Peter Beyer

Alle Bücher von Peter Beyer

Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)

Die Schatten von Edinburgh

 (133)
Erschienen am 20.02.2017
Cover des Buches Der Fluch von Pendle Hill (ISBN: 9783442485062)

Der Fluch von Pendle Hill

 (98)
Erschienen am 15.01.2018
Cover des Buches Die Todesfee der Grindlay Street (ISBN: 9783442488643)

Die Todesfee der Grindlay Street

 (65)
Erschienen am 17.12.2018
Cover des Buches Insignia - Die Weltenspieler (ISBN: 9783442478347)

Insignia - Die Weltenspieler

 (56)
Erschienen am 19.11.2012
Cover des Buches Im Bann der Fledermausinsel (ISBN: 9783442488872)

Im Bann der Fledermausinsel

 (37)
Erschienen am 16.12.2019
Cover des Buches Das Geheimnis von Windsor Castle (ISBN: 9783442492343)

Das Geheimnis von Windsor Castle

 (26)
Erschienen am 20.12.2021
Cover des Buches Die Totenfrau von Edinburgh (ISBN: 9783442491117)

Die Totenfrau von Edinburgh

 (24)
Erschienen am 21.12.2020
Cover des Buches Der Tote in der Kapelle (ISBN: 9783442486120)

Der Tote in der Kapelle

 (18)
Erschienen am 19.02.2018

Neue Rezensionen zu Peter Beyer

Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)J

Rezension zu "Die Schatten von Edinburgh" von Oscar Muriel

Teuflische Geigenklänge
jenvo82vor einem Tag

"Eine panische Angst, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte, bemächtigte sich meiner. Sie erfüllte meine Brust, während mir das Geflüster der Zigeunerin wieder in den Sinn kam."

Inhalt

Für den nach Schottland versetzten Inspector Frey, einen kultivierten Engländer, manifestiert sich schon nach wenigen ersten Eindrücken sein vorgefertigter Eindruck, dass es hier weder Manieren, noch gutes Essen, geschweige denn eine berufliche Perspektive gibt. Nur unwillig beginnt er mit seinem wahrhaft imposanten, wenn auch exzentrischen neuen Vorgesetzen McGray zusammenzuarbeiten. So unterschiedlich die beiden Ermittler auch sein mögen, so ergänzen sie sich doch vorbildlich und bilden ein gutes Team. Schon nach kurzer Zeit sind sie einem Serienmörder auf der Spur, der ganz zielgerichtet seine Opfer auswählt, sie scheinbar nach keinem genauen modus operandi tötet. Der Fall ist besonders verzwickt, weil allerlei abergläubische Akteure mitwirken, allen voran der Schotte McGray. Und während sich Inspector Ian Frey sehr sicher ist, dass der Teufel bei dieser Mordserie ganz sicher nicht seine Finger im Spiel hat, treten doch immer häufiger Zufälle auf, dies es nahelegen, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Der Schlüssel zur Lösung des Falls scheint greifbar nah, doch so eng der Kreis der Verdächtigen auch ist, weitere Morde dünnen ihn immer mehr aus …

Meinung

Dies ist nicht nur der Auftakt der im viktorianischen Zeitalter spielenden Krimireihe um die Ermittler Frey und McGray, sondern auch mein erstes Buch aus der Feder des Autors. Historische Schauplätze und das Mordgeschehen längst vergangener Tage üben auf mich einen gewissen Reiz aus und nachdem ich zahlreiche begeisterte Leserstimmen zu dieser Reihe wahrgenommen habe, wollte ich sie natürlich auch gerne testen.

Dieser Krimi verbreitet ein gewisses Flair und schafft eine perspektivenreiche Atmosphäre, die den Zeitgeist wunderbar einfängt und für den Leser erlebbar macht. Tatsächlich macht das einen großen Teil dieses Buches aus und zieht sich, wie der rote Faden durch alle Seiten. Ebenso viel Augenmerk wird den beiden Ermittlern geschenkt, die ich mir lebhaft vorstellen kann und deren Eigenheiten vortrefflich das Geschehen ergänzen.

