Daniel Mendelsohn

 4.4 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Eine Odyssee, Die Verlorenen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniel Mendelsohn

Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er promovierte 1994 in Classical Studies und arbeitete als Kritiker u. a. für »The New York Review of Books«, für »The New Yorker« und die »New York Times«. 2006 erschien sein aufsehenerregendes, preisgekröntes Familien-Memoir »Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen«.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Eine Odyssee

 (22)
Erscheint am 25.05.2020 als Taschenbuch bei Pantheon.

Alle Bücher von Daniel Mendelsohn

Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN:9783570554258)

Eine Odyssee

 (22)
Erscheint am 25.05.2020
Cover des Buches Die Verlorenen (ISBN:9783596190195)

Die Verlorenen

 (2)
Erschienen am 09.12.2011
Cover des Buches The Lost (ISBN:9780007265992)

The Lost

 (1)
Erschienen am 18.10.2011

Neue Rezensionen zu Daniel Mendelsohn

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Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Gehört zu meinen Jahreshighlights!
Aksivor 4 Monaten

Als ich zum ersten Mal »Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich« von Daniel Mendelsohn in meinen Händen hielt, glaubte ich ungefähr zu wissen, was auf mich zukommen würde. Ich habe zwar die „Original“ - »Odyssee« von Homer nicht gelesen, nichtsdestotrotz habe ich vor einigen Jahren den Film »Die Fahrten des Odysseus« mit Kirk Douglas gesehen und erst vor kurzem das Videospiel »Assassin’s Creed Odyssey« beendet, die ebenfalls Homers Epos aufgreifen. So war ich erstaunt, dass Mendelsohns Buch viel mehr als nur eine weitere Interpretation von Homers Werk ist, denn es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. 


Zu Beginn lernt man die beiden Protagonisten Daniel und seinen Vater Jay Mendelsohn kennen. Schnell wird klar, dass Vater und Sohn nicht besonders gut miteinander auskommen und dass sie diesbezüglich einiges nachholen müssen. Als Jay beschließt an einem Uni-Kurs seines Sohnes teilzunehmen, lässt er keine Gelegenheit aus, Daniel zu kritisieren. Und Jay macht es Daniel wirklich nicht leicht, obwohl er sein Sohn ist. Diese schwierige Vater-Sohn-Beziehung ist eins der Schwerpunkte des Buches. Zwischendurch bezieht sich der Autor auf Homers »Odyssee«, die er sogar für Leute wie mich, die die „Original-Geschichte“ nicht kennen, verständlich herüberbringt. Er schafft es sogar, mein aufrichtiges Interesse dafür zu wecken, weshalb es nun auf meiner Wunschliste steht. 


„Manche Geschichten brauchen einfach ihre Zeit.“ – Zitat (Seite 214)


Doch wer denkt, dass hier Homers »Odyssee« nacherzählt wird, irrt sich gewaltig. Die vielen Diskussionen um das Epos werden von persönlichen Geschichten sowohl aus Daniels als auch aus Jays Leben abgerundet. Dieser Aspekt macht den Inhalt lebendig und verflechtet ihn im Laufe der Geschichte immer mehr mit Homers Werk. Die scharfsinnigen und diskussionsreichen Dialoge sind mit der richtigen Portion Humor ausgeschmückt, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile auftritt. 


Fazit


Man lernt nicht nur viel über Homers »Odyssee«, sondern auch über Väter und deren Söhne. Ich denke, Mendelsohns Buch kann gelesen werden auch, ohne Homers Werk zu kennen (so wie ich), aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass das Buch noch mehr Spaß machen würde, wenn man die „Original“ - »Odyssee« bereits kennt.

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Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Ein sehr berührender Roman
LovelyPagesvor 8 Monaten

Der Roman lässt sich keinem genauen Genre zuordnen. Es ist eine Mischung aus Sachbuch, Biografie und Erzählung. Trotzdem funktioniert diese Mischung und man bekommt dieses Meisterwerk. Mendelsohn gelingt es eine Verknüpfung zu Homers Odyssee herzustellen. Dazu verwendet er immer wieder alte Texte, welche er interpretiert und erklärt, dies dient der Untermauerung gewisser Situationen. Und hilft selbstverständlich jedem der sich nicht mit der Thematik auskennt. Dennoch sollte man sich vorher ein wenig belesen oder schonmal von dem Epos gehört haben. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, dass diese wirklich sehr berührend ist. Kurz vor dem Tod des Vaters unternehmen die beiden eine Reise und fahren zu den Schauplätze wo sich eine Odyssee abgespielt hat. Dabei lernen sich beide wieder neu kennen. Man braucht ein bisschen Zeit um dieses Buch zu lesen, da es zwar sehr flüssig geschrieben ist, aber man sehr nachdenklich wird. Generell ist dieses Buch voller Lebensweisheiten und dazu gemacht einen den Epos näher zu bringen, aber auch um über seine eigenen Beziehungen und Leben nachzudenken. 

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Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Literatur und das Leben!
ulrikerabevor 9 Monaten

Es kommt überraschend für den Altphilologen Daniel Mendelsohn, als sich sein 81-jähriger Vater Jay entschließt, an seinem College-Seminar über Homers Odyssee teilzunehmen. Ein Entschluss, der Vater und Sohn unerwartet nahe zusammenführt. Die beiden verbringen eine sehr intensive Zeit miteinander, gehen sogar zusammen auf eine Mittelmeerkreuzfahrt auf Odysseus‘ Spuren.
Daniel Mendelsohn erzählt von dieser Zeit. Es ist eine sehr berührende und emotionale Geschichte. "Eine Odyssee: Mein Vater, ein Epos und ich“ ist kein Roman und keine Biografie, der Verlag nennt das Buch ein „erzählendes Sachbuch“. Dabei verwebt Daniel Mendelsohn die Geschichte seines Vaters Jay sowie seine eigene Lebensgeschichte mit sprachwissenschaftlichen Überlegungen zu Homers Epos.
Die Odyssee, eine 3000 Jahre alte Geschichte, die von Familie, Identität, Herkunft und Heldentum erzählt, als Auslöser für eine Reise zu den eigenen Wurzeln. Das hört sich zunächst etwas herausfordernd an. Aber Daniel Mendelsohn bleibt bei allen wissenschaftlichen Interpretationen und Analysen des umfangreichen Klassikers der griechischen Antike in Sprache und Stil auf einer absolut gut verständlichen Ebene. Odysseus‘ Sohn Telemach kennt den eigenen Vater nicht, das unterscheidet ihn wohl von Daniel. Doch auch der Autor lernt den Vater am Ende seiner Tage auf eine ganz neue Weise kennen. Gegen Ende des Buches verstärkt sich die Verbundenheit von Vater und Sohn zunehmend, fast so als ob der Autor den wissenschaftlichen Teil ein klein wenig als Vorwand benutzt hätte, ein zutiefst emotionales Buch über seinen Vater schreiben zu können.
„Das Gedicht ist realer!“, sagt Jay zu Daniel während der Kreuzfahrt. Große Literatur und das Leben an sich, da ist oft nicht viel dazwischen!

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