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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

kochen, blanvalet, liebe, lügen, familie

Hello Sunshine

Laura Dave , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734103537
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Sunshine MacKenzie lebt ihren Traum!
Sie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen wunderbaren Ehemann namens Danny, eine eigene YouTube Kochshow die ihr ein unbeschwertes Leben ermöglicht und sie begeistert Millionen von Menschen mit ihren Lifestyle Büchern.
Ein Leben, wie ein Traum!
Doch was passiert, wenn der 35 jährige Geburtstag völlig anders verläuft als geplant? Wenn plötzlich alles aus der Bahn gerät und nichts mehr so ist, wie es vor wenigen Minuten noch war?
Wenn dein Account gehackt wird und die Welt erfährt das du gelogen hast. Das deine Rezepte gar nicht von dir stammen, sondern einer anderen Feder entsprungen sind.
Ihre Fans sind empört und Sunshine sieht nur eine Möglichkeit, sie muss untertauchen, New York verlassen. Doch wohin? Ihr Weg fü0hrt sie zurück zu ihren Wurzeln, zu dem Küstenstädtchen aus dem sie einst geflohen ist, Montouk in East Hampton.
Wird sie sich hier selbst finden oder sind die Lügen stärker?


Wer ist Laura Dave?
Laura Dave hat bereits einige international erfolgreiche Romane veröffentlicht. Darüber hinaus schreibt sie für namhafte Zeitungen und Magazine, wie zum Beispiel The New York Times, Oprah Magazine und Glamour. Cosmopolitan kürte sie zur »Witzigsten und furchtlosesten Erzählerin des Jahres«.


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Wie hat mir das Buch gefallen?
Es ist bereits ein paar Tage her, dass ich das Buch rund um Sunshine MacKenzie ausgelesen habe und es hat mich in meinen Gedanken nicht mehr losgelassen. Es hat etwas in mir bewegt und mich dazu gebracht immer wieder über dieses Buch, seine Geschichte und was es uns als Leser mit auf den Weg geben will nachzudenken.
Schon komisch, denn eigentlich war meine Erwartungshaltung, als ich mit diesem Buch begonnen habe, eine völlig andere. Ich dachte ein Buch, welches auf eine lockere flockige Art, den Sommer einleitet, eines was ein wenig vom Alltag ablenkt und vielleicht ein wenig Romantik mit sich bringt um das Herz schmelzen zu lassen. Doch, was dieses Buch erreicht hat, war vorher nicht absehbar, denn dem Genre Liebesroman wird dieses Buch nicht zu 100% gerecht.
Laura Dave entführt uns als Leser in eine Welt, die mittlerweile für viele normal ist. Vom YouTuber zum Star. Sozusagen von Zero to Hero! Plötzlich hat man Millionen Follower, die über einen alles wissen, die Fans sind, alles verfolgen was man tut und macht, einem nacheifern und stets Kommentare unter den Videos hinterlassen. Man wird von jetzt auf gleich zu einem gläsernen Menschen, einem Mensch der ungewollt alles von sich preisgibt, und sei es noch so privat. Sei es bewusst, sei es unbewusst oder etwa doch geplant? Ist man bereit sein wahres Ich nach außen zu kehren oder baut man sich seine Karriere auf Lügen auf?
Wir lernen dank Laura Dave die Welt von Sunshine McKenzie kennen. Sie hat alles was man sich nur vorstellen kann. Einen eigenen, mehr als erfolgreichen YouTube Kanal, auf dem sie ihre originellen Rezepte präsentiert, mehrere herausgegebene Lifestyle Bücher, einen weiteren Vertrag in der Tasche für eine eigene Fernsehshow. Zudem den besten Mann an der Seite, denn man sich nur vorstellen kann, der nicht minder erfolgreich ist als Architekt und seine Frau enorm unterstützt. Sunshine ist eine selbstbewusste junge Frau, sie treibt mit Hilfe eines Agenten ihre Karriere voran und oftmals ist alles minutiös geplant und durchgetaktet. Sie ist ein offener Mensch, jemand dem sein eigener Kopf, seine eigenen Gedanken wichtig sind. Sie braucht Stabilität um sich wohl zu fühlen und vor allem braucht sie Danny, ihren Mann. Er ist die stabile Konstante in ihrem gesamten Dasein, genauso wie die neue gemeinsame Wohnung als Rückzugsort. Sunny ist eine natürliche Person, jemand der das nette Mädchen von nebenan verkörpert, eine Person zum Pferde stehlen. Ist dies ihr Erfolgsrezept?
Sunshine steht als Protagonistin angefochten im Vordergrund der Erzählung, denn Laura Dave hat die Geschichte aus der ICH Perspektive von Sunshine geschrieben und lässt den Leser somit an den Gedanken und Handlungen von ihr teilhaben. Es ist oftmals so, als sei man Sunshine selbst, als sehe man Situationen aus ihrem Blickwinkel und kann vieles intensiver nachempfinden und nachspüren. Sie bleibt als Protagonistin dadurch nicht unantastbar, sondern wird greifbar und zum Leben erweckt.
Sunshine steht mit ihrem gesamten Leben in der Öffentlichkeit und wird Opfer eines Hackerangriffs auf ihre Accounts. Jemand bezichtigt sie des Verrats, der öffentliche Lügen und deckt noch viel mehr auf. Der Leser erfährt in diesem Zuge die wahre Geschichte, wie alles begann. Wie das erste Video gedreht wurde, wie Sunshine zum kochen gekommen ist, wie das erste Video online ging… und all das war eine Lüge. Die Wahrheit folgt und zum ersten Mal, wird dem Leser bewusst, was sich noch alles hinter dieser kleinen Lüge auftürmt. Welcher Berg dort einzustürzen droht!
Sie flüchtet daher in ihre Geburtsstadt, Montouk. Dort will sie neuen Fuß fassen, sich von der öffentlichen Demütigung erholen und einen Plan entwickeln, wie es weiter gehen soll. Der Leser wird Zeuge, ihrer Transformation. Wie sie sich wandelt, wie sie Pläne schmiedet, Entscheidungen trifft und wieder verwirft, neue Pläne erstellt und umsetzt und sich ihren Ängsten stellt. Der Angst selbst eine Familie zu gründen und gleichzeitig die Angst vor Zurückweisung ihrer eigenen Familie.
Laura Dave hat eine wunderbare Geschichte rund um Sunshine MacKenzies Familie entwickelt. Eine kleine aber feine Geschichte, die oftmals der Schlüssel für viele Probleme und Handlungen in der Vergangenheit gewesen ist. Eine Schwester namens Rain, mit ihrer kleinen hochbegabten Tochter Sammy, einem leicht stinkenden Fischer namens Ethan und einem Chefkoch mit dem einfachen Namen Z. Sie alle werden Bestandteil des Buches und bilden einen tollen Cast rund um Sunshine. Jeder Protagonist steuert ein wenig zum gesamten Puzzle bei und unterstützt mit seinem Sein, das Happy End. Oder wie ich es eher nennen würde, ein überraschendes Ende. Wir erfahren etwas über die Familiengeschichte über die Streiterin zwischen den Schwestern und warum Rain, lieber ihr Leben lebt, als mit Sunshine zu tauschen. Auch das Rätsel um die Kuriosen Namen wird aufgedeckt.
Das Buch spielt in zwei Städten. Einmal in New York City, einer schrillen Stadt, die niemals schläft in der nur das Leben tobt. Eine Stadt die der Place to be ist, um jemand zu werden und Geschichte zu schreiben. Man merkt die Hektik, man merkt das unpersönliche und oberflächliche. Den Kontrast dazu bildet der kleine Küstenstädtchen Montouk, in den East Hamptons… ja, man kann anscheint von dort kommen und nicht nur der Urlaub verbringen. Es ist eine Flucht von Sunshine, eine… die sie auf den Boden der Tatsachen zurück holt, die ihr Leben von jetzt auf gleich entschleunigt und es ihr ermöglicht zur Realität zurück zu finden. Sie wird geerdet. Der Leser selbst merkt den Unterschied zwischen den beiden Lebensstilen sehr deutliche, denn die Protagonisten unterscheiden sich innerhalb der beiden Städte sehr stark voneinander und zeichnen somit die Wandlung von Sunshine nach. Ruhig, besonnen, ehrlich… gegen Schrill, gehetzt, Fassade!
Ich habe mich in den Schreibstil von Laura Dave verliebt. Denn er ist locker, flüssig, spritzig, ein wenig witzig und wunderbar gradlinig zu lesen. Sie umschreibt vieles mit grandios gewählten Adjektiven, lässt Bilder im Kopf des Lesers entsteht und entführt ihn auf eine Reise. Eine Reise, die mit Lügen begann und mit etwas anderem, der Wahrheit endet.
Ein Buch, welches es geschafft hat, mich auf eine falsche Fährte zu locken um dem Hacker hinterher zu jagen. Mir als Leser glauben zu machen, es liege auf der Hand, wer so handelt um Sunshine zu zerstören. Laura Dave hat bewusst den Leser in diesem Glauben gelassen und gekonnt mit dieser Theorie spielt. Aufgedeckt, wird es…. Relativ zum Schluss… und sehr überraschend!
Mein Fazit: Ein Buch welches mich sehr überrascht und nachdenklich gemacht hat. Als Blogger, Influencer oder YouTuber ist man präsent, man offenbart einen Teil seines Lebens. Gibt man aber immer die Wahrheit preis oder ist alles nur Fassade und gelogen? Wenn man sein Leben auf Lügen aufbaut, kann es passieren, dass irgendwann dieses Kartenhaus zusammen fällt. Das alles was man bis dato erreicht hat weg ist und jemand anderes, die Konkurrenz sofort davon profitiert. Das man von jetzt auf gleich zu einem niemand wird. All dies lernen wir aus diesem Buch. Den absoluten Ruhm, der tiefe Fall, das sich freistrampeln um an die Oberfläche zu kommen und zu retten was zu retten ist und das Erlernen von Umdenken und was wirklich wichtig ist zu erfahren, was Familie bedeutet und die Wahrheit. Nicht alles was glänzt ist aus Gold, es ist immer nur wichtig sich selber treu zu glauben.
Ein Buch, was den Zahn der Zeit trifft, denn ich glaube fest daran, dass uns bewusst heutzutage viel vorgemacht wird, nicht mehr alles authentisch und echt ist. Das die mediale Welt dafür sorgt, dass uns viele Sunshines begegnen, viele die wir toll finden und nacheifern, weil wir so sein wollen wie sie. Doch jagen wir vielleicht einer Lüge hinterher? Wer weiß…
Laura Dave bringt es gekonnt auf den Punkt und entführt den Leser in eine Parallelwelt eine die vielen fremd ist, eine die man vielleicht auch gar nicht am eigenen Leibe kennenlernen möchte, die wir aber dank Sunshine erfahren. Das Gute wie das Böse, das Glamouröse bis hin zum Müll. Eine Welt, die uns danach nicht mehr fremd erscheint, aber erschreckend und anders.
Dieses Buch regt zum Nachdenken an, versüßt dennoch die Zeit mit einer liebevollen, herzlichen Protagonistin und macht süchtig. Man kann nicht anders, als es zu lesen, zu verschlingen und mit zu fiebern. Das Buch macht demütig und dankbar! Es regt an, über vieles nachzudenken und zu reflektieren… und die Liebe, sie kommt nicht zu kurz, aber sie steht nicht im Fokus!
Daher vergebe ich grandiose 5 von 5 Herzen.
Für mich ein Buch, welches wunderbar in jede Urlaubstasche passt. Welches einen Strandtag begleitet oder die Nacht versüßt.
Lasst euch darauf ein und taucht ein, in eine Welt aus Lüge und Realitätsverlust. Eine Welt, die oftmals zu Real erscheint und zu greifbar, als das man denken könnte, sie sei erfunden und erlogen.
XoXo
Maren

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liebe, ex-cop, wohlfühlroman, roman, erotik

Irgendwas mit Liebe

Jana Herbst
Flexibler Einband: 394 Seiten
Erschienen bei Feelings , 01.12.2017
ISBN 9783426216446
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Mal beginne ich ein wenig anders, und zäume das Pferd von hinten auf.
Wer die Bücher von Jana Herbst gelesen hat, wird bei diesem einen großen Unterschied feststellen. Einer, der mir als Leser sofort ins Auge gesprungen ist. Ihre Art und Weise des Schreibens hat sich massiv verändert. Während die ersten beiden Bücher, sehr locker und flapsig waren, halten wir nun ein Buch in den Händen bei dem jeder Satz wohl überlegt ist. Denn wir haben hier eine Mischung aus Witz, Humor und Ernsthaftigkeit gepaart mit Spannung vor uns. Eine Mischung, die nicht ganz einfach ist, aber hervorragend umgesetzt wurde. Ihr Schreibstil ist locker, flockig wenn es um etwas heiteres, etwas zum Lachen geht, etwas was die Mundwinkel und das Herz zum Schmunzeln bringt aber dann auch wieder klar, prägnant und präzise wenn die Ernsthaftigkeit der Geschichte zum Tragen kommt und die Spannung zunimmt. Eine explosive Mischung, die dem Leser einen großen Lesespaß garantiert und für Abwechslung sorgt. Ich mag diesen Stil, denn er sorgt für Überraschungen und ist dadurch nicht eintönig sondern einzigartig und zeigt gleichzeitig, wie sehr sich Jana weiterentwickelt hat.
Jana hat eine ganz eigene Art von Humor, den sie in ihre Geschichte einfließen lässt. Sie erzählt keine Witze, sondern bindet Szenarien so ein, dass man sich an den Kopf fasst und denkt, wie kommt man als Autor auf solch strange Gedanken, Irrungen und Verwirrungen. (Hier verrate ich nicht mehr, dass müsst ihr selber lesen und ihr werdet schnell die Szenen und Paarungen finden, die ich meine!) Sie verzichtet gänzlich auf verschachtelte Sätze, sondern entführt den Leser direkt in ihre Welt. In die Welt von Louisa und Iljas. Von zwei Protagonisten die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Die Hauptprotagonistin Louisa Elmas wuchs in einer Kommune auf. Dort hat sie sich immer fehl am Platz gefühlt und konnte mit dem ganzen Lebenswandel der Menschen dort nicht viel anfangen. Daher hat sie sich ein Hobby gesucht, welches sie inspiriert, der Natur näher bringt und für einen Ausgleich in ihrem Leben sorgt. Ihren geheimen Ruhepol. Hier verrate ich nicht mehr! Denn sonst würde ich Spoilern! Dieses Hobby, so sei verraten ist ein Schlüssel für einige Abhandlungen in dieser Geschichte. Dennoch…pssst! Louisa wäre nicht Louisa, wenn das Aufwachsen in der Kommune keine Spuren hinterlassen hätte. Ihre Sucht nach Süßigkeiten, nach allem was süß ist, nach Kaffee, nach Designersachen und nach einer eigenen Wohnung. Sie lebt ihre Laster aus und geht offen mit diesen um. Louisa ist sehr straight, taff in ihrem Beruf, hat einen großen Gerechtigkeitssinn und sieht sich als letzte Instanz vor dem Gefängnis und kämpft für jeden einzelnen Mandanten bis aufs Blut, hat in den Jahren das Lachen verlernt und lebt eigentlich nur noch dafür, Partnerin in der Kanzlei zu werden. Sie fokussiert ihr Ziel und lässt dieses nicht aus den Augen. Trotz alledem, habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen, denn sie ist von ihrer Art ein wahrer Schatz und wäre eine großartige Freundin. Sie ist anders, sie ist reifer und dieses anders ist sehr gut. Sie ist eine Frau, die mitten im Leben steht, eine die nicht so schnell klein zukriegen und die weiß, was sie will!
Neben Louisa ist Iljas Rick der männliche Hauptprotagonist. Ein ehemaliger Polizist, der aufgrund einer Situation in seiner Vergangenheit dem Beamtentum den Rücken gekehrt hat und nun als YouTuber sein Geld verdient. Er dreht Videos, in denen er seinen Followern zeigt wie sie sich verteidigen können. Iljas verdient damit richtig gutes Geld, richtig gut… wenn ihr versteht was ich meine! Er hat unendlich viele Follower und diese lieben seine ruhige besonnene Art, seine Präzision und sein Geschick. Er ist eine Statur von Mann, durch und durch trainiert und ein Verfechter von allem Süßen. Nur gesundes kommt auf seinen Tisch. Was aber viel schlimmer ist, mit kleinen Strafverteidigerinnen kann er überhaupt nichts anfangen, denn diese haben seinen Job bei der Polizei doppelt so schwer gemacht und waren am Ende einer der Auslöser, warum er diesen Beruf nicht mehr ausüben wollte.
So unterschiedlich die beiden auf den ersten Blick zu sein scheinen, so gut ergänzen sich die beiden. Sie können definitiv nicht miteinander, aber anscheint auch nicht ohne einander. Denn Luisa weckt Gefühle in Iljas, die er so vorher noch nicht kannte und Iljas, bringt Louisa zum Lachen. Doch, ob die beiden wie Magneten zueinander finden oder sich doch abstoßen muss ich leider offenlassen.
Iljas muss sich mit seiner Vergangenheit beschäftigen und auseinander setzen, während Louisa es zulassen muss, nicht immer und stets perfekt zu sein. Einfach die Seele baumeln zu lassen und nicht an den nächsten Gerichtstermin zu denken oder wieder in der Notaufnahme zu landen, weil die beiden missgeschicklich aneinander geraten sind. Es knistert ganz zart zwischen ihnen und es baut sich eine kleine leichte Brise von sexueller Irritation auf. Wobei aus der Irritation sehr schnell Erotik wird, die Jana Herbst wirklich gut umsetzt und den Leser zu einem stillen Beobachter dieser Szenen macht. Die Erotik Szenen runden das Gesamtbild um die beiden Protagonisten ab und unterstreichen noch einmal die Anziehung, die die beiden füreinander spüren und empfinden.
Neben den beiden gibt es noch weitere tolle und liebevoll entwickelte Protagonisten. Jeder von ihnen hat seine ganz eigene kleine Geschichte, die der Leser während des Buches kennenlernt und vieles dadurch besser versteht und das eine oder andere kleine Puzzleteil an seinen Platz fällt. Die Geschichte wird dadurch rund und erhält mehr Tiefe.
Jana Herbst, legt für dieses Buch ein Thema zugrunde, was top aktuell ist. Der Übergriff auf Frauen, die ausgeraubt oder tätlich angegriffen werden. Ihre daraus resultierende Angst und die Frage nach dem, wie kann ich mich als Frau selber schützen. Was muss ich tun um mich selbst sicher zu fühlen und nicht als ewiges Opfer zu enden? Sie hat dies sehr gut in ihrem Buch transportiert und den idealsten Weg gewählt, ein Kurs in Selbstverteidigung. Etwas, dass nicht abwegig ist sondern, in so einem Moment auf der Hand liegt. Doch, wenn aus einem einfachen Raub, plötzlich Stalking wird. Eine Bedrohung und wenn der ganze Alltag ins Wanken gerät und nichts mehr so ist, wie es vorher war. Was dann?
Es zeigt, wie viele Menschen auf soziale Medien zurückgreifen um sich verteidigen zu können, um sich sicher zu fühlen und sich in einem Kurs nicht öffentlich als Opfer outen zu müssen. Sie können anonym bleiben und von dem Wissen anderer profitieren.
Diese beiden Themen verknüpft Jana Herbst miteinander und schafft es, eine Story zu enzwickeln, die witzig und spritzig ist, die zum Nachdenken anregt, die von einem auf den anderen Moment von todernst zu hysterischem Lachanfall wechselt. Spannung ist zusätzlich garantiert. Wobei die Spannung nicht gänzlich aufrechterhalten wird, immer mal wieder abflacht und dann erneut zum Leben erweckt wird und noch ein Stückchen mehr die Leiter empor klettert. Bis zum Schluss habe ich gerätselt und hatte die unterschiedlichsten Personen in Verdacht, aber … wer wirklich dahinter steckt, darauf wäre ich nie gekommen. Verraten hier, … nein!
Mein Fazit: Ein Buch, welches eine Frau einfach lieben muss. Vor allem wenn ihnen noch ein Christan Grey, ein Dumbledore, ein Regenbogen und ein Arschtreter höchst persönlich begegnet. Spätestens da, muss man einfach lachen, sich den Bauch halten, mit Louisa Kuchen essen, mit Iljas direkt ein schlechtes Gewissen bekommen und feststellen, man hat sich ein kleines bisschen verliebt… ein klitzekleines bisschen. In seinen Humor, in seine Muskeln, in sein… einfach alles! Da lässt man sich dann auch gerne mal in die Notaufnahme bringen, wenn das Training nicht so funktioniert hat.
Von daher gibt es heimlich verliebte 5 von 5 Herzen.
Ein wunderbares und wirklich sehr zu empfehlendes Buch! Eines was den Tag versüßt… was die Nächste zu kurz werden lässt und was unter jedem Weihnachtsbaum liegen sollte.

