Daniel Clowes

 4.2 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Ghost World, Wilson und weiteren Büchern.
Daniel Clowes

Lebenslauf von Daniel Clowes

Daniel Gillespie Clowes ist 1961 in Chicago geboren. Nach dem High-School-Abschluss 1979 studiert er am Pratt Institute in Brooklyn und schließt 1984 mit einem Bachelor of Fine Arts ab. Allerdings erhält er in New York keine Anstellung als Illustrator, und so veröffentlicht Clowes von 1985 bis 1989 zunächst Geschichten und Bilder im „Cracked“-Magazin. 1989 erscheint die erste Ausgabe der von ihm selbst erschaffenen Comiczeitschrift „Eightball“, von der es bis heute 23 Ausgaben gibt. Darin erscheinen alle seine Geschichten als Fortsetzungsgeschichten. Die letzten beiden Ausgaben unterscheiden sich jedoch von den vorherigen. Zum einen erscheinen sie vollständig in Farbe, andererseits weisen sie einen anderen Erzähl- und Zeichenstil auf. Zudem enthalten die beiden letzten Ausgaben jeweils eine eigenständige, nicht fortgesetzte Geschichte. Bekanntheit erlangt Clowes vor allem durch die Film-Adaption eines seiner Comics: „Ghost World“ aus dem Jahr 2001, zu dem er das Drehbuch schreibt. Der Film wird für einen Academy Award in der Kategorie „bestes adaptiertes Drehbuch“ nominiert und erzählt vom letzten Sommer einer Teenager-Freundschaft. Clowes Werke werden vielfach ausgezeichnet, in über zwanzig Sprachen übersetzt und sind das Thema mehrerer internationaler Ausstellungen. 2007 hat Clowes einen Auftritt als er selbst in der neunzehnten Simpsons-Staffel. Heute lebt Daniel Clowes mit seiner Frau Erica und seinem Sohn Charlie in Oakland, Kalifornien.

Alle Bücher von Daniel Clowes

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Daniel ClowesGhost World
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Ghost World
Ghost World
 (16)
Erschienen am 01.03.2000
Daniel ClowesWilson
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Wilson
Wilson
 (6)
Erschienen am 01.03.2017
Daniel ClowesDavid Boring
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David Boring
David Boring
 (5)
Erschienen am 01.09.2010
Daniel ClowesWie ein samtener Handschuh in eisernen Fesseln
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Wie ein samtener Handschuh in eisernen Fesseln
Daniel ClowesPatience
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Patience
Patience
 (1)
Erschienen am 01.03.2017
Daniel ClowesDer Todesstrahl
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Der Todesstrahl
Der Todesstrahl
 (1)
Erschienen am 01.08.2013
Daniel ClowesMister Wonderful
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Mister Wonderful
Mister Wonderful
 (0)
Erschienen am 01.10.2015
Daniel ClowesKarikatur
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Karikatur
Karikatur
 (0)
Erschienen am 01.01.1997

Neue Rezensionen zu Daniel Clowes

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Rezension zu "Ghost World" von Daniel Clowes

Einer meiner Lieblingscomics
Effiliestvor 4 Monaten

Das traurige an Comics ist, dass sie immer so schnell zu Ende sind. Ich fand diesen besonders großartig. Er ist witzig, cool und originell. 

Ich wünschte es gäbe mehr dieser Art. 

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Rezension zu "Wilson" von Daniel Clowes

Wilson
liberiariumvor einem Jahr

PLOT


Wilson ist echt ein Kotzbrocken. Er sagt jedem ganz schonungslos seine Meinung, egal ob derjenige sie hören will oder nicht. Seine dauerhaft miese Stimmung und sein misanthropisches Weltbild sorgen dafür, dass die Leute lieber Abstand von ihm nehmen. So lebt Wilson alleine mit seinem Hund in einer trostlosen Junggesellen-Wohnung, ohne Job und ohne Perspektive. Als sein Vater jedoch stirbt, wird sich Wilson nach und nach bewusster, dass er vielleicht so einiges im Leben hätte anders machen können.




MEINUNG


Wilson ist eine überarbeitete Neuauflage, die bei Reprodukt erschienen ist. Durch die Verlagsvorschau und die Ankündigung der Verfilmung mit Woody Harrelson in der Hauptrolle bin ich auf den Comic gestoßen. Der amerikanische Illustrator und Autor von Wilson, Daniel Clowes, hat bei der Filmadaption sogar Drehbuch geführt. Seit Juni 2017 ist die Verfilmung in den deutschen Kinos. 

