Claire Kendal

 4.1 Sterne bei 83 Bewertungen
Autorin von Du bist mein Tod, Du bist mein Tod und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claire Kendal

Thriller auf internationalem Niveau: Claire Kendal wurde in den USA geboren, wuchs aber in England auf. Ihr erster Roman "Du bist mein Tod", ein Psycho-Thriller, erschien gleich in zweiundzwanzig Ländern, wodurch sie sich einen internationalen Namen machte. Neben dem Schreiben, unterrichtet Kendal auch Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie im Südwesten Englands.

Neue Bücher

Die zweite Schwester

 (3)
Neu erschienen am 30.11.2018 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Alle Bücher von Claire Kendal

Du bist mein Tod

Du bist mein Tod

 (69)
Erschienen am 09.09.2016
Die zweite Schwester

Die zweite Schwester

 (3)
Erschienen am 30.11.2018
Du bist mein Tod

Du bist mein Tod

 (9)
Erschienen am 06.03.2015
The Book of You

The Book of You

 (2)
Erschienen am 24.04.2014
The Book of You

The Book of You

 (0)
Erschienen am 29.04.2014

Neue Rezensionen zu Claire Kendal

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Rezension zu "Die zweite Schwester" von Claire Kendal

Auf der Suche nach der Schwester
MeisterYodavor 9 Tagen

Der Jahrestag von Mirandas Verschwinden jährt sich nun zum zehnten Mal. Für ihre Familie ist die Ungewissheit am schlimmsten. Mirandas Schwester Ella hat beschlossen, sich nicht mehr den Rest ihres Lebens die quälende Frage stellen, was Miranda passiert ist, ob sie noch lebt, ob sie leiden musste. Sie möchte abschließen, auch wenn die Wahrheit vielleicht grausig sein wird. Doch wo beginnen? Schließlich hat die Polizei damals alle Hinweise ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass es keine heiße Spur gibt.

Ella zieht zusammen mit ihren Eltern Luke, den Sohn ihrer Schwester groß. Er war noch ein Säugling, als seine Mutter verschwand. Wer sein Vater ist, weiß niemand. Luke ringt seiner Tante das Versprechen ab, die Wahrheit für ihn herauszufinden. Kurz darauf findet sie tatsächlich einen ersten Hinweis, als die Polizei Mirandas alte Sachen zurückbringt: ein Adressbuch. Die Spur scheint vielversprechend.

Obwohl Ted, ihr Kindheitsfreund und inzwischen Polizist, versucht, ihr die Ermittlungen auszureden, lässt Ella sich nicht davon abbringen. Sie weiß: wenn sie wirklich einen Schlussstrich ziehen will, kommt sie um einen Besuch bei Jason Thorne nicht herum. Er sitzt wegen Mordes lebenslang in einer psychatrischen Anstalt, und obwohl man ihm nichts nachweisen konnte, ist Ella überzeugt dass er auch ihre Schwester auf dem Gewissen hat.

Es gibt keinerlei sichtbare Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Aber es liegt etwas Seltsames in der Luft, eine Art Witterung, wenngleich so schwach, dass sie auch Einbildung sein könnte.“ Pos. 127

Inzwischen häufen sich die merkwürdigen Zufälle und langsam kommt Ella zu dem Schluss, dass der Mörder noch auf freiem Fuß ist. Sie beschließt, sich nicht weiter auf die Polizei zu verlassen und selber herauszufinden, was ihrer Schwester vor zehn Jahren passiert ist. Da die Polizei eine Beteiligung von Jason Thorne an Mirandas Verschwinden weder dementiert noch bestätigt hat, besucht Ella ihn in der psychatrischen Einrichtung. Er scheint mehr über Ellas Schwester zu wissen, als er bisher preisgegeben hat. Und von da an kommt ein Stein ins Rollen, den niemand aufhalten kann.

