Bücher mit dem Tag "gesetzgebung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gesetzgebung" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Psychologie der Massen (ISBN: 9783868200263)

    Psychologie der Massen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: KatieCat

    Dieses Buch ist im Grunde genommen ein Handbuch zur Manipulation der Bevölkerung. Wer die aktuelle Situation aufmerksam verfolgt, wird beim Lesen schnell feststellen, dass es absolut zeitgemäß ist und noch immer Verwendung findet.

    Es ist sehr trocken und stellenweise schwer zu lesen. Ich kann die Abende nicht zählen, an denen ich mit dem Buch in der Hand eingeschlafen bin, weil es nun einmal sehr nüchtern beschreibt,  wie es gelingt, die Menge auf eine Seite zu ziehen und welche Instrumente sich in diesem Vorhaben als nützlich erweisen. 

    Trotz dieser Nüchternheit ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Ich empfehle die Literatur daher hellwach bei Tageslicht und auf keinen Fall im Liegen:)

  2. Cover des Buches Angriff auf die Freiheit (ISBN: 9783423346023)
    Ilija Trojanow

    Angriff auf die Freiheit

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Dieses Buch ist wirklich lesenswert und man ist erstaunt über die Weitsicht der Autoren. Es handelt hauptsächlich um den „Kampf gegen den Terror“ und wie sich dadurch Staaten das Recht nehmen, die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte der Bürger zu beschneiden. Im Namen der Sicherheit !

    Heute, 10 Jahre später, ist die Angst vor Terroristen nicht mehr so präsent. Wir haben es mit anderen Themen wie Flüchtlinge, Migration und Klimawandel zu tun. Welche Antworten haben die staatlichen Institutionen? Mehr Gesetze und Verordnungen.          Die folgende Aussage:

    [S. 83] „Bevor neue Gesetze erlassen werden, muss die Akzeptanz der Öffentlichkeit vorbereitet werden. Die Einschränkung von Rechten kann nur mit Gefahren für die Gesellschaft und den Einzelnen gerechtfertigt werden. „  

     ist sehr gehaltvoll und sollte immer im Hinterkopf sein, wenn wir wieder medial mit Horrorszenarien konfrontiert werden.

    Juli Zeh ist Juristin und daher beleuchtet sie einige Standpunkte aus juristischer Sicht. Das fand ich interessant und bereichernd.

    Mit smarter Technik und Algorithmen ist eine neue Generation des 'Gläsernen Menschen' entstanden und die wenigsten sind sich des Werts und der Konsequenzen der „produzierten“ Daten bewusst.

    Das Buch ist wirklich lesenswert und alle Aussagen sind auf die heutige Zeit übertragbar. 

  3. Cover des Buches Das Hohe Haus (ISBN: 9783596521395)
    Roger Willemsen

    Das Hohe Haus

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Ralf_Carsten_Jann

    Langatmig, unterhaltsam - abwechslungsreich und träge. Dieses Buch geht mit dir durch Höhen und TIefen. Vermutlich weil der Autor es genau so erlebt hat. Du lachst und schüttelst den Kopf. Wenn das Wahrheit und keine Fiktion ist, dann gehört das Buch in den Schulunterricht und sollte jedem Politiker bei Amtseinführung zur Pflichtlektüre abgegeben werden.

  4. Cover des Buches Deutschland im Blaulicht (ISBN: 9783492310062)
    Tania Kambouri

    Deutschland im Blaulicht

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die Autorin Tania Kambouri erzählt hier ihren Polizeialltag. Mit was für Problemen sie hier als Polizistin und auch als Frau zu kämpfen hat. 

    In einem Deutschland das Multikulturell ist, jedoch von vielen Männern, besonders von Muslimen, sehr respektlos behandelt wird. 

    Das Buch ist sehr allgemein gehalten, ich hatte mir allerdings ein bißchen mehr Erzählungen von einzelnen Fällen versprochen. 

