Mark Thompson

 4.7 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Mark Thompson

Über die Freundschaft: Mark Thompson ist 1958 im Nordosten Englands geboren und in Stockton-on-Tees aufgewachsen. Nach seinem Politikwissenschaftsstudium in London lebte er mehrere Jahre in Spanien und besuchte verschiedene Orte in den USA. Seine Eindrücke spielen teils in sein Romandebüt von 2018: In „El Greco und ich“ geht es um die Freundschaft zweier Jugendlicher, die verschiedenen Prüfungen ausgesetzt ist, während die beiden älter werden. Vor dem politischen und gesellschaftlichen Hintergrund der 1960er Jahre in Amerika erzählt der Roman vordergründig zeitweise lustig, zeitweise traurig von dem Traum von J.J. Walsh und Tony „El Greco“ Papadakis aus New Jersey, einen Roadtrip an der Küste der USA entlang zu machen, und schließlich den Pazifik mit eigenen Augen zu sehen. Mark Thompson selbst lebt mittlerweile mit seiner Familie in New York. Neben dem Schreiben spielt er mit Leidenschaft Gitarre in einer Rockband.

Alle Bücher von Mark Thompson

El Greco und ich

El Greco und ich

 (14)
Erschienen am 14.08.2018
El Greco und ich

El Greco und ich

 (0)
Erschienen am 22.08.2018

Neue Rezensionen zu Mark Thompson

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Rezension zu "El Greco und ich" von Mark Thompson

Trip ins Leben
Buecherschmausvor 3 Monaten

„Wenn man sich eines im Leben klarmachen muss, dann wohl die Tatsache, dass wir alle auf die Probe gestellt werden. Irgendwann. Vielleicht früher oder vielleicht später. Oder vielleicht dazwischen. Wer weiß schon, wann oder wo?“
JJ, der Ich-Erzähler und sein bester Freund Toni Papadakis sind zehn, als sie aus Unachtsamkeit mit ihren heimlich gerauchten Zigaretten ein ganzes Sportfeld in Brand setzen. Aber der sehr kluge Toni, El Greco genannt, weiß, dass das noch nicht die Probe sein kann. Das da noch härteres im Leben folgen wird.
Es ist das Jahr 1968, die beiden Jungs sind unzertrennlich, streunen durch die Gegend von Cranford, New Jersey, verbringen ihre Zeit bei der alten Konservenfabrik und träumen von der Zukunft, vom mächtigen pazifischen Ozean, vom Erwachsensein. Eine Jungenfreundschaft mit vielen typisch amerikanischen Versatzstücken: den heimlichen Zigaretten, der Football-Leidenschaft, dem melancholisch-verschrobenen Witwer Old Man Taylor, der auf der Veranda seines Hauses sitzt und den Jungs ein väterlicher Freund ist, der untreue Vater Papadakis, die schöne, aber unglückliche Mutter, JJs fieser Bruder Cecil, genannt Adolf, und seine grundanständigen Eltern.
Das klingt recht altmodisch und ist es auf wunderbare Weise auch. Ein wenig Tom Sawyer und Huckleberry Finn weht da durch die Geschichte einer ziemlich freien Kindheit, wie man sie sich heute kaum noch vorstellen kann. Bildreich und zuweilen poetisch erzählt Mark Thompson davon in seinem Debütroman „El Greco und ich“. Aber natürlich hat auch eine solche Kindheit ihre Schrecken und Kümmernisse, das verschweigt der Roman nicht. Auch die gesellschaftlichen Umbrüche der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre fließen in die Geschichte ein. Man erfährt so einiges über den Vietnamkrieg, die Nixon-Jahre und den herrschenden Rassismus, ohne dass das explizit thematisiert würde.
Wirklich auf die Probe gestellt werden die beiden Freunde, als Toni ernsthaft erkrankt und um sein Leben kämpft. Aber auch da hören sie nicht auf, gemeinsam von der Zukunft zu träumen.
„Old Man Taylor hatte einmal gesagt, dass sich manche Menschen, und eigentlich die meisten, zu Beginn ihres Lebens nichts sehnlicher wünschen, als einundzwanzig zu sein – und sich dann, sobald diese Altersgrenze überschritten war, für den Rest seines Lebens genau dasselbe wünschten. Bis sie irgendwann ins Gras bissen.
Seiner Meinung nach waren die Menschen hoffnungslose Träumer, die allerdings auch gar nicht anders konnten, weil sie sonst nicht mit dem Elend und den Enttäuschungen des Lebens fertigwurden.“
Im Sommer 1970, nimmt JJs Vater die beiden Jungs mit nach Savannah, wo er ein ererbtes Haus betreut. Fast 900 Meilen (und damit 1400 Kilometer) fahren sie im geliehenen Auto die Ostküste der USA hinunter, zunächst den Garden State Parkway, dann die Route 13 nach Süden, durchqueren fantastische Landschaften, trostlose und wunderschöne Städte wie Beaufort, wo das Louisianamoos von den Bäumen hängt oder die alte Südstaatenmetropole Charleston und lernen das Land, die Menschen und sich selbst noch ein wenig besser kennen.
Manchmal verrutscht die kindliche Perspektive JJs etwas, scheint er doch ein wenig zu klug für sein Alter, dann wieder zu naiv. Das ist nicht selten bei Romanen, die diese Erzählweise wählen. Insgesamt ist „El Greco und ich“ aber eine sehr schöne, melancholisch-elegische, ein wenig altmodische Geschichte über eine Jungenfreundschaft, die ich sehr gern gelesen habe.



