Daniel Mendelsohn

 4,4 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Eine Odyssee, Die Verlorenen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniel Mendelsohn

Daniel Mendelsohn, geboren 1960 in New York, gehört zu den bedeutendsten Intellektuellen in den USA und ist als Autor und Übersetzer bekannt geworden. Er promovierte 1994 in Classical Studies und arbeitete als Kritiker u. a. für The New York Review of Books, das New York Magazine, für The New Yorker und die New York Times. 2006 erschien sein aufsehenerregendes, preisgekröntes Familien-Memoir »Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen«. Zuletzt veröffentlichte Siedler »Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich« (2019).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Flüchtige Umarmung (ISBN: 9783827500656)

Flüchtige Umarmung

Erscheint am 09.11.2021 als Hardcover bei Siedler.

Alle Bücher von Daniel Mendelsohn

Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN: 9783570554258)

Eine Odyssee

 (23)
Erschienen am 14.09.2020
Cover des Buches Die Verlorenen (ISBN: 9783596190195)

Die Verlorenen

 (2)
Erschienen am 09.12.2011
Cover des Buches Flüchtige Umarmung (ISBN: 9783827500656)

Flüchtige Umarmung

 (0)
Erscheint am 09.11.2021
Cover des Buches The Lost (ISBN: 9780007265992)

The Lost

 (1)
Erschienen am 18.10.2011
Cover des Buches Bacchae (ISBN: 9780062319678)

Bacchae

 (0)
Erschienen am 15.08.2015

Neue Rezensionen zu Daniel Mendelsohn

Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN: 9783827500632)schokoloko29s avatar

Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Vater- und Sohn
schokoloko29vor einem Jahr

Daniel Mendelsohn ist Altphilologe und Professor in einer Uni. Sein Vater, Jay Mendelsohn, ist pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt. Er möchte noch einmal die Odysee zusammen mit seinem Sohn und seinen Studenten lesen. 

Aus diesem Grund besucht er die Vorlesungen zu diesem Thema. Er hält nicht viel von Odysseus. Er weint, die Götter helfen ihm in schwierigen Situationen und er betrügt seine geliebte Frau Penelope. Dann passt er nicht gut auf seine Besatzung auf. Denn Odysseus ist der einzige Mensch, der den Feldzug nach Troja und wieder zurück nach Ithaka überlebt. Jay findet ihn gar nicht heldenhaft; sondern eher eine Memme, der hilflos ist und nichts alleine erreicht. Durch diese kontroverse Meinung entsteht viel Gesprächsstoff im Seminar und sein Sohn und sein Vater kommen ins Gespräch. Daniel Mendelsohn empfand seinen Vater eher hart, distanziert, rigide und er hatte schon als Kind durch seine Strenge einfach keinen guten Draht, Dies ändert sich durch das Seminar. Sie entwickeln Anknüpfungspunkte und sein Sohn erlebt den Vater zum ersten Mal in seinem Leben als fürsorglich und empatisch.

Auch wird der Sterbeprozess, das Aufwachsen in einfachen Verhältnissen und die schwierige Ehe von Jay Mendelsohn beleuchtet.

Für mich entwickelte sich das Buch immer positiver. Am Anfang ging es hauptsächlich um die Odyssee die verschiedenen Strophen und Kapitel von Homer. Was für Menschen, die sich dafür nicht interessieren eher trocken sein kann (Dies war für mich eher nicht der Fall). Doch je länger es fortdauert umso berührender war für mich das Buch. 

Das Buch war sehr informativ, bezüglich der Odyssee und am Ende auch sehr berührend. Das Buch kann ich nur empfehlen.


