Colin Crouch

 4.2 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Postdemokratie, Die bezifferte Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Colin Crouch

Colin Crouch, geboren 1944, lehrte bis zu seiner Emeritierung Governance and Public Management an der Warwick Business School. Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhielt Crouch 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Colin Crouch

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Cover des Buches Postdemokratie9783518125403

Postdemokratie

 (17)
Erschienen am 15.05.2008
Cover des Buches Die bezifferte Welt9783518467466

Die bezifferte Welt

 (2)
Erschienen am 15.01.2017
Cover des Buches Ist der Neoliberalismus noch zu retten?9783518469422

Ist der Neoliberalismus noch zu retten?

 (1)
Erschienen am 02.10.2018
Cover des Buches Markt und Moral9783709201107

Markt und Moral

 (0)
Erschienen am 04.04.2014
Cover des Buches Capitalist Diversity And Change0199286477

Capitalist Diversity And Change

 (0)
Erschienen am 08.12.2005
Cover des Buches Making Capitalism Fit For Society9780745672236

Making Capitalism Fit For Society

 (0)
Erschienen am 06.09.2013
Cover des Buches Are Skills the Answer?0199241112

Are Skills the Answer?

 (0)
Erschienen am 17.05.2001

Neue Rezensionen zu Colin Crouch

Neu
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Rezension zu "Postdemokratie" von Colin Crouch

Ein hervorragendes Pamphlet
sKnaerzlevor 6 Jahren

Crouch stellt die These auf, dass ungefähr in den siebziger/achtziger Jahren dank des Erfolgs von sozialdemokratischen Parteien die Demokratie auf dem Höhepunkt war, seither befindet sie sich auf dem Rückmarsch, bzw. es funktionieren lediglich die Institutionen, wirklichen Einfluss kann die Bevölkerung nicht mehr nehmen.
Für Crouch gehört zur Demokratie ein gewisses Maß an Gleichheit der Bürger, (sonst kann der Stärkste oder Reichste zu viel Macht in den politischen Prozess einbringen). Deshalb muss der Staat Geld umverteilen. Die liberale Demokratie, bei der der Staat nur für die rechtliche Gleichheit der Bürger sorgt, genügt ihm nicht. 

Seit den achtziger Jahren haben die Bürger immer mehr Einfluss verloren und die Unternehmer haben immer mehr an Einfluss gewonnen und bis zum Ende gedacht führt das zur Postdemokratie.

Crouch führt eine Fülle von Phänomenen an, die seine These untermauern. Etwa dass sich Parteien immer mehr dem Lobbyeinfluss öffnen, weil Wahlkämpfe immer teurer werden, wenn sie nicht mehr ein Wettbewerb der Ideen sind, sondern Werbefeldzüge, die sich im Prinzip nicht von Kampagnen für Waschmittel unterscheiden. Parteimitglieder und Wähler verlieren dagegen ihren Einfluss und werden frustriert.
Solche Beispiele gibt es viele, vom Problem der Medien bis zu den erstaunlichen Nachteilen von Public-Privat-Partnership.

Das Buch ist populär geschrieben, Crouch will, dass die Menschen sich engagieren und  ihre eigene Sache in die eigenen Hände nehmen und dazu müssen sie ja erst einmal verstehen.

Aber populär ist ja nicht schludrig und genau das ist Crouch passiert. Dauernd verweist er darauf, dass er ein Thema an anderer Stelle behandelt hat oder es an einer anderen Stelle behandeln wird, statt dass er sich überlegt, an welcher Stelle er ein Problem vollständig abhandeln könnte.

Außerdem reißt er die Themen nur an, er liefert starke Thesen aber man kommt immer wieder ins Grübeln, ob das wirklich so stimmt.

Was beunruhigt: Das Buch ist jetzt, nach der Finanzkrise noch entsetzlich aktuell. 


Und die Programmierer von Ebooks sollten sich mal eine leserfreundliche Methode für Fußnoten ausdenken!!!

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Rezension zu "Postdemokratie" von Colin Crouch

Rezension zu "Postdemokratie" von Colin Crouch
Marcovor 10 Jahren

Seit einigen Jahren gibt es eine internationale Debatte über die "Postdemokratie". Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen vor allem die Thesen des britischen Politikwissenschaftlers Colin Crouch, der seine Auffassungen in seinem 2004 erschienene Buch "Postdemokratie" zusammengefasst hat. Crouch setzt sich dabei mit dem Zustand unserer westlichen demokratischen Systeme auseinander. In Großbritannien und in Italien wurde die Diskussion über die Postdemokratie besonders intensiv, in Deutschland dagegen bisher nur in kleinen Fachkreisen geführt. Insgesamt hatte die Debatte bisher keine besonderen Konsequenzen, vor allem die Politiker haben sich ihr weitestgehend entzogen. Dabei sind Crouchs Thesen nicht nur sehr explosiv und alarmierend, sondern spiegeln in vielen Punkten meine Erfahrung und Einschätzungen unseres demokratischen Systems auch in Deutschland wieder.
Eines der besten politischen Sachbüchern überhaupt!

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