Thomas Hürlimann

 3.5 Sterne bei 75 Bewertungen
Autor von Fräulein Stark, Vierzig Rosen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Thomas Hürlimann

Einer der bekanntesten Schriftsteller aus der Schweiz: Thomas Hürlimann, ein Autor dessen Bücher in 21 Sprachen übersetzt wurden, kam 1950 in Zug als Sohn eines Politikers und späteren Bundespräsidenten auf die Welt. Nach seiner Matura, studierte er Philosophie in Zürich und in Berlin, wobei er 1978 sein Studium abbrach um als Regieassistent und Produktionsdramaturg am Berliner Schillertheater zu arbeiten. Dieser Tätigkeit kam er auch bis 1980 nach, bis er beschloss eigene Werke zu verfassen. Hürlimann schrieb zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen und Romanen und ist am meisten für die Novelle "Fräulein Stark" bekannt. Sein Roman "der große Kater" wurde sogar mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt. Thomas Hürlimann erhielt viele Auszeichnungen, unter anderem den Rauriser Literaturpreis, den Thomas-Mann-Preis und den Hugo-Ball-Preis. Er hat neben seiner schriftstellerischen Karriere auch an Universitäten, wie z.B. in New Hampshire am Darthmouth College und in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut doziert. Außerdem ist er Korrespondierender Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste und Mitglieder der Akademie der Künste in Berlin. Der Autor lebt in der Schweiz und in Berlin.

Neue Bücher

Heimkehr
 (1)
Neu erschienen am 23.08.2018 als Hardcover bei S. FISCHER.

Alle Bücher von Thomas Hürlimann

Sortieren:
Buchformat:
Thomas HürlimannFräulein Stark
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fräulein Stark
Fräulein Stark
 (26)
Erschienen am 01.08.2010
Thomas HürlimannVierzig Rosen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Vierzig Rosen
Vierzig Rosen
 (21)
Erschienen am 01.12.2010
Thomas HürlimannThomas Hürlimann : Der grosse Kater
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Thomas Hürlimann : Der grosse Kater
Thomas Hürlimann : Der grosse Kater
 (11)
Erschienen am 01.01.2010
Thomas HürlimannDas Gartenhaus
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Gartenhaus
Das Gartenhaus
 (8)
Erschienen am 01.02.2000
Thomas HürlimannDämmerschoppen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Dämmerschoppen
Dämmerschoppen
 (2)
Erschienen am 12.08.2009
Thomas HürlimannDie Tessinerin
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Tessinerin
Thomas HürlimannHeimkehr
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Heimkehr
Heimkehr
 (1)
Erschienen am 23.08.2018
Thomas HürlimannDie Satellitenstadt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Satellitenstadt
Die Satellitenstadt
 (1)
Erschienen am 01.11.1994

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Thomas Hürlimann

Neu
M

Rezension zu "Heimkehr" von Thomas Hürlimann

Sprachlich und inhaltlich mit vielfachen Ebenen versehen
michael_lehmann-papevor einem Monat

Sprachlich und inhaltlich mit vielfachen Ebenen versehen

Junior und Senior, dass ist eines der beherrschenden Themen dieses, gerade auch sprachlich, dichten und mit Verästelungen versehenen Romans.

Indem Heinrich Übel, der Juniorchef der Firma, zunächst sein Auto zerlegt. Hinter einer Brücke. Oder, je nach Blickrichtung, vor einer Brücke. Die es zu überqueren gelten wird. Wobei lange nicht klar ist, was das für ein Weg „Heim“ nun so genau ist und wie der wirkliche Zustand des Heinrich Übel sich darstellt.

„Dann pflegte er sentimental zu werden: O gute Mutter Gertrud, jammert er, was ist aus deinem Isidor geworden – ein verkrachter Schauspieler“. So tönt Quassi, Bekannter von Heinrich, Egomane, „Schwätzer, Schnorrer und Säufer“, vor allem aber jener, der Heinrich genau dieses Auto geliehen hatte.

Doch warum hat er es genommen, wohin wollte der Junior? Tatsächlich zur Firma, zum Gespräch mit dem Senior? Und liegt nun im Frost neben dem Wrack des Chevrolets.

Aber warum trägt er, der „Sohn der Gummifabrik“ Plastikstiefel? Warum wirken die Hände wie eingeschlafen, wo sich Heinrich doch subjektiv bewegt, aufrafft nach dem Unfall?

