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275 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

thriller, fbi, ethan cross, geiselnahme, cia

Spectrum

Ethan Cross , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404175550
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einen Minuspunkt muss ich leider gleich zu Anfang loswerden: Der Klappentext verrät leider schon sehr viel von der eigentlichen Handlung. Das finde ich immer sehr schade, weil man dann schon weiß, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Deswegen: Am besten einfach das Buch schnappen, dann spoilert man sich nicht selbst :)


Das Buch beginnt direkt mit einem Massaker in Südafrika und man lernt Isabel Price kennen. Die Brutalität, mit dem der Vorfall geschildert wird, wird Ethan Cross-Fans bekannt vorkommen und ist sicher nichts für schwache Nerven.


Dann gibt es aber direkt einen großen Sprung und man lernt die verschiedenen Personen kennen, die in diesem Thriller eine Rolle spielen. 

Hier steht für mich an erster Stelle August Burke, ein Berater des FBI. Er hat das Asperger Syndrom, fühlt sich unter Menschen nicht wirklich wohl, kann aber knallhart analysieren. Seine Art macht ihm zu einem sehr sympathischen Ermittler, der auch ein bisschen Witz in die ansonsten sehr ernste Geschichte bringt. 

Als skrupelloser Verbrecher wird "Krüger" eingeführt, der sein Geld als Söldner verdient und vor keinem Mord zurückschreckt. Hier hat es Cross geschafft, auch solche Charakterzüge einzubauen, was ihn für den Leser zwar nicht sympathischer, dafür aber menschlicher macht.


Insgesamt sind es sehr viele Personen, weshalb ich etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen. Isabel, der man aufgrund des Einstiegs eine große Rolle zuschreibt, geht hier leider sehr unter. Auch die vielen Perspektivwechsel haben mich mehr verwirrt als Spannung aufgebaut. 


Die Story an sich ist sehr vielschichtig, wobei der ein oder andere Aspekt allerdings für mich zu kurz kommt. Zwar fügt sich am Ende alles zusammen, doch es bleiben offene Fragen und es geht dann alles sehr, sehr schnell. Dafür gab es zwischendrin einige Länge bzw. wurden Aspekte aufgegriffen, die später nicht mehr vorkamen. Diesen "Platz" hätte man besser für den Haupterzählstrang nehmen können.


Das Ende ist gelungen und schreit nach einer Fortsetzung, erinnert aber sehr stark an die Shepherd-Reihe, denn es wird wieder eine Taskforce gegründet. Vor allem wird hier auch das Geheimnis rund um den Titel gelöst. 


Von Dr. Burke möchte ich auf jeden Fall mehr lesen, die anderen Figuren konnten mich leider nicht komplett überzeugen. Insgesamt war das Buch für mich okay, aber auch nicht herausragend. Von mir gibt es 3 Sterne!



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(34)

79 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

usa, thriller, weißes haus, sam bourne, anschlag

Der Präsident

Sam Bourne , Ruggero Leò
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404176588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer von euch hat es auch nicht glauben können, dass Amerika Trump zum Präsidenten gewählt hat? Natürlich wird in diesem Buch der Name "Trump" nicht ein einziges Mal erwähnt - allerdings sind die Ähnlichkeiten zum "echten" Präsidenten doch sehr erschreckend: Sei es, dass der Präsident im Buch eigentlich kein Politiker ist, seine Tochter ins Weiße Haus holt oder seine Informationen vor allem aus dem Fernseher bezieht.
Auch wenn es vor allem um den Präsidenten und seine Handlungen geht, steht er nicht im Mittelpunkt des Buches, sondern Maggie Castello, eine Mitarbeiterin im Weißen Haus. Sie ist die Figur, die den Thriller meiner Meinung nach ausmacht. Dadurch, dass sie nicht hinter dem Präsidenten steht, kann man sich gut mit ihr identifizieren und leidet mit, wenn sie die Launen von ihrem Vorgesetzten McNamara ertragen muss. Auch ihr Gewissenskonflikt und der Wunsch, immer das richtige zu tun, macht sie zu einer tollen Protagonistin.
Aufgebaut ist das Buch weitgehend chronologisch. Man verlässt trotzdem ab und zu den amerikanischen Kontinent zu anderen Schauplätzen. Diese Sprünge kann man anfangs nicht einordnen, sie werden aber am Ende des Buches aufgelöst.
Ohnehin wird der Spannungsbogen während des Lesens ständig hochgehalten. Es gibt viele überraschende Wendungen, Probleme tauchen auf, bei denen man sich nicht vorstellen kann, wie sie gelöst werden und trotzdem geht es auch immer wieder weiter.
Etwas Probleme hatte ich anfangs mit den vielen Personen und Namen, die im Buch auftauchen. Auch die Bezeichnungen der unterschiedlichen Ränge und Positionen war nicht ganz so leicht einzuordnen. Das Problem hat sich beim Lesen aber schnell gegeben, vor allem weil sich der Thriller wirklich schwer aus der Hand legen lässt.
Das lag bei mir vor allem daran, dass ich beim Lesen immer das Bild von Trump vor Augen hatte und mich immer gefragt habe, ob es hinter den Kulissen des Weißen Hauses wirklich so läuft. Dass er die Posten mit seinen "Freunden" besetzt, kann ich mir mehr als vorstellen. Ich hoffe aber wirklich, dass das Buch doch zum großen Teil Fiktion bleibt und einige Entwicklungen nicht eintreten werden.
Insgesamt hat mir der Thriller, vor allem aufgrund des aktuellen Bezugs, sehr gut gefallen! Deswegen gibt es von mir 5 Sterne!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

karibik, drogen, lustig, diebstah, dominic

Eine Frau für alle Fälle

Laura Wagner
E-Buch Text: 241 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.05.2017
ISBN 9783732534975
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover ist doch einfach der Knaller, oder? Es war auch der Grund, warum ich das Buch unbedingt lesen musste - noch bevor ich den Klappentext kannte. Auf den ersten Blick scheinen ein Dackel und die Karibik nichts miteinander zu tun zu haben, aber wartet ab, bis ihr das Buch gelesen habt. Dann passt es wie die Faust aufs Auge :)
Wie die Kurzbeschreibung verrät, reist Sandy in die Karibik, um ihre Oma zu suchen, die auf einer Kreuzfahrt abgängig wurde. Soweit so gut, aber Sandy ist ein großer Tollpatsch und scheint das Pech nur so anzuziehen. Und so kommt es immer wieder zu lustigen und kuriosen Situationen, beispielsweise wenn sie ein paar Schuhe nach dem anderen kaputt macht, weil sie auf eine wilde Verfolgungsjagd geht.
Schnell wird dem Leser klar, dass das Auffinden der Oma nicht im Mittelpunkt der Geschichte stehen wird, sondern Drogen und sonstige miese Geschäfte, die auf der Karibik-Insel getätigt werden. Man darf aber nicht zu viel Krimi erwarten, das Hauptaugenmerk liegt hier wirklich auf "Cosy". Dadurch fehlt dem Buch an der ein oder anderen Stelle sowohl die Spannung als der Tiefgang. Aber wie gesagt, im Mittelpunkt steht die Protagonistin Sandy und ihre Tollpatschigkeit. Außerdem lernen wir weitere, einmalige Personen kennen, durch die der Krimi an Leben gewinnt.
Natürlich ist alles ziemlich überspitzt und das Ende an sich dann nicht wirklich eine Überraschung. Der aufmerksame Leser erkennt zumindest schnell, in welche Richtung es geht. Trotzdem wird man gut unterhalten und das Buch ist wirklich perfekt für den Urlaub oder sonstige entspannte Lesestunden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob man mehr von Sandy lesen wird - die Figur gibt es auf jeden Fall her. Insgesamt gibt es von mir 4 Sterne!

