Bärbel Wardetzki

 3,9 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor*in von Weiblicher Narzissmus, Ohrfeige für die Seele und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dr. Bärbel Wardetzki, geb. 1952, ist Diplom-Psychologin. Sie ist in München als Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach tätig. Darüber hinaus ist sie eine viel gefragte Referentin im In- und Ausland, häufiger Gast bei Funk und Fernsehen sowie erfolgreiche Autorin zahlreicher Bestseller.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bärbel Wardetzki

Cover des Buches Weiblicher Narzissmus (ISBN: 9783466307654)

Weiblicher Narzissmus

(12)
Erschienen am 24.09.2007
Cover des Buches Ohrfeige für die Seele (ISBN: 9783423340571)

Ohrfeige für die Seele

(8)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Mich kränkt so schnell keiner! (ISBN: 9783423341738)

Mich kränkt so schnell keiner!

(3)
Erschienen am 01.03.2005
Cover des Buches Souverän und selbstbewusst (ISBN: 9783466310289)

Souverän und selbstbewusst

(3)
Erschienen am 28.07.2014
Cover des Buches Blender im Job (ISBN: 9783423349048)

Blender im Job

(3)
Erschienen am 10.03.2017
Cover des Buches Nimm's bitte nicht persönlich (ISBN: 9783466348381)

Nimm's bitte nicht persönlich

(3)
Erschienen am 26.03.2025
Cover des Buches Iß doch endlich mal normal! (ISBN: 9783641167516)

Iß doch endlich mal normal!

(3)
Erschienen am 26.10.2015
Cover des Buches Kränkung am Arbeitsplatz (ISBN: 9783423347105)

Kränkung am Arbeitsplatz

(2)
Erschienen am 01.04.2012

Neue Rezensionen zu Bärbel Wardetzki

Cover des Buches Ist es noch Selbstliebe oder schon Narzissmus? (ISBN: 9783466348084)
B
Anregungen und Impulse für selbst Betroffene

Inhalt

In einem Vorwort erklärt die Autorin kurz, was sie unter weiblichem Narzissmus versteht, und sagt, dass das Buch auch eine gute Lektüre für Männer ist. Außerdem vermittelt sie, dass sie Anleitung geben will, den eigenen weiblichen Narzissmus zu überwinden. Das Buch ist dann in vier Teile unterteilt. Teil 1 befasst sich damit, was weiblicher Narzissmus ist. In Teil 2 wird die persönliche Seite des weiblichen Narzissmus betrachtet, wogegen es in Teil 3 um weiblichen Narzissmus in Beziehungen geht. Teil 4 fasst die Anregungen, Hinweise und Anleitungen des Buches zu 10 Impulsen zusammen, wie man den eigenen weiblichen Narzissmus verringern kann.

Am Ende des Buches finden sich zwei Seiten weiterführende Literatur, vier Hinweise auf online-Kurse zur Überwindung des eigenen weiblichen Narzissmus und fünf Anmerkungen, die die Quellenangaben des gesamten Textes repräsentieren.

Subjektive Eindrücke

Möglicherweise war ich einfach nicht Teil des Zielpublikums für dieses Buch. Man wird sofort mit Du angesprochen und bekommt Hinweise, um den eigenen weiblichen Narzissmus zu überwinden. Ich hatte das Gefühl, dass mir direkt unterstellt wird, daran zu leiden.

Die Texte sind gut verständlich geschrieben. Ein paar mehr Quellenangaben wären sicherlich hilfreich gewesen, um sich in bestimmte Stellen der Thematik selbst weiter einzuarbeiten. Die Impulse, die gegeben werden, sind anregend, über sich selbst nachzudenken, und funktionieren sicherlich nicht nur, wenn man an seinem eigenen weiblichen Narzissmus leidet.

Ich hätte gern erstmal mehr über das Krankheits- oder Beschwerdebild erfahren, ehe ich als krank bzw. behandlungsbedürftig eingestuft werde.

Es gibt zwar einen kurzen Hinweis, dass auch Männer von weiblichem Narzissmus betroffen sein können, aber ansonsten wird darauf nie wieder eingegangen. Ich vermute, (betroffene?) Männer werden sich von diesem Buch eher nicht angesprochen fühlen. Schade eigentlich.

Fazit

Wenn man den Verdacht hat, selbst unter weiblichem Narzissmus zu leiden, dann ist das Buch mit seinen Anregungen und Impulsen sicherlich eine hilfreiche Lektüre.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

Cover des Buches Weiblicher Narzissmus (ISBN: 9783466307654)
Hyperikums avatar

Rezension zu "Weiblicher Narzissmus" von Bärbel Wardetzki

Hyperikum
Spieglein Spieglein an der Wand ...


Autorin: Bärbel Wardetzky, Genre: Sachbuch, Verlag: Kösel-Verlag, ISBN: 978-3-466-34763-6, 2. Auflage 2021, 318 Seiten, Preis Taschenbuch €20,00

                                                                                                                                                              

Leben in Extremen
Viele Frauen leiden darunter, kein stabiles Selbstwertgefühl zu besitzen. Hinter einer selbstbewussten Fassade verstecken sie Unsicherheit und Minderwertigkeitsgefühle. Gerade Weiblicher Narzissmus ist nicht nur das egozentrische Kreisen um das eigene Ich, sondern die verzweifelte Suche nach sich selbst. Die Auslöser und Auswirkungen dieses Leidens – online und offline – zeigt die erfahrene Psychotherapeutin Bärbel Wardetzki eindrucksvoll in ihrem jetzt komplett aktualisierten und erweiterten psychologischen Standardwerk. Verständlich und leicht nachvollziehbar beschreibt sie, welche Schwierigkeiten sich für die betroffenen Frauen ergeben, vor allem aber, wie sie sich von ihren Selbstzweifeln befreien können. (Klappentext)