Und wieso wacht er in einem Hotel auf, in Italien, inmitten fremder Menschen?

„Seien Sie versichert, Signore, Sie sind hier unter Freunden“.

Was man vielleicht von der eigenen Familie nicht unbedingt behaupten kann. Denn auf einigen Gummimatten im Büro des Vaters finden sich kleine Löcher. Von High Heels. Löcher, die Spuren der familiären Spannungen aufzeigen. Die sich langsam, Schritt für Schritt inmitten vieler Assoziationen, Rückerinnerungen und dem Versuch, sich die Gegenwart zu erklären, eine gewichtige Rolle spielen werden.

Genauso, wie die Frage, was mit Mimi, Heinrichs Mutter, geschehen ist und was der kleine Heinrich alles mitangesehen hat. Damals. Oder nicht? Denn die Frage, was ist Realität und was Fantasie, was scheint aus einem Delirium zu kommen und was sind handfeste Momente zwischen Vater und Sohn und Brücke und dem Hotel in Italien, das bleibt lange unklar, bietet viele Impulse und führt nicht selten auch ein wenig in den Leser in die Irre. Und bleibt so als Lektüre durchgehend spannend, kräftig und bildreich erzählt mitsamt vielen, emotional dichten und nahegehenden Momenten.

Ein im Gesamten durchgehender, reflektierter, mit Schmerzen versehener Weg „heim“, aber nicht in einfacher Form, Denn zum einen, als derselbe wird Heinrich Übel nicht mehr die Welt betreten, die er „Heim“ nennt und, das eher mit Andeutungen offen gehaltene Ende des Romans lässt den Leser ebenfalls ahnen, dass hier eine tiefe Wandlung vollzogen wurde, wenn nicht sogar die eine Wandlung, die auf jeden zukommt und am Ende der Tage nichts mehr so sein lässt, wie es war.

So verbleibt Hürlimann bei einigen offenen Fragen (und das ist gut so), denn ebenso, wie eine Genesung nach einem Unfall oder einem Blackout, der nun rekonstruiert werden müsste (wie kommt der Mann überhaupt nach Italien?), ebenso, wie ein Stern, ein Satellit, ein Flugzeug blinken mögen auf dem Weg heim, kann dies auch verstanden werden als letztes Loslassen.

Aber vielleicht bietet sich auch eine tatsächliche Heimkehr nach langer Trennung als Ausweg aus einem gescheiterten Leben.

Auch wenn diese Fragen ein stückweit dem Elser überlassen bleiben, eines verbindet Leser, Roman, bildkräftige Sprache und irritierende Erlebnisse: Sich selbst zu finden in einer entwurzelten Welt mitsamt dem gesamten Kaleidoskop der Beziehung als Sohn zum eigenen Vater, das ist zeitloser und., in diesem Fall, kräftig umgesetzter Stoff, der die Lektüre ohne Frage wert ist.

Kommentieren0
3
Teilen
R

Rezension zu "Thomas Hürlimann : Der grosse Kater" von Thomas Hürlimann

Lebendige Geschichte
rugi49vor 3 Jahren

Dem Autor ist es gelungen, mit diesem Roman seinem Vater und seiner Familie ein Denkmal zu setzen. Die intime Kenntnis der damaligen Situation ist mit der für Hürlimann gewohnten mächtigen und differenzierten Sprache in eine Geschichte umgesetzt worden, die in keiner Phase peinlich wirkt, obwohl ganz persönliche Informationen aus der eigenen Familiengeschichte verarbeitet wurden.

Kommentieren0
1
Teilen
Leuchtturmwaerterins avatar

Rezension zu "Die Tessinerin" von Thomas Hürlimann

Unbedingt lesenswert!
Leuchtturmwaerterinvor 3 Jahren

 Heute Abend als "Absacker" nach einem Krimi dazwischen geschoben und nun mit großen Gedanken und einem kleinen Kloß im Hals hier am Schreibtisch sitzend. Beeindruckend, wie authentisch Hürlimann den Sterbeprozess beschreibt. Mich hat es tief bewegt und mich an meinen Großvater denken lassen, der vor 10 Jahren gestorben ist. Damals habe ich auch an seinem Sterbebett gesessen und diesen Prozess begleitet. 

Kommentare: 1
101
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Thomas Hürlimann wurde am 21. Dezember 1950 in Zug (Schweiz) geboren.

Community-Statistik

in 112 Bibliotheken

auf 11 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks