Antonia Richter

 3,6 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor*in von Wie du es versprochen hast, Ich sehe, was du tust und weiteren Büchern.
Autorenbild von Antonia Richter (©Privat)

Lebenslauf von Antonia Richter

Antonia Richter wurde 1976 in Wiesbaden geboren. Schon in der Kindheit erwachte in ihr die Begeisterung für Bücher und Geschichten und mit ihr bald der Berufswunsch Autorin. Nach dem zunächst hobbymäßigen Verfassen kleinerer Texte, hat sich das Schreiben weiterhin als roter Faden durch ihre bunte berufliche Laufbahn gezogen: Sie absolvierte eine Ausbildung zur Verlagskauffrau im Musikverlag und arbeitete dort mehrere Jahre in der Fachzeitschriftenabteilung, bevor sie ihr Studium der Psychologie aufnahm. Während und nach ihrem Studium arbeitete sie im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, in einer Poliklinischen Ambulanz für Psychotherapie sowie als Therapeutin in einer Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Neben der praktischen Arbeit gefiel ihr das Schreiben an der Uni besonders gut, so dass sie sich nach ihrer Diplomarbeit dafür entschied, eine Doktorarbeit anzuschließen. Während des Verfassens ihrer Dissertation wurde erneut der Wunsch laut, für Leserinnen und Leser zu schreiben, sie spannend zu unterhalten, auf falsche Fährten zu locken und zu überraschen. Seit Abschluss ihrer Doktorarbeit widmet sie sich ganz dieser Leidenschaft und schreibt mit großer Freude Krimis und Thriller, in denen sie menschliche Abgründe hinter dem scheinbar Normalen beleuchtet. Antonia Richter lebt mit ihrem Mann in Rheinland-Pfalz.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Ich sehe, was du tust (ISBN: B0BQ7D3GMW)

Ich sehe, was du tust

 (15)
Neu erschienen am 01.01.2023 als eBook bei dp Verlag.

Alle Bücher von Antonia Richter

Cover des Buches Wie du es versprochen hast (ISBN: 9783958191181)

Wie du es versprochen hast

 (16)
Erschienen am 05.06.2017
Cover des Buches Ich sehe, was du tust (ISBN: B0BQ7D3GMW)

Ich sehe, was du tust

 (15)
Erschienen am 01.01.2023
Cover des Buches Was ich Dir nehmen will (ISBN: 9783750418547)

Was ich Dir nehmen will

 (4)
Erschienen am 15.12.2019
Cover des Buches Wie Du es versprochen hast (ISBN: 9783751921138)

Wie Du es versprochen hast

 (2)
Erschienen am 06.06.2020

Neue Rezensionen zu Antonia Richter

Cover des Buches Ich sehe, was du tust (ISBN: B0BQ7D3GMW)
L

Rezension zu "Ich sehe, was du tust" von Antonia Richter

Meine Erwartungen leider nicht erfüllt
lesehexevor einem Tag

Hazel ist erfolgreiche Theaterschauspielerin. Nach Jahren auf der Bühne möchte sie sich neuen Aufgaben zuwenden und erwägt, als Schauspiellehrerin zu arbeiten. Obwohl niemand davon weiß, werden ihr die letzten Tage im Theater schwer gemacht, was sie in ihrer Entscheidung nur bestärkt. Sowohl im Schauspielhaus als auch zu Hause findet sie immer wieder bedrohliche Nachrichten, die ihr einerseits zusetzen, sie andererseits aber dagegen aufbegehren lassen. Zumindest in ihren Gedanken. Dabei hat sie ihre junge Kollegin Pia im Verdacht, während Elliot immer zudringlicher wird und ihr Angst macht. Ihre ehemalige Schauspiellehrerin Orla, von der sie sich Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Berufspläne erhofft, macht sie nur immer wieder nieder. Mit der Zeit spitzt sich die Lage zu, die Bedrohungen werden mehr, bis es zum Eklat und unerwarteten Ende kommt.

Meine Meinung:

Antonia Richter hat sich ein gutes Thema vorgenommen. Mobbing und Stalking sind heutzutage fast schon normal, die Opfer, oft nicht in der Lage  sich zu wehren, leiden und werden krank. So geht es auch Hazel. Die anfangs kleinen Piesackereien und Botschaften steckt sie noch weg. Mit der Zeit allerdings reagiert ihr Körper mit Migräneattacken.