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(190)

354 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, hamburg, werft, krebs, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zugegeben: Würde ich im normalen Leben die Protagonistin Marie treffen, würde ich nur die Augen verdrehen, denn außer Party, Spaß, Schlafen bis zum Nachmittag etc. scheint sie wirklich nicht zu machen. Und das finde ich dann doch etwas too much. Im Buch ist es allerdings perfekt und auch wenn ich ihre verpeilte Art nicht immer gutheißen konnte, ist mir Marie doch sehr schnell ans Herz gewachsen.
Im ersten Moment denkt man, dass die Geschichte nur locker und lustig ist, was auch in weiten Teilen stimmt. Dahinter steckt aber viel mehr, denn die Autorin zeigt in diesem Buch auch eine sehr ernste Seite des Lebens auf: Die Krebserkrankung von Maries Schwester Christine zeigt, dass sich das Leben von einen Tag auf den anderen ändern kann und man hilflos zusehen muss.
Aber keine Sorge: Das Buch macht nicht depressiv, auch wenn es die Nebenwirkungen einer Chemotherapie verdeutlicht - ich würde es im Gegenteil aus Mutmacher auffassen. Außerdem steht die Krankheit an sich nicht im Mittelpunkt. Der ist und bleibt Marie, die eine beachtliche Entwicklung durchmacht und in der viel mehr steckt als eine Partymaus. Das hat mir sehr gut gefallen!
Die Liebe darf natürlich auch nicht fehlen. Hier sei gesagt, dass schon relativ am Anfang klar ist, was passieren wird und mit einigen Hindernissen tritt es dann auch so ein. Für mich gehört das zu diesem Genre dazu, deswegen hat mich die Vorhersehbarkeit nicht gestört.
Toll war auch, dass - leider nur in einer sehr kleinen Rolle - der Taxifahrer Knut wieder aufgetaucht ist. Hülsmann-Leser kennen ihn bereits aus den Vorgänger-Geschichten. Ich habe mich richtig gefreut, diesen sympathischen Charakter mit dabei zu haben. Auch wenn es ruhig etwas mehr von ihm hätte sein dürfen :D
Toll war wieder der Schreibstil: Locker und lustig, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte. In gewohnter Hülsmann-Manier wurde man gefesselt und unterhalten.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, allerdings war mir das Verhalten von Marie an der ein oder anderen Stelle etwas zu übertrieben. Deswegen von mir "nur" vier Sterne!

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(156)

222 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

entführung, thriller, baby, kindesentführung, geheimnisse

The Couple Next Door

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785725856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was sich in der Leseprobe schon angedeutet hat, wurde für mich während des Lesens zur Gewissheit: Das Buch ist ein richtiger Pageturner! Und dass, obwohl dieser Thriller ohne viel Blut auskommt. Die Spannung wird hier sehr subtil erzeugt, ist aber auf jeder Seite vorhanden.
Ich habe noch keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass Anne und Marco das schlimmste erleben, was Eltern passieren kann: Das Baby ist einfach verschwunden. Schon alleine diese Ausgangslage sorgt dafür, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Schnell wird allerdings klar: Der Leser kann Vermutungen anstellen, wird aber meistens daneben liegen :) So ging es zumindest mir, als ich mir mein eigenes Bild der Situation gemacht hatte. Je mehr Details ans Licht kamen, desto mehr wurde ich überrascht und obwohl ich meinen Verdacht mehrmals über den Haufen geworfen habe, gab es doch immer wieder neue Entwicklungen, die meine schöne Gedankenkonstrukte zu nicht gemacht haben. Also: Miträtseln und mitfiebern ist hier auf alle Fälle vorprogrammiert.
Super finde ich auch den Titel des Buches: "The Couple next door". Welches Paar damit aber gemeint ist, wird dem Leser nicht so schnell klar...
Aber auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Mal bekommt man die Gefühle des Ehepaars hautnah mit, mal steht man mehr auf der Seite des Polizisten, sodass man immer weiß, was welche Partei gerade denkt. Noch dazu ist die Sprache wunderbar gewählt, sodass man nur so über die Seiten fliegt.
Das Ende hat es dann nochmal wirklich in sich, denn die Ereignisse überschlagen sich. Man kommt kaum mit, wer jetzt auf welcher Seite steht, da sich das minütlich zu ändern scheint. Mit der Wahrheit scheint es niemand so genau zu nehmen. Der Ausgang an sich ist dann sehr überraschend - ich hätte das am Anfang nie geahnt! So muss es sein!
Insgesamt konnte mich das Buch aufgrund des schönen Schreibstils und der permanenten Spannung, die beim Lesen aufgebaut wird, überzeugen. Deswegen gibt es von mir 5 Sterne!

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(21)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

Kaltes Verlangen

Natalie Tielcke
E-Buch Text: 217 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.03.2017
ISBN 9783732539369
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man fängt an, dieses Buch zu lesen und ist total gefesselt. Denn anders als üblich geht der Leser hier mit der "bösen" Protagonistin mit - einer Stalkerin, die wirklich komplett verrückt zu sein scheint. Sie sieht jemanden in der U-Bahn oder an einem anderen öffentlichen Ort, findet ihn oder sie gut und verfolgt denjenigen dann, bis es ihr zu langweilig wird. Diese Perspektive war wirklich spannend.


Auch war es irgendwie komisch, dass man die Protagonistin, obwohl sie wirklich einige verrückte und illegale Dinge tut, richtig sympathisch findet. Zumindest am Anfang. Denn leider ist meine Meinung dem Buch gegenüber ab der Hälfte gekippt - und das lag auch an Kim.


Sie verhält sich nicht wirklich rational, vergeudet aufgrund ihrer Stalking-Sucht auch ihre Talente, aber sie ist auch sehr gefühlskalt. Es passieren schlimme Dinge, die sie geschehen lässt und sie zeigt keinerlei Gefühle. Zwar wird mal erwähnt, dass sie ein schlechtes Gewissen hätte, aber so wirklich kam das für mich nicht rüber.


Das lag auch ein bisschen am Schreibstil. Der ist flüssig, gut zu lesen und man kann gut folgen. Allerdings bleibt er, was die Gefühle betrifft, doch sehr oberflächlich.

Spannend sind allerdings die immer mal wieder eingeschobenen Tagebucheinträge. Die scheinen anfangs gar nicht so richtig zur Geschichte zu passen. Zum Ende wird das dann aber logisch aufgeklärt.


Aber das Ende... konnte mich leider gar nicht packen. Es hat sich für meinen Geschmack dann doch etwas gezogen. Es gab zwar viele unerwartete Wendungen, auf die ich so nicht gekommen wäre. Aber trotzdem hat mir was gefehlt... Es geht mir zu glatt, die Spannung fehlt und leider eben auch die anfängliche Sympathie für Kim.


Insgesamt hat das Buch eine super Idee, die in der ersten Hälfte des Buches super umgesetzt wurde. Danach geht es allerdings für meinen Geschmack bergab - deswegen nur 3 Sterne.

