Deborah C. Winter

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Cold Belt - Band 1 - Feuerblut

Cold Belt - Band 1 - Feuerblut

 (14)
Erschienen am 03.03.2012

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Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter

Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter
Buechersuechtigvor 6 Jahren

DIE GESCHICHTE...
2027: Seit dem Jahr 2012 leben Vampire nicht länger im Verborgenen, sondern in "Cold Belts" - das sind Lebensräume für die Untoten, die zur eigenen Sicherheit von Menschen nicht betreten werden können. Doch das Zusammenleben von Mensch & Vampir funktioniert nicht immer, da sich nicht alle an die Spielregeln halten und manche Vampire es satt haben, nur in den Sicherheitsreservaten leben zu müssen. Da Lillys Vater wegen der Wirtschaftskrise seinen Job verloren hat, übersiedelt die ganze Familie von New York nach Harts, wo er Arbeit gefunden hat. Die 17-jährige Lilly ist wegen des Umzugs in dieses Kaff alles andere als begeistert - bis sie dem charismatischen Caleb begegnet, der sie von Anfang an fasziniert...

MEINE MEINUNG:
Angezogen vom tollen Cover und dem vielversprechenden Klappentext wollte ich unbedingt wissen, was es mit dieser Geschichte auf sich hat. Der Prolog vom 21.12.2012 zeigt uns den Beginn eines neuen Zeitalters, wo nach dem Ende des 3. Weltkrieges Vampire und Menschen friedlich nebeneinander leben möchten. Die Story beginnt am 04.06.2027 mit dem Umzug der Familie Hawk und dauert ein paar Wochen. Als Schauplatz hat die Autorin die 5.700 Einwohner-Kleinstadt Harts in West Virginia gewählt, wo Lillys Vater einen Job in einem Cold Belt bekommt. Cold Belts sind Reservate für Vampire, von denen es allein in Harts 9 gibt. Außerdem gibt es in der Welt von "Cold Belt - Feuerblut" umweltfreundliche Elektroautos, vollektronische Klassenzimmer und kaum mehr Bücher in Papierform - was mir im Hinblick auf die eBooks-Entwicklung gar nicht so abwegig erscheint.

Die 17-jährige Lilly Hawk liebt ihre Violine und ihre umfangreiche Büchersammlung. Über den Umzug in die Kleinstadt ist die kluge Schülerin nicht begeistert, denn hier hat sie keine Freunde und fühlt sich einsam. Und kurz darauf lernt sie Caleb, einen geheimnisvollen jungen Mann kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Doch ist Caleb der, für den ihn Lilly hält? Die Protagonisten, allen voran Hauptperson Lilly, sind facettenreiche Charaktere mit Macken, Ecken & Kanten. Die ebenso reizvoll gestalteten Nebenfiguren spielen hier leider keine große Rolle (was sich hoffentlich ändert), denn der Fokus liegt auf Lilly und Caleb, mit denen man sich schnell identifizieren kann. Sehr nervig finde ich dagegen das Verhalten von Maria, der Mutter von Lilly und ihrem kleinen Bruder Leonard. Denn Maria schnüffelt überall herum und mischt sich in Sachen ein, die sie nichts angehen...

Kaum hat man "Feuerblut" aufgeschlagen, zieht einen die ungewöhnliche Vampir-Story in ihren Bann. Denn natürlich möchte man die etwas schüchterne Lilly besser kennen lernen und erfahren, wie sich ihre Familie in Harts einlebt, ob das Miteinander von Mensch & Vampir wirklich funktioniert und was genau sie mit dem attraktiven Caleb verbindet. Natürlich werden im Handlungsverlauf jede Menge Fragen aufgeworfen, wobei die Geschichte mit einem Cliffhanger endet und ein paar Fragen offen bleiben. Nun müssen wir auf eine Fortsetzung warten, die hoffentlich bald erscheint.

Ausgestattet mit einer faszinierenden Romanidee samt gelungener Umsetzung, vielen verschlungen Wendungen und Überraschungen lässt sich der Cold Belt-Auftakt schnell lesen. Interessant sind auch die einzelnen Absätze, die dem jeweiligen Mondstand zugeordnet sind. Allerdings finde ich die geschichtlichen Hintergründe bzw. die ganzen Daten, mit denen der Leser hier konfrontiert wird, ein wenig langatmig bzw. zu detailliert geschildert, aber durchaus spannend gestaltet.