Das Verhalten der Schauspielerin, in deren Psyche die Autorin tiefe Einblicke gestattet, ist allerdings nicht immer verständlich. Sie hat Angst und ist verunsichert, geht aber nach der Abendvorstellung mitten in der Nacht von der Bushaltestelle eine Abkürzung von rund einem Kilometer durch den Wald nach Hause. Wer macht so etwas? Ein ängstlicher Mensch – vor allem eine Frau – würde nachts niemals alleine durch einen Wald gehen. Schon gar nicht so eine lange Strecke. Sie würde eher den längeren Weg nehmen und sich auf beleuchteten Straßen bewegen.

Und würde sich eine Frau nicht gegen die Mobbing-Attacken wehren und dem zudringlichen Kollegen Einhalt gebieten? Nicht unbedingt. Das hat Antonia Richter ganz gut beschrieben. Die meisten Opfer ziehen sich eher in sich zurück und machen das mit sich aus.

Aber spätestens nachdem in ihr Haus eingebrochen wird, hätte Hazel reagieren müssen. Nicht nur mit neuen Schlössern, die sie hat einbauen lassen, sondern mit einer Anzeige bei der Polizei. Das tut sie aber nicht. Ihr Mann, der sich auf Geschäftsreise befindet, nimmt sie nicht ernst, wiegelt ab und ist ihr somit auch keine Hilfe.

All das könnte man so richtig spannend verarbeiten. Leider nehmen Längen, in denen sich die Protagonistin gedanklich immer wieder um sich selbst dreht, die Spannung fast komplett raus. Für den Leser sind die ständigen Gedanken fast schon Wiederholungen – nur mit anderen Worten.

Das Ende und der Täter/die Täterin haben mich dann aber doch überrascht. Das hatte ich so nicht im Verdacht. Ein Pluspunkt für die Autorin. Allerdings wirkt die Geschichte dann doch konstruiert.

 

Fazit:

Das Thema Stalking und Mobbing ist eigentlich ein sehr dankbares, das Autoren unglaublich viele Möglichkeiten bietet, einen wirklich spannenden Thriller zu entwickeln. Leider ist das an der Autorin vorbeigegangen. Da hat sie viel Potenzial verschenkt. Vielleicht überarbeitet sie ihr Buch irgendwann noch einmal und baut noch einen durchgehenden Spannungsbogen ein.  Möglichkeiten bietet die Geschichte zur Genüge.

Meine Leseempfehlung:

Ich würde den Roman nicht als Thriller bezeichnen. Es handelt sich hier eher um einen unblutigen Krimi – und auch das nicht wirklich. Eine Einordnung fällt mir schwer. Für Leser mit schwachen Nerven ist der Roman sicherlich interessant. Wer einen Thriller erwartet, wie er auch durch das Cover impliziert wird, wird enttäuscht sein. 

Von mir gibt es drei Sterne für die Idee, die Aufarbeitung des Themas und ihren flüssigen, gut lesbaren Schreibstil. 

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Cover des Buches Ich sehe, was du tust (ISBN: B0BQ7D3GMW)
N

Rezension zu "Ich sehe, was du tust" von Antonia Richter

Ich sehe, was du tust – Antonia Richter
Newt_A5vor 2 Tagen

*Rezensionsexemplar

 

Der Thriller „Ich sehe, was du tust“, geschrieben von Antonia Richter, erschien im Januar 2023.

Hazel Karelius hat ein schwieriges Leben. Seit dem Tod ihrer Mutter ist sie nicht mehr dieselbe. Migräneattacken und Albträume quälen sie, ständig steht sie wegen ihres Traumjobs unter Druck und die Angst lässt sie nie ganz los. Als ihr bei der Arbeit bedrohliche Botschaften zugespielt werden, droht die Situation zu eskalieren. Jeder in ihrem Umfeld verhält sich plötzlich merkwürdig, fast schon verdächtig. Sie kann niemandem mehr trauen und zweifelt an sich, als sich dann auch noch immer wieder jemand in ihre Räumlichkeiten schleicht, wird es Hazel endgültig zu viel.

