Uschi Hammes

 4.3 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Der Spatz, Herbstregen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Uschi Hammes

Der Spatz

Der Spatz

 (11)
Erschienen am 22.04.2014
Herbstregen

Herbstregen

 (2)
Erschienen am 16.11.2015
Das Daimonion

Das Daimonion

 (1)
Erschienen am 01.02.1999

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Rezension zu "Herbstregen" von Uschi Hammes

Ein Herbstregen, der die Sonne liebt
seelenmusevor 2 Jahren

Der "Herbstregen" ist nicht einfach nur ein Roman, der unterhält und Freude am Lesen bereitet.
Er ist eine Begegnung mit dem Leben, welche sehr tiefsinnig betrachtet wird und dem Leser zum Verweilen und Nachdenken einlädt.
Es kommt eine gewisse Sehnsucht zum Ausdruck, sich mit dem eigenen Sein bewusster auseinanderzusetzen und den Gedanken der Seele zu folgen bzw. sich diesen stimmungsvoll hinzugeben.

Die Art und Weise, wie all die interessanten Worte ein Ganzes ergeben, ist etwas außergewöhnlich, da es keine logische Konfrontation der Protagonisten gibt.
Träume und viele Lebensweisheiten werden schlicht benannt und erzählt, erhalten aber keine Wertung.
Hier bleiben sehr viel Spielraum und Freiheit für den Leser.
Hin und wieder hätte ich mich gern in die "Story" eingeschlichen, um mich bewegende Fragen zu formulieren.

Der "Herbstregen" ist ein Buch, das inspiriert und eine schöne Entdeckung für eine persönliche Reise zum eigenen Ich werden lassen kann.

Ein Dankeschön an die Autorin und weiterhin viel Erfolg beim Schreiben.

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Herbstregen" von Uschi Hammes

Zwei isolierte Frauen … und nun?
JulesBarroisvor 3 Jahren

Herbstregen: Aufzeichnungen einer Nicht-Sesshaften von Uschi Hammes (Autor), 150 Seiten, Verlag: Franzius Verlag (16. November 2015), 12,90 €, ISBN-13: 978-3945509845

Zwei Frauen treffen sich auf einem Friedhof: Eine Jüngere, die Ich-Erzählerin und eine Ältere. Sie schließen Freundschaft (zumindest laut Buchtrailer), im Buch merken wir von dieser Freundschaft wenig, wie wir auch nicht viel über diese beiden Frauen erfahren. Nur aus ihren „Lebensweisheiten“ können wir versuchen, uns ein Bild zu machen.

Und von diesen Aphorismen gibt es eine unendliche Zahl, in der Art von: „Es gibt Tage an denen man froh ist, dass sie vorüber sind. Alsdann muss man lernen, sie nicht mit in die Nacht herüber zu nehmen.“ (Seite 58) oder „Lasst die Angst nicht das Denken verdrängen.“ (Seite 98) „Überheblichkeit ist nun einmal das erste Steinchen in der Mauer der Unterdrückung.“ (Seite 141)

Beide Frauen scheinen zutiefst einsam zu sein, ja isoliert. Eine Isolierte sucht Halt bei einer anderen Isolierten. Zwei Frauen, die äußerlich intakt scheinen, die aber nicht unversehrt sind. Sie scheinen mir ein Leben zu simulieren, das es nicht mehr gibt, vielleicht nie gegeben hat.

Die Autorin Uschi Hammes fasst viele gute Gedanken in Worte. Das kann sie. Was ihr anscheinend schwerer fällt, ist Geschichten erzählen. Einige Situationen werden geschildert, einige Träume und der Anfang eines klischee-überladenen Buches, das die Ältere begonnen hat zu schreiben. Auch die ältere Frau, ebenso wie die Ansätze zu Handlungen scheinen mir nur zu existieren, um der Jüngeren als Stichwortgeber zu dienen. Insofern erschöpft sich das Buch in einem einzigen langen Monolog über alles, was der Autorin so durch den Kopf geht. Sie ist keine Handelnde, sondern eher Beobachterin und Mahnerin. Warnung vor Seelengeiz und Rückzug ins Private aus einer verlorenen Welt?

Ein Roman ist „Herbstregen“ mit Sicherheit nicht, vielleicht eher eine Art unvollständiges Essay oder eine Aphorismensammlung. Der Untertitel sagt mehr: „Aufzeichnung einer Nichtseßhaften“. Aber, wo bleibt das Recht auf Sorglosigkeit und Leichtigkeit, obwohl kein fester Platz und kein klarer Status in Aussicht ist?

Wer sich in ähnlicher Situation fühlt, der liegt mit diesem Buch genau richtig. Es regt zum Nachdenken, zur Selbstreflexion an, gibt eine Lernaufgabe, fordert den empfindsamen Menschen.


Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Franzius Verlages:

http://franzius-verlag.de/modules/myalbum/photo.php?lid=2439&op=search&album_search_text=hammes&location_id=106&layout=

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de


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shlomo-ben-yossis avatar

Rezension zu "Der Spatz" von Uschi Hammes

Manchmal bedarf es jemand "anderen" der objektiven Betrachtung!
shlomo-ben-yossivor 4 Jahren

"Aber so kannst du doch kein Buch beginnen."

Mit diesem Satz wird die Protagonistin in Uschi Hammes' Roman "Der Spatz" aus ihrer Arbeit an einem kritischen Essay gerissen. Wer? Um etwas fassen zu können und sich somit dem gegenüber zu stellen, womit man es zu tun hat, kleidet sich um die Stimme eine Gestalt des menschfreundlichen Haussperlings, der Spatz. Zusammen führen sie einen wundervollen Dialog über gesellschaftliche, persönliche und konstitutive Themen, die tiefer hinterfragt und verschieden betrachtet werden. Sie reden, schweigen, denken und gestalten ihren Alltag zusammen.

Das ganze fühlt sich wie die Besteigung eines Berges an, der im Weg auftaucht und durch den es kein Hindurchkommen gibt. Das Auge schaut dabei nicht nur auf die Wörter im Kopf, sondern erfreut sich an der Poesie und der Natur. Das sind Ruhepunkte beziehungsweise Rückzugsmöglichkeiten der Protagonistin in ihrem Alltag, um sich anschließend erneut mit voller Kraft ins Auseinandersetzungsprocedere zu stürzen.

Ihre Gedanken und Refelexionen werden durch zahlreiche Veranschaulichungen in Form von Metaphern, Gleichnisse, Allegorien, und anderes als Bild im Rahmen konzipiert, welches keine Einschränkungen der Phantasie und des Sinnierens eingrenzt. Es darf hinter das Bild, weiter ... geschaut werden.

Sehr schön wird der Verlauf einer Freundschaft zwischen der Protagonistin und dem Spatzen dargelegt. Anfänglich sind sie separatisiert, im weiteren Verlauf des Gespräches wird die Beziehung enger und letztlich kommt es zur Integration.

Uschi Hammes gestaltet ihren Roman in authentischen, emotionalen und ehrlichen Worten. Einige Gedanken werden besonders hervorgehoben.

Wer eine Reise mit der Protagonistin zu ihrem Selbst miterleben und dies auf sich, bestenfalls nachhaltig, wirken lassen möchte, wird mit dem Spatzen eine gute Wahl treffen. Es ist eine Parabel im dialogischen Monolog und gleichsam ein etwas anderer Gedichtband, eingebettet in prosaischen Wortbildern!

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Gespräche aus der Community

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daimonions avatar
Seid gegrüßt liebe Leser
Nachdem die Verlosung meines Romans DER SPATZ noch bis 5.September läuft möchte ich heute die freudige Mitteilung loswerden, dass der Wiesenburg Verlag 8 Exemplare meines Romans für eine Leserunde zur Verfügung stellt!
Dickes Danke nach Schweinfurt!!!
Wie Ihr aus den Daten erseht, werde ich die Verlosung für die Leserunde zwei Tage vor der Buchverlosung beenden. Also am 3.9.
Da ich das große Glück hatte, dass der OK54 (regionale Fernsehsender Trier) ein Interview mit mir geführt hat, sollten Interessierte sich am besten das Video anschauen. Dort erfahrt Ihr eine Menge über mich und meine "Schreibereien": www.OK54.de/Mediathek und dann meinen Namen Uschi Hammes eingeben. Auch neben meinem Autorenfoto könnt Ihr den Bildschirm anklicken, oder Ihr geht auf youTube Uschi Hammes. Der Wege sind also zum Ziel diverse - wie im richtigen Leben!

Ich möcht mich auf diesem Weg bei den bis heute 11 Bewerbern für die Buchverlosung bedanken. Freut mich richtig doll, dass mein Buch Interesse weckt.
Als daimonion habe ich ja schon einiges über das Buch verlauten lassen.
Als Uschi Hammes freue ich mich mit Euch über den SPATZEN und über was auch immer sich in diesem und weiteren Sinne ergibt, zu diskutieren.
Ich werde also aktiv an der Leserunde teilnehmen. Dies wird allerdings nur in den Abendstunden möglich sein, da ich tagsüber noch einige kleinere Nebenbeschäftigungen habe (Familie, Job, Hunde und was man sonst so noch erleben will - kann - darf).
Für dieses Mal sei genug berichtet. Jetzt dürft Ihr!
Ich freu mich auf die bevorstehenden Zeiten, und bin ebenso neugierig wie gespannt was uns erwartet...

Gesundheit, Glück und ein langes, zufriedenes Leben
Bis bald
Uschi Hammes

 


 
 
 
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