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Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN: 9783827500632)Aksis avatar

Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Gehört zu meinen Jahreshighlights!
Aksivor 2 Jahren

Als ich zum ersten Mal »Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich« von Daniel Mendelsohn in meinen Händen hielt, glaubte ich ungefähr zu wissen, was auf mich zukommen würde. Ich habe zwar die „Original“ - »Odyssee« von Homer nicht gelesen, nichtsdestotrotz habe ich vor einigen Jahren den Film »Die Fahrten des Odysseus« mit Kirk Douglas gesehen und erst vor kurzem das Videospiel »Assassin’s Creed Odyssey« beendet, die ebenfalls Homers Epos aufgreifen. So war ich erstaunt, dass Mendelsohns Buch viel mehr als nur eine weitere Interpretation von Homers Werk ist, denn es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. 


Zu Beginn lernt man die beiden Protagonisten Daniel und seinen Vater Jay Mendelsohn kennen. Schnell wird klar, dass Vater und Sohn nicht besonders gut miteinander auskommen und dass sie diesbezüglich einiges nachholen müssen. Als Jay beschließt an einem Uni-Kurs seines Sohnes teilzunehmen, lässt er keine Gelegenheit aus, Daniel zu kritisieren. Und Jay macht es Daniel wirklich nicht leicht, obwohl er sein Sohn ist. Diese schwierige Vater-Sohn-Beziehung ist eins der Schwerpunkte des Buches. Zwischendurch bezieht sich der Autor auf Homers »Odyssee«, die er sogar für Leute wie mich, die die „Original-Geschichte“ nicht kennen, verständlich herüberbringt. Er schafft es sogar, mein aufrichtiges Interesse dafür zu wecken, weshalb es nun auf meiner Wunschliste steht. 


„Manche Geschichten brauchen einfach ihre Zeit.“ – Zitat (Seite 214)


Doch wer denkt, dass hier Homers »Odyssee« nacherzählt wird, irrt sich gewaltig. Die vielen Diskussionen um das Epos werden von persönlichen Geschichten sowohl aus Daniels als auch aus Jays Leben abgerundet. Dieser Aspekt macht den Inhalt lebendig und verflechtet ihn im Laufe der Geschichte immer mehr mit Homers Werk. Die scharfsinnigen und diskussionsreichen Dialoge sind mit der richtigen Portion Humor ausgeschmückt, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile auftritt. 


Fazit


Man lernt nicht nur viel über Homers »Odyssee«, sondern auch über Väter und deren Söhne. Ich denke, Mendelsohns Buch kann gelesen werden auch, ohne Homers Werk zu kennen (so wie ich), aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass das Buch noch mehr Spaß machen würde, wenn man die „Original“ - »Odyssee« bereits kennt.

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Cover des Buches Eine Odyssee (ISBN: 9783827500632)LovelyPagess avatar

Rezension zu "Eine Odyssee" von Daniel Mendelsohn

Ein sehr berührender Roman
LovelyPagesvor 2 Jahren

Der Roman lässt sich keinem genauen Genre zuordnen. Es ist eine Mischung aus Sachbuch, Biografie und Erzählung. Trotzdem funktioniert diese Mischung und man bekommt dieses Meisterwerk. Mendelsohn gelingt es eine Verknüpfung zu Homers Odyssee herzustellen. Dazu verwendet er immer wieder alte Texte, welche er interpretiert und erklärt, dies dient der Untermauerung gewisser Situationen. Und hilft selbstverständlich jedem der sich nicht mit der Thematik auskennt. Dennoch sollte man sich vorher ein wenig belesen oder schonmal von dem Epos gehört haben. Zur Geschichte selbst kann ich sagen, dass diese wirklich sehr berührend ist. Kurz vor dem Tod des Vaters unternehmen die beiden eine Reise und fahren zu den Schauplätze wo sich eine Odyssee abgespielt hat. Dabei lernen sich beide wieder neu kennen. Man braucht ein bisschen Zeit um dieses Buch zu lesen, da es zwar sehr flüssig geschrieben ist, aber man sehr nachdenklich wird. Generell ist dieses Buch voller Lebensweisheiten und dazu gemacht einen den Epos näher zu bringen, aber auch um über seine eigenen Beziehungen und Leben nachzudenken. 

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