In diesem Buch erwartet Dich in erster Linie die Auflösung eines Stigmas. Frauen, die unter weiblichem Narzissmus leiden sind nicht so, wie das Thema Narzissmus in den Medien beschrieben wird. Fast jeder hat ja mittlerweile schon unter einem narzisstischen Menschen (Partner/Mutter/Vater) gelitten, oder leidet aktuell darunter. Bärbel Wardetzky beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen was Narzissmus für die betroffenen Frauen bedeutet. Wir erfahren wie abhängig diese Frauen von der Anerkennung durch andere sind und was sie dafür alles zu tun bereit sind. Ich bin mir nach dem Lesen dieser Lektüre sicher, dass fast alle Frauen meines Alters, die Enkelinnen der Nachkriegsgeneration, mehr oder weniger selbstwertgestört sind. Gute Beispiele dafür begegnen mir auch in den Sozialen Netzwerken. 

Die Autorin verdeutlicht anhand des Märchens Aschenputtel, wie sich Narzisstinnen fühlen. “Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land”. Wie frühkindliche Einflüsterungen uns dazu bringen die Schönste, die Beste, die Klügste sein zu müssen und doch nie zufrieden mit uns sein werden. Ich kenne kein schlimmeres Gefühl, als im täglichen Vergleichen mit anderen, schlechter abzuschneiden und jeden Tag von neuem die Erkenntnis zu gewinnen, wertlos zu sein. 

Die Autorin zeigt anhand vieler Beispiele, wie groß der Leidensdruck ist, dass sich das seelische Ungleichgewicht auch auf den Körper und das Essverhalten auswirkt. Sie zeigt auf, wie sich weiblicher Narzissmus anfühlt, wie wir uns darin erkennen können und lernen, uns so anzunehmen, wie wir eben sind.

“Die weiblich-narzisstische Maske wird überflüssig, wenn Gefühle und Wünsche ungestraft erlebt werden dürfen und die Eigenständigkeit im Handeln nicht mehr mit der Angst vor Liebesverlust gekoppelt ist”.

Fazit: Ein ganz hilfreiches Buch für betroffene Frauen und ihr Umfeld. Bärbel Wardetzky zeigt hilfreiche Möglichkeiten der Selbstannahme, der freundlichen Selbstbeobachtung und des Selbstmitgefühls. Ein großartiges Buch, um aus der Selbstbezogenheit rauszukommen und mehr Lebensqualität zu bekommen. 

Die Autorin: Dr. Bärbel Wardetzki, geb. 1952, ist Diplom-Psychologin. Sie ist in München als Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach tätig. Darüber hinaus ist sie eine viel gefragte Referentin im In- und Ausland, häufiger Gast bei Funk und Fernsehen sowie erfolgreiche Autorin zahlreicher Bestseller.

                                       

                                   


Cover des Buches Iß doch endlich mal normal! (ISBN: 9783641167516)
miasankers avatar

Rezension zu "Iß doch endlich mal normal!" von Bärbel Wardetzki

miasanker
Was Angehörige tun können ...

Zum Förmlichen

Das Buch ist im Jahr 1996 erschienen, also schon etwas älter. Das zeigt jedoch nur, dass damals, als noch nicht viel über Essstörungen geredet wurde, der Versuch bestand, über das Thema aufzuklären. Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch sehr wissenschaftlich. Es enthält viele Quellenverweise, was es gut recherchiert und authentisch wirken lässt. Obwohl zu Beginn gesagt wird, dass es sich sowohl an Jungs, als auch an Mädchen richtet, ist hauptsächlich von der „Tochter“ die Rede. Auch geht es hauptsächlich um Magersucht und Bulimie – Binge Eating wird in keinem Wort erwähnt.

Der Inhalt

Bärbel Wardetzki beschreibt das typische Familienleben mit einer Tochter mit Essstörung. Der Alltag ist von gegenseitigem Unverständnis, Konflikten, Hilflosigkeit und sehr viel Wut gezeichnet. Kinder leiden und Eltern leiden ebenfalls. Einige Eltern und Betroffene kommen in Zitaten zu Wort, und berichten von ihren gegenseitigen Gefühlen. Dabei empfinden die Eltern häufig eine Ohnmacht und verfallen in einen Sumpf aus Schuldgefühlen, während die betroffenen Kinder völlig am Ende sind, ihre Eltern erpressen, beleidigen, drohen und sonstiges tun, um ihren Willen zu kriegen und die Krankheit auszuleben. Zwischen den Seiten wird klar, welch starke Macht Essstörungen haben und wie sehr sie Familien spalten.

Besonders interessant ist das Verhalten der Eltern. Die Mütter bemühen sich in der Regel um einen gemeinsamen Dialog, während die Väter sich in die Arbeit stürzen und von dem Stress zu Hause zu distanzieren versuchen. Das Buch enthält jedoch auch zahlreiche Tipps, um Eltern zu helfen, ihr Kind so gut wie möglich zu unterstützen.

Im Buch befinden sich viele wichtige praktische Tipps, um das Leben des Kindes zu erleichtern und sich selbst zu helfen. Denn wie bereits gesagt betrifft eine Essstörung nie nur die Erkrankten, sondern auch alle Angehörigen.

Fazit: Ein wichtiger Ratgeber für Angehörige

Ich kann allen Eltern und Angehörigen nur raten, sich dieses Buch zu besorgen. Ich fand es wirklich aufschlussreich. Erkrankten selbst würde ich es eher nicht empfehlen, da es sehr hart geschrieben ist und triggern könnte.

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