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fantasy, mehrteiler, cliffhanger, high-fantasy, göttliches vermächtnis

Göttliches Vermächtnis

Kathrin Buschmann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Skandor Verlag, 01.12.2015
ISBN 9783981732412
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Göttliches Vermächtnis - Tochter des Lichts" ist 2015 im, selbst gegründeten, Skandor Verlag erschienen und am ehesten dem Genre High-Fantasy zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Seit dem Ende der vereinten Welt sind die Länder Lorolas und Kratagon durch eine unüberwindliche Schlucht getrennt. Generationen kratagonischer Herrscher trachteten danach, Lorolas zu unterwerfen, um die Schmach wiedergutzumachen. Zum ersten Mal seit der Trennung droht nun erneut, ein zerstörerischer Krieg zwischen den Reichen auszubrechen. Der Frieden kann dabei nur von den Halbgöttern Tayla und Elozar gesichert werden. Doch das Mädchen und der Löwe leben einsam und verborgen vor der Welt tief im Lorolas Wald – und wissen nichts von ihrem Schicksal. Wird es ihnen gelingen, den Frieden zu wahren?

„Tochter des Lichts“ ist ein High-Fantasy-Roman, wie er klassischer nicht sein könnte. Eine erfundene Welt mit einem (grob) mittelalterlichen Setting, ein klassischer Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit, mystische Wesen, Zauberei, eine eigene Religion und ein abenteuerlicher Quest – die Geschichte erfüllt alle nur denkbaren Genremerkmale. Dabei ist der Weltenbau durchaus ordentlich gelungen. Eine Karte, Zeichnungen und eine (etwas zu ausführliche) Dramatis Personae versorgen den Leser mit allen gewünschten Informationen. Auch die Geschichte der Welt wird ausführlich im Buch vorgestellt. Hier allerdings auch ein kleiner Kritikpunkt: Es wäre besser gewesen, dies nicht als eine Art Prolog vor die eigentliche Handlung zu ziehen, sondern mitten im Geschehen einzusteigen und nach und nach die Geschichte der Welt einzuflechten.

Die Handlung an und für sich ist dahingegen durchweg spannend, fast sogar schon überfrachtet. Es gelingt der Autorin jedoch, jederzeit einen Überblick über die einzelnen Figuren und Handlungsstränge zu liefern. Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter, haben Stärken und Schwächen und sind vielschichtig gezeichnet. Auch wenn der Einstieg nicht ganz einfach ist, beginnt man doch schnell, mit Tayla mitzufiebern und sich mit ihr zu identifizieren. Hier liegt die größte Stärke des Romans – und auch die größte Aufgabe für die folgenden Bände: Wenn die Figurenentwicklung weiterhin so konsequent durch die Reihe geführt wird, sind tolle Fortsetzungen zu erwarten. Der Spannungsbogen der Handlung wird durch viele unerwartete Wendungen toll gehalten, endet aber – obacht – in einem wirklich bösen Cliffhanger.

Die Umsetzung der Geschichte verfügt über einige Mängel. Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und angenehm lesen. Mir fehlt jedoch etwas der Fluss zwischen den Sätzen, was ich allerdings eher dem Lektorat anlasten möchte, das mich auch sonst nicht überzeugt hat [Anmerkung: Nach Rücksprache mit der Autorin und Sichtung von Auszügen hat zur 3. Auflage, Mai 2015, eine erneute Überarbeitung und Nachbesserung stattgefunden]. Im Gegensatz dazu hat das Korrektorat durchweg ordentlich gearbeitet und nur kleinere Fehler übersehen, die das Lesevergnügen nicht schmälern. Aufgrund des Verzichts auf die Silbentrennung am Zeilenende wirkt nicht nur das Seitenbild uneinheitlich, sondern der Druck wird auch um einige zusätzliche Seiten verlängert. Das Buchcover ist ansprechend, aber im Zusammenhang mit der Geschichte etwas beliebig – hier hätte noch stärker Bezug genommen werden können mit dem Amulett oder Elozar. Allerdings gilt das nur für den Einzelband – in der Gesamtheit aller Reihencover ergibt sich ein tolles Gesamtbild mit Wiedererkennungseffekt. Etwas befremdlich fand ich es auch, vor die Geschichte begeisterte Leserstimmen zu setzen.

Mein Fazit? „Göttliches Vermächtnis – Tochter des Lichts“ ist ein klassischer High-Fantasy-Roman und ein vielversprechender Start von Kathrin Buschmanns Saga. Das Buch überzeugt inhaltlich, bietet jedoch einige handwerkliche Schwächen in der Umsetzung, vor allem im Lektorat und Buchsatz, sodass das Potential der Geschichte nicht vollends ausgeschöpft wird. Ich bin gespannt, inwieweit die kleinen Schwächen in den Folgebänden vielleicht ausgemerzt wurden, da der Reihe nicht viel fehlt, um wirklich tolle phantastische Literatur zu bieten. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen – ich freue mich schon auf die Folgebände.

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Tags: cliffhanger, fantasy, high-fantasy, mehrteiler   (4)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

history, mittelalter, rosenkriege, england

Krieg der Rosen: Winterpilger

Toby Clements , Dr. Holger Hanowell
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783404173044
Genre: Historische Romane

Rezension:

In der letzten Zeit habe ich den Auftaktroman "Winterpilger" der historischen Rosenkriege-Saga von Toby Clements gelesen. Das Buch ist in Deutschland 2016 bei Bastei Lübbe erschienen und wurde 2014 unter dem Originaltitel "Kingmaker: Winter Pilgrims" bei Random House veröffentlicht.

Thomas Everingham ist Mönch im Orden von St. Gilbert. In einer eiskalten Winternacht rettet er außerhalb der Klostermauern die Nonne Katherine, die von Sir Giles Rivens Männern angegriffen wird. Dabei verletzt Thomas den Sohn des Adligen schwer. Als die Soldaten im Kloster einfallen, müssen Thomas und Katherine fliehen und geraten über Umwege mitten in die Thronstreitigkeiten zwischen Lancaster und York. Und immer, immer wieder kreuzen sich ihre Wege mit denen von Sir Giles Riven...

"Winterpilger" wirbt auf der Coverrückseite damit, ideal für Fans von Rebecca Gablé geeignet zu sein. Als Roman über die Rosenkriege muss er sich natürlich dem Vergleich auch stellen. Womit wir auch gleich beim Knackpunkt wären: der Roman von Toby Clements kann schlichtweg mit Rebecca Gablés Meisterwerken nicht mithalten und lässt mich leicht enttäuscht zurück.

Um nicht falsch verstanden zu werden. "Winterpilger" ist kein schlechtes Buch, aber es hat doch einige kleinere Schwachstellen und schöpft sein Potential nicht vollends aus. Dass ich als Rosenkriege-Fanatiker die Nachfolgebände lesen werde - geschenkt. Aber ich hätte mir mehr erwartet.

Die Ausgangslage ist ähnlich wie bei "Das Lächeln der Fortuna". Dem Protagonisten ist von einem Adligen Unrecht widerfahren, und er begibt sich in die Unwirren des Krieges, um sein Recht einzufordern. Doch Toby Clements gelingt es nicht, eine starke Bindung zu den Charakteren herzustellen. Was aus meiner Sicht daran liegt, dass das Buch insgesamt zu stark ins Beschreiben abdriftet ("Show, don't tell ..."). Dazu kommt, dass die an und für sich interessante und spannende Handlung einige Längen aufweist, die den Spannungsbogen unterbrechen, und kleinere Logikbrüche vorhanden sind. Was mir dahingegen gut gefällt ist die (aber auch selbstverständliche) ausführliche Recherche und die Darstellung der einzelnen Schauplätze, die man zusammen mit den weltfernen Protagonisten Thomas und Katherine erkundet.

