Michael Szameit

 3.4 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Copyworld: Roman, Das Geheimnis der Sonnensteine und weiteren Büchern.

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Das Geheimnis der Sonnensteine

Das Geheimnis der Sonnensteine

 (3)
Erschienen am 01.01.1986
Copyworld: Roman

Copyworld: Roman

 (3)
Erschienen am 08.06.2011
Alarm im Tunnel Transterra

Alarm im Tunnel Transterra

 (2)
Erschienen am 01.01.1982
Planet der Windharfen

Planet der Windharfen

 (1)
Erschienen am 13.02.2012
Drachenkreuzer Ikaros: Roman

Drachenkreuzer Ikaros: Roman

 (1)
Erschienen am 08.06.2011
Michael Szameit : Drachenkreuzer Ikaros

Michael Szameit : Drachenkreuzer Ikaros

 (0)
Erschienen am 01.01.1987

Neue Rezensionen zu Michael Szameit

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Rezension zu "Kompaß-Bücherei, Band 325: Im Glanz der Sonne Zaurak" von Michael Szameit

Die Jungen auf der Leviathan
RogerSuffovor 5 Jahren

Was erwartet man von einem SF-Roman? Je nach dem wird man diesen gut oder vielleicht bescheuert finden. Sein unbestreitbarer Vorzug: Er strotzt von geschickt gezügelter Fantasie und ist unterhaltsam und spannend. Leider leidet darunter die Logik, vor allem aber die Psychologik. Wer den Roman gleich ohne Kapitel 2 „Leander“ liest, kommt vielleicht zu anderen Schlüssen. Nach diesem Kapitel fragt man sich, wer diese Truppe als Auserlesene der Menschheit ins Weltall zu schicken verantworten wagt – und das mit einem Raumschiff, das an der Verschrottungsgrenze liegt. Dies ist selbst bei vorfallsfreien vier Flugjahren sträflich. Das Problem ist, dass ein nicht unwesentlicher Anteil an der Spannung aus dem Spannungsverhältnis zwischen diesen spätpubertären Jungs erwächst.

Was hervorragend funktioniert, ist das Verfolgen der (späteren) Handlung aus der Sicht der mit anderen, besseren Informationen Leser mit Blick auf die ahnungslosen Handelnden. Sähe der Leser in den „Angreifern“ die Riesenasseln, die die Raumfahrer sehen, wäre die Handlung sehr einschichtig.

Die Handlung zu erzählen wäre gemein. Der Autor füttert den Leser vorsätzlich mit Infos, die eine Spannungsbrille produzieren. Nur so viel: Jenes zweifelhafte Raumschiff mit seiner z.T. zweifelhaften Besatzung soll nicht nur Vermessungsaufgaben in einem entlegenen Sonnensystem durchführen, sondern auch zwei Raumfahrer retten, von denen ein verstümmelter Spruch auf der Erde angekommen ist. In wilden Abenteuern lernen sie, einander zu akzeptieren und so sehr zu mögen, dass sie sogar eine Art Meuterei wagen.

Zu den logischen Zweifelhaftigkeiten gehört die Ahnungslosigkeit der hoch entwickelten Außerirdischen, einer genetischen Manipulation, die auf einen Zeitraum von Millionen Jahren angelegt sein soll, nicht von vornherein zuzuschreiben, dass sie ein wenig aus dem Ruder läuft – noch dazu, wo sie eigentlich das macht, was die Superklugen von ihr wollten.

Der Roman ist kein typischer utopischer DDR-Roman, in dem kommunistisch angehauchte Gesellschaftsbilder gemalt werden. Seine Helden haben so viele Schwächen, dass man ihnen auf der Erde millionenfach begegnen könnte (weshalb sie eher nicht kosmostauglich wären).