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Loewe Lernkrimis - Die Spur führt zum Kellerfenster / Das Monster im Schulkeller

Annette Neubauer , Christiane Wittenburg , Hans-Günther Döring
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785588345
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Paperback. Eines im wirklich guten und handlichen Format, was sich auch mal schnell in die Tasche stecken lässt um Unterwegs zum Einsatz zu kommen. Es ist etwas größer als DIN A 5.
Dies hat mir sehr gut gefallen und meinem Sohn ganz besonders. Denn er hat festgestellt, die meisten Bücher der Großen sind nicht mit so einem „dicken“ Umschlag versehen, sondern haben einfach einen aus Papier. Das hat ihn richtig Stolz gemacht.
Das Buch selber besteht aus zwei Geschichten.
Die einzelnen Geschichten umfassen ca. 35 Seiten, gepaart mit Rätseln und Aufgaben die gelöst werden müssen.
Die Schrift ist relativ groß gewählt, so dass auch ein Leseanfänger mit über die Schulter schauen und die ersten erlernten Buchstaben selber finden und erkennen kann.
Die einzelne Geschichte selber, wird immer auf der linken Seite erzählt, während auf der rechten Seite direkt eine Aufgabe dazu gestellt wird. In dieser ist manchmal sogar ein weiterer Hinweis versteckt. Dadurch wird ein Anreiz geboten, das Rätsel zu lösen um weiter zu erfahren, was es mit der Geschichte auf sich hat. Schließlich will man dem Dieb auf die Spur kommen bzw. den Hamster finden.
Die zu lösenden Aufgaben, sind dem Fach Deutsch zuzuschreiben und ermutigen das Kind auf jeden Fall am Ball zu bleiben und beim lesen aufmerksam zuzuhören. Es finden Wiederholungen des Vorgelesenen statt, gleichzeitig wird aber auch das lesen von Erstlesern gefördert und die Konzentrationsfähigkeit verstärkt unterstützt.
Sehr ansprechend sind die Illustration in dem Buch, die haben meinem Sohn besonders gut gefallen. Aufgrund dieser, konnte er selber als Erstleser mit gerade einmal 5 Buchstaben das eine oder andere Rätsel lösen und so ein weiteres Indiz sammeln. Dies hat ihn mächtig stolz gemacht.
Die beiden Geschichten sind absolut kindgerecht, kniffelig zu lösen und auch ein klitzekleines bisschen spannend.
Die Lösungen, welche gesammelt, können auf den letzten Seiten im Buch in eine große Lösungsseite eingetragen werden. Durch die einzelnen Buchstaben erlangt man ganz zum Schluss den Lösungssatz und erhält somit das Ergebnis seiner mühsamen Indiziensuche.
Für uns Eltern gibt es noch einen separaten Lösungsteil. Denn, ich gestehe bei manchen Rätseln musste auch ich schwer überlegen.
Ein Buch, welches ich wirklich sehr schön finde, da es zwei Dinge miteinander kombiniert. Das lesen lernen und gleichzeitig können spielerisch Rätsel gelöst werden, die gerade erlerntes abfragen. Was ich allerdings bemängeln muss, ich persönlich finde die Gruppierung 1. Klasse relativ früh, für das was dort abverlangt wird an Aufgaben. Manche konnte mein Sohn nur mit viel Hilfe lösen und Wörter lesen war noch gar nicht möglich.
Damit die Lust nicht ganz verloren geht, wäre wahrscheinlich ein Einstieg bei Klasse 2 optimaler, da die Kinder dann schneller ihren persönlichen Erfolg sehen.
Daher vergebe ich nur 3 von 5 Herzen, da manche Aufgaben eher frustriert haben, als Freude zu bereiten!

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florenz, krimi, amore mortale, mord, ebook

Amore mortale: Kriminalroman (Florentinische Morde 2) (German Edition)

Beate Boeker
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 06.11.2017
ISBN 9783958191341
Genre: Humor

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Was soll ich sagen… Beate hat mich wunderbar durch meine Weihnachtszeit begleitet und es einfach gigantisch. Ich habe den letzten Satz des Buches am Heiligabend gelesen und es war sehr passend. Mehr will ich nicht verraten…
Wir treffen in diesem Buch auf Altbekannte. Jeder Leser von Band 1 „Hochzeitstorte mit Todesfall“ wird sich an die überaus sympathische Carlina erinnern. Eine im Leben stehende florentinische Frau, mit einem kleinen Hang zu Leoparden Prints, Katzenaugen in denen sich so mancher Mann verliert, ihrem eigenen Dessousgeschäft Temptation und einer aberwitzigen Familie.
Ich sage mal so, mit dieser Familie will man nicht gesegnet sein, außer man kann über den Dingen stehen. Eine Familie zum knutschen, zum Schämen aber leider auch zum lieb haben. Wo man sich sicher sein kann, egal wo einer von Ihnen auftaucht, herrscht Chaos! Das findet auch ziemlich schnell Commissario Stefano Garini heraus. Der gutaussehende Commissario, der zufällig immer wieder Carlina über den Weg läuft. Ja, es knistert zwischen den Beiden. Aber wer glaubt, dass es ein happy End geben wird, hat noch ein wenig verfehlt. Denn Beate stellt nicht die Turtelei und Liebelei der beiden in den Vordergrund, sondern ganz klar den Mord. Das Beisammensein, das umeinander herum tänzeln ist Nebenschauplatz, der aber für das richtige „Amore“ sorgt, das Herz ein wenig zum Schmelzen bringt und man als Leser einfach hofft, dass die beiden zueinander finden. Aber… kommt Zeit, kommt vielleicht das ersehnte Happy End, oder auch nicht… oder doch?!
Wieder einmal passiert ein Mord. Ausgerechnet an dem Casanova Trevor Accanto, der ein Stammgast in Carlinas Geschäft ist und dort für seine Affären Unterwäsche kauft. Ausgerechnet mit einer Strumpfhose aus Carlinas Geschäft wurde er ermordet. Natürlich schlagen alle Alarmglocken bei Garini an, denn Carlina ist die Hauptverdächtige. Doch was passiert, wenn außer Carlina noch viele andere Frauen in Frage kommen, denn Trevor war recht umtriebig in Florenz und hat sich die Weihnachtszeit immer mit einer neuen Frau an seiner Seite versüßt. Könnte nicht auch eine von denen die Mörderin sein und alles nur so aussehen lassen, als sei Carlina schuldig?
Ein verworrenes Spiel beginnt.
Wir lernen Trevor, der wirklich smart ist ebenfalls kurz „persönlich“ kennen. Im Laufe des Buches wandelt sich das Bild von ihm ein wenig. Denn aus dem Casanova wird ein Mann, der ziemlich alleine gelebt hat, zurückgezogen, ohne Freunde… anders als er dies in Florenz mit den schönsten Frauen ausgelebt hat. Trevor wird zum Sinnbild von „Der erste Schein trügt, denn er ist anders als man glaubt!“ Ich finde dies sehr passend, denn sein wirkliches Leben ist ein völlig anderes, als er zur Schau stellt. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum seine Affären stets nur über Weihnachten andauern und er keine der Damen jemals in die USA einlädt, wo er wirklich lebt. Er trennt sein Leben strickt und spielt in Florenz allen einen Mann vor, den es nicht gibt. Ein Schein- Casanova wie er im Buche steht.
Das Spiel welches sich nun um den Mord an Trevor Accanto dreht, gipfelt in einem zweiten Mord. Einem brutalen, genauso Hinterrücks und Feige wie bei Trevor. Die Schlingen um Carlina ziehen sich immer mehr zu. Denn auch den zweiten Toten kennt sie nur zu gut.
Eine Story, unendlich spannend, ein wenig verworren und verzwickt, ein wenig chaotisch aber sehr plausibel und in ihrer Darbietung und Ablaufhandlung sehr schlüssig. Für mich bleiben keine Fragen offen und in meinen Augen wurden alle wichtigen Puzzleteile an den rechten Platz gerückt und somit zu einem Ganzen zusammengefügt um am Ende den/ die Mörderin zu fassen und zu finden. Beate Boeker hat es mal wieder geschafft mich trotz aller Indizien auf die falsche Fährte zu locken. Lange hatte ich jemand anderen in Verdacht, im ersten Moment sogar Carlina, dann wieder verworfen und dann doch wieder hervorgekramt. Für den Leser sehr angenehm, immer etwas zum Nachdenken und nachgrübeln zu haben. Die kleinen Brotkrumen, die Beate im Buch verstreut, aufzupicken und zusammen zu tragen. Selbst zu überlegen, ob man etwas überlesen hat und dann am Ende überrumpelt und überrascht zu sein, was aufgedeckt wird.
Den Schreibstil von Beate mag ich sehr. Er ist simpel, einfach, gradlinig, aber auch anschaulich und wunderbar umschreibend. Man bekommt als Leser eine Vorstellung, kann sich in die einzelnen Situationen hineinversetzen, entwickelt sein eigenes Bild von den einzelnen Protagonisten und verliebt sich Stückchen um Stückchen in diese wunderbaren Figuren und die Stadt Florenz.

Mein Fazit:
Jedes Mal wenn ich eines von Beates Büchern zur Hand nehme, bin ich als Leser nicht nur dabei, sondern mittendrin. Eine wunderbare Gabe und ein tolles Ziel, als Autor dies zu erreichen. Sie erweckt eine Leidenschaft, einen Drang das Buch möglichst schnell zu Ende lesen zu wollen, mit zu fiebern wer es den nun war, die zarten Bande von Stefano und Carlina zu verfolgen und einfach in das Geschehen einzutauchen. Ein Teil dieser chaotischen Familie zu sein, mit am Tisch zu sitzen, über alles zu lachen oder verschämt wegzuschauen. Für mich ein Buch, welches wunderbar in die jetzige Jahreszeit passt, da es einfach heimelig ist, einlädt zum Verweilen und zum Schmökern. Eines was man nicht aus der Hand legen mag, weil er fesselt, bindet und weil man sich stückchenweise in die Story und ihre Hauptdarsteller verliebt.
Daher vergebe ich gerne 5 von 5 Herzen!
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Dieser ist, soweit ich weiß gerade in der deutschen Übersetzung. Wer so lange nicht warten mag, kann schon jetzt auf den amerikanischen zurückgreifen und vorweg lesen, wie es mit Stefano, Carlina und ihrer leicht chaotischen Familie weitergeht.
Mal schauen… ob Florenz nicht in den nächsten Jahren auf meiner Reiseagenda auftaucht und ich den Spuren von Carlina folge.
XoXo Maren

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fantasy, wanderer, kunst, sand der zeit, schule

Wanderer - Sand der Zeit

Amelie Murmann
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.07.2014
ISBN 9783646600667
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

national geographics

Yukon

Joey Kelly , Till Lindemann , Dieter Kreutzkamp , Thomas Stachelhaus
Fester Einband
Erschienen bei National Geographic Deutschland, 02.10.2017
ISBN 9783866906402
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch ist wahrlich kein Leichtgewicht. Mit seinen knapp 2,5 kg liegt es schon etwas schwerer in den Händen. Daher bietet es sich an, sich ein bequemes Plätzchen zu suchen, das Buch vor sich hinzulegen und langsam und genüsslich zu genießen.
Alleine der Erste Eindruck, vermittelt dem Betrachter des Buches, das es sich nicht einfach um einen x-beliebigen Bildband handelt, sondern um ein wirklich hochwertiges und aufwendig gestaltetes Buch. Das Buchcover zeigt die beiden Hauptprotagonisten und ist ein Fotodruck in sehr detailreicher und hochauflösender Form. Die goldenen Lettern fallen einem direkt ins Auge. Der Schriftzug mit dem Titel ist in einem Reliefdruck gehalten und die Haptik des Buches ist unwahrscheinlich gut. Alleine das drüber fahren mit den Fingern über das Wort „Yukon“ lässt jeden Haptiker in Verzückung fallen.
Dem Betrachter wird auf den ersten Seiten des Buches, grafische Ausschnitte zweier Karten gezeigt, in denen der Teil des Yukon markiert ist, dem sich die beiden Protagonisten gewidmet und bezwungen haben. Dadurch lässt sich besser nachvollziehen wohin ging die Reise und die einzelnen Fotos haben eine noch stärkere Bedeutung erlangt, nachdem sichtbar wurde, welche Gebiete und Länder sie durchquert haben.
Die meisten der Bilder sind doppelseitig gedruckt, in einer wahnsinnig guten Qualität. Man kann bei längerer Betrachtung der Fotos, unwahrscheinlich viele kleine Details sehen und auch Dinge auf Fotos entdecken, die beim ersten schnellen schauen nicht direkt ins Auge fallen.
Die Fotos zeigen eine unendlich Weite, strahlen eine wahnsinnige Gelassenheit aus und lassen den Betrachter dennoch spüren, dass diese Wildnis die auf uns so wahnsinnig ruhig daherkommt, harter Kampf sein muss. Man kann oftmals die Kälte und die unendliche Einsamkeit spüren.
Man sieht Bilder von Joey Kelly, nachdenklich sitzend, während hinter ihm eine weite von Nichts ist. Irgendwo mitten im Nirgendwo. Bilder von Till Lindemann, wie er Gedanken niederschreibt, Gedichte verfasst und man an seinem Gesicht ablesen kann, dass er ganz tief in sich selber ruht und eine Ruhe ausstrahlt, die zu der gesamten Umgebung passt.
Ein Teil dieser Gedichte, ist in dem Bildband verarbeitet. Beim durchstöbern stößt man immer mal wieder auf eines davon. Gelesen habe ich sie alle… und sie sind, was ich niemals gedacht hätte, sehr gut. Sie zeigen mir eine völlig andere Seite von Till. Nicht die, die ich sonst als Rammstein Frontman wahrnehme, sondern eine gefühlvolle, nachdenkliche Seite, die ich ihm nie zugetraut hätte.
Die Kombination der beiden Männer finde ich sehr interessant. Für mich, der softe Joey Kelly gegen den Knallharten Till Lindemann. Eine hochexplosive Männerfreundschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Können diese beiden Männer ein gemeinsames Abenteuer bestehen und daraus einen grandiosen Bildband machen?! Ja, das können sie. Till Lindemann, der provozierende ins Mikrofon schreiende Sänger gegen Joey Kelly den Extremsportler? Hart gegen zart! Oder vertut man sich anfänglich mit diesem Gedanken?
Auch hier, ein dickes Ja! Denn eigentlich ist Till der eher zartere der Beiden, denn er wäre planlos auf den Trip gegangen, gäbe es da nicht Joey den Harten, der alles durchgeplant hat. Dies erfährt man aber nur im Interview. Leider gibt es in dem Bildband kein Inhaltsverzeichnis, so dass das Interview gesucht werden muss. Das Suchen lohnt sich, denn ich finde dieses Interview toll, da man die beiden Helden in dem Buch noch etwas besser kennenlernt und versteht, wer welchen Part in diesem Abenteuer bekleidet hat. Warum ein Till Lindemann, der vermeintlich Harte, zum Softie wird und die Duracell Batterie bei Joey Kelly einfach kein Ende findet. Dieses Interview ergänzt wunderbar das ganze Buch und macht die Bilder noch greifbarer und haucht jedem einzelnen davon Leben ein.
Auf den letzten Seiten des Buches, findet man zusätzlich noch ein Portrait über den Fluss Yukon. Es hat mir sehr gut gefallen und ergänzt das Buch. Mit diesem mehrseitigen berichtet vervollständigt sich das Ganze und man kann als Betrachter noch stärker die Bilder nachvollziehen und in das Abenteuer eintauchen.
Mein Fazit: Ein Buch, welches beim Betrachten Fernweh und Sehnsucht hervorruft. Eine Sehnsucht nach der freien unendlichen Natur. Nach Wochen voller Ruhe und Gelassenheit, nach dem Gefühl, einfach Mensch zu sein. Ohne Zwänge, ohne Druck und ohne den unnötigen Stress den sich ein jeder macht. Dieses Buch hat die Magie, für Stunden wegtauchen zu können und die Bilder in sich aufzusaugen.
Von daher vergebe ich für diesen Bildband 5 von 5 Herzen.
Ein tolles Geschenk für alle Fans von Joey und Till und natürlich für jeden der einfach gerne einmal abtauchen möchte und die Unendlichkeit des Seins spüren will.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

loewe verlag, vorlesebuch, kinderbuch, vorlesen, illustrationen

Villa Wunderbar - Ein Waschbär zieht ein

Linnea Svensson , Nikolai Renger
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785585146
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Dieses Rezensionsexemplar hat mich ganz besonders gefreut, denn schon lange hatte ich kein Buch mehr in der Hand, was sich so wunderbar zum Vorlesen und gemeinsamen Kuschelstunden auf der Couch geeignet hat wie dieses.