Wer hier an "Twilight" denkt, liegt falsch, denn in "Cold Belt - Feuerblut" hat Deborah C. Winter eine Welt erschaffen, die nur wenig mit Stephanie Meyers glitzernden Vampiren gemeinsam hat. Denn bei "Feuerblut" handelt es sich um einen Vampirroman, der Fantasie und Realität mit dystopischen Elementen mischt, was der Geschichte eine besondere Note verleiht. Am Ende des Buches finden sich einige Extras, wie eine Weltkarte aus dem Jahre 2027 und ein Glossar mit den Begriffen, die im Roman vorkommen.

Ich-Erzählerin Lilly schildert die unglaublichen Begebenheiten aus ihrer Perspektive und lässt uns an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben. Man fiebert schnell mit der sympathischen Protagonistin mit, denn Lilly denkt, fühlt und agiert wie ein wissbegieriges, mutiges Mädchen. Dank der mitreißenden, ausdrucksstarken Schreibweise sowie der unterhaltsamen Dialoge lässt sich "Feuerblut" durchwegs flüssig lesen, auch wenn die ausgeschmückten Beschreibungen manchmal ein klein wenig den Lesefluss bremsen.

FAZIT:
"Cold Belt - Feuerblut" ist für mich eine gelungene Mischung aus Urban-Fantasy, Romantik & Dystopie, die sich gut lesen lässt. Schade, dass "Feuerblut" nicht mehr beworben wird, denn die Geschichte rund um Lilly und Caleb hat Potential und unterhält -bis auf winzige Schwächen- dank des reizvollen Plots samt überraschender Wendungen, der interessanten Welt und der jugendlichen Protagonistin wunderbar. Deshalb erhält dieser Trilogie-Start von mir sehr gute & fantasievolle 4 STERNE!

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Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter

Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter
leselurchvor 6 Jahren

Worum geht's?
Nachdem ihr Vater seine Arbeit verloren hat, muss Lilly zusammen mit ihrer Familie in die Kleinstadt Harts ziehen und alles aufgeben, was ihr wichtig war: ihr sicheres Leben, ihre Freunde und ihren Traum, ein professionelle Violistin zu werden. Ihr fällt der Umzug zwar schwer, aber Lilly weiß, dass das die einzige Chance ihrer Familie ist, um ein halbwegs normales Leben zu führen. Und eigentlich ist Harts gar nicht so übel, denn Lilly findet schnell neue Freunde. Darunter ist auch der mysteriöse Caleb, der ihr Herz seit der ersten Begegnung höher schlagen lässt. Doch das aufregendste an ihrem neuen Zuhause ist das "Cold Belt" hinter ihrem Haus, jener abgeschotteter Bereich, in dem Vampire leben. Was über die Grenze schreitet, ist Freiwild. Lilly weiß, dass es streng verboten ist, ein "Cold Belt" zu betreten, aber als eines Nachts das Sicherheitssystem ausfällt, siegt ihre Neugierde über ihre Vernunft: Sie betritt das gefährliche Areal der Vampire - und läuft einem von ihnen direkt in die Arme...
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Kaufgrund:
Auf den Auftakt der "Cold Belt"-Reihe wurde ich durch die Autorin selbst aufmerksam. Sowohl Cover als auch Klappentext haben mir so gut gefallen, dass ich das Buch schnell in meinem Regal stehen haben wollte. Besonders die innovative Mischung hat mich angesprochen.
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Meine Meinung:
Mit "Feuerblut" startet Deborah C. Winter eine neue Jugendbuchreihe namens "Cold Belt", in der sie eine gewagte Mischung ausprobiert. Es handelt sich um einen Vampirroman mit dystopischen Elementen! Im Jahr 2012 gaben sich die Vampire öffentlich zu erkennen und wollten Seite an Seite mit den Menschen leben, wie sie es seit Jahrhunderten im Verborgenen taten. Doch die Menschen fühlten sich bedroht und einige Vampire hielten sich nicht an die Regeln. Der dritte Weltkrieg begann, forderte viele Opfer und machte ein friedliches Zusammenleben unmöglich. Also erschufen die Menschen die so genannten "Cold Belts", abgetrennte Lebensräume für Vampire, die durch undurchdringliche Nebelwände völlig von der Welt der Menschen abgeschirmt werden. Doch nun im Jahre 2027 haben die Vampire genug. Sie wollen sich nicht länger einsperren lassen...
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"Cold Belt? Wieder ein Vampirroman? Das kann doch nur wieder ein billiger 'Twilight'-Abklatsch sein!" - Wer solche Gedanken hegt, dem sei zu sagen: Falsch gedacht! Muss denn jeder Jugendroman, in dem Vampire auftauchen, gleich eine schlechte Nachahmung sein? Dass solche Gedanken bloß unfaire Vorurteile sind, beweist Deborah C. Winter in ihrem Serienauftakt eindeutig. Ja, es sind Vampire, ja, sie leben in Clans zusammen, und ja, sie haben unglaubliche Kräfte - aber sie funkeln weder in der Sonne noch kann man sie als kitschige Alltagsvampire bezeichnen. Sie sind Gefangene der Ewigkeit, die sich entweder aus Respekt vor dem schlagenden Herzen für ein ruhiges Leben oder aus Hass und Machtgier für eine blutrünstige Hetzjagd auf die Menschen entschieden haben. Sie sind authentische Wesen, die Vampirfans zweifelsohne gefallen werden.
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Nach einem kurzen Prolog, der die Leser über die Gegebenheiten in der "Cold Belt"-Reihe aufklärt, springt die Handlung zu Lilly, der Protagonistin des Romans. Da ihr Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, müssen sie und ihre Familie ihr komfortables und fortschrittliches Leben in New York aufgeben und in die Kleinstadt Harts ziehen. Dort kommt Lilly das erste Mal persönlich mit den "Cold Belts" in Berührung. Schon immer haben Vampire sie fasziniert, doch sie lösten ebenso ein ungutes Gefühl in ihr aus. Nun, da sie und die Vampire quasi Nachbarn sind, siegt Lillys Neugierde. Seltsame Ereignisse geschehen, die sie an ihre Vernunft erinnern sollten, doch ehe Lilly sich versieht, steckt sie bereits in Schwierigkeiten!
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"Feuerblut" beginnt sehr ruhig, denn Deborah Winter nimmt sich viel Zeit dafür, ihren Lesern die fremdartige und merkwürdige Zukunft im Jahre 2027 näher zu bringen und sie mit den Charakteren warm werden zu lassen. Langatmig wird es in dieser Zeit jedoch nicht, denn man möchte um jeden Preis mehr erfahren und lässt sich dabei vollkommen von der Geschichte in den Bann ziehen. Eben hat man noch mit dem Lesen begonnen, schon ist die erste Hälfte des Buches verschlungen - und dann geht’s richtig rund! Die seltsamen Ereignisse überschlagen sich und werfen eine Menge Fragen auf, die beantwortet werden wollen. Zeitgleich erblüht eine romantische Liebesbeziehung, die Romantasy-Fans die Knie weich werden lässt. Mit jeder Seite entwickelt sich der Auftakt der "Cold Belt"-Reihe mehr und mehr zu einem mitreißenden Pageturner, den man nicht aus der Hand legen will. Viel zu schnell ist man schließlich im letzten Kapitel angekommen, das sich ärgerlicherweise als Cliffhanger entpuppt und die Leser mit vielen offenen Fragen alleine lässt. Bis die Fortsetzung mit den ersehnten Antworten erscheint, müssen wir uns leider noch ein wenig gedulden!
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Besonders gut gefallen an "Cold Belt - Feuerblut" hat mir, dass die Autorin konkrete Bezüge zu unserer realen Gegenwart geschaffen hat. So ist die Angst einer jeden Leseratte, dass der eBook-Markt irgendwann die Überhand gewinnt und Bücher kaum noch gedruckt werden, in "Feuerblut" Wirklichkeit geworden. Sogar der Vampirhype der vergangenen Jahre wird thematisiert, als Auslöser für die Enthüllung ihrer Existenz angesehen und in Lillys neuer Schule als Referatsthema verliehen. Diese kleinen, aber feinen Verknüpfungen zwischen der fiktiven Zukunft und der echten heutigen Zeit verleihen dem Serienauftakt einen realistischen und authentischen Touch - wenn man einmal von den Vampiren absieht. Aber wer weiß, was uns am 21.12.2012, dem Tag der Enthüllung der Vampire und des Maya-Weltuntergangs, tatsächlich erwartet?
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Lilly ist eine Hauptfigur, die sich allein durch ihre eigenen Interessen beliebt macht: Sie liest gern, hortet Bücher in einer eigenen Sammlung, lauscht am liebsten klassischer Musik und spielt selbst Violine. Sie ist kein naives, leichtsinniges Mädchen - auch wenn sie den Ärger anzuziehen scheint -, sondern eine kluge und mutige junge Frau, die das durchzieht, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Sie scheut vor keiner Gefahr zurück, um sich für diejenigen einzusetzen, die sie liebt, und versucht stets, ehrlich und fair zu handeln. Ich mochte sie auf Anhieb gern und kann mir kaum, dass es jemandem anders ergehen wird!
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Es gibt unzählige Nebenfiguren in "Feuerblut", deren Namen man sich selbst mit dem besten Gedächtnis nicht alle merken kann. Besonders bei den Vampiren mit ihren exotischen Namen verliert man schnell den Überblick, was bedauerlicherweise zur Folge hat, dass man sie bis auf ein paar Ausnahmen alle über einen Kamm schert. Jeder von ihnen ist mit seiner individuellen Fähigkeit ein ausgesprochen interessanter Charakter, doch leider darf nur ein geringer Teil von ihnen wirklich beweisen, wie viel Persönlichkeit in ihnen steckt. Diejenigen nutzen ihre Chance und zeigen, dass sie sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen haben.Nichtsdestotrotz bleiben sie mir ein wenig zu blass, was wohl allerdings mehr am eigenen Interesse als an den Figuren selbst liegen mag.
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Die menschlichen Nebencharaktere hingegen zeigen deutlichere Konturen und bleiben fester im Gedächtnis als ihre übermenschlichen Kollegen. Besonders Lillys Familie und ihre Clique, denn jeder von ihnen ist auf seine eigene Weise sympathisch, egal, ob es nun Lillys energische und impulsive Mutter ist oder der unbeholfene Sebastian. Bloß mit Lillys bester Freundin Susan konnte ich nicht recht warm werden. Sie erschien mir trotz ihrer lieben Art zu distanziert und ich konnte nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet sie bereits nach wenigen Treffen Lillys beste Freundin ist. Insgesamt haben die Charaktere allesamt ihr Potenzial, die Fundamente ihrer Persönlichkeiten sind gelegt und ich hoffe sehr, dass sie in den Folgebänden - oder sogar in den geplanten Zusatzbüchern - weiter ausgebaut werden.
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Die Geschichte von "Feuerblut" wurde in 153 Seiten gequetscht - leider im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Schrift ist sehr klein! Das ungewöhnliche Schriftbild ist anfangs noch sehr unangenehm zu lesen und sorgt für den ein oder anderen Zeilenausrutscher. Hat man sich aber erst einmal ein wenig eingelesen, ist auch die kleine Schrift kein Hindernis mehr, um das Buch vollkommen genießen zu können.
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Auf den letzten Seiten des Buches finden sich einige tolle Extras, die "Cold Belt" noch interessanter machen. Eine Weltkarte zeigt, wie viele Vampire es auf der Welt gibt und wie sie sich auf den verschiedenen Kontinenten verteilen. Außerdem gibt es ein aufschlussreiches Glossar, das die wichtigsten Begriffe kurz und bündig erläutert. Wer also nicht genau verstanden hat, was ein "Cold Belt" oder "Warm Shelter" ist, dem ist mit einem kurzen Blick schnell geholfen!
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Cover:
Wow! Das ist mal ein Cover, das vor eigener Persönlichkeit strotzt! Lilly und ihre Violine, zusammen mit der wunderschönen Rose auf einem düsteren Hintergrund, ergeben ein wundervolles Gesamtbild, das man gerne im Regal stehen hat.
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Fazit:
"Cold Belt - Feuerblut" ist ein interessanter und aufregender Serienauftakt, der eine gelungene Mischung aus einem Vampirroman und einer Dystopie bietet. Wer sich von Vorurteilen lenken lässt und deshalb auf "Cold Belt" verzichtet, ist selbst Schuld und verpasst eine spannende Idee! In Vorfreude auf den nächsten Band vergebe ich 4 Sterne!

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Malibus avatar

Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter

Rezension zu "Cold Belt - Band 1 - Feuerblut" von Deborah C. Winter
Malibuvor 6 Jahren

Vampirgeschichten sind noch lange nicht außer Mode, sie werden immer mehr zum Hype – auf dem Markt tauchen immer mehr auf und werden von vampirgierigen Lesern verschlungen. Obwohl sich alles um Vampire dreht, ist jede Geschichte doch ein eigener Teil mit seinen eigenen Charakteren und Blickwinkel. So auch Deborah C. Winters Geschichte um die Vampire in den Cold Belts…

Wir schreiben das Jahr 2027 – in dem Menschen und Vampire bereits voneinander wissen und nebeneinander herleben, die Vampire abgesiedelt in Cold Belts. Bereits der dritte Weltkrieg ist schon überstanden und die Technoloige weit fortgeschritten. Die 17-jährige Lilly muss aus ihrem geliebten New York wegziehen, da ihr Vater seinen Job wegen der Wirtschaftskrise aufgeben musste. Sie ziehen nach Harts – direkt neben ein Warm Shelter, ein Cold Belt der Vampire. Von nun an leben sie Haus an Haus im Prinzip mit Vampiren, deren blaues Licht der Siedlung die Fenster erleuchtet nachts. Der Krieg fand natürlich mit Vampiren statt, die sich öffentlich zu ihrer Rasse bekannten. Diese wehrten sich als man sie jagt wie Tier, weshalb es zu einer weltweiten Krise kam. Ab da wurden die Sicherheitsreservate geschaffen, die Cold Belts. So sollten eigentlich beide Rassen in Frieden leben können, aber es halten sich nicht alle daran. Vampire brechen aus und mischen sich unter die Menschen und umgekehrt schleichen sich die Menschen in die Cold Belts, in der Hoffnung gebissen zu werden, um ewig zu leben. Lilly freundet sich mit Caleb an, bis er ihr ihr Geheimnis verrät….

Eins muss hier vorneweg klargestellt werden: In vielen Rezensionen war jetzt schon die Rede davon, dass sich die Autorin der Kollegin Stephenie Meyer bedient, was ich persönlich so rein gar nicht sagen kann. Geschichten um Vampire sind eben um eben diejenigen und meistens gibt es in diesen eben Menschen und Vampire, die sich aufeinander zu bewegen und sich anfreunden. Ein Abklatsch von Twilight ist dies meines Erachtens aber mit Sicherheit nicht.

Die Autorin leitet den Leser langsam und mit vielen Informationen in die Geschichte ein, man weiß gleich was ein Cold Belt ist und nach und nach wird man aufgeklärt, wie es zu der ganzen Situation kam. Was auffällt, ist, dass die Autorin das Wörtchen „Jedoch“ sehr gerne mag, was aber der ganzen Geschichte keinen Abbruch tut.

Die Charaktere an sich sind einem gleich sympathisch, es handelt sich im Prinzip um eine typische Städterfamilie, Eltern und zwei Kinder. Hier gibt es alltägliche Probleme und auch kleine Streitereien, was die Personen einem noch näher bringen, da sie human erscheinen. Die Protagonistin ist eine sympathische junge Dame, die gerne Violine spielt und eine starke Persönlichkeit hat. Sie kümmert sich um vieles in ihrem Elternhaus, was sie gleich reizender macht und dem Leser gleich eine treue Freundin über die Seiten. Etwas störend wirken sich jedoch die Emotionen gegenüber gleich ein paar Jungs, nicht nur einem. Es kann zwar nicht gleich von verliebt sein gesprochen werden, aber hier wird oftmals zu schnell jemand zu viel gemocht.

Belustigend ist etwas der Geschichtsunterricht einer anderen Art – spricht man in unserer heutigen Zeit noch vom 1. und 2. Weltkrieg und der Entdeckung Amerikas, wird in dem Buch vom 3. Weltkrieg und den Vampiren gesprochen, was wirklich einen interessanten Geschichtsunterricht darstellt. Die Geschichte zieht sich durch Lillys Leben, bis sie auf Caleb trifft. Ab diesem Zeitraum wird es spannend für die beiden, die Gefühle werden richtig ersichtlich durch die gelesenen Zeilen. Man sitzt tief in der Geschichte drin, fühlt und fieber mit. Die Autorin hat hier eine tolle Fantasiewelt geschaffen, in denen sich Menschen und Vampire näher kommen, obwohl diese in dem Buch eigentlich „verfeindet“ sind und sich nicht über den Weg laufen sollten wegen der Abgeschottenheit. Das Ende lässt einen auf Teil 2 bangen, der neue Überraschungen parat hat, worauf man noch bis Winter 2012 warten muss.

Für Fans von Vampiren und Lovestorys genau das Richtige, jedoch sollte man nicht darauf hören, dass es sich um einen Abklatsch von Twilight handelt – denn das ist es mit Sicherheit nicht!

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