Ella kämpft mit den Geistern ihrer Schwester. Weil ihr Tod nie bestätigt wurde, kann sie nicht loslassen. Sie führt Zwiegespräche mit Miranda, überlegt sich was ihre Schwester an ihrer Stelle getan hätte und versucht, einer nicht anwesenden Person zu gefallen. Ich habe im Laufe der Geschichte Mitgefühl für Ella entwickelt, andere finden ihr Verhalten sicher nervig. Doch sie balanciert auf einem schmalen Grat. Ich kann ihre Beweggründe verstehen und auch ihre Handlungen. Miranda erschien mir immer unsympathischer. Ich empfand sie als manipulativ und intrigant. Die beiden Schwestern verbindet ein enges Band, das nach dem Verschwinden von Miranda durch den kleinen Luke noch stärker geworden ist. Ella macht eine Heilige aus Miranda und übernimmt unbewusst die Denkstrukturen ihrer Mutter. Keiner darf die ältere Schwester kritisieren, an ihr zweifeln.

Ich habe die letzten zehn Jahre mit einem riesigen Loch in meinem Herzen verbringen müssen, und dieses Loch hat exakt die Form meiner Schwester.“ Pos. 4264

Der Schwerpunkt liegt hier ganz klar auf Ella und ihrem Verhalten. Die Handlungen mancher Nebencharaktere haben mich ab und an die Stirn runzeln lassen. Ted zum Beispiel fand ich ab und an in hohem Maße unlogisch, obwohl er eigentlich ansonsten smart ist. Das Tempo war im Großen und Ganzen genau richtig, zwischendurch gab es leider einige Längen. Das ist auch dadurch bedingt, dass die Gespräche zwischen Ella und Miranda nicht klar abgegrenzt sind und so das Lesen etwas erschwert wird.

Ein Spannungsroman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann, wenn man ruhige Thriller mag. Hier steht die Detektivarbeit von Ella im Vordergrund, das Zusammensetzen der Puzzleteilchen. Spannende Atmosphäre und viele Wendungen runden das Ganze ab.

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Buchstabenwurms avatar

Rezension zu "Die zweite Schwester" von Claire Kendal

Die zweite Schwester - Claire Kendal
Buchstabenwurmvor 13 Tagen

Von dieser Autorin habe ich bereits "Du bist mein Tod" gelesen und auch dieser Thriller ist beeindruckend.

Die Krankenschwester und junge Mutter Miranda Charlotte Brooke verschwand urplötzlich vor 10 Jahren. Sie ließ ihren 10 Wochen alten Sohn Luke bei ihrer Mutter und wurde seitdem nicht mehr gesehen.
Auch die 30 jährige Schwester Melanie "Ella" sucht immer noch verzweifelt nach Miranda, genau wie die Eltern
Rosamund und Jacob Brooke. Als Miranda verschwand studierte Ella Humanbiologie im letzten Jahr. Eigentlich hatte sie Biologielehrerin werden wollen, aber nach diesem schockierenden Ereignis führt sie Gesprächsgruppen für Angehörige von Gewaltbetroffenen, gibt Sicherheitstraining und macht auch Hausbesuche bei gefährdeten Frauen.
Eine private Stiftung und um ein wenig Werbung dafür zu machen, hat Ella vor ein paar Monaten ein Zeitungsinterview
gegeben. Wobei sie erfahren hat, dass Miranda vor ihrem Verschwinden mit dem Tischlermeister Jason Thorne, dem brutalen Serienmörder, telefoniert hat. Jason Thorne hat 3 Frauen brutal gefoltert und ermordet. Er befindet sich in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt und obwohl die Polizei weder bestätigt hat, dass es einen Zusammenhang in dem Fall Thorne und Miranda gibt, hat sie es auch nicht geleugnet. Ella hat immer wieder grauenvolle Visionen und möchte endlich zur Ruhe kommen. Was verschweigt ihr der Polizist Ted? Ted und Melanie kennen sich, seit sie 4 Jahre alt waren. Sie waren ein Liebespaar, aber mit Mirandas Verschwinden änderte sich die Beziehung. Dann gab es 3 Jahre Funkstille, bis zum siebzigsten Geburtstag des Vaters. Luke hat ihn eingeladen. Ted hatte geheiratet, aber zu diesem Zeitpunkt lebte er schon getrennt von seiner Frau. Den Kontakt zu Luke hatte er nie abreißen lassen. Ella empfindet immer noch sehr viel für Ted, dieser jedoch möchte, dass sie die Sache auf sich beruhen lässt. Die Dispute häufen sich, als Ella einen Besuchsantrag für Jason Thorne stellt. Sie fühlt sich in letzter Zeit beobachtet und möchte auch ihr Versprechen gegenüber Luke halten -  weitere Nachforschungen über Miranda anzustellen. Die Polizei sendet der Familie Brooke die persönlichen Gegenstände von Miranda zurück. Ella nutzt
jeden winzigen Hinweis und findet in ihrem gemeinsamen Puppenhaus ein Adressbuch von ihr. Dort bemerkt sie einen Eintrag: N. Henrickson, wer ist diese Person und steht das "N" für den Hinweis: M+N+??
Ella geht jedem Hinweis nach und lernt auf der Party von ihrer "Freundin" Sadie und dessen Freund Brian, den Psychiater Adam  Holderness kennen, welcher in der Klinik arbeitet, wo Jason Thorne inhaftiert ist. Seine attraktive
unwiderstehliche Art wirkt anziehend auf Ella.
Woher konnte sich Miranda, als einfache Krankenschwester dieses Luxusleben leisten? Einen nagelneuen BMW und eine Erdgeschosswohnung in einem gregorianischen Altbau ohne Hypothek. Weshalb hat sie in der 16. Schwangerschaftswoche eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen? Miranda hat vor ihrem Verschwinden ein Testament gemacht, mit der Bitte, dass Luke bei den Großeltern und bei ihr bleibt. Was steckte hinter dem Sicherheitsbedürfnis?