Das Buch ist im Din A5 Format gehalten und liegt sehr gut in der Hand. Die Seiten sind ein wenig dicker vom Papier, was ein langes Lesevergnügen garantiert, da sie doch robuster gegen das ständige Umblättern sind.
Die 20 Geschichten haben meistens eine Stärke von 3-4 Seiten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit nicht ganz so stark beansprucht und die Geschichten lassen sich wunderbar einteilen, damit das Interesse an dem Buch nicht ganz so schnell verfliegt.
Die Schrift ist relativ klein gehalten, so dass es kein Buch für Leseanfänger ist, sondern eher für Fortgeschrittene Leser oder als Vorleselektüre dient. Ergänzt werden die Geschichten mit wunderbar schönen und treffsicheren Bildern. Mir persönlich gefallen die Bilder sehr gut, da sie liebevoll gemalt sind und die Geschichte in einer Zeichnung unterstützen und zusätzlich die Aufmerksamkeit des Kindes anregen.
Die Geschichten selber, finde ich total gelungen und sehr herzlich. Zum einen sind es kleine Abenteuer die erlebt werden und zum anderen wird das Thema Freundschaft behandelt aber auch Rätsel müssen gelöst werden. Henri als Waschbär ist einfach zuckersüß und hat einen eigenen Kopf, den er natürlich immer wieder versucht durchzusetzen. Ein Buch, welches wirklich Junge und Mädchen anspricht, abholt und begeistert. Vor allem, wenn so tolle Protagonisten am Werk sind, wie in diesem Fall.
Auch die Idee, hinter dem Buch überzeugt mich sehr. Mit dem Waschsalon, dem kleinen Café, es zeigt das Zusammenleben von mehreren Generationen und das gegenseitig behilflich sein. Finde ich persönlich für ein Kind sehr wichtig und gut, dass es das bereits von klein auf lernt und beigebracht bekommt.
Von daher vergebe ich für dieses tolle Buch 5 von 5 Herzen.

Was sagt Maxi dazu?
Maxi selber hat ein Waschbär Kuscheltier. Dieses heißt Sebi. Eigentlich wird Sebi sehr stiefmütterlich behandelt und kaum angeschaut. Doch seitdem wir mit diesem Buch angefangen haben, ist Sebi der Held. „Mama, ohne Sebi können wir das Buch nicht lesen.“ Anscheint, werden dort Verbindungen hergestellt, die eine Mama nicht nachvollziehen kann. 
„Das Buch gefällt mir total. Meine Lieblingsgeschichte ist die, mit dem Seifenkistenrennen. Vor allem mag ich die Stellen mit dem Waschbären, die sind sehr lustig. Besonders wenn Mama beim lesen ihre Stimme verstellt.
*Zack, aufgeflogen*

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simone wille

Tokyo Cakes

Simone Wille
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783827013378
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon lange verfolge ich auf Facebook verschiedene Blogs die japanische Köstlichkeiten nachkochen und dies in Form von kleinen Videos zeigen. Ich bin immer sehr angetan vom Ergebnis und der mitunter einfachen Zubereitung, dass ich schon seit langem damit geliebäugelt habe, solch ein Rezept nach zu backen. Doch, meist scheitert es an den Angaben der Zutaten. Sie sind nicht wirklich präzise.
Daher freut mich dieses Buch ungemein und ich habe es lange und ausgiebig durchgeblättert, mir viele dieser wundervollen Rezepte angeschaut und durchgelesen und kann zumindest sagen, es klingt alles sehr europäisch.
Das Buch ist relativ handlich. Es ist etwas kleiner als ein DIN A4 Blatt, liegt aber sehr gut in der Hand. Das Cover ist in Weiß gehalten und zeigt bereits typische japanische Bilder von Leckereien und kleinen Cafés bzw. Kaffeeständen. Es ist sehr ansprechend und besticht durch die hellen Farben.
Die Blattfarben sind nicht schneeweiß, sondern leicht abgetönt und sehr angenehm fürs Auge. Dadurch kommen die Fotos fein, simpel und auf den Punkt rüber. Aus meiner Schulzeit kenne ich dieses Papier noch als recyceltes Papier, da es immer einen leicht dunkleren Touch hatte als das meiner Klassenkameraden. Mir gefällt dies sehr gut, da es angenehm für die Augen ist und einfach super zu den asiatischen Köstlichkeiten passt.
Das Buch ist in verschiedene Kapital eingeteilt. Angefangen mit Kuchen, Torten, Käsekuchen, Getränke etc. Mir gefällt dies sehr gut, da man direkt nach seinen persönlichen Vorlieben schauen kann und dann erst im Nachhinein nach allen anderen Köstlichkeiten. Besonders toll gefällt mir das Kapitel mit den Käsekuchen, denn ich liebe sie.
Simone Wille hat versucht jeden Kuchen ansprechend zu fotografieren und neben dem Rezept zu platzieren. Dadurch läuft einem noch mehr das Wasser im Mund zusammen. Die Fotos selber bestechen durch ihre Puristik und ansprechende Platzierung der Kuchen/ Torten. Die Titel sind immer in Deutsch gehalten, mit den typischen japanischen Schriftzeichen als Untertitel.
Alle Rezepte beinhalten Zutaten, die ohne Probleme hier bei uns auch zu bekommen sind. Spätestens im Biomarkt, oder einem gut sortierten Asiatischen Supermarkt. Mittlerweile gibt es diese in vielen großen Städten.
Gepimpt wird das Buch mit tollen Bildern von Tokio und eingefangenen Momenten in Cafés bzw. Straßenbars. In den Bildern wird eine wahre Ruhe ausgedrückt, was untypisch für das Laute Tokio ist. Man hat oftmals das Gefühl gar nicht dort zu sein, sondern eher in einem kleinen Dorf, weit weg von allem. Mit einer Stille um einen herum, die es ermöglicht vollständig in das Backbuch einzutauchen, sich jedes Bild mit dem passenden Rezept anzuschauen und einfach zu träumen und in den Genüssen zu schwelgen und schweben.
Am Buchende ist ein Anhang zu finden, in welchem Tipps zu den verwendeten Backformen, Techniken und Backhinweisen gegeben werden. Sowie ein Glossar mit den unterschiedlichsten Zutaten, die für uns in Deutschland nicht alltäglich sind oder die, die von unseren abweichen. Z.B. das Mehl.
Mein Fazit: Ein grandioses Buch, was mir ausgesprochen gut gefällt und welches ich mehr als nur einmal zur Hand nehmen werde. Es lässt einen für kurze Zeit in die Welt der kulinarischen Japanischen Genüsse eintauchen und zaubert wahre kleine Wunderwerke zu Tage. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass manche Fotos aus Tokio betitelt sind, damit man weiß, wo diese aufgenommen wurden und man sich ein wenig besser mit diesen identifizieren kann und die Rezepte noch authentischer werden.
Für mich ein Buch voller Experimente und voller Köstlichkeiten.
Von daher vergebe ich 5 von 5 Herzen.
Ein super Geschenk für Backfeen, die gerne mal etwas Neues ausprobieren wollen.

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

feuer, jennifer estep, romanze, superhelde, superhelden

Hot Mama

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492280389
Genre: Fantasy

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525 Bibliotheken, 43 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, cassandra clare, lord of shadows, liebe

Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 831 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

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italien, familie, beate böker, hochzeit, romantik

Hochzeitstorte mit Todesfall - Florentinische Morde

Beate Boeker
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Midnight, 06.03.2017
ISBN 9783958191099
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Ich freue mich total, endlich wieder einen Krimi in den Händen zu halten, der mehr zu bieten hat als nur Spannung und Überraschungen, sondern auch wunderbare sympathische Protagonisten und einen Hauch Humor.
Die neue Krimireihe von Beate Böker spielt in Florenz. Ein Touch Italien wird auf jeden Leser automatisch übertragen und eine Sehnsucht beginnt…
Im Mittelpunkt dieser Reihe steht eine typische italienische Familie. Nah ja, nicht ganz so typisch, denn diese Familie ist nervig, hängt immer zusammenrum und kennt man einen, kennt man alle. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel und sind leider Gottes Urkomisch. Hier finden wir stets ein Fünkchen Humor, auch in den Zeiten von Morden.
Carlina, die Hauptprotagonistin wohnt im italienischen Großfamilienhaus unter dem Dach, in einer kleinen Wohnung. Sie hat ein Faible für Animalprints und das nicht nur bei Accessoires sondern vor allem auch bei ihrer Unterwäsche. Sie betreibt eine sehr kleine, feine erfolgreiche Dessous Boutique mit dem Namen „Temptation“. Leider ist sie Single, denn der richtige Mann ist ihr noch nicht über den Weg gelaufen. Sie ist eine gestandene Frau, will ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, braust ganz standesgemäß mit ihrer Vespa durch Florenz und lebt das Leben. Sie ist herzensgut, eine wahre Sympathieträgerin und man will sie sofort als Freundin haben. Männer finden ihre Teddybär Augen anziehend und Carlina ganz entzückend. Wahrlich kann sie sich vor Verehrern nicht retten! Doch was, wenn sie plötzlich Schmetterlinge im Bauch verspürt, wenn stets ein gewisser Commissario Stefano Garini bei ihr im Geschäft auftaucht?
Der zweite grandiose Protagonist. Commissario Stefano Garini, sexy bis zum Umkippen, typisch italienisch aber ich glaube größer und männlicher. Ein Berg von einem Mann, an den man sich einfach anlehnen will. Er wird gerufen um den Mord aufzuklären. Doch, ziemlich schnell, wird ihm klar, in dieser Familie durchzudringen wird schwierig. Warum er sich plötzlich zu Carlina hingezogen fühlt, ist ihm auch noch nicht ganz klar, aber sein Ziel, er muss sie beschützen und schnellst möglich den Mörder finden, denn er könnte es sich nicht verzeihen, wenn ihr etwas zu stößt.
MMH… ob sich da wohl etwas anbahnt zwischen den beiden?!
Natürlich, es werden zarte Bande geknüpft… ganz zart und fein. Aber, dies steht nicht im Vordergrund des Buches. Sondern der Mord an dem Großvater. Dieser wird von allen Seiten beleuchtet und jedes Familienmitglied steuert seine eigene neue Geschichte zu Opa bei. Am Ende gibt es mehr Verdächtige als Familienmitglieder und eine lustige Geschichte nach der anderen.
Auch wenn ich am Anfang meine Zweifel hatte bzgl. der ganzen Namen bei dieser doch sehr großen italienischen Großfamilie, hat Beate Böker es in meinen Augen wunderbar hinbekommen, dies dem Leser auf eine liebevolle, einfache und gleichzeitig lustige Art näher zu bringen. Denn jedem Familienmitglied wird gleichzeitig eine kleine Besonderheit zugeschrieben. Z.B. hat der verstorbene einen Zwillingsbruder und dessen Frau ist stetig Knoblauchzehen und stinkt danach. Und schon wusste der Leser genau, um wen es sich dreht. Sehr clever gelöst um alle Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen.
Die Geschichte gefällt mir ausgesprochen gut. Natürlich geht es um einen Mord. Einer der im ersten Moment aber gar nicht danach aussieht. Denn eigentlich, hätte es auch ein natürlicher Tod sein können, hätten Emma und Carlina, nicht einen Fehler begangen als sie Opa ins Bett gelegt haben, sie haben seine Socken vergessen auszuziehen. Und schon kam der Stein ins Rollen. Es war nicht einfach nur ein Tod, es war ein Mord!
Spätestens da wusste ich, es wird noch lustig!
Die Geschichte mit dem Mord, passt in meinen Augen sehr gut und harmoniert auch wunderbar mit dem erzählten überein. Es gab für mich keine Stelle in dem Buch, an der ich mich gefragt habe, wieso etwas nicht harmonieren könnte. Sie ist schlüssig, ergibt ein ganzes und lässt auch am Ende keine Fragen offen. Sie besitzt ein großes Potenzial an Spannung, incl. einer spektakulären Flucht und einem grandiosen Showdown, wie es hätte nicht besser sein können. Alles ergibt ein großes Ganzes und schließt den Mord gänzlich ab. Das Techtelmechtel zwischen Carlina und Stefano tut dem eigentlich Geschehen in diesem Buch kein Abbruch, denn es ist lediglich ein Nebenschauspiel und ergänzt das Bild ganz wunderbar. Die Geschichte ist daher schlüssig bis ins letzte Detail, schließt komplett mit dem Buch ab, lässt aber für den zweiten Teil genug Spielraum und offene Fragen in Bezug auf Carlina und Stefano übrig, damit es mit den beiden weitergehen kann.
Zusätzlich steht natürlich die Familie von Carlina im Vordergrund, denn sie ist so herzlich und durchgeknallt lustig, dass es eine wahre Freude war, Szenen mit dieser zu lesen. Aber, bestimmt auch nicht ganz leicht in einer solchen Familie zu leben. Carlina, hat es auf den Punkt gebracht: Heiratet man einen von Ihnen, bekommt man sie alle! Dies ist auch im Buch sehr stark zum Ausdruck gekommen und zeigt einfach den Zusammenhalt von italienischen Großfamilien und wie sie miteinander umgehen. Wirklich toll geschrieben und in Worten transportiert!
Ich mag den Schreibstil von Beate Böker sehr. Er ist leicht, flüssig, gradlinig und auf den Punkt. Sie schreibt für mich nicht wie eine Newcomerin auf dem deutschen Markt, sondern wie eine erfahrene Autorin, die genau weiß, wie sie ihre Leser fesseln, ans Buch binden und gleichzeitig begeistern kann. Es war ein wahres Lesevergnügen und irgendwie hat es mich enttäuscht, als es vorbei war.
Ich vermisse das Florenz, welches mir all abendlich ein Stück Urlaub geschenkt hat, ich wüsste zu gerne ob es den Laden Temptation wirklich gibt, ich würde mich direkt beraten lassen und am liebsten würde ich ein Abendessen bei Carlina und ihrer Familie einnehmen.
Ihr seht, ich bin infiziert und das zurecht!
Ich vergebe daher 5 von 5 Herzen!
Mein Fazit: Ein Krimi, mit Spannung, einer durchdachten Handlung gepaart mit humorvollen und sehr sympathischen Protagonisten. Er versüßt die ersten Herbsttage und macht Laune und Lust auf mehr…
Ich freue mich schon jetzt auf die gesamte Reihe, denn sie verspricht schon nach Band 1 herausragend zu werden, denn die beiden Hauptdarsteller legen den Grundstein für tolle neue Storys, Morde, Mordfälle und lustigen Zusammentreffen mit einer wahren italienischen Großfamilie.
Es war eine wahre Freude dieses Buch zu lesen und Teil der Familie zu werden um den Mord an dem Großvater aufzuklären.