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213 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

glühbirne, erfinder, stromkrieg, edison, thomas edison

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich gebe zu: Das Thema ist jetzt keins, über das ich Bücher verschlinge und auch das Cover wäre mir wahrscheinlich im Buchladen nicht wirklich aufgefallen. Zum Glück hat das Buch aber doch seinen Weg zu mir gefunden...
Nach einigen Startschwierigkeiten bin ich doch sehr gut hineingekommen und nach einer Weile konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Das Thema "Elektrizität" und "Patentrecht" ist etwas, was man nur selten in Romanen findet. Warum eigentlich nicht? Denn auch wenn es trocken klingt, war es richtig spannend, den Wettkampf der Erfinder mitzuerleben. Außerdem hat es der Autor geschafft, den ganzen Elektrik-Kram anschaulich und verständlich herüberzubringen, ohne das es  langweilig wird. Und eigentlich ist es traurig, aber jetzt habe ich den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom begriffen, in der Schule nicht :D
Die Sprache wird der Zeit, in der das Buch angesiedelt ist, gerecht. Es lässt sich gut lesen, man versetzt sich aber förmlich durch die Dialoge in das Amerika des 19. Jahrhunderts. Man erfährt außerdem viele Hintergründe zu den Großstädten, vor allem New York, was ich richtig spannend fand. 
Gut gefallen hat mir auch, dass jedes Kapitel mit einem passenden Zitat begann. Das kam dann auch nicht umbedingt von einer historischen Persönlichkeit, es durfte auch mal Steve Jobs sein. Dadurch wurde die Verbindung, die wohl alle Visionäre gemeinsam haben, noch deutlicher. 
Ich habe durch das Buch einen tollen Einblick in die Welt der Erfinder und Tüftler bekommen - denn was damals geleistet wurde, wird hier richtig deutlich. Oder könntet ihr euch vorstellen, noch mit Gaslampen eure Wohnung zu beleuchten?
Aber nicht nur die Erfinder stehen im Mittelpunkt. Die eigentliche Hauptperson ist der Anwalt Paul Carvath. Er zeichnet sich durch Raffinesse und Ehrgeiz aus - man muss ihn einfach mögen und mit ihm mitfiebern. Das gute ist außerdem, dass er auch keine Ahnung von Technik hat und er durch seine Fragen den Leser hilft, alles ein bisschen besser zu verstehen. Und mit Paul zieht auch ein bisschen Romantik in das Buch ein, was ein schöner Nebeneffekt ist, ohne dass er die Hauptgeschichte erdrückt.
Insgesamt konnte mich das Buch komplett überzeugen - auch, oder gerade weil es mal etwas ganz anderes ist und aus der Masse hervorsticht. Deswegen gibt es von mir 5 Sterne!

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(34)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

humor, maskottchen, mobbing, eishocke, familie

Billy the Beast - Ein Traum von einem Tiger

Jörg Menke-Peitzmeyer
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783548289113
Genre: Humor

Rezension:

Das Cover ist mir ja gleich ins Auge gesprungen, weil es mir mega-gut gefallen hat. Erwartet habe ich alleine deswegen viel Witz und dass mir das Buch ein Lächeln ins Gesicht zaubert - was leider nicht unbedingt der Fall war.
An sich hat das Buch wirklich ein paar schöne bzw. ernste Aspekte: Bert ist übergewichtig, wird gemobbt und hat kein Selbstbewusstsein. Seine Mutter ist alleinerziehend und hat kein Glück bei den Männern, was Bert immer hautnah miterlebt. Ich denke, diese Themen sind alltäglich und traurig, weswegen man sie ruhig auch mal mit ein bisschen Humor betrachten sollte, so wie es der Autor hier auch macht. Zumal Bert durch Billy eine tolle Entwicklung durchmacht, die sich sehen lassen kann.
Aber leider war der Humor des Buches überhaupt nicht meins. Es war einfach zu viel, manchmal zu vulgär, immer etwas drüber. Das hat mich mehr irritiert als zum Lächeln gebracht. 
Bert an sich ist eine sympathische Hauptfigur - aber das wiegt auch nicht auf, dass ich mit dem Schreibstil gar nicht zurechtgekommen bin. Bert erzählt dem Leser die Geschichte mehr oder weniger direkt, die Sprache wirkt mehr gesprochen als geschrieben, wobei mir manchmal die Zusammenhänge nicht klar waren. Auch lässt Bert bei seinen Erzählungen mal was aus, nimmt was vorweg oder umschreibt es so, dass man nicht immer mit kommt. Das fand ich sehr schade und hat meinen Lesegenuss doch sehr geschmälert.
Insgesamt konnte mich - trotz der guten Idee - das Buch nicht überzeugen. Nur zwei Sterne.

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Tags: humor   (1)
 

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

alleinerziehend, kinder, berlin, zimmermann, australien

Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes

Katja Zimmermann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548376707
Genre: Humor

Rezension:

Ich bin mit völlig falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen - und wahrscheinlich wurde ich deswegen am Ende ganz schön enttäuscht.
Aufgrund des Covers, des Titels und des Klappentextes habe ich mit einem witzigen Buch über eine Zwillingsmama gerechnet. So wirklich witzig war es aber nicht, ich kann mich nicht erinnern, dass ich auch nur ein einziges Mal geschmunzelt habe.
Ich denke, es Problem war auch, dass ich selbst noch keine Kinder habe und deswegen Katjas Sorgen etc nicht so nachvollziehen konnte. Klar ist es doof, wenn man alleinerziehend ist und alles ist schwieriger. Das wird auch gut und nachvollziehbar dargestellt, ohne dass gejammert wird. Die Autorin versucht mit Vorurteilen aufzuräumen und zeigt Versäumnisse der Politik auf. Das fand ich sehr interessant, aber es hat mich nicht wirklich berührt. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe.
Untergliedert ist das Buch in viele kurze Kapitel, die man schnell wegliest. Der Schreibstil an sich hat mir auch gut gefallen. Leider gibt es aber immer mal wieder Zeitsprünge, sodass ich mich kurz orientieren musste. Das war etwas schade.
An sich war das Buch nicht mein Fall, aber es wird sicher seine Leser finden, die damit mehr anfangen können.

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Tags: alleinerziehend   (1)
 

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114 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, london, psychothriller, stalking, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Verursacht der Klappentext bei euch auch so eine Gänsehaut wie bei mir? Der Gedanke, dass jemand ein Foto von dir veröffentlicht, ist ja schon schlimm, aber dass du auch noch in Gefahr bist... Mich hat dieser Gedanke richtig gefesselt und weil ich das Londoner U-Bahn-Netz wie meine Westentasche kenne, war das Buch für mich ein richtiger Lesegenuss. Denn die Protagonistin Zoe ist nicht die Einzige, die in den Kleinanzeigen auftaucht... Mehr kann ich leider nicht verraten.


Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Zoe geschrieben, dass hat mir sehr gut gefallen. Man erlebt ihre Anspannung und ihre Ängste richtig mit, man spürt das Herzklopfen und fiebert mit ihr mit. Ebenfalls im Mittelpunkt steht die Polizistin Kelly, die eigentlich nur bei Diebstählen in der U-Bahn ermittelt, aber dann doch etwas Großes hinter diesen Anzeigen und Fotos der Frauen entdeckt. Man erfährt abwechselnd etwas über die Beiden, so hat man als Leser immer beide Seiten parat: Die des Opfers und die der Ermittler. Das ist gut gelungen. Ab und zu kommt aber der Täter selbst zu Wort, anfangs wirkt es noch wie eine Rechtfertigung - was aber natürlich trotzdem extrem zur Spannung beträgt.