    Interessant ist es auf jeden Fall. Ich selber arbeite auch sehr viel mit Publikum zusammen und kann bei vielen Aussagen dieses Buches nur zustimmen. 

    Leider verlieren viele Menschen gegenüber dem Staat und den Behörden ihren Respekt. 

    Ein wirklich interessanter Einblick in die Polizeiarbeit und für manche sollte es tatsächlich auch ein bißchen ein Denkanstoß sein, wie man mit Mitmenschen denn umgeht. 

     

  5. Cover des Buches Kiffen und Kriminalität: Der Jugendrichter zieht Bilanz (ISBN: 9783451312762)
    Andreas Müller

    Kiffen und Kriminalität: Der Jugendrichter zieht Bilanz

     (11)
    Aktuelle Rezension von: maikebrandes
    in dem Buch "Kiffen und Kriminalität: Der Jugendrichter zieht Bilanz" geht es darum, warum Cannabis legalisiert werden sollte. Und ich muss gestehen das sich meine Meinung gegenüber Kiffen und Cannabis immer mehr verändert hat um so weiter ich gelesen habe. Ich hatte immer eine Negativhaltung gegenüber Drogen, da ich wirklich nur schlechtes darüber gehört habe. Ich empfehle es jeden der sich mal eine Meinung bilden möchte die nicht auf falschen Behauptungen basiert aber auch denen die mehr über die Droge Cannabis und die Drogenplotik wissen möchten. 
  6. Cover des Buches Mein Huren-Manifest (ISBN: 9783453604728)
    Undine de Rivière

    Mein Huren-Manifest

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Immer mal wieder faszinieren mich Berichte und Biographien mit außergewöhnlichen Lebensentwürfen und Erfahrungen. Voller Neugierde stieß ich auf das Buch mit dem provokanten Titel von Undine de Riviere.

    Vorweg muss man zu diesem Buch sagen, dass es sehr politisch ist. Wer pikante Einblicke in den Arbeitsalltag einer Prostituierten - oder im Falle von Undine de Riviere einer Domina – haben will, wird sich mit einem recht kurzen Abriss begnügen müssen.
    Das Huren-Manifest von de Reviere beleuchtet die politischen und Arbeitsbedingungen und Stigmata, denen Prostituierte ausgesetzt sind. Dies gestaltet sie aber sehr einfühlsam, dass man als Leser in etwa die Gepflogenheiten und die Lage der in diesem Gewerbe arbeitenden Frauen nachvollziehen kann. Sie lässt in ihrem Buch zudem viele andere Menschen zu Wort kommen, Freier/-innen, andere Prostituierte, Politiker/-innen und Aktivisten/-innen. Es ist, wie gesagt, ein sehr politisches Buch, mit einer Analyse einer Bewegung und der Darstellung eines Berufs, der für Otto-Normal-Verbraucher verrucht und bisweilen exotisch vorkommt, und mit dem man normalerweise so gar keine Berührungspunkte hat.

    Das Buch ist alles in allem jedenfalls ein schöner Einblick in eine ganz andere Welt.

  7. Cover des Buches Bürgerliches Gesetzbuch BGB (ISBN: 9783423050012)
    Helmut Köhler

    Bürgerliches Gesetzbuch BGB

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Vorweg gibt es eine mehrseitige Einführung über den Begriff und die Aufgabe des Privatrechts. Das entsprechende Gesetz findet man in der Regel schnell durch das Sachverzeichnis am Ende des Buches.
  8. Cover des Buches Bürgerliches Gesetzbuch (ISBN: 9783406565915)
    Peter Bassenge

    Bürgerliches Gesetzbuch

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Wr sll dnn so etw lsn u wr spcht so? Jem sllte ml d fehld Buchstb nchrch um d all lsen z knn. Ab e sup Spchüb f Leu m Sprfehl. U sup Litur z eischl. Ich knnte wochlg so weit mchn nur s sprch könn ich ncht.
  9. Cover des Buches Steuerrecht (ISBN: 9783811497030)
    Dieter Birk

