Mike Mateescu kennt man von der 7-teiligen Enitta Carigiet-Reihe. Jetzt geht es weiter mit der Ermittlerin Danica Troy, die in Zürich in Fälle mit politischem Sprengkraft ermittelt.
Im „Hardbrücke“ steht die Wohnungsspekulation zentral. Eine Immobilienbesitzerin, Sharona Löw, möchte ein grosses Wohnkomplex abreissen um Neubau zu erstellen. Für sie ist Profit und das Gewinnen im Leben wichtig. Das Wohngebäude wird jetzt als Zwischennutzung an Alternativen und Kreativen vermietet.
Danica Troy von der Kapo hat sich mit einem Informanten verabredet, der momentan im Wohnkomplex „wohnt“. Auch Sharona hat einen Grund dort hin zu gehen, weil sie ein bestimmtes Gemälde haben möchtet. Ohne ihren Bodyguard geht sie hinein und wird gegeisselt. Ihr ist eine Falle gestellt worden. Wenn Danica eintrifft, ist die Situation chaotisch. Schlussendlich bekommt sie ihre Informationen und Sharona ihr Gemälde. Dazwischen liegt ganz viel Action und ganz viele komische Figuren. Mehr werde ich nicht verraten.
Im Buch kommen unendlich viele Personagen vor. Für mich war es unüberschaubar. Erst mit einer Auflistung fing ich an das Buch zu verstehen. Es ist ein sehr dichtes und komplexes Buch. Mit hoher Geschwindigkeit passiert sehr viel, in sehr kleinem Zeitraum. Und fast ausschliesslich im Wohngebäude. Bestimmte Szenen (wie den Einbruch in Meilen) habe ich sehr unwahrscheinlich gefunden.
Am Ende hat es noch offene Fragen. Einige Erzählstränge werden vielleicht im nächsten Band weiter verfolgt. Und genau dann merkt man, wie komplex und intelligent die ganze Romanreihe ausgedacht ist.
Der Schreibstil ist sehr gut. Oft mit viel Humor. Leider wird ein deutscher ß benutzt, und auch bei „Limmatstraße“, die so für mich nicht in Zürich liegt. Namen sollte man nicht ändern!

