In Wilson geht es um den gleichnamigen Titelhelden. Der Comic schildert sein Leben und zeigt ganz ungeschönt, wie sich der Chaot durch seinen Alltag schlägt. Er ist ein Misanthrop wie er im Buche steht und redet zudem frei von der Leber weg. Das begeistert vor allem sein Umfeld nicht gerade und es fällt schwer, sich als Leser mit ihm zu identifizieren. Aber insbesondere diese starke Antipathie sorgt für viele witzige und skurrile Szenen. 
Egal wie sehr man Wilson nicht leiden kann – irgendwo tut er einem dann doch wieder leid. Er verliert Dinge im Leben, die ihm wichtig sind und stößt ständig auf neue Mauern, die sich vor ihm auftun. Man weiß nie so genau, ob man Wilson in den Arm nehmen oder am liebsten von sich wegstoßen möchte. Das sorgt auch für eine entsprechende Dynamik beim Lesen und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. 

Die kurzen und abgeschlossenen Kapitel regen zu einer schnellen Leselektüre an und machen Lust auf mehr. Unterstützt wird dies durch den Einsatz der recht großen Schrift, handgelettert von Michael Hau. Dadurch, dass das Bild den Text außerdem überwiegt, hatte ich den Comic darüber hinaus ziemlich schnell beendet. 

Besonders interessant ist die Art und Weise der Illustration, denn nahezu jede Seite ist anders illustriert, der Zeichenstil ändert sich konstant. Mal wirken die Bilder sehr cartoonhaft, mal sind sie realistischer angehaucht. Der wechselnde Stil zeigt sogleich den Wandel, den auch der Protagonist erfährt. Immer wieder passieren Wilson neue Unmöglichkeiten, die ihm das Leben erschweren.
Die Farben sind weitestgehend sehr bunt und knallig, sodass sie dem Leser direkt ins Auge stechen. Bestimmte Szenen, die auch vom Zeichenstil andersartig illustriert sind, wurden farblich angepasst, um der jeweiligen Atmosphäre gerecht zu werden. 

Der schwarze Humor, manchmal wirklich bitterböse, brachte mich oft zum Lachen und gleichsam dazu, den Kopf zu schütteln. Ich war stets zwischen Mitleid und Antipathie hin und hergerissen, was das Leseereignis wirklich interessant gemacht hat. Einen so merkwürdigen und unmöglichen Protagonisten findet man nur selten. 



FAZIT


Insgesamt fand ich Wilsons Geschichte nicht nur spannend erzählt, sondern auch unterhaltsam und vor allem außergewöhnlich illustriert. Dadurch, dass meine Gefühle für die Hauptfigur immer wieder Achterbahn fuhren, verlief die Erzählung sehr dynamisch. Letztendlich war für meinen Geschmack das Ende des Comics etwas unbefriedigend und zu abrupt, weswegen ich an Wilson aus dem Hause Reprodukt vier von fünf möglichen Lesebrillen vergebe. Ich freue mich auch auf die Verfilmung und bin gespannt, wie der Comic umgesetzt wurde.

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Rezension zu "Patience" von Daniel Clowes

Patience
liberiariumvor einem Jahr

PLOT


Jack und Patience könnten glücklich sein: wenn die Familie nicht wäre, wenn die Jobs nicht wären, wenn die Welt nicht so verdammt ungerecht wäre! Aber einen Lichtstreifen am Horizont sieht das junge Paar dann doch, als sie bemerken, dass Patience schwanger ist. Doch kaum greift das Glück nach ihrer Hand, wird Patience ermordet. Jack ist tiefbetrübt und kann es nicht fassen. Wer hat seine Frau umgebracht? Siebzehn Jahre lang macht er sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau und widmet seine ganze Aufmerksamkeit der Rache. Als Jack die Chance erhält, in der Zeit zurück zu reisen, geht er Patiences Leben auf den Grund.



MEINUNG


Ich habe Patience das erste Mal im Verlagsprogramm von Reprodukt entdeckt. Alleine schon das quietschbunte Cover weckte mein Interesse – dazu dann auch noch die Zeitreisen-Thematik! Der Titel war außerdem mein erster Daniel Clowes Comic, weshalb ich umso gespannter auf die Geschichte war. 