    Steuerrecht

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Die Kritiken (ISBN: 9783518093276)
    Immanuel Kant

    Die Kritiken

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Das Lexikon der Justizirrtümer (ISBN: 9783937501369)
    Hans-Dieter Otto

    Das Lexikon der Justizirrtümer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Kein Fachbuch für Juristen, sondern ein schockierender, höchst repräsentativer Querschnitt über alles das, was man zum Thema Justizirrtümer wissen sollte. Und deshalb zugleich auch eine vortreffliche Investition in die eigene Allgemeinbildung. Auf jeden Fall kaufen, lesen und mitreden!
  12. Cover des Buches Faire la loi (Hors collection) (ISBN: 9782331026928)
  13. Cover des Buches Trübe Wasser (ISBN: 9789282316634)
    D. David

    Trübe Wasser

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der gekaufte Staat (ISBN: 9783462040999)
    Sascha Adamek

    Der gekaufte Staat

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Heinrich Pommerenke, Frauenmörder (ISBN: 9783940086884)
    Thomas Alexander Staisch

    Heinrich Pommerenke, Frauenmörder

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Mr. Rail
    Ein Buch fordert mich heraus! „Ich wollte provozieren!” “Das ganze Buch muss aus Opfersicht eine Provokation darstellen…” Thomas Alexander Staisch, Autor des Buches „Heinrich Pommerenke, Frauenmörder. Ein verschüttetes Leben“, in einem Interview am 18.10.2010. (BNN) Provokation: „Provokation ist das gezielte Hervorrufen einer Reaktion mit den Mitteln der Übertreibung oder Regelverletzung …“ Dies ist dem Autor gelungen. Hier meine Reaktion. Selten hat mich ein Buch so aufgewühlt, so sprachlos und wütend gemacht, wie die Aufarbeitung des Lebens des Serienmörders Heinrich Pommerenke. Mit jedem gelesenen Satz habe ich einen zweiten, ungelesenen, gedacht. Mit jedem geschriebenen Argument habe ich ein zweites, ungeschriebenes, verknüpft und mit jedem betrachteten Bild habe ich ein anderes, unbetrachtetes, wahrgenommen. Mit jeder vergossenen Träne, eine zweite. Mit jedem Schrecken, einen weiteren. Das hat dieses Buch mit mir gemacht! Die Fakten: Freiburg, 22. Oktober 1960: Der 22-jährige Heinrich Pommerenke wird wegen vierfachen Mordes in Verbindung mit Schändung der Opfer (vor, während und nach dem Tat), siebenfachen Mordversuchs, 25-facher versuchter und zweifach vollendeter Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung, fünffachen schweren Raubes, zehnfacher Einbruchdiebstähle und sechsfacher Diebstähle zu sechs Mal lebenslang plus 15 Jahren verurteilt. Die Gesamtstrafe beläuft sich somit auf 156 Jahre. Die Morde und Vergewaltigungen stellen in ihrer unvorstellbaren Grausamkeit ein noch nie dagewesenes Verbrechen in der noch jungen Bundesrepublik dar. Die Todesstrafe war gerade erst abgeschafft und schon schreien das Volk und die Medien nach dem Kopf des “Monsters”. Die Presse bezeichnet ihn fortan als “Grauenmenschen”, “Bestie ohne Eigenschaften” oder schlichtweg “Satan”. Die Justiz handelt im vorgegebenen Rahmen und sperrt den Serienmörder weg. Fast 50 Jahre lang, fast 18000 Nächte. Einzel- und Isolationshaft. Ein verschüttetes Leben im Vergessen. Ein verschüttetes Leben voller Repressalien. Ein verschüttetes Leben ohne eine