Bücher mit dem Tag "yorkshire"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "yorkshire" gekennzeichnet haben.

43 Bücher

  1. Cover des Buches Die Betrogene (ISBN: 9783734113871)
    Charlotte Link

    Die Betrogene

    (604)
    Aktuelle Rezension von: norahildegard

    Kate Linvilles erster Fall (für mich schon ihr zweiter) und was soll ich sagen? Was ein Buch! Ich wusste vorher schon, dass ich Charlotte Link und ihre Art, Geschichten zu erzählen, mochte. Doch spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass ich es liebe! 


    Das Buch war durchweg spannend, absolut nicht vorhersehbar und obwohl manches banal erschien, war es dann doch irgendwie wichtig. Das Ende habe ich bis kurz vor knapp so gar nicht kommen sehen, fand es aber definitiv einen gelungenen Plottwist, der auch nicht zu weit hergeholt, sondern genau passend war! 


    Ein kleiner Minuspunkt war die Länge. Während der Großteil des Buchs absolut spannend waren, gab es doch die ein oder andere Stelle, die zwar viel Liebe zum Detail hatte, bei der dann aber doch einfach um den heißen Brei geredet wurde. Hier und da hätte eine Kürzung vermutlich nicht weh getan, wobei ich auch sagen muss, dass ich besonders die Nebenhandlung super interessant fand — hab mich immer gefreut, wenn sich ein neues Kapitel darum handelte! 


    Wer mal ein Buch von Charlotte Link lesen will oder eine neue Thrillerautorin zum durchsuchten sucht, macht mit "Die Betrogene" sicherlich nichts falsch!

  2. Cover des Buches Das andere Kind (ISBN: 9783734107931)
    Charlotte Link

    Das andere Kind

    (770)
    Aktuelle Rezension von: Monalisa73

    In der beschaulichen nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin grausam erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln, doch dann geschieht ein ähnlicher Mord. Und die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond versucht krampfhaft eine Verbindung zwischen den beiden Opfern herzustellen, was jedoch kaum gelingt. Außerdem verbeißt sie sich zu sehr an das Zerwürfnis innerhalb der Familie der Toten. Zu spät erkennt sie, dass ganz andere Ursachen der Auslöser war und sie tief graben muss um hinter alles zu kommen, bis weit in die Vergangenheit hinein sogar soweit bis in die Jahre des zweiten Weltkrieges. 

    Es ist ein sehr spannender Krimi, mit vielen Strängen, die geschickt miteinander verwoben sind. Als Leser wird man bis fasst zum Ende hin, immer hin und her geleitet wer wohl der Täter sein könnte, man tappt genauso wie die Polizei im Dunkeln, was das mit Rätzeln sehr interessant macht und eventuell zu schlaflosen Nächten führen kann. Es hat eine sehr große Sog-Wirkung, ich konnte es kaum aus der Hand legen, bei den ganzen aufregenden Szenen und den vielen Geheimnissen, die erst nach und nach erzählt werden. Sehr bildhaft geschrieben, so dass man doch am Abend selber schaut ob alle Türen verschlossen sind.

  3. Cover des Buches Der geheime Garten (ISBN: 9783825176334)
    Frances Hodgson Burnett

    Der geheime Garten

    (546)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Diese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.

    Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.

    Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨

  4. Cover des Buches Am Ende des Schweigens (ISBN: 9783734111174)
    Charlotte Link

    Am Ende des Schweigens

    (676)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Nelting

    Auch wenn mich dieses Buch insgesamt (im Urlaub, am Strand:-)) gut unterhalten hat, sind die vielen hier vorzufindenden Klischees erschreckend. Keine Ehe ohne fetten Makel, die wahre Liebe gibt es nicht, und wenn doch, wie am Ende angedeutet, kann sie wegen "man hätte sich halt unter anderen Umständen treffen müssen" nicht stattfinden. Also bitte! Auch wenn dieses negative Bild vielleicht der Realität vieler deutscher Partnerschaften entspricht (und sich die Autorin vielleicht auch deshalb so großer Beliebtheit erfreut), möchte ich beim Lesen auch mal überrascht werden. Z.B. von der inneren Entwicklung einer Figur. Das soll ja im Realen durchaus (wenn auch vielleicht selten) vorkommen, ist hier aber ausschließlich dem Teenager Ricarda vorbehalten. Alles anderen (überlebenden) dieses Romans machen am Ende irgendwie so weiter wie zuvor. Schade.

  5. Cover des Buches Das Haus der Schwestern (ISBN: 9783734107672)
    Charlotte Link

    Das Haus der Schwestern

    (845)
    Aktuelle Rezension von: til_tomasko9

    Kurzbeschreibung:

    siehe bei der Beschreibung oben

    Meine Meinung:

    Ich fand das Buch sehr gut. Es ist ein relativ langes Buch, jedoch liess uns Charlotte Link tief in die Vergangenheit der Personen blicken. Ich habe das Buch während der Weihnachtsferien gelesen, was ich empfehlen kann. Doch so viel Weihnachten und Winter sind nicht dabei, da die Handlung viel in der Vergangenheit spielt. Link bietet einen tiefen Einblick in die Vergangenheit der englischen Geschichte. Im Mittelpunkt eine Frau, die unermüdlich für das Frauenstimmrecht kämpft. Sie bietet den Leser*innen immer wieder Einblick in das Heute, was das Buch spannender macht. Ich fand das Buch gut, auch wenn manchmal gewisse Seiten mir als zu viel erschienen. Trotzdem ein tolles Buch, welches ich definitiv weiterempfehlen würde.

  6. Cover des Buches Einsame Nacht (ISBN: 9783442379200)
    Charlotte Link

    Einsame Nacht

    (198)
    Aktuelle Rezension von: BuchSucht

    Ich habe bis auf die letzten beiden neuen Teile, alle Bücher von Frau Link gelesen und ich war noch nie enttäuscht, oder fand eins etwas weniger gut. Alles Bücher die ich Blind gekauft habe und alle mit 100%iger Überzeugung weiter empfehlen würde.

    Sicherlich hat sie ihren Stile, aber verdammt.. man kommt trotzdem einfach nicht hinter diese Gedankengänge. Man weiss, das immer alle irgendwie, irgendwas miteinander zu tun haben, aber nope.. nein.. es ist einfach nicht möglich dahinter zu kommen.

    Auch wieder hier.. es schien so offensichtlich.. und zack, drei Seiten weiter BOOM!

    Hervorragend! Immer ein Highlight! Und die Kate Linville Bücher mag ich unglaublich gerne.

    Freue mich schon jetzt auf die nächsten Teile!

  7. Cover des Buches Das Mädchen aus Yorkshire (ISBN: 9783442496655)
    Lucinda Riley

    Das Mädchen aus Yorkshire

    (68)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Zwei Handlungsstränge. Die 30 er und die 80 er Jahre.

    Leah Thompson wächst mit ihren Eltern in Yorkshire auf, als sie Brett, den Neffen von Rose Delancey kennenlernt.
    Ihre Mutter arbeitet bei Rose als Haushälterin und nimmt in den Ferien die 15 jährige Tochter als Unterstützung mit ins Herrenhaus.

    Durch eine Entdeckung in einer Scheune des Anwesens wird sich das Leben Leahs auf dramatische Weise verändern, während wir als Leser es verfolgen. So kommen wir mit ihr nach Frankreich, in die USA und auch zurück nach Großbritanien.

    In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir auch Rosa und David Delancey kennen. Kinder einer englischen Mutter und eines in Polen lebenden jüdischen Vaters.
    Das bringt natürlich in den 30 er Jahren große Probleme mit sich, so natürlich auch für die Familie Delancey.
    Erschreckend musste ich von den dramatischen Entwicklungen für die vier lesen.

    Ich muss sagen, beide Handlungsstränge stehen sich in ihrer Dramatik in nichts nach.
    Erschreckend fand ich, wie sich manche Wesensarten vererben, obwohl das Umfeld ein ganz anderes ist. Es zeigt klar auf, was ich schon immer dachte: Die Art eines Menschen ist nicht immer erworben, sondern wird auch schon genetisch mitgegeben.

    Leah muss in ihrem jungen Leben so einiges mitmachen und doch ist sie in sich so gefestigt, dass sie es überlebt, ohne daran zu zerbrechen.

    Was David und Rose in ihrer Kindheit und Jugend mitmachen mussten strotzt jeder Beschreibung und überzeugt mich wieder einmal wie wichtig es ist Menschen, gerade Jugendliche, die verfolgt werden zu helfen und sie nicht etwa durch Abschiebung wieder ins eigene Land zurück zu schicken.

    Das Buch ist wieder sehr spannend geschrieben und ich habe sehr mit den Protagonisten gelitten, sowie bei kleinen Erfolgen mich mit ihnen gefreut.
    Ich konnte ganz in das Buch eintauchen und alles um mich herum vergessen, wenn die Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief.

    Gerne hätte ich gewusst wie es mit Chloe und den anderen weiter geht, aber ich weiß, dass es keinen Folgeband geben wird.

    Ich hoffe Lucindas Sohn findet noch mehr solcher „ Alter Schätze“, die er aktualisieren und rausbringen kann.

  8. Cover des Buches Bell und Harry (ISBN: 9783446261990)
    Jane Gardam

    Bell und Harry

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Norell

    Jane Gardam erzählt in "Bell und Harry" eine leise, nostalgische Geschichte über eine Sommerfreundschaft zweier Jungen. Bell verbringt die Ferien mit seiner Familie in einem kleinen Dorf an der Küste Yorkshires und lernt dort Harry kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft entwickeln die beiden eine enge Freundschaft, geprägt von gemeinsamen Erlebnissen und einem Hauch von Melancholie. 

    Gardams Stil ist sehr feinfühlig und detailreich. Die Beschreibungen der Landschaft und des Dorflebens verleihen dem Roman eine warme, beinahe idyllische Atmosphäre. Allerdings schreitet die Handlung nur langsam voran, und vieles bleibt eher angedeutet als klar formuliert. Das kann poetisch wirken, sorgt aber auch dafür, dass die Geschichte manchmal etwas distanziert bleibt. 

    Die Themen des Romans - Freundschaft, Kindheit und der leise Übergang ins Erwachsenenleben - werden einfühlsam behandelt, jedoch nicht besonders tiefgehende erkundet. Wer ruhige, stimmungsvolle Erzählungen schätzt, wird sicherlich Freude an "Bell und Harry" haben. 




  9. Cover des Buches Gott schütze dieses Haus (ISBN: 9783442488650)
    Elizabeth George

    Gott schütze dieses Haus

    (465)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS mag der erste Lynley-Krimi sein, denn Elizabeth George geschrieben hat, aber es ist nicht der erste. In MEIN IST DIE RACHE wird die Vorgeschichte erzählt, aber man kann die Bücher auch in der Reihenfolge lesen, in der sie geschrieben wurden. GOTT SCHÜTZE DIESE HAUS ist kein actionreicher Thriller, sondern ein klassischer britischer Ermittlungsroman mit starkem Fokus auf Charaktere und Atmosphäre. Und so lässt sich George auch Zeit, baut ihre Geschichte langsam auf. Auch mit der Vorstellung ihrr Protagonisten lässt sie sich Zeit, ohne dabei den Leser zu langweilen. Von Anfang an schafft sie es den Leser bei der Stange zu halten und so langsam sich ihr Fall aufbaut so langsam (aber nachhaltig) steigt das Entsetzen und der Unglaube des Lesers. Ein intelligenter, psychologisch ausgefeilter Krimi, der hinter die Fassade englischen Dorflebens blickt. Havers und Lynley harmonieren gut, auf ungewöhnliche Weise und trotz aller Unterschiede weiß Lynley Havers zu nehmen und sie in ihre Schranken zu weisen und sie gleichzeitig zu fördern. Und man merkt auch, welchen Einfluss Havers langsam auf ihren Vorgesetzten ausübt. Und so bietet GOTT SCHÜTZE DIESES HAUS nicht nur einen spannenden Krimi, der trotz fehlender Gemetzel durchaus nahegeht, sondern auch zwei faszinierende Ermittler, mit Ecken und Kanten.

    Ein Muss für jeden Fan klassischer Krimis und es ist schon fast schade, dass ich sie erst jetzt lese obwohl ich das schon so lange vor hatte (seit der ersten Lynley Serie)

  10. Cover des Buches Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt (ISBN: 9783958342415)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Steampunk ist ein Genre, das ich bisher noch nicht in größerem Umfang gelesen habe. Gerade Luzia Pfyl ist was dieses Genre anbelangt jedoch ein guter Gratmesser, denn sie ermöglicht es auch jenen, die bisher keinen Zugang zum Steampunk hatten damit auf Anhieb warm zu werden. Das liegt auch daran, dass die beiden Hauptprotagonisten Frost und Payn unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Frost, vormals von Madame Yueh als Kind von der Straße aufgelesen, will sich von den Dragons unabhängig machen und gründet ihre eigene Detektei. Problem ist jedoch, dass der Laden nicht recht in Schwung kommt und Madame Yueh scheint dieser Umstand keineswegs verborgen zu bleiben, denn sie bietet Frost ein lukratives Geschäft an. Bedrängt von der finanziellen Lage steigt Frost darauf ein, obwohl sie bei weitem kein gutes Gefühl hat, was sich schon sehr bald bewahrheitet. Hinzu kommt, das just in dem Moment Cecilia Payn vor ihrer Tür steht und nach ihrem verschwundenen Mann sucht. Kein Problem für Frost, immerhin sind es Einnahmen die sie dringend braucht. Allerdings hätte sie nicht damit gerechnet, was ihr dann wiederfährt als sie auf Herrn Payn trifft.




    Die Autorin schafft es hier geschickt zwei unabhängige Geschichten miteinander zu verbinden und somit zu einem großen Ganzen zu verweben. Die flotten Sprüche und die rasche Handlung lassen diesen ersten Band locker an einem Tag durchlesen. Zudem erfährt man die ersten Infos zu den beiden Hauptfiguren. Wobei ich sagen muss gegenwärtig ist Payn da mein Favorit.


    Der Anteil an Steampunk kommt aktuell noch nicht so ganz durch, wobei ich vermute, dass sich dies im 2. Band sicherlich ändern wird. Einen gewissen Ausblick darauf bietet gerade das letzte Kapitel mit seinem Schluss.


    Fazit: Ein rascher Steampunkroman, der sich gut weglesen lässt und den Leser, der neu in dieses Genre einsteigt nicht sofort mit zu viel gängigen Genreworten überhäuft. Dabei kommen die Figuren flott rüber und lassen so schon auf einigen Witz in den kommenden Büchern hoffen.

  11. Cover des Buches Der Doktor und das liebe Vieh (ISBN: 9783644024915)
    James Herriot

    Der Doktor und das liebe Vieh

    (52)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    1938: James Herriot (23), frisch vom College für Veterinärmedizin, hat im Gegensatz zu einigen seiner Studienkollegen das Glück eine Arbeitsstelle zu ergattern. Hoch in den Hügeln Yorkshires muss er sich jedoch erstmal an die für ihn ungewohnten Gepflogenheiten, die Lebensweise und Ausdrucksweise gewöhnen. Gleich am ersten Tag fühlt er sich völlig unbeholfen als er seinem neuen Chef ausrichten soll, dass die Kuh eines Bauern nur noch ,,auf drei Zylinder" laufe und sie ,,ausgepustet" werden müsse. Siegfried Farnon, ein echter Yorkshire Mann mit Schnurrbart und den Hang dazu Dinge zu vergessen, nimmt ihn unter seine Fittiche und macht ihn mit den Abläufen in der Praxis vertraut. Als James nach einer Weile auch dessen Bruder Tristan kennenlernt, sich gut mit ihm anfreundet und auch der hübschen Bauerntochter Helen näherkommt, ist er schließlich ganz angekommen in den Yorkshire Hügeln. Seine Arbeit ist oft hart aber abwechslungsreich, es gibt immer erheiternde aber auch traurige Überraschungen und die Menschen sind auf ihre Weise freundlich und zeigen ihm ihre Dankbarkeit für seine Arbeit. Bald kann er sich nicht mehr vorstellen diesen Ort mit seinen doch manchmal skurrilen Einwohnern zu verlassen.📖

    Nachdem ich neulich die Neuverfilmung der Serie aus den 70ern in der ARD Mediathek entdeckt und sehr gerne geschaut habe, dachte ich mir, ich könnte mir ja doch mal das Buch zulegen, bzw. den ersten Band der Reihe. Zugegeben erwartete ich nicht wirklich, dass es mich fesseln würde, fand mich aber dann doch zunehmend vertieft in der Geschichte. Oder eher gesagt in den Geschichten. Denn jedes Kapitel erzählte von einem neuen Abenteuer, das dem jungen Tierarzt widerfuhr. Sei es eine schwer an Euterentzündung erkrankte Kuh, die aber durch die überbordende Fürsorge ihres Bauern wieder kerngesund wurde indem er sie die ganze Nacht lang hindurch melkte und massierte, eine Sinti und Roma Familie, deren Kinder sehr an einem Pony hingen und die dank Siegfrieds Anweisungen das schwer an Hufrehe erkrankte Tier heilen konnten oder der arme Bauer, der sich endlich eine Prachtkuh leisten konnte, die aber kurz darauf schwer an einem Abzess erkrankte und nur durch eine komplizierte OP gerettet werden konnte. Vorallem die Erlebnisse mit seiner wohlhabenden Dauerklientin Mrs. Pomphrey, die James zum Onkel ihre Schoßhündchens Tricky Woo kürte, waren stets amüsant. Sie neigte dazu ihren Pekinesen mit feinsten Köstlichkeiten zu sehr zu verwöhnen, was natürlich zu Übergewicht führte oder sich neuen ungewöhnlichen Ideen zu widmen, z.B. indem sie sich ein Schweinchen zulegte, das sie gerne in der Küche halten wollte. James musste dann oftmals mit warnenden Worten auf sie einreden und sie gelobte stets Besserung. Nicht jedes Tier konnte gerettet werden und man bekam auch ein gutes Bild von den Strapazen eines Tierarztes in einer solch abgelegenen Gegend zu der Zeit. Die Bauern hatten mitunter verkrustete Ansichten oder althergebrachte Ideen für Hilfsmittel (z.B. der Kuh den Schwanz abschneiden damit sie wieder aufstand oder direkt ins Ohr brüllen), die James aber immer versuchte zu vermeiden, weil er sie natürlich für Humbug hielt oder dem Tier nicht noch mehr Schaden zufügen wollte.
    In einem Moment konnte James einen wundervollen Abend in für ihn ungewohnten Luxus bei einer Abendveranstaltung Mrs. Pomphreys verbringen oder zusammen mit Tristan und Frauenbegleitung auf einem Ball tanzen, nur um wenige Stunden später mitten in der Nacht durch knietiefen Mist zu waten und in eiseskälte bei einer Ferkelgeburt zu helfen.
    James liebte die Abwechslung und dass er immer Neues dazulernte.
    Ich fand die Geschichten durchwegs interessant und hab James sehr gerne begleitet. Durch den leichten Erzählstil und auch den Großdruck bei dieser Ausgabe flog man förmlich durch die Seiten. Eine erholsame und oftmals auch amüsante Lektüre, die ich gerne weiterempfehlen kann und von der ich mir bestimmt noch weitere Teile zulegen werde.(5/5)⭐️🙂

  12. Cover des Buches Ein Monat auf dem Land (ISBN: 9783832165185)
    J.L. Carr

    Ein Monat auf dem Land

    (110)
    Aktuelle Rezension von: WolfgangPhilipp

    Der 1980 erschienene Roman beschreibt den einmonatigen Auftenhalt eines jungen Restaurators in einem kleinen Dorf in Yorkshire im Jahre 1920.
    Körperlich unversehrt, aber geistig zerrüttet und mit einer posttraumatischen Zwangsstörung ist dieser von den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs zurückgekehrt.
    Seine Frau hat sich von ihm getrennt und er übernimmt die vom Erbe einer verstorbenen Großgrundbesitzerin finanzierte Freilegung eines übertünchten und mit Rus und Kerzentalg verschmutzten Wandgemäldes in der örtlichen Kirche.


    Der gealterte Ich-Erzähler beschreibt in der Rückschau 50 Jahre später diese Zeit als ein eine Art therapeutischen Genesungsprozess:
    Die kleinteilige Arbeit an dem Gemälde, dass sich als meisterhafte Darstellung des jüngsten Gerichts eines unbekannten Künstlers herausstellt, dem er über die Jahrhunderte hinweg emotional näherzukommen scheint; die Bekanntschaft mit einem Archäologen, ebenfalls Kriegsveteran, der auf dem Friedhof der Kirche nach den Überresten eines in Ungnade gefallenen Verwandten der verstorbenen Mäzenin sucht; die zunehmende Einbindung in die Familie des methodistischen Bahnhofswärters Ellerbeck; die zarte, platonische Verliebtheit in die junge Frau des verbiesterten, anglikanischen Pfarrers; der traumhafte Sommer und die Teilnahme an der Ernte - all das hilft ihm mit seiner Vergangenheit ins Reine, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen und schließlich hoffnungsvoll in seine alte Welt zurückzukehren.

    Großes, kurz(weilig)es Lesevergnügen, unaufgeregt und doch packend, atmosphärisch dichte Naturbeschreibung - perfekte Sommerlektüre für den Garten. (4,5)

  13. Cover des Buches Dunkles Feuer (ISBN: 9783730912539)
    Elvira Zeißler

    Dunkles Feuer

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Fantasymangabook
    Cover:
    Das Cover hat mich ehrlich gesagt dazu animiert, das Buch überhaupt etwas näher in Augenschein zu nehmen. Es wirkt auf mich düster und geheimnisvoll, was mir persönlich meist zusagt.

    Figuren:
    Die wichtigen Figuren sind recht überschaubar und jede Figur hat ihren Zweck, sodass keine überflüssig wirkt. Das Unvermögen der Hauptcharakter mit ihren Auserkorenen zu kommunizieren und das Gespräch zu suchen, hat mich allerdings etwas genervt.

    Handlung & Fazit:

    Auch die Handlung ist recht einfach gestaltet. Sie erzählt mehr oder weniger abwechselnd die Geschehnisse, die hinter Frederiks Fluch stecken als auch das Geschehnisse in der Zeit von Julie. So schafft es die Autorin, trotzdem den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Leider zieht sich die Handlung, resp. die Entwicklung zwischen Julie und Frederik ein wenig wie ein Kaugummi, sodass nur in den letzten ca. 100 Seiten wirklich auf die Beziehung zwischen den beiden eingegangen wird. Auch die Enden sind beide nicht wirklich zufriedenstellend, denn egal wie sie Enden, ein typisches Ende für die Romantiker wird nicht geboten.» - Moon
  14. Cover des Buches Sturmhöhe (Graphic Novel) (ISBN: 9783967921625)
    Emily Brontë

    Sturmhöhe (Graphic Novel)

    (10)
    Aktuelle Rezension von: juli_schwarzaufweiss

    Als Buchclub-Lektüre stand dieser Klassiker des 19. Jahrhunderts auf dem Programm und ich hab mich direkt für die Graphic Novel entschieden. Ich hatte einfach keine Lust auf einen schweren Schinken… :D

    Kurz zum Hintergrund des Buches: Emily Brontë musste ihren einzigen Roman 1847 unter männlichem Pseudonym veröffentlichen und ihre Werke erlangten erst lange nach ihrem Tod die Anerkennung, die sie verdienten. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der englischen Romantik. Das Buch selbst ist je nach Geschmack entweder viktorianisches Meisterwerk oder unerträgliche Schnulze und ich tendiere ehrlich gesagt ein bisschen zur zweiten Einschätzung.

    Die Geschichte kennt man im Groben. Auf dem Anwesen Wuthering Heights in den windgepeitschten Yorkshire Moors nimmt Familie Earnshaw den Waisenjungen Heathcliff auf. Sohn Hindley macht ihn sofort zum Mobbingopfer, Tochter Cathy verliebt sich unsterblich in ihn. Was daraus entsteht ist eine Spirale aus Eifersucht, Verrat und Rache, bei der irgendwie alle Beteiligten ziemlich unangenehme Menschen sind. Viel verbotene Liebe, viel Drama, ein bisschen zu viel Seifenoper für meinen Geschmack.

    Was das Format aber wirklich rettet, sind die Zeichnungen von Édith. Das Cover hat mich sofort gepackt und der Stil zieht sich konsequent durch den ganzen Band. Die Figuren wirken durch die runden, vereinfachten Gesichter fast verniedlicht und genau das schafft einen faszinierenden Kontrast zur Bosheit, die diese Menschen an den Tag legen. Die Bilder verleihen dem Ganzen also eine Dimension, die der reine Text so vermutlich nicht hätte.

    Als Einstieg in einen Klassiker, den man sonst nie anfassen würde: absolut zu empfehlen. Und in 96 Seiten ist man auch deutlich schneller durch.

  15. Cover des Buches The Thirteenth Tale. Die dreizehnte Geschichte, engl. Ausg. (ISBN: 9781409147763)
    Diane Setterfield

    The Thirteenth Tale. Die dreizehnte Geschichte, engl. Ausg.

    (27)
    Aktuelle Rezension von: SCKeidner
    Wieder ein etwas älteres Buch, das mir in die Hände gefallen ist und mich in seinen Bann gezogen hat ... Margaret Lea, die mit ihrem Vater einen Laden für antike Bücher betreibt und nebenbei Biografien historischer Persönlichkeiten schreibt, wird von der zurückgezogen lebenden Bestsellerautorin Vida Winter gebeten, ihre Biografie zu schreiben. Zunächst weiß Margaret nicht, ob sie den Auftrag annehmen soll, da Vida Winter der Öffentlichkeit bisher die unterschiedlichsten Informationen über sich gegeben hat, lässt sich aber letztendlich darauf ein. Durch Vida Winters Erzählungen erfährt Margaret nicht nur deren Familiengeheimnisse, sondern lernt auch, ihr eigenes Schicksal zu akzeptieren.
    Die Geschichte ist sehr poetisch und gefühlvoll beschrieben; die Protagonistin ist nicht nur ein Fan viktorianischer Literatur, sondern lebt diese auch über ihre Beobachtungen und Beschreibungen ihrer Umgebung. Natürlich gibt es ein Geheimnis zu ergründen und auch wenn einem relativ früh klar wird, was die Lösung ist, macht es Spaß, Margarets Bemühungen um seine Auflösung zu verfolgen. Besonders schön finde ich die sich abzeichnende Liebesgeschichte am Ende und (Spoiler!) dass der heimwehkranke Kater nach Yorkshire zurückkehrt :) 
    Das Einzige, was es zu meckern gibt, ist die Voraussehbarkeit der Lösung des Geheimnisses, wofür ich einen Punkt abziehe, was aber durch die Sprache und die wunderschön poetische Erzählung wettgemacht wird.

  16. Cover des Buches Villette (ISBN: 9783458360070)
    Charlotte Brontë

    Villette

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Als Lucy Snowe allein und mittellos dasteht, nimmt sie all ihren Mut zusammen und versucht ihr Glück in Frankreich, da ihr in England kaum berufliche Chancen gegeben sind. Eher durch Zufall als durch Verdienst findet sie eine Anstellung im Pensionat der Madame Beck, wo sie von der Kinderfrau schnell zur Lehrerin aufsteigt. Dabei spielt Bildung kaum eine Rolle. Die Hauptsache ist, es sich nicht mit den Familien der höheren Töchter zu verderben. Trotz der bedrückenden Atmosphäre der Schule, in der jeder jedem misstraut und nachspioniert, richtet sich Lucy, die vom Leben gar nicht erwartet begünstigt zu werden, gut ein und findet Zufriedenheit und ein berufliches Auskommen. Da begegnet sie den Bekannten aus Kindheitstagen wieder und sie beginnt zu hoffen, dass das Leben für sie vielleicht doch mehr als Arbeit bereithält. Doch hat dieses bescheidene Quäntchen Glück wirklich eine Chance gegen Neid, Missgunst und naive Herzlosigkeit der Umwelt?

    Als großer Fan der Brontë-Schwestern habe ich mich begeistert auf dieses Buch gestürzt und bleibe nun etwas verwirrt und ratlos zurück. Eigentlich fand ich es streckenweise grauenhaft. Diese bedrückende Atmosphäre der Missgunst, des Neides, der Perspektivlosigkeit hat mich fertig gemacht. Alle spionieren einander nach. Private Habseligkeiten werden völlig ungeniert durchstöbert, entwendet, „bereinigt“ von selbsternannten Sittenwächtern, die ausschließlich auf ihr eigenes Wohlergehen fixiert sind. Lucy wird auf jedem Gang verfolgt, jedes Wort eifrig geprüft, jedes Schriftstück gewendet und jede noch so kleine Veränderung niedergemacht. Mit Madame Beck arrangiert man sich, genau wie Lucy, irgendwann, aber dieser widerliche kleine Professor, der Lucy noch die kleinste Freude missgönnt, ihr jede Schleife, von denen sie nun wahrlich kaum welche trägt, als eitle, protzige Spielerei herunterreißt, und sie wegen jeder Kleinigkeit, die nichts mit dem Fegen von Staub zu tun hat, geradezu fertig macht, hat mich krank gemacht! Sehr viel später wird geradezu halbherzig versucht diesen Charakter etwas zu rehabilitieren, aber für mich ist das nicht gelungen. Die gesamte Charakterentwicklung und die Entwicklung der Geschichte konnte ich nicht nachvollziehen.

    Auch die Protagonistin Lucy selbst hat mich etwas zwiespältig zurückgelassen. Von Anfang an wirkt sie sehr statisch. Vieles lässt sie mit einem geradezu unverständlichen Phlegma über sich ergehen. Sie stellt sich absichtlich in den Schatten des Lebens, um zu sagen, dass das Leben nichts anderes für sie vorsieht. Dabei ist sie bei weitem weder depressiv, noch untätig oder resigniert. Im Gegenteil. Mit einer geradezu heiteren Gelassenheit durchschaut sie viel, nimmt das Leben wie es kommt und wird mit allen Herausforderungen fertig. Eine trotz aller Statik sehr starke Frauenfigur, deren Lebensziel niemals in der standesgemäßen Heirat liegt, sondern immer im Berufsleben.

    Was mich wirklich durch das Buch getragen hat, ist das unvergleichliche Flair und der tolle Stil Charlotte Brontës. Ein schöner Einblick in die Welt des 18. Jahrhunderts. Neben aller düsteren, bedrückenden Atmosphäre, ist auch immer noch der Witz zu sehen, der gerade dadurch, dass sich Lucy durch nichts beirren lässt, deutlich wird. Lucy und der Leser haben den größten Teil des Romans dieselbe Position: Sie stehen außerhalb der Geschichte, nehmen sie distanziert und objektiv war- wenn man Lucy auch manchmal schütteln möchte, damit sie endlich Teil des Geschehens wird.

    Ein ganz besonderer Reiz liegt in dem Mystery-Element, das dem Roman eine eigene Note gibt.

    Mein größter Kritikpunkt ist, dass ich den Schluss des Romans nicht nachvollziehen konnte. Selbst im Vergleich mit den anderen Geschichten der Brontë-Schwestern kann ich mir überhaupt nicht erklären was dieser Schluss aussagen soll. Ich konnte nur den Kopf schütteln.

    Die Insel-Ausgabe bietet neben dem ungekürzten Text auch einen Anmerkungsteil, der vor allem, die zahlreichen französischen Passagen übersetzt und das Textverständnis fördert. Leider gibt es kein Nachwort, das in irgendeiner Form Hintergrundinformationen oder Interpretationsansätze liefern könnte.

    Im Großen und Ganzen ein gutes Buch, mit dem fesselnden Stil der Brontës, das in seinen kritisierten Aspekten sicherlich eines näheren interpretatorischen Blicks wert ist. 4 Sterne bleiben es trotzdem, weil hier viel mehr erzählt wird als das trübseliger Leben einer vom Leben stiefmütterlich sitzen gelassenen. Man sieht mehrere Lebensentwürfe vorüberziehen, mit denen die vom Glück begünstigt wurden, ihr Glück erkämpft oder auch erzwungen haben. Gerade darin findet sich wieder die ruhige Heiterkeit und Faszination, die für mich von den Werken der Brontë-Schwestern ausgeht.

  17. Cover des Buches Das Schaf-Komplott (ISBN: 9783426215593)
    Carine Bernard

    Das Schaf-Komplott

    (27)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN MORD UND VIELE GESTOHLENE SCHAFE...

    In ihrem zweiten Fall reist die EU-Ermittlerin Molly Preston eigentlich ganz ohne Auftrag nach Yorkshire. Sie macht dort nämlich Urlaub - gemeinsam mit ihrem Freund Charles hat sie sich ein niedliches kleines Cottage gemietet und will es sich dort für eine entspannte Woche richtig gut gehen lassen. Leider konnte Charles dann aus beruflichen Gründen doch nicht mitkommen, aber davon will Molly sich keinesfalls den Urlaub verderben lassen!

    Gleich am ersten Morgen entdeckt Molly bei  einem Spaziergang auf einer Schafweide jedoch einen Toten, der sich auch noch als der Vermieter ihres Cottages entpuppt. Ein natürlicher Tod? Oder steckt doch mehr dahinter, als es auf den ersten Blick scheint? Und die ominösen Schafsdiebstähle, unter der die Gegend seit Monaten leidet, rücken auch zunehmend in den Fokus der versierten EU-Ermittlerin. Die Polizei jedenfalls tappt diesbezüglich nach wie vor im Dunkeln, und die betroffenen Bauern werden immer wütender...

    Die Perspektive der Erzählung liegt ausschließlich bei Molly Preston, die hier etwas weniger perfekt auftritt als noch im ersten Band. Beim Lösen von Rätseln benötigt sie die virtuelle Unterstützung durch ihren Freund, in der Küche entpuppt sie sich als absolute Niete und der Umgang mit der trauernden Witwe des Toten, den Molly entdeckt hat, fällt ihr ebenfalls sichtlich schwer. Aber sie hat einen Riecher für Dinge, die nicht in Ordnung sind, und so macht sie sich - Urlaub hin, Urlaub her - auf Spurensuche.

    Entstanden ist die Krimi-Reihe um Molly Preston aus Geschichten Carine Bernards rund um das Geocaching. Auch in diesem Fall spielt die Jagd nach den versteckten Schätzen eine Rolle - und tatsächlich verbirgt sich diesmal dort ein deutlicher Hinweis für Molly.

    Carine Bernard hat hier eine angenehme Mischung aus entspannten Urlaubsschilderungen in einer idyllischen Umgebung - einschließlich kleinem Urlaubsflirt - und anfangs recht halbherzigen, später jedoch deutlich spannenderen Ermittlungen geschaffen. Gerade was das Rätsel um die Todesursache des aufgefundenen Mannes anbelangt, drängte sich die Lösung meiner Meinung nach schon recht früh auf. Die Frage war nur, wie sich der Verdacht würde nachweisen lassen. Die Schafsdiebstähle waren schon ein anderes Kaliber, aber Kommissar Zufall spielte Molly dabei letztlich zuverlässig in die Hände.

    Das Buch lässt sich flüssig in einigen Stunden lesen und bietet auch Krimi-Anfängern eine erträglich spannende Unterhaltung. Vielleicht kann mich der nächste Band ja noch ein wenig mehr überzeugen...


    © Parden
  18. Cover des Buches Die Schwestern aus der Steeple Street (ISBN: 9783404179701)
    Donna Douglas

    Die Schwestern aus der Steeple Street

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Agnes Sheridan hat ihre Ausbildung zur Gemeindeschwester in Leeds abgeschlossen und bekommt einen eigenen Bezirk zugeteilt: das kleine Bergarbeiterdorf Bowden!

    Voller Enthusiasmus und Energie möchte Agnes ihre Aufgabe angehen, aber schon im Haus von Dr. Rutherford wird sie gebremst. Die Haushälterin ist fast noch schlimmer als ihre strengen Ausbilderinnen.

    Und die Menschen, die allesamt von der Kohle abhängig sind, sind ein sehr eigenartiges Völkchen. Sie vertrauen lieber einer „Heilerin“ als einer ausgebildeten Schwester. Und Dr. Rutherford hat in den letzten Jahren alles dafür getan, damit die Menschen dem medizinischen Personal noch weniger vertrauen.

    Hanna Arkwright ist groß, ungehobelt und wirkt wie ein Mann. Selbst ihre Mutter kann ihr nicht allzu viel abgewinnen und trauert ungeniert der verstorbenen Sarah nach, die lieblich und reizend war. Auch Seth Stanhope, der Schwager, trauert der Frau nach und vergisst dabei, dass er noch drei Kinder zu Hause hat, die ihn ebenso brauchen wie er sie.

    Erst durch beherztes Eingreifen von Schwester Agnes, die bis dahin schon einige Monate im Bowden gearbeitet hat, erwacht Seth aus seiner Erstarrung und erkennt in der jungen Frau nicht nur einen Eindringling.

    Mein Fazit:

    Großbritannien, 1926! Die junge Gemeindeschwester Agnes kommt in ein Dorf, wo überwiegend Armut herrscht. Ihre Stelle wird von der Fürsorge bezahlt, doch die Menschen trauen ihr nicht über den Weg. Sie sind noch sonderbarer als die Menschen in Leeds, bei denen sie im vorherigen Band schon so ihre Schwierigkeiten hatte.

    Die Menschen vertrauen sich lieber einer Heilerin an, die mit seltsam riechenden Säckchen, Cremes und Tees heilt als mit echter Medizin. Allerdings liegt es nicht am hohen Ansehen, sondern weil Hannah Angst verbreitet. Ihre Mutter hat das sehende Auge und verspricht ihrer ungehobelten Tochter, dass die neue Gemeindeschwester ihr das Leben schwer macht.

    Während Agnes und Hannah ihre kleineren und größeren Scharmützel ausfechten, erleben die Menschen ihre eigenen Schicksale. Männer verunglücken in Gruben oder werden krank. Kleinere und größere Liebeleien können ganze Familien ins Unglück stürzen und über all dem thront der Minenbesitzer, der mit seinen Arbeitern kein Erbarmen und kein Mitleid hat.

    Die Atmosphäre wurde von der Autorin wieder mal gut eingefangen, die feinen Nuancen von Kommunikation unterstrichen. Das Leben der Menschen ließ mich nicht kalt, es war eine sehr unwürdige Zeit, wenn man in diesen Stand hinein geboren wurde. Und doch machten sie alle das Beste daraus. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es tatsächlich so gewesen ist, auch wenn die Geschichte natürlich fiktiv ist.

    Donna Douglas steht für beste Unterhaltung und hat nebenbei eine wunderbare Milieustudie erarbeitet. Das Ende war, für mich jedenfalls, etwas vorhersehbar, allerdings ist es nicht weniger fies, denn jetzt kann ich es kaum erwarten, den dritten Band der Reihe zu lesen. Für mich ist dieses Buch wieder fünf Sterne wert und erhält außerdem eine klare Lese-Empfehlung.

  19. Cover des Buches Frost & Payne - Die Bibliothek des Apothekers (ISBN: 9783958342323)
    Luzia Pfyl

    Frost & Payne - Die Bibliothek des Apothekers

    (31)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Kaum haben Frost und Payne ein Mitglied des englischen Königshauses im zweiten Band gerettet, werden sie im dritten Band ohne Unterbrechung zu Cecilias Arbeitsplatz bestellt, wo es kurz zuvor eine Explosion gegeben hat und die Bombenleger eine Geisel genommen haben: Cecilia!

    Natürlich gehen Frost und Payne aufs Ganze, um Payne’s Frau zu retten. Doch auch danach geht das Leben des Detektivduos aufregend weiter. Als sie nach der verschwundenen Bibliothek eines Alchemisten suchen sollen, führt sie ihr Weg nach York und von dort weiter ins Kohleabbaugebiet, wo sie ihr Möglichstes geben müssen, um dort wieder lebendig herauszukommen.


    Der dritte Teil konnte mich wieder viel mehr begeistern als der zweite. Das Tempo passt einfach wieder viel besser und dass man hier auch noch weitere Hintergründe über Michael Cho und die Organisation der Dragons erfährt, hat mir besonders gefallen. Auch über Cecilia’s Hintergründe erfährt man mehr, da sie nach all der Aufregung erst mal zu ihren Eltern fährt. Dagegen werden zu Payne’s Vergangenheit nur ein paar vage und dunkle Andeutungen gemacht, die ich fast schon als etwas zu klischeehaft empfunden habe. Auch weiß ich noch nicht, was ich von diesen Frost/Payne- und Cecilia/Nathan-Signalen halten soll und warte da erst einmal gespannt ab, was die Folgebände bringen werden, bevor ich mir eine Meinung bilde. Denn dass ich die Serie weiter verfolgen werde, ist nach diesem spannenden und temporeichen Teil für mich ganz klar!


    Fazit: Ein tempo- und actionreicher dritter Teil, der mit einem spannenden - wenn für mich auch etwas unnötigen - Cliffhanger endet, tiefer in die Strukturen der Dragons eintaucht und ganz klar dazu animiert, diese Serie weiterzuverfolgen.

  20. Cover des Buches Ein unmöglicher Mord (ISBN: 9783940258694)
    Rob Reef

    Ein unmöglicher Mord

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Anett_Heincke

    „Ein unmöglicher Mord“, ein Stableford-Krimi von Rob Reef, habe ich als ebook mit 228 Seiten gelesen, die in 41 Kapitel eingeteilt sind. Nachfolgend ist eine Skizze des Parks von Annandale Grange und eine Leseprobe von „Stableford“ zu finden. Auch das Glossar zu Golfbegriffen war hilfreich.

    Als im Garten des Pfarrhauses von Upper Biggins ein Golfball mit Hakenkreuz gefunden wird, sind alle überrascht, da es in der Nähe keinen Golfplatz gibt. Harriet und deren Mann John Stableford, die ein paar Tage im Haus ihrer Eltern verbringen, gehen auf die Suche und gelangen durch eine dicke Hecke auf das Nachbargrundstück, welches zum Anwesen Annandale Grange gehört. Überraschenderweise befindet sich dort ein sehr gut gepflegter Golfplatz. Dann taucht plötzlich Johns Freund Dr. Holmes auf und lädt sie in das Herrenhaus zum Bankett ein. Dabei erfährt John, dass in den nächsten Tagen der Rückkampf eines Golfturniers auf Annandale Grange stattfinden soll, welches die Deutschen 1936 verloren hatten, denen Hitler eigentlich die Gewinnertrophäe überreichen wollte. Alles wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit und sehr geheim ablaufen. Aufgrund der politischen Lage soll John alles genau im Blick behalten. Wenn etwas passiert, soll es vertuscht werden.

    Doch den ersten Zwischenfall gibt es schon beim Bankett. Sir Edmund Rogie, der alte Hausherr, erleidet einen Schwächeanfall. Seine viel jüngere Lebensgefährtin Nita Nye, eine ehemalige Film-Diva, die er nicht heiraten will, ist entsetzt. Sie lebt mit ihrem dandyhaften Sohn Nero im Haus und träumt vom Ruhm der Vergangenheit. Dann gibt es auf dem Golfplatz mitten unter den Spielern einen Mord. Kein Mörder weit und breit und keine Tatwaffe. Eben ein unmöglicher Mord. Da John Stableford Detektivromane schreibt und sich als Hobbydetektiv betätigt, wird er durch Holmes bis zum angeblichen Eintreffen der Polizei zur Aufklärung des Mordes verdonnert. À la Sherlock Holmes kommt er dieser Aufgabe gewissenhaft nach und die Aufklärung erfolgt nach guter Hercule-Poirot-Methode.

    Rob Reef versteht es sehr gut, die Sprache dieser Zeit einzusetzen und damit einen rätselhaften und gut konstruierten Kriminalfall zu entwickeln. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Auch die Charaktere hat er authentisch, entsprechend der Zeit, dargestellt. John und Holmes waren mir sehr sympathisch, auch Johns Frau Harriet, die eigentlich nicht mehr wollte, das John in Ermittlungen hineingezogen wird, doch eigentlich macht es ihr Spaß. Die Familie im Herrenhaus ist sehr zusammengewürfelt. Die Alteingesessenen verstehen sich gut, doch mit den neueren Bewohnern gibt es immer wieder Streit.

    Das Anwesen Annandale Grange ist sehr atmosphärisch beschrieben. Das Haus selbst ist ein Sammelsurium aus Anbauten der verschiedenen Epochen und daher auch das reinste Labyrinth, es wirkt entsprechend düster. Es kommen auch verschieden, der Zeit gewidmete, Vorrichtungen und politische Verwicklungen zur Sprache.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ebenso wie das Cover, was düster und geheimnisvoll zur Beschreibung des Anwesens passt.

  21. Cover des Buches Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 19 (ISBN: 9783785757024)
    Jonas Maas

    Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 19

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    Als während eines Sturms ein Schiff vor der Küste Englands kentert, werden in der kleinen Hafenstadt Whitby seltsame Käfige an Land gespült. Doch das ist nicht das Schlimmste, was passiert. Plötzlich stapeln sich die Leichen in der Gegend, doch selbst das ist noch nicht das Erschreckendste: Sie scheinen alle blutleer zu sein, als hätte sie jemand völlig ausbluten lassen. Diese beunruhigenden Meldungen erreichen Mycroft Holmes in London und der schickt natürlich sein bestes Pferd im Stall los: Oscar Wilde. Begleitet von dem ehemaligen Großwildjäger Hawthorne macht er sich daran herauszufinden, wer dahinter steckt und ob es eine Bedrohung für das gesamte Empire gibt.

    Bei den positiven Dingen hier sei zu vermerken, dass es endlich mal wieder eine Geschichte gibt, in der es nicht vor lauter Logiklöchern nur so wimmelt. Tatsächlich war sie sogar stringent erzählt und die Sprecher waren wie fast immer top ausgewählt. Ein bisschen Namedropping gab es auch, gleich zu Beginn wurde (so glaube ich jedenfalls) Phineas Fogg aus dem Jules-Verne-Universum erwähnt, und später kam noch Bram Stoker hinzu - der Fachmann für Vampire, der Wilde und Hawthorne auf die richtige Spur bringt. Negativ anzumerken ist, dass es hier mal wieder mit der Haupthandlung absolut keinen Fortschritt gibt, außer dass mal eben die Darwinsche Gesellschaft erwähnt wird und die Geschichte mit einem Cliffhanger endet. Schade. Wäre langsam echt schön, zum Ende zu kommen, denn einfach so mittendrin aufhören möchte ich jetzt auch nicht mehr.
  22. Cover des Buches Mord nach Strich und Faden (ISBN: 9783751737036)
    Frances Brody

    Mord nach Strich und Faden

    (50)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ihre eigenen Recherchen hinaus bereits etlichen anderen bei der Suche nach vermissten Personen hat helfen können beginnt sie als Privatermittlerin tätig zu werden.

    Eine gute Bekannte aus der gemeinsamen Zeit im Kriegshospital möchte bei ihrer Hochzeit unbedingt von ihrem aktuell verschwundenen Vater zum Altar begleitet werden. Sie bittet daher Kate um Hilfe, die sich zusätzliche Unterstützung bei dem früheren Polizisten Jim Sykes holt.

    Locker und leicht geschrieben, die Atmosphäre in England Anfang der 20iger Jahre wird gut geschildert. Zwar hat man bei gewissen Punkten recht schnell eine Vorahnung doch trotzdem gibt es am Ende noch ein paar überraschende Wendungen. Ein typischer Cosy Crime – nicht tiefgründig aber nette Unterhaltung. Schön wäre es wenn man über Sykes noch mehr erfahren würde, sein Part bleibt mir leider zu oberflächlich.

  23. Cover des Buches Miss Otis verpasst den Lunch: (Schwarztee, Scones & eine Leiche-Reihe) - Cosy Crime & Romance/Kriminalroman (ISBN: B08T17DW46)
    Ada K. Holmes

    Miss Otis verpasst den Lunch: (Schwarztee, Scones & eine Leiche-Reihe) - Cosy Crime & Romance/Kriminalroman

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Maya83

    Yorkshire, 1932: Myrna Scones zieht es nach dem Tod ihres Mannes zurück in ihre alte Heimat – wo sie nach dieser Wendung in ihrem Leben nach einer neuen Aufgabe sucht. Dort angekommen ist jedoch nichts so, wie sie es erwartet hat – das Kleinstadtleben erscheint ihr rückschrittlich und auch das erworbene Haus entpuppt sich als Kauf-Irrtum. Statt erhoffter Ruhe wird sie bald mit den Vermutungen von Pearl Otis konfrontiert, deren Neffe Julian tot aufgefunden wurde. War es etwa Mord? Da ereilt sie auch noch die Nachricht über die Rückkehr ihrer Jugendliebe Horatio Dodd – ohne dessen Frau.. 

    Ein charmanter Cosy-Crime, mit typisch britisch-trockenem Humor, gut gezeichneten Charakteren und heiteren Wortgefechten. Die Geschichte ist eine ausgewogene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte, spannend und zum Miträtseln, aber auch durch das Hin & Her von Myrna und Horatio geprägt. Die Auflösung des Falls kam für mich überraschend, sodass