Als ich die ersten Seiten des Titels aufschlug, war ich erst einmal ziemlich überwältigt. Der Comic liest sich durch die szenische Aufmachung wie ein Kinofilm, sodass sich die Bilder beim Lesen in meinem Kopf auch genauso anfühlten. 
Wirklich dynamisch habe ich die Geschichte allerdings nicht empfunden. Teilweise gab es so viel Text zu lesen, dass ich mich irgendwann sogar erwischte, nicht mehr richtig die Bilder anzusehen und ich fragte mich, ob die Geschichte nicht vielleicht als Roman sogar besser funktioniert hätte. 
Wie auch das Cover sind die einzelnen Panels sehr bunt und schrill illustriert. Der Zeichenstil besticht mit einer simplen Strichführung, obwohl die Figuren auf mich sehr realistisch wirkten (und das trotz der grellen Farbpracht). 

Die Atmosphäre war für mich trotz der starken Gefühle, wie Liebe und Rache, größtenteils eher unterkühlt. Ich konnte mich nicht so richtig mit den Figuren identifizieren und nicht mit ihnen warm werden, was mutmaßend auch nicht Ziel des Comics ist, und ich konnte auch nicht immer jede Handlung der Charaktere nachvollziehen. Darüber hinaus war die Sprache sehr hart und griff oft eine nicht jugendfreie Wortwahl auf, was meiner Meinung nicht immer passte oder mich unwohl fühlen ließ. 
Jack ist ein ziemlich leidenschaftlicher Protagonist, der alles dafür tut, um den Mord an seiner geliebten Patience aufzuklären. Er opfert wirklich alles auf – nämlich sein eigenes Leben. Man spürt, dass er seine Frau wirklich liebt, doch eine Verbindung konnte ich nicht zu ihm aufbauen.
Patience wird anfänglich eher blass dargestellt. Erst zu einem späteren Zeitpunkt, erfährt man mehr darüber, wer sie war. Das führt zwar dazu, dass man sie nach und nach besser kennenlernt, aber auch bei ihr entwickelte ich nicht wirklich große Sympathie, was ich schade fand.
Oft lamentieren die Charaktere, wie schlecht es ihnen ergeht. Die Situationen sind verständlich, doch für den Leser etwas ermüdend. Mir waren die häufigen Wiederholungen darüber, wie sehr die Figuren leiden und wie furchtbar elendig die Welt ist, einfach zu viel. Die inneren Monologe überwiegen irgendwann die Handlung und spätestens dann fragte ich mich manchmal, wie viele Seiten wohl noch vor mir lagen. 

Der Comic wird aus zwei Perspektiven erzählt, aus der von Jack und teilweise aus der von Patience. Das liegt insbesondere an der Zeitreise-Thematik, die ich grundsätzlich für schwierig halte. Zwar wird im Comic angesprochen, dass schon bei der kleinsten Veränderung der Vergangenheit sich die Zukunft ändern kann, aber meiner Meinung werden ebendiese Auswirkungen kaum thematisiert. Jack stolpert nur so durch das frühere Leben seiner Frau und ändert willkürlich, wie es ihm gerade passt, die Dinge, obwohl er weiß, was er damit anrichten könnte. 

Man kann es gar nicht anders sagen, der Comic hat eine ziemlich psychedelische Atmosphäre. Das Zusammenspiel der bunten Farben mit dem Zeitreise-Aspekt macht den Titel in jedem Fall einzigartig – aber dadurch auch nicht für jeden Geschmack zugänglich. Ich mochte vor allem die bunte und chaotische Mischung der Themen. Patience wird dazu zu einem schrillen Sci-Fi-Romance-Psycho-Drama. 


FAZIT


Mit dem um die 180 Seiten langen Titel war ich zwischenzeitlich durch den zähen Handlungsfortschritt und die ständigen Monologe nicht pausenlos gut unterhalten, sondern manchmal sogar etwas gelangweilt. Dabei mochte ich die schräge Story und auch die Zusammenmischung der verschiedenen Genres. Zudem war es mal etwas anderes, einen so bunten und grell illustrierten Comic zu lesen. Die Figuren konnten mich allerdings nicht überzeugen, was ich sehr schade fand. Ich vergebe daher drei von fünf möglichen Lesebrillen an Patience von Daniel Clowes.

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Zusätzliche Informationen

Daniel Clowes wurde am 14. April 1961 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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