Die Geschichte, die sich entwickelt, kann man aufgrund des Klappentextes gar nicht erahnen. Sie is sehr komplex und spannend, man ist gefesselt und will nicht aufhören zu lesen. Dazu trägt auch der überaus angenehme Schreibstil bei.


Allerdings gab es auch einige Dinge, die mich etwas enttäuscht haben. Es werden doch einige Sachen ausführlich beschrieben, die gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben. Ich habe immer darauf gewartet, dass da noch was kommt, was aber nicht der Fall war. Das war unnötig. 

Leider werden auch die fälschen Fährten, auf die der Leser gelockt werden soll, zu plump gelegt. Ich bin nicht darauf reingefallen und ich denke, das passiert den wenigstens, die regelmäßig Krimis und Thriller lesen. Da ist man dann zu aufmerksam :)

Aber am schlimmsten: Das Ende. Das ganze Buch ist wirklich super und ein Pageturner, die letzten 50 Seiten haben das für mich aber kaputt gemacht. Denn zum einen kommt es nicht überraschend, zum anderen wirkt es sehr konstruiert und auch etwas willkürlich. Das ganze Buch kommt ohne das detailreiche Schildern blutiger Gewalt aus - man hatte den Eindruck, die Autorin wollte das jetzt am Ende aufholen. Sehr schade!


Nichtsdestotrotz wurde ich sehr gut unterhalten, ich habe das Buch genossen und hatte das ein oder andere Mal Gänsehaut. Deswegen gibt es von mir - trotz misslungenem Schluss - 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die mal einen etwas anderen Thriller lesen wollen.

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Tags: london, thriller   (2)
 

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295 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, poppy j. anderson, taste of love - geheimzutat liebe

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

... und das nicht nur wegen den leckeren Gerichten, die in diesem Buch gekocht werden :)

"Taste of Love" ist ein richtig schöner, schnulziger, natürlich auch etwas vorhersehbarer Roman, den man am besten liest, um gute Laune zu bekommen. Denn das Herz wird hier auf jeden Fall gut bedient. 


Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Sternekoch Andrew Knight mit eigenem Edel-Restaurant in Boston und Brooke Day, die übergangsweise das Lokal ihrer Eltern in Maine führt - mit leckerem Essen, aber leider auch mit Abriss-Charme. Natürlich könnten diese beiden Charaktere unterschiedlicher nicht sein und genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Schon bei der ersten Begegnung der Beiden weiß man, es wird einiges schief laufen und der ein oder andere Schlagabtausch folgen. Die weitere Entwicklung... da möchte ich nicht spoilern, aber als Leser dieses Genres kann man es erahnen :)


Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Andrew und Brooke, wobei die Er-Perspektive immer erhalten bleibt. Die Wechsel sind aber immer sehr deutlich, sodass man beim Lesen nicht durcheinander kommt.


Besonders schön fand ich, dass das Buch zwar einen gewissen Kitsch inne hat, damit aber nicht übertrieben wird. Es gibt auch einige ernste Passagen, die dafür sorgen, dass die Geschichte etwas an Tiefe gewinnt und auch den Leser dazu anregen, mal darüber nachzudenken, was das Wichtigste im Leben sein sollte.


Gekocht wird natürlich auch - und ich sage euch, da wird einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ein Rezept habe ich sogar nachgekocht: Brookes Lieblingssandwich mit Hähnchenbrust, Avocado und Kürbis ist wirklich der Hammer. 


Der Schreibstil ist richtig schön - flüssig, witzig und einfach angenehm zu lesen. Man legt das Buch nur ungern zur Seite!


Insgesamt hat mich das Buch wirklich überzeugt und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Teile der Taste of Love-Reihe! 4,5 Sterne von mir!


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Tags: liebe, roman   (2)
 

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

musik, irland, nirvana, chicago, kurt cobain

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm

Jessie Ann Foley , Susanne Klein
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.07.2016
ISBN 9783846600375
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover finde ich wirklich wunderschön, ich finde, es schreit nach jung sein und danach, dass man das Leben genießt. Leider passt es - nachdem ich das Buch beendet habe - irgendwie so gar nicht zum Inhalt. Denn so locker und leicht, wie ich mir das Buch vorgestellt habe, ist es nicht.Auch der Titel spiegelt sich nur bedingt in der Geschichte wieder. Es geht zwar um den Zeitpunkt bzw. um das Jahr, in dem Kurt Cobain Selbstmord beging, Musik spielt jetzt aber nicht die übergeordnete Rolle. Das fand ich etwas schade und es wurde auch nicht dadurch aufgewogen, dass es im Internet eine Playlist zum Buch gibt.
Es war interessant, einen Jugendroman zu lesen, der in der noch nicht allzuweit entfernten Vergangenheit spielt. Ich selbst war 1993 noch in den Kinderschuhen, deswegen war es für mich doch eine Art abtauchen in eine andere Welt - auch wenn es noch nicht so lange her ist. Für Jugendliche werden einige Sachen sicher befremdlich sein. Sei es dass man noch über das Festnetz-Telefon anrufen muss und WhatsApp keine Option ist. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Allerdings gab es auch einige Dinge, mit denen ich gar nichts anfangen konnte, vor allem was das Verhalten der Protagonistin Maggie betraf. Sie ist 16, also mitten in der Pubertät, mit allem was dazu gehört: Der erste Kuss, das erste Mal verliebt sein, Stress mit der Mutter und der Versuch, vor allem zu flüchten. Sie konnte mich aber nicht mitreißen, ich fand sie teilweise sehr blauäugig und naiv. 
Dass das Buch in Irland spielt, war dagegen wieder ein kleines Highlight. Weg aus der Großstadt und mitten rein in die ländliche Idylle der Grünen Insel... Hier weiß jeder alles über jeden, ein Ausbrechen ist nicht leicht. Das wurde gut beschrieben und war für mich durchaus nachvollziehbar.
Die Handlung des Buches wird als humorvoll und traurig beschrieben. Traurig ist es auf jeden Fall - und das nicht, weil Kurt Cobain stirbt. Es wird aufgezeigt, welche Entwicklungen das Leben nehmen kann und was eigentlich zählen sollte. Meinen Humor hat das Buch allerdings gar nicht getroffen. Am Anfang wurde mir einfach zu viel gekotzt und auch so musste ich nicht lachen.
Insgesamt ist das Buch ein etwas anderer Jugendroman, der durchaus schön zu lesen ist, mich aber nicht zu 100% überzeugen konnte. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne!