 Diese beiden Pluspunkte führen jedoch dazu, dass der eigentliche Fall in den Hintergrund gedrängt wird und die Ermittlungen nur mühsam vorankommen. Also aus kriminalistischer Sicht hätte ich mir da deutlich mehr erwartet, was eindeutig den fehlenden Bewertungspunkt ausmacht. Das Lesen ist mehr wie das Zuschauen bei einem Film und das langweilte mich dann doch stellenweise. Gerade im ersten Teil des Buches hätte ich mir einen stringenteren Erzählstil und weniger Fabulieren gewünscht. Auch die humoristische Komponente bietet mir hier nicht unbedingt den Mehrwert – derart intensive Interaktionen zwischen zwei Personen gefallen mir als Schlagabtausch zwar ganz gut, solange sie nicht zu sehr dominieren, und hier war es manchmal grenzwertig.

Fazit

Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen unterhaltsamen, abwechslungsreichen Kriminalroman, der mir insgesamt gut gefallen hat, wenn auch mit kleinen Abstrichen. Ob ich die Reihe nun weiterverfolgen werde, ist fraglich, denn so ganz in Begeisterungsstürme kann ich nicht verfallen, möglicherweise war meine Erwartungshaltung auch etwas hoch. Empfehlenswert ist definitiv historisches Interesse, vor allem für die damalige Zeit.

 Trotzdem bietet die Story ein entsprechendes Potential und lässt sich vielfältig ausbauen, so dass ich mir bei passender Laune auch wieder ein Buch aus dieser Reihe vorstellen könnte. Das Gleichgewicht zwischen dem Privatleben der Ermittler und ihrer beruflichen Schaffenskraft wird gewahrt, es entsteht ein Szenario, welchem der Leser beiwohnt, die Hintergründe erscheinen dabei etwas zweitrangig, der Stil hingegen ist wohlwollend einprägsam.    

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die Todesfee der Grindlay Street (ISBN: 9783442488643)A

Rezension zu "Die Todesfee der Grindlay Street" von Oscar Muriel

Das Leben ist eine Bühne
Argentumverdevor 23 Tagen

Im dritten Teil der Reihe um die ungleichen Ermittler Frey und Mc Gray wird die letzte Aufführung von „Macbeth“ in London von einer Todesfee und einer blutigen Nachricht gestört. Bei der nächsten Aufführung in Edinburgh soll jemand den Tod finden.


Wie zuvor denken die beiden ungleichen Ermittler in völlig unterschiedlichen Welten und Witz und Ironie kommen dabei wie immer nicht zu kurz. Auch ansonsten bleibt der Schreibstil durchweg flüssig und unterhaltsam, aber durch die nicht enden wollenden und letztlich mittlerweile bekannten Diskussionen der Hauptcharaktere teils etwas langatmig, was auch nicht durch die eher schleppenden Ermittlungen verbessert wird.  Es wird überwiegend aus der Sicht von Ian Frey erzählt, was nachvollziehbarer für den Leser ist. Hinzu kommen Zitate von Tagebucheinträgen von Bram Stoker, die teilweise von Ian Frey kommentiert werden. So erhält der Leser Hintergrundinfos, die den Ermittlern zum Zeitpunkt der Ermittlungen teilweise fehlen, dadurch geht aber ab und an auch die Spannung wieder etwas zurück. Schade ist auch, dass die Charaktere nicht weiter ausgearbeitet werden und auch hier nichts „Neues“ hinzukommt. 


Mein Fazit: Ein unterhaltsamer viktorianischer Krimi mit ironischem Unterton, der etwas blasser bleibt als seine Vorgänger. Retten tut dies allerdings der Fall selbst und das dazugehörige Theaterumfeld, so dass ich letztlich gut unterhalten wurde und sicherlich auch den nächsten Teil lesen werde.