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red, cinder, märchenadaption, aschenputtel, pan

Aschenputtel und die Erbsen-Phobie

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783959919906
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Nina hat mich wirklich lange auf diesen Band warten lassen. Ziemlich früh stand der Titel fest, wurde immer wieder von ihr promotet, doch der Erscheinungstermin lag in noch so weiter Ferne.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, stelle ich fest… wow, du hast es bereits durchgelesen und könntest gerade schier durchdrehen, denn dieses Band endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger! NINA, wie konntest du nur?!
Aber mal von Anfang an.
Es handelt sich um Band zwei ihrer Märchenbuchreihe. Meiner Meinung nach, ist Band 1 Pflicht da ansonsten das Verständnis bei Quereinsteigern fehlt. Denn die in Band 1 vorangehende Geschichte ist quasi der Sockel auf dem nun aufgebaut wird.
Wir befinden uns wieder im Märchenwald. Doch, dieses Mal ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen, sondern die Happy Ends der Prinzessinnen sind in Gefahr. Vor allem das von Cinder (Cinderella) und ihrem Mann Prinz Charming. Ich gebe zu … jedes Mal wenn ich diesen Namen gelesen habe, musste ich an diesen schmierigen Einfaltspinsel Charming aus den Shrek Filmen denken und habe innerlich den Kopf geschüttelt, mit den Worten: „Cinder wie konntest du nur?!“
Doch das ist bei weitem nicht alles. Jasmin, Prinzessin bzw. jetzt Königin von Morgenland wird zu einer kleinen Rachsüchtigen Kuh. Auch hier… Nina, du erschütterst mein Bild aus Kindheitstagen, wenn ich an die kleine süße Jasmin aus Disneys Aladin denken muss.
Aber nun gut, wir werden alle erwachsen, sei es drum!
Dieses Buch spielt nach Band 1 und setzt in seinen Erzählungen auch voraus, dass Kenner dieses Werkes am Lesen sind. Denn es gibt kaum Erklärungen zum vorherigen, nur ganz wenige Anspielungen, die der Leser nur dann wahrnehmen wird, wenn er weiß worum es geht.
Wir treffen hier auf Altbekannte, die wir bereits in Band 1 sehr lieb- und gern gewonnen haben. Dieses Mal ergänzt sich das Ganze um weitere Märchenfiguren, die wir kennenlernen und deren ganz eigene Art mit ihrem „Schicksal“ umzugehen. Nehmen wir da mal Gretel. Sie betreibt, um das Trauma Hexe und Hexenhäuschen hinter sich zu lassen, ein Sonnenstudio und züchtet parallel Meerschweinchen. Okay, nun mal im Ernst… wie krank muss man sein, um auf solche Ideen als Autor zu kommen. Einfach strange! Und dies, dass kann ich euch sagen ist mal wieder nur eine von vielen.
In diesem Buch werden Rätsel aus Band 1 aufgeklärt und fallen beim Puzzle an die richtige Stelle. Hier primär das Dreigespann Red, Jaz und Ever. Denn das dies nicht auf Dauer so bleiben kann, war klar. Doch wie diese Konstellation am Ende aussehen wird, das lasse ich mal offen. Doch, und das kann ich verraten, hat es mit dem Cliffhanger zu tun. Ein Rätsel löst sich auf und ein anderes, dramatisches öffnet seine Türen… NINA, das ist nicht dein Ernst oder?! Ich würde euch am liebsten verraten, was der Cliffhanger ist… aber, nein! Ich kann nicht. Ich bin noch immer viel zu erschüttert…
So, durchatmen, Haare wieder richten und weiter geht’s´!
Ne, jetzt mal ein wenig den Spaß zur Seite… Ohne Witz und mit ganz viel Ernst. Diese Geschichte gibt neue Rätsel auf und löst andere. Vieles wird klarer und lässt den Leser dann doch wieder im ungewissen.
Dieses Mal, springt die Geschichte des Öfteren zwischen den einzelnen Ländern hin und her. Denn zum einen gilt es nach Morgenland zu kommen und Jasmin aufzuhalten und zum anderen können die Happy Ends nur dann gerettet werden, wenn der 8. Zwerg und das verlorene Kind gefunden wird. Dadurch teilen sich die Prinzessinnen auf und machen sich mit Sack, Pack und ihren auserwählten Gefährten auf den Weg. Alleine dies, bedeutet für den Leser immer ein gewisses Maß an Obacht, denn es kann zu einem Personenwechsel in den jeweiligen Kapiteln kommen. Gut, dass daher über jedem steht, aus welcher Sicht der Leser gerade dieses Geschehen beobachtet und verfolgt. Doch, dies hat mich oftmals in leichte Schwierigkeiten gebracht und es war nicht unüblich, dass ich das eine oder andere Mal auf meinem Reader vor und zurück blättern musste.
Vielleicht ist es mir deswegen auch nicht zwingend einfach gefallen in diese Geschichte direkt von Anfang an einzutauchen. Mit den Charakteren hatte ich persönlich kein Problem, mit dem Schreibstil auch nicht, eher mit der Thematik, dass der Wechsel der einzelnen Perspektiven mitunter zu schnell kommt und ich als Leser gedanklich noch gar nicht so weit war. Dies hat mich ein wenig Kraft und Zeit gekostet und war nicht ganz so einfach. Aber, je tiefer ich in diesem Buch drin gesteckt habe, umso einfacher, flüssiger und verständlicher wurde es und das Lesevergnügen hat dem keinen Abbruch getan.
Ich mag den Schreibstil von Nina MacKay total. Er ist ein wenig durchgeknallt, sehr facettenreich, sehr emotionsgeladen und gleichzeitig so simpel und einfach. Ein Stil, der nicht unbedingt zu diesem Buch passt und dieser endlosen Kreativität, die schon ein wenig GaGa- Sein voraussetzt, denn er ist punktiert, gut dosiert, verständlich und lässt sich trotz diesem Anfall von Wahnsinn sehr gut lesen. Sie versucht auf verschachtelte Sätze gänzlich zu verzichten und drückt ihr Märchensein klar, deutlich und gradlinig aus. Dadurch fällt es dem Leser, trotz der geballten Power an Witz und Charme nicht schwer dieses Buch zu lesen.
Es ist lustig geschrieben, bringt einen immer wieder zum Lachen, zum Schmunzeln und einfach zum Kopfschütteln. Man erschafft sich seine eigenen gedanklichen Äußerlichkeiten von jedem Protagonisten und versucht dies dann mit dem Buch abzugleichen. Leider, habe ich bei den Hexen immer noch meine Schwierigkeiten, denn für mich sind sie immer noch so, wie ich sie als Kind in Erinnerung behalten habe. Doch, Nina hat sie in die Neuzeit katapultiert, ihnen Flohtox als Behandlung verschrieben und anscheint nicht ganz so unsexy gemacht… Nah gut, hier trennen sich dann unsere Vorstellungen dieser Spezies. Hinzu kommt eine ganze Portion Spannung. Denn der Cliffhanger, der auf eine spannende Fortsetzung schließen lässt, ist so platziert, dass er einem einfach ans Herz gehen muss, dass die Spannung kaum auszuhalten ist und man sofort wissen will, wie es weiter geht. Aber da müssen wir uns wohl noch ein wenig gedulden.
Aber, bei all dem Jubel und der Heiterkeit… einen Kritikpunkt habe ich.
Der Titel selber heißt: Aschenputtel und die Erbsen- Phobie…. Doch, mir ist ein kleines bisschen zu wenig die Erbsen Phobie im Buch behandelt worden. Vielleicht ist meine Erwartungshaltung dahingehend höher gewesen, als es am Ende dann durch Nina umgesetzt wurde. Mag sein, dass ich hier ein bisschen sehr pingelig bin, aber… bei dieser Titelwahl, hätte es in meinen Augen stärker in den Fokus gemusst. Natürlich und dass darf man nicht vergessen, sind die Szenen, in denen die Erbsen Phobie ausgelebt wird ganz klare Schlüsselmomente. Momente in denen entschieden wird, für wenn das Herz nun schlägt! *PS… mehr verrate ich nicht*
Trotz dieser Kritik, hat Nina alle meine Wünsche erfüllt.
Daher vergebe ich 5 von 5 Herzen!
Mein Fazit: Lachen, Kopfschütteln und lachen, lachen und Tränen wegwischen! Lachen, lachen und nochmals lachen… Ein Buch, welches den Tag positiv beeinflusst, die Stimmung nachweislich hebt und glücklich macht!
Taucht ein in die phantastische Welt der Märchen und solche die es vielleicht noch werden wollen!

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fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mittlerweile ist es 14 Tage her, dass ich das Buch ausgelesen habe. In dieser Zeit habe ich immer mal wieder an die Geschichte und ihre Protagonisten gedacht. Und eine zentrale Frage ist mir dabei nicht aus dem Kopf gegangen… Ist dies wirklich ein Jugendbuch?
Ein Buch welches eine sehr komplexe Heldin hat, eine die von ihren dunklen Kräften gefangen gehalten wird, die sich an der Angst der anderen labt und wächst. Eine Gabe, die kaum zu kontrollieren ist und stets in brutaler Gewalt mündet. Ein Buch, was sehr düster in seiner Gesamtheit ist, mystisch, fiktional und dunkel.
Alleine diese kurze knappe Passage gibt die Gesamtheit des Buches wieder und umreißt das Buch in seinen Zügen. Deswegen hat sich für mich die oben bezeichnete Frage aufgetan, ob das gewählte Genre das Richtig ist. Oder bin ich nur zu zart besaitet?!
Das Buch spielt in einer märchenhaften Welt. Eine Welt, die erschaffen wurde, um die Dolche und die Gezeichneten zum Leben zu erwecken. Sie erinnert ein wenig an Venedig, aufgrund ihrer Kanäle und kleinen Gassen und gleichzeitig, hat man das Gefühl in der Renaissance angekommen zu sein, da von Kurtisanen die Rede ist. Der Ort des Geschehens ist fiktiv, erschaffen für diese Geschichte und wahrscheinlich erschließt sich jedem Leser ein anderes Bild und ein jeder wird etwas anderes in dem geschriebenen finden, was eine Interpretation der erschaffenen Welt zulässt.
Als Hauprotagonistin treffen wir Adelina an. Ein wirklich starkes, wunderschönes Mädchen. Sichtbar gezeichnet von einer Krankheit, die sie zu einer Aussätzigen macht. Sie ist nicht wirklich die typische Heldin, die man im ersten Moment vermutet. Sie ist vor allem in ihrer gesamten Wandlung sehr komplex und bedarf viel Aufmerksamkeit vom Leser. Adelina, trägt eine Gabe in sich, die es ihr ermöglicht Ängste in Menschen hervorzurufen, die es eigentlich nicht gibt und Bilder zu erschaffen, die nicht vorhanden sind. Ihre Gabe ernährt sich von den Ängsten der anderen und zieht sie zunehmend in das dunkle hinein. Adelina, trägt die Dunkelheit in sich und wird immer mehr von dieser übermannt. In meinen Augen ist sie eine tragische Heldin, denn das wofür sie kämpfen will, fängt an sie zu zerstören und macht es ihr fast unmöglich, den Menschen, der sie sieht und schätzt zu retten. Adelina, ist überwältigt von Missgunst, Unmut, Angst und Misstrauen. Sie lässt niemanden an sich heran und schenkt kaum einem Menschen, das Vertrauen ihr näher zu kommen. Aktuell lernen wir Adelina als eine Person kennen, die sich immer wieder wandelt. Wenn man das Gefühl bekommt, sie fängt an sich zu öffnen, passiert stetig etwas Neues, was dafür sorgt, dass dieser kleine Funke sofort erlischt. Wir erleben das Erwachen der dunkleren Seite und der wachsenden Gabe, die von ihr Besitz ergreifen zu scheint. Von daher muss man hier abwarten, was die anderen beiden Bände bringen werden und welche Wandlunge sie dort vollzieht.
Die anderen Protagonisten, müssen erlebt werden, um zu begreifen was es heißt eine Gabe zu besitzen oder seine Gabe zu vertuschen um an Macht zu gelangen. Wozu Menschen bereit sind, um sich ihr Leben, ihr Antlitz und ihren Ruhm zu erschaffen. Jeder Protagonist ist einzigartig in seiner Art und Weise, die er darstellt um dem Buch und der Geschichte einen Sinn zu verleihen. Jeder einzelne trägt zu einem großen Puzzle bei, was gefüllt und fertigstellt werden muss. Doch, jeder einzelne von Ihnen ist sehr komplex und hat manchmal zu Schwierigkeiten beim lesen geführt. Denn die oftmals fremden Namen, mit den unterschiedlichen Gaben, mit der Gestaltung der Kulisse und der Wahl der Zeit in der diese Geschichte spielt, war es für mich nicht immer einfach nachzuvollziehen. Ich habe lange gebraucht, um jeden einzelnen Protagonisten von den anderen unterscheiden zu können, um dann am Ende zu verstehen, wer welche Aufgabe und wer welche Position in dieser Geschichte bekleidet. Dennoch bleiben hier viele Fragen offen?
Die Geschichte selber, ist faszinierend, von ihrer Idee der Umsetzung. Marie Lu hat wieder einmal eine ganz eigene Welt erschaffen, in der Young Elites spielt. Eine Welt voller Farbe, Fantasie und vielen unterschiedlichen Eindrücken, die sie versucht in ihrer Geschichte zu verarbeiten. Ich hatte oftmals das Gefühl in einem Venedig zu sein, was gerade Karneval feiert, in einer prunkvollen Villa zu stehen, in der Männer Ausschau nach ihrer neusten Kurtisane halten, in der schwule zu Frauen werden und die Begierde der Männer ins unermessliche steigt. Ein Land regiert von einem König, welcher die Marionette der Königin zu sein scheint. Oder täuscht dies nur? Eine Geschichte die beherrscht wird von Dunkelheit, von Gewalt, von Blut, von Fantasien und der Angst. Eine Geschichte, die nach außen hin, schillernd wirkt durch die unterschiedlichen Kulissen aber in Wahrheit unter einem dunkeln Schleier verborgen liegt.
Für mich ist dieses Buch sehr brutal und blutrünstig. Sehr dunkel und bedrohlich und meine Frage, ob es wirklich ein Jugendbuch sein kann, kann an dieser Stelle nicht ausreichend beantwortet werden. Auf der einen Seite tendiere ich zu einem Ja. Denn die Schreibweise von Marie Lu, ist sehr einfach, simple und unverschnörkelt. Sie verzichtet auf verschachtelte Sätze und bringt auch fremdes ziemlich schnell auf den Punkt, so dass man als Leser keine Schwierigkeiten hat ihr zu folgenden und in das Geschehen einzutauchen, die Sprache und Einfachheit der Jugend. Auf der anderen Seite tendiere ich zu einem Nein, denn ein brutal verübter Mord, ist in meinen Augen nicht für ein Jugendbuch geeignet.
Hier wird es nie, die richtige oder falsche Antwort geben. Hier bleibt Spielraum für das eigene Empfinden.
Aufgrund meiner Kritik, vergebe ich 4 von 5 Herzen!
Mein Fazit: Wer eine Trilogie kennenlernen möchte, die facettenreich, andersartig und in ihrer gesamten Art und Weise ansprechend ist, sollte unbedingt in die Welt von Adelina eintauchen. Vor allem, wenn man eine Protagonistin kennenlernen will, die nicht das Abbild der Schönheit darstellt und der die Sympathien nur so zufliegen. Eine Protagonisten mit Ecken und Kanten, die die Geschichte ausfüllt und zum Leben erweckt.
Wohin die Reise geht, wird sich zeigen!

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leselöwen

Ich für dich, du für mich - Polizeigeschichten

Henriette Wich , Irmgard Paule
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Loewe, 20.01.2014
ISBN 9783785576953
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
O Schreck! Fritz war so ins Spielen vertieft, dass er seine Eltern im Park verloren hat. Zum Glück kommt ihm ein Polizist mit seinem Spürhund zu Hilfe! Lena und Luis hingegen beobachten ihren Nachbarn, als er beim Juwelier Ketten stiehlt. Schnell überlegen sie sich einen Trick, wie sie ihm das Handwerk legen können.


Wer ist Henriette Wich und Irmgard Paule?
Wich: 1970 in Landshut geboren, hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben, darunter viele Krimis, der erfolgreichen Reihe „Die drei!!!“. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

Paule: studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in München. Danach arbeitete sie als freischaffende Grafikerin in der Werbung.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es handelt sich wie typische für die Kinderbücher, um ein Buch um DIN A5 Format. Es ist sehr handlich und sehr schön zum Festhalten.
Mit seinen 64 Seiten auch nicht zu dick und auch nicht zu schwer, um es für Kinder nicht abschreckend zu machen, sondern sie eher zu fordern und zu motivieren, mit den Worten… Das schaffst du schon!“
Dieses Buch läuft zudem unter der Rubrik „Ich für dich, du für mich!“. Dahinter verbirgt sich folgendes: Eine Geschichte, die gemeinsam gelesen wird. Der Hauptteil der Geschichte wird von einem Elternteil vorgelesen, dies macht auch den größten Leseanteil im Buch aus. Dann gibt es zusätzlich wunderschöne gemalte Bilder, die die Geschichte und den Fortlauf dieser unterstreichen und es dem Kind vereinfachen zuzuhören und gleichzeitig die Bilder zu verfolgen. Doch, das Besondere ist: der eine oder andere Satz ist dick gedruckt und leicht in der Schrift vergrößert. Dabei handelt es sich entweder um Aussagen oder recht kurze Sätze. Solche, die Leseanfänger wunderbar selbstlesen können oder mit Hilfe. Diese Sätze sorgen dafür, dass aus einem reinen Vorlesebuch ein Gemeinschaftsprojekt entsteht. Eines was motivieren soll und was nicht abschreckend auf die Kinder wirkt, weil es nach so viel aussieht.
Durch diese Variante ist dies ein mitwachsendes buch. Vom reinen Vorlesebuch, zum Erstleserbuch bis hin zum Buch für geübte Leser.
In diesem Buch befinden sich drei Geschichten, rund um das Thema Polizei.
Geschichte 1: Fritz war so ins Spielen vertieft, dass er seine Eltern im Park verloren hat. Zum Glück, kommt ihm ein Polizist mit seinem Spürhund zur Hilfe
Geschichte 2: Lena und Luis beobachten ihren Nachbarn, als er beim Juwelier Ketten stiehlt. Schnell überlegen sie, wie sie ihm eine Falle stellen können, denn sie sind ein waschechter Detektivclub.
Geschichte 3: Tag der offenen Tür bei der Polizei. Die zwei Freunde Rico und Marlon machen bei einem Spiel mit und müssen anhand von Spuren, den Täter du die Tatwaffe eines Einbruchs erkennen.
Mit persönlich gefällt die Auswahl der Geschichten sehr gut, da sie alle unterschiedlich sind und man sich als Leser / Zuhörer auf etwas Neues freuen kann. Dadurch wird es nicht langweilig, denn oftmals geht es bei Polizeigeschichten nur um die Verbrecherjagd, was irgendwann auch für Polizei begeisterte Jungs zu langweilig wird.
Ich vergebe aufgrund der Vielfältigkeit dieses Buches 5 von 5 Herzen.
Mein Fazit: Ein Buch welches sich zum Anschaffen lohnt, da es mehrere Lesestufen abdeckt und somit ein Buch ist, welches öfters mal zur Hand genommen werden kann. Ein Buch was sich der Lesestufe des Kindes anpasst und begleitet.

Was sagt MAXI?
„Mir gefallen besonders gut die Geschichten, vor allem die, in der es um den Detektivclub geht und das Fallenstellen für den Verbrecher!“
Manche Leseabschnitte sind noch für ihn zu schwer, aber er ist nicht demotiviert, sondern versucht sich immer wieder an den kleinen Sätzen und erkennt mittlerweile eigenständig neu gelernte Buchstaben und kann sie benennen. Auch wenn das lesen noch nicht wirklich klappt, ist es immer wieder ein Ansporn, neues zu entdecken und sich mit dem Buch zu beschäftigen.

XoXo
Maren



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los angeles

Los Angeles

Victor Garnier Astorino , Helmut Ertl
Fester Einband
Erschienen bei Christian München, 05.09.2017
ISBN 9783959611237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
In Los Angeles, findet man alles und jeden. Ein großer Topf voller Kulturen, facettenreichem Essen, Lifestyle und dem guten Geschmack.
Los Angeles ist mehr als nur Sonne, Strand, Hollywood und Fast Food.
Es ist das Mekka, der variantenreichsten Ernährung, die Amerika zu bieten hat. Diese hippe Stadt, bietet außer Fast Food noch mehr. Denn auch gesunde, ausgewogene Ernährung wird hier großgeschrieben, denn wer am Venice Muscle Beach trainiert braucht leckere Smoothies, wer über den Santa Monica Pier flaniert, wird an einer Thai Chicken Pizza nicht vorbeikommen und Burger in Downtown dürfen auch nicht fehlen.
Ein Buch, was so facettenreich und bunt ist, wie die Stadt selber.