einzige Stunde therapeutischer Begleitung oder den Versuch, Heinrich Pommerenke in der Haft ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. Ein menschenunwürdiges Leben, dem erst ab dem Jahr 2001 ein gestuftes Vollzugslockerungsprogramm zugebilligt wurde – allerdings niemals mit dem Ziel der Freilassung Am 27. Dezember 2008 stirbt Heinrich Pommerenke im Alter von 71 Jahren – er stirbt hinter Gefängnismauern. Das Buch: Thomas Alexander Staisch schildert mit bestechender und brillanter Stilsicherheit die menschenverachtenden Umstände der „trockenen Todesstrafe“. Unvorstellbar in einem modernen Rechtsstaat, in dem die Grundfragen der Sicherheitsverwahrung und die Definition des Begriffes „lebenslange“ Haft immer und immer wieder diskutiert werden, einen Menschen fast 50 Jahre einfach nur einzusperren. Ihn seiner Würde zu berauben und gegen jedes Gebot der Mitmenschlichkeit zu verstoßen. Unvorstellbar. Staisch listet akribisch auf, wie oft man Pommerenke die Zelle wechseln ließ, um jegliches Gefühl für Konstanz zu unterbinden („Das tut ihm gut“ – so die Justiz); wie selten er Besuch bekommen durfte („Die besondere Schwere der Schuld“ – so die Jusitz); wie oft seine persönliche Habe aussortiert und weggeworfen wurde („Es liegt alles durcheinander“ – so die Justiz) und wie häufig er in das Vollzugskrankenhaus Hohenasperg überstellt wurde, um dort alleine in 19 Fällen im Bereich der Psychiatrie mit Nervendämpfungsmitteln „behandelt“ zu werden. Staisch führt die wenigen Menschen auf, die engeren Kontakt zu ihm hatten. Darunter die wohl wichtigste Person seines Gefängnislebens. Der einzige Freund – der Gefängnispfarrer. Eine Verbindung, die erst mit dem Tod Pommerenkes endete. Staisch führt uns die Medien vor Augen, die ein Zerrbild eines Inhaftierten zeichneten, Interviews veröffentlichten, die niemals geführt wurden und Geschichten erzählten, die jeglicher Grundlage entbehrten und nur dem Ziel dienten die Angst vor Pommerenke am Leben zu halten. Und – Staisch führt uns die Taten des Serienmörders vor Augen. In aller Schonungslosigkeit und Detailschärfe, in aller menschenverachtenden Brutalität und mit all den Auswirkungen auf die Familien der Opfer und die Überlebenden bis zum heutigen Tag! Staisch führt uns die Entwicklung des Menschen Pommerenke in zermürbenden 50 Jahren Isolation und Bestrafung vor Augen. Er konnte selbst mit ihm sprechen und hat damit einen Verschütteten ans Tageslicht gebracht. Staisch vermag es, durch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen, dem Täter Pommerenke einen Teil der Menschenwürde zuzubilligen, die ihm zeitlebens im Gefängnis verwehrt wurde. Staisch suchte einen Täter und fand einen Menschen, der auch Opfer war. Ich: Fühle mich auf jeder Seite des Buches provoziert. Beim Lesen nistet sich ein Satz in meinem Kopf fest, den ich einfach nicht verscheuchen kann. Ein Satz, der alle Auflistungen Staischs in meinem Inneren überstrahlt. Die Listen über Besuche, Gespräche, Freigänge (18 in 49 Jahren) und die schrecklichen Verhältnisse der Haft („ein verschüttetes Leben“). Der Satz schreit mich an: ABER DIE OPFER SIND LEBENSLANG TOT! Die Schicksale derer, die den Weg des Serienmörders kreuzten verschwimmen zu Taten. Tatortskizzen und Gewaltbildern. Pommerenke erhält