Leicht frustriert war ich auch von dem Ende, das nicht nur einige, wirklich zentrale Fragen, die über den ganzen Roman aufgebaut worden sind, unbeantwortet ließ, sondern auch sehr, sehr offen gestaltet ist. Leicht unglücklich fand ich auch, dass der Roman im Präsens erzählt wurde.

Begeistert bin ich von der hochwertigen Aufmachung des Romanes. Ein wunderschönes, aufwendig geprägtes und für historische Romane passendes Cover, mit aufklappbaren, illustrierten Coverinnenseiten. Vorangestellt sind eine Karte, Stammbäume und die Dramatis Personae. Leider sind in der Buchkorrektur - ungewöhnlich! - doch einige kleinere Fehler durchgerutscht, die aber den Lesefluss nicht stören.

Mein Fazit? "Krieg der Rosen - Winterpilger" ist ein solider historischer Roman mit leichten Schwächen. Er überzeugt durch die Recherche, lässt jedoch die Bindung zu den Charakteren vermissen. Für Genrefans dennoch zu empfehlen, an die bahnbrechenden Werke von Rebecca Gablé (und übrigens auch an die von Philippa Gregory) kommt er jedoch nicht heran.

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Tags: england, history, mittelalter, rosenkriege   (4)
 

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ballett, schweden, stalking, krimi, ystad

Schweig still

Mikaela Sandberg
E-Buch Text: 242 Seiten
Erschienen bei Midnight, 09.09.2016
ISBN 9783958190894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In den letzten Tagen habe ich  den Schweden-Krimi „Schweig still“ von Mikaela Sandberg verschlungen. Der Roman ist das Krimidebüt der Autorin, das diese unter Pseudonym 2016 beim digitalen Imprint „Midnight by Ullstein“ veröffentlicht hat. Das e-Book wurde mir als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt.

Der Roman beschreibt die Geschichte der 14-jährigen Nelli Larsson, die eines Tages verwirrt, angetrunken und völlig aufgelöst auf der Ystader Polizeiwache erscheint und ihre Mutter, eine bekannte Ballettlehrerin, als vermisst meldet. Bei der Durchsuchung des Hauses findet die Polizei nicht nur eine riesige Blutlache, sondern auch Spuren, die den Fall mit früheren Vorkommnissen in Malmö verknüpfen. Als die mit der Sache beauftragte Kommissarin Hannah Lundqvist dann am Tatort auch noch das Handy ihres Partners Gunnar Nyberg findet und Nelli ebenfalls von der Bildfläche verschwindet, gerät der Fall immer mehr aus den Fugen.

„Schweig still“ hat alles, was ein guter Krimi braucht. Die Handlung ist spannend, dynamisch und zieht immer weitere, eskalierende Kreise. Das Ermittlerduo Hannah Lundqvist und Gunnar Nyberg ist sympathisch, doch es fliegen ab un an auch die Fetzen zwischen den Beiden. Und zu guter Letzt ist auch Nelli, als Mittelpunkt der Geschichte glaubhaft und überzeugend dargestellt. Auch das Setting innerhalb einer schwedischen Kleinstadt und die verschiedenen gesellschaftlichen Elemente sind gut ausgeführt worden. Über die Rahmenhandlung der Ballettkarriere von Stine Larsson, sowie über Neid, Missgunst und schwierige Eltern-Kind-Beziehungen im Ballett-Gewerbe braucht man nichts zu sagen – hier spielt die Autorin vollends ihre Stärken aus, hat sie doch unter einem anderen Pseudonym bereits mehrere erfolgreiche Ballettromanreihen veröffentlicht.

Die Erzählung wechselt kapitelweise von der Ich-Perspektive aus der Sicht Nellis hin zu personalen Erzählperspektiven aus der Sicht jeweils anderer Personen. So bekommt man nicht nur einen tieferen und konsequenten Einblick in die Motive und Handlungen von Nelli, sondern kann sich auch  mit den anderen Protagonisten identizifieren. Selten wird auch eine zweite Ich-Perspektive, die von Stine Larsson, Nellis Mutter, eingestreut.

Das Cover ist gut gelungen – mir fehlt jedoch leicht der Bezug zur Geschichte. Das Lektorat hat ebenfalls gut gearbeitet, dem Korrektorat sind (allerdings nur sehr wenige) kleine Fehler durchgerutscht, die den Lesefluss aber nicht stören.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen, gerade die Passagen aus Nellis Sicht sind sehr authentisch und erfrischend, da die Autorin die Sprache der 14-jährigen nicht glattbügelt. Zudem merkt man dem Buch eine grundsolide Recherche an. Die Länge des Romans ist angenehm, die Handlung dadurch kurzweilig und abwechslungsreich. Der Autorin gelingt es auch, durch gut eingesetzte Plottwists die Handlung nicht zu vorhersehbar werden zu lassen und die Leser immer wieder aufs Neue zu überraschen.

Mein Fazit? „Schweig still“ ist ein grundsolider Schweden-Krimi, der vor allem mit Authentizität und tollen Charakteren punktet. Mit dem Ermittlerduo Lundqvist/Nyberg hat die Autorin den Grundstein gelegt für viele weitere, spannende Fälle der Ystader Polizei. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

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Tags: ballett, entführung, krimi, malmö, schweden, schweden-krimi, stalking, ystad   (8)
 

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liebesroman, schicksale, drama, kurzroman, episodenroman

Love at last: Liebesroman

Manuela Inusa
E-Buch Text: 149 Seiten
Erschienen bei null, 25.05.2016
ISBN B01G76EVK0
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Love at last" erschien 2016 im Selfpublishing, ist eine Mischung aus Drama und Liebesgeschichte und liegt aus meiner Sicht genau im Grenzbereich zwischen Kurzroman und Roman.

Das Buch schildert die Geschichten von vier Menschen, die alle nicht mit der Vergangenheit abschließen können. Nach und nach stellen sie fest, dass ihre Schicksale miteinander verwoben sind und dass sie die Probleme der Vergangenheit gemeinsam bewältigen müssen, um in eine hoffnungsvolle Zukunft zu blicken. Es ist kapitelweise aus der personalen Erzählperspektive jeweils einer der vier Personen  geschrieben und erlaubt dem Leser somit, die einzelnen Szenen durch einen der Charaktere zu erleben und sich mit allen zu identifizieren.

Ich hatte anfangs leichte Probleme mit dem rapiden Wechsel der Erzählperspektive, doch durch die Angabe des jeweiligen Charakternamens als Kapitelüberschrift erleichtert die Autorin den Wechsel. Relativ schnell gewöhnt man sich auch daran – und kann so hautnah miterleben, wie sich die einzelnen Schicksale immer stärker und stärker miteinander verknüpfen. Es gelingt der Autorin, obwohl man so in alle Protagonisten hereinschaut, dennoch gut, die Spannung zu halten und nicht zu früh bereits zu viel zu verraten. Die kunstvolle Verknüpfung der einzelnen Lebensgeschichten wird zudem mit einem tollen Plottwist im letzten Drittel des Romans noch einmal etwas durcheinandergewürfelt und kumuliert in einem schönen Ende, das alle Handlungsstränge aufgreift und abschließt.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und lässt sich gut lesen. Der Roman eignet sich aufgrund der Länge und Thematik auch ideal als Urlaubslektüre. Gut gefällt mir ebenfalls die Verknüpfung von ernsten Themen mit den Liebesgeschichten – und auch die eingebaute (kurze und nich explizite) Sexszene fällt nicht aus dem Rahmen sondern fügt sich nahtlos in die Handlung ein.