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Tags: jugend   (1)
 

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(19)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, organspende, guido m. breuer, organhandel, organmaffia

Das Lazarus-Syndrom

Guido M. Breuer
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.12.2016
ISBN 9783732527939
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Organspenden geraten immer wieder in die Schlagzeilen, weil bei der Vergabe gepfuscht wird, was das Zeug hält. Guido M. Breuer greift damit ein heikles, aber auch aktuelles Thema auf, aber von der anderen Seite.Im Mittelpunkt steht Dr. Krafft, ein alkoholabhängiger Arzt, der Organe bei hirntoten Patienten entnimmt. Obwohl er meistens berauscht ist, stellt er Unregelmäßigkeiten fest, was die Todeszeitpunkte der Spender betrifft und beginnt gefährliche Nachforschungen anzustellen...
An sich hat mir das Buch gut gefallen. Zum einen war der thematische Hintergrund wirklich interessant, zum anderen war der Thriller zwar brutal, aber auch nicht zu blutig. Zumindest waren die Morde an sich eher harmlos :)
Leider konnte mich die Hauptfigur Dr. Krafft nicht wirklich überzeugen. Auch wenn er an sich ein guter Mensch ist, der das Richtige tun will, ist er mir einfach zu gebrochen. Alkohol ist immer präsent, ohne geht es nicht. Natürlich ist das das schwere Los, wenn man abhängig ist, hier hätte ich es mir aber ein bisschen weniger drastisch gewünscht. So hat die Sucht doch teilweise vom eigentlichen Thema abgelenkt.
Gut gefallen hat mir der Schreibstil. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, die einzelnen Kapitel nicht zu lang und da es nicht unendlich viele Personen gibt, kommt man auch schnell mit den Namen klar. Hier hatte ich keine Probleme. Auch die Verwicklungen kann man als Leser nicht schnell aufdecken, sondern es bleibt viel Raum zum Miträtseln und eigene Verdächtigungen. Das braucht meiner Meinung nach ein guter Thriller.
Die Handlung an sich hat Stärken und Schwächen. Einerseits wird der Leser gut mitgenommen, man kann sich alles gut vorstellen und es wirkt logisch. Andererseits gibt es aber auch sehr viele Zufälle, gerade am Ende häufen sie sich dann doch. Das macht die Geschichte etwas unglaubwürdig und konstruiert. Schade!
Insgesamt ist "Das Lazarus-Syndrom" für mich ein solider Thriller mit Luft nach oben, der aber trotzdem gut unterhält. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

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Tags: organhandel, thriller   (2)
 

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

amnesie, überfall, psychothriller, thriller, stalker

Blinde Schatten

Anna Martens
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 02.12.2016
ISBN 9783958190986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Eigentlich finde ich das Grundthema, dass jemand sein Gedächtnis verliert und seine eigene Vergangenheit rekonstruieren muss, immer sehr spannend und verschlinge diese Bücher regelrecht.
Bei diesem war es leider nicht so - gefesselt wurde ich leider gar nicht.
Das hatte mehrere Gründe: Zum einen wurde ich mit der Protagonistin Johanna überhaupt nicht warm. Sie erleidet ein schweres Schicksal, allerdings wirkt sie mir teilweise zu abgebrüht, dann ist sie wieder ein nervliches Wrack... Sie wirkte auf mich einfach nicht authentisch, teilweise zu naiv und blieb mir als Hauptfigur einfach zu blass.
Zum anderen zog sich die Geschichte an manchen Stellen ziemlich. Johanna muss etwas über ihre Vergangenheit erfahren und findet auch den ein oder anderen Hinweis. Allerdings dauert es ziemlich lange, man kann kaum Schlüsse ziehen, es tauchen geheimnisvolle Fremde auf... Hier kann ich nicht weiterschreiben ohne zu spoilern, aber die Handlung war mir nicht stringent genug und ehrlich gesagt einfach zu lahm.
Für mich war auch der Versuch, den Leser auf falsche Fährten zu locken, nicht gelungen. Man konnte es zu leicht durchschauen, sodass das miträtseln nicht wirklich gegeben war.
Enttäuscht hat mich dann auch das Ende. Zu konstruiert, zu unrealistisch - mich hat es nicht überzeugt.
Schade!

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(319)

602 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 208 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, mord, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg in das Buch fiel mir wider Erwarten ziemlich schwer. Eigentlich dachte ich, ich komme sofort in der Welt von Bodenstein und Sander an, aber wahrscheinlich lag ein zu großer Zeitraum zwischen dem Lesen des letzten und diesen Bandes. So habe ich doch eine Weile gebraucht, um mich zu orientieren. Man begegnet vielen Personen, die man bereits aus den anderen Büchern kennt. Das fand ich super, denn so gibt es zwischen den einzelnen Fällen einen schönen roten Faden. Deswegen empfehle ich auch wirklich, die anderen Bände bereits gelesen zu haben - sonst fällt es glaube ich noch schwerer.
Dieser Fall ist wohl der persönlichste von Bodenstein. Denn die Mordfälle scheinen mit Ereignissen aus seiner Vergangenheit zusammenzuhängen, die bereits über 40 Jahre zurückliegen. Ich fand es schön, diese Seite des Ermittlers kennenzulernen, auch wenn ich lange keinen Zusammenhang erkennen konnte.
Leider kam ich dadurch aber auch ein bisschen durcheinander. Es kommen unheimlich viele Personen vor, manchmal auf beiden "Zeitebenen". Das führte dann dazu, dass ich manche Zusammenhänge nicht nachvollziehen oder erkennen konnte und manchmal auch einfach gar nicht wusste, von wem jetzt die Rede ist. Das hat den Lesegenuss etwas beeinflusst, aber es hat nicht dabei gestört, die Geschichte zu verstehen und die Aufklärung nachzuvollziehen.
Der Schreibstil war gewohnt super schön zu lesen. Ich mag die teilweise sehr nüchterne Sprache und den Aufbau anhand von Ermittlungstagen. Dadurch sind die Kapitel sehr unterschiedlich lang, aber es zeigt auch, wie viel an einem einzigen Tag passieren kann.
Schrecklich fand ich, dass Oliver von Bodenstein eine Auszeit nehmen möchte. Bedeutet das, dass wir Fans erstmal mit keinem neuen Fall rechnen dürfen? Ich hoffe nicht!
Die Auflösung an sich war in Ordnung, aber nicht so spektakulär, wie ich es nach der gesamten Story erwartet hatte. Insgesamt hat mir der Krimi aber sehr gut gefallen. Es ist nicht Neuhaus' bester geworden, aber ich vergebe trotzdem 4 Sterne.

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223 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 82 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vorsicht: Auch wenn es sich hier um die Vorgeschichte der Auserwählten-Reihe handelt, muss man dieses Buch unbedingt als letztes lesen. Zum einen würde man sonst nicht alles verstehen, zum anderen greift es vieles aus den anderen Bänden auf und man würde sich die ganze Spannung kaputt machen.
Da es schon etwas her ist, seit ich die Trilogie gelesen habe, viel mir der Einstieg in "Phase Null" recht schwer.  Es hat ein bisschen gedauert, bis mir die Ereignisse rund um Thomas wieder so präsent waren, dass ich der Geschichte gut folgen konnte. Mein Tipp deswegen: Am besten alle vier Teile hintereinander weglesen :)
Die Geschichte wird aus der Sicht von Thomas erzählt. Wir erfahren, wie er im Hauptquartier von ANGST aufwächst, was er erlebt, wenn er einsam ist oder ihn Zweifel an der ganzen Sache kommen. Mir war er ehrlich gesagt an der ein oder anderen Stelle zu glatt und zu leicht zu beeinflussen, ansonsten aber genauso sympathisch wie eh und je.
Auch die anderen wichtigen Personen tauchen wieder auf. Es ist schön, einiges über deren Hintergründe zu erfahren, auch wenn vieles vage bleibt.
Am Anfang war mir das Buch etwas zu langsam... Es ging irgendwie nicht wirklich voran, es gab kaum Handlung und ich hatte manchmal das Gefühl, es müssten Seiten gefüllt werden. Dann erfährt man wieder neue, spannende Informationen oder die Ereignisse überschlagen sich. An diesen Stellen ist das Buch ein wahrer Pageturner. Allerdings bleiben für mich am Ende trotzdem Fragen offen, von denen ich mir in der Vorgeschichte eine Aufklärung erhofft habe. Vielleicht kommt noch ein Zusatzband? Es ist zwar unwahrscheinlich, aber wer weiß...
Die Sprache war wieder leicht verständlich und gut zu lesen. Eher unbekannte Begriffen wie Griewer etc. sind schon aus den anderen Bänden bekannt.
Insgesamt hat mir "Phase Null" gut gefallen, Fans, die von der Reihe oder dem Film begeistert waren, kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Von mir gibt's 4 Sterne.