eine Identität im Buch, die den Opfern lebenslang verwehrt bleibt. Er erhält Besuch, der den Opfern lebenslang verwehrt bleibt und er wird Freigänger – den Opfern verwehrt. Verwehrt. Verwehrt. Die Mordopfer tauchen in Staischs Gliederung unter der Überschrift „Einwurf“ auf. Eingeworfen in das Leben eines Mörders und verworfen als Opfer. Die Provokation im Buch setzt Gedanken frei – lässt mich aufhorchen, wenn es um Aspekte der Sicherheitsverwahrung geht. Lässt mich tief durchatmen, wenn es um Diskussionen geht in denen Täter zu Opfern werden. Lässt mich böse werden, wenn ich daran denke, dass es in unserem Rechtsstaat möglich sein kann „verschüttet“ zu werden – gegen jeglichen Anspruch an alle Aspekte unseres Grundgesetzes. Aber es lässt mich auch verzweifeln im Gedanken, wie die Angehörigen der Opfer dieses Buch wohl empfinden. Ein mutiges Buch – ein nervenaufreibendes Buch – eines, das nicht aufhört zu wirken, nachdem man es gelesen hat. Eine Provokation in Reinkultur! Staisch hat diese Reaktion gezielt hervorgerufen! Das Buch ist wichtig – erstmals war es durch die Aufarbeitung aller Fakten einem renommierten Psychiater möglich, die Schuldfähigkeit Pommerenkes zu durchleuchten und zu dem Ergebnis zu kommen, dass er die Morde in “weitgehend schuldunfähigem Geisteszustand” begangen habe. Damals wurde er für voll schuldfähig erklärt! Das reine Wegsperren war der falscheste Weg – das war unwürdig! „Man hätte eine Therapie versuchen müssen…“ Schlussbemerkung: Ein Buch endet für mich mit dem letzten Satz des letzten Kapitels. Im Buch lasse ich mich gerne provozieren – im Buch lasse ich vieles gelten, was Grenzen überschreitet. Aber wenn ich das Buch verlasse, erwarte ich vom Provokateur eine Position zu seinem Handeln. Staisch hat in seinem Nachwort das Buch verlassen. Hier schreibt er nicht mehr als „Agent Provocateur“ sondern bedankt sich. Bei seiner Frau und seiner Familie. Bei Archiven für Unterstützung und guten Kaffee. Hier ist Thomas Alexander Staisch privat. Wenn aber dann der letzte Satz des Nachwortes lautet: „Ich danke Heinrich Pommerenke für sein Leben“ dann hat der Autor genau an dieser Stelle für mich den Bogen des Nachvollziehbaren überspannt. Dieser Satz macht mich sprachlos! Aber es scheint typisch für Thomas Alexander Staisch, den Schwung seiner aufrüttelnden Gedanken nicht im Buch enden zu lassen. Ende: Sind wir heute weiter als vor 50 Jahren? Haben uns Fußfesseln, Internet-Outing oder psychologische Gutachten und ein moderner Strafvollzug innerlich weitergebracht in unserer Hilflosigkeit gegenüber den Abgründen der menschlichen Psyche? Reagiert die Gesellschaft differenzierter, wenn dem Täter Opferaspekte zugebilligt werden? Ich wage dies zu bezweifeln. Staischs Buch ist ein wichtiger Beitrag in der zeitgemäßen Auseinandersetzung mit diesem Thema. Ein schonungsloses Buch… auch für den Leser. Provokation als Stilmittel – in diesem Fall ein gerechtfertigter Weg. Mit Ausnahme des Nachwortes vielleicht! Ein Nachwort: “Es war nicht human, ihn wegzusperren – es wäre nicht human gewesen, ihn freizulassen.” (Ein Freund Heinrich Pommerenkes)
  16. Cover des Buches Der ökologische Verfassungsstaat (ISBN: 9783518582695)
  17. Cover des Buches Aufklärung (ISBN: 9783499627675)
    Steffen Martus

