby vertauscht werden könnte. Ihren Mann Ralf nahm sie das Versprechen ab, das er auch wirklich aufpassen würde, wenn das Kind gleich nach der Geburt versorgt werden würde.

Tatsächlich fand die Vertauschung erst zwei Tage später statt. Doch all ihre Einwände und Zweifel wurden nicht gehört. Im Gegenteil, sie wurde belächelt und man meinte, die Kinder würden sich durchaus über Nacht verändern. Schließlich glaubte Jeannine selbst nicht mehr an eine Vertauschung und nahm das Kind mit nach Hause.

Ein halbes Jahr später jedoch meldete sich die Klinik und ihr Alptraum bestätigt sich: Ihr Baby wurde vertauscht. Es begann ein Martyrium …

Mein Fazit:

Welche werdende Mutter hat nicht mal zwischendurch diese Horror-Vision vor Augen gehabt? Ein vertauschtes Baby … Ich natürlich auch, umso mehr interessierte es mich, wie man als Mutter damit umgehen kann. Ob ich so handeln würde wie Frau Klos es in ihrem Buch beschrieben hat, weiß ich nicht. Sie hat sich schon sehr tolerant und vernünftig gegebenüber der Klinik gezeigt, die eindeutig Schuld an dem Desaster war. Nicht nur, das ihre Zweifel und Einwände nicht ernstgenommen wurden. Auch fiel ihr auf, das die Arm-Bändchen der Babies viel zu locker saßen und somit eine Vertauschung ohne weiteres möglich war.

Sie durchlitt Höllenqualen, emotionale Hochs und Tiefs. Sie fand Unterstützung von Familie und Freunden und von einem befreundeten Psychologen. Es gab für jeden Bereich Spezialisten, die sie mehr oder weniger auf ihrem Weg zum leiblichen Kind begleiteten. Ihre anfängliche Sympathie für Vanessa, der anderen Mutter, begründete auf das gemeinsame Schicksal. Wobei Vanessa durchaus labiler war, was wohl auf ihr jugendliches Alter zurückzuführen ist. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Geduld ging Jeannine Klos den Weg zu ihrem leiblichen Kind, das sie anfangs ablehnte.

Ich konnte ihre Gedankengänge, emotionale Achterbahn und Handlungsweise sehr wohl nachvollziehen. Allerdings störten mich einige abwertende Bemerkungen, wie man ein Baby zu versorgen habe (Stichwort Kunstmilch, Schlafsituation etc.). Inzwischen sollte wohl jeder Mutter und jedem Vater klar sein, das es nicht nur den einen Weg gibt, sondern viele verschiedene Wege.

Ansonsten fand ich die Geschichte um Leni und Lina sehr spannend, emotional und ergreifend geschrieben, daher bekommt es fünf Sterne von mir.

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Übermorgen Sonnenschein: Als mein Baby vertauscht wurde" von Jeannine Klos

Interessantes Thema, problematisch umgesetzt
MikkaGvor 5 Jahren

Es war das Cover, dass mich direkt angesprochen hat. Die friedliche Szene, im Gegensatz zu dem Untertitel... "Als mein Baby vertauscht wurde". Was für ein Albtraum! Ich war einfach neugierig: wie kann so etwas passieren? Wie, um Himmels willen, geht man damit um?

Bei einem Buch wie diesem, dass auf Tatsachen beruht, kann ich natürlich meine üblichen Kriterien wie "Originalität", "Charaktere" oder "Romantik" nicht anwenden. Daher fällt die Bewertung leider schwer. Was mich aber direkt eher ins Zweifeln gebracht hat: die junge Mutter soll schon Wochen vor der Geburt plötzlich schlimme Albträume gehabt haben, in denen ihr Baby mit einem anderen Baby vertauscht wurde, und die Angst ließ sie angeblich auch tagsüber nicht los. Das kam mir eher vor wie der Versuch der Ghostwriterin, zusätzlich Spannung und Dramatik in die Geschichte zu bekommen... Leider fand ich auch den Schreibstil sehr platt und oft bemüht reißerisch.

Die Mutter, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, wird gegenüber der zweiten Mutter immer als die Übermutter dargestellt, die weiß, wie man ein Kind behandelt und erzieht. Überhaupt kann sie nichts falsch machen: es gibt immer eine gute Erklärung für Alles, was sie tut, und dabei zieht sie noch des Öfteren über andere Menschen her und bildet sich sehr schnell ein Urteil. Bei jedem Problem ruft sie Familie und Freunde zu Hilfe, die dann alles tun, um ihr so viel wie möglich abzunehmen, und das nimmt sie fast schon als selbstverständlich hin. Ihre eigenen Probleme sind immer die wichtigsten, und nicht einmal die Tatsache, dass ihre Nichte Leukämie hat und Chemotherapie bekommen muss, ändert das wirklich. Und wenn dann doch auf dieses schlimme Thema eingegangen wird, hatte ich eher den Eindruck, dass es nicht wirklich um die Nichte geht, sondern eher darum, wie sehr unsere "Heldin" darunter leidet. Das hatte schon etwas fast Narzistisches, und daher konnte ich für sie auch kaum Sympathie aufbauen!

Am Befremdlichsten fand ich aber, wie schnell das "falsche" Kind beiseite geschoben wird. Erst heißt es noch, die Mutter könne auf keinen Fall tauschen, da sie das Kind inzwischen doch so sehr liebe, und dann kann der Tausch gar nicht schnell genug gehen... Die Mutter sagt später selber, dass sie das "falsche" Kind überhaupt nicht vermisst, was ich sehr traurig fand. Der anderen Mutter, die sicher ihre Fehler hat, wenn man dem Buch Glauben schenken kann (sie ist erst fünfzehn und hat keine Ahnung von Kindererziehung, sie raucht in Gegenwart des Kindes, sie verfüttert Schokoladenmilch etc.), fällt der Tausch sehr viel schwerer, da sie das Kind, das sie bisher für ihr eigenes hielt, eben wirklich liebt.

Aber natürlich ist schwer zu sagen, wieviel von alldem wahrheitsgetreu wiedergibt, wie Jeannine Klos wirklich fühlte und handelte, und wieviel davon das Werk der Ghostwriterin ist. Solche Erfahrungsberichte stehen oft irgenwo in der Grauzone zwischen Realität und Fiktion.

Für mich kam aber weder wirkliche Spannung auf, noch das Gefühl, etwas mit Gewinn gelesen zu haben. Vielleicht habe ich auch zuviel erwartet?

Zusammenfassung:
Das Thema klingt interessant: die Vertauschung zweier Babys im Krankenhaus und die emotionale Achterbahnfahrt, die die Mütter danach durchmachen müssen... Aber für mich wurde das Thema leider eher unbefriedigend behandelt, und Sympathie für die Mutter, die im Mittelpunkt der Erzählung steht, kam für mich wenig bis gar nicht auf.

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