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362 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, psychothriller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Es ist schon eine Weile her, dass ich die Vorgänger gelesen habe. Deswegen fiel es mir auch etwas schwer, wieder in das Buch hineinzukommen. Es liegt daran, dass man viele Personen schon kennt und die Handlung an einigen Stellen sehr komplex ist. Es werden Anspielungen auf die Geschehnisse aus den Vorgängern gemacht und wer alles verstehen möchte, der sollte auf alle Fälle die Vorgänger lesen. Nach und nach wurden mir die Namen und alten Geschehnisse dann wieder vertrauter und der Lesegenuss stellte sich ein.
Auch in diesem Buch taucht ein sehr intelligenter Killer auf, der sich selbst als Judas bezeichnet und auf brutalste Weise Menschen umbringt. Er spielt mit der Polizei und den Bundesagenten - es scheint keinerlei Hinweise auf seine Identität zu geben. Als dann auch noch Schüsse im modernsten Gefängnis der USA fallen, muss an mehreren Fronten ermittelt und gekämpft werden. Der Fall wird aber nicht nur in der Gegenwart geschildert, sondern es gibt immer wieder Ausschnitte aus dem Tagebuch des Judas-Killers. So erfährt man, wie er zu dem wurde, was er ist. Hinweise auf seine Identität werden aber nicht gegeben, sodass man bis zum Ende miträtseln kann.
Mir hat gefallen, wie alles miteinander verbunden war. Allerdings kam ich teilweise mit den vielen Namen durcheinander - die wichtigen Personen kennt man aber noch einer Weile. Die Auflösung ist, wie die ganze Geschichte, sehr vielschichtig. Es wird alles logisch aufgelöst und das Ende ist wirklich eine Überraschung. 
Der Schreibstil ist super: Sehr flüssig, die Perspektiven werden häufig gewechselt, es gibt also viele kleine Cliffhanger innerhalb des Buches. Allerdings sollte man das Buch möglichst am Stück lesen und nicht zu lange Pausen dazwischen einlegen. Wie gesagt ist die Handlung sehr komplex und man findet dann nur schwer in die Geschichte zurück.
Wie von Ethan Cross bekannt, ist das Buch nichts für schwache Nerven. Es geht nicht nur ziemlich brutal zu, es wird auch alles in Einzelheiten geschildert. Auch die Sprache ist an der ein oder anderen Stelle etwas vulgär.
Womit ich nicht so gut klar kam, war die neue Rolle von Ackermann. Wer die Vorgänger kennt weiß: Er ist ein Serienmörder, der seinesgleichen sucht. Er wird nun aber vom Gejagten zum Jäger, wechselt also die Seiten. Sein Charakter hat sich nicht wesentlich geändert - ich kann mich aber mit seiner neuen Funktion nur sehr schwer anfreunden. Und irgendwie befürchte ich, dass es in einem der nächsten Cross-Thriller nochmal gewaltig knallen wird.
Insgesamt hat mich der Thriller gut unterhalten, war spannend und schön zu lesen. Wer starke Nerven hat, sollte sich das Buch schnappen! Von mir gibt es 4 Sterne!

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270 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

thriller, wald, junggesellinnenabschied, spannung, mord

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Junggesellinnenabschied mitten im Wald, der zum Albtraum wird... Klingt spannend, ist es auch. 
Alles beginnt ganz harmlos, aber es wird die ganze Zeit eine recht düstere Stimmung gezeichnet. Sei es durch die Einsamkeit in der Waldhütte oder das ungeladene Gewehr an der Wand. Auch dadurch, dass die Stimmung zwischen den Feierenden nicht die beste ist und die Protagonistin Nora einfach nur nach Hause möchte, sorgt dafür, dass man als Leser nur noch auf den großen Knall wartet. 
Das dauert leider ein bisschen und das ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist zwischendurch ein bisschen langatmig. Man wartet so drauf, dass endlich etwas passiert, aber dann kommt erstmal nichts. Trotzdem kann man das Buch kaum aus der Hand legen. 
Spannend ist auch, dass man weiß, dass die Protagonistin Nora im Krankenhaus liegt, sich aber an nichts erinnern kann, was in der Nacht geschehen ist. Abwechselnd wird vom Party-Wochenende erzählt, dann ist wieder Nora im Krankenhaus an der Reihe. Das war wirklich gut gemacht. 
Am besten hat mir aber gefallen, dass sie Handlung überhaupt nicht vorhersehbar ist. Man denkt, man wüsste was kommt, aber dann kommt alles anders. Ich war total überrascht und begeistert! 
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Dadurch, dass die Anzahl der Beteiligten überschaubar ist, kommt man nicht durcheinander. Alle Personen haben ihre Eigenheiten, sie sind authentisch und fallen nicht aus ihrer Rolle. 
Mir hat das Buch richtig gut gefallen, ich werde die Autorin auf alle Fälle im Blick behalten!

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Tags: krimi, thriller   (2)
 

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(125)

176 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 93 Rezensionen

mord, drogen, krimi, jugendliche, freundschaft

Ein MORDs-Team - Der lautlose Schrei

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 116 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 19.08.2014
ISBN 9783958340046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bevor man mit diesem ebook anfängt, sollte man wissen, dass es wirklich nur der ersten Teil einer Serie ist. Die Geschichte ist nicht abgeschlossen, man muss sich also erst noch gedulden, bevor man erfährt, wie es ausgeht. 
Ich persönlich finde das immer sehr schade, denn der Lesefluss wird immer unterbrochen und es ist ja nicht gesagt, ob man dann leicht in die Fortsetzung hineinkommt. 
Deswegen war ich schon enttäuscht, als das Buch nach 100 Seiten mit einem riesigen Cliffhanger geendet hat. 
Insgesamt war das Buch schön zu lesen und man kam leicht in die Geschichte hinein. Toll ist, dass es mehr oder weniger auf zwei Zeitebenen spielt, die dann aufeinandertreffen. Allerdings ist alles ein bisschen dünn und könnte mehr Substanz vertragen. 
Auch die Personen waren für meinen Geschmack etwas blass. Deshalb viel es mir auch schwer, die einzelnen Jugendlichen auseinanderzuhalten. 
Die Idee allerdings, Teenies einen 30 Jahre alten Mord aufdecken zu lassen, ist grandios. 
Ich denke, dass dieses Buch vor allem für junge Leser geeignet ist. Es erinnert ein bisschen an TKKG. 
Mich konnte es nicht komplett überzeugen. 3 Sterne!

