Michael Szameit

 3.5 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Copyworld: Roman, Das Geheimnis der Sonnensteine und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Das Geheimnis der Sonnensteine9783355002738

Das Geheimnis der Sonnensteine

 (3)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Copyworld: RomanB005596OTW

Copyworld: Roman

 (4)
Erschienen am 08.06.2011
Cover des Buches Alarm im Tunnel TransterraB001BN5RD0

Alarm im Tunnel Transterra

 (2)
Erschienen am 01.01.1982
Cover des Buches Planet der WindharfenB0078ZZRZI

Planet der Windharfen

 (1)
Erschienen am 13.02.2012
Cover des Buches Michael Szameit : Drachenkreuzer Ikaros9783355003872

Michael Szameit : Drachenkreuzer Ikaros

 (1)
Erschienen am 01.01.1987
Cover des Buches Drachenkreuzer Ikaros: RomanB005584P8A

Drachenkreuzer Ikaros: Roman

 (1)
Erschienen am 08.06.2011

Neue Rezensionen zu Michael Szameit

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Rezension zu "Copyworld: Roman" von Michael Szameit

Indeenreich und anspruchsvoll
fhauboldvor 6 Monaten

Es hat ein wenig gedauert, ehe ich die Muße fand, mich mit der Lektüre des mit über 500 Seiten doch recht umfangreichen Werkes Michael Szameits zu beschäftigen. Die Szenenwechsel zwischen SF-Szenario und einer Fantasy-Welt namens Seemark machen die Lektüre zunächst nicht unbedingt einfacher, aber natürlich gibt es einen Zusammenhang, der sich dem Leser erst später erschließt. Wer vorrangig Action und Schlachtgetümmel erwartet, dürfte (obwohl beides durchaus stattfindet) mit diesem vielleicht philosophischsten Werk des 2014 verstorbenen Autors weniger gut beraten sein als jene Leser, die mit den Büchern von Lem oder den Strugatzkis aufgewachsen sind. Die Abenteuer des Hyazinth Blume sind mit vor allem in den Dialogen mit zahlreichen Anspielungen und Verweisen auf die großen Denker der Geschichte von Laotse bis Schopenhauer gespickt, und lange vor den Matrix-Filmen der Wachowskis ist in Copyworld (fast) nichts so, wie es scheint. Wer sich auf den Roman einlässt, den erwartet ein spannendes und anspruchsvolles Lesevergnügen und eine Art von SF, wie sie heute kaum noch geschrieben wird.

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Rezension zu "Kompaß-Bücherei, Band 325: Im Glanz der Sonne Zaurak" von Michael Szameit

Die Jungen auf der Leviathan
RogerSuffovor 7 Jahren

Was erwartet man von einem SF-Roman? Je nach dem wird man diesen gut oder vielleicht bescheuert finden. Sein unbestreitbarer Vorzug: Er strotzt von geschickt gezügelter Fantasie und ist unterhaltsam und spannend. Leider leidet darunter die Logik, vor allem aber die Psychologik. Wer den Roman gleich ohne Kapitel 2 „Leander“ liest, kommt vielleicht zu anderen Schlüssen. Nach diesem Kapitel fragt man sich, wer diese Truppe als Auserlesene der Menschheit ins Weltall zu schicken verantworten wagt – und das mit einem Raumschiff, das an der Verschrottungsgrenze liegt. Dies ist selbst bei vorfallsfreien vier Flugjahren sträflich. Das Problem ist, dass ein nicht unwesentlicher Anteil an der Spannung aus dem Spannungsverhältnis zwischen diesen spätpubertären Jungs erwächst.

Was hervorragend funktioniert, ist das Verfolgen der (späteren) Handlung aus der Sicht der mit anderen, besseren Informationen Leser mit Blick auf die ahnungslosen Handelnden. Sähe der Leser in den „Angreifern“ die Riesenasseln, die die Raumfahrer sehen, wäre die Handlung sehr einschichtig.

Die Handlung zu erzählen wäre gemein. Der Autor füttert den Leser vorsätzlich mit Infos, die eine Spannungsbrille produzieren. Nur so viel: Jenes zweifelhafte Raumschiff mit seiner z.T. zweifelhaften Besatzung soll nicht nur Vermessungsaufgaben in einem entlegenen Sonnensystem durchführen, sondern auch zwei Raumfahrer retten, von denen ein verstümmelter Spruch auf der Erde angekommen ist. In wilden Abenteuern lernen sie, einander zu akzeptieren und so sehr zu mögen, dass sie sogar eine Art Meuterei wagen.

