Droste-Hülshoff gehört zu den wenigen Autoren, die wir in der Schule gelesen, die salopp gesagt zu den „Klassikern, die ma gelesen haben muss“ zählt und die mir auch in jugendlichen Jahren schon gefallen hat. „Die Judenbuche“ bezieht sich auf einen markanten Baum, an dem ein Verbrechen geschehen ist. Dieser steht in der Nähe eines Dorfes, in der die Geschichte um Friedrich Mergel spielt, der in eine Reihe Verbrechen verwickelt wird. Dabei geht es um moralische Dilemmata, Schuld, Gerechtigkeit, soziale Vorurteile, also ein intensives Programm auf knapp 75 Seiten (in meiner Ausgabe).
Dabei sollte man sich immer vor Auge halten, dass Droste-Hülshoff eine adelige Autorin des 19. Jahrhunderts ist und alleine deshalb schon eine außergewöhnliche Erscheinung unter den Autoren ihrer Zeit und hinsichtlich der sozialkritischen Absätze im Buch. Doch auch für moderne Lesegewohnheiten liest sie sich immer noch spannend und dank ihres Schreibstils wenig „sperrig“. Dass die Lektüre eine ungeahnte Tiefe hat, ist eigentlich klar (dafür gibt es jede Menge Material von Experten dazu), mir gefällt der Mix aus Krimi- und Mystery-Elementen, der sich durch die Novelle zieht.
Hat sich gelohnt, das schmale Büchlein mal wieder aus dem Bücherregal zu ziehen.
























