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Laura GehlhaarKann man da noch was machen?
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Kann man da noch was machen?
Kann man da noch was machen?
 (11)
Erschienen am 12.09.2016
Laura GehlhaarKann man da noch was machen?: Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin
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Kann man da noch was machen?: Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin

Neue Rezensionen zu Laura Gehlhaar

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AntjeDomenics avatar

Rezension zu "Kann man da noch was machen?" von Laura Gehlhaar

Nachdenklich aber zugleich ernst
AntjeDomenicvor einem Jahr

 Laura Gehlhaar
"Kann man da noch was machen"


Verlag: Heyne
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-453-60367-7
Erstausgabe: 12. September 2016
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:

»Ich sehe die Dinge aus einer anderen Perspektive. Und das macht es interessant.«

Wer im Rollstuhl sitzt, bekommt manchmal die seltsamsten Dinge zu hören: »Toll, dass du trotzdem rausgehst!«- »Kannst du Sex haben?«»Kann man da noch was machen?« – »Darfst du betrunken Rollstuhl fahren?« - »So hübsch und dann im Rollstuhl!«

Frei von Selbstmitleid, mit entwaffnender Selbstironie und ebenso tiefsinnig wie unterhaltsam erzählt Laura Gehlhaar Geschichten aus ihrem Alltag auf vier Rädern – mit allem, was dazugehör
Eine Meisterin in Sachen Witz und Selbstironie

ZDF Mittagsmagazin (12.09.2016)

Gestaltung des Buches:

 

Ich finde die Gestaltung des Buches treffend. Eine junge Frau, in Ihrem Rollstuhl, welche so viel Freundlochkeit und Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Meine Meinung zum Buch:
 Durch eine Talkshow im Fernsehen bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Die Autorin hat mich sofort begeistert und ich fand Sie sehr symphatisch. Das Buch musste ich einfach lesen und mehr von der Autorin erfahren.
Die Schreibweise ist ehrlich und direkt. Für mich ist es ein Buch, was auch Nichtbetroffene lesen können. Es wird verdeutlicht wie der Alltag und die Gedanken der Autorin sind

Die Sichtweise und der Umgang mit der Lebensweise der Autorin ist beeindruckend. Alltagsbeschreibungen in verschiedenen Lebenslagen sind wunderbar erzählt.

Ein Buch, was zum Nachdenken anregt.


Vielen Dank für die Zusendung des Buches an den Heyne Verlag sowie das Bloggerportal.


Bewertung:

5 von 5 *

 

 

 

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Bella5s avatar

Rezension zu "Kann man da noch was machen?" von Laura Gehlhaar

Super Titel, gutes Buch
Bella5vor 2 Jahren

Auf Laura bin durch auf Twitter aufmerksam geworden. Als ich dann das Buch in der Buchhandlung erblickte, musste ich es unbedingt haben, denn der Buchtitel ist einfach catchy und klasse: „Kann man da noch was machen“?

Lauras Leben ist eigentlich ganz normal – sie trifft sich gern mit Freunden, arbeitet als Werbetexterin in Berlin, sammelt und liebt Sneaker. Die Tatsache, dass sie im Rollstuhl sitzt, empfindet sie eher als Erleichterung denn als Einschränkung, denn: Behindert ist man nicht, behindert wird man – von der Gesellschaft.

Laura erzählt von der alltäglichen Diskriminierung. Strukturell, gesellschaftlich. Ist Inklusion nur ein Lippenbekenntnis in Deutschland? Oft scheitert die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten schon an der Infrastruktur, an einer Rampe, an einer Dolmetscherin für Gehörlose. Soll der gesunden Mehrheitsgesellschaft nicht zu viel zugemutet werden?

Lauras Buch liest sich klasse, der Ton ist modern und authentisch. Sie berichtet von eigenen Stärken und Schwächen.

Sehr berührt war ich, als sie von Ängsten und Gewaltandrohung berichtete. Die Angst, das eigene Potential nie ganz ausschöpfen zu können. Schreibblockaden, die Angst vor dem leeren Blatt. Die Hänseleien in der Schule, die Lehrerin, die besonders fies war, um Laura „abzuhärten für das Leben“. Was für eine Anmaßung! Im Studium dann missgünstige Kommilitonen, die Laura Maßnahmen zur Herstellung der Chancengleichheit (!) neideten, etwa einen Zeitbonus, der motorische Einschränkungen bei Klausuren ausgleichen sollte.

Aber auch Leute, die Laura ganz normal behandelten, wie etwa ihre Mitbewohnerin in den Niederlanden finden Erwähnung. Laura jammert nicht. Laura redet Tacheles. Spricht Dinge aus, die einfach auch einmal gesagt gehören. Wenn Leute sie fragen, ob ihr „Freund auch behindert“ sei, ist dies unverschämt. Wenn Leute ihr zu zischen, dass „Jemand wie sie unter Hitler noch vergast wurde“, ist das grausam.

Laura muss täglich zusätzliche Kraft für Dinge aufwenden, die nicht nötig wäre, wenn die gesellschaftlichen Strukturen anders wären. Aber schließlich lebt laut Laura auch eine ganze Industrie von Behinderten…

 Schon seltsam, dass in einer Industrienation wie Deutschland noch soviel Handlungsbedarf besteht. Finde ich. Eigentlich ein Armutszeugnis, viele Dinge scheinen mir etwa in Großbritannien besser organisiert zu sein.

Es gibt in Gehlhaars Buch aber auch Aussparungen, Dinge, über die ich gerne mehr erfahren hätte, die die Autorin aber wohl privat halten will:

Welche Krankheit hat Laura genau? Wie gestaltete sich ihr Studium, denn es wird kurz abgehandelt? Wieso arbeitet sie nicht als Sozialpädagogin, denn darin hat sie ihren Abschluss gemacht, sondern als Texterin?

Man erfährt aber, dass sich Laura bei den „Sozialhelden“ engagiert.

Trotz meiner Kritikpunkte ist „Kann man da noch was machen“? ein lesenswertes Sachbuch!

Kommentare: 5
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vanessablns avatar

Rezension zu "Kann man da noch was machen?" von Laura Gehlhaar

Information, Wut und Lebenslust
vanessablnvor 2 Jahren

Wer nicht selbst im Rollstuhl sitzt, hat häufig ein falsches Bild von Rollstuhlfahrern. Dazu kommen Unsicherheiten und übermäßiges Mitleid. Da kann "Kann man da noch was machen?" gute Dienste leisten und ist außerdem sehr mitreißend geschrieben. Das Buch von Frau Gehlhaar enthält erlebte Geschichten zu verschiedenen Themen ihres Lebens und Alltags. Sie klärt über vielerlei Missverständnisse, Vorurteile und die eigentlichen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern auf, wobei es an Humor und Emotion nicht mangelt. Skurille, überraschende Geschichten gibt es genauso wie traurige und hoffnungsvolle. Wut spürt man beim Lesen genauso wie die Lebenslust der Autorin, was die besondere Mischung ausmacht. Außerdem hat Frau Gehlhaar einen ganz eigenen Ton, der auch Lust auf Bücher von ihr zu anderen Themen machen würde. Den letztendlich gewählten Titel des Buches finde ich äußerst gelungen.

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