Thomas Anz

 3.7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Literaturkritik, Franz Kafka und weiteren Büchern.

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Thomas AnzLiteraturkritik
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Literaturkritik
Literaturkritik
 (5)
Erschienen am 24.01.2008
Thomas AnzMarcel Reich-Ranicki
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Marcel Reich-Ranicki
Marcel Reich-Ranicki
 (2)
Erschienen am 01.05.2004
Thomas AnzFranz Kafka
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Franz Kafka
Franz Kafka
 (2)
Erschienen am 15.09.2009
Thomas AnzLiteratur des Expressionismus
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Literatur des Expressionismus
Literatur des Expressionismus
 (1)
Erschienen am 17.09.2010
Thomas AnzDie Literatur, eine Heimat
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Die Literatur, eine Heimat
Die Literatur, eine Heimat
 (1)
Erschienen am 15.09.2008
Thomas AnzLiteratur und Lust
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Literatur und Lust
Literatur und Lust
 (1)
Erschienen am 01.02.2002
Thomas AnzHandbuch Literaturwissenschaft
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Handbuch Literaturwissenschaft
Handbuch Literaturwissenschaft
 (0)
Erschienen am 12.08.2013
Thomas AnzIhr verdammtes Glück
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Ihr verdammtes Glück
Ihr verdammtes Glück
 (0)
Erschienen am 01.10.2002

Neue Rezensionen zu Thomas Anz

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HeikeGs avatar

Rezension zu "Die Literatur, eine Heimat" von Thomas Anz

Rezension zu "Die Literatur, eine Heimat" von Thomas Anz
HeikeGvor 10 Jahren

Ein Leben für Literatur

Im Oktober 2008 sorgte der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises für einen Eklat. Auf offener Bühne lehnte er die Annahme des Preises, den er für sein Lebenswerk erhalten sollte ab und teilte dem verdutzten Publikum mit:
"Ich habe nicht gewusst, was mich hier erwartet. Ich finde es schlimm, dass ich das hier viele Stunden ertragen musste. Diesen Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben."

Streitbar war Deutschlands "Literaturpapst" schon immer. Seine zum Teil gefürchteten Urteile wurden trotzdem allerorts geschätzt. Wenn er mit seinem rollenden "R" über ein Buch sprach, wenn er meisterlich und sorgfältig ausformulierte Wiederholungen, Variationen und Erfindungen von Neuem präsentierte, entwickelte er unweigerlich eine Faszination, die jeden - nicht nur den Literaturbegeisterten - in seinen Bann zog. Mit dem "Literarischen Quartett" schrieb er ein Stück Fernsehgeschichte und übte allergrößte Wirkung aus, machte Literatur öffentlich und vor allem öffentlich wichtig.

"Die Literatur, eine Heimat - der Titel dieses Bandes klingt vielleicht ein wenig pathetisch, allzu feierlich und ernst.", schreibt der Herausgeber Thomas Anz in seinem Vorwort. "Dieses Pathos schließt allerdings Witz und Vergnügen keineswegs aus. Reich-Ranickis Bekenntnisse zur Literatur sind, wie auch in diesem Band nachzulesen ist, Liebesbekundungen durchaus erotischer Art, Bekenntnisse zu ihren Qualitäten eines Spiels, das vor allem eine Sinn hat: Vergnügen zu bereiten."

Auch die in diesem Buch versammelten Festreden offenbaren spielerische und vergnügliche Qualitäten. Da kommen Siegfried Unseld oder Jürgen Habermas anlässlich der Verleihung des Hessischen Kulturpreises 1999 zu Wort, Jürgen Rüttgers bei der Überreichung des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen (2005), Thomas Gottschalk zum 85. Geburtstag des Jubilars im Jahr 2005 oder aber die jüngste Ehrung (2008) mit dem Henri-Nannen-Preis, bei dem die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Laudatio hielt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Natürlich darf gleichfalls die ganz unnachahmliche Stimme des Geehrten nicht fehlen, der für die Auszeichnungen in seiner ganz eigenen Art und Weise dankt. Thomas Gottschalk hat dies vielleicht am Treffendsten ausgedrückt: "Über fast allem, was ich von Ihnen gelesen habe, liegt trotz der Wucht Ihrer Kritik, trotz der Schwere Ihrer eigenen Schicksalsschilderung immer ein leises Lächeln. Und wer Ihnen persönlich begegnet, kann diesen Schelm auch dann nicht übersehen, wenn der Kritiker in Ihnen eifert."

Entstanden ist in diesem Buch ein abwechslungsreiches Bild eines Mannes, der die Literatur im deutschsprachigen Raum entscheidend mitgeprägte. Die Themen der Reden decken ein weites Feld ab und zeichnen ein interessantes, gelungenes und facettenreiches Bild von Reich-Ranicki - auch und vor allem als Mensch.

Fazit:
"Die Literatur, eine Heimat" enthält Würdigungen und Laudatio an Marcel Reich-Ranicki sowie dessen Erwiderungen. Auch wenn man nicht immer seiner Meinung ist, regen seine Worte doch zum Nachdenken, Artikulieren und Hinterfragen seiner eigenen an.

"Das Lebenswerk von Marcel Reich-Ranicki ist nicht allein die Summe aller wortgewaltigen Lobreden oder Verrisse. Marcel Reich-Ranicki lebt Kultur. Er will andere an dieser Leidenschaft teilhaben lassen." (Angela Merkel anlässlich der Verleihung des Henri-Nannen-Preises 2008)

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RosEmmas avatar

Rezension zu "Literaturkritik" von Thomas Anz

Rezension zu "Literaturkritik" von Thomas Anz
RosEmmavor 11 Jahren

Ein informatives Buch, welches sowohl für den Unterricht nützlich ist, aber auch für außerschulisch/-beruflich Interessierte spannend sein kann.
Das Buch ist verständlich und deckt viele Bereiche des Gebiets der Literaturkritik ab, auch wenn einige (leider) bloß kurz angeschnitten werden.
Ob all die formulierten Thesen so gültig sind, ist zwar nicht gesagt und ist von einigen Literaturkritikern umstritten. Dennoch ist Wissenswertes in diesem Buch enthalten.

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