Wenn er eine „Lehre“ transportiert, dann die, wie sehr das, was wir „sehen“ von dem abhängig ist, was wir (nicht) wissen. Das macht der Erzähler wunderbar. Übrigens musste ich bei einem Wiedersehen in einer „Star trek“-Folge die „Schweigenden Engel“ wieder.

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Rezension zu "Alarm im Tunnel Transterra" von Michael Szameit

Rezension zu "Alarm im Tunnel Transterra" von Michael Szameit
RogerSuffovor 6 Jahren

Dieser Roman könnte echt spannend gelesen werden. Er strotzt vor nicht alltäglichen Ideen und ethischen Überlegungen. Aber man muss sich sehr überwinden dafür. Er leidet an seiner Grundkonstellation. 1982 veröffentlicht geht er davon aus, dass „die Menschheit“ im Wesentlichen den Kapitalismus besiegt hat, die Welt, also Erde + Weltraum, ist frei, nur ein paar extreme Kapitalisten mit Anhängern haben sich in ein kleines Inselreich Korenth geflüchtet. Von dorther kämpfen sie mit allen Mitteln des Bösen um Macht. Ein solches Mittel sind Zuchtwesen, die biologische Grundkomponenten als Mensch haben, aber an Maschinen angeschlossen werden. Ein solches Wesen ist Bob, der Pilot des kleinem Raumschiffs, das die Landungszone einer Raumflotte mit 40000 Menschen Besatzung von einem unerklärlichen Eindringling befreien soll. Bob, für sich allein irgendwie ein Dreijähriger wird mit dem Raumschiff und seiner Technik zu einem Superwesen. Außerdem fliegt ein positiver Mensch-Held mit, Emanuel Pyron genannt, und Magister Spinx als Korenther mit gelegentlichen menschlichen Anwandlungen.
Der Zweikampf zwischen den Beiden muss unter der äußeren Oberfläche bleiben, da Zufälle sie zur gemeinsamen Unternehmung zusammengesperrt hat. Allerdings ist Bob nicht so hilflos, wie dies anfangs schien …
Das gemeinsame Ziel: Eine riesige Raumflotte soll einen „Tunnel“ durchfliegen, der besonders materiearm sein sollte, in dem aber ein riesiges Objekt materialisiert ist. Das stellt sich als außerirdischer Raumflugkörper mit Kollisionsschäden heraus. Bob wiederum erweist sich als Aufständiger, der den Magister wegen erkannter menschlicher Verhaltensweisen für den Geheimbund gewinnen soll. Dummerweise bastelt Pyron ein Gerät, das zwar seinen erhofften Zweck nicht erfüllt, aber einen „Funkspruch“ abfängt, wodurch Bob vorzeitig enttarnt wird.
Der Autor spielt so ganz nebenbei mit dem Geheimnis ominöser „Sonnensteine“, das nie ganz enthüllt wird, das aber immer wieder eine Rolle spielt.
Das Abenteuer gestaltet sich von den Personen in unmittelbarem Beieinander übersichtlich. Das sind nämlich nur die drei. Dafür wirbeln äußere Umstände immer wieder deren Beziehungen zueinander durcheinander.
Es wäre unfair, die Handlung zu erzählen. Aber man könnte mit dem Wissen ans Lesen gehen, dass ein verehrter Vorgesetzter wegen eines großen gutwilligen Fehlers seines Kommandos enthoben werden wird. Und der Autor wird Zusammenhänge aus diesem Abenteuer – besonders die, die nicht restlos geklärt werden, in einem in einer späteren Generation spielenden Roman „Das Geheimnis der Sonnensteine“ wieder aufgreifen.
Ach ja … und die unfreiwillig Zusammengesperrten müssen einige ethische Diskussionen führen und handeln, obwohl sie dabei zu keiner Einigung kommen konnten … teilweise eben gemeinsam ...