Das Cover des Romans ist schön und gelungen – auch wenn ich mir persönlich noch etwas mehr Anknüpfung zur Handlung gewünscht hätte – in jedem Fall ist es jedoch ein Eyecatcher. Der Roman ist ganz ordentlich gesetzt. Kleinere Fehler haben sich auch eingeschlichen (ein Perspektivfehler und einige Silbentrennungsfehler, womöglich aufgrund von Formatverschiebungen), die das Lesevergnügen aber nicht schmälern. Zudem wurde mir versichert, dass auch der Perspektivfehler bereits längst ausgebessert ist – einer der großen Vorteile im PoD-Verfahren, der es erlaubt, Fehler schnell abzuändern ohne auf einer ganzen Altauflage zu sitzen.

Alles in allem macht „Love at last“ viel Spaß und Freude und ist ein solides Buch aus dem Selfpublishing-Sektor. Es kann zwar in einer Gesamtbetrachtung nicht ganz mit dem Buch „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ der Autorin mithalten, die Abstriche sind jedoch lediglich minimal.

Mein Fazit? Mit „Love at last“ schafft die Autorin einen rundum gelungenen Roman, der sowohl von der Handlung als auch vom Schreibstil überzeugt und kleinere Startschwierigkeiten schnell vergessen lässt. Für Genreliebhaber oder Leser, die eine leichte Zwischenlektüre suchen, die ernste Themen dennoch nicht auslässt, bedenkenlos zu empfehlen.

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Tags: drama, episodenroman, kurzroman, liebesroman, schicksale   (5)
 

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fantasy, magie, adanwe, erotik, schwarze magie

Steine aus Adanwe

A. B. Schuetze , Detlef Klewer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei net-Verlag, 16.02.2016
ISBN 9783957201546
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Roman beschreibt die Geschichte der Innenarchitektin Corri, die den Auftrag bekommt, ein altes Patrizierhaus einzurichten. Nachdem sie den Auftrag angenommen hat, häufen sich mysteriöse Vorfälle in ihrem Umfeld, die sie gemeinsam mit ihren Freunden erkunden will. Immer wieder stehen dabei auch die geheimnisvollen Besitzer des Hauses im Mittelpunkt, die ein Geheimnis hüten, so alt wie die Welt. Doch plötzlich verschwindet Corri, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Magie und Liebe, Freundschaft und Kameradschaft, Intrigen und Ränke – „Steine aus Adanwe“ entführt den Leser in spannende Welten.

Mit dem Roman schafft die Autorin ein, in Abstrichen, gelungenes Debüt. Der Grundgedanke der Geschichte über das Volk der Salwidizer und ihre Gefährten ist gut ausgearbeitet und hat die Chance, den Leser zu begeistern. Gleichzeitig öffnet er auch (zusammen mit dem offenen Ende) die Möglichkeit, Fortsetzungen und Vorgeschichten zu schreiben und die erschaffene Geschichte weiter auszubauen. Es gelingt der Autorin zudem, eine spannende Handlung aufzubauen und den Spannungsbogen größtenteils über die Geschichte hinweg zu halten.

Kleinere Schwächen sehe ich vorliegend in der Charaktergestaltung. Das Buch hat eine angenehme Länge – es werden jedoch sehr viele Charaktere vorgestellt, die die Handlung vorantreiben. Dadurch ist es naturgemäß schwer, die einzelnen Charaktere konsequent weiterzuentwickeln, so handeln sie aus meiner Sicht teils nicht nachvollziehbar und unlogisch. Dennoch fiebert man mit den einzelnen Protagonisten mit, sodass das nur ein kleiner Schönheitsfehler ist, der gegebenenfalls auch in Nachfolgebänden noch ausgemerzt werden kann.

Positiv möchte ich noch anmerken, dass das Buch, trotz einiger erotischer Szenen, den Schwerpunkt konsequent auf das phantastische Geschehen legt und nicht in die Gefahr gerät, das Genre zu verfehlen/wechseln. Das Cover ist sehr schön gestaltet und edel geprägt, der Satz ist in Ordnung.

Leider liegt aus meiner Sicht sprachlich einiges im Argen – hier hat vor allem das Lektorat entweder nur oberflächlich gearbeitet oder gegebenenfalls hat auch das Wissen gefehlt. Hier habe ich - um meine Bewertung zu erklären - auch den vierten Stern, den die Geschichte von der Idee und Umsetzung der Handlung her eigentlich verdient gehabt hätte, abgezogen. Beispielhaft schwankt das Buch von der Wortwahl her, auch in den einzelnen Charakteren, von unüblich und aus der Zeit gekommenen Worten zu moderner Sprache. Die Gedanken sind nicht immer gleich gekennzeichnet, und es werden exzessiv Auslassungszeichen verwendet. Wortwiederholungen und Fehler sind ebenfalls vorhanden, und die Regel „Show don’t tell“ wurde teils umgesetzt, teils sogar konterkariert indem zuerst die Handlung beschrieben, und dann nochmal identisch gezeigt wurde. Alles in allem leider der Lesefluss darunter schon etwas, sodass das Potential der guten Geschichte leider nicht vollends ausgeschöpft wurde. Ab und an hatte ich zudem das Gefühl, dass die Handlung zu sehr gesprungen ist und der rote Faden für einen kurzen Moment verloren ging.

Mein Fazit? „Steine aus Adanwe“ ist ein solider Debütroman. Die phantastische Handlung vermag es durchaus, den Leser zu fesseln und lässt ihn mit den Protagonisten mitfiebern. Leider wird das Potential der Geschichte aufgrund einiger sprachlicher Mängel nicht vollends ausgeschöpft.

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Tags: erotik, fantasy, low-fantasy, magie   (4)
 

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118 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

wales, liebe, seenotrettung, vergangenheit, pferde

Ein Gefühl wie warmer Sommerregen

Ella Simon
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.07.2016
ISBN 9783442483839
Genre: Liebesromane

Rezension:

.Der Roman beschreibt die Geschichte von Alis Rivers, die im südwalisischen Tenby für die Seenotrettung in der örtlichen Lifeboat-Station arbeitet. Als sie bei einem Einsatz den sympathischen und gutaussehenden Tierarzt Evan Davies rettet, und kurz darauf ihr langjähriger Freund Matthew ihr einen Heiratsantrag macht, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Zudem fordert ihre Mutter Alis dazu auf, ihr bei der Verwaltung der familieneigenen Pferdefarm zu helfen – einem Ort, an den Alis nicht gern zurückdenkt. Wird sie sich den Schatten der Vergangenheit stellen? Und für wen wird sie sich entscheiden – den abenteuerlichen Evan oder den beständigen Hubschrauberpiloten Matthew?

„Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein locker-leichter Liebesroman, perfekt auch als Urlaubslektüre geeignet. Obwohl er auch schwierige Themen anspricht, gelingt es doch, die dramatischen und romantischen Elemente gut auszubalancieren und ein durchgängig unterhaltsames Buch zu schaffen. Auch die erotischen Passagen sind gut und dezent eingebaut und nicht zu übermächtig, wenngleich ich dennoch eine Leseempfehlung eher für New-Adult als für Young-Adult-Leser aussprechen würde.

