Marceline Loridan-Ivens

 4.6 Sterne bei 70 Bewertungen

Alle Bücher von Marceline Loridan-Ivens

Marceline Loridan-IvensUnd du bist nicht zurückgekommen
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Und du bist nicht zurückgekommen
Und du bist nicht zurückgekommen
 (63)
Erschienen am 10.04.2017
Marceline Loridan-IvensUnd du bist nicht zurückgekommen
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Und du bist nicht zurückgekommen
Und du bist nicht zurückgekommen
 (6)
Erschienen am 22.09.2015
Marceline Loridan-IvensMa vie balagan
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Ma vie balagan
Ma vie balagan
 (1)
Erschienen am 09.10.2008

Neue Rezensionen zu Marceline Loridan-Ivens

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klaudia96s avatar

Rezension zu "Und du bist nicht zurückgekommen" von Marceline Loridan-Ivens

Ein fesselndes und bewegendes Buch!
klaudia96vor 2 Monaten

Inhalt

Marceline ist fünfzehn, als sie mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau gebracht wird. Nur wenige Kilometer trennen sie voneinander, doch die Distanz wird ihr Leben auf ewig verändern. Marceline kommt frei – doch ihren Vater sieht sie nie wieder. Sie lässt ihn zurück an dem Ort, der für die unmenschlichsten Kapitel der Geschichte steht. Ihr Leben lang versucht sie, sich an die letzte Nachricht ihres Vaters zu erinnern, seine Worte wieder in ihr Gedächtnis zu rufen, doch niemand wird jemals verstehen, wie viel Marceline tatsächlich zurückgelassen hat.

Meine Bewertung

„Und du bist nicht zurückgekommen“ ist eine Autobiografie, die völlig von meinen gewohnten Genres abweicht. Trotzdem finde ich es auch angesichts der Thematik wichtig, mich immer wieder an etwas anderes heranzuwagen, und dieses Buch schien mir das richtige dafür zu sein. Es ist erschreckend, aufrüttelnd und ruft uns ins Gedächtnis, wieso wir nie wieder solch dunkle Zeiten wie während des zweiten Weltkriegs zulassen dürfen – und vor allem ist es geprägt von so viel Liebe und Schmerz, dass man sie auf jeder Seite findet.

Die Autorin war fünfzehn Jahre alt, als sie aus Frankreich nach Birkenau deportiert wurde, um dort unter den menschenverachtenden Kommandos zu arbeiten. Kleider sortieren, Gräber schaufeln – Marceline hat in dem jungen Alter mehr Schrecken gesehen als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben. Ihr Vater war in Auschwitz, eigentlich nicht weit von ihr entfernt, und doch trennte sie zu viel. Der Brief, der sich durch die ganze Geschichte zieht, hat einen großen Einfluss auf Marcelines Leben. Ihr Vater hat ihn ihr übermitteln lassen, wofür sie beide alles hätten verlieren können. Und für Marceline steht fest: Ihr Leben gegen seins. Selbst als sie nach Hause kommt, erholt sie sich nicht mehr von den Schrecken, wird für immer auf der Suche nach ihrem Vater sein, der sein Leben lassen musste.

Es gibt kaum angemessene Worte, die dieses Buch beschreiben können. Ich wusste von Anfang an, worauf ich mich einlasse, aber es zu wissen und dann selbst zu erleben, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Ausführungen der Autorin waren ein ziemlicher Schock, auch wenn ich denke, dass wir das Thema in der Schule schon sehr weit und ausführlich abgehandelt haben. Trotzdem sind solche Berichte Überlebender der Konzentrationslager nichts für schwache Nerven. Ich hatte ein ganz ungutes Gefühl im Bauch und habe selbst gemerkt, wie ich versucht habe, eine innere Distanz dazu aufzubauen, um nicht zu tief in die Gefühlswelt der jungen Marceline abzurutschen. Ihre Schilderungen haben mich sehr mitgenommen und werden mir wahrscheinlich noch lange Kopfzerbrechen bereiten.

Was für mich aber noch heftiger war, war der krasse Gegensatz der Gefühle in diesem Buch. Um alles zu verarbeiten, musste auch die Autorin eine gewisse Barriere um sich herum aufbauen und sich gefühlsmäßig abschotten. Sie hat die Worte vergessen, die ihr Vater ihr in einem Brief schrieb – und das trägt sie ihr Leben lang mit sich. Selbst ihre zweite Ehe hat Parallelen zu ihrem Vater. Sein Tod nimmt sie spürbar mit und das Aufarbeiten seines Lebens beschäftigt sie. Diese Liebe inmitten der Kühle, Distanz und der Fassungslosigkeit in Anbetracht der Unmenschlichkeiten war für mich sehr aufrüttelnd und irgendwo auch spannend zu lesen. Während ihre Familie vieles totschweigt und möchte, dass Marceline normal weiterlebt, kann sie es umso schwerer verarbeiten. Ihr Vater hätte ihr helfen können, haben sie doch die gleichen Erfahrungen geteilt – aber er kommt nicht mehr zurück.

