Amanda lernt Wendy in einer Selbsthilfegruppe kennen. Amanda und Wendy haben jeweils ihre Familien verloren und kennen die Männer, die ihnen das angetan haben. Doch da sie selbst nichts unternehmen können, ohne unter Verdacht zu geraten, schließen die beiden einen Pakt. Wendy soll den Mörder von Amandas Familie töten und umgekehrt. Doch sind beide Frauen auch die, die sie vorzugeben scheinen? Oder spielt eine oder sogar beide falsch?
Und wer ist Ruth? Um sie baut der Autor einen weiteren Erzählstrang auf. Ruth wurde in ihrem Haus brutal überfallen und fühlt sich nicht mehr sicher. Sie lebt seitdem in ständiger Angst und niemand kann ihr helfen? Wie passt ihre Geschichte in die Story?
Auch wenn es sich bei dem Buch nicht, wie ich zuerst vermutet hatte, um einen neuen Eddie Flynn handelt, wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte war packend und bis zum Ende mit vielen unerwarteten Wendungen. Der Schreibstil von Steve Cavanagh ist richtig spannend und man sollte sich nicht zu viele andere Dinge vornehmen, wenn man ein Buch von ihm beginnt.
Die handelnden Personen werden dabei so lebensnah beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie könnten dir schon über den Weg gelaufen sein. Aber auch die Tatsache, dass man nicht weiß, wer ist gut und wer ist böse, macht das ganze noch einmal emotionaler. Die Story ist teilweise nichts für schwache Nerven, aber es passt einfach alles zusammen. Dabei sind die Geschichten von Ruth, Amanda und Wendy so traurig, dass ich nachvollziehen kann, wie verzweifelt jemand sein muss, wenn er sich auf so einen Deal einlässt.
Nachdem ich lange gerätselt habe, wie die Stränge zusammenpassen, war die Auflösung gelungen und hat keine Fragen offen gelassen.
Hier zeigt sich wieder einmal, wie tief der Schmerz und die Verzweiflung bei Verlust von geliebten Menschen oder der eigenen Sicherheit sitzen kann.
Für mich auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.