Die Charaktere sind, auch bei den Nebenfiguren, sehr gut gestaltet. Aufgrund ihrer Stärken und Schwächen kann man sich gut mit ihnen identifizieren und fiebert auch mit ihnen, nicht nur mit Alis, mit. Ein entscheidender Pluspunkt des Romanes ist zudem das Setting. Aufgrund der Detailverliebtheit und aufwendigen Recherche, fühlt man sich direkt nach Wales versetzt und die Geschichte bekommt durch die örtliche Verankerung ein ganz anderes Gewicht, wird nicht austauschbar, wie es so oft bei Liebesromanen ist.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, auch das Lektorat und Korrektorat von Goldmann sowie der Buchsatz haben mich überzeugt. Das Cover ist hochwertig mit aufgeprägter Schrift (auch auf dem Buchrücken) und Bildern gestaltet, zudem verfügt es über farbige, ausklappbare Coverinnenseiten.

Beim Ende des Romanes gelingt es der Autorin, alle Handlungsstränge gut zusammenzuführen, gleichwohl lässt sie Raum für weitere Geschichten und Fortsetzungen um Alis Rivers und ihr Leben als Bootsführerin.

Mein Fazit? „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein leichter, zeitgenössicher New-Adult-Liebesroman, der perfekt als Urlaubslektüre geeignet ist. Er überzeugt mit plastischen Charakteren, detailliert recherchierten Fakten und einer tollen Gestaltung. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

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Tags: contemporary romance, romance, wales   (3)
 

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1.451 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, prinzessin, der erwählte

Selection – Der Erwählte

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733500962
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von den ehemals 35 Mädchen sind nur noch vier übrig und das Casting um die Hand von Maxon und die Krone von Illeá geht in die entscheidende Runde. Vor dem Hintergrund immer stärker werdender Rebellenangriffe wird der Prinz zunehmends unter Druck gesetzt, den Auswahlprozess zu beenden. Doch während America beim Volk immer beliebter wird, schlägt ihr von Seiten des Königs offene Abneigung entgegen. Mit aller Macht versucht er, einen Keil zwischen sie und Maxon zu treiben, um ihre Wahl zur Prinzessin zu verhindern. Und schließlich ist dort immer noch Aspen, Americas Ex-Freund, dessen ständige Nähe sie mehr als einmal an ihren wahren Gefühlen zweifeln lässt.

„Selection – Der Erwählte“ ist der fulminante Abschluss der ursprünglichen Trilogie und sorgt für die ein oder andere Überraschung. Neue Allianzen werden geschmiedet und Familiengeheimnisse aufgedeckt. Die stetig zunehmende Gewalt und stärkere Politisierung des Buches können entfernt mit dem Ende der Panem-Trilogie verglichen werden, wenngleich es dem Buch dennoch gelingt, die Haupthandlung nie in den Hintergrund treten zu lassen.

Dabei ist „Der Erwählte“ nichts für schwache Nerven. Während man in den ersten beiden Teilen noch davon verschont blieb, muss man hier gleich den Tod von nicht einem, nicht zwei, nicht drei, sondern mindestens vier regelrechten Sympathieträgern verkraften.

Trotz der teils ernsteren Themen behält die Autorin ihren leichten und flüssigen Schreibstil bei. Ihr gelingt es, durch die gelungene Mischung der Liebesgeschichte mit dem politischen Geschehen ein nie langweiliges, abwechslungsreiches, spannendes und romantisches Buch zu liefern, dass den Leser mit vielen überraschenden Wendungen begeistert. „Selection – Der Erwählte“ knüpft dabei qualitativ nahtlos an die beiden Vorgängerbände an und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Trotz der beiden Vorgängerbände gelingt es der Autorin, neue Seiten und Facetten an den altbekannten Charakteren zu zeigen und diese konsequent weiterzuentwickeln.

Das Ende ist brilliant und wartet mit Schlusssätzen auf, die im Gedächtnis bleiben.

Das Cover ist (wie sollte es anders sein) wunderschön, der Buchsatz (erneut) gelungen. Im Gegensatz zum zweiten Band, wo mir anfangs zwei kleinere Fehler auffielen, ist hier vom Lektorat und Korrektorat wieder exzellent gearbeitet worden.

Mein Fazit? „Selection – Der Erwählte“ ist der fulminante Abschluss der ursprünglichen „Selection“-Trilogie. Gleichsam spannend und romantisch fesselt und unterhält das Jugendbuch den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. „Der Erwählte“ glänzt dabei vor allem mit vielen überraschenden Wendungen und einem brillianten Ende.

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Tags: bachelo, dystopie, love triangle, rebellion, romance   (5)
 

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2.076 Bibliotheken, 18 Leser, 5 Gruppen, 225 Rezensionen

liebe, dystopie, casting, prinz, selection

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783411811250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In den letzten Tagen habe ich (endlich, endlich, endlich) „Selection“ von Kiera Cass gelesen. Das Buch, ursprünglich 2012 bei Harper Teen als „The Selection“ veröffentlicht, ist ein dystopisches Jugendbuch. Ich besitze die Taschenbuchversion der deutschen Ausgabe der S. Fischer Verlag GmbH, in der mittlerweile 6. Auflage.

America Singer, Spross einer Künstlerfamilie aus der fünften Kaste, ist hin- und hergerissen. Denn Maxon, Prinz von Illeá, ist im heiratsfähigen Alter und soll gemäß der Tradition des Landes eine Frau aus dem Volk heiraten. Doch obwohl alle America bedrängen, am Castingprozess teilzunehmen, will diese doch nur ihr einfaches Leben als Musikerin weiterführen und ihre geheime Liebe, Aspen Leger, eine Hilfskraft aus der sechsten Kaste, heiraten – eine Verbindung, die aufgrund des Klassenunterschiedes vor großen Hürden steht. Als schließlich auch Aspen sie zur Teilnahme drängt, gibt sie nach und meldet sich zum Casting an. Wie durch ein Wunder wird sie zur Vertreterin ihrer Provinz gewählt und muss nun mit 34 weiteren Mädchen um die Gunst des jungen Prinzen wetteifern. Freundschaften, Feindschaften und Rebellenangriffe – für America beginnt nun die spannendste Zeit ihres Lebens. Und über allem schwebt die Frage: Maxon oder Aspen?

Mittlerweile kommt einem die Handlung sicherlich bekannt vor, wurde sie doch in so vielen Varianten geschrieben, veröffentlicht, verfilmt. „Selection“ ist eine Mischung aus „Bachelor“ und „Hunger Games“, ein Potpourri aus „Divergent“ und „Twilight“. Eine starke weibliche Protagonistin aus dem Volk, ein Liebesdreieck, eine dystopische Gesellschaft in Nordamerika. All das ist nicht neu. Und doch gelingt es der Autorin, durch überzeugende, plastische Charaktere (auch in den „Nebenrollen“ – seien es die Zofen oder andere Erwählte) und überraschende Wendungen den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln . Ein flüssiger Schreibstil und ein leicht zu lesender Text runden das perfekte Leseerlebnis ab.

Man identifiziert sich mit den einzelnen Charakteren, lacht, trauert und leidet mit ihnen. Dabei ist „Selection“ mehr als ein reines Jugendbuch, sondern auch für Erwachsene zu empfehlen. Leichte gesellschaftskritische Anklänge sind ebenso zu finden wie kleinere potitische Botschaften. Hier kommt aber auch der einzige, minimale Kritikpunkt zum Tragen, den ich finden konnte. Im Rahmen des Buches wird kurz und flüchtig auf die Geschichte der Entstehung von Illeá eingegangen, ein Fakt, der durch die verkürzte Darstellung nicht gänzlich schlüssig und überzeugend dargelegt wurde. Eventuell bieten die weiteren Bücher ja einen genaueren Einblick in die Geschichte des Königreiches.

Das Buch ist ordentlich gesetzt, Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet. Zum Cover – muss ich da noch etwas sagen? Die „Selection“-Reihe besitzt mit die bezauberndsten Cover, die ich seit langem gesehen habe.

