Kyril Bonfiglioli

 4 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Nimm das Ding da weg!, Nimm das Ding da weg! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kyril Bonfiglioli

Kyril Emanuel George Bonfiglioli wurde 1928 in Eastbourne als Sohn eines italienisch-slowenischen Antiquars und einer englischen Mutter geboren. Nach seinem Militärdienst studierte er Englisch am Balliol College in Oxford. Er war – wie seine Hauptfigur Charlie Mortdecai – Kunsthändler, Herausgeber eines Science-Fiction-Magazins und Autor. Kyril Bonfiglioli war dreimal verheiratet und hatte insgesamt fünf Kinder. Er lebte in Lancashire, in Irland und auf Jersey, wo er 1985 an Leberzirrhose starb.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kyril Bonfiglioli

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Cover des Buches Nimm das Ding da weg!9783492308489

Nimm das Ding da weg!

 (4)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Nimm das Ding da weg!9783492971874

Nimm das Ding da weg!

 (3)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Die Damen und das Ungeheuer9783492309578

Die Damen und das Ungeheuer

 (2)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches After You with the Pistol9780241970317

After You with the Pistol

 (0)
Erschienen am 05.06.2014
Cover des Buches Something Nasty in the Woodshed9780241970270

Something Nasty in the Woodshed

 (0)
Erschienen am 05.06.2014
Cover des Buches Don't Point That Thing at Me: 2015 Edition9781468311631

Don't Point That Thing at Me: 2015 Edition

 (0)
Erschienen am 20.01.2015
Cover des Buches All the Tea in China9780241971765

All the Tea in China

 (0)
Erschienen am 05.06.2014

Neue Rezensionen zu Kyril Bonfiglioli

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Rezension zu "Nimm das Ding da weg!" von Kyril Bonfiglioli

Mortdecai - Mord, Verfall und Zügellosigkeit mit Augenzwinkern
TheSaintvor 3 Monaten

Kyril Bonfiglioli (1928-1985) eröffnete mit diesem vorliegenden Roman seine 4 schelmenhaften Bücher umfassende Reihe um den zügellosen aristokratischen Kunsthändler Charlie Strafford Van Cleef Mortdecai und seinem bulligen, geistig nicht zu den Überfliegern zählenden Butler Jock Strapp.

Als ein Bild des spanischen Malers Goya gestohlen wird, hat Chief Superintendent Alistair Martland sofort seinen Erzfeind aus Schultagen -  Charlie Mortdecai - in Verdacht. Nicht unbegründet, denn der sehr dem Alkohol und gutem Essen zugetane Charlie ist ein nicht gerade gesetzestreuer Kunsthändler, der im Stile des guten alten Gentleman-Diebes Raffles sehr gut Kunst weiterzuvermitteln weiß. Charlie erfährt im Laufe einer Vernehmung, dass eine andere Figur der Unterwelt, für die er kompromittierende Fotos - die einen hochgestellten britischen Regierungsbeamten beim intimen Tête-à-Tête mit diesem Unterweltler zeigen - aufbewahrt, gewaltsam ums Leben kam. Der in den Grauzonen der Legalität agierende Kunsthändler sieht sich plötzlich arg in Bedrängnis: Einerseits soll er den gestohlenen Goya zu seinem Kunden, dem Öltycoon Milton Krampf bringen, andererseits aber auch seinem Erzfeind Martland dienlich in der Beseitigung des Inhabers der Filmnegative sein... welcher ebenfalls Krampf ist.

Der Roman ist leicht und wahrlich schelmisch geschrieben und der Anti-Held Mortdecai wendet sich während der Handlung auch immer wieder dem Leser zu... was aufgrund der dann gelieferten Hintergrundinformationen und neckischen Ausführungen den Lesespaß noch vergrößert. Die Handlung tritt eher in den Hintergrund - die Figuren und die schrägen Situationen sind das Herzstück dieser literarischen Unterhaltung. Mortdecai ist sehr nah der Person des Autors (der an Leberzirrhose verblich) nachempfunden und der Schreibstil erinnert stark an P.G. Wodehouse und seine amüsanten Figuren Bertie Wooster und dem Butler Jeeves.