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Rezension zu "El Greco und ich" von Mark Thompson

Die Bedeutung eines Eiswürfels
Buchlandung_in_Muenchenvor 3 Monaten

El Greco und J.J. sind 10 Jahre alt als sie uns auf eine ca. dreijährige Reise durch ihr Leben, ihre Freundschaft und die 60er Jahre der USA mitnehmen. Sie treiben Unfug, sind aber smart. Sie sind stark, gemeinsam, einzeln und vor allem füreinander. Sie haben Träume und erleiden Verluste, aus denen sie jeweils noch stärker hervortreten. J.J. erzählt ihre Geschichte mit sehr viel Humor, Emotion und in einer sehr erwachsenen Art (was mich persönlich gar nicht gestört hat). Ich habe laut gelacht, geschmunzelt, geweint und schwer geschluckt, aber vor allem habe ich die beiden und alle anderen Figuren geliebt. Dieser Erstlingsroman von Mark Thompson hat mich emotional und sprachlich von den Socken gerissen und ich hoffe schwer, dass von ihm weitere Bücher folgen werden. Eines meiner Lieblingsbücher des Jahres 2018 und deshalb auch eine absolute Leseempfehlung von mir an euch! Und wenn ihr über die Bedeutung des Eiswürfels Bescheid wissen wollt, dann lest das Ding! 😉

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Rezension zu "El Greco und ich" von Mark Thompson

"Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze" George Washington
Literaturwerkstatt-kreativvor 3 Monaten

Literaturwerkstatt- kreativ / Blog “ stellt vor:

El Greco und ich“ von Mark Thompson

Sommer 1968 New Jersey / Cranford County

Mondlandung, Vietnamkrieg, Rassentrennung, Hippiebewegung, Woodstock. Das ist die Zeit in der die beiden Jungen John Joseph Walsh genannt J.J. und Tony Papadakis genannt El Greco aufwachsen. Sie sind zehn Jahre alt, haben zum Leidwesen ihrer Eltern viel Blödsinn im Kopf, sind unzertrennliche Freunde und halten zusammen – egal was passiert. Selbst dann, wenn sich ein kleines Feuerchen durch ihr Verschulden zu einem Waldbrand ausbreitet. Dabei ist El Greco meist derjenige, der schnell eine Ausrede parat, oder eine kreative Idee hat, wie sie sich am Besten aus dem selbst eingebrockten Schlamassel wieder heraus befördern können. Die beiden verbringen ihre freie Zeit meistens am Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik. Dort rauchen sie heimlich, hängen ihren Gedanken nach und schmieden Pläne. Eines Tages wollen sie unbedingt den Pazifik sehen, denn der Atlantik ist im Vergleich dazu für die beiden nur eine kleine Pfütze. Ein Roadtrip entlang der Ostküste, auf die sie der Vater von J. J. mitnimmt, wird für die Jungs dann zu einem ganz besonderen Abenteuer. Die USA zeigt sich ihnen nun von einer gänzlich unbekannten Seite, fernab von ihrem Kleinstadtleben und ihr Blick auf die Welt verändert sich.

Im Übrigen ist sich El Greco ganz sicher, dass das Leben für jeden eine Prüfung bereit hält:

„„Jeder auf diesem Planeten macht in seinem Leben eine Erfahrung, die eine Prüfung für ihn darstellt. Seine große Probe.““

Als El Greco dies ausspricht, ahnen die beiden Jungen nicht, welche schwere Prüfung noch auf sie gemeinsam wartet.