„Und du bist nicht zurückgekommen“ ist ein Buch, das nachdenklich und sehr traurig stimmt. Gleichzeitig halte ich es für unglaublich wichtig, dass wir alle uns als Gesellschaft mit der Historie befassen und dabei auch Zeitzeugen sprechen lassen. Vor allem die, die so viel Leid davongetragen haben: Ihre Stimmen sind wichtig und sollten gehört werden, damit wir niemals wieder in eine solch dunkle Zeit abrutschen können. Marceline Loridan-Ivens hat hier ein eindrucksvolles Werk hinterlassen, dessen Stimme weithin gehört werden sollte.

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lenisveas avatar

Rezension zu "Und du bist nicht zurückgekommen" von Marceline Loridan-Ivens

Und du bist nicht zurückgekommen
lenisveavor einem Jahr

D: 10,00 € A: 10,30 € CH: 14,90 sFr Erschienen: 10.04.2017 suhrkamp taschenbuch 4766, Taschenbuch, 109 Seiten ISBN: 978-3-518-46766-4 Zum Buch: http://www.suhrkamp.de/buecher/und_du_bist_nicht_zurueckgekommen-marceline_loridan-ivens_46766.html Inhalt Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird. Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Hass, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen. Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.« Und du bist nicht zurückgekommen ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art. Meine Meinung: Ich bin auf dieses Buch durch eine Rezension aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, welches allerdings ein anderes Aussehen hat als das obige Cover. Das obige Cover gefällt mir wesentlich besser. Die Autorin erzählt von ihren eigenen Erlebnissen im 2. Weltkrieg, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie sollen sich bald darauf leider niemals wiedersehen. Sie beschreibt sehr eindrücklich ihre Gefühle, die sie damals und auch heute noch hat. Man hat ihr deutlich anmerken können, wie stark sie diese Zeit für ihr ganzes weiteres Leben, welches zum Glück noch lange anhielt und es immer noch tut, geprägt hat. Dieses Buch ist ein wichtiges Zeitdokument, welches wohl nie seine Aktualität und Wichtigkeit verliert. Ich bin der Meinung, dass eine Zeitzeugin es viel nachdrücklicher schildern kann als ein Schriftsteller, dem aufgrund seines jungen Alters nur die Recherche bleibt. Man hat einfach bei jedem Wort gespürt, dass es ihre eigene Lebensgeschichte darstellt. Vielleicht wäre es sogar gut als Schullektüre im Geschichtsunterricht geeignet. Alles in allem hat mir dieses autobiographische Buch sehr gut gefallen. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Leser geben, die sich ein wenig mit Zeitgeschichte befassen möchten. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Aydas avatar

Rezension zu "Und du bist nicht zurückgekommen" von Marceline Loridan-Ivens

Herzergreifender Brief einer Zeitzeugin an ihren Vater...
Aydavor einem Jahr

"Meine Rückkehr ist Synonym für deine Abwesenheit. So sehr,dass ich sie auslöschen,ebenfalls verschwinden wollte"

Marceline Loridan-Evans schreibt 70 Jahre nach seinem Tod einen Brief an ihren Vater, mit dem sie zusammen deportiert wurde. Damals war sie 15 Jahre jung. Sie kam nach Birkenau, er nach nach Auschwitz. Zwischen den Lagern lagen nur 3 km, aber sich zu sehen war unmöglich. Wir erfahren in dem Brief über ihre Zeit in diesem Lager und was sie alles erleben,über sich ergehen lassen musste, so dass sie im Laufe der Zeit alles menschliche ablegen musste,um diese Abgründe zu überstehen. Diesen Brief wird ihr Vater jedoch nie lesen,denn er hat nicht überlebt...
Ein Buch,das gelesen werden sollte, sehr ergreifend und gleichzeitig grausam. Wir bekommen Einblicke in die Gefühlswelt einer Zeitzeugin, die es geschafft hat zu überleben. Auch nach dem Krieg plagen Sie viele Schuldgefühle,ihre Gedanken sind immer bei ihrem Vater. Es geht um Tod,Verlust,Angst, Trauer und Hoffnung. Sie hat einen sehr warmen,emotionalen Schreibstil,der die Liebe zu ihrem Vater sehr gut wiederspiegelt. Es ist wichtig,überlebende Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen,denn nur so kann uns vor Augen geführt werden, zu was Menschen fähig sind und wir uns als Gesellschaft immer gegen Rassismus und Antisemitismus positionieren müssen.
Ein Stück Zeitgeschichte,das gelesen werden sollte!

Autorin:
Marceline Loridan-Ivens, 1928 als Marceline Rozenberg geboren, wurde im März 1944 mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie lebt in Paris. (Quelle: www.suhrkamp.de)

Mehr Informationen:

http://www.suhrkamp.de/buecher/und_du_bist_nicht_zurueckgekommen-marceline_loridan-ivens_17660.html

https://www.youtube.com/watch?v=zLLyeREWrrk





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Sommerregens avatar
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