1973 gewann dieser Erstling den "CWA New Blood Dagger"-Award. Dieser wird von der Crime Writer's Association für bisher unveröffentlichte Erstlingsautoren vergeben. Die vier Bücher (das letzte Buch erschien posthum) genießen Kultstatus und es gab 2015 auch eine Verfilmung, die allerdings an den Kinokassen bombte und mit Johnny Depp, Paul Bettany, Ewan McGregor und Gwyneth Paltrow völlig falsch besetzt wurde.

Eine absolute Leseempfehlung für Freunde schräger, kauziger Kriminalgeschichten in einem originellen Set-Up und mit einem Schluss, der bald zum zweiten Band greifen lässt!




Kommentare: 26
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Rezension zu "Die Damen und das Ungeheuer" von Kyril Bonfiglioli

Ob das noch zum britsch-schwarzen Humor zählt...?
Asbeahvor 8 Monaten

Charlie Mortdecai 2: Der possierliche Frosch auf dem Coverbild ist in der Handlung eine fette Köte und dient einem Mann, der sich als Hexer wähnt. Selbiger treibt auf der Insel Jersey sein Unwesen und Charlie Mortdecai und seine Nachbarn ermitteln.

Charlie muss sich nach seinen Eskapaden des ersten Teils bedeckt halten und lässt es sich auf der Insel Jersey recht gut gehen. Leider fehlt ein großes Stück Geschehen zwischen dem chaotischen Ende des ersten Buches und der hiesigen Handlung. Wieso ist Charlie plötzlich verheiratet, wie hat er den totgeglaubten Jock wiedergefunden? Fragen, die nicht geklärt werden...

Stattdessen gibt es wie gewohnt reichlich sarkastische bis boshafte Betrachtungen der Zivilisation im allgemeinen und der Bewohner von Jersey im besonderem. Diese ließen durchaus nichts an Witz vermissen. Dennoch fehlte mir die windige und durchtriebene Art des alten Charlie aus Teil 1.

Leider driftet die Handlung dann in eine Richtung ab, die ich nicht mehr als “herrlich schräg” bezeichnen kann. Vielleicht eher als grotesk, und oft unter der Gürtellinie - was der Autor angesichts seines Intellekts wirklich nicht nötig gehabt hätte. Aber wahrscheinlich hatte er selbst den größten Spaß daran, mal so richtig auszuteilen. 

Mein Fazit: Kann ich leider nicht jedem mit gutem Gewissen empfehlen, auch wenn ich persönlich noch 4 Sterne wegen “Ungewöhnlichkeit” vergeben mag.


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Rezension zu "Nimm das Ding da weg!" von Kyril Bonfiglioli

Königlich amüsiert!
Asbeahvor einem Jahr

Habe mich königlich amüsiert! Auf dieses Buch, erstmals veröffentlicht 1972, war ich sehr gespannt, da mich das Cover auf eine skurrile Geschichte hoffen ließ. Und so war es dann auch. Erst beim Lesen erfuhr ich, dass das Buch sogar verfilmt wurde. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Verfilmung auch nur annähernd so gut sein kann, wie die Romanvorlage. Hintergründiger Witz und bissiger Sarkasmus lassen sich schwer verfilmen.

Die Figur des Charlie Mortdecai hat wirklichen Tiefgang und zeigt seine verschiedenen Facetten sehr glaubhaft. Charlie ist ein alternder Kunstliebhaber, Kunsthändler und, auf Anfrage, auch mal Kunstdieb. Vor allem ist er realistisch, einfallsreich, selbstironisch, liebenswert und boshaft. Letzteres vielleicht nur, wenn die seidene Unterhose klemmt, Ich war zu abgelenkt, um mich um die Feinheiten zu kümmern. Ein Buch, das man durchaus zweimal lesen kann und wieder neues dabei entdeckt.

Es gab Anspielungen, denen ich manchmal nicht folgen konnte, was vermutlich an unterschiedlicher Bildung und Geburtsjahrgang liegt. Die Handlung (der Krimi) selbst war dann auch etwas verquer und ich hatte nicht so recht den Durchblick - ebenso wenig wie Charlie selbst. Die Handlung ist hier aber auch gar nicht so wichtig. Es geht um das Drumherum, um Charlie und seine Sicht der Dinge.

Mein Fazit: Ein Schätzchen! Schon lange nicht mehr auf solch hohem Niveau gekichert. Volle 5 Sterne von mir!


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