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Rezension zu "Das Geheimnis der Sonnensteine" von Michael Szameit

Rezension zu "Das Geheimnis der Sonnensteine" von Michael Szameit
RogerSuffovor 6 Jahren

Zuerst geht es darum, was einen Helden ausmacht. Um Ehrfurcht vor den Erfahrenen, Mut und Übermut.
Der Nachteil des Buches: Es ist nützlich, die früheren Bücher des Autors zu kennen. Die Handlung hier greift auf Ereignisse zurück, die u.a. die Väter der Haupthelden sehr unterschiedlich zu bestehen gehabt hatte, und solche, die deren Folge waren.
Unheimliche energetische Wirbel suchen die Erde heim Sie werden angezogen von Stromkonzentrationen und sie „vertilgen“ alle Energie. Anders ausgedrückt: Sie machen ein zivilisiertes Leben auf der Erde unmöglich. Also beginnt alles mit der Notevakuierung der Menschen, mit wilden Atomreaktionen, die die Erscheinungen durch ihre Energieballung von den Starts der Raumschiffe ablenken sollen, die auch mit Energie verbunden verbunden sind, aber mit weniger. Viele monströse Katastrophen und dazwischen zwei Mitarbeiter der Raumsicherheit (!), die im Chaos an Plünderung und Besäufnis denken. Der eine aus Leichtsinn, der andere, weil er dem Freund folgt.
Bis zum Ende des Buches gibt es dann keinen Helden mehr, der nicht irgendeinen katastrophalen Fehler gemacht hätte. Die beiden entgehen auf makabre Weise einer schweren Disziplinarstrafe … und schon spielen sie Hosentaschen-James-Bonds, weil „die da oben“ im Flottenkommando irgendeine Schweinerei vertuschen. Über die Erscheinung schienen einige schon etwas gewusst zu haben, als es sie noch gar nicht gab. Und alles, wirklich alles ist streng geheim. Im Chaos von Massenevakuierungen und Pannen beim Finden eines neuen Siedlungsplatzes tun die gewissensberufenen Helden einiges zur Lösung eines verwirrten Knäuels von Geheimnissen. Dabei wäre alles so einfach gewesen: Ein wenig mehr Vertrauen und man hätte sich gegenseitig gezeigt, was Zufälle in die einzelnen Hände gespielt hatten, ein wenig weniger Eitelkeit eines hoch dekorierten Superhelden und der wäre zwar normaler erschienen, aber manche Forschung wäre schneller vorangekommen. Aber die Verführung war zu groß: Man glaubte an einen besonderen Sinn des Mannes, der das Nahen der Vernichtung immer schon frühe als andere zu ahnen schien. Dabei trug er die Lösung der Gefahr als Schmuck um den Hals.
Die stärkste und in ihrer Gestaltung einmalige Szene ist für mich jene, als der Halbbruder jenes Superhelden den Prototyp eines Raumschiffs testen soll, mit dem die Massenevakuierung endlich etwas „angenehmer“ erfolgen könnte. Plötzlich erhält er einen echten Rettungsauftrag. Endlich sieht er seine Chance gekommen, sich als Held zu erweisen. Er nimmt eine übermenschliche Anstrengung in Kauf … und versagt im winzigen Moment der Entscheidung als Feigling. Die wenigen, die die Wahrheit erfahren werden, werden ihm im Tod Heldentum zubilligen.Die Jagd auf den, der die Familie seines Bruders sterben ließ, ist bei aller SF-Zweifelhaftigkeit extrem spannend und im Zusammen- bzw. Gegeneinanderspiel der Charaktere extrem stark.
Die Auflösung der Menschheitskatastrophe erscheint fast nebensächlich, kaum der Erwähnung wert.
Wobei … der Titel ist irreführend. „Das Geheimnis der Sonnensteine“ ist auch am Buchende nicht gelöst. Da weiß man nur, dass sie von Menschen gegen Menschen missbraucht wurden. Anders gesagt, das eigentliche Geheimnis der Sonnensteine stellt sich im nächsten Buch neu … und ich bin gespannt drauf.

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