Mein Fazit? „Selection“ ist ein typisches, aber übetzeugendes Jugendbuch, das zumindest bei mir auch Potential zum Lieblingsbuch hat. Tolle Charaktere und überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene bedenkenlos zu empfehlen.

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Tags: bachelor, casting, dystopie, jugendbuch, love triangle   (5)
 

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(1.874)

2.807 Bibliotheken, 28 Leser, 3 Gruppen, 166 Rezensionen

casting, liebe, selection, prinz, dystopie

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783733500955
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von den ehemals 35 Mädchen sind nur noch sechs übrig, die um die Gunst von Prinz Maxon wetteifern – die sogenannte „Elite“. Sowohl America als auch ihre beste Freundin Marlee haben das Casting bisher überstanden und leben weiterhin im Palast, der zunehmend zum Ziel der Rebellangriffe wird, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzen. Doch während sich zwischen Marlee und Maxon eine immer stärkere Kluft aufbaut, kommt America dem Prinzen näher und näher. Wäre da nur nicht Aspen, ihre erste große Liebe und mittlerweile ihr Ex-Freund, der als Palastwache ihre Gefühle immer wieder durcheinanderbringt und America vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens stellt.

„Selection – die Elite“ ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Kiera Cass gelingt es nahtlos, an das Geschehen anzuknüpfen und den Leser direkt von der ersten Seite an wieder in den Bann der Geschichte zu ziehen. „Die Elite“ punktet dabei vor allem dadurch, dass die Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen konsequent weiterentwickelt und verfeinert werden. Erwartete Längen fehlen vollends, die Handlung wird stringent erzählt und, im flüssigen und leicht zu lesendem Schreibstil, vorangetrieben.

Zudem schafft es der Band, meinen einzigen Kritikpunkt an „Selection“ etwas auszumerzen, indem er mehr über die Gründung von Illeá erzählt und ein umfassenderes Bild der Geschichte des Landes ermöglicht. Am stärksten überraschte mich jedoch, dass Kiera Cass mit „Die Elite“ einen gleichwertigen Nachfolgeband zu „Selection“ geliefert hat. Viele Young-Adult-Buchreihen verlieren mit den Folgebüchern an Qualität – meist allein schon dadurch, dass ihnen der Glanz des Neuen fehlt. Wenn es überhaupt möglich ist, hat mich „Die Elite“ noch stärker gefesselt und mich beim Lesen mein Umfeld vergessen lassen. So, und nicht anders, geht perfektes Kopfkino.

Das Cover ist (erneut) perfekt und mein Lieblingscover der ersten drei Bände, der Buchsatz gelungen. Lektorat und Korrektorat sind ebenfalls in Ordnung.

Mein Fazit? „Selection – Die Elite“ ist ein gleichwertiger Nachfolgeband, der durch die gelungene Weiterentwicklung der Charaktere glänzt und die „Selection-Reihe“ endgültig und unverrückbar in die Riege meiner Lieblingsjugendbücher katapultiert. Bitte mehr davon!

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Tags: bachelor, dystopie, fortsetzung, love triangle   (4)
 

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107 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

jane austen, liebe, manuela inusa, england, zeitreise

Jane Austen bleibt zum Frühstück

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.11.2015
ISBN 9783734101793
Genre: Romane

Rezension:

Penny Lane Rogers, die (wie könnte es anders sein) aus einem Beatles-vergötterndem Elternhaus kommt, arbeitet und lebt in der britischen Stadt Bath. Ihre Leidenschaft, der sie auch bei ihrer Arbeit in der Buchhandlung „A BATHtub full of books“ nachkommt, sind Liebesromane mit Happy End, vor allem von ihrer Lieblingsschriftstellerin Jane Austen, die sie über die kürzliche Trennung von ihrer großen Liebe Trevor hinwegtrösten sollen. Eines Abends liegt die Buchhändlerin wach in ihrem Bett am Sydney Place Nummer 4, dem Haus, das auch Jane Austen mit ihrer Familie mehr als 200 Jahre zuvor bewohnte, und wünscht sich, ihr Idol würde sie bei der Suche nach der Liebe unterstützen. Als Penny am nächsten Morgen aufwacht und tatsächlich Jane Austen in ihrem Bett vorfindet, beginnt für beide das vielleicht größte Abenteuer ihres Lebens.

Der Autorin gelingt es bereits auf den ersten Seiten, die verschiedenen Lebensstile und Weltanschauungen der beiden Hauptfiguren herauszuarbeiten und zu verdeutlichen. Dies wird durch den gekonnten Einsatz mehrerer personaler Erzählperspektiven unterstützt, die ich mir lediglich etwas stärker formal voneinander abgegrenzt gewünscht hätte.

„Jane Austen bleibt zum Frühstück“ ist ein flüssig geschriebener und leicht lesbarer Feel-Good-Roman, der neben humorvollen Szenen vor allem mit auch in den Nebenrollen detailliert gezeichneten und glaubwürdigen Charakteren glänzt, mit denen man sich sofort identifizieren kann, sei es Pennys Bruder George, sein guter Freund Frederick oder auch Pennys Mitbewohnerin Leila.

Interessant, aber tendentiell unbeabsichtigt ist auch die perfekte Übereinstimmung mit dem aus Legenden stammenden und in Diana Gabaldons „Outlander“-Reihe augegriffenem Mythos, bei Zeitreisen würde immer ein Zeitraum von etwa 200 Jahren zurückgelegt.

Gut gefallen hat mir zudem, dass am Ende nicht nur die Haupthandlungsstränge, sondern auch diverse Nebenhandlungsstränge zusammengeführt und aufgelöst wurden, sodass, ganz nach dem Vorbild Jane Austens, ein fast vollständiges Happy End entsteht.

Das Cover ist wunderschön gelungen, der – sowohl auf dem Buchrücken als auch auf dem Cover leicht aufgeprägte – Titel spiegelt das Licht und ist ein absoluter Eyecatcher. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat sind ebenfalls gelungen.

Mein Fazit? „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ ist ein leichter, spannender und innovativer Liebesroman, der mit Humor und plastischen Charakteren besticht.

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Tags: england, jane austen, romance, zeitreise   (4)
 

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

gesellschaftskritik, glück, realtiyshwos, debüt, zukunftsvision

A wie B und C

Alexandra Kleeman , Guntrud Argo , Michael Kellner
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 30.03.2016
ISBN 9783036957340
Genre: Romane

Rezension:

Der gesellschaftskritische Roman, erschienen im Zürcher „Kein & Aber Verlag“ für den deutschsprachigen Raum, wurde 2015 unter dem Originaltitel „You Too Can Have A Body Like Mine“ von HarperCollins veröffentlicht und erschien auf der Longlist des „Center for Fiction First Novel Prize“.

„A wie B und C“ ist das verwirrendste, bizarrste Buch, das ich in meinem ganzen Leben bisher gelesen habe. Die Protagonistin A, lebt zusammen mit ihrer Freundin B, die immer mehr wie A werden will. Beide ernähren sich nur von Wassereis oder filetierten Orangen und sind auf Schönheitsprodukte fixiert. C ist der Partner von A und schaut im Fernsehen Haidokus, Pornos oder Spielshows. Ein Hauptaugenmerk des Buches liegt auf den bizarren, absonderlichen Werbespots für TruBeauty und Kandy Kakes, die die Kopfkinos der Leser sofort zum Laufen bringen und mit verstörenden Bildern füllen. Man nehme eine Sekte hinzu, eine Supermarktkette mit absonderlichen Geschäftsmethoden und fertig ist ein wahrlich beeindruckendes Buch. Ach ja, und Kalbfleisch spielt auch noch eine Rolle.

