Rachel Khong

 3.5 Sterne bei 55 Bewertungen

Lebenslauf von Rachel Khong

Neue Familiengeschichten aus den USA: Die asiatisch-amerikanische Schriftstellerin Rachel Khong erregte bereits mit ihrem 2017 erschienenen Debütroman „Goodbye, Vitamin“ Aufmerksamkeit in den USA. Sie wurde dafür u.a. vom Oprah Magazine und von NPR mit der Auszeichnung „Best Book of the Year“ belohnt und gewann den California Book Award for First Fiction. 2018 erschien die deutsche Fassung unter dem Titel „Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte“. Das Buch erzählt die Geschichte der 30-jährigen Ruth, die für ein Jahr zu ihren Eltern zurückkehrt um den an Alzheimer erkrankten Vater zu betreuen. Dabei werden zahlreiche Erinnerungen an früher wach, die Vater und Tochter wieder näher zusammen bringen. Rachel Khong studierte an der Yale University und der University of Florida, ehe sie sich der Schriftstellerei widmete. Sie war Mitherausgeberin des kulinarischen Magazins Lucky Peach und eines Kochbuchs mit dem Titel „All About Eggs“. Dazu verfasste sie Artikel für diverse amerikanische Magazine wie „American Short Fiction“ und „The San Francisco Chronicle“. Sie lebt heute in der Region San Francisco und arbeitet an ihrem zweiten Roman.

Alle Bücher von Rachel Khong

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte

 (53)
Erschienen am 07.09.2018
Goodbye, Vitamin

Goodbye, Vitamin

 (2)
Erschienen am 11.07.2017

Neue Rezensionen zu Rachel Khong

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Rezension zu "Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte" von Rachel Khong

Das Beste an dem Buch ist wohl der Titel
Xirxevor 10 Tagen

Von einem Tag auf den anderen ist die 30jährige Ruth von ihrem Freund verlassen worden, was ihr natürlich schwer zusetzt. Als sie von ihrer Mutter gefragt wird, ob sie für ein Jahr wieder in ihrem Elternhaus wohnen würde, um sich um ihren demenzkranken Mann, Ruths Vater, zu kümmern, stimmt Ruth zu und schreibt während dieser Zeit Tagebuch.
Der Titel des Buches suggeriert eine in gewissem Sinn humorvolle Auseinandersetzung bzw. Darstellung des Zusammenlebens mit einem demenzkranken Menschen, was die den Klappentexten angefügten Kritikauszüge bestätigen. Doch davon wie auch von der angekündigten gefühlvollen Geschichte ist leider in diesem Buch wenig zu finden (ob ein anderes gemeint war ;-) ?). In den ersten zwei Drittel gibt es mehrere Einträge pro Monat, zeitweise sogar täglich, während ab August nur noch einmal im Monat das Geschehene zusammengefasst wird. Größtenteils ist das Beschriebene derart lapidar, dass man wirklich nur noch quer zu lesen braucht, um der Geschichte zu folgen.
Obwohl Ruth als Ich-Erzählerin noch schwer mit der Trennung von ihrem Freund zu kämpfen hat und ihr auch die Krankheit ihres Vaters nahe geht, wird dies im Text praktisch nicht vermittelt. Er ist fast völlig emotionslos und so sachlich geschrieben, dass es mehr den Eindruck macht, als wäre dies ein Beitrag für ein Fachbuch. Auch die wenigen amüsanten Szenen werden durch die Erzählweise derart nüchtern dargestellt, dass es kaum für einen Schmunzler reicht.
Und zuguterletzt gibt es noch Sätze, die solch gruslige Vergleiche bieten, dass sich mir beinahe die Fußnägel hochrollten ;-) "Meine Angst war wie Bratwurst: Sie machte mich gleich ein bisschen weniger betrunken." Ab und zu gelingen der Autorin zwar einige lesenswerte Formulierungen, doch zu mehr als zwei Sternen reicht das nicht.
Alles in allem eine Lektüre, die sich nicht lohnt. Es gibt Besseres, deutlich Besseres.

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G

Rezension zu "Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte" von Rachel Khong

Hatte mehr erwartet
Gisevor 2 Monaten

Frisch getrennt von ihrem Verlobten, entscheidet sich Ruth, bei ihren Eltern zu bleiben. Ihr Vater ist demenzkrank geworden, ihre Mutter kommt damit überhaupt nicht klar. Wie wird sich wohl das Zusammenleben der drei in den folgenden Monaten entwickeln?

Es ist kein leichtes Vorhaben, das Ruth in die Tat umsetzt. Da ist zum einen die Trauer um das Ende ihrer jahrelangen, scheinbar sicheren Beziehung zu Joel. Da sind zum anderen die Erinnerungen an einen starken, liebenden Vater, der nun plötzlich mit dem Leben nicht mehr zurechtkommt. Und da ist ihre Mutter, der die Veränderungen ihres Ehemannes sehr zu schaffen machen. In Tagebuchform erzählt Rachel ihre Erlebnisse in der Zeit, die sie mit ihren Eltern verbringt. Dabei bleibt sie insgesamt eher sachlich, wobei ihre Verzweiflung immer wieder durchscheint.

Leider jedoch klingen Ruths Ergüsse wie ein einziges, langes Lamento, das sich fast bis zum Schluss des Buches erstreckt. Erst gegen Ende werden einzelne Situationen humorvoll gesehen, so wird dann auch das Lesen leichter. Doch da hatte ich schon sehr viel Lust an der Lektüre verloren. Mir fehlte die Spannung, die der Geschichte den nötigen Biss gibt.

Insgesamt bleibt die Erzählung zu sehr an der Oberfläche, trotz all der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die eingearbeitet sind. Doch ich konnte nicht wirklich die Personen hinter den Protagonisten erkennen, was für mich bei diesem Thema eigentlich wichtig wäre. Schade, hier hatte ich mir mehr erwartet.

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Rezension zu "Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte" von Rachel Khong

Das Jahr mit Alzheimer
OliverBaiervor 2 Monaten

Inhalt/Klappentext:


Wenn das Gedächtnis des eigenen Vaters schwindet, hilft nur noch Humor. Und ein gutes Steak.
Rachel Khongs Debütroman »Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte« thematisiert den Moment im Leben jedes Menschen, wenn sich das Eltern-Kind-Verhältnis umkehrt. Sehr humorvoll beschreibt sie den Alltag mit einem dementen Familienmitglied, mit all seinen traurigen Tiefen, aber auch mit den urkomischen Höhen. Ruth ist 30, als ihr Verlobter sie plötzlich verlässt. Völlig aus der Bahn geworfen, kommt sie der Bitte ihrer Mutter nach, kündigt Job und Wohnung und zieht für ein Jahr wieder zurück zu ihren Eltern. Dort soll sie ein Auge auf ihren Vater werfen, einen berühmten Geschichtsprofessor, der nach und nach sein Gedächtnis verliert. Aus purer Verzweiflung verbannt seine Ehefrau alles aus dem Haus, was nur irgendwie im Verdacht steht, Demenz zu begünstigen. Ruth schafft es aber zusammen mit einigen Verbündeten, dem Leben ihres Vaters noch einmal einen Sinn zu geben, indem sie zum Beispiel sein geliebtes Seminar zur amerikanischen Geschichte heimlich weiterhin stattfinden lassen, ohne dass der Dekan Wind davon bekommt. Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Situationskomik schildert Ruth das Jahr mit ihrem Vater, das die beiden immer enger zusammenschweißt.

Persönliche Meinung:

Die Tiefe kommt erst im Verlauf des Buches. Zunächst plätschert es etwas belanglos dahin und ich warte auf die  angegebene Tiefgründigkeit. Diese erfasst mich dann im letzten Drittel des Romans und hat mir bei so manchen ( scheinbar) belanglosen Äußerungen die Tränen in die Auge getrieben. Sicher ein Buch für Väter und Töchter, mit der Hoffnung sich nie wirklich zu verlieren. Mir hat es als Vater zweier Töchter sehr gut gefallen. Manche Dinge bleiben, auch wenn man selbst für immer verschwindet. Schnelle, kurze Lektüre zu einem stolzen Preis. Da Vorablesenexemplar, hat dies mich nicht näher getroffen ....

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