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Tags: jugend, krimi   (2)
 

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(150)

232 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

krimi, arne dahl, schweden, entführung, schwedenkrimi

Sieben minus eins

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492057707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Das Buch zu rezensieren, fällt mir nicht ganz leicht. Denn obwohl ich die Leseprobe gelesen habe, bin ich doch relativ schwer in das Buch hineingekommen. 
Das Buch beginnt direkt am ersten Tatort - aber ist es wirklich einer? Kommissar Sam Berger ist auf der Suche nach verschwunden Mädchen - aber er findet sie weder lebend, noch die Leichen.

Mit dem Kommissar bin ich anfangs nicht wirklich warm geworden. Ich kann gar nicht sagen warum, aber er ist ein sehr eigensinniger Typ. Mit der Zeit ist er mir dann aber doch ans Herz gewachsen.

Super gefallen hat mir die düstere Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Das spiegelt sich nicht nur in der Handlung an sich wieder, sondern auch im Wetter. Es regnet dauernd, alles ist grau in grau und nass. Das hat einfach super gepasst, auch wenn ich froh war, beim Lesen im Warmen zu liegen.

Manchmal konnte ich die Handlung nicht ganz nachvollziehen bzw. fiel es mir schwer, ihr zu folgen. Manchmal gab es Rückblenden in die Vergangenheit, deren Sinn sich aber erst nach einer Weile erschließt. Es gab viele überraschende Wendungen, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte. Das hat Spaß gemacht.

Mitraten konnte man bei der Suche nach dem Mörder/Entführer nicht - denn es war schon früh klar, um wenn es sich handelt. Bei der Jagd auf ihn war dann aber wieder mitfiebern angesagt. Allerdings gab es hier für mich zu viele Zufälle. Das war etwas schade.

Insgesamt hat mir das Buch schon gefallen, aber es hat mich auch nicht richtig mitgerissen. Emotional konnte es mich nicht packen. Deswegen nur 3 Sterne.

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(30)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

krimi, cosy, reihe, band , bastei entertainment

Cherringham - Tiefer Grund

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 14.10.2016
ISBN 9783732531448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Obwohl ich die gleichnamige Crime-Reihe noch nicht kannte, und damit auch alle Personen für mich unbekannt waren, kam ich sehr gut in die Geschichte hinein. Wie in allen Leserunden der Lesejury war das Buch in Leseabschnitte eingeteilt, von denen jede Woche ein neuer Abschnitt gelesen wird. Weil ich den ersten Abschnitt sofort verschlungen haben, musste ich dann warten... und das wurde ein bisschen zum Problem. Denn immer wenn ich gezwungenermaßen eine Lesepause einlegen musste, viel mir der Wiedereinstieg in das Buch doch ganz schön schwer. Deswegen würde ich empfehlen, es ohne große Pausen zu lesen. Da hat man eindeutig mehr davon...
Wie gesagt, der Einstieg viel mir sehr leicht und auch die Protagonisten Sarah und Jack sind sehr gut getroffen. Sie sind leider kein Paar, ergänzen sich aber beim Ermitteln richtig gut. Man merkt, dass sie einander vertrauen und eben weil das Ermitteln nur ein "Hobby" ist, erfährt man auch einiges über ihr Privatleben. Gerade Sarah schafft es, eine Balance zwischen Arbeit, Familie und den Ermittlungen zu finden. Ich liebe starke Frauen!
Der Schreibstil ist angenehm und sehr flüssig zu lesen. Da nicht sooo viele Personen vorkommen, wird man auch keine Probleme haben, die Namen auseinander zu halten. Man weiß immer wer wer ist und kann so beim Lesen "mitermitteln" - und wer genau liest, der kommt auch schnell zu einem Verdacht :) Mir war zumindest nach ca. 2/3 des Buches klar, wer da Dreck am Stecken hat. 
Und das hat dann ehrlich gesagt meinen Lesegenuss etwas geschmälert. Denn gerade im letzten Drittel des Buches hatte ich das Gefühl, es geht nicht richtig voran. Alles war sehr langsam, sehr detailreich geschildert, aber wirklich neue Erkenntnisse gab es kaum. Mir hat hier der Wow-Effekt gefehlt und ich glaube, ich habe dem Ende aus den falschen Gründen entgegengefiebert... Das war schade, weil mit der Einstieg richtig gut gefallen hat. Das Ende hingegen hat mich dann doch ein bisschen enttäuscht.
Insgesamt ist der Krimi eher ruhig als actionreich, aber vielleicht - und auch weil kaum Blut fließt - eignet er sich auch gut für die Nicht-Krimi-Leser. Die Idee, die beschaulichen Cotswolds mit Drogen in Verbindung zu bringen, fand ich richtig klasse - denn es zeigt mal wieder, dass es überall Drogen gibt. Ich hatte ein paar schöne Lesestunden, aber leider keinen Aha-Moment, deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

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(201)

554 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 117 Rezensionen

winter, märchen, fantasy, schnee, fluch

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:

Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch regelrecht verzaubert. Nicht nur, dass es in einer Welt aus Eis und Schnee spielt (was zugegeben für die Protagonisten nicht immer angenehm ist), auch die Sprache hat mich von Anfang an verzaubert. Denn in die eigentliche Geschichte ist ein Märchen eingewebt, dass der Leser Stück für Stück kennenlernt. Und natürlich fragt man sich während des Lesens die ganze Zeit, wann es denn in die "richtige" Geschichte hinüber rutscht. Und ich verrate nur so viel - es ist absolut gelungen.
Außerdem fand ich die Sprache einfach wunderschön: Namen wie Madame Weltfremd, Silberglanz oder Glanzvoll.... für mich einfach wunderbar und absolut zum Inhalt passend. Überhaupt ist die Sprache sehr beschreibend, die Bilder entstehen ganz leicht im Kopf. Ich würde sie sogar als poetisch bezeichnen. Man kann wunderbar darin ertrinken...
Emma ist eine wunderbare Hauptperson. Sehr mutig und sich selbst treu - auch wenn sie einen Hang dazu hat, sich in Gefahr zu begeben. Außerdem ist sie sehr kreativ und ebenfalls eine tolle Geschichtenerzählerin. Über ihren Hintergrund erfährt man nicht ganz so viel. Ihr Vater ist Alkoholabhängig, ihre Mutter bereits verstorben. Hier hätte ich mir noch ein bisschen mehr Hintergrundinfos gewünscht.
Das Buch ist wunderbar dramatisch, man kann mitfühlen und mitfiebern. Auch wenn das Ende nicht wirklich vorhersehbar ist, kann man leider schnell Tendenzen erkennen, wo es hingehen wird. Denn natürlich spielt auch Liebe eine Rolle - und das hätte für mich nicht sein müssen. Gerade weil Emma so eine starke junge Frau ist, hätte sie meiner Meinung nach auch als Single durchstarten können - wer braucht da schon einen Mann :)
An sich hatte ich aber tolle Lesestunden und obwohl das nicht ein Genre ist, wo ich viel lese, konnte es mich doch überzeugen. Deswegen gibt es 4 Sterne! Gerade für die Winterzeit ist es ein perfektes Buch, weil man dann die Kälte richtig spüren kann!

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Tags: moderne märchen, winter   (2)
 

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(80)

123 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, friedhof, gesine cordes, georgien, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Idee eines Findelkindes und einer Friedhofsgärtnerin, die mal bei der Polizei war, fand ich sehr spannend und das wurde auch sehr gut umgesetzt. Gesine ist eine sympathische Hauptfigur, die selbst unter Ängsten leidet, sich aber dann doch aufrafft, um bei der Suche nach der Herkunft des Findelkindes und der unbekannten Leiche zu suchen.

