Ludwig Tieck

 3,7 Sterne bei 207 Bewertungen

Lebenslauf von Ludwig Tieck

(Johann) Ludwig Tieck (31.5.1773 Berlin – 28.4.1853 Berlin) zählt zusammen mit Novalis und den Schlegel-Brüdern zu den wesentlichen Protagonisten der literarischen Romantik. Neben seiner Tätigkeit als freier Schriftsteller war er ab 1825 in Dresden als Hofrat und Dramaturg am Hoftheater tätig. 1842 folgte er dem Ruf König Friedrich Wilhelms IV. als Theatermacher nach Berlin, wo er auch seinen Lebensabend verbrachte. Tieck begann bereits auf dem Gymnasium mit dem Verfassen von Dramen und Erzählungen. Der Briefroman »William Lovell«, in dem er den Niedergang eines enterbten jungen Briten beschreibt, steht am Beginn seines romantischen Schaffens. Besondere Bekanntheit erlangte Tieck mit dem Verfassen von Märchen: In den Bereich des Schauerromans begibt er sich mit »Der blonde Eckbert«, während »Der Runenberg“ in romantischer Manier mit der Unvereinbarkeit von Realität und idyllischer Verklärung spielt. »Der gestiefelte Kater« – sein wohl bekanntestes Märchenspiel – löste, aufgrund des sprechenden Katers als Protagonist und dem fiktiven unerbittlichen Publikum auf der Bühne, bei seiner Uraufführung einen öffentlichen, aber auch von Tieck kalkulierten Eklat aus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ludwig Tieck

Cover des Buches Der blonde Eckbert. Der Runenberg: Märchen (ISBN: 9783159600307)

Der blonde Eckbert. Der Runenberg: Märchen

 (68)
Erschienen am 09.07.2012
Cover des Buches Der gestiefelte Kater (ISBN: 9783861843153)

Der gestiefelte Kater

 (51)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Des Lebens Überfluß (ISBN: 9783150019252)

Des Lebens Überfluß

 (10)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Die verkehrte Welt (ISBN: 9783150020647)

Die verkehrte Welt

 (8)
Erschienen am 01.01.1995
Cover des Buches Der blonde Eckbert. Der Runenberg (ISBN: 9783872912275)

Der blonde Eckbert. Der Runenberg

 (5)
Erschienen am 13.07.2011
Cover des Buches Die Elfen (ISBN: B004WH14KM)

Die Elfen

 (4)
Erschienen am 13.04.2011
Cover des Buches Märchen aus dem "Phantasus" (ISBN: 9783150182406)

Märchen aus dem "Phantasus"

 (3)
Erschienen am 01.02.2003

Neue Rezensionen zu Ludwig Tieck

Cover des Buches Der gestiefelte Kater (ISBN: 9783861843153)Bionoemas avatar

Rezension zu "Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck

Kritik an historischen Gepflogenheiten mit viel Witz
Bionoemavor 9 Monaten

Das Drama wurde innerhalb eines Uni-Seminars behandelt, von dem ich allerdings positiv sehr überrascht war. Die Figuren, die Anforderungen und Erwartungen an das Theater, den Intendanten und die Schauspieler sind sehr unterschiedlich - aber stets sehr hoch angesetzt. Das Publikum verlangt Unterhaltung, Tamtam und davon ganz viel. Mit viel Witz und Humor erzählt Tieck von einem für alle Beteiligten gescheiterten Theaterabend, bei dem das Kindermärchen "der gestiefelte Kater" aufgeführt wird. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, was sich durch viele Stellen des Lachens und einem nachhallenden Leseeindruck zeigt. Die Kritik, die Tieck an den Tag legt, könnte heute immer noch genau so aktuell abgedruckt werden. 

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Der Aufruhr in Den Cevennen (ISBN: 9783842417878)S

Rezension zu "Der Aufruhr in Den Cevennen" von Ludwig Tieck

Leider keine Novelle
sKnaerzlevor 3 Jahren

Der Roman spielt in der Zeit, als Ludwig XIV. das Edikt von Nantes aufgehoben hat und besonders in Südfrankreich die Religionskriege gegen die Hugenotten wieder aufflammten. Protestanten, die vor der Unterdrückung durch die königlichen Beamten in die Berge fliehen, versuchen in einem Guerillakampf ihren Rückzugsort zu schützen. Dabei kommt es auf beiden Seiten zu ungeheuerlichen Verbrechen.