Wie hat mir das Kochbuch gefallen?
Wie bewertet man ein Kochbuch richtig?
Muss ich danach gehen, ob die Rezepte die in diesem zu finden einfach gestaltet sind oder ob sie funktionieren?! Oder reicht es aus, zu sagen dass das Buch einen anspricht?!
Schwierig!
Während ich dies schreibe, liegt das Kochbuch neben mir und ich werfe immer wieder einen Blick darauf.
Ich mag das türkis des Umschlags, die gedruckten Palmen, den Stern vom Hollywood „Walk of fame“ und das in Gold geschriebene Los Angeles. Ein Buch welches von außen, meine ganze Sympathie bekommt, da es fröhlich ist, sommerlich und genau so, wie ich mir LA vorstelle.
Eine Mischung aus verrückt, bunt, laut und gleichzeitig Glamour.
Fährt man mit den Fingern über das Cover, spürt man eine leichte Haptik der goldenen Lettern und man kann nicht anders als es zur Hand nehmen.
Klappt man den Umschlag auf, springt einem die Karte von LA direkt ins Gesicht. Gestalterisch umgesetzt in schwarz, weiß und Gold. Sehr stylisch, ansprechend und absolut treffsicher für dieses Buch.
Blättert man es weiter durch, fällt einem sofort etwas ins Auge. Wundervolle ästhetische Fotos. Solche, die nicht unbedingt in einem Kochbuch zu erwarten sind. Eindrücke aus LA, eingefangen mit der Kamera für den Leser. Manchmal sind es Restaurants von innen und außen oder Situationen beim autowaschen, vielleicht auch nur der perfekte Sonnenuntergang aber treffsicher und stilvoll und diese Bilder runden das Gesamtergebnis hervorragend ab. Die Fotos von den jeweiligen Rezepten, setzen das abgebildete Essen gekonnt in Szene und man bekommt sofort Hunger. Denn alles sieht sehr gut und wirklich appetitlich aus. Yummy!
Man erwartet in Amerika Fast Food, fett, ungesundes Essen und ganz viel Süßes. Doch, dieses Kochbuch zeigt dem Leser eindeutig mehr. Es zeigt Fast Food in einer ganz anderen Qualität. In einer, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Es hat mich überrascht, es hat einfach Lust auf mehr gemacht und Lust darauf Sachen auszuprobieren.
Der Leser selber, lernt LA kennen. Lernt die „Stadt der Engel“ kennen, wie es wahrscheinlich kaum ein Tourist schafft.
Die einzelnen Kapitel des Buches bilden Vororte und Stadteile aus LA ab. Innerhalb dieser einzelnen Kapitel werden Resturants vorgestellt, die das eine oder andere Rezept verraten. Ob es allerdings das jeweilige Highlight des betreffenden ist oder nur eines der vielen kulinarischen Köstlichkeiten bleibt leider offen.
Die jeweiligen Adressen der Restaurants befinden sich im Anhang. So kann man im nächsten geplanten LA- Urlaub, das eine oder andere aufsuchen und sich dort von den entsprechenden Gerichten vor Ort überzeugen.
Nun aber zu den Rezepten. Wie anfangs erwähnt werden hier viele Fast Food Rezepte zum Besten gegeben. Vielleicht untypisch, für den doch sehr sportiven Los Angeles Spirit. Da wäre wahrscheinlich der Erste Gedanke zu Salaten und Low Carb Food gewandert. Dem ist nicht so. Uns erwarten Burger, Pizzas, Sushi und viele Smoothies sowie grandiose Kuchen / Desserts. Aber, doch alles sehr kalorienreich und es wird mit diesen nicht gegeizt.
Doch, etwas macht den kalorienreichen Geiz aus, nämlich die wirklich ungewöhnlichen Varianten dieser Klassiker. Wir treffen ziemlich oft auf die Avocado und den Grünkohl. Das abgefahrenste Gericht ist für mich „Sandwich mit Backhähnchen und würziger Erdbeerkonfitüre“. Noch nicht ausprobiert aber es steht ziemlich weit oben auf meiner Liste.
Für mich sind es Klassiker, neu definiert und gepimpt. In Varianten, die es wahrscheinlich nur in LA so zu finden gibt. Aber… lesenswert, sehenswert und wahrscheinlich sogar echt tasty.
Diese extreme Vielfalt an unterschiedlichen Rezepten, Varianten und Genüssen resultiert wahrscheinlich aus den unterschiedlichen Kulturen die in dieser Stadt aufeinander treffen. Die unterschiedlichen Einflüsse der Kulturen machen aus vermeintlichen „einfach Burgern“ etwas ganz besonders und ein kleines Highlight. Eine Variation, die es wahrscheinlich nur dort gibt. Dort wo amerikanisches Essen, neu definiert wird und seine ganz eigene Note erhält.
Am Buchende werden einmal alle Saucenrezepte zusammengefasst die in diesem Buch, immer wieder benötigt werden. Das finde ich sehr gut, denn hier hat man wirklich die Möglichkeit, mal eben schnell die eine oder andere Sauce auszuprobieren. Vielleicht nicht zwingend zu einem der Rezepte aus dem Buch, sondern zu seinem eigenen.
Mein Fazit: Wer den amerikanischen Traum neu erleben will und dabei noch grandiose Rezepte entdecken möchte ist hier genau richtig. Hier steht nicht das Credo „Ein Herz für Klassiker“ ganz weit vorne, sondern das amerikanische Klischee der Fast Food Giganten wird neu definiert und erhält einen Touch Raffinesse, Esprit und Kreativität.
Für mich 5 von 5 Herzen.

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381 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

anna pfeffer, jugendbuch, tod, liebe, freundschaft

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Emi, nicht gerade der Sonnenschein unter den Hamburger Schülern, aber trotzdem mit einem ganz großen Herzen, frönt ihrer Leidenschaft nur zu gern. Sie sammelt Berichte von skurrilen Todesarten.
Den Emi, verpasst jedem, der ihr auf die Nerven geht in Gedanken eine Todesart. Jeder stirbt dramatisch, unaufhaltsam und in ihrer Vorstellung mehr als abgefahren.
Seit dem Umzug nach Hamburg wird es immer schlimmer. Die neue seines Vaters, die versucht in die Mutterrolle hineinzuschlüpfen, nervt einfach nur. Ihr Bruder, der Strahlemann vor dem Herren, wird irgendwann auf seiner eigenen Schleimspur ausrutschen und elendig krepieren. Oder Erik, der Adonis und das Alphatier der Schule macht ihr mit seinen doofen Sprüchen jeden Tag zunichte. Er wird definitiv an zu viel Handykonsum sterben.
Doch es könnte nicht schlimmer kommen. Emi und Erik sollen in Chemie eine Arbeitsgruppe bilden. Nicht nur zwischen den beiden knallt es heftig, sondern auch der Versuch geht gewaltig in die Hose. Die Strafe für beide bedeutet: 8 Wochenenden lang Graffitis von den Wänden schrubben.
Emis Leben könnte nicht beschissener werden. Daher schlägt sie ihm einen Wettkampf vor… denn sie will nur weg von ihm!
Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringen muss und je abgefahrener seine Todesarten werden, desto mehr stellt Emi fest, Erik ist gar nicht so übel… oder doch?!


Wer ist Anna Pfeffer?
Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und am 12. September erscheint unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj.


Wie hat mir das Buch gefallen?
Der Titel dieses Buches ist ja mehr als verheißungsvoll und daher liegt die Buchlatte und die Erwartungshaltung schon sehr hoch.
Entweder gibt man einem Buch diesen Namen, weil man echt Eier in der Hose hat oder weil man so durchgeknallt ist, dass es einem egal ist und man selbst jeden Tag Menschen in seinem Umfeld dramatische Todesarten zukommen lässt.
Wer weiß… dieses Rätzel wird wohl ungelöst bleiben!
Aber, das Rätzel um Emi, das ist lösbar!
Emi, eine wirklich strange und urkomische Hauptprotagonistin. Eine junge Schülerin, die die Farbe schwarz sehr erfrischend findet und die Artikel über Todesursachen sammelt, die nicht alltäglich sind. Diese werden in ihrem, wie soll es schon anders sein, schwarzen Buch aufbewahrt! Seitdem Emi mit ihrem Vater und ihrem Sonnenscheinbruder nach Hamburg ziehen musste, gerät ihr Leben ein wenig aus dem Gleichgewicht. Emi ist eher das Gewitter mit den dunklen Wolken in der Familie und knüpft weder schnell Bekanntschaften, noch hat sie Interesse daran. Sie ist lieber alleine und wünscht jedem, der ihr auf die Nerven geht, eine skurrile Todesart an den Hals. Vielleicht ist auch das der Grund, warum sie Erik auf der einen Seite interessant und auf der anderen unendlich nervig und ätzend findet. Emi, ist eine kleine negative Heldin, doch eine, die so viel sympathisch mitbringt, dass man sie als Leser einfach gerade wegen ihrer negativen Art unendlich gerne haben muss. Den unter diesem harten und negativ eingestellten Kern, verbirgt sich eine liebenswerte und großherzige Person.
Erik, der leicht negative Gegenpart zu Emi, ist kein Deut besser. Auch er geht eher negativ als positive durch die Gegend. Wünscht zwar niemandem Todesarten an den Hals, aber kann ohne sein Handy nicht leben und legt dieses seltenste aus der Hand. Er ist ein Einzelgänger und gerade das macht ihn zu etwas ganz besonderem in der Schule. Deswegen sehen alle zu ihm auf, denn nur Typen wie Erik werden von der Schule für 4 Wochen suspendiert. Daher heißt es, Vorsicht mit wem man sich anlegt!
Diese beiden Protagonisten ergeben ein tolles Ganzes. Denn sie sind so wunderbar negativ, so sarkastisch und zynisch, dass es eine wahre Wonne ist, die Passagen mit den beiden zu lesen.
Als weitere Protagonisten werden noch angeführt Emis sportlicher Bruder, dem die Sonne anscheint jedem Tag aus dem Hintern strahlt und der so wunderbar positiv eingestellt ist, dass manche es zum kotzen schön finden.
Der gleiche Gegenpart dazu, bildet die Schwester von Erik. Denn auch sie ist völlig anders als ihr Bruder. Sie ist sehr sportlich, sehr auf ihren Körper und ihre Nahrung fixiert und postet was das Zeug hält all diese Dinge im Internet. Daher ergänzt sie sich hervorragend mit Emis Bruder. Ob es da wohl funkt… ich weiß es nicht!
Auch sehr strange ist die Kombination Emis Vater und seine neue Freundin. Er ist Therapeut und sie ist Ärztin. Schön sind immer die Szenen, in denen Emis Vater anfängt sein Therapeutenrepertoire zu entpacken und mit seinen Kindern diverse Handlungen zu besprechen und diese aus Fachsicht zu deuten. Herrlich!
In meinen Augen ist dieses Buch gespickt von Protagonisten die herzlich und gleichzeitig urkomisch sind. Alle waren mir von Anfang an, mehr als sympathisch und dies hat sich durch das Buch durchgezogen. Es gab keinen Moment in diesem, in dem ich eine der Figuren verflucht habe oder sie nicht mehr mochte. Ein ineinandergreifen von Charakteren, die dann ein tolles Ganzen ergeben und die Story zu etwas herausragendem machen. Alle unterschiedlich, aber doch auch alle wieder gleich! Wirklich toll!
Kernpunkt der Geschichte ist das Zusammenspiel zwischen Emi und Erik. Sie tough und er Stur. Zwei Dickköpfe treffen aufeinander und wollen definitiv nicht zusammen die Strafarbeit die sie aufgehalst bekommen haben absolvieren. Daher beginnt ein Wettstreit zwischen den Beiden, in denen sie sich gegenseitig Aufgaben stellen, die der andere lösen muss. Und genau hier, also jetzt… werde ich schweigen und keine einzige Aufgabe verraten! Nur so viel sei gesagt… ich habe mich köstlichste amüsiert! Lauthals gelacht und manche Szenen laut vorlesend meinem Sohn zum Besten gegeben.
Die Geschichte spielt in Hamburg. Das schöne ist, jeder von uns kann sich in diese Stadt hinein versetzen. In das oftmals triste Wetter, das norddeutsche Feeling und die ganz eigene Art der Hamburger mit ihrer Mentalität. Für mich ein Buch, welches ich sofort fühlen und auch gleichzeitig die einzelnen Gefühle von Emi nachvollziehen konnte.
Der Schreibstil von Anna Pfeffer ist ganz toll. Ich mag ihn total, da er sehr gradlinig ist. Ganz klar und gleichzeitig hervorragend auf den Punkt. Für mich, keine unnötigen Ausschmückungen, kein in die Länge ziehen, sondern ein Schreibstil der durch seine Gradlinigkeit besticht und gleichzeitig durch sein punktuelles ausschmücken von Situationen aufgrund von Adjektiven. Der Stil ist jugendlich, aber nicht zu sehr, so dass es auch wunderbar von Erwachsenen gelesen werden kann. Ich finde man ist nie zu alt, für so ein tolles Buch!
Mein Fazit: Das Gefühl von Verliebtheitskribbeln, Gänsehaut am ganzen Körper… gepaart mit zwei herzergreifenden Protagonisten, die mit ihrem schwarzen Humor das Buch zum Leben erwecken und das obwohl hier sehr oft vom Tod gesprochen wird. Eine schwarze Komödie mit viel Humor, vielen Gefühlen, viel Jugendlichkeit und ganz viel Empathie.
Von daher muss ich einfach 5 von 5 Herzen vergeben!
Wer schon immer einmal etwas über skurrile Todesarten wissen wollte, wer schon immer einmal erfahren wollte, was es heißt zu wetten, wer schon immer einmal wissen wollte, wie es sich anfühlt Prüfungen zu absolvieren um einer Strafe zu entgehen, muss dieses Buch zur Hand nehmen.
Egal ob Jugendlich oder Erwachsen, dieses Buch begeistert beide Sparten und versüßt mit leicht exzentrischer Todessucht den Tag!

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veronica roth, rat der neun, fantasy, science fiction, jugendbuch

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?

Eine Galaxie, nicht annährend wie unsere, wird beherrscht von Gewalt und Rache unter den einzelnen Völkern. Jeder Planet wird von einer anderen Menschenart bewohnt und dient einem anderen Zweck. Untereinander herrscht Missgunst, Wut, Ärger und den Wunsch zu vernichten.

Jeder Mensch besitzt eine besondere Lebensgabe, eine Art einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch diese Gabe kann Glück und Fluch zugleich sein.

Cyra Noavek, ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek Noavek. Ihre Lebensgabe, die sie erhalten hat, bedeutet Schmerz. Schmerz für sich und für andere. Sie kann ihre Gabe gezielt einsetzen und damit Menschen foltern und töten. Ryzek setzt sie daher gezielt gegen seine Feinde ein, doch Cyra hat mehr drauf als er denkt. Denn sie ist klug, wenn nicht sogar klüger als er.

Akos Kereseth entstammt einem friedliebenden Volk und steht seiner Familie loyal gegenüber. Doch ein einziger Tag bringt die Wendung. Sein Bruder Eijeh und er werden von Ryzek gefangen genommen, gefoltert und verprügelt. Doch dann trifft er Cyra. Er weiß nicht ob sie sich gegenseitig helfen oder besser zerstören sollen. Denn er will fliehen, doch nicht ohne seinen Bruder.

Wird ihm dieses Vorhaben gelingen?

Wer ist Veronica Roth?

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später „Die Bestimmung“ wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet.



Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich bin sehr verwöhnt von der Beststeller Reihe „Die Bestimmung“ und hatte daher sehr hohe Erwartungen. Haben sich diese erfüllt … leider nein.

Ich muss dies einfach vorneweg nehmen, auch wenn jetzt der ganze Spannungsbogen hin ist, aber es wäre nicht fair, euch dies nicht am Anfang mitzuteilen, damit meine Kritik verständlicher ist.

Im Nachhinein habe ich viele Rezensionen dazu gelesen und die geteite Meinung dieser, zu dem Auftaktbuch einer Buchreihe. Denn, viele haben die gleichen Probleme geschildert, die auch ich hatte.

Ob ich es weiter empfehlen würde, lasse ich mal ein wenig offen.

Es geht in diesem Buch um eine fremde Galaxie und vielen Protagonisten, mit stellenweise schweren Namen und noch viel komplizierteren Charakteren.

Protagonistin Cyra, ist eine weibliche Heldin. Eine mit einem wirklich starken Charakter und einer Lebensgabe, die gleichzeitig ihr Fluch ist. Denn sie trägt Stromschatten in sich, die ihr Schmerzen bereiten, die sie aber auch gegen andere einsetzen kann. Sie kann Menschen foltern und töten, nur mit einer bloßen Berührung ihrer Hand. Eine Lebensgabe, die Cyra fordert und sie zu einer Außenseiterin macht. Denn ihr Bruder Ryzek setzt sie gezielt gegen seine Feinde ein und benutzt Cyra als Waffe. Er missbraucht ihre Lebensgabe für seinen Ruhm. Doch sie wächst daran und wird stark. Sie hat einen unglaublichen Willen. Doch ganz tief in ihrem Inneren, hat sie nur einen einzigen Wunsch, akzeptiert zu werden und liebe zu empfangen. Cyra ist kein wirklicher Sympathieträger, aber mit der Zeit und mit dem Verlauf des Buches wächst sie und wird zu einer wahren Kämpferin. Dieser Wandel hat mich begeistert und zu einem kleinen Fan von ihr gemacht.

Akos, der von Ryzek gefangen und eingesperrt wurde, wird im Laufe des Buches zu Cyras Begleiter. Denn seine Gabe ist es, Cyra Linderung zu verschaffen und die Stromschatten für einen kurzen Moment einzudämmen. Er ist von Anbeginn des Buches an, ein wunderbarer Protagonist. Er hat einen sehr positiven Charakter und eine sehr schüchterne, gleichzeitig aber auch sympathische Art. Er bildet den Gegenpol zu Cyra und weil sie so ein ungleiches Paar sind, ist das Gegenseitige Machtspiel zwischen diesen beiden Menschen sehr gelungen und authentisch. Den Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Der Bösewicht unter den Protagonisten ist eindeutig Ryzek Noavek Cyras Bruder. Er ist kalt, herzlos und nur auf sich besinnt. Um sein Ziel zu erreichen und die daraus resultierende Macht, geht er über Leichen und lässt Menschen töten. Nur um seine Machtposition noch mehr zu unterstreichen und auszubauen. Er schürt Angst, aber gleichzeitig ist er derjenige der schwach ist. Er kann sich nur über andere Menschen profilieren, kann aber selber wenig. Seine Gabe ist die Weitergabe von Erinnerungen. Er löscht unliebsame eigene Erinnerungen, indem er diese an andere weitergibt. Dadurch ist er stets frei von Schuld, frei von Angst und Schmerz.