Kommentare: 6
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Cover des Buches Die Totenfrau von Edinburgh (ISBN: 9783442491117)P

Rezension zu "Die Totenfrau von Edinburgh" von Oscar Muriel

Es wird persönlich
phantastische_fluchtenvor einem Monat

Madame Katerina kennen wir schon aus den vorherigen Bänden und wir wissen, dass Inspector Ian Frey nicht gerade der beste Freund der Hellseherin ist. Doch als sie des sechsfachen Mordes angeklagt wird und McGray ihn um Hilfe bitte, unternimmt er alles, um der Angeklagten zu helfen. Denn eines kann die britische Mimose überhaupt nicht leiden: Wenn jemand unschuldig des Mordes angeklagt wird. Und trotz seiner Abneigung gegenüber der Frau ist sich Ian Fry sicher, dass sie unschuldig ist - auch wenn alle Beweise gegen Madame Katerina sprechen. Als der Termin für die Hinrichtung feststeht beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. In seiner Verzweiflung kommt Ian Frey sogar der Bitte seines Partners nach, seinen Vater um Hilfe zu bitten.

Kommentar: 

Dies ist der fünfte Band der Serie um Ian Frey und Adolphus McGray und in meinen Augen ist es der bisher beste Band. Hier lernen wir die beiden Ermittler von einer ganz anderen Seite kennen. McGray gibt sich außergewöhnlich emotional, denn er hängt sehr an Madame Katerina, sie ist ein fester Bestandteil seines Leben und seine Freundin. Auch wenn er alle Menschen von sich wegstößt und niemanden richtig an sich heran lässt, gibt es doch einige wenige, die ihm etwas bedeuten. 

Ian Frey mag die Hellseherin nicht. Das hält ihn nicht davon ab nach der Wahrheit zu suchen und alles zu unternehmen, um die Frau zu retten. Er ist schon fast besessen und kniet sich Tag und Nacht in den Fall. Zwischen den Zeilen kann man heraus lesen, dass die beiden sehr unterschiedlichen Männer mittlerweile doch ein tiefes Band verbindet und Ian Frey es nicht ertragen kann, dass sein Partner noch einen Menschen verliert. 

Man sollte meinen, dass ein Buch, dass lediglich aus Ermittlungen und einem Prozess besteht, mit der Zeit langweilig wird. Aber Oscar de Muriel hat hier eine Spannung aufgebaut, die kaum auszuhalten ist. Hinter der Fassade der Familie, die Madame Katerina zu einer Seance eingeladen hat, verstecken sich Eifersucht, Gier und sogar Hass. Je tiefer Ian Frey vordringt, desto mehr dringt ans Tageslicht. Doch wie überall und wie es auch heute noch ist: Geld hat immer recht, während die Armen die Opfer sind und sich nicht wehren können. 

Der Mix aus Kriminalfall und Mysteriösem und sehr gelungen und wirkt glaubhaft. Sogar Ian Frey beginnt, an Geister zu glauben. "Die Kommission zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichen Bezug zu sonderbarem und Geisterhaftem" scheint nicht ohne Grund zu existieren. Was für den Engländer als eine Strafe begann, entwickelt sich langsam zu einer Leidenschaft. Interessante und abwechslungsreiche Fälle, die die beiden Ermittler bis an ihre Grenzen bringen und sogar darüber hinaus, wie Frey hier beweist. Während McGray aufgibt und jede Hoffnung verliert, gräbt Fry immer weiter und weiter. 

Normalerweise mag ich es nicht, wenn zu viel vom Privatleben der Charaktere in eine Geschichte fließt. Hier ist es fester Bestandteil der Erzählung. Denn beide Ermittler sind so, wie sie sind, weil Ereignisse aus der Vergangenheit sie geprägt haben. Ian Frey, ein Cambridge Absolvent, wurde nach Schottland strafversetzt. Ein unbequem gewordener Polizist, den man in abgeschoben hat. MacGray hat viele Verluste erlitten, seine Schwester vegetiert in einer psychiatrischen Anstalt und McGray hofft immer noch, dass sie eines Tages gesundet. Man vergisst während des Lesens oft, wie jung McGray eigentlich noch ist. Ein Raubein und eine Mimose, deren Dialoge den Leser aber auch oft zum schmunzeln bringen. 

 

Fazit: 

Oscar de Muriel hat es hier geschafft, einen spannenden Fall zu konstruieren, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Figuren entwickeln sich glaubhaft weiter und ich bin gespannt auf den sechsten Band. 

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