"Die zweite Schwester" wird aus der Perspektive von Ella erzählt. Während des Lesens baut sich sehr viel Spannung auf, denn Claire Kendal offenbart die wichtigen Informationen nur stückweise. So erfährt man aus den Gesprächen, welche Ella mit ihrer Schwester Miranda im Geiste führt, mehr aus der Vergangenheit von den Schwestern und dringt tief in die Psyche von Ella. Jeder winzige Hinweis führt stets zu neuen Theorien und Vermutungen.
Der Leser fiebert unentwegt mit Ella mit, wer beobachtet sie und von wem erhält Ella die E-Mails mit dem Absender: Hüter der Gerechtigkeit? Ist Sadie eine Psychopathin?
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind mit dem Datum vermerkt. Der spannende und fesselnde Schreibstil zieht den Leser in seinen Bann, so dass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Zudem ist die
Thematik Gewalt gegen Frauen immer aktuell und die Informationen dazu sehr interessant. Die Protagonisten sind so gut zu charakterisiert, dass diese sehr realitätsnah und authentisch wirken.

Fazit: Ein sehr gut aufgebauter psychologischer Thriller mit vielen Wendungen, einer unheimlichen
Atmosphäre und unvorhersehbarem Ende. Unbedingte Leseempfehlung!
Vielen Dank für die fesselnden Lesestunden.

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Dominikuss avatar

Rezension zu "Die zweite Schwester" von Claire Kendal

Aufregend
Dominikusvor 13 Tagen

Die zweite Schwester ist ein packender Thriller von der Autorin Claire Kendal.

Die junge Mutter Miranda ist vor 10 Jahren verschwunden. Sie lässt ihre Eltern, ihre Schwester Melanie (Ella) und ihren Sohn Luke mit vielen Fragen zurück.

Nach dieser langen Zeit bekommt die Familie die Sachen Mirandas zurück. Ella will jetzt mit aller Macht erfahren, was mit der Schwester geschehen. Das wird zu einer aufregenden gefährlichen Suche.

Dieser Thriller ist einer ungewöhnlichen Erzählweise geschrieben. Ella schreibt für ihre Schwester Miranda die Wahrheit auf, so ist die Geschichte nur aus ihrer Perspektive.

Ihre Familie hat eine private Stiftung ins Leben gerufen, da wird Frauen geholfen die Opfer von Gewalt wurden. Ella gibt Kurse, wie Frauen sich gegen Angreifer verteidigen können.


Die Autorin konnte mich ungemein mit ihrem ausdrucksstarken Schreibstil fesseln. Ein stilistische spannende Unterhaltung, mit vielen Emotionen.






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