An den Schreibstil von Annette Wieners musste ich mich erstmal etwas gewöhnen. Denn sie lässt viel Raum für Spekulationen. Ich wollte so gern wissen, was mit dem Sohn der Protagonistin geschehen ist - aber das erfährt man ziemlich spät, und dann auch nur in Andeutungen. Liest man den Klappentext, weiß man sofort Bescheid, was ich etwas schade finde. Hier wird einiges vorweg genommen.

Eine nette Idee war auch, dass es zwischen den Kapiteln manchmal Erklärungen zu heimischen Giftpflanzen gibt. Ich war wirklich überrascht, was da so alles bei uns wächst. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich nur die ersten Erklärungen gelesen und sonst weitergeblättert habe, weil ich dann doch mehr an der Handlung des Buches interessiert war. Zum Thema war es allerdings sehr passen.

Ich kann auch nicht genau erklären, warum mich das Buch nicht zu 100% überzeugen konnte. Es wurde alles lückenlos aufgeklärt, Spannung war auch vorhanden, aber ich war zwischendrin sehr verwirrt, wusste jetzt gar nicht wer mit wem bzw. wer für was verantwortlich ist. Das hat mich dann doch etwas gestört.

Insgesamt ein interessanter Krimi mit einer sehr tollen Thematik, der sich sicher von der Masse abhebt. Für mich war es aber nicht unbedingt ein Lesehighlight, deswegen nur 3 Sterne.

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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hörbuch, zauberer, mittelalter

Plötzlich Zauberer

Scott Meyer
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Ronin-Hörverlag, 01.12.2017
ISBN 9783946349709
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich die Beschreibung des Hörbuches gelesen habe, wusste ich, die Idee dahinter ist so abgefahren und schräg - ich muss es einfach les... ähm... hören! Denn obwohl ich keine Ahnung vom Hacken oder überhaupt irgendwelchem Computer-Kram habe, war doch der Gedanke, die Realität einfach durch ein paar Änderungen im Programm zu verändern, irgendwie cool.
Aber apropos Technik: Anfangs hatte ich Angst, ich bekomme das mit dem Download nicht hin. Völliger Quatsch, denn das ist idiotensicher. Einfach schnell die App von Audible downloaden und dann gehts schon los. Bedienen lässt sich die App rein intuitiv.
In die Geschichte kam ich sehr gut rein, die Lesestimme von Marco Sven Reinbold war wirklich sehr angenehm. Und er hat ein großes Repertoire an verschiedenen Stimmen, sodass man immer genau wusste, welchen Charakter er gerade darstellt. Dadurch kann ich mir vorstellen, dass das Hörbuch fast lustiger ist als das Buch zu lesen. Denn der Sprecher unterstreicht mit seiner Art nochml besonders die witzigen Stellen des Buches.
Natürlich ist Martin die Hauptfigur. Er ist ein einsamer Nerd, der nicht wirklich was auf die Reihe bekommt, bis er eines Tages ein Programm entdeckt, mit dem er die Welt verändern kann. Weil er sich aber auch hier nicht gerade schlau anstellt, wird er bald von den Regierungsbehörden gesucht und muss in die Vergangenheit flüchten. Er sucht sich dafür das Mittelalter aus, eine Zeit, in der zumindest in England Zauberer hoch angesehen sind. Aber natürlich kommt alles anders, als man denkt...
Der Großteil des Buches behandelt einfach nur die Situation von Martin, wie er sich im Mittelalter einlebt und nach und nach seine "Zauberfähigkeiten" verbessert. Aus diesem Grund eignet sich das Buch super zum anhören, denn man kann zwischendrin stoppen und es ein paar Tage zur Seite legen und ist trotzdem sofort in der Geschichte drin. Man muss keine Angst haben, bis zum weiterhören wichtige Details zu vergessen oder den Anschluss nicht mehr zu finden. Erst gegen Ende des Buches spitzen sich dann die Ereignisse zu.
Und hier kommt auch mein einziger Kritikpunkt. Am Ende geht dann alles Schlag auf Schlag, sodass man sich extrem konzentrieren muss, um alles mitzubekommen bzw. sich in die Situation hineinzuversetzen. Vor allem beim "End-Kampf" habe ich mich extrem schwer getan. Hier hätte es ruhig etwas geraffter sein können und dafür nicht so vollgestopft mit Details.
An sich war ich aber wirklich überrascht, wie viel Spaß Hörbuch hören macht. Ich denke "Plötzlich Zauberer" ist nicht nur was für erfahrene Hörbuchhörer, sondern auch für Einsteiger wie mich. Ich würde gut unterhalten, habe Martin und die anderen verschrobenen Nerds in mein Herz geschlossen und vergebe deswegen 4 Sterne!

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Tags: hörbuch, mittelalter, zauberer   (3)
 

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(28)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

sevilla, spanien, liebe, andalusien, psychologie

Liebe, Mia, Sevilla (Liebesroman, Chick-Lit)

Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783960870562
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich habe einen lockeren, lustigen Chick-Lit-Roman erwartet - bekomme habe ich aber noch viel mehr. Denn auch wenn "Liebe, Mia, Sevilla" die typischen Elemente eines humorvollen Frauenromans enthält, werden auch ernstere Themen angesprochen. Das hat den Lesegenuss für mich noch gesteigert, denn so wurde das Buch noch um einiges glaubwürdiger.
Mia ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Die Psychologin ist unzufrieden mit ihrem Job und nimmt daher die Gelegenheit wahr, nach Sevilla zu gehen um dort für eine Zeitschrift zu arbeiten. Sie kennt die Stadt, die sich sehr verändert hat, aus einer Zeit als Aupair. Natürlich geht es am Anfang sehr chaotisch zu und sie muss einige Hürden überstehen - auch die Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen scheint am Anfang sehr schwierig zu sein. Nichtsdestotrotz gibt sie nicht auf - was sich am Ende dann natürlich auch auszahlt :) 
Gut gefallen hat mir auch, dass die Stadt und überhaupt die spanische Lebensart sehr gut und anschaulich beschrieben werden. Man hat das Gefühl, einen Stadtrundgang zu machen und kann sich alles sehr gut vorstellen. Wer da nicht Lust auf Urlaub bekommt, den kann ich nicht verstehen.
Die Sprache ist locker und leicht zu lesen. Die Kapitel beginnen immer mit einem Zitat aus einem psychologischen Ratgeber, der immer auf den Inhalt des nächsten Kapitels abgestimmt ist. 
Wie bereits angesprochen geht es aber nicht nur lustig zu: Mia wird nicht nur von ihrer Vergangenheit eingeholt, auch Drogen und der Leistungsdruck bei Jugendlichen wird thematisiert. Die Themen sind so geschickt eingebaut, dass sie sehr passend und überhaupt nicht störend wirken. Im Gegenteil: Wie bereits erwähnt bereichern sie die Geschichte ungemein.
Ein kleines bisschen enttäuscht war ich dann vom Ende. Natürlich gibt es dem Genre entsprechend ein Happy End. Allerdings geht dann alles sehr, sehr schnell. Hier hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht und noch ein paar Seiten mehr lesen wollen.
Insgesamt war es eine sehr schöne Sommerlektüre, die ich jedem mit Fernweh nur empfehlen kann!

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Tags: liebe, sevilla, spanien   (3)
 
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