 

Die Handlung zieht sich viel zu sehr in die Länge, man wartet vergeblich auf etwas Spannung oder Gänsehautmomente. Wenn es dann doch langsam spannend wird, löst sich die Situation doch wieder relativ schnell auf und die ganze Spannung ist dahin. Auch als störend empfand ich die Tatsache, dass es nur einen einzige linearen Handlungsstrang gibt. Es fühlt sich wie eine lose Aneinanderreihung von Ereignissen an, ohne irgendwelche Bezüge zu den Charakteren. Auch scheint die Handlung immer wieder im Kreis zu drehen.

Auch was Hazel angeht, dreht sich alles im Kreis. Sie verfolgt immer wieder die gleichen Gedankengänge, lässt sie wieder fallen, fängt wieder von vorne an, etc. Anfangs hat empfand ich das als langweilig, später schon als nervend. Auch ihre Reaktionen und Aktionen fand ich nicht nachvollziehbar, die Bindung zum Charakter hat auch vollständig gefehlt. Auch die Beziehungen zu anderen Charakteren wirkten flach und Emotionen konnte man keine sehen.

Der Schreibstil war ganz ok, aber richtig warm wurde ich nicht damit, wie auch bei den Charakteren. Die Seiten zogen sich teilweise zu sehr, die Wortwahl war wenig abwechslungsreich. Viele Szenen wurden bis ins kleinste Detail beschrieben, obwohl sie keinen Mehrwert für das Buch zu bieten hatten. Andere Szenen wiederum hätten ein wenig Ausschmückung gebrauchen können, leider Fehlanzeige.

Die „Cliffhänger“ am Ende einiger Kapitel konnten nicht halten, was sie versprochen haben, im nächsten Kapitel wurden diese bereits innerhalb der ersten paar Sätze wieder aufgelöst.

 

Fazit: Dafür, dass das Buch als „Thriller“ bezeichnet wird, hat die Spannung, die Gänsehautmomente und einiges mehr leider gefehlt. Auch die Charaktere wirkten leider nicht plastisch und die Handlung schien zwischendurch willkürlich weiterzugehen. Leider nicht ganz mein Buch und mein Geschmack.

1 ⭐ von 5 ⭐⭐⭐⭐⭐

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Cover des Buches Ich sehe, was du tust (ISBN: B0BQ7D3GMW)
MartinAs avatar

Rezension zu "Ich sehe, was du tust" von Antonia Richter

Nicht überzeugend
MartinAvor 3 Tagen

Manchmal verspricht ein Werbetext mehr als das Produkt leistet... das kennt man ja zu genüge und ist nichts, was nicht auch für die Buchbranche gelten würde.
Ein düster-beklemmender Psychothriller mit Gänsehautgarantie ... nun ja, das ist ICH SEHE WAS DU TUST nicht. Antonia Richter schafft es zwar auf sehr subtile Weise eine beklemmende Stimmung aufzubauen, aber ... mehr nicht. Jedenfalls hatte ich während des ganzen Romans keinerlei Gänsehautfeeling. Anfangs war ich angespannt, weil ich darauf wartete, dass etwas Aufregendes passiert, und zumindest dieses Gefühl blieb fast bis zum Schluss. Was allerdings auch bedeutet: Es passiert nichts. Es bleibt subtil beklemmend, hin und wieder gibt es kleine Hinweise darauf, dass es einen Stalker gibt, aber Hazel geht diesen nicht nach und selbst dem offensichtlichen Verdächtigen bleibt sie freundlich gegenüber. So ganz konnte ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere (mit Ausnahme vielleicht von Elliot) bleiben eher blass und farblos, oder wirken (wie in Pias Fall) stark übertrieben und dadurch nicht sehr glaubwürdig, bzw. authentisch.
Interessant fand ich die Stimmung und die Einblicke im Theaterleben, das war zumindest soweit "spannend", dass ich das Buch nicht gleich zur Seite gelegt habe. Aber wirklich spannend wurde es nicht, und das Ende, wenn sich dann der Stalker offenbart war für mich nicht nachvollziehbar. Ich will nicht viel verraten, aber zum einen hätte ich mit diesem "Verdächtigen" nie gerechnet, zum andern war die "Präsentation" dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen, wie das Ende des Romans an sich.
ICH SEHE WAS DU TUST war für mich von der ersten Seite bis zum Schluss kein Thriller. Aber ich wüsste auch nicht, als was ich ihn sonst bezeichnen würde (es sei denn ich würde einige weniger nette Worte benutzen, die jedoch kein Genre der Literatur betreffen ...). Muss man nicht lesen.




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