Es gibt noch viele weitere Charaktere, die zu der Geschichte beitragen. Eine Vielzahl von Ihnen, mit noch fragwürdigen Namen, vielen Facetten und in meinen Augen auch nicht immer zwingend mit tragenden Rollen. Irgendwo tragen sie zwar alle zum entstehen dieser Geschichte bei, doch ihr Platz in dieser wird nicht sofort erkennbar und es dauert mitunter ein wenig um das als Leser herauszufinden. Dennoch ist jeder einzelne von Ihnen, liebevoll ausgearbeitet und dargestellt. Doch, keiner konnte mich so wirklich erreichen, außer die oben erwähnten drei Protagonisten. Zudem könnte ich darauf wetten, würden zwei drei von Ihnen fehlen, würde dies der ganzen Geschichte keinen Abbruch tun.

Das Buch spielt in einer Fantasiewelt. Diese hat mich sehr viel Zeit gekostet, sie zu begreifen, zu verstehen und sie mir ein wenig bildlich vor Augen zu führen. Eine Galaxie, mit vielen unterschiedlichen Planeten und wohl nur einer Spezies. Dem Menschen! Denn jeder Planet ist unterschiedlich und hat eine ganz bestimmte Ausprägung. Sei es das Wasser oder die Kälte, den Kampf bzw. die Brutalität. Mir persönlich ist der Einstieg in dieses Buch sehr schwer gefallen, denn für mich hat sich diese Galaxie nicht direkt erschlossen, sondern ich musste sie als Leser erarbeiten. Die nicht wirklich geläufigen Namen, die unterschiedlichen Bezeichnungen von Planeten oder Teilbereichen dieser, hat mich an manchen Tagen zur Verzweiflung getrieben.

Es war kein Buch, welches sich so herunterlesen ließ. Es war ein Buch, welches meine ganze Aufmerksamkeit gefordert hat und was ich nicht mal ebenso zur Hand nehmen konnte. Ein Buch, was voller Fantasy steckt, mit einer Geschichte, die gut durchdacht und stimmig ist, aber in einem Weltraumszenario spielt, was für mich sehr schwer nachzuvollziehen war.

Ich mag den Schreibstil von Veronica Roth sehr, denn er ist flüssig, gradlinig, an den richtigen Stellen verschnörkelt und nicht übertrieben. Doch dieses Buch hat an manchen Stellen, diverse Längen, die das lesen nicht einfacher machen.

Es ist dennoch spannend geschrieben, hat immer wieder kleine Höhepunkte und Aha- Momente, aber auch traurige Szenarien, die einem ans Herz gehen. Doch, hätte man die eine oder andere Szene verkürzt, wären es bestimmt 50 Seiten weniger gewesen und dies hätte dem Lesen keinen Abbruch getan.
Mein Fazit:

Ein Buch, welches seine Tücken hat. Angefangen beim Schauplatz über die verschiedenen Namen, bis hin zur eigentlichen Geschichte. Für nicht hartgesottene Science Fiction Fans eine Herausforderung und nicht ganz einfach zu meistern. Dennoch, hat dieses Buch auch Highlights, die das negative etwas aufwiegeln. Mich konnte es dennoch nicht ganz überzeugen, da es mich schon ein wenig zur Verzweiflung getrieben hat und ich oftmals aus dieser heraus, das Buch zur Seite legen musste.

Daher habe ich mich für die goldene Mitte entschieden und vergebe ♥♥♥ von 5 Herzen.

In meinen Augen ein Buch für Science Fiction Liebhaber und natürlich für jeden der es spannend findet einfach mal in eine andere Welt einzutauchen. Dennoch mein Tipp, heran wagen und schauen was es mit einem macht!

Vielleicht überzeugt es, vielleicht aber auch nicht!

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bildermau

Bildermaus - Der kleine Drache rettet einen Freund

Maja von Vogel , Dorothea Ackroyd
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 19.06.2017
ISBN 9783785585719
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Das Buch aus der Reihe Lesemaus, finde ich optisch sehr ansprechend gestaltet. Es hat die Größe DinA5 und lässt sich wunderbar in Händen halten. Selbst für kleine Tatzen stellt dies überhaupt kein Problem dar.
Es ist hochwertig verarbeitet, damit es auch das immer und immer wieder gelesen werden kann und das durchblättern gut überlebt und dem Kind lange Freude bereitet. Die Seiten sind vom Papier etwas dicker und lassen sich sehr gut Händeln.
Die Geschichte aus Mama Sicht ist wirklich gut. Es ist eine Geschichte über die Freundschaft und das man auch mal anders sein darf. Dies kann man auf verschiedene Beispiele herunterbrechen. z.B. andere Hautfarbe, andere Haarfarbe, andere Sprache
Anhand solcher Geschichten lassen sich für Kinder unterschiedliche Aspekte erklären und vor allem die Botschaft die dahintersteckt ist viel wichtiger. Nicht das Aussehen alleine zählt, sondern das was in einem ist. Das Herz auf dem rechten Fleck, die Gewissheit sich auf einen Freund verlassen zu können und das anders sein, manchmal gar nicht so verkehrt ist.
Besonders schön finde ich die kleinen gestalteten Bilder. Das Buch ist dadurch sehr ansprechend und lädt die Kinder ein, dabei sein zu wollen, wenn es gelesen wird. Denn etwas anschauen und dabei zuzuhören ist oftmals schöner, als nur zuzuhören.
In der ersten Runde, haben wir das Feld on hinten aufgerollt. Wir haben uns auf den letzten Seiten die Bedeutung der einzelnen Symbole angesehen. Denn mitunter waren diese gar nicht so einfach. Daher war das unser erster Schritt um dann loslegen zu können.
Daher habe ich zuerst das Buch komplett vorgelesen. Maxi hat zugehört. Ist dann aber doch aufgesprungen und wollte schauen, weil er den roten Drachen sehen wollte, der der so anders aussieht. Da kamen dann auch schon die ersten Fragen zum anders sein.
In der zweiten Runde haben wir gemeinsam gelesen. Denn das tolle an diesem Buch ist, dass die Schrift zum einen sehr groß ist, die sogenannte Fibelschrift für Erstleser und das jedes Hauptwort durch ein Bild ersetzt wurde. Ich habe dann die ganzen Wörter gelesen und Maxi hat das Wort zum Bild genannt. Gut das wir diese zuerst gelesen haben, da es mitunter schwer gewesen ist.
In der dritten Leserunde, habe ich die Sätze begonnen, bis zum Bild und Maxi hat diese mit Nennung des Bildes in seinen eigenen Worten beendet. Dadurch ist mein Leseanteil bedeutend kleiner geworden und er war mächtig stolz. Das dies so ohne weiteres machbar ist, liegt vor allem an den kurzen Sätzen. Maxi hat aber nicht nur die Sätze beendet, sondern immer noch dazu gesagt, wie schön er den roten Drachen findet. Er war direkt auf der Seite von Düsbert.
Mein Fazit: Ein tolles Buch für Vorschulkinder und Erstleser. Sie werden spielerisch ans lesen herangeführt und es ist schon grandios zu sehen, wie selbstständig sie mit den Wörtern umgehen und das schon nach zweimaligem lesen. Aber, dieses Buch hat eine ganze besondere Aussage, solch eine, die meinen Sohn lange beschäftigt hat und seitdem ist für ihn das Thema anders sein als andere, sehr wichtig und er nimmt vieles intensiver und aufmerksamer war. Die Kernaussage dieses Buches wurde wunderschön transportiert und dem Kind auf eine anschauliche Art und Weise näher gebracht!
Daher vergebe ich ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ von 5 Herzen.

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geister, jugendbuch, gespenster, band 1, schauergeschichte

House of Ghosts - Das verflixte Vermächtnis

Frank M. Reifenberg , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 16.01.2017
ISBN 9783845817125
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?

Nicht jedes Erbe ist ein Hauptgewinn, doch wenn man eine Villa erbt, geht man davon aus… das ganz große Los gezogen zu haben.
Allerdings, wenn die Villa dann keine Villa ist sondern eine Bruchbude sieht die Welt schon anders aus. Vor allem dann, wenn diese auch noch so aussieht als würde sie jeden verdammten Moment drohen, einzustürzen. Diese Erbschaft scheint kein Glückstreffer zu sein.
Doch zurück nach New York City kann Familie bower nicht, denn sie sind pleite. Daher bleibt ihnen nichts anders übrig, in diesem deutschen Kaff zu sitzen und abzuwarten. Sie ziehen mit Sack und Pack in die Villa ein und versuchen das Beste aus dieser Situation zu machen.
Pamela, aber Melli genannt merkt schon in der ersten Nacht, das etwas ganz und gar nicht in diesem Haus zu stimmen scheint. Immer wieder ist es kalt und sie hört Laute aus dem Gebälk kommen. War da nicht sogar ein Seufzen?
Hotte der Nachbarsjunge hilft Melli zu verstehen, was die Geräusche sein könnten und lüftet mit ihr ein gut gehütetes Geheiminis ihrer Urgroßschwiegercousine Emilie. Die beiden schlittern mitten rein in das größte Geisterabenteuer ihres Lebens, oder auch nicht?

Wer ist Frank M. Reifenberg?
Er absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach als Presse- und Öffentlichkeitsreferent. Er besuchte die Int. Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich in der Leseförderung von Jungen. Die Universität zu Köln berief ihn als Lehrbeauftragten für die Leseanimation von Jungen. 2012 wurde er vom Luxemburger »Centre national de littérature« mit einem Stipendium ausgezeichnet.
Wie hat mir das Buch gefallen?
Ich habe meinem Sohn jeden Abend aus dem Buch vorgelesen und war sehr positiv überrascht, dass er so aufmerksam zugehört hat.
Dieses Buch ist der Auftakt einer ganzen Reihe und ich muss sagen, dieser Auftakt ist sehr gelungen.
Es geht um Melli, die aus den USA aufgrund eines Erbes nach Deutschland ziehen musste. Doch sie tritt mit ihrer Familie nicht nur das Erbe an, sondern auch gleichzeitig den „Job“ ihrer verstorbenen Urgroßschweigercousine.
Um was genau es dabei geht, lasse ich ein wenig offen, um nicht zu viel zu Spoilern. Aber, zumindest verrate ich so viel, dass es sich um Geister handelt. Um Geister, deren Seelen unruhig hin und her wandern und keine Ruhe zu finden scheinen.
Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Melli und einmal aus der Sicht der Untoten Seele, die durch die Villa, die Melli mit ihren Eltern geerbt hat spuckt. Doch was genau es damit auf sich hat und was der Beruf von Mellis Tante war, wird erst ziemlich spät im Buch gelüftet und preisgegeben.
Daher ist es eine gelungene Abwechslung, beide Perspektiven zu lesen. Wobei die Perspektive von Melli überwiegt.
Die Protagonisten, sind unendlich liebevoll und sympathisch dargestellt. So, wie es in einem Kinderbuch sein muss. Die bösen, der Anwalt z.B. ist etwas düsterer und unfreundlich beschrieben. Wobei dies wahrscheinlich auch mit seinem Eigeninteresse zu tun hat, denn er möchte gerne de Villa kaufen. Jeder Protagonist bekommt ein eigenes kleines Charakteristikum und wird diesem auch gerecht. Melli ist ein wenig stoffelig, weil sie einfach nicht in Deutschland sein will und ihre Freundinnen vermisst. Ihre Mutter hingegen, bei der ich immer wieder lachen musste, findet alles toll toll und nochmals toll. Sie ist ein unendlich positiver Mensch und wirbelt nur so herum, dass es eine Freude ist die Passagen mit ihr zu lesen. Mellis Vater ist ein Handwerker, wie er im Buche steht. Ein wenig chaotisch aber versucht alles zu regeln und alles im DIY Verfahren zu meistern. Manchmal klappt es, manchmal nicht! Und kleine Brüder sind natürlich immer lästig und seltenste erwünscht. Hotte der Nachbarsjunge ist ein wenig strange und seltsam, aber fügt sich in die Geschichte grandios ein, weil dieser irgendwann eine zentrale Rolle spielt und ich glaube, Melli ihn mag! Auch wenn er seltsam ausschaut.
Das Buch spielt wie schon erwähnt in Deutschland. In einem kleinen Kaff, welches viele deutsche Komponenten aufweist und das urdeutsche, was Amerikaner wahrscheinlich mit unserem Land verbinden, in einem winzigen Ort vereint. Von Amerika selber, wo Melli vorher gelebt hat, bekommen wir nichts mit und dies wird dem Leser auch nicht näher gebracht.
Der Schreibstil ist simpel, einfach, gradlinig und lässt sich hervorragend lesen. Er ist unverschnörkelt, kindgerecht und eignet sich zum selber lesen, aber auch zum Vorlesen. Denn gerade das Thema Vorlesen, ist ein wichtiger Aspekt bei Kinderbüchern, denn ist das geschriebene Wort zu kompliziert, können die kleinen Kinderohren, dem was wir vorlesen nicht folgen und findet etwas schnell uninteressant. Daher ist es von großer Wichtigkeit, dass dieses Element par excellence umgesetzt wird. Das ist hier der Fall!
Das Buch ist spannend geschrieben und natürlich auch ein ganz kleines bisschen gruselig. So wie es sich für ein Geisterbuch gehört.
Wir als Erwachsene würden sagen, dass Ende war voraussehend, Kinder hingegen sehen es anders und finden es überraschend und gelungen. Mein Sohn war ganz hingerissen und ich musste die letzten entscheidenden Kapitel zwei Mal vorlesen, weil es ihn so gefesselt hat. Also, Spannung… definitiv!
Mein Fazit: Ein wunderbares Buch, zu einer wirklich tollen Idee und einer bestimmt guten Buchreihe. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich fand es sehr schön, dass mein Sohn sich mit dem Buch identifizieren konnte, somit hatten wir ein wunderschönes Einschlafritual, weil er schon ganz neugierig war, wie die Geschichte wohl weitergeht.
Für einen Autoren kein besseres Kompliment!

Von daher vergeben wir 5 von 5 Herzen.

Habt ihr Lust mit euren Kindern gemeinsam, ein spannendes Abenteuer zu erleben und in dieses einzutauchen, dann seid ihr hier genau richtig!
Lese Vergnügen bis zum Ende!

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loewe verla

Leselöwen 1. Klasse - Polizist für einen Tag

Henriette Wich , Lisa Althaus
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 19.06.2017
ISBN 9783785586006
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Linus hat Geburtstag. Er lädt seine Freunde ein und zusammen möchte er mit Ihnen eine tolle Polizei Party feiern. Denn sein großer Bruder Micha ist tatsächlich ein wahrer Polizist. Der darf an solch einem Geburtstag natürlich nicht fehlen.
Aber, große Brüder sind auch für tolle Überraschungen bekannt… Linus wird verhaftet, die Kinder sichern mit ihm zusammen Unfallstellen und ganz zum Schluss gibt es noch eine echte Verfolgungsjagd!
Kann Linus mit seinem Freund Rami den Dieb fassen?

Wer sind Henriette Wich und Lisa Althaus?
Henriette Wich, 1970 in Landshut geboren, hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben, darunter viele Krimis der erfolgreichen Reihe „Die drei!!!“. Henriette Wich lebt mit ihrer Familie in München.

Lisa Althaus studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Akademie der bildenden Künste in München. Sie wohnt in der Bodenseegegend und arbeitet als freie Künstlerin und Illustratorin.


Wie hat mir das Buch gefallen?
Als Mama von zwei Jungs, sind einem wahrlich alle Polizeigeschichten bekannt. Denn die meisten handeln von einem Banküberfall, einem Überfall auf ein Juweliergeschäft etc. Daher war es sehr schön, mal eine komplett andere Geschichte zu lesen. Eine, bei der sich die Kinder selber hineinversetzen können.
Dies hat mir für den Einstieg sehr gut gefallen. Denn jeder Junge möchte gerne mal einen Polizeigeburtstag feiern, oder hat ihn vielleicht sogar schon gefeiert. Daher ist die Identifikation schon von Anfang an gegeben.
Das Buch ist im DinA5 Format und liegt sehr gut in den Hand. Die Seiten sind ein wenig dicker vom Papier, was ein langes Lesevergnügen garantiert, da sie doch robuster gegen das ständige Umblättern sind.
Die Geschichte ist in kurzen und knappen Sätzen erzählt. Die Schrift die die sogenannte Fibelschrift, relativ groß und somit gut lesbar.
Dieses Buch hat einen sehr großen Anteil an Bildern. Diese sind übrigens sehr liebevoll und wunderbar gemalt. Sie treffen genau den Geschmack der Kinder und erzählen die Geschichte schon fast, ohne dass Worte nötig sind. Dadurch ist das Buch zusätzlich sehr ansprechend gestaltet und lässt sowohl Erstleser wie aber auch Vorschulkinder nicht vor Schreck erstarren, wenn sie selber beginnen zu lesen und es ihnen vorkommt, als seien die geschriebenen Worte unendlich.
Da mein Sohn noch nicht lesen kann… aber die Zeit läuft bald ab… haben wir es gemeinsam gelesen.
Beim ersten Mal, habe ich es ihm vorgelesen und er hat dabei gespielt. Doch, die Geschichte hat ihn so gefesselt, dass ich alle 2 Sekunden das Buch umdrehen musste, damit er sich die Bilder anschauen kann.
Beim zweitem Mal lesen, hat es ihn direkt neben mich gezogen, um die Bilder direkt sehen zu können. Diese hat er auch meistens mit seinen eigenen Worten kommentiert.
Besonders gut, hat mir der Wissensteil am Ende des Buches gefallen. Dort sind noch einmal Begrifflichkeiten aus dem Bereich Polizei, die bereits im Buch vorgekommen sind aufgegriffen worden, um sie noch einmal ein wenig mehr zu erläutern.
Zusätzlich kann am Ende des Buches ein Rätsel gelöst werden. Wer dieses Lösungswort auf der Seite vom Loewe Verlag, direkt unter dementsprechenden Buch eingibt, wird für tolle Online Spiele freigeschaltet.
Mich persönlich hat dieses Buch total überzeugt.
Daher vergebe ich 5 von 5 Herzen.