Irgendwie fehlen mir die Worte, dem Roman auch nur im Ansatz gerecht zu werden. Wahrscheinlich muss man das Buch zweimal, dreimal lesen, um alles verstehen zu können. Der Autorin gelingt es, durch die gnadenlose Überzeichnung der Figuren, durch die konsequente Fixierung auf die Seltsamkeiten eine leicht futuristische Schreckensvision zu entwerfen, der wir uns gesellschaftlich immer stärker annähern. Dabei spielt sie mit den Worten und erschafft ein stilistisches und sprachliches Meisterwerk. „Von A wie B und C“ erweckt den Anspruch, mehr als ein Buch zu sein – und in gewissem Maße gelingt es sogar. Es ist eine Mahnung, ein Gleichnis; eine unverhohlene Kritik an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen - selten hat mich ein Buch so beschäftigt.

Nur am Rande möchte ich das wunderschön gestaltete Cover / den wunderschön gestalteten Buchumschlag und den exzellenten Buchsatz erwähnen.

Mein Fazit? „A wie B und C“ ist ein bestechender, gesellschaftskritischer Roman der den Leser im positivsten Sinne maximal verwirrt und verstört zurücklässt. Für jeden zu empfehlen, der einen Blick über den Tellerrand der Trivialliteratur werfen möchte. Mit ihrem Debüt hat Alexandra Kleeman den Grundstein, für eine beeindruckende Karriere gelegt – ich bin mir sicher, wir werden noch viel von ihr hören.

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Tags: beauty, dram, dystopie, gesellschaftskritik, zukunftsvision   (5)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

ksk, terror, entführung, politthriller, terrorismus

Drei Brüder

Jörg H. Trauboth
Fester Einband
Erschienen bei ratio-books, 15.02.2016
ISBN 9783939829645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Drei Brüder", ein selbsternannter "Deutschland-Thriller" ist am ehesten dem Genre Politthriller zuzuordnen und wurde im Verlag ratio-books verlegt.

„Drei Brüder“ erzählt vor dem Hintergrund des IS-Terrorismus die Geschichte dreier Elitesoldaten des deutschen KSK. Unterlegt mit den jeweiligen politischen Entscheidungsprozessen folgt der Leser Marc Anderson und seinem Team nach Afghanistan, in den Irak und nach Algerien. Auch wenn die Handlung teilweise zu linear und vorhersehbar verläuft, ist sie dennoch spannend und lässt den Leser mit den Figuren mitfiebern und -leiden. Zudem gelingt es dem Autor, durch den Einbau kleinerer Nebenhandlungsstränge die einzelnen Protagonisten detaillierter und runder zu beschreiben.

Das Buch lebt von seiner Detailtiefe, die fast schon zu stark ausgeprägt ist. Aufgrund der Vergangenheit des Autors verfügt dieser über ein unglaubliches Detailwissen, das die Geschichte durchzieht aber teilweise den Lesefluss etwas ausbremst und die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen Roman und Sachbuch verschwimmen lässt.

Zu Lasten des Leseflusses gehen leider auch die gehäuft auftretenden und teilweise gravierenden Fehler, die mich fassungslos den Kopf schütteln lassen haben. Ein Buch ist immer auch ein Gesamtprodukt und lebt nicht nur von der Idee, sondern auch von der Umsetzung. Und so musste ich dem Thriller, der aufgrund seiner überzeugenden Handlung eigentlich vier Sterne verdient hätte, in der Gesamtwertung einen abziehen.

Abgesehen davon sieht der Buchsatz gut aus und auch das Cover ist in Ordnung – lediglich der Klappentext auf der Rückseite ist aus meiner Sicht viel zu ausführlich und nimmt bereits große Teile der Handlung vorweg.

Mein Fazit? „Drei Brüder“ ist ein solider Politthriller, der gekonnt die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt, mit seiner Detailtiefe punktet und ein aktuelles, hochbrisantes Thema beschreibt. Leider überdurchschnittlich fehlerbehaftet – für Genreliebhaber mit einer gewissen Fehlertoleranz jedoch bedenkenlos zu empfehlen.

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Tags: entführung, is, ksk, piraterie, politthriller, terrorismus   (6)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

romance, mut, krimi, freundschaft, mord

13 Tage, und keinen mehr

Robert Königshausen
Flexibler Einband: 134 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.02.2016
ISBN 9781530044368
Genre: Sonstiges

Rezension:

Noah kehrt nach dem Tod seines Vaters auf die Insel seiner Jugendzeit zurück, um seiner Mutter beim Umbau des Familienhauses zu einer Pension zu helfen. Dort trifft er nicht nur seine Jugendliebe Maria wieder, sondern findet auch Unterlagen und Pläne seines Großvaters über die Bunker der Wehrmacht auf der Insel. Als ein Toter am Strand angespült wird und sich mysteriöse Vorkommnisse häufen, begibt sich Noah auf die Suche nach den Geheimnissen der Insel, die zudem um Marias reichen Ehemann, Jacques Kaufmann, kreisen.

Leider wird aus meiner Sicht das durchaus vorhandene Potential der Geschichte nicht voll ausgeschöpft, die Handlung geht nicht so recht voran und der Autor verliert sich in ausufernden und überflüssigen Beschreibungen, anstatt den Leser zusammen mit den Protagonisten die Handlung selbst erleben zu lassen. Schade, dabei ist der Plot wirklich gut – man hätte hier die Flüchtlingsproblematik gut in einen atmosphärischen Regionalkrimi einbauen können, der zudem noch eine ergreifende Liebesgeschichte beinhaltet – doch leider bleibt das Buch zu sehr an der Oberfläche…

Die Protagonisten machen einen durchaus sympathischen Eindruck, leider wird man mit ihnen nicht gänzlich warm.

Mein Fazit? “13 Tage, und keinen mehr” bietet eine in Ansätzen interessante und spannende Geschichte, die leider etwas zu sehr an der Oberfläche bleibt. Als leichte Urlaubslektüre, gerade aufgrund der geringen Länge, gut geeignet.

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Tags: frankreich, krimi, regionalkrimi, romance   (4)
 

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wikinger, historischer roman, haithabu, dänemark, schweden

Herrin des Nordens

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.01.2016
ISBN 9783442481064
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im Buch, das im 11. Jahrhundert spielt und einen Zeitraum von 22 Jahren (40 Jahren, bezieht man den Prolog mit ein) abdeckt, begleitet man die Kaufmannstochter Ingunn aus Haithabu sowie den Krieger und Abgesandten Jon Larsson durch zahlreiche Wirren und Abenteuer. Vor dem Hintergrund der dänischen Geschichte lernt man nicht nur viel über die Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten der damaligen Zeit, sondern erlebt mit den Protagonisten auch den Aufstieg des Christentums im nordischen Raum.

"Herrin des Nordens" reiht sich dabei nahtlos in den aktuellen Trend ein, starke Frauen als Protagonisten zu haben, und würde sicherlich auch als Film gut funktionieren, bedenkt man den Erfolg der Fernseh- und Kinoblockbuster "Die Hebamme", "Die Pilgerin", "Die Päpstin", "Die Wanderhure", "Elizabeth" oder "Johanna von Orleans" uvm. Hinter all den starken Charakteren muss sich Ingunn nicht verstecken, standhaft, loyal, mutig und tapfer meistert sie alle Aufgaben, die ihr gestellt werden und sorgt fast allein für Haithabus Erhaltung und das Wohl ihrer Familie.

Allgemein kann man sagen, dass die Autorin Charaktere erschafft, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man mitfiebert, -lacht und -trauert.