Die Geschichte beginnt ganz interessant, Ein alter Parlamentsrat, Katholik aber ohne Fanatismus, hält sich von beiden Parteien fern, hilft den Armen, ohne nach ihrer Religion zu fragen und hofft auf eine bessere Zukunft.

In seinem Haus treffen in einer stürmischen Nacht Glaubenseiferer und Kämpfer beider Seiten zufällig aufeinander, ohne gleich zu wissen, so dass sich Sympathie und Antipathie in dieser Nacht nicht an die Grenzen der Religionsparteien halten.

Hier vermutet man, es gibt eine tragische Geschichte, Freunde stehen in verschiedenen Lagern, es kommt zu Loyalitätskonflikten und der Parlamentsrat wird tragisch untergehen.

Dem ist aber nicht so. Tieck führt zwar die wichtigsten Personen wie es sich gehört in einer Exposition ein, aber dann springt er in der Handlung, die Schauplätze wechseln, neue Personen treten auf und am Ende geht es seitenweise um eine tränenselige Abhandlung, wie stark doch der Katholizismus mit seiner Heiligenverehrung auf das Gemüt wirkt.

Das politische Problem - Toleranz ist gut für den Staat - wird am Anfang angedeutet, unterwegs aber vergessen.

Was interessant begann, wird am Ende echt öde.

Kommentieren0
18
Teilen
Cover des Buches Der gestiefelte Kater : Ein Kindermärchen in drei Akten mit Zwischenspielen einem Prologe und Epiloge (ISBN: B003VRZOUA)

Rezension zu "Der gestiefelte Kater : Ein Kindermärchen in drei Akten mit Zwischenspielen einem Prologe und Epiloge" von Ludwig Tieck

"Der gestiefelte Kater" von Ludwig Tieck
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Autor: Ludwig Tieck
Titel: Der gestiefelte Kater
Gattung: Drama, Märchen
Erschienen: 1797
Gelesene Ausgabe: Reclam, 2013
ISBN: 978-3-15-008916-3
Gelesen auf: Deutsch
Gelesen im: Mai 2017

Zum Buch:
Die wohl bekannteste Neubearbeitung des grimmschen, bzw. perraultschen Märchens "Der gestiefelte Kater" stammt von Ludwig Tieck und wurde im Band Zwei der "Volksmärchen" Ende des 18. Jahrhunderts veröffentlich. Tieck macht aus dem Märchen ein Theaterstück in dem als Neuerung des Genres ein Dialog auf der Bühne zwischen den Schauspielern und dem Publikum stattfindet. Im ständigen Dialog steht der Dichter des Stückes mit dem ignoranten Publikum. Immer wieder versucht er dieses zu besänftigen und sich mit vollem Herzen auf ein Theaterstück einlassen, während das Publikum nicht bereit ist, dies zu tun, da es sich ja um ein klassisches Kindermärchen handelt. Humorvoll schafft er so eine Kritik der Gesellschaft und des Theaters. Durch die zeitliche Differenz der Versionen fand auch eine Modernisierung der Sprache statt.Leider schneidet Tieck im Vergleich der unglaublichen Bearbeitung durch Tankred Dorst von 1964 eindeutig schlechter ab. Gerade in der Logik gibt es einige Fehler und auch der Text hat einige Längen.

Eine der Lieblingsstellen 
Zitat: "Mein allergnädigster Herr Vater, ich habe immer geglaubt, dass mein Herz erst einige Empfindungen zeigen müsse, ehe ich meinen Nacken in das Joch des Ehestandes beugte. Denn eine Ehe ohne Liebe, sagt man, ist die wahre Hölle auf Erden." (S.16) 

Stil und Sprache: modernisiert, gut lesbar
Zitat: "Publikum, soll mich Dein Urteil nur einigermaßen belehren, Zeige, dass Du mich nur einigermaßen verstehst."  (S.62)

Schlüssigkeit der Handlung: Leider nicht immer vorhanden.

Das hat mir gefallen: Die wunderbare, beißende Gesellschaftskritik.
Das hat mir nicht gefallen:  Teilweise sehr verwirrend.

In One Sentence: Gelungene gesellschaftskritische Bearbeitung eines klassischen Märchens.
Sterne: 3

Kommentieren0
18
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Ludwig Tieck wurde am 31. Mai 1773 in Berlin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 283 Bibliotheken

von 18 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks