Bücher mit dem Tag "cherokee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "cherokee" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches House of Night - Betrogen (ISBN: 9783404160327)
    P.C. Cast

    House of Night - Betrogen

     (2.605)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    Teil 1 von "House of night" habe ich als Hörbuch gehört, da ich den zweiten Teil kürzlich in einem Bücherschrank gefunden hatte. 

    Pc Cast und Kristen Cast: "House of Night: Gezeichnet" und "Betrogen".

    Die Reihe hat un 2006 begonnen, genau zum richtigen Zeitpunkt des Vampir Hypes. 

    Vampire sind kein Geheimnis. Im Gegenteil, jeder weiß um sie und wo sie zu finden sind. 

    Allerdings wird man eher Random mäßig ausgesucht und Gezeichnet. Wie Zoe. Und um sie geht es schließlich auch. 

    Im ersten Teil muss sie noch lernen, mit ihrem neuen Schicksal zurecht zu kommen. Im zweiten Teil ist sie gefühlt fast nur rollig.  

    Aber die Buchserie hat mir bis hierher schon gut gefallen. Es liest sich schnell und eignet sich ganz gut, um nicht so viel nachdenken zu müssen.  

    3.5/5

  2. Cover des Buches Ungezähmt (ISBN: 9783596187294)
    P.C. Cast

    Ungezähmt

     (1.917)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Im 4. Teil der „House of Night“-Reihe beginnt wieder dasselbe Spiel wie in den Vorgängern: es wird wiederholt bis zum Erbrechen. Zoey ist auserwählt, ihre Freunde sind sauer, mit Zoeys drei Liebhabern ist es aus, Shaunee und Erin sind keine echten Zwillinge (wie gehabt haben beide nur ein Thema: scharfe Jungs), Damien ist schwul (aber keiner hat ein Problem damit, weil ja alle superoffen sind) und so weiter. Immer wieder wird erwähnt, wie blöd es ist, dass der heiße Erik sauer ist, weil Zoey mit jemand anderem Sex hatte (voll gemein, wie er sich jetzt verhält und überhaupt ist er ja eigentlich auch schuld daran, dass Zoey ihn betrogen hat – was Zoey sich für eine Reaktion erwartet hat, bleibt unklar). Das nervige Beziehungsdrama der letzten Bände wird immer wieder neu aufgerollt und das in aller Ausführlichkeit.

    Aber halt, noch ist nicht alles verloren: es gibt einen neuen Schüler und der ist – wer hätte das gedacht – superheiß. Ich brauche wohl keine Worte dazu verlieren, wie es mit besagtem Schüler weitergeht. Die Frage, die sich auftut ist lediglich: ist das jetzt eine Paarbeziehung, oder zählt das schon als Liebesfünfeck? Besonders glaubwürdig gestaltet sich das Ganze nicht – wie schon vorher muss Zoey nur mit den Fingern schnippen, damit ihr alle Welt zu Füßen liegt. Dadurch wird eine tatsächliche Entwicklung in ihren zwischenmenschlichen (romantischen) Beziehungen übersprungen. Nochmal: dass jemand heiß aussieht, reicht nicht aus, um zwischen zwei Charakteren Chemie zu erschaffen. Das hat bei Erik schon nicht funktioniert und das funktioniert auch hier nicht. Mal davon abgesehen ist es wohl langsam an der Zeit, eine Strichliste zu führen, um mit Zoeys Herrenbekanntschaften mithalten zu können.

    Aphrodite bekommt auch in diesem Band wieder eine größere Rolle – Aphrodite ist jetzt ein Mensch (angeblich keine Strafe, aber darüber lässt sich diskutieren. Besser gesagt: man wird nicht darum herumkommen, wenn man am Ende der Reihe nochmal über das Frauenbild in der Reihe sprechen möchte). Dafür, dass Aphrodite zu den wenigen Personen gehört, die tatsächlich eine echte Charakterentwicklung durchleben, bleibt sie aber trotzdem zu sehr im Hintergrund. Um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken: sie ist nur der attraktive Sidekick, während Zoey die eigentlichen Handlungen vollzieht. Aphrodite ist spätestens seit dem 3. Band der eigentliche Sympathieträger der Reihe. Zumindest scheint sie die Gegebenheiten wesentlich besser zu durchschauen als Zoey. Außerdem stößt es mir sauer auf, dass Aphrodite für ihr Fehlverhalten permanent abgestraft wird (auch noch lange danach), während Zoey sich gar nicht so viel anders verhält und niemandem das aufzufallen scheint. Dazu noch eine kurze Zwischenfrage: was ist mit den Typen, die Zoey in einem absichtlich verursachten Autounfall möglicherweise hat sterben lassen? Oder spielen die keine Rolle, weil es Menschen sind und Zoey auserwählt?

    Die Entwicklung der Story ist am Anfang unglaublich simpel. Ergreifende Momente werden weniger ergreifend dadurch, dass eigentlich schon vorher klar ist, was passieren wird. Dafür fängt die Handlung in der Mitte langsam an, abgefahren zu werden (und mit „abgefahren“ meine ich, dass es langsam aber sicher anfängt, ins Absurde abzudriften; hierbei ist anzumerken, dass dies nur der Beginn ist und es jetzt die ersten Anzeichen gibt, dass es bald rapide bergab gehen wird). Was im Klappentext als „uralte, böse Macht“ bezeichnet wird, war in der Story der Punkt, an dem die Reihe mich endgültig verloren hat. Aber auch hier ist am Ende der Reihe noch einmal Potential zu spüren. Wäre der Band nicht mit Wiederholungen und Beziehungsmist künstlich aufgebläht, könnte man „Ungezähmt“ beinahe für ein spannendes Buch halten.

    Auf die Gefahr hin, mich genauso oft zu wiederholen wie die Autorinnen der Buchreihe: der Schreibstil ist gespickt mit zwanghafter Jugendsprache, was sehr anstrengend ist. Das gilt zwar sowieso für jeden Band der Reihe, aber ich fühle mich trotzdem genötigt, es immer wieder zu sagen, weil es einfach so unfassbar störend ist. Auch Zoeys Oberflächlichkeit ist wieder einmal dabei, das Buch vollends zu versauen. Positiv anmerken muss ich jedoch, dass beides gegen Ende wesentlich besser wurde, da man sich hier offenbar doch mehr auf die eigentliche Story konzentrieren wollte. Es gibt wieder einen Cliffhanger bei dem man, so ungern ich es zugebe, am Ende trotzdem wissen möchte, wie es weitergeht.

    Weiterhin positiv: viele Katzen.

    Fazit: Unzählige Wiederholungen, noch mehr Liebesgeschwafel, aber gegen Ende wird es noch interessant.

  3. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (468)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf

    Inhalt:

    Theo verliert durch einen Bombe seine Mutter in einem Museum. ER überlebt das Unglück und hat danach niemanden mehr. Er wird bei einem Freund untergebracht. Doch Theo hat ein Geheimnis und dann taucht auch n0ch sein Vater auf und bringt ihn nach Las Vegas


    Schreibstil:

    Der Schreibstil war sehr detailiert und bildhaft. Die Geschichte plätschert dahin und ich kam nicht und nicht in die Geschichte hinein. In diesem Buch fehlten mir die Emotionen der Charaktere. Alle wirkten kühl und distanziert. Für mich war es langamtig und ich quälte mich durch die 1000 Seiten-. Das Ende war für mich zu einfach auch wenn noch einige Wendungen in diesem Buch vorkamen, es passte für mich einfach nicht. 

    Charaktere:

    Theo war der Protagonist. Als Kind tat er mir leid, doch nach und nach dachte ich mir dass er oftmals selber Schuld an seiner Situation ist. Er fällt nachdem Tod seiner Mutter in ein tiefes Loch und kommt einfach nicht mehr raus. Er will die Trauer in Alkohol ertränken und später mit Drogen, doch fällt immer tiefer. Je weiter ich las in dem Buch desto weniger mochte ich Theo und verstand auch seine Taten nicht mehr. Auch die Wahl seiner Freunde war mir immer suspekt und die gute Freunde die er hatte stoßte er immer wieder weg. 

    Fazit:

    Die Grundidee fand ich toll, jedoch war das Buch viel zu lang. Ich kam nicht mit den Charakteren zu recht und der Schreibstil war mir zu detailiert. Ich fand das Ende viel zu einfach und die Geschichte mit dem Buch nicht glaubhaft. Deshalb bekommt das Buch nur 2 Sterne von mir. 

  4. Cover des Buches House of Night - Erwählt (ISBN: 9783404160334)
    P.C. Cast

    House of Night - Erwählt

     (2.109)
    Aktuelle Rezension von: Izi_bell

    Nach dem Zoey herausgefunden hat das ihre beste Freundin Stevie Rae noch am leben ist setzt sie alles auf eine Karte zum sie zu retten,  jedoch geht sie dabei durch tausend Turbulenzen. Erst verliert sie ihre Unschuld an einen Widerling der sie nur ausgenutzt hat um aus ihr Informationen zu saugen, dann wird Aphrodite plötzlich zu ihrer einzigen Freundin den Erik und all ihre anderen freunde wenden sich von ihr ab. Und zum Höhepunkt weil das ja nicht schon genug Kaos ist will Nepheret  auch noch einen krieg anzetteln.


    Man muss es der Autorin echt lassen sie versteht sich darauf so viel Spannung und Content wie nur geht in in  dünnes Buch zu bringen. 

    Und das ist glaub auch der Grund warum ich ihre Bücher so mag es gibt wirklich keine Lücken der Spannung und das lässt einen das Buch einfach nur in sich aufsaugen.

    Die House of Night Reihe ist für alle eine Empfehlung !  

  5. Cover des Buches Verbrannt (ISBN: 9783596190614)
    P.C. Cast

    Verbrannt

     (1.412)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Band 7 behandelt vor allem zwei Konflikte: Zoeys zerschmetterte Seele, die in der Anderswelt umherirrt und Stevie Rae mit ihrem Liebesdreieck.

    Zoeys zerschmetterte Seele, die wieder zusammengefügt werden muss, wirkt ein wenig wie ein an den Haaren herbeigezogener Konflikt, um auf die geplanten 12 Bände zu kommen. Die Handlung dümpelt vor sich hin, so richtig Spannung kommt nicht auf. Das liegt vielleicht auch daran, dass nach sechs Bänden endgültig die Luft raus ist. Jedenfalls stellte sich mir die Frage, wie die Seele einer Hohepriesterin mal eben zerschmettert werden kann. Da ich von der Liebesgeschichte zwischen Heath und Zoey von Anfang an nicht richtig überzeugt war, bin ich auch wenig davon überzeugt, dass die Liebe zwischen den beiden zum Zerschmettern ihrer Seele führen könnte. Ein gutes hat die Sache: Zoey denkt nicht mehr über ihre Liebhaber nach, sondern wir werden in diesem Band größtenteils von Liebesvielecken verschont – zumindest mehr oder weniger und zumindest, was Zoey betrifft.

    Weiterhin gibt es Perspektivwechsel. Hier scheint wieder einmal das Korrektorat versagt zu haben: manchmal wird mitten im Kapitel ein Perspektivwechsel gemacht, der gar keiner ist. Heißt: am Anfang des Kapitels steht, dass es aus der Perspektive Stevie Raes geschrieben ist und mitten im Kapitel steht das nochmal, als hätte ein Wechsel stattgefunden. Und auch hier habe ich ein Deppenapostroph gefunden. (OMG! Wie Zoey dazu sagen würde). Die Perspektivwechsel erscheinen hier sogar einigermaßen sinnvoll, da es viel um Stevie Rae und ihre spezifischen Probleme geht, von denen die anderen nichts wissen. Sie hat den Rabenspötter Rephaim gerettet – daraufhin gibt es ein großes Hin und Her. Ähnlich wie bei Zoey gibt es hier das Dreiecksproblem: Dallas, ihr eigentlicher Freund, wird eifersüchtig. Und wie bei Zoey wird so getan, als wäre dies völlig unverständlich. Über die Stevie Rae-Rephaim-Sache möchte ich eigentlich keine weiteren Worte mehr verlieren. Mir ist die ganze Sache weiterhin unverständlich.

    Stilistisch bleibt alles beim Alten. Hundertmal müssen wir uns dieselben Gedichte durchlesen, immer wieder wird irgendetwas wiederholt. Es ist ermüdend. Wenigstens scheinen die Autorinnen endlich mal davon auszugehen, dass der Leser die Personen kennt. Diese werden nicht mehr lang und breit vorgestellt. Der eigentliche Kernkonflikt der Reihe wird hier beinahe gänzlich außen vorgelassen. „Verbrannt“ wirkt wie ein Lückenfüller, bei dem eine Geschichte erzählt wird, deren Ausgang von vornerein klar ist. Die Auflösung ist simpel und nicht überraschend. Unnötig aufgebauscht und im Grunde überflüssig.

    Es gibt natürlich auch etwas Positives: Aphrodite. Sie und Darius sind wieder einmal die Personen, die noch am meisten interessieren. Ein wenig nervig ist zwar, dass Aphrodite plötzlich voller Selbstzweifel ist und deswegen rumjammert, aber sie ist dennoch ein wesentlich ausgereifterer Charakter als Zoey. Auch die Liebegeschichte (bei der ausnahmsweise tatsächlich nur zwei Personen involviert sind) überzeugt viel besser als Zoeys Männergeschichten oder Stevie Raes merkwürdige Anwandlungen, was männliche Individuen betrifft.

    Bisher ist dies der schwächste Band der Reihe. Wäre es nicht zu spät und ich hätte nicht bereits alle Bände gekauft (und gelesen), dann wäre hier ein guter Zeitpunkt abzubrechen. Den Rest kann man genauso gut ergooglen, damit erspart man sich Kosten und Mühen, die sich einfach nicht mehr lohnen. Die ersten Bände hatten qualitativ definitiv viele Schwächen, aber waren wenigstens noch schnell und ohne Anstrengung gelesen. Je weiter die Reihe fortschreitet, desto anstrengender wird die Lektüre und desto weniger Lust hat man, sich das noch weiter anzutun. Das Ende ist der billigste Cliffhanger, der mir je in einem Buch untergekommen ist und der mich nach diesem Buch im Leben nicht zum Weiterlesen motivieren könnte. Aber was muss, das muss. Ich traue mich nicht, auszurechnen, wie viel allein die letzten fünf Bände mich gekostet haben, aber ich will nicht, dass es umsonst bezahltes Geld war.

    Fazit: Ein Buch wie ein kaputtes Schlauchboot. Die Luft ist endgültig raus. Der Band ist quasi ein Lückenfüller und selbst das Schreiben darüber ist unerträglich ermüdend.

  6. Cover des Buches Gejagt (ISBN: 9783596187300)
    P.C. Cast

    Gejagt

     (1.684)
    Aktuelle Rezension von: DarkMaron

    Weiter gehen die Abenteuer mit Zoey und ihren Freunden. Durch die Verletztung die Zoey erlitten hat, müssen sie zurück ins House of Night, wo sie auf Neferet und Kalona treffen. Kalona versucht alles, Zoey auf seine Seite zu bekommen, doch das ist nicht so einfach. Und dann ist da noch die Sache mit den Jungs, jetzt wo sie auf Stark trifft, ist sie in einer 3er Jungsbeziehung. Wieder sehr spannend ging es weiter, dass Ende hätte was anders sein können, weil es auf einmal an einer Stelle beendet wurde und keiner weiß wie es nun weiter geht. Also muss man dann Band 6 hinterher lesen. Ich fand es ist wirklich wieder interessant gewesen, wie es mit der Clieque weiter geht und wie schön das sie noch alle zusammen halten. Die Männergeschichte ist irgendwann etwas nervig, weil sie sich einfach nicht entscheiden kann und da tun mir die anderen immer so leid, weil sie so hinter dem Rücken behandelt werden.

  7. Cover des Buches Versucht (ISBN: 9783596190607)
    P.C. Cast

    Versucht

     (1.605)
    Aktuelle Rezension von: Josi'sLibrary

    Ich lese diese packende Reihe seit ca drei Jahren, doch weil sich immer wieder andere tolle Bücher dazwischen drängeln dauert das Lesen der gesamten Reihe etwas länger. Aber so kann ich es länger genießen! :)

    Aus versch. Gründen ist dies sogar meine erste Rezension im House of Night Universum und sie bezieht sich vordergründig natürlich auf den sechsten Band 'Versucht'.


    REZENSION:
    Wie bei den vorherigen Bänden war es auch hier so: Die erste Seite gelesen und ich bin voll drin. Wie nach Hause kommen. Mitreißend. Süchtig machend.
    Im Ernst, jeder Band haut mich aufs Neue voll um.
    Die Charaktere sind lebendig, vielschichtig und man kann mit ihnen mitlachen und-leiden, wie als ob man neben ihnen steht. Oder in deren Körper steckt. Ihre Probleme, Sorgen und Gedanken sind nachvollziehbar, logisch und emotional, auch wenn die Situationen natürlich an ihre magische Welt angepasst sind.


    Die Story bleibt durchweg interessant, Spannung begleitet einen durch das ganze Buch und Abwechslung gibt's ausreichend. Man befindet sich mal hier, mal dort und in dem einen Kapitel folgt man Stevie und im nächsten Zo oder wem anderes. Der rote Faden ist klar erkennbar und das drum herum ist genauso packend und hängt in irgendeiner Form mit dem roten Faden zusammen.

    Diese Reihe zählt zu den stärksten, in denen ich schnell (also nach nur wenigen Seiten) und komplett abtauchen kann. Ich vergesse alles um mich herum und die Handlung läuft nicht einfach in einem megascharfen Film vor meinem inneren Auge ab, sondern ich bin überall dabei. Teils als Zuschauer und teils hineinversetzt in die Charaktere. Was will man mehr? (außer in das Buch wortwörtlich hineinspringen..^^)

    Der Schreibstil trägt echt ne Menge dazu bei! Einer der Besten, die mir je begegnet sind. Super flüssig, teils Umgangssprache, angenehm, lehrreich, emotional und mit ausreichend Tiefe.


    Zum Worldbuilding, diese ist ähnlich der unseren, aber doch mit gewissen Unterschieden. Im sechsten Band lernt man etwas mehr zur internationalen Welt und auch, wenn Politik & Co nicht im Vordergrund der Handlung stehen, sind diese ausreichend logisch und interessant aufgebaut.
    Die Magie, Affinitäten Jungvampyrregeln usw. sind für mich spannend, magisch und faszinierend!


    Zur House of Night Welt gehören auch eine Menge erotische Szenen, heiße Typen und Liebeskummer, die auch im sechsten Band nicht fehlen. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden ist die Erotik (angepasst an die Handlung) etwas gewichen, was dem Buch keinen Abbruch tut.


    Hab ich was zu meckern? Wie bei vielen meiner Lieblingsbücher würde ich gerne mehr von den Nebenfiguren lesen, aber dann würden sie ja nicht mehr 'Nebenfiguren' heißen.. :D


    Fazit ist, House of Night bleibt auch mit Beenden des sechsten Bandes eine meiner Lieblingsreihen! Krasse lebendige Charaktere, packende Handlung & mitreißender Schreibstil - süchtig machend!
    5/5 Sterne, was sonst ;)

  8. Cover des Buches Geweckt (ISBN: 9783596193066)
    P.C. Cast

    Geweckt

     (1.158)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Nachdem Band 7 sich mehr wie eine Werbeunterbrechung angefühlt hat denn wie ein Teil der HoN-Geschichte, geht es in „Geweckt“ weiter mit Kalona, Neferet und Zoey.

    Gefühlt werden die Perspektivwechsel immer mehr. Dadurch wird das Buch aber auch nicht spannender. Eher empfinde ich es als störend, ständig eine neue Perspektive einnehmen zu müssen. Stilistisch ist alles beim Alten geblieben. Die Zeitspannen, die ein Buch abdeckt, werden auch immer kürzer. Dadurch entsteht das Problem, dass die Bücher recht lang sind, dafür dass es eigentlich kaum Handlung gibt. Dieses Problem wird mit jedem Teil schlimmer.

    Wir müssen nochmal über Nyx sprechen. Ich habe sie in einer früheren Rezension mal als gelungenen Charakter bezeichnet. Dessen bin ich mir nicht mehr so sicher. Völlig willkürlich greift sie in das Geschehen ein und trifft sich mit ihrer Lieblingsjungvampyrin zum Plaudern. Alle anderen vernachlässigt sie – ich denke da vor allem an ihren Ältestenrat. Eigentlich wäre es leicht für sie, den ganzen Neferet-Kram zu verhindern. Warum tut sie es nicht? Wenn es um Zoey geht, hat sie schließlich auch kein Problem damit, selbst aufzutauchen und Zoey mit Komplimenten zu überhäufen. Sie wirkt wie ein Charakter, der immer dann auftaucht, wenn es keine andere Lösung gibt. Sackgasse? Nyx taucht auf, macht irgendwas und die Dinge nehmen wieder ihren Lauf. Schlimmer sind aber die meisten anderen Personen: offenbar sind außer Zoey und ihrer Clique alle Vampyre strunzdumm. Da kommt selbst Nyx nicht gegen an. Der Verlauf der Handlung ab dem letzten Drittel ergab daher für mich kaum noch Sinn.

    Tatsächlich muss ich aber sagen, dass mir dieser Teil wieder besser gefallen hat, als der Vorgänger. Die Story war ein wenig kompakter. Im Mittelteil sind die Autorinnen ein Risiko eingegangen und haben das Geschehen tatsächlich recht gut und einfühlsam beschrieben. Ich würde so weit gehen und sagen, dass dieser Abschnitt zu den besten Stellen in der ganzen Reihe zählen. Kleiner Spoiler: jemand stirbt. Von mir aus hätte es lieber jemand anders sein können. Unausgereifte Charaktere wären genug dagewesen – daher finde ich es schade, dass jemand genommen wurde, der halbwegs sympathisch und interessant war.

    Was Zoeys Liebeskatastrophe angeht, haben wir hier eine leichte Verbesserung zu verzeichnen. Stark ist aktuell Kandidat Nr. 1, Heath ist erstmal Geschichte und Erik ist seit neuestem der Depp vom Dienst, weil… ja. So ganz weiß ich das auch nicht. Abgesehen davon hat Zoey erstmal keine Lust, ihrer Verantwortung nachzukommen und verschanzt sich auf der Insel. Wieder mal ein Beweis dafür, dass Zoey einfach keine gute Protagonistin abgibt. Trotz ihrer ganzen Fähigkeiten besitzt sie weder Reife noch ist sie in der Lage, mal über ihren Schatten zu springen und zu tun, was notwendig ist. Leider besitzt sie auch nicht die Sympathie, die notwendig wäre, ihr solche Fehler durchgehen zu lassen. Stevie Rae steht auf der anderen Seite der Medaille und hadert immer noch wegen ihrer Liebe zu Rephaim. Von der Repahim-Sache halte ich zwar immer noch nichts, aber wenigstens ist bei ihm eine Charakterentwicklung zu erkennen (für wie glaubhaft man diese auch halten mag). Das ist mehr, als von anderen Personen gesagt werden kann.

    Am Ende erreicht die Reihe dafür einen neuen Tiefpunkt. Hatte ich zu einem Vorgänger schon geschrieben, dass es abgefahren wird, so setzen die Autorinnen hier noch einen drauf. Zudem wirkt es so, obwohl es mit der eigentlichen Geschichte weitergeht, als würde die Handlung auf der Stelle treten und sich im Kreis drehen. Ein ganzes Buch wird gefüllt und am Ende stehen alle ungefähr wieder da, wo sie vorher waren. Immerhin: die Reihe nähert sich dem Ende.

    Fazit: Besser als der Vorgänger. In der Mitte wird es besser, gegen Ende wieder schlechter. Alles in allem hat die Reihe ihren Zenit längst überschritten.

  9. Cover des Buches Gezeichnet (ISBN: 9783596705610)
    P.C. Cast

    Gezeichnet

     (3.679)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Klappentext:

    Als auf der Stirn der 16-jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden – vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde – das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.

    Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr – sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten.

    Meinung:

    Als ich die vielen 1-Sterne-Rezensionen zu diesem Buch gesehen habe, war ich tatsächlich etwas überrascht. Meiner Meinung nach ist das Buch zwar kein Meisterwerk aber auch nicht grottenschlecht. Vielleicht lag es daran, dass ich das Buch als gekürzte Hörbuchfassung gehört habe, wovon ich normalerweise kein Fan bin. Dennoch scheint es der Geschichte gutgetan zu haben, da viel Langatmiges und Langweiliges weggelassen wurde.

    Zurück zum eigentlichen Thema: Der Erzählstil ist vor allem auf Jugendliche ausgerichtet, die auch die Zielgruppe der Buchreihe sind. Daher ist auch der Schreibstil eher umgangssprachlich und locker.

    Die Charaktere sind wahnsinnig klischeehaft und sehr platt. Da gibt es den schwulen besten Freund, die trottelige aber liebenswerte beste Freundin, die blonde Oberzicke, usw. Klischees müssen nicht immer schlecht sein, aber Charaktere sollten deutlich mehr Tiefgang haben – insbesondere, wenn es sich um eine mehrteilige Buchreihe handelt. Wir sind doch auch nicht eindimensional und platt, oder? Die Hauptprotagonistin Zoey Redbird ist eine typische Mary Sue, wie sie im Buche steht: Jeder liebt sie und sie kann einfach alles, ohne Probleme. Da gefiel mir Steve Rea deutlich besser. Was ich zudem überhaupt nicht leiden kann, ist, wenn immer alle heiß und gutaussehend sind und das noch elendslange breitgetreten wird. Das konnte ich schon in „Götterleuchten“ nicht ausstehen. Warum muss immer alles und jeder perfekt sein? Ich versteh es wirklich nicht. 

    Die Handlung an sich ist ziemlich vorhersehbar und bietet keine großen Überraschungen. Zudem hätte der Geschichte etwas mehr Action sicher auch nicht geschadet.

    Das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt aber auch noch nicht ganz von sich weggestoßen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mir damals gleich alle 12 Bänder der Buchreihe gekauft habe, weil sie gerade im Ausverkauf waren. Tja, dumm gelaufen. Daher werde ich den zweiten Teil der Reihe bestimmt auch noch irgendwann lesen.

    Fazit/Empfehlung:

    Ich weiß noch nicht so recht, was ich von der Buchreihe halten soll... 

    Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich die Reihe wohl eher Jugendlichen empfehle. 

    Sternewertung:

    2.5 Sterne

  10. Cover des Buches Wolfsschatten (ISBN: 9783802584275)
    Lori Handeland

    Wolfsschatten

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Athene
    INHALT:
    In Lake Bluff geschehen mal wieder unheimliche Dinge: Nach einem Sturm sterben vermehrt alte und kranke Leute. Als bei einer Autopsie auffällt, dass den Toten das Herz fehlt, geht Sheriff Grace auf die Jagd. Doch ist der neue indianische Arzt Ian ihr Freund oder ihr Feind, denn er weiß mehr.

    FAZIT:
    Erst einmal muss ich jetzt doch Kritik am deutschen Titel üben. Bislang haben ja alle deutschen Titel mit "Wolf..." angefangen (s. HIER). Dies hat bislang auch gepasst, denn es ging schließlich schwerpunktmäßig um Werwölfe. Dieses Buch ist jedoch anders. Dazu muss man wissen, dass die eigentlich Reihe "Night Creature" heißt und sich in den Titeln immer "moon" für Mond verbirgt. Das Originalbuch heißt "thunder moon" und die Geschehnisse nehmen in der Sturmnacht unter dem indianschen Donnermond ihren Anfang:

    In diesem Buch hat es Grace, die ja ihren Nebenauftritt bereits im Vorband "Wolfsdunkel" hatte, mit einer besonderen Kreatur zu tun, die kein Werwolf ist. Sie versucht zwar die Jägersucher zu befragen, ist jedoch auf sich allein gestellt. Der Aspekt mit der indianischen Kultur hat mir sehr gut gefallen. Hier spielt zwar auch ein Wolf eine Rolle, aber für sich genommen, darf hier kein Werwolfbuch erwartet werden.

    Die Erotikszenen sind prickelnd beschrieben und bieten ordentlich Feuer. Wichtig ist hier auch die Verbundenheit der indianischen Kultur mit der Natur, die sich hier besonders in den Gefühlen von Grace, ihrem Sexleben und sogar ihrem Gegner widerspiegelt.

    Das Wiedersehen mit Claire und Malachi ist schön gelungen, denn ihre Liebe hat sich vertieft und es ist doch auch mal schön, wenn es nach einem Happy End für alle positiv weiter geht.

    Trotz Kritik am Titel gebe ich 5 von 5 Punkten, da der Gegner hier mal eine gekonnte Abwechselung darstellt und Grace einen wundervoll zynischen Humor hat, der hier auch noch mit Chuck Norris Witzen garniert wird.

    http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/07/lori-handeland-wolfsschatten-von-sonja.html
  11. Cover des Buches Tiana (ISBN: 9783404123902)
    Lucia St. Clair Robson

    Tiana

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nachdem ich "Die mit dem Wind reitet" begeistert gelesen habe, wollte ich nun mehr von der Autorin kennenlernen. Tiana ist ein netter Schmöker, aber leider nicht mehr. Fand es viel zu zäh, bei mir kam kein richtiger Lesefluss auf und stellenweise musste ich mich richtig durchkämpfen.
  12. Cover des Buches Untamed (ISBN: 9780349001159)
    P.C. Cast

    Untamed

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Johaenna
    War ganz in Ordnung. Was am Ende geschieht hat mich sogar etwas überrascht :) Und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass diese Bücher mich überraschen können, da mir die Story doch ziemlich leicht zu durchschauen erschien...
  13. Cover des Buches Die mit dem Wind reitet (ISBN: B002FWGGRC)

    Die mit dem Wind reitet

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Karen_Lange
    Dieses Buch wurde mir vor vielen Jahren einmal empfohlen.
    Ich las (nein, ich verschlang) es in Windeseile.

    Manche Stellen wurden sehr extrem beschrieben, jedoch zeigt dieses Buch auch, dass die Indianer eigentlich nur in Ruhe und im Einklang mit der Natur leben wollten.

    Fazit: Da es ja eigentlich eine Biografie von Cynthia/Naduah sein soll, ist es fast wie eine erfundene Geschichte, denn man kann wirklich kaum glauben, welche Grausamkeiten diese Frau miterleben musste. Sie, ihr kleiner Bruder und die Cousine wurden geraubt und sie musste zusehen, wie ihre Familie geschändet und misshandelt wurde. Aber mit der Zeit wurde sie selbst mehr und mehr zu einer Indianerin.

    Ich persönlich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der auch starke Nerven hat. Man macht auch nicht Halt davor zu berichten, dass Naduah dann selbst die Skalps der Weißen aufzog.
  14. Cover des Buches Siebengestirn, meine Tochter (ISBN: 9783492243230)
    Barbara Kingsolver

    Siebengestirn, meine Tochter

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn
    Im Urlaub retten Taylor und ihre sechsjährige Tochter Turtle einem Mann das Leben und landen mit der Geschichte landesweit in den Nachrichten. Und auf der Schreibtisch von Annawake Fourkiller. Die Anwältin für Indianerrecht wittert bei dem Cherokee-Mädchen Turtle eine rechtswidrige Adoption und will das Kind zu ihrem Stamm zurückbringen. Hals über Kopf verlässt Taylor ihren Freund und ihr zu Hause, um mit ihrer Tochter zu fliehen.

    Seit etwa zwanzig Jahren gehört Barbara Kingsolvers  Die Pfauenschwestern zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, und seitdem lag auch  Siebengestirn, meine Tochter ungelesen in meinem Regal, bis ich mich nun endlich dazu entschieden habe, die Geschichte zu lesen.

    Zunächst fiel mir auf, dass ich den Schreibstil der Autorin als nicht so kompliziert in Erinnerung hatte. Kann auch sein, dass es nur in diesem Roman so ist, auf jeden Fall musste ich höllisch aufpassen, alles so zu verstehen, wie es gemeint war. Auch die Dialoge waren ein wenig seltsam, vor allem, wenn Taylors Freund Jax beteiligt war, der (und das war auch sein Glück, sonst hätte er mich wirklich auf die Palme gebracht) ein Bild von einem Mann war, aber leider permanent zwar nicht witzig, aber unernst. Ich konnte da leider nicht herauslesen, wann er etwas so gemeint hat, wie er es sagte und wann er einfach nur völligen Blödsinn geredet hat.

    Nun gut, aber Jax ist auch nur eine Nebenfigur. Vielmehr geht es natürlich um die Beziehung zwischen Taylor und ihrer Adoptivtochter Turtle und wie die junge Frau verzweifelt zu verhindern versucht, dass ihr das Kind weggenommen wird. Außerdem erleben wir die Sichtweise der Anwältin, die ihre ganz eigenen Gründe hat, warum das Mädchen zurück zu seinem Stamm sollte. Und auch ihre ganz eigenen Argumente, die ich selbst als Mutter grundsätzlich nicht nachvollziehen konnte, durch die einfühlsame Erzählweise der Autorin aber zumindest ein bisschen verstehen.

    Durch die relativ frühe Einführung einer bestimmten Figur weiß man als Leser schon sehr bald, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt und wie sie möglicherweise ausgehen wird. Barbara Kingsolver macht auch kein großes Geheimnis darum und versucht sich nicht an großartigen Wendungen. Trotzdem hat mir diese Vorhersehbarkeit gut gefallen, und ich konnte irgendwie auch noch bis zum Schluss mitfiebern. Gleichzeitig habe ich mich in der Sicherheit der Geschichte wohlgefühlt. 

    Fazit: ein etwas schwieriger Schreibstil und die teilweise merkwürdigen Dialoge machen das Leseerlebnis dieses Romans nicht ganz perfekt. Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und erhält 4**** von mir. 
  15. Cover des Buches Flammen im Blut (ISBN: 9783453157743)
    Linda Ladd

    Flammen im Blut

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    dies ist die geschichte von bethany und luke.anfangs verstehen sie sich überhaupt nicht.sie denkt er wäre ein rabenvater und er denkt sie wolle seinem sohn schaden.bis er merkt das sie das beste ist was seinem sohn je passiert ist ,gibt es noch viele missverständnisse und tränen.wunderschöne geschichte mit dem spoiler obligaten happy end.sehr empfehlenswert.
  16. Cover des Buches Der Wind rief seinen Namen (ISBN: 9783404129379)
    Robert J. Conley

    Der Wind rief seinen Namen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SiCollier
    Der Wind in den Bergen singt noch immer das Lied von Whippoorwill. Jenes Lied, das einst Oconeechee die Kraft für ihre Suche nach dem Geliebten gab. Meine Meinung “Ich habe im Bürgerkrieg gekämpft und mit angesehen, wie Männer in Stücke geschossen und zu Tausenden dahingeschlachtet wurden, aber die Umsiedlung der Cherokee war das Grausamste, das ich je erlebt habe.“ (Seite 89. Ein Oberst, später im Dienst der Konföderierten. Aus: James Mooney, Historical Sketch of the Cherokee, 1900.) Vom „Trail of Tears“ hatte ich schon gelesen, innerhalb eines 500-Seiten Buches, welches sich mit der Geschichte der Indianer in Nordamerika etwa ab der Entdeckung Amerikas bis in die Jetztzeit befaßt. Entsprechend kurz wurde es dort abgehandelt. Zuviel des Grauens auf zu wenig Seiten, damit ein einzelnes hervortreten könnte. Ganz anders hier, wo nur ein einziges der viel zu vielen tragischen Ereignisse der Geschichte Amerikas zum Thema wird. Dies jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger, nicht in blutrünstigen Beschreibungen, nicht in heftigen Anklagen. Zum erstenmal hörte ich das Windlied in den nebligen Hügeln über Big Cove - ich kann mich gut daran erinnern. (...) „Es ist das Liebeslied von Oconeechee und Whippoorwill.“ In einer Rahmenhandlung ist ein Junge während der Ferien zu Besuch bei seinen Großeltern. Sein Großvater kennt viele Geschichten. Und eine beginnt er zu erzählen, wohldosiert in Abschnitten über mehrere Tage verteilt. Dazwischen werden historische „Anmerkungen“ eingefügt, zum Beispiel in Auszügen der Text des „Vertrages“ zwischen den USA und den Cherokee, der zur Grundlage der Vertreibung wurde, oder ein Brief von Ralph Waldoo Emerson an den seinerzeitigen Präsidenden der Vereinigten Staaten, Jackson. Schließlich wird die Geschichte selbst teilweise aus der Sicht Wagulis, teilweise aus der Sicht Oconeechees erzählt. Das hört sich kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht. Es entsteht ein Erzählteppich aus Puzzleteilen, die sich Stück für Stück zum Ganzen zusammenfügen. Robert J. Conley schreibt in einem Stil, der mich sofort gefangen und weit, weit mit weggenommen hat, auch wenn ein Gutteil des Buches in der Jetztzeit spielt. Übrigens halte ich diese Gestaltung für sehr geschickt. Indem er den Großvater die Geschichte erzählen läßt, entsteht ein zeitlicher Abstand, der es uns Lesern erleichtert, das Gelesene zu verarbeiten. Dabei hatte ich immer das Gefühl, irgendwo in der Prärie an einem Lagerfeuer zu sitzen und in den Abend und die Nacht hinein wird erzählt, was um 1835 vor sich ging. So ist auch die Sprache nicht hochgestochen oder gekünstelt, sondern (zumindest habe ich das so empfunden) natürlich, wie man eben eine solche Geschichte erzählen würde. Am Lagerfeuer, unter freiem Himmel, eine Pfeife schmauchend. Mir ist eine Szene aus dem Film „Last of The Dogmen“ (lief im TV u. a. unter dem Titel „Das Tal der letzten Krieger“) eingefallen, als alle in einem Zelt zusammen saßen und sich gegenseitig erzählten. Es ist für mich schwer zu fassen; ich hatte wirklich das Gefühl, von einem alten, weisen Indianer eine Geschichte aus früherer Zeit erzählt zu bekommen. Der Junge hört also, wie der Wind ihm ein Lied zuträgt und ist erstaunt, daß sein Großvater es kennt. Und so erfahren wir von Whippoorwill, genannt Waguli, und Oconeechee, wie sie sich das erste Mal sehen, Mißverständnisse beseitigt werden, sie schließlich ein Paar werden wollen. Wie ihr Vater endlich von der Last der Erziehung befreit ist und das tun kann, was er schon seit vielen Jahren tun möchte: seiner lange verstorbenen Frau dahin folgen, wohin wir einstens alle gehen müssen. Für mich eine der ergreifendsten Stellen im Buch. [i]Da öffnete das schöne Gesicht die Lippen, und eine süße, klare und kräftige Stimme hallte durch die Nacht. „Komm“, sprach sie. Doch es hat noch nicht sollen sein. Waguli wird mit vielen anderen gefangen und zwangsweise nach Westen, in Gebiete jenseits des Mississippi verschleppt. Die Beschreibungen, wie das vor sich ging, waren mir nur zu wohlbekannt. Zum Beispiel in Peter Pranges „Der letzte Harem“ findet man solche über den Völkermord an den Armeniern. Ein paar Jahre später werden in Deutschland Menschen in Güterwagen verladen und wie Vieh transportiert, so wie rund hundert Jahre zuvor die Cherokee. Verschiedene Länder, verschiedene Völker, verschiedene Begründungen. Die Beschreibungen lesen sich alle gleich. Wobei es ein großes Verdienst von Conley ist, das hier so zu erzählen, daß der ganze Schrecken wohl deutlich, aber eine ausreichende Distanz gewahrt wird. Dies läßt den Opfern ihre Würde, und erspart mir Nächte mit Alpträumen. Selten habe ich solch schlimmen Vorkommnisse, die zudem historisch belegt sind, auf so behutsame, dabei aber nicht verharmlosende Weise, erzählt gefunden wie hier. Gerade deshalb bleiben sie um so mehr haften. Ein Weiteres ist mir aufgefallen: Conley ist vollständig frei von Vorwürfen. Kein erhobener Zeigefinger, keine Bitterkeit, kein Haß. Aus dem Buch spricht eine tiefe Weisheit, wie sie mir schon früher in vergleichbaren Indianerbüchern aufgefallen ist. Während Waguli verschleppt wird und daran seelisch zerbricht, gelingt es Oconeechee zu bleiben; sie gehört zu den Gruppen, die nicht vertrieben werden. So macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen will, gegen alle Widerstände und Ratschläge. Das Geschick dieser beiden jungen Menschen ist eingewoben in die Geschehnisse ihres Volkes; sie treten aus der Masse heraus, um das Schicksal der Ihren exemplarisch zu erzählen. Die Cherokee als Stamm sind daher m. E. einer der Hauptprotagonisten, weil man ganz nebenbei auch einiges über die ihre Geschichte erfährt. Vier Jahre dauert es, bis die Suche zu Ende geht. Da, wo alles angefangen hat, schließt sich der Kreis wieder. Nichts ist mehr, wie es war. Das Alte untergegangen, das Neue noch nicht da. Denn hier endet die Geschichte von Whippoorwill, genannt Waguli, und Oconeechee. Wie eine Ballade aus alten Tagen mag sie uns erscheinen. Ein Lied, das der Wind aufgenommen hat und weiterträgt durch die Jahrhunderte bis in unsere Tage. “Großpapa“, sagte ich, plötzlich ganz aufgeregt. „Großpapa, ich kann sie hören. Sie singen.“ (Sedite 260) Kurzfassung Eingewoben in die Geschichte seines Volkes erzählt Robert J. Conley in wunderbar melancholisch-poetischer Sprache die Geschichte von Whippoorwill und Oconeechee. Ich habe es in einem Tag verschlungen.
  17. Cover des Buches Hannahs Entscheidung (ISBN: 9789963522026)
    Kate Sunday

    Hannahs Entscheidung

     (74)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Hannah Mulligan ist auf der Flucht vor ihrem Ehemann. Sie ist auf den Weg zurück zu ihrer Großmutter als sie eine Panne zu stopp in Willow Creek zwingt. Dort trifft sie auf Tayanita, die ihr hilft und Sam Parker der ihre Welt auf den Kopf stellt.

    Hannah und Shane scheinen eine wunderbare Ehe zur führen. Doch der Putz blättert langsam ab. Shane sinkt immer weiter ab und Hannah will seine Wutausbrüche nicht länger hinnehmen. Also will sie die Trennung und macht sie auf den Weg, weg von ihm. Doch er will sie nicht gehen lassen. In Willow Creek scheint sie ein neues Leben beginnen zu Können. Dann beginnt die Geschichte. Man lernt alle Figuren kennen und lieben oder auch nicht. Denn so manche Figuren kann man einfach nicht ins Herz schließen. Bei anderen ist einfach ein muss. :) Neben dem Berg und Talfahrt von Hannah´s Gefühlen. Erzählt auch Sam seine Geschichte, doch er ist eher zurückhaltend und geheimnisvolle was seine Vergangenheit angeht. Man bekommt mehr über ihn erzählt von anderen Charakteren als von ihm. Auch die Landschaft wird beschrieben, mehr als einmal wünsche ich dort zu sein. Eine wunderbare Geschichte die eine bezaubert und in ihren Bann zieht.

  18. Cover des Buches Nero Wolfe: Werben heißt Sterben (ISBN: 9783596322558)
    Robert Goldsborough

    Nero Wolfe: Werben heißt Sterben

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Auf einer Superbowlparty wird Archie Goodwin, fleißiger Gehilfe des so intelligent wie korpulenten Nero Wolfe, von dem Partner einer Werbeagentur angesprochen, der einen seiner Mitarbeiter der Industriespionage verdächtigt. Nur widerwillig nimmt Wolfe sich des Falles an. Ich habe früher die Nero-Wolfe-Fernsehserie immer sehr gern gesehen, warum wiederholt man so was nicht mal?
  19. Cover des Buches Die Todesliste (ISBN: 9783548264875)
    Sallie Bissell

    Die Todesliste

     (7)
    Aktuelle Rezension von: ophelia_fay
    Die Geschichte der Halbindianerin Mary, die ihre mütterliche Freundin und Bundesrichterin Irene zu schützen versucht, ist fesselnd geschrieben, mit einem nicht vorhersehbaren Ende geschmückt.
  20. Cover des Buches Uns verbrennt die Nacht (ISBN: 9783688109210)
    Craig Kee Strete

    Uns verbrennt die Nacht

     (37)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Roh und unerbittlich erzählt Craig Kee Strete in seinem Roman "Uns verbrennt die Nacht" eine Geschichte düsterer Drogen- und Alkoholexzesse im L.A. der 60er Jahre. "Es geht noch immer hoch her. Macht den Eindruck eines Bildes von Hieronymus Bosch, inszeniert nach Anweisungen des Marquis de Sade" - dieser Auszug aus dem Buch beschreibt für mich sehr treffend die Ausschweifungen und Ereignisse. Strete, 1950 in Fort Wayne/Indiana geboren, ist ein Cherokee-Indianer, er berichtet über seine lieblose Kindheit, seine gescheiterte Jugend, sein Abgleiten in die unvorstellbar dunklen Hallen der Hölle selbst. Sein Zusammentreffen mit dem charismatischen Jim Morrison ist ein Meilenstein auf diesem Höllentrip, wobei davon auszugehen ist, dass es fiktiver Natur war. Gefangen zwischen dem Aufbäumen gegen gesellschaftliche Konventionen und der Sehnsucht nach einem Zuhause, treibt der fünfzehnjährige Strete durch Tage und Nächte, denen es an Moral, Mitgefühl und Disziplin mangelt. Sex wird zur Nebenwirkung des Drogen- und Alkoholcocktails, Menschenleben sind soviel wert wie eine leere Weinflasche. Morrison sagte einmal "I think there's a whole region of images and feelings inside us that rarely are given outlet in daily life. And when they do come out, they can take pervers forms. It's the dark side. Everyone, when he sees it, recognizes the same thing in himself. It's a recognition of forces that rarely see the light of day." Diese dunkle Seite durchdringt das Buch in allen Teilen. Stretes Geschichte ist somit weit entfernt vom geschönten Blumenkinderimage der wilden 60er oder vom Motto einer ganzen Generation "Make love. Not war.". Die Emotionen, die beim Lesen entstanden gleichen nämlich einem inneren Kriegsschauplatz. Wie muss es erst in der Realität gewesen sein? Ich fühle mich an T.C. Boyles Roman „Drop City“ oder auch den schonungslosen Bericht „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ der Christiane F. erinnert. Alles begann irgendwann einmal als idealistischer Traum und endete im Chaos. Strete selbst..."Zuerst zerbrichst du eine Fensterscheibe, und dann wirst du zu einer. Etwas anderes existiert nicht. Etwas anderes kann dich nicht berühren. Ich lebe meine eigenen Lügen, als glaubte ich sie.“ Keine Unterhaltungslektüre, aber ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.
  21. Cover des Buches Skinwalker - Feindesland (ISBN: 9783802583872)
    Faith Hunter

    Skinwalker - Feindesland

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Dailybooks

    Das ist wieder so ein Buch, dass ich irgendwann gekauft habe, ein paar Seiten gelesen und dann wieder weggelegt habe. Ich wusste nicht mehr warum. Also habe ich wieder angefangen zu lesen. Die Geschichte von Jane Yellowrock fängt ok an. Es schien mir nicht wirklich etwas Besonderes zu sein.


    Aber die Spannung hat nach und nach zugenommen. Ihr wisst ja, dass ich auf starke Hauptfiguren stehe. Jane scheint eine starke Hauptfigur zu sein. Sie kann kämpfen, mit Messer umgehen und setz ihren Verstand manchmal ein.


    Jedoch ging es mir im Buch zu sehr um Lust oder Anziehungskraft zwischen Jane und andere Typen. Ich mochte die anderen Charaktere überhaupt nicht. Die waren mir richtig unsympathisch und die Autorin wollte einen diese unsympathische Art auch noch schmackhaft machen. ne, ne, ne, so nicht.


    Jane scheint auch immer wieder zu verblöden, sobald ein gutaussehender Typ vor ihre steht. Oder Sie fühlt sich anscheinend zu gutaussehende Typen angezogen, egal, ob diese im Inneren gut oder schlecht sind.

    Fazit:
    Zuerst habe ich 4 Sterne gegeben. Aber nach ein paar Tagen musste ich diese 4 Sterne auf 3 Sterne reduzieren. Einfach, weil mich die Geschichte etwas aufgeregt hat. Besser gesagt die Charaktere. Nach Band 2 Habe ich aufgehört zu lesen, weil es immer schlimmer wurde. Wer also nach Büchern wie die Mercy Thompson Reihe sucht, sollte weiter suchen.


    Weitere Rezensionen hier.

  22. Cover des Buches Dreizehn Monde (ISBN: 9783453405585)
    Charles Frazier

    Dreizehn Monde

     (13)
    Aktuelle Rezension von: November
    "Dreizehn Monde" von Charles Frazier begann sprachlich auf eine sehr faszinierende Art und Weise - regelrecht poetisch. ------------------------------------ Es geht um den Waisenjunge Will Cooper, der mit 12 Jahren und einem Schlüssel in der Hand allein ins Land der Cherokee gelangen muss, um in einer verlassenen Handelsstation jenseits der Appalachen zu arbeiten. Dort gibt es nicht viele Weiße, doch Will hat seine geliebten Bücher und die wunderbare Gesellschaft der Cherokee, die dieses Land seit Erdgedenken bewohnen. Schließlich als ein Stammesbruder aufgenommen, erlernt er Sprache, Kultur und Lebensweise. Und er lernt die Liebe kennen - denn er trifft für kurze Zeit heimlich die junge Frau eines gefährlichen Kriegers. Doch schon bald strecken die Weißen gierig ihre Hände nach den weißen Flecken auf ihren Landkarten aus und Will zieht für sein Adoptivvolk als junger Mann in einen langen Kampf. Mit der Vertreibung der Indianer verliert er auch die Spur seiner geliebten Claire, doch die Suche nach ihr wird keine Erschöpfung zeigen. ----------------------------------- Trotz der ausdrucksvollen Schreibweise gestalten sich viele Passagen oft langatmig, weswegen ich das Buch immer wieder beiseite legte. Einerseits fühlte ich mich in die Handlung und Charaktere hineingesogen, andererseits wirkte alles manchmal so distanziert und hölzern. Jedoch werden die Situation der Cherokeen sowie ihre damaligen Lebsumstände gut vermittelt. Auch ist eine Sehnsucht, der Wunsch nach Liebe und Frieden spürbar. Mag ich auch eher durch dieses Buch geholpert sein - Fraziers bildhafter Umgang mit der Sprache ist in jedem Fall lesenswert.
  23. Cover des Buches Savage Persuasion (ISBN: 0843940107)
    Cassie Edwards

    Savage Persuasion

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    when her family's cabin was attacked by indian's,lovely young brietta fled into the wilderness ,only to be capturerd by the most handsome man she had ever laid eyes on.though he was a cherokee brave,the smoldering heat in his dark eyes urged her to surrender,and the searing fire of his touch was a sweet ,savage persuasion. but brave eagle was not the only indian who laid claim to the beautyful white woman. brown cloud,leader of the osage tribe,swore brietta belonged to him and none other.though they had pledget to keep their warring tribes from battle,the cherokee and osage braves were blinded by a fierce desire that would set the ozarks aflame with burning arrows of passion and destruction. sehr spannend von anfang an.mir gefällt das es um mehrere schicksale geht.ein sehr gelungener roman. man merkt das die autorin sich mit den indianern auseinandersetzt und gut recherchiert. dies kommt wahrscheinlich auch davon,dass ihre grossmutter eine cheyenne war.
  24. Cover des Buches Alte Feinde (ISBN: 9783293208834)
    Petra Ivanov

    Alte Feinde

     (25)
    Aktuelle Rezension von: LiveReadLove

    Inhalt

    Albert Gradwohl wird erschossen. Die Spurensicherung macht am Tatort eine seltsame Entdeckung: die Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Staatsanwältin Regina Flint wird durch die Hinweise nach USA geführt, dort ermittelt Bruno Cavalli bereits in einem Cherokee-Reservat. Dort mordet ein skrupelloser Killer. Doch Cavalli hat sich seit Monaten nicht gemeldet und niemand weiß, wo er abgeblieben ist. Regina macht sich nicht nur auf die Suche nach der Lösung ihres Falles, sondern auch nach Cavalli und die Beweise stürzen sie tief in ihre Vergangenheit..

    Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis ich es endlich geschafft habe den Krimi „Alte Feinde“ zu lesen. Meine Leseflaute, die im letzten Jahr immer wieder Einzug gehalten hat, hat es mir wirklich schwer gemacht, mich aufzuraffen den Krimi zu lesen. Dieses Jahr habe ich es jedoch endlich geschafft und kann sagen, dass mich das Buch wirklich gut unterhalten hat. Herzlichen Dank an Literaturtest für das Rezensionsexemplar!

    Ich wusste, dass der Krimi ein achter Teil ist und somit irgendwo eine Fortsetzung. Es war mir also klar, dass ich die Verbindungen der Charaktere selbst herausfinden musste und eventuell nicht alles verstehen würde, was Zwischenmenschlich so im Buch passiert. Mir war allerdings nicht so wirklich klar, dass dieses Buch Bezug auf einen vergangenen Fall der Reihe nimmt, den ich nicht kenne und es mir somit noch mehr erschwert war so richtig in der Handlung aufzugehen. Wer Fan der Reihe ist und die vorherigen Bände kennt, wird diese Probleme natürlich nicht gehabt haben bzw. nicht haben. Mir ist es doch recht schwer gefallen Fuß zu fassen, da ich weder die zwischenmenschlichen Beziehungen, noch den Fall, gänzlich greifen konnte, was wirklich sehr schade war.

    Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeitebenen, was mir viel Spaß gemacht hat, wir sind im heutigen Amerika, in der Schweiz und im Amerika des Bürgerkriegs. Man verfolgt sozusagen die geschichtliche Seite des Falles in der Zeit, aus der die Waffe des Mordes stammt und wir verfolgen Regina Flint und Bruno Cavalli in der heutigen Zeit, allerdings ebenfalls Zeitversetzt. Regina ist bereits im August angekommen, Cavallis Erzählung setzt früher an. Es hat mir Spaß gemacht die losen Enden zu packen und irgendwie zusammen zu setzen, doch mir haben sehr viele Informationen gefehlt, da ich die Vorgänger nicht kenne.

    Regina Flint ist mir recht sympathisch gewesen. Die Staatsanwältin versucht alles, um Cavalli wieder zu finden und gleichzeitig ihren Fall zu lösen. Mit ihm gemeinsam hat sie schon unfassbar viel durchgemacht und ihre Angst, ihn verloren zu haben, scheint sehr tief zu sitzen. Da sie aber keinerlei Kenntnisse über seinen Auftrag hat, gestaltet sich die Suche sehr kompliziert. Regina ist zielstrebig, mutig und sehr intelligent. Sie sieht Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten, die ihre Kollegen nicht erkennen und kann so Fortschritte in ihrem Fall erzielen. Allerdings trübt die Suche nach Cavalli ihre Stimmung und auch ihre Konzentration, bis eine Enthüllung ihr sozusagen in die Hände spielt. Ich mochte sie sehr gerne, weil sie ohne umschweife ihre Ziele durchsetzt und intelligent und strukturiert arbeitet. Trotzdem ist es mir teilweise schwer gefallen ihren Gedankengängen zu folgen, da ich von ihren alten Fällen keine Ahnung habe.

    Auch Cavalli ist mir sehr sympathisch gewesen, fast schon mehr als Regina. Er entspricht quasi dem etwas mürrischen, fast schon gefühlskalten FBI Agenten, der einen Schreibtischjob in der Schweiz bekommen hat und versucht sein Leben mit Regina auf die Reihe zu bekommen. Der Fall in Amerika hat ihn jedoch in große Schwierigkeiten gebracht und es ihm unmöglich gemacht sich bei Regina zu melden. Er weiß nicht wem er vertrauen kann, wie er weiter agieren soll und wer hinter den Anschlägen steckt. Er muss sehr vorsichtig sein, darf nicht aus der Deckung kommen und das ist sehr schwierig, wenn man eigentlich herausfinden möchte, wer im Reservat so skrupellos tötet. Seine Art und Weise zu arbeiten und zu handeln hat mir sehr gefallen. Bei Cavalli fiel es mir auch nicht so schwer mich zurecht zu finden, da er weniger Bezug zu vergangenen Fällen macht. Erst gegen Ende des Buches, als offen gelegt wird, wie alles zusammenhängt habe ich auch bei ihm Probleme bekommen, was mir aber nicht mehr so viel ausgemacht hat.

    Die Handlung an sich ist sehr spannend gestaltet, da man kaum weiß worum es eigentlich geht, man weiß nicht wem man Vertrauen kann, hat ständig neue Leute auf der Liste stehen, die als Täter in Frage kommen könnten und gleichzeitig ist die Liste in Wirklichkeit leer. Jeder könnte beteiligt sein oder spielt jemand ganz anderes eine Rolle? Eventuell wären mir die Zusammenhänge klarer gewesen, wenn ich die vorherigen sieben Bände gekannt hätte, das kann ich aber natürlich nicht beurteilen. So war es für mich bis zum Schluss überhaupt nicht klar, wer seine Finger mit im Spiel hat und letztlich war das Ende auch nicht so spannend, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.

    Fazit

    Der Krimi rund um Flint & Cavalli hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Suchtfaktor war da, der Schreibstil hat mich an die Seiten gefesselt und die Tatsache, dass man bis zum Ende nicht weiß, wem man vertrauen kann, hat mich gepackt. Doch die Zusammenhänge zu verstehen, wenn man Band 1-7 nicht kennt, war einfach sehr schwierig und kompliziert. Ich habe weder die Charaktere und ihre Handlungen, noch die kompletten Zusammenhänge der Geschichte, zur Gänze verstehen können, da mir sämtliche Hintergrundinformationen gefehlt haben, was wirklich schade war. Für Neueinsteiger in die Reihe kann ich das Buch also nicht empfehlen: lest es der Reihe nach. Für diejenigen, die die Reihe bereits kennen: schaut es euch an!

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