Annette von Droste-Hülshoff

 3,2 Sterne bei 517 Bewertungen
Autorin von Die Judenbuche, Die Judenbuche und weiteren Büchern.
Autorenbild von Annette von Droste-Hülshoff (©)

Lebenslauf von Annette von Droste-Hülshoff

Die Dichterin und Komponistin Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff, kurz Annette von Droste-Hülshoff lebte vom 10.01.1797 bis zum 24.05.1848. Sie unternahm mehrere große Reisen, um sich literarisch und persönlich weiterzubilden. Auch hielt sie brieflichen Kontakt zu vielen bedeutenden literarischen Persönlichkeiten, legte aber besonderen Wert darauf, sich um ihre Familie zu kümmern.

Alle Bücher von Annette von Droste-Hülshoff

Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)

Die Judenbuche

 (448)
Erschienen am 20.02.2018
Cover des Buches Ausgewählte Gedichte (ISBN: 9783104011929)

Ausgewählte Gedichte

 (6)
Erschienen am 11.11.2010
Cover des Buches Werke in einem Band (ISBN: 9783446140431)

Werke in einem Band

 (5)
Erschienen am 13.08.1984
Cover des Buches Sämtliche Gedichte (ISBN: 9783458327929)

Sämtliche Gedichte

 (4)
Erschienen am 13.01.2010
Cover des Buches Die schönsten Gedichte (ISBN: 9783458362258)

Die schönsten Gedichte

 (3)
Erschienen am 20.05.2012
Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783960550525)

Die Judenbuche

 (5)
Erschienen am 05.01.2016
Cover des Buches Annette von Droste-Hülshoff. Briefe (ISBN: 9783863473013)

Annette von Droste-Hülshoff. Briefe

 (3)
Erschienen am 01.09.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Annette von Droste-Hülshoff

Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)Malka_Drapers avatar

Rezension zu "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff

Historisch interessante, aber wenig spannende Novelle
Malka_Drapervor einem Jahr

Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler!

Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefrau. Auch weiterhin scheint F.s Leben unter schlechtem Stern zu stehen und ist von schrecklichen Todesfällen geprägt. Er wird von seinem Onkel Simon in Obhut genommen und hilft ihm bei dessen zwielichtigen Geschäften. F. wird hochmütig und verschafft sich unter den Dorfbewohner Respekt durch Fäuste. Ihm folgt auf Tritt und Schritt der unehrliche Sohn Simons, Johannes.

Wilderei und Holzdiebstahl stehen an der Tagesordnung und eine kriminelle Gang, die Blaukittel, roden still und heimlich und trotz nächtlicher Kontrollen große Teile des Waldes. Bei einem solchen Überfall stirbt der Förster und F. verheimlicht wichtige Hinweise.

Auf einem großen Dorffest prahlt F. mit seiner neuen Taschenuhr und wird vom Juden Aaron aufgefordert, seine Schulden für die Uhr zu begleichen. F. flieht und fühlt sich zutiefst gedemütigt. In derselben Nacht verschwindet Aaron und wird drei Tage später tot unter einer Buche im Wald gefunden. F. und J. fliehen und bestätigen den Mordverdacht. Die jüdische Gemeinde trauert um ihren verstorbenen Glaubensgenossen und sich enttäuscht, dass die Tat nicht aufgeklärt werden kann. Sie erwerben die Buche und besehen sie mit einer hebräischen Inschrift, welche die Dorfbewohner nicht lesen können.

Achtundzwanzig Jahre später taucht ein alter Mann auf, der sich als J. ausgibt und behauptet, der Sklaverei entkommen zu sein. Er wird freundschaftlich im Dorf aufgenommen, verschwindet jedoch spurlos. Er wird aufgehängt an der „Judenbuche“ gefunden und als F. identifiziert. Nun wird die Inschrift übersetzt: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.«

Die kurze Geschichte hat nur knapp 40 Seite und liest sich dadurch ziemlich schnell in ein bis zwei Stunden. Das ist aber auch schon fast alles, was ich an Gutem sagen kann. Die Formulierungen sind prägnant und kurzgehalten, es gibt einige beschreibende Landschaftserklärungen, man merkt, dass die Autorin selbst eine große Liebe für die Landschaft hat. Die Handlung ist theoretisch spannend, aber durch die Knappheit sehr sachlich geschrieben, zum Teil mit Jahreszahlen versehen.

Es ist eine Geschichte, bei der man sich am Ende wundert, wieso man sie überhaupt gelesen hat bzw. was man aus ihr mitnehmen kann. Sie gewährt einen Einblick in eine Kleingemeinde, die aus Abschottung eigene, moralisch verwerfliche, Sitten und Regeln entwirft. Sie zeigt auf, welche Auswirkungen Armut, soziale Diskriminierung und Ausgrenzung auf den Charakter haben können. Sie spielt auf religiöse Riten an und Gottes Sinn für Gerechtigkeit. Ein bisschen Stoff für Interpretationen gibt es wohl doch.

Das spannendste ist wohl, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und dass die Lebensgeschichte der Personen sogar noch größtenteils nachvollzogen werden können.

Insgesamt bin ich froh, dass ich diese Lektüre nicht in der Schule lesen musste!

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Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)Nokbews avatar

Rezension zu "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff

Zu recht Schullektüre
Nokbewvor einem Jahr

Interessante Einblicke in die dt. Vergangenheit und Seele! 

Zu recht Schullektüre! Sollte von jedem gelesen werden.

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Cover des Buches Die Judenbuche (ISBN: 9783746042916)C

Rezension zu "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff

Kriminalgeschichte und Millieustudie
Charlotte_1vor 2 Jahren

🖋

Annette von Droste-Hülshoff wurde im Januar 1797 geboren und gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts.  

🖋

Klappentext:

Friedrich Mergels wächst in einem westfälischen Dorf auf, wo Sittenlosigkeit und Gesetzesübertretungen an der Tagesordnung sind. Er erliegt dem Hochmut und gerät in einen Strudel aus Gewalt und Verbrechen, aus dem es scheinbar kein Entkommen mehr gibt. Nach einem abscheulichen Verbrechen sieht sich Friedrich gezwungen zu fliehen …


 … Die im Jahre 1842 erschienene Novelle wird heute nicht nur als Kriminalgeschichte, sondern vor allem als Milieustudie verstanden.

🖋

Meine Meinung: Ein Stück Kulturgut, das jeder gelesen haben sollte

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

In unserer ersten November-Leserunde lesen wir zusammen "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff.

Die Novelle ist recht kurz und ohne Kapitel - ich habe daher die Einteilung so gemacht, dass ich irgendwo so ziemlich in der Mitte zwei Sätze herausgepickt habe, die die Abschnitte markieren, siehe oben.

Die Leserunde beginnt am 1. November.  Jeder der mag kann sich uns mit eigenem Exemplar anschließen.
189 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Annette von Droste-Hülshoff wurde am 09. Januar 1797 in Burg Hülshoff b. Münster (Deutschland) geboren.

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