Heinrich Thies

 3.8 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Wenn Hitler tot ist, tanzen wir, Schweinetango und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Heinrich Thies

Heinrich Thies, geboren 1953 in Hademstorf, Niedersachsen, ist Journalist und Autor zahlreicher Biografien und Romane. Er wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien »Mein Herz gib wieder her«, seine vielbeachtete Doppelbiografie über Hermann Löns und dessen Frau Lisa. Erfolgreiche Romanbiografien wie »Geh aus mein Herz, und suche Freud« und »Wenn Hitler tot ist, tanzen wir« begeisterten sein Publikum.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Die verlorene Schwester – Elfriede und Erich Maria Remarque

Erscheint am 03.08.2020 als Hardcover bei zu Klampen Verlag - zu Klampen & Johannes GbR.

Alle Bücher von Heinrich Thies

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Cover des Buches Wenn Hitler tot ist, tanzen wir9783404642168

Wenn Hitler tot ist, tanzen wir

 (10)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Geh aus, mein Herz, und suche Freud9783442152377

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

 (4)
Erschienen am 26.01.2004
Cover des Buches Schweinetango9783866740655

Schweinetango

 (5)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Im Schatten des "Blauen Engels"9783442159673

Im Schatten des "Blauen Engels"

 (2)
Erschienen am 17.12.2018
Cover des Buches Weit ist der Weg nach Zicherie9783404642236

Weit ist der Weg nach Zicherie

 (2)
Erschienen am 15.05.2007
Cover des Buches Das Mädchen im Moor9783866741102

Das Mädchen im Moor

 (2)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Wenn Hitler tot ist, tanzen wirB003APHX2K

Wenn Hitler tot ist, tanzen wir

 (2)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Die verbannte Prinzessin9783492253574

Die verbannte Prinzessin

 (2)
Erschienen am 01.05.2009

Neue Rezensionen zu Heinrich Thies

Neu

Rezension zu "Im Schatten des "Blauen Engels"" von Heinrich Thies

"Fesche Lola, brave Liesl" - die verleugnete Schwester der Marlene D.
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

Dieser, bereits unter dem Titel „Fesche Lola, brave Liesel“ erschienene biografische Roman beschäftigt sich mich zwei höchst unterschiedlichen Schwestern: Marlene Dietrich und Elisabeth Will. 

Während Marlene Dietrich, stets in Uniform, mit ihren Liedern die amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Hitler-Deutschland unterstützt, führt ihre ältere Schwester Elisabeth Wille mit ihrem Mann Georg ein Kino für Wehrmachtssoldaten und das ausgerechnet auf dem Gelände des KZ Bergen-Belsen.  

Heinrich Thies beleuchtet die Herkunft der Schwestern, die von ihrer Mutter Josephine von Losch, streng als großbürgerliche Töchter erzogen worden sind. Marlene, Leni genannt, ist von Beginn an die beliebtere Tochter, denn sie ist musikalisch, lernt leicht und ist als Kind selbstbewusst. Elisabeth „Liesl“ ist in allem so ziemlich das Gegenteil: pummelig, unmusikalisch, schüchtern und lernt nicht gerne - also eher eine Enttäuschung für die Mutter. Und ja, Josephine von Losch ist eine herrschsüchtige Frau, die vor allem an Liesl ständig herum mäkelt und sich Zeit ihres Lebens in Liesls Leben einmischt.  

Um ihre Karriere nicht zu gefährden, verleugnet die Dietrich ihre Schwester, unterstützt sie allerdings finanziell. 

Meine Meinung: 

Als echte Doppel-Biografie ist dieses Buch nicht zu sehen. Denn es gibt, wie der Autor in seinem Nachwort einräumt, über Elisabeth Will wenig Fundiertes. Dennoch hat er bei seinen Recherchen in den Archiven bzw. im Nachlass von Marlene Dietrich einiges zu Tage gefördert und so ein plastisches Bild der beiden Schwestern erschaffen. Einige dieser Quellen sind bislang unveröffentlichte Briefe und Dokumente. Auszüge davon kann der interessierte Leser hier lesen. Daneben ergänzen zahlreiche Fotos diesen biografischen Roman. Interessant auch, dass die beiden Schwestern eine Abmachung hatten, dass Marlene Liesl nicht weiter erwähnt. Ob sie sich deren Nazi-Vergangenheit geschämt hat? Dieses Stillschweigen erkauft sich die Dietrich durch weitere Zahlungen.  

Der Schreibstil ist gut zu lesen. Gut gelungen finde ich die Darstellung der beiden unterschiedlichen Schwestern, die in manchen Belangen gar nicht so unterschiedlich sind. Unter der Dominanz der Mutter haben wohl beide gelitten.  