Fazit:

Wiedereinmal hat der Mare Verlag ein gutes Händchen für besondere Literatur und hervorragende Autoren bewiesen. Mark Thompson hat mit seinem Debütroman einen tollen Coming-of-Age Roman geschaffen, der auf jeden Fall einer meiner Lesehighlights – bis hier her – in diesem Jahr ist. Der Autor hat einen sehr ruhigen, aber ausdrucksstarken, ja fast schon poetischen Erzählstil. Seine Sprache lässt intensive Bilder und Farben im Kopf entstehen. Und so traurig das Buch an manchen Stellen auch ist, ihm gelingt es immer wieder mit seinem Humor einen zum Lachen zu bringen und aufzufangen, sodass man vor Traurigkeit nicht ins Bodenlose versinkt.

Mit J.J und El Greco hat der Autor zwei bemerkenswerte Protagonisten geschaffen, jedoch auch die anderen Darsteller wurden von ihm exzellent kreiert. Vor allem Old Man Taylor hat es mir angetan, der für J.J. als Ratgeber da ist, als El Greco mit Leukämie im Kranhaus liegt.

„„Das wird hart für ihn, und für dich auch, denn du bist sein bester Kumpel. Und das heißt, das du sein Leid mit ihm teilen und ihm wieder auf die Beine helfen musst. Das ist ein ziemliches Päckchen für jemanden in deinem Alter, aber es hilft nichts, du musst es machen, weil er dich braucht, weil du dich um ihn kümmern musst. Sein Vater wird wahrscheinlich nicht für ihn da sein, wenn Tony ihn braucht, also hast du wohl zwei Rollen auszufüllen, mein Junge““

Mir wurde mit diesem Buch auch noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche genug Freiheit bekommen um sich auszuprobieren und nicht ständig von ihren Eltern kontrolliert werden sollten. Auch wenn sich dann einer mal den Arm bricht wenn er vom Baum herunterfällt, von dem aus J.J und El Greco gerade eine Hippie WG beobachten.

Dann nahm die Brillenschlange einen großen Pinsel und fing an, um die Frau zu tanzen und hellrote Farbkleckse auf ihren milchweißen Körper zu spritzen. Sein Schniedel baumelte hin und her wie eine von diesen Holzrasseln, die man bei Footballspielen zum Anfeuern benutzt. Es war zum Schreien.“

Ich kann jedem diese wunderschöne Geschichte über eine große Freundschaft nur ans Herz legen. Ein Buch, welches einen nicht sofort in den Alltag übergehen lässt. Ein Buch zum Lachen und Weinen, aber vor allem zum Nachdenken über Leben und Tod.


https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/09/08/el-greco-und-ich/


Besten Dank an den Mare Verlag für das Rezensionsexemplar.



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Gespräche aus der Community

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Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser,

ein weiteres Highlight aus unserem neuen Programm ist der Debütroman des britischen Autors Mark Thompson. »El Greco und ich« erscheint am 14. August und erzählt die Geschichte einer besonderen Freundschaft im Amerika der 1960er Jahre. Wenn Ihr das Buch vor dem offiziellen Erscheinen lesen möchtet, dann bewerbt Euch bis zum 30. Juli für unsere Leserunde und gewinnt eines von 15 Exemplaren.

 

Zum Buch:

Es ist der Sommer 1968, J. J. und sein bester Freund Tony »El Greco« Papadakis sind zehn und unzertrennlich. Ihr geheimes Revier ist der Hafen einer stillgelegten Konservenfabrik – hier können sie unbemerkt geklaute Zigaretten rauchen, den Möwen nachschauen und Pläne für die Zukunft schmieden. Und von dem Tag träumen, an dem sie endlich den gewaltigen Pazifik sehen werden (denn der Atlantik ist im Vergleich nur eine Pfütze). Immer öfter jedoch grätscht die Realität in die jugendlichen Träume; und während eines Roadtrips entlang der Ostküste zeigt sich den Jungen eine bisher ungekannte Seite der USA, die ihren Blick auf das Leben und die Menschen für immer verändert.

Woodstock und die erste Mondlandung, Rassenunruhen und der Vietnamkrieg bilden den Hintergrund zu diesem oft unwiderstehlich komischen, zuweilen herzzerreißend traurigen Roman über zwei Freunde, deren große Prüfung erst noch bevorsteht.


Hier geht`s zur Leseprobe.


Um an unserem Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach folgende Frage:*

 

El Grecos größter Traum ist es, einmal den Pazifik zu sehen. Hattet Ihr auch einen Kindheitstraum? Wenn ja: Wovon habt Ihr geträumt?

 

*Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 14. August 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.

Zur Leserunde

Community-Statistik

in 22 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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