    Aufklärung

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wir haben es hier mit einem detailliert beschriebenen Abbild einer Epoche zu tun, ohne die unsere Welt heutzutage anders aussehen würde.

    Der Autor Steffen Martus bringt seinen Lesern auf knapp 900 Seiten reinen Textes (der Rest auf die 1.040 Seiten sind ausführliche Anmerkungen, Literaturverzeichnis und Quellenangaben) ein rund 100 Jahre währendes Zeitalter näher.

    Das Buch ist in vier große Kapitel mit vielen Unterkapiteln gegliedert. Aussagekräftige Überschriften helfen den Inhalt zu sortieren.

    Das Zeitalter der Aufklärung erstreckt sich von ca. 1680 bis 1784. Sein Beginn liegt ungefähr in der Zeit als die Türken keine Bedrohung mehr darstellen und endet wenige Jahre vor der Französischen Revolution. Die Übergänge sind fließend, wie so häufig in der Geschichte. Bevor sich Martus den wirklich umfangreichen Details in Deutschland widmet, gibt es noch einen Blick über den Tellerrand hinaus.
    So erfahren wir, dass diese Epoche Janusgesichtig ist. Einerseits strebt man nach Frieden (siehe Türkenkriege, Religionskriege etc.) andererseits bricht man wegen vermeintlicher und echter Erbschaftsansprüche jede Menge Kriege vom Zaun (Spanischer Erbfolgekrieg, Siebenjähriger Krieg etc.). 
    Auch Aberglaube und Fortschrittsgedanke rittern um die Vorherrschaft. Selbst angesehene Denker gehen zum „Tischerl rücken“ und ähnlichen spiritistischen Sitzungen.

    Nur kurz zu den vier großen Kapiteln:

    Teil I 1680-1726: Die Anfänge der Aufklärung: „Im Fürstenstaat: die höfische Gesellschaft und ihre Projekte“, „In der Gelehrtenrepublik: die Universität als Staatsprogramm“, „Zwischen Stadt und Reich: Hamburger Patriotismus“.

    Hier hat mir besonders die aufmüpfige Haltung der Hansestadt Hamburg gefallen, die sich weder von den Dänen noch von den Habsburgern (als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) viel dreinreden lassen.

    Teil II 1721-1740: Aufklärung ohne Grenzen, darunter: „Der Fall Wolff“, „Die Art der heutigen Welt“, „Die Natur der Aufklärung“, „Weibliche Aufklärung“, „Die radikale Aufklärung des Buchmarkts“

    Hier erfahren wir einiges über den langsamen Wandel des Büchermarktes. Das Urheberrecht wird erst im Zuge der Französischen Revolution in Frankreich geschaffen, in England gibt es bereits einen Vorläufer, aber im Rest Europas sind die Schriftsteller von ihren Verlegern abhängig und es wird kopiert, was da Zeug hält, ohne auf das geistige Eigentum anderer zu achten.

    Ein wichtiger neuer Aspekt: „Frauen sind auch Menschen“ – Heureka! Ja, welch geniale Erkenntnis! Frauen wird literarisches Verständnis zugestanden, publizieren geht nur unter einem männlichen Pseudonym. Von höheren Schulen oder gar Universitäten sind sie nach wie ausgeschlossen.

    Teil III 1740-1763: Aufklärung im Widerstreit: „Politik für Newtonianer?“, „Jeder gegen Jeden“, „Scherzende und empfindsame Aufklärung“, „Strukturen der Empfindung“, darin „Demographie und Heiratsfurcht“, „Regieren mit Herz: Friedrich II. und Maria Theresia“, „Das ‚Spiel des Zufalls‘: der Siebenjährige Krieg“.

    Hier liegt der Fokus auf den unterschiedlichen Herrschertypen Friedrich II. und Maria Theresia. Beide regieren absolutistisch und nehmen den einen oder anderen Gedanken der Aufklärer in ihre Regierungsarbeit auf, aber nur so weit sie ihnen nützt.