Fazit: 

Das Buch ist ein schönes Stück Zeitgeschichte. Vielen Menschen ist gar nicht bekannt, dass die Dietrich eine Schwester hatte. Ihnen sei dieser biografische Roman ans Herz gelegt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezension zu "Im Schatten des "Blauen Engels"" von Heinrich Thies

Ungewöhnlicher biografischer Roman
Patnovor einem Jahr

Sie zählt zu den größten weiblichen Leinwandlegenden aller Zeiten. Ihre langen Beine, das bildhübsche Gesicht und ihre rauchig erotische Stimme sind unvergessen. Marlene Dietrich ! Bislang war mir nicht bekannt, dass die Diva eine Schwester namens Elisabeth hatte, die so ganz anders und völlig unscheinbar war, eben das ganze Gegenteil von Marlene. Offenbar stand Elisabeth im Schatten ihrer Schwester. Buchautor Heinrich Thies hat diese Thematik in seinem Roman mit dem passenden Titel „Im Schatten des Blauen Engels“ aufgegriffen. Die Taschenbuchausgabe ist im Dezember 2018 beim Goldmann Verlag erschienen. Beginnend mit der Kindheit, springt die Handlung zwischen den Lebenswegen der Marlene Dietrich und ihrer Schwester hin un her. Mit Beginn der Machtübernahme der Nationalsozialisten orientiert sich Marlene in Richtung Amerika und kämpft gegen die Nazis, während Elisabeth mit ihrem Mann in Bergen-Belsen ein Kino für Wehrmachtsoldaten und SS-Angehörige betreibt. Heinrich Thies hat viele Quellen (u.a. unveröffentlichte Briefe und Dokumente) ausgewertet und in seinen Roman eingearbeitet. Da jedoch Marlenes Schwester Elisabeth auch diesbezüglich im Schatten ihrer Schwester stand - es gab wenige Aufzeichnungen über ihr Leben - bedient sich der Buchautor neben den recherchierten Fakten seiner fiktionalen Vorstellungskraft. Alle wichtigen biografischen Eckdaten der Marlene Dietrich werden aufgegriffen, allerdings aus einer ganz anderen Perspektive, eben im Bezug auf Elisabeth´s Leben. Interessante Buchidee, einzigartig umgesetzt. Ich fühlte mich in das Zeitgeschehen integriert. Sehr informativ sind für mich die übergreifenden historischen Ereignisse, die der Autor ebenfalls einarbeitet. Ein Stück Zeitgeschichte! Thies zeichnet bemerkenswerte Bilder zweier komplett konträrer Schwestern. Da ist die strebsame, intelligente aber unscheinbare Elisabeth, die sich kaum traut ihre Meinung offen zu vertreten. Ihre Schwester ist ein Star, den die ganze Welt kennt, selbstbewusst und durchsetzungsstark. Dennoch war Marlene stets auf das Wohl ihrer Familie bedacht, hat sie mit Geschenken überhäuft und finanziell unterstützt. Am Ende ihres Lebens scheinen beide Frauen von einer enormen Melancholie befallen zu sein. Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Stimmungsvolle Buchatmosphäre! Wer mehr über die ungleichen Schwestern und das imposante Leben der Marlene Dietrich erfahren möchte, sollte zu diesem Roman greifen. Eine ungewöhnliche, aber beeindruckende Biografie.

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Rezension zu "Hilferuf aus dem Folterkeller" von Heinrich Thies

interessantes True Crime Buch
anja_bauervor 5 Jahren


Lutz Seifert führt ein recht bescheidenes ruhiges Leben. Er ist immer höflich, sehr nett und zuvorkommend, sagen die Nachbarn.  Umso entsetzter sind diese, als sie erfahren, dass der Kürchnermeister ein sehr brutaler Serienmörder ist.  Angehörige haben schon öfters bei der Polizei ihre Familienmitglieder als vermisst gemeldet und immer kam der Name Seifert mit ins Spiel. Doch damals glaubte die Polizei den ganzen Briefen und Nachrichten von den Verschwundenen, dass sie neu anfangen wollen und man nicht nach ihnen suchen sollte. Alles weißt halt auf ein freiwilliges Gehen hin. Doch Karla Sommer ist das alles zu suspekt und befasst sich mit der Frage, ob diese Personen wirklich aus eigenem Antrieb gegangen sind.  Umso mehr sie dabei ermittelt, ums o mehr gruselige Details kommen hierbei ans Tageslicht.


FAZIT: Heinrich Thies hat dieses Buch geschrieben. Sehr anschaulich beschreibt er  die intensive Ermittlungsarbeit von der Kommissarin.  Die Hintergründe sind gut recherchiert und man kommt immer näher an das Grauen heran, was Seifert da gemacht hat. Und man bekommt auch einen Einblick in das zweite unscheinbare Leben von dem Kürchnermeister.  Außerdem geht der Autor ausführlich in das Thema S/M ein und beleuchtet diese Szene. Welche Rolle hat dieser Trend bei den Morden gespielt. Sachlich aber realistisch ist dieses Buch, ohne irgendwelche Effekthascherei.

Am Ende wird ausführlich über den Trend S/M erzählt und bis ins kleinste Detail gegangen. Mir persönlich ein wenig zu viel des Guten. Weniger ist oftmals mehr.  Auch ist mir der True Crime ein klitzekleines bisschen zu nüchtern. Ich habe schon viele wahre Kriminalitätsbücher gelesen, deswegen kann ich da ein wenig vergleichen. Was mir hier auch gefehlt hat, waren die Bilder. Darüber hätte ich mich schon ein wenig gefreut, damit man sich Seifert vorstellen kann. Denn wie sieht ein bescheidener netter Mensch aus, der zu solchen Grausamkeiten fähig ist.

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