Zu den logischen Zweifelhaftigkeiten gehört die Ahnungslosigkeit der hoch entwickelten Außerirdischen, einer genetischen Manipulation, die auf einen Zeitraum von Millionen Jahren angelegt sein soll, nicht von vornherein zuzuschreiben, dass sie ein wenig aus dem Ruder läuft – noch dazu, wo sie eigentlich das macht, was die Superklugen von ihr wollten.

Der Roman ist kein typischer utopischer DDR-Roman, in dem kommunistisch angehauchte Gesellschaftsbilder gemalt werden. Seine Helden haben so viele Schwächen, dass man ihnen auf der Erde millionenfach begegnen könnte (weshalb sie eher nicht kosmostauglich wären).

Wenn er eine „Lehre“ transportiert, dann die, wie sehr das, was wir „sehen“ von dem abhängig ist, was wir (nicht) wissen. Das macht der Erzähler wunderbar. Übrigens musste ich bei einem Wiedersehen in einer „Star trek“-Folge die „Schweigenden Engel“ wieder.

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Rezension zu "Alarm im Tunnel Transterra" von Michael Szameit

Rezension zu "Alarm im Tunnel Transterra" von Michael Szameit
RogerSuffovor 8 Jahren

Dieser Roman könnte echt spannend gelesen werden. Er strotzt vor nicht alltäglichen Ideen und ethischen Überlegungen. Aber man muss sich sehr überwinden dafür. Er leidet an seiner Grundkonstellation. 1982 veröffentlicht geht er davon aus, dass „die Menschheit“ im Wesentlichen den Kapitalismus besiegt hat, die Welt, also Erde + Weltraum, ist frei, nur ein paar extreme Kapitalisten mit Anhängern haben sich in ein kleines Inselreich Korenth geflüchtet. Von dorther kämpfen sie mit allen Mitteln des Bösen um Macht. Ein solches Mittel sind Zuchtwesen, die biologische Grundkomponenten als Mensch haben, aber an Maschinen angeschlossen werden. Ein solches Wesen ist Bob, der Pilot des kleinem Raumschiffs, das die Landungszone einer Raumflotte mit 40000 Menschen Besatzung von einem unerklärlichen Eindringling befreien soll. Bob, für sich allein irgendwie ein Dreijähriger wird mit dem Raumschiff und seiner Technik zu einem Superwesen. Außerdem fliegt ein positiver Mensch-Held mit, Emanuel Pyron genannt, und Magister Spinx als Korenther mit gelegentlichen menschlichen Anwandlungen.
Der Zweikampf zwischen den Beiden muss unter der äußeren Oberfläche bleiben, da Zufälle sie zur gemeinsamen Unternehmung zusammengesperrt hat. Allerdings ist Bob nicht so hilflos, wie dies anfangs schien …
Das gemeinsame Ziel: Eine riesige Raumflotte soll einen „Tunnel“ durchfliegen, der besonders materiearm sein sollte, in dem aber ein riesiges Objekt materialisiert ist. Das stellt sich als außerirdischer Raumflugkörper mit Kollisionsschäden heraus. Bob wiederum erweist sich als Aufständiger, der den Magister wegen erkannter menschlicher Verhaltensweisen für den Geheimbund gewinnen soll. Dummerweise bastelt Pyron ein Gerät, das zwar seinen erhofften Zweck nicht erfüllt, aber einen „Funkspruch“ abfängt, wodurch Bob vorzeitig enttarnt wird.
Der Autor spielt so ganz nebenbei mit dem Geheimnis ominöser „Sonnensteine“, das nie ganz enthüllt wird, das aber immer wieder eine Rolle spielt.
Das Abenteuer gestaltet sich von den Personen in unmittelbarem Beieinander übersichtlich. Das sind nämlich nur die drei. Dafür wirbeln äußere Umstände immer wieder deren Beziehungen zueinander durcheinander.
Es wäre unfair, die Handlung zu erzählen. Aber man könnte mit dem Wissen ans Lesen gehen, dass ein verehrter Vorgesetzter wegen eines großen gutwilligen Fehlers seines Kommandos enthoben werden wird. Und der Autor wird Zusammenhänge aus diesem Abenteuer – besonders die, die nicht restlos geklärt werden, in einem in einer späteren Generation spielenden Roman „Das Geheimnis der Sonnensteine“ wieder aufgreifen.
Ach ja … und die unfreiwillig Zusammengesperrten müssen einige ethische Diskussionen führen und handeln, obwohl sie dabei zu keiner Einigung kommen konnten … teilweise eben gemeinsam ...

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