Was sagt Maxi dazu?
„Die Geschichte ist Oberhammer geil!“ Ihm gefallen besonders gut die großen Bildillustrationen, denn anhand dieser, kann selbst er als noch Nichtleser, die Geschichte selber ergründen und erzählen.
„Ich freue mich schon, wenn ich es demnächst selber lesen darf.“ Wahre Worte… ich werde ihn daran erinnern. Wenn er könnte, würde er mehr als 5 Herzen dafür geben.
Dieses Buch wurde direkt zu Oma ins Wochenende mitgenommen.

Unser Fazit: Für Jungs ein absolutes Muss… ein tolles Geschenk für die Schultüte oder zum Schulstart. Damit liegt man genau richtig, denn es motiviert die Kinder, ist ansprechend und es trifft den Zahn der Zeit, was die Geschichte und das Layout betrifft. Dicken Daumen nach oben!
XoXo Maxi & Maren

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175 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

cornwall, bäckerei, liebe, jenny colgan, sommer

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492311298
Genre: Liebesromane

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Endlich ist er da, der Sommer an der Küste von Cornwall und die Touristen sind auf dem Weg um sich die Gezeiteninsel Mount Polbearne anzuschauen. Für Polly Waterford in ihrer kleinen Bäckerei, könnte es nicht besser laufen. Endlich fängt sie wieder an Geld zu verdienen und das muss sie auch. Denn in ihrem Leuchtturm ist einiges zu tun. Dort lebt sie mit der Liebe ihres Lebens, Huckle dem Bienenzüchter.
Doch plötzlich ist die Bäckerei in Gefahr. Die alte Besitzerin stirbt und verebt alles was sie besessen hat ihrer Schwester und den beiden Söhnen dieser. Doch einer der beiden, der sich nun um dieses vermeintlich schreckliche Erbe kümmern soll, ist alles andere Geschäftstüchtig und sieht in der Bäckerei so wie Polly sie führt keinen Profit…
Kann Polly ihn überzeugen, dass sie bleiben darf oder muss sie sich nach einer Alternative umsehen?
Huckle kann sein Leben in Amerika noch nicht ganz vergessen und seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Haben er und Polly eine gemeinsame Zukunft oder schlägt sein Herz für Amerika höher?

Wer ist Jenny Colgan?
Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie hat drei Kinder und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es passiert ganz selten, dass ich mal aus einer Reihe, das erste Buch nicht gelesen habe, sondern mit dem zweiten beginne. Aber, und das habe ich mich beim Lesen ganz oft gefragt, ob mir etwas fehlt. Dies kann ich definitiv verneinen. In meinen Augen sind beide Bücher anscheint sehr autark, so dass ich keinerlei Probleme hat in die Geschichte einzutauchen. Jenny Colgan streut zwar immer wieder kleine Brotkrumen ein, aber diese werden schnell erklärt und man kann als Leser dem Geschehen trotzdem sehr gut folgen.
Demnach, ein Buch auch für jemanden, der Band 1 nicht kennt.
Eigentlich fängt man ja nicht unbedingt mit den Haustieren an, wenn es um Protagonisten geht… aber hier kann ich nicht anders.
Ich habe mich verliebt. (Darf mein Mann nicht hören) Verliebt in einen kleinen wunderbaren Vogel namens Neil, seinerseits ein Papageientaucher. Er ist ein wunderbarer kleiner Geselle, der mich des Öfteren zum Lachen gebracht hat und der diesem Buch ein grandioses Auf und Ab an vielen Gefühlen ermöglicht. Zum einen bringt er einen zum Lachen, zum Schmunzeln, zum dahinschmelzen… im nächsten Moment schlägt das Herz des Lesers höher weil etwas dramatisches passiert und dann erwischt man sich dabei, wie eine kleine Träne weg geblinzelt wird. Neil bereichert mit seiner Art das Buch ungemein und die Szenen mit ihm, verleihen der ganzen Geschichte viel Frische und einen gewissen Witz und Charme.
Polly Waterford, die eigentliche Protagonisten finde ich manchmal etwas einfältig. Es gibt Situationen, in denen ich sie am liebsten nehmen und schütteln würde. Sagen würde, „Mädchen, jetzt wach mal auf und höre mit der Bemitleidung deiner selbst auf!“ Fand sie daher leider etwas anstrengend und ganz oft langweilig. Polly hat wenig Ecke und wenige Kanten. Sie ist das liebe Mädchen von nebenan, welches sich in das herstellen ihrer Teige verträumt, welche wunderbare Kreationen mit Liebe und Hingabe backt, aber als Mensch, fehlt mir das gewisse Etwas. Polly fehlt eigentlich der Kniff zum Hauptprotagonisten Dasein. Sie ist für mich nicht greifbar genug und durch ihre ganze Art zu glatt.
Huckle, ihr Freund… Polly bezeichnet ihn als Liebe ihres Lebens. Ein Mann wahrscheinlich zum Pferde stehlen, warum sonst würde er freiwillig in einem Leuchtturm leben, tut alles für Polly. Er geht zurück in die USA, um dort auf einer Farm zu arbeiten, die sein Bruder Dubose mit seiner Freundin Clemmie versucht hat zu bewirtschaften und eher das Gegenteil erreicht hat. Mir wird noch nicht ganz klar, wieso er diesen Schritt geht. Nur des Geldes wegen um Polly zu unterstützen, oder weil er selber mit seinem Leben dort noch nicht abgeschlossen hat. Schwierig! Dennoch finde ich ihn als Protagonisten ganz gut, da er wenigstens Ecken und Kanten hat und nicht so still ist wie Polly, die oftmals alles nur über sich ergehen lässt. Er kann zumindest auch mal auf den Tisch hauen!
Es gibt noch ganz wunderbare andere Charaktere, die beiden Mitarbeiter von Polly Jayden und Flora, der Tierarzt Patrik, ihre beste Freundin Kerensa mit ihrem prolligen Ehemann Reuben (der mir übrigens echt sympathisch ist) und die Witwe Selina, deren Mann im ersten Band verstorben ist und kurzzeitig Pollys Liebhaber war.
Diese Mischung macht das Buch so wunderbar interessant. Reuben, der eigentlich keine wirkliche Hauptfigur ist, hat mich mit seiner prolligen Art immer wieder zum Lachen gebracht. Er ergänzt ganz wunderbar das Bild um Polly und ihre ruhige Art. Endlich mal jemand, der wirklich ungeschliffen ist und das Buch mit seiner unangepassten Art bereichert.
Mir gefällt das Zusammenspiel der gesamten Charaktere sehr gut.
Als Ort des Geschehens hat sich Jenny Colgan für die Gezeiten Insel Mount Polbearne entschieden, die vor der Küste Cornwalls liegt. Diese Insel gibt es wirklich… ein kleines malerisches Fischerdorf, welches nur bei Ebbe zu Fuß zu erreichen ist. Jenny schafft es mit ihrem Stil, diesen Ort stets in einem wunderbaren Licht erscheinen zu lassen. Ein Licht, welches direkt einlädt dort hinzufahren und Urlaub zu machen. Es lädt zum Träumen ein und passt wunderbar zu diesem Buch.
Die Geschichte an sich, ist auch in ihrer Grundform sehr simpel. Was mir aber besonders gut gefällt, ist das Jenny Colgan aus der typischen Bäckereikulisse ausbricht und den Fuß in ein Terrain hineinsetzt, was nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Sie stattet den Food Trucks einen Besuch ab und lässt sogar Foodies, Menschen die auf der Suche nach neuem, selbsthergestelltem, qualitativ hochwertigem Essen sind, mit einfließen. Dadurch bekommt das Buch eine neue Wendung. Raus aus dem alten und rein ins neue! Dennoch würde ich diese Geschichte schon der Rubrik, Liebesroman, Romantik zuordnen. Denn der Kitschfaktor ist einfach da!
Es lässt sich leicht lesen. Hat keine verschachtelten Sätze und ist relativ einfach und simpel geschrieben. Es lebt ganz klar von den umschreibenden Adjektiven, die dem Text das bildliche verleihen. Ein Buch welches zum Schmökern einlädt. Welches gerne mal schnell zur Hand genommen werden möchte. Besonders an tollen Sommertagen ist dies ein wahrer Genuss und die Zeit verfliegt wie im nichts. Dennoch, finde ich manche Abschnitte einfach zu lang. An manchen Stellen hätte ich es mir gewünscht, dass es kürzer und prägnanter ist. Da werden manche Abhandlungen in epischer Breite erzählt, wenn das Kürzere in meinen Augen das Bessere gewesen wäre. Öfters Mal direkt auf den Punkt kommen.
Aufgrund dessen und weil mir Polly als Protagonisten nicht ganz so gut gefällt vergebe ich 4 von 5 Herzen.
Mein Fazit: Ein Buch, welches jedes Backherz höher schlagen lässt. Ein Buch, was durch seine Liebe zum Detail, gerade in Bezug auf das backen besticht und einfach Lust und Hunger macht. Man kann oftmals förmlich die Leckereien riechen. Ein Buch, welches ideal für den Sommer ist und den Tag am Strand, See, Meer oder Pool versüßen wird.
In meinen Augen ist es eigentlich für jeden geeignet. Aber besonders für die, die gerne backen und sich daher umso mehr in die Liebe, die Polly ihren Leckereien zukommen lässt, hineinversetzen kann.
Nun, muss ich erst einmal etwas essen… denn das schreiben alleine darüber macht großen Hunger!
Ich persönlich bin gespannt auf Band 3, der im Oktober erscheint und hoffe das Neil dort einen größeren Auftritt erhält.
XoXo
Maren

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

loewe verlag

Bildermaus - Ein Tag auf der Baustelle

THiLO , Michael Böhm
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 19.06.2017
ISBN 9783785585986
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie hat mir das Buch gefallen?
Das Buch aus der Reihe Lesemaus, finde ich optisch sehr ansprechend gestaltet. Es hat die Größe DinA5 und lässt sich wunderbar in Händen halten. Selbst für kleine Tatzen stellt dies überhaupt kein Problem dar.
Es ist hochwertig verarbeitet, damit es auch das immer und immer wieder gelesen werden kann und das durchblättern gut überlebt und dem Kind lange Freude bereitet. Die Seiten sind vom Papier etwas dicker und lassen sich sehr gut Händeln.
Die Geschichte aus Mama Sicht ist wirklich gut. Es ist nicht die typische Baugeschichte die man sonst kennt. Wir bauen ein Haus etc. Es ist spannender, denn es wird ein Schatz gefunden. Mehr verrate ich hier nicht. Für mich ist dies quasi das Highlight in dieser Story und macht sie zu etwas besonderem. Natürlich treffen wir auch hier auf die altbekannten Baustellen Gerätschaften und natürlich kommen all diese Dinge nicht zu knapp davon in diesem Buch vor, so dass kleine Bauarbeiter richtig viel Spaß haben, zuzuhören oder sogar selber mitzulesen.
Besonders schön finde ich die kleinen gestalteten Bilder. Das Buch ist dadurch sehr ansprechend und lädt die Kinder ein, dabei sein zu wollen, wenn es gelesen wird. Denn etwas anschauen und dabei zuzuhören ist oftmals schöner, als nur zuzuhören.
In der ersten Runde, habe ich das Buch vorgelesen. Maxi hat zugehört. Ist dann aber doch aufgesprungen und wollte schauen, weil er den Schatz sehen wollte. Es hat ihn quasi gepackt und er war direkt begeistert.
In der zweiten Runde haben wir gemeinsam gelesen. Denn das tolle an diesem Buch ist, dass die Schrift zum einen sehr groß ist, die sogenannte Fibelschrift für Erstleser und das jedes Hauptwort durch ein Bild ersetzt wurde. Ich habe dann die ganzen Wörter gelesen und Maxi hat das Wort zum Bild genannt. Das war anfänglich gar nicht so einfach. Gut das am Ende des Buches eine Legende ist. Zur Verbesserung: Diese hätte ich mir am Anfang gewünscht!
In der dritten Leserunde, habe ich die Sätze begonnen, bis zum Bild und Maxi hat diese mit Nennung des Bildes in seinen eigenen Worten beendet. Dadurch ist mein Leseanteil bedeutend kleiner geworden und er war mächtig stolz. Das dies so ohne weiteres machbar ist, liegt vor allem an den kurzen Sätzen.
Mein Fazit: Ein tolles Buch für Vorschulkinder und Erstleser. Sie werden spielerisch ans lesen herangeführt und wenn sie besonders interessiert an dem Thema Baustelle sind, ist es fast schon grandios zu sehen, wie selbstständig sie mit den Wörtern umgehen und das schon nach zweimaligem lesen.
Daher vergebe ich 5 von 5 Herzen.

Was sagt MAXI?
Um es in den Worten meinen Sohnes zu sagen: „Mama, ich kann lesen! Gib mal her!“ Für ein Kind nichts Schöneres. Ihm gefällt die Geschichte richtig gut, weil sie anders ist. „Spannend Mama, spannend! Und richtig coole Baufahrzeuge!“ Ganz besonders der Grader hat es ihm angetan.
Ich glaube Bildermaus hat alles richtig gemacht…

Von uns beiden eine absolute Leseempfehlung!!!

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

england, krimi, alan bradley, mord ist nicht das letzte wort, verlag penhaligon

Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort

Alan Bradley
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783641203627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Flavia ist zurück aus Kanada, sie hat das Internat hinter sich gelassen und kann endlich nach Hause kommen, zurück nach Buckshaw. Zurück zu ihren beiden Schwestern Feely und Duffy und zu der nervigen Undine, die seit dem Tod ihrer Mutter ebenfalls dort lebt.
Doch bei Flavias Ankunft ist alles anders. Ihr Vater liegt im Krankenhaus und ihre Schwestern führen das Regiment im Haus. Flavia bleibt nur eines… fliehen. Daher schwingt sie sich auf ihr geliebtes Fahrrad Gladys und fährt ins Dorf.
Dort wird ihr direkt eine Aufgabe zu teil, die Frau des Pfarrers bittet sie, dem abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge eine Nachricht zu überbringen. Doch niemand öffnet als Flavia klopft.
Neugierig betritt Flavia die Hütte und ist überrascht. Sie hätte alles erwartet aber keinen Stapel Kinderbücher, im Hause eines Junggesellen. Vor allem nicht, vom berühmten Kinderbuchautor, mit dessen Geschichten alle Kinder groß geworden sind.
Doch das ist nicht das Einzige, Flavia macht einen unerwarteten Fund – denn an der Schlafzimmertür hängt, kopfüber gekreuzigt, der tote Mr. Sambridge …


Wer ist Alan Bradley?
Alan Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Nach einer Laufbahn als Elektrotechniker, zuletzt als Direktor für Fernsehtechnik an der Universität von Saskatchewan, zog Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau Shirley auf der Isle of Man.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Bei diesem Buch handelt es sich um eine ganze Reihe. Meine Empfehlung ist, erst die anderen lesen, dann mit diesem weitermachen, denn gerade dieses Mal ist es mir besonders bewusst geworden, das ein Quereinstieg kaum möglich ist, da Alan Bradley wenig aus den vorherigen Büchern erzählt.
Diese Reihe ist gemacht für wahre Fans von Flavia de Luce. Von Fans der ersten Stunde.
Lange habe ich gewartet und als ich das Buch dann endlich in den Händen gehalten habe, musste es auch sofort gelesen werden.
Und dann… kam irgendwie eine Unzufriedenheit in mir auf. Diese ist mit jeder Seite gewachsen und hat sich auch lange Zeit nicht abgestellt.
Mir hat etwas gefehlt, bzw. mir ist von Seite auf Seite das lesen schwerer gefallen.
Ich habe überlegt, womit das Ganze zusammen hängen könnte und habe relativ schnell die Lösung gefunden. Es war die Story.
Die Story, ist einfach nicht Flavia Like! Sie ist irgendwie anders.
Normalerweise konnte ich von Anfang an, sofort in die Story eintauchen, in das Leben von Flavia, in ihre Gelüste und Vorliebe für Chemie und ihre sehr unkonventionelle Art Morde aufzudecken und den Täter zu finden.
Dieses Mal war es anders. Denn der Tote Mr. Sambridge, den Flavia in seinem Haus gefunden hat, war nicht einfach nur ein Holzbildhauer, sondern hatte auch noch ein weiteres Geheimnis. Sozusagen ein zweites Leben. Dieses Verwirrspiel hat mich ein wenig aus der Bahn geworfen. Denn die erwähnten Kinderbücher im Klappentext spielen eine größere Rolle, als vielleicht ursprünglich angenommen. Aus diesen wird zwischendurch immer wieder rezitiert. Es werden immer wieder Stellen herausgepickt und in die Story mit eingeflochten. Vielleicht ist es das gewesen, was mir das Leben schwer gemacht hat. Es war nicht einfach dort einzutauchen, es war verzwickt und stellenweise zu lang.
Ab Seite 200 ist Flavia dann wieder die alte geworden. Als das erste Mal wirklich die Chemie zum Einsatz gekommen ist. Aber leider nur um ein Foto zu entwickeln. Also, noch nicht einmal eine tragende Rolle hat man dieser Materie in diesem Buch zugeschrieben. Das hat mich ein wenig traurig gestimmt, denn eigentlich ist dieser Teil immer das, was die Story rund um Flavia auszeichnet. Ein wahres Feuerwerk an chemischen Details, kleinen verliebten Versuchen und eine Kombinationsgabe, die nur auf chemischen Gegebenheiten beruht und einen einfachen Mord plötzlich zu einem wahren Highlight werden lässt.
All das war irgendwie dieses Mal nicht da.
Dennoch, als Flavia angefangen hat zu kombinieren und hinter das wirkliche Leben von Mr. Sambridge gekommen ist, ließ sich das Buch besser lesen. Es wurde flüssiger und hat den Flavia Touch wieder erlangt. Alles was mir zu Anfang gefehlt hat.
Liebhaber dieser Reihe, wissen genau was ich meine, wenn ich von der Liebe zur Chemie spreche und mir als Leser diese Liebe fehlt. Dann ist das Buch nur halbfertig, denn das was diese Reihe auszeichnet auf der Strecke geblieben ist. Etwas, dass mich ein wenig traurig gestimmt hat.
Man merkt, dass Flavia erwachsener geworden ist, als sie die Zeit im Internat in Kanada verbracht hat. Aber… es bedeutet doch nicht, dass man als Leser plötzlich das Gefühl bekommt, man hat einen völlig anderen Protagonisten vor sich.
Auf den letzten Seiten hat Alan Bradley wieder zu seiner Flavia Form zurückgefunden und die Seiten sind wie im Flug vergangen. Ich konnte es nicht schnell genug lesen, um hinter das Rätsel zukommen. Es war überraschend und nicht wirklich vorausschauend. Doch, das wirkliche Highlight, welches nach der Aufklärung kam, war der Cliffhanger auf der Letzen Seite. Er hat mich schier zur Verzweiflung getrieben, oder besser gesagt traurig gestimmt.
Im ersten Moment dachte ich, so kann ein Buch nicht enden. Nein, das ist einfach nicht machbar. Aber anscheint ja schon, denn es ging nicht weiter. Alles war gesagt und es war wahrlich zu Ende.
Nun heißt es warten auf Band 9 und schauen wie Alan Bradley den Cliffhanger verwandelt und ins neue Buch mit diesem einsteigt.
Das Ende hat mich ein wenig besänftigt und auch die Tatsache, dass mich dieses Mal nicht alles überzeugt hat.
Mir hat ganz klar die Chemie gefehlt. Mir war das was Alan Bradley dem Leser angeboten hat, einfach zu wenig. Mir war das Prozedere um den Toten zu viel und zu verwirrend, da einfach zu viele Namen irgendwann ins Spiel gekommen sind, die das Verfolgen der Handlung erschwert haben. Mir hat ganz oft der typische Flavia Witz gefehlt.
Doch… die Wendung ist gekommen und ich wurde hineingerissen in die Welt von Buckshaw. Besser spät als nie!
Daher vergebe ich dennoch 4 von 5 Herzen!
Mein Fazit: Aktuell für mich das schwächste Buch der Reihe und definitiv nur für hartgesottene Flavia Fans geeignet. Dennoch wie immer brillant geschrieben und leicht, locker, fluffig zu lesen. Vor allem der Teil, der wieder nur so vor chemischen Worten geprägt ist, kommt mit einer Leichtigkeit daher, die seines gleichen Sucht. In solchen Dingen ist Alan Bradley für mich ein wahrer Meister. Der der seine Kunst versteht und sie anwendet um dem Leser trotz alledem ein wahres Vergnügen zu bereiten. Dies ist mitunter nicht einfache, aber absolut exzellent.
Daher, wer Fan von Flavia ist, sollte dieses Buch einfach lesen. Der der Flavia noch nicht kennt, hat bis dato auf jedenfall etwas verspasst. Daher heißt es… nachholen und mit Band 1 loslegen!
XoXo
Maren