Während die Handlung kleinere Höhen und Tiefen aufweist, bin ich vom Ende restlos begeistert und spätestens auf den letzten 50-100 Seiten ist das Buch ein echter page-turner. Es ist selten, dass mich der Schluss eines Romanes so zufriedengestellt hat - der Autorin ist es gelungen, alle offenen Fäden zusammenzuführen, alle Fragen und Schicksale zu klären und einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches zu spannen. Klar ist dadurch die Handlung am Schluss stark verdichtet, es geht Schlag auf Schlag, was man aber aufgrund der ohnehin überdurchschnittlichen Buchlänge leicht verzeihen kann - ab und an innezuhalten hätte hier den Rahmen sicherlich gesprengt.

Zudem ist das Buch gut recherchiert, insoweit die Autorin zu Gunsten der Lesbarkeit moderne Bezeichnungen benutzt, ist dies zu begrüßen, da der Lesefluss so erhalten bleibt - und sie zudem am Ende des Romanes darauf hinweist. In jedem Fall kann ich das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen.

Mein Fazit? "Herrin des Nordens" ist ein gut recherchierter, flüssig lesbarer historischer Roman mit einer starken Protagonistin und überzeugenden Charakteren, der zwar abseits des Mainstreams spielt, im ein oder anderen Leser aber sicherlich das Interesse am Mittelalter im nordischen Raum und der Wikingerzeit weckt.

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Tags: 11. jahrhundert, dänemark, history, mittelalter, norwegen, schweden, slawen, wikinger   (8)
 

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wales, irland, historischer roman, sabrina qunaj, mittelalter

Der Ritter der Könige

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442483723
Genre: Historische Romane

Rezension:

“Der Ritter der Könige” spielt im 12. Jahrhundert. Der Leser begleitet den Flamen Maurice de Prendergast, einen walisischen Ritter, auf seinen Abenteuern in Wales und Irland. Vor dem Hintergrund des walisischen Freiheitskampfes und der normannischen Eroberung Irlands schafft die Autorin das Porträt eines ehrenhaften, nur seinem Gewissen verpflichteten Ritters, der in politisch wankelmütigen Zeiten sich nicht dem Zeitgeist unterwirft, sondern unumstößlich auf der Seite der Moral und Ethik bleibt. Befreundet mit Richard de Clare, dem Earl of Pembroke und an der Seite der Geraldines, meistert er jede Aufgabe, bewältigt Rückschläge und lässt sich auch von Drohungen nicht einschüchtern.

Der Autorin gelingt es, die einzelnen Charaktere plastisch und detailreich darzustellen – mit all ihren Schwächen und Stärken. Nicht nur Maurice, sondern auch Richard “Strongbow” de Clare oder Niah entwickeln sich zu echten Sympathieträgern, mit denen man mitfiebert und sich identizieren kann.

Die Handlung des Buches erstreckt sich über 26 Jahre, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Trotz der doch ordentlichen Länge von knapp 700 Seiten ist das Geschehen schnelllebig und kurzweilig – ich hätte mir hier teilweise sogar etwas mehr Ruhe gewünscht. Mit einigen zusätzlichen Szenen hätte man das Gesamtbild aus meiner Sicht noch besser abrunden können. Das Werk von Sabrina Qunaj punktet dabei zudem mit einer gründlichen Recherche und historischer Genauigkeit. Dabei werden die historischen Fakten jedoch so geschickt in die Handlung eingeflochten, dass der Leser sich hier niemals belehrt vorkommt.

Mein Fazit? “Der Ritter der Könige” ist ein exzellenter historischer Roman, nicht nur für Liebhaber der englischen Geschichte. Flüssig geschrieben, kurzweilig und toll recherchiert entführt er den Leser in eine Welt von Ehre, Moral und Ritterlichkeit.


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Tags: history, irland, mittelalter, wales   (4)
 

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

romance, team, mord, thriller, suspense

Team Zero - Heißkaltes Spiel

Eva Isabella Leitold
Buch: 280 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 22.01.2016
ISBN 9783902972873
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Heißkaltes Spiel” schildert die Geschichte der SWAT-Teamleiterin Josy, die in den Geist der Täter eindringen kann, um diese zu stellen. Nach einem Fehlschlag wird sie in eine andere Stadt versetzt. Als sie dort ihren neuen Vorgesetzten, Special Agent William Turner, trifft, sprühen sofort die Funken zwischen den Beiden, woraufhin ein immer stärkeres Auf und Ab in der Gefühlswelt der Protagonisten erwächst. Und als ob es nicht schlimmer kommen könnte, taucht auch der Serienkiller aus ihrer Vergangenheit wieder auf …

“Team Zero – Heißkaltes Spiel” ist der gelungene Auftakt der Serie, der nicht nur viele spannende Charaktere einführt, sondern auch genug Fragen für die Folgebände offen lässt.

Dabei schafft das Buch es aus meiner Sicht meisterlich, den einzelnen Genres gerecht zu werden. Trotz der starken romantischen Prägung, dominiert diese die Story nicht so sehr, dass der Suspense-Aspekt in den Hintergrund rücken würde – die Liebesgeschichte wird gut in die Handlung integriert.

Die Hauptcharaktere werden, mit all ihren Stärken und  Schwächen, überzeugend dargestellt, bei den Nebencharakteren kommt der ein oder andere aus meiner Sicht leider etwas zu kurz, aber es gibt ja noch zwei weitere Teile. Auch kleinere Ungereimtheiten in der Story vermögen den insgesamt positiven Gesamteindruck nicht zu trüben.

Die erotischen Szenen sind dabei zwar ausdrucksstark und intensiv geschildert, von der Detailtiefe und Sprache aber noch nicht zu plakativ, sodass ich mit der Leseempfehlung des Verlages von 17+ durchaus mitgehen kann.

Mein Fazit? “Heißkaltes Spiel” ist ein gleichermaßen spannender und erotisch-romantischer Einstieg in die Buchreihe “Team Zero”, der trotz kleinerer Schwächen durchaus überzeugen kann. Die Autorin schafft es, die Leser immer aufs Neue zu überraschen und verknüpft die einzelnen Genres gekonnt. Vor allem die Beziehung der beiden Protagonisten wird plastisch und prägnant geschildert, sodass man sich sofort mit ihnen identifizieren kann.

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Tags: erotic, fbi, paranormal, romance, suspense, thriller   (6)
 

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

mops, mode, hamster, hund, pudel

Hund Couture: Episode 1-4

Hasso Longnose
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei Thomas Chiandusso, 15.01.2016
ISBN B018PJ5WIM
Genre: Humor

Rezension:

“Hund Couture” von Hasso Longnose ist ein humoristischer, leicht gesellschaftskritischer Roman, der die ersten vier Episoden der Geschichte um den Mops und zukünftigen Stardesigner Hasso Longnose schildert. Zusammen mit seinen Freunden, dem Hamster Turing und der Elster Sunny, begibt er sich auf eine waghalsige Mission: seine große Liebe finden und aus den Klauen diverser Schurken retten. Dabei begegnen ihm allerhand interessante Charaktere, seien es andere Tiere oder Menschen, die allesamt nahezu karikaturistisch überzeichnet sind – was oftmals gut gelingt.

Dabei ist der Schreibstil des Autors, sowie die Beschreibung der Schauplätze innerhalb Londons sowie des Verhaltens der Menschen durchweg überzeugend. Der größte Pluspunkt ist der Humor des Buches, der vor allem von den überwiegend lustigen Protagonisten transportiert wird – das hier und da mal einer der vielen Charaktere etwas zu stark ins Extreme gezogen wurde, kann man da locker verschmerzen.

Die einzelnen Episoden sind aus meiner Sicht unterschiedlich stark – am Besten gefallen hat mir die Episode 1, die neben dem Humor mit einer stringenden Handlung punktet, währenddessen in Episde 4 beispielhaft, aufgrund der Vielzahl von Charakteren und der Zusammenführung aller Episoden, das Finale etwas zu chaotisch wird und immer wieder etwas auf die ohnehin schon unübersichtliche Situation draufgesetzt wird – hier ist der Autor wie bei ganz vereinzelten Chrakteren aus meiner Sicht etwas zu stark ins Extreme abgerutscht. Schlussendlich hätte ich mir auch ein anderes Ende gewünscht, oder zumindest, dass das Ende so, wie es jetzt steht, an den Beginn des zweiten Buches gesetzt worden wäre.

Mein Fazit? “Hund Couture” ist ein gelungenes, humoristisches Buch, das mir, aufgrund des flüssigen Schreibstils des Autors und des treffenden Humors, der nur selten über das Ziel hinausschießt, oftmals ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat. Lediglich das Ende konnte mich nicht überzeugen, was aber den insgesamt positiven Gesamteindruck des Buches nicht schmälert, sodass ich das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber humoristischer Romane empfehlen kann!

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Tags: gesellschaftskritik, humor, karikatur, tiergeschichte   (4)
 

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163 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

maulwurf, mord, krimi, frankfurt, emilia capelli

Sterbegeld

Judith Winter
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.12.2015
ISBN 9783423216166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Judith Winters Buch “Sterbegeld” wird man mit zwei Fällen konfrontiert – der Ermordung einer vierköpfigen Familie und der Suche nach einem Maulwurf in einer Sondereinsatzgruppe im Kampf gegen einen internationalen Waffenhändlerring. Mehr oder weniger zufällig landen beide Fälle bei den Ermittlern Emilia Capelli und Mai Zhou, die in der Abteilung für Kapitaldelikte der Frankfurter Polizei tätig sind.

“Sterbegeld” ist ein spannender, überraschender Kriminalroman, der immer wieder mit neuen Protagonisten und Handlungssträngen aufwartet. Der Autorin gelingt es hierbei, die Charaktere plastisch und menschlich zu gestalten – und aufgrund der komplex-gestrickten Maulwurfsuche ist abgesehen von den zwei Ermittlerinnen eine Einteilung in  Gut/Böse nur sehr eingeschränkt möglich, wodurch der Roman sehr gewinnt, weil man auch als Leser (wie Capelli und Zhou) in jedem Wort, in jeder Handlung der Personen nach Hinweisen sucht.

Gut gefallen hat mir ebenfalls das Frankfurter Setting, das die Geschichte realistischer und greifbarer macht, selbst wenn man noch nie an den erwähnten Schauplätzen in und um Frankfurt war. Zudem lebt der Roman von den vielen persönlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Beteiligten, die den Leser weiter hinter die Maske der Ermittlerinnen schauen lässt, und hilft, bestimmte Handlungen und Haltungen besser nachzuvollziehen.

Mein Fazit? “Sterbegeld” ist ein guter, grundsolider Kriminalroman, der mir das Genre wieder etwas näher gebracht hat. Überzeugende Ermittlerinnen, ein tolles Setting und eine Auflösung, die zwar nicht alle Fragen beantwortet, den Leser jedoch hochbefriedigt zurücklässt – all dies verpackt in einem tollen Taschenbuch. Für Fans deutscher Krimis kann ich das Buch nur empfehlen – und freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Emilia “Em” Capelli und der bezaubernden Mai Zhou.


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Tags: frankfurt, krimi , mord, organisierte kriminalität   (4)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Gestohlene Küsse lügen nicht

Melanie Zollinger
Buch: 280 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 25.11.2014
ISBN 9783902972293
Genre: Sonstiges

Rezension:

In "Gestohlene Küsse lügen nicht" begleitet man Marlies Frey, Teilzeitjournalistin, Mutter von drei Kindern und stolze Besitzerin des Hundes "Delilah" und der Katze "Leo", auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle. In einer kriselnden Ehe mit dem überarbeiteten und desinteressierten Börsenmakler Yannick gefangen, versucht Marlies, an die früheren Zeiten anzuknüpfen. Ihre Versuche, die Ehe zu retten werden dabei immer wieder zurückgeworfen, sei es dadurch, dass ihr Sohn in der Schule gemobbt wird, oder dass ihr alter Schulkamerad und "Erzfeind" Derek Nagiya plötzlich und unerwartet wieder in ihr Leben tritt. Ob sie es schafft, der Versuchung nachgibt oder alles ganz anders kommt, davon überzeugt Ihr Euch am besten selbst.

Die Autorin legt mit "Gestohlene Küsse lügen nicht" einen Debütroman vor, der nicht nur einen atmosphärisch dichten Plot, sondern auch interessante und ausgefeilte Charaktere bietet, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Vor allem Luca hat es mir besonders angetan, der - eigentlich mitten in der Pubertät - trotzdem einen starken Spürsinn für die Gedanken und Gefühle seiner Mutter entwickelt hat und für einige der besten Szenen im Buch sorgt. Auch das gesellschaftlich allgegenwärtige Thema Mobbing wird gekonnt und mit viel Feingefühl, niemals anklagend, eingearbeitet und schafft eine tiefergehende Verbindung zwischen den Charakteren.

"Gestohlene Küsse lügen nicht" ist mehr als ein Buch über die Liebe - es ist ein Buch über das Leben. Voller Wendungen, Höhen und Tiefen - und niemals langweilig. Ein beachtenswerter Einstand, der sicher nicht nur mich begierig auf weitere Bücher der Autorin hoffen lässt.

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schottland, liebe, highland, highlands, erbschaft

Ein Kuss in den Highlands

Emily Bold
E-Buch Text: 218 Seiten
Erschienen bei Forever, 10.10.2014
ISBN 9783958180062
Genre: Liebesromane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

young-adult, good and evil, high-fantasy, magie, fantasy

Vermächtnis der Hüter - Die Schwelle

Isabella Benz
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei Weltenschmiede, 13.09.2015
ISBN 9783944504308
Genre: Fantasy

Rezension:

"Das Vermächtnis der Hüter 1 - Die Schwelle" von Isabella Benz ist ein Young-Adult High-Fantasy-Roman. Er handelt von der Geschichte des jungen Hüters der Toten, Dareios Salas, der sich, auf der Suche nach einer Mutter für seinen zukünftigen Erben, in die strenggläubige, hübsche und schlaue Magiestudentin Carolina Jara verliebt, was (wie sollte es auch anders sein) natürlich in einer Katastrophe endet, als er diese mit in die Zwischenwelt “Haphtir” nimmt.
Mit “Das Vermächtnis der Hüter 1 – Die Schwelle” gelingt Isabella Benz ein überzeugender High-Fantasy-Roman, der zwar ganz am Anfang etwas Aufmerksamkeit fordert, aber aufgrund der ausgereiften Charaktere mit dem Verlauf der Handlung jeden in seinen Bann zieht. Zudem bietet er aufgrund der nicht-abgeschlossenen Geschichte, sowie der interessant gestalteten Welt viel Platz für weitere Teile dieser Buchreihe oder sogar gänzlich weitere Serien. Ich jedenfalls würde mich freuen, mit der Autorin und ihren Charakteren ein weiteres Mal in die Geschichte von Cascavel einzutauchen – ob im Diesseits, der Zwischenwelt oder dem Jenseits.
Minimale Abstriche wie z.B. die leider fehlende Autorenbiografie in meiner e-Book-Ausgabe können das exzellente Gesamtbild daher nicht schmälern.

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1.423 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

liebe, john green, tod, freundschaft, internat

Eine wie Alaska

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 17.05.2014
ISBN 9783446246676
Genre: Jugendbuch

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