    Teil IV 1763-1784: Das Ende eines „Zeitalters“?: „Zeitverwandte“, „Individualität der Aufklärung“, „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“

    Hier lässt Steffan Martus wieder Kant zu Wort kommen.

    Meine Meinung:

    Das Zeitalter der Aufklärung ist noch sehr weit weg von „Gleiches recht für Alle“. Nach wie vor haben nur der Niedere und Höhere Adel, der Klerus sowie in manchen Teilen des deutschen Reichs die Bürger Rechte. Die große Mehrheit der Bevölkerung wird als „Seele“ bezeichnet und nach Belieben von einem Herrschaftsgebiet in ein anderes verschoben. Das Individuum zählt nichts. Bauern, Handwerker und andere haben keine Rechte sondern nur Pflichten.

    Der Sohn Maria Theresias, Kaiser Joseph II. ist DER Herrscher des aufgeklärten Absolutismus. Er hebt alle Klöster auf, die sich nicht der Krankenpflege und/oder dem Unterricht widmen. Er zieht das Vermögen des Klerus ein und verordnet den „Klappsarg“. Viele seiner mit großer Ungeduld eingeführten Maßnahmen werden von seinem Bruder und Nachfolger Leopold II. wieder rückgängig gemacht.

    „Gleiches Recht für Alle“ wird es auch nach der blutigen Französischen Revolution nicht geben. Das berühmte „Liberté, Egalité, Fraternité“ gilt nur für Männer. Als Olympe de Gouges, eine Schriftstellerin und Frauenrechtlerin der Aufklärung, dieselben Rechte auch für die Frauen einfordert, wird sie wegen Hochverrats verhaftet und 1793 auf der Guillotine hingerichtet.

    Steffan Martus’ Werk ist sehr gut recherchiert und detailreich. Die philosophischen Ansichten der unterschiedlichen Vertreter sind gut herausgearbeitet. Allerdings muss man schon ein guter Kenner dieser Zeit sein, um dieses Buch mit wirklichem Genuss lesen zu können. Trotz der großen Detailgenauigkeit fehlen ein paar Seitenblicke wie auf Musik und Malerei, Wirtschaft (abseits des Büchermarktes) und die Gesellschaft außerhalb der gebildeten Schichten. Den hungernden Kleinbauern und den Tagelöhnern sind die philosophischen Ansichten und Geplänkel sicher egal, viel wichtiger ist es, die hungrigen Mäuler satt zu bekommen.

    Fazit:

    Ein tolles Sachbuch, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

  18. Cover des Buches Staatsrecht (ISBN: 9783789068010)
    Dieter Schmalz

    Staatsrecht

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Schmalz` Buch für Erstsemester (die in der Regel ja "Staatrecht 1" bzw. "Staatorganisationsrecht" durchnehmen), gut zu lesen mit vielen Fällen, die auch anschaulich besprochen werden, aber das Ganze bietet für den fortgeschrittenen Leser bzw. Examenskandidaten doch zu wenig weiterführende Hinweise. Ich vergebe deshalb 3-4 Punkte, für Studienanfänger ohne Weiteres zu empfehlen!
  19. Cover des Buches Europarecht (Jura kompakt) (ISBN: 9783406706493)
    Kai Purnhagen

    Europarecht (Jura kompakt)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Pornhagens Buch zum Europarecht empfiehlt sich für Quereinsteiger und Pflichtfachler, die einen schnellen und fundierten Überblick über die wichtigsten Eckpunkte des Europarechts wünschen. Die klassischen Entscheidungen wie "Cassis de Dijon" oder "Keck" werden selbstverständlich behandelt. Alles ist schön übersichtlich gestaltet, mit optisch abgesetzten Übersichten und Schemata, und mit Themen wie "Brexit" und den aktuellen wichtigen Politikern ist das Buch auch up to date. Für den schnellen Zugriff, und preislich auch sehr zu empfehlen.
  20. Zeige:
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