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148 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

new york, drogen, restaurant, alkohol, essen

Sweetbitter

Stephanie Danler , Sabine Kray
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036720
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Tess hatte nie vor, als Kellnerin zu arbeiten. Ihr eigentliches Ziel war, raus aus der Provinz, rein ins wahre Leben, rein in die Großstadt. Dafür schien New York genau das richtige zu sein.
Relativ schnell landet Tess dort in einem New Yorker Restaurant, dem Besten. Für sie ist dieser Job, wie die Eintrittskarte ins Universum. Dort lernt sie wie die Gesetze der Küche lauten, welche Regeln sie als Kellnerin zu beachten hat, was manche Kunden für Menschen sind und wie diese ganz eigene Welt tickt.
Ein Wein ist nicht bloß ein Wein. Er kann dafür sorgen, dass der falsche Wein im falschen Moment zu einem wahren Desaster werden kann. Das ein Wein ein Menü unterstreicht, es streichelt, es umgarnt und es diesem ganz neue Geschmacksknospen offeriert.
Und eine Auster, ist nicht bloß eine Auster. Eine Auster ist eine Auster, eine Auster, eine Auster! Eine Laune der Natur, mit einer wahren Einzigartigkeit im Geschmack.
Ein Buch voller Genüsse und Obsessionen!

Wer ist Stephanie Danler?
Stephanie Danler fing im Alter von 15 Jahren an, in Restaurants zu arbeiten. Als sie 2006 nach New York kam, um dort kreatives Schreiben zu studieren, begann sie im edlen Union Square Café zu kellnern. Sie verliebte sich in die Arbeit, das Essen, die Leute und die Stadt. Inspiriert durch ihre Erfahrungen aus dieser Zeit, schrieb sie ihr Debüt „Sweetbitter“. Stephanie Danler lebt in Brooklyn, New York.


Wie hat mir das Buch gefallen?
Ich glaube es ist noch nie vorgekommen seitdem ich als Buchblogger tätig bin, dass ich ein Buch einfach nicht zu Ende lesen konnte.
Ja, ihr habt ganz richtig gehört, ich habe es nicht zu Ende gelesen. Ich habe auf Seite 110 kapituliert.
Wieso das Ganze?!
In dem Buch, geht es um Tess. Eine junge Frau, die auf der Suche ist. Auf der Suche nach einer neuen Perspektive in New York. Deswegen bewirbt sie sich als Kellnerin in dem besten Restaurant der Stadt und wird genommen. Der Leser wird entführt in eine Welt, voller Genüsse, cholerischer Chefs, gutaussehender Kollegen und viel Alkohol. Und ab genau diesem Punkt, habe ich gestreikt.
Ich habe lange versucht Tess als Protagonisten zu greifen, habe versucht zu verstehen was sie dort für Erfahrungen sammelt und habe versucht zu verstehen, was für eine Person Tess ist. Doch all dies kann ich nicht beantworten, denn ich habe keinerlei Zugang zu ihr gefunden. Ehrlich gesagt, kann ich sie weder beschreiben von ihrem Wesen her, noch von ihrem äußeren. Sie ist mir ein wahres Rätsel. In meinen Augen steigt und fällt gerade die Geschichte mit den Protagonisten. Aber nicht nur das, der Hauptprotagonist erweckt diese zum Leben und füllt das Buch mit seinen Worten und seinem Wesen.
Da Tess als Hauptprotagonistin ausscheidet, wer bleibt da noch übrig? Leider viele andere, die ich alle noch viel weniger greifen kann. Keiner von diesen ist mir in Erinnerung geblieben, keiner von diesen, war so markant, dass ich ihn sympathisch fand und eine Leser-Protagonisten Beziehung aufbauen konnte.
Das Ganze hat sich für mich dann als wahrlich schwer erwiesen, weiter zu lesen und dem Buch eine wirkliche Chance zu geben. Denn, das Thema welches der Klappentext offeriert, mich schon sehr angesprochen hat.
Auf den ersten Seiten des Buches, wird Stephanie Danler sehr poetisch. Nein, anders… sie versucht poetisch zu sein. Denn sie versucht mit Phrasen die unterschiedlichen Geschmäcker zu fixieren und dem Leser näher zu bringen. Das gelingt ihr in meinen Augen nicht wirklich, denn das was sie versucht ist zu all dem anderen, ein mehr als markanter Stilbruch, der einfach nicht zum Rest des Buches passt.
Dennoch, war die Story dahinter eigentlich der Anreiz es zu lesen. Aber auch die Story konnte mich einfach nicht überzeugen und auch nicht packen. Sie war sehr lahm, ohne einen wirklich roten Faden und ohne wirklich jeden Hintergrund. Ja, es geht um das Schmecken. Um das Schmecken von Speisen und dem Wein. Doch in meinen Augen ging es eher darum, was passiert wenn das Restaurant zu macht und die Angestellten sich maßlos an der Theke besaufen! Dieses Szenario wird in epischer Breite erzählt. Und mir ist immer noch nicht klar, was Tess eigentlich dort im Restaurant für eine Funktion bekleidet. Ist sie Kellnerin, Barfrau, Mädchen für alles? Und was bitte hat es mit den ominösen Handtüchern auf sich?!
Also, im Großen und Ganzen war es einfach so, dass ich bei Seite 110 kapituliert habe. Für mich war es einfach kein Vergnügen in dieses Buch einzutauchen, mich treiben zu lassen und mich in New York wiederzufinden. Es war eher so, dass ich ständig das Gefühl hatte, mich ermüdet was ich lese, mich macht es nicht glücklich und ich mag den Schreibstil nicht.
Der Stil von Stephanie Danler ist sehr holprig. Er ist ohne Ecken und Kanten und er ist langweilig und monoton. Auch gut zu beschreiben mit kalt und emotionslos. Mir hat einfach die Hitze, die Schnelligkeit, das Laute und Raue gefehlt, was für mich den Job in einem Restaurant ausmacht. Der Umgangston untereinander und dann gegensätzlich dazu, das schöne Bild, welches für den Gast gemalt wird. Etwas, dass mir total fehlt!
Lange dachte ich, ich sei mit meinem Problem alleine und habe es dann tatsächlich gewagt andere Rezensionen zu diesem Buch zu lesen. Die meisten davon gehen in meine Richtung, was mich sehr gewundert hat. Andere haben das Buch als „polarisierend“ bezeichnet. Dazu kann ich nur sagen: Niemals… dieses Buch hat keinen Ausgangspunkt, was zum Polarisieren einlädt. Es ist eher ein Buch, welches eine ganz bestimmte Klientel von Leser benötigt. Eine, die es nüchtern mag, die es liebt unverschnörkelt Dinge zu lesen und der stupide Stories mit nicht greifbaren Protagonisten nichts ausmacht.
Daher kann ich kein wirkliches Fazit geben außer, dass es mich persönlich nicht angesprochen hat und das es leider kein Buch ist, welches ich so ohne weiteres weiterempfehlen würde.
Dennoch glaube ich, dass es bestimmt Leser dafür gibt. Die genau das lieben, was mich zur Verzweiflung gebracht hat. Die nach dem lechzen, was ich nicht wirklich mag und was mein Lesevergnügen sehr stark beeinträchtigt hat. Daher glaube ich muss jeder diese Erfahrung mit sich selber ausmachen, ob er dem Buch eine Chance geben möchte oder nicht. Ob er mit aufspringen will auf den Zug, der kontroversen Diskussionen, was dieses Buch nun verkörpert und was nicht.
Daher vergebe ich nur 1 von 5 Herzen.
In diesem Sinne, lasse ich euch mit euren Gedanken und Tess, der nicht greifbaren Protagonisten alleine und schaue mal, ob sich einer an dieses Buch heranwagt und vielleicht einen besseren Draht zu diesem findet als ich.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, akademie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Worum geht es in dem Buch?
Anne lebt im Waisenhaus St. Lupin. Sie sehnt ihrem 13 Geburtstag fieberhaft entgegen, denn dann erhält sie endlich das Ticket um dieses elendige Heim verlassen zu dürfen.
Ihr Wunsch ist es an einer der vielen Abenteuerakademien angenommen zu werden, doch bis dato hat sie nur Ablehnungen erhalten. Bis zu dem Tag als Jocelyn bei ihr auftaucht und ihr mitteilt, dass sie an der berühmt – berüchtigten Todesberg Abenteuerakademie angenommen wurde.
Anne kann es kaum fassen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope und dem jungen Zauberer Hiro, sowie dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne ihre erste Prophezeiung bestreiten.
Wäre da nicht ein Problem. Anne hatte keine einzige Stunde Unterricht und weiß nicht wie sie diese Prophezeiung binnen drei Tagen lösen soll. Denn nicht nur ihr Schicksal hängt davon ab, sondern auch das der Akademie, wenn nicht sogar der ganzen Welt.
Schafft es Anne die Prophezeiung zu lösen und ihre Freund und sich zu retten?





Wer ist Wade Albert White?
Wade Albert White lebt zusammen mit seiner Frau, seinen Söhnen und einer Katze in Nova Scotia, Kanada. Neben dem Schreiben unterrichtet er als Halbtagskraft und versucht sich außerdem als Filmemacher. „Saint Lupin´s Academy“ ist sein erstes Buch.


Wie hat mir das Buch gefallen?
Ich hatte mir dieses Buch aufgrund des Klappentextes ausgesucht und wollte mich einfach mal überraschen lassen, ob es mir gefällt und ob es meinen Geschmack bzgl. Jugendbuch trifft.
Leider muss ich gestehen, habe ich mich sofort in den Schreibstil und die Art der Erzählung von Wade verliebt. Normalerweise würde ich bei einer Rezension niemals mit dem Schreibstil anfangen, aber hier muss ich dies einfach tun, denn das Buch lebt von diesem. Er ist leicht, fluffig, locker, witzig, humoristisch und spannend. Er ist von einer Präzision, wie es nur in ganz wenigen Büchern vorkommt. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Sätze überladen sind, sondern eher punktiert und genauestens dosiert. Dieses Buch lässt sich gradlinig, schnell und flüssig lesen. Ich persönlich mag die Kombination aus Witz und jugendlicher Wortwahl. Dies verleiht dem Buch seinen ganz eigenen Charme.
Die Geschichte hinter diesem Buch, ist in meinen Augen sehr durchdacht und schlüssig. Mir fehlt nicht zwingend etwas. Allerdings hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle, das Ganze ein wenig ausführlicher gewünscht, aber dies schulde ich dem Genre, Jugendbuch. Wahrscheinlich würde das ausführliche den Geschmack dieser Altersgruppierung nicht zwingend treffen. Sie benötige vieles nicht in epischer Breite, sondern wahrscheinlich eher auf den Punkt, mit etwas Spielraum für die eigene Phantasie zu lassen. Die wird definitiv angeregt und lässt eine unendliche Weite an Spielraum.
Der Schauplatz dieses ganzen Spektakels, ist quasi eine Welt nach unserer. Das merkt man daran, dass oftmals Namen fallen, wie die „alte Welt“, oder früher nannte man es Roboter. Daher schließe ich daraus, dass unsere aktuelle Welt in dem Zustand, wie sie momentan ist nicht mehr existiert, sondern diese aus vielen kleinen dahin treibenden Inseln im Universum besteht. Das Ganze untermalt er mit neuen Fantasy Ideen, wie z.B. das reisen mit Drachenfeuerbällen, oder das sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzt werden. Sehr schön sind auch die Zombiehaie. Wahrscheinlich ein Überbleibsel aus der alten Welt. Die Welt, die er erschaffen hat, gefällt mir als Schauplatz sehr gut und passt wunderbar zur Geschichte, die dem Leser suggeriert wird.
Da wir das Feld nun von hinten aufrollen, kommen wir erst jetzt zu den Protagonisten.
Die ganze Geschichte, die wir als Leser erleben dürfen, nehmen wir aus der Sicht von Anne war. Sie ist die Hauptprotagonisten in diesem Buch. Sie ist 13 Jahre alt und seitdem sie denken kann, lebt sie in dem Waisenhaus, denn sie weiß nicht woher sie kommt. Sie hat trotz aller Recherchen nicht herausfinden können, wo ihr zu Hause ist und das obwohl sie ein prägnantes Merkmal hat. Gelbe Augen! Doch selbst diese konnten ihr nicht weiterhelfen. Sie ist ein sehr wissbegieriges und mutiges Mädchen, eines was in einem Jugendbuch nicht fehlen darf und was zudem sehr sympathisch ist und den Leser gleich fesselt.
Ihre beste Freundin Penelope hat ein anderes Schicksal ereilt, wieso so in diesem Waisenhaus sein muss. Aber der wirklich große Unterschied zwischen den beiden ist, dass Penelope eine Art Kriegerin ist. Sie ist sich nicht zu fein zu kämpfen und alles mit einem wahren Sinn für Kurzschlusshandlungen zu besiegeln. Sie nimmt selbst Jungs in den Schwitzkasten und würde für ihre beste Freundin Anne sterben.
Hiro, der junge Zauberer, den die beiden auf ihrem Weg kennenlernen, ist ein wahrer Klugscheißer und ein wandelndes Lexikon. Er weiß einfach alles und lässt sein noch so kleines Wissen in jede Situation einfließen. Mit seinen Zauberkünsten klappt es noch nicht so wirklich, aber das kommt schon noch.
Die drei ergänzen sich auf ihre ganz eigene Art wunderbar und verleihen der Geschichte einen ganz eigenen Touch.
Es gibt noch viele weitere Protagonisten, angefangen bei Jocelyn und der Oberin, hin zu Hund und Rokk oder Nana. Aber, und das sei gesagt will ich nicht mehr verraten, denn ansonsten würde ich zu viel dieser abenteuerlichen Reise preisgeben. Daher belasse ich es bei diesen drei und kann nur sagen, dass es keinen Protagonisten gab der mir in seiner Ausführung nicht gefallen hat. Alle waren wunderbar in ihrem gemeinsamen Zusammenspiel und harmonieren so gut miteinander, dass man sie als Leser einfach gern haben musste.
Was mir besonders gut gefallen hat, war dass es zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder kleine Einschübe gegeben hat, aus irgendwelchen Handbüchern, Schriften etc. die Warnungen oder Tipps ausgesprochen haben. Diese sind mit einem Witz geschrieben, dass sie alleine eine Wonne waren gelesen zu werden.
Ihr sehr mir hat dieses Buch, das Auftaktbuch einer hoffentlich ganzen Reihe sehr gut gefallen.
Daher vergebe ich 5 von 5 Herzen.
Mein Fazit: Ein Buch nicht nur für Abenteurer wie sie im Buche stehen, sondern für alle die Lust haben in eine völlig neue Welt abzutauchen. Eine Welt voller neuer Geschöpfe, fliegender Inseln, alter Roboter und natürlich einer großen Prophezeiung die gelöst werden will. Ein Buch in meinen Augen für Jung und Alt. Denn es lässt die Phantasie spielen, lässt die Gedanken reisen und schenkt einem an trüben stressigen Tagen, ein wenig Zeit in seiner Kindheit.
Für mich ein toller Auftakt für eine ganze Reihe toller Abenteuer, die bestritten werden wollen.
Ich hoffe ich kann meinen Sohn bald dazu animieren, dieses noch einmal gemeinsam mit mir zu bestreiten.
Von daher…
Es lohnt sich!
XoXo Maren

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