Maike Maja Nowak

 4.4 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Wanja und die wilden Hunde, Die mit dem Hund tanzt und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Abenteuer Vertrauen

Neu erschienen am 17.09.2018 als Taschenbuch bei Goldmann.

Alle Bücher von Maike Maja Nowak

Wanja und die wilden Hunde

Wanja und die wilden Hunde

 (32)
Erschienen am 27.02.2012
Die mit dem Hund tanzt

Die mit dem Hund tanzt

 (23)
Erschienen am 28.02.2011
Wie viel Mensch braucht ein Hund

Wie viel Mensch braucht ein Hund

 (18)
Erschienen am 18.04.2016
Abenteuer Vertrauen

Abenteuer Vertrauen

 (0)
Erschienen am 17.09.2018
Ein Abend mit der Hundeflüsterin

Ein Abend mit der Hundeflüsterin

 (2)
Erschienen am 08.09.2014

Neue Rezensionen zu Maike Maja Nowak

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Knigaljubs avatar

Rezension zu "Abenteuer Vertrauen - Vollkommen, aber nicht perfekt - Was Menschen von Hunden lernen können" von Maike Maja Nowak

Von Selbstfindung und Akzeptanz, von Verstehen und Annehmen - mehr als ein Ratgeber
Knigaljubvor 10 Monaten

Dieses Buch ist eines der Bücher, das den Leser irgendwie reicher zurücklässt. Es regt zum Nachdenken über sich selbst und seinen Vierbeiner an. Auch Nicht-Hundebesitzer können etwas hieraus mitnehmen, denn schließlich sind auch Menschen unterschiedlich; es gibt extrovertierte und introvertierte Typen, vorauspreschende und eher zurückhaltende. Die Akzeptanz dieser Vielfalt und die Erkenntnis, dass für ein Zusammenleben all diese unterschiedlichen Menschen (und Hunde) hilfreich sind, ist ein großer Gewinn.

Zur Autorin:
Maike Maja Nowak ist Hundetrainerin und war auch schon im ZDF als "Hundeflüsterin" zu sehen. Sie arbeitete bereits in der DDR als Liedermacherin, wanderte später nach Russland ins kleine Dorf Lipowka aus und trat nach ihrer Rückkehr nach Berlin wieder als Sängerin (Adriana Lubowa) auf, bis ein Burnout sie ihre Karriere beenden ließ.
Sie absolvierte eine Ausbildung zur Hundepsychologin und begann, ihre Erkenntnisse aus der Zeit in Russland, in der sie Straßenhunde beobachtete und mit ihnen lebte, für ihre Arbeit mit den Hundehaltern zu nutzen. Denn Maja Nowak ist überzeugt, dass Hundetraining vor allem Arbeit mit deren Menschen bedeutet.
https://www.maike-maja-nowak.de/

Zum Buch:
Es ist in vier Teile untergliedert:Teil 1 (Anfühlen), Teil 2 (Entdecken), Teil 3 (Erkennen), Teil 4 (Weitergehen). Maja Nowak beschreibt ihre eigenen zahlreichen Erfahrungen mit (ihren und fremden) Hunden und lässt auch Einblicke in ihre eigene Vergangenheit nicht außenvor, denn genau das macht aus, wer sie heute ist, und wie sie mit manchen Situationen umgeht.
Sie verspricht keine allgemeingültigen Tipps, die Schilderungen ihrer persönlichen Erlebnisse und Erkenntnisse sind aber hilfreich, um einen geschärfteren Blick zu entwickeln und dankbar das anzunehmen, was das eigene Gefühl vielleicht schon lange sagte. Manche Methoden (z.B. die "Gebetsmühle") sind ungewöhnlich, aber genau das macht ihre Arbeit aus: Dass sie vom Hund als Individuum ausgeht und ihn so annimmt, wie er ist. Denn Tiere sind keine Maschinen.

Zur Kritik an Maja Nowak:
Es heißt, Maja Nowak habe Kritik einstecken müssen für ihren Umgang mit den Hunden und die von ihr propagierten "vererbten Rudelstellungen". Ich habe keine Rechtfertigung für diese Kritik finden können. Die Autorin erhebt an keiner Stelle den Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Im Gegenteil betont sie immer wieder, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, um einen Hund zu dem zu machen, was er ist. Umwelt, Rasse, Charakter, Erfahrungen - es ist ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten. Dass Hunde jedoch unterschiedliche Charaktere haben, kann jeder aufmerksame Beobachter erkennen. Und dass einige Verhaltensweisen sich ähneln, Hunde also unabhängig von Rasse und Herkunft in verschiedene Typen eingeteilt werden können, muss man einfach glauben - oder es eben lassen. Für mich waren die Erklärungen und von Nowak gesammelten Erfahrungen nachvollziehbar und authentisch genug, um anzunehmen, dass Hunde im Rudel je nach Charakter unterschiedliche Positionen einnehmen (könnten), sich auch in andere Positionen begeben könn(t)en, aber am wohlsten fühlen, wenn sie als das angenommen werden, was sie tief im Inneren sind: autonom, halbautonom oder nichtautonom; extrovertiert oder introvertiert; Leithund, Kundschafter, Wächter oder Zentralhund. Definitiv sollten Kritiker sich erst einmal näher mit Nowak und ihrer Arbeit befassen, denn eine oberflächliche Beurteilung ist genau das, was Nowak selbst stets zu vermeiden sucht.

Fazit:
Dieses Buch ist wirklich lesenswert und der Inhalt bereichernd. Es ist kein Aufruf, irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Theorien blind zu folgen, sondern in erster Linie macht es Mut, seinem eigenen Gefühl wieder mehr zu trauen und sich und andere Lebewesen so anzunehmen und wertzuschätzen, wie sie sind, denn gerade unterschiedliche Persönlichkeiten können zum Gelingen einer funktionierenden Gemeinschaft beitragen.

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Rezension zu "Die mit dem Hund tanzt" von Maike Maja Nowak

Führt Leute vor
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Nach diesem Buch würde ich bei ihr nicht mehr trainieren, denn die Fallbeispiele sind wahre Vorführungen von menschlichem Versagen.

Kommentare: 2
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Kamimas avatar

Zugegeben: als ich den Titel und die kurze Buchbeschreibung las, dachte ich zuerst an ein neues Fachbuch zum Thema Hund, zumal die Autorin durch den Verbund der unabhängigen Wegbereiter für Mensch-Hund-Kommunikation, der Forschungsgruppe zum Verhalten von Haushunden und internationalen Referentin in der Hundewelt ein Begriff ist. Als ich dann aber das Buch in Händen hielt, war ich zuerst von der Aufmachung überrascht: hochwertiges Hardcover, schön gestalteter Umschlag und als Einleitung (wie übrigens dann auch am Schluß) ein Lied der Liedermacherin Nowak. Liedermacherin? Ja! Denn wir erfahren in diesem Buch, welches auch einer Biografie ähnelt, mehr über das Leben der Autorin – sie schreibt im Zusammenhang mit ihrem neuen vierbeinigen Wegbegleiter Raida (Nr. 4 und zugleich Nr. 1 ihres Rudels) über ihre Kindheit, ihre erste „Berufswahl“ zur Liedermacherin, ihrer Auszeit in einem kleinen autarken Dorf und ihrem Weg über Wanda zur Hunde-Fachfrau, die Mensch und Hund einander näherbringen möchte.


Diese Intention zeigt sich auch in ihren Geschichten, die sie mit Raida und über ihn erzählt: sie findet Parallelen zu ihrem Kindsein, die sie in der Mensch-Hund-Beziehung und dem Verständnis für das Verhalten weiterbringen. Sie bezieht ihre Umwelt, ihre täglichen Begegnungen mit in die Betrachtungen mit ein und zeigt uns LeserInnen, besonders wenn wir selbst Hundeerfahrung haben, dass es sich lohnt, mehr hinzuschauen, sich hineinzufühlen, zu führen und geführt zu werden. Mit einem Stück weit Psychologie dient das Buch also auch dem eigenen Wachsen an und in der Erfahrung.


Besonders interessant fand ich übrigens die knapp 70 s/w-Bilder, die nicht gestellt, sondern aus dem Leben – aus der Bewegung heraus entstanden sind und die Situation einfangen sollten. Anfänglich las ich zuerst den Text und sah mir hinterher die Bilder an; da ich mich aber gerne in meiner Einschätzung selbst auf den Gesichtsausdruck und den Bildeindruck leiten lasse, habe ich im Verlauf des Buches immer mehr zuerst das Bild angeschaut, mir dazu meine Gedanken gemacht und danach die Gedanken von Fr. Nowak gelesen – sehr interessant! Die eigenen Erfahren prägen einen und so fand ich so manche Parallele in den Ausführungen der Autorin... auch wenn ich so manches anders sehe (aber eben aus meiner Erfahrung heraus), hat mich das Buch immer mitgenommen, interessiert und war hierdurch teilweise auch anstrengend zu lesen. Aber anstrengend ist ja auch das Leben und Lernen mit Raida ;) daher gebe ich schmunzelnd zu, in meiner Lebenssituation lese ich lieber das Buch als mich Raida zu stellen.


Wer die Muse hat, sich auf das anspruchsvolle Buch, den bibliografischen Inhalt, das hündische Sachverständnis und die „Seele“ dieses Buches einzulassen – auch im Hinblick darauf, Konkurrenzdenken zwischen „Berufskollegen“ außer Acht zu lassen und das kleinkarierte Gehabe in der Hundehalter-/Tierschutzwelt hinter sich zu lassen – der findet in diesem Buch einen wahren Schatz an Erfahrungen, die zum Denken anregen und Ansporn dienen, nie mit dem Lernen aufzuhören... mit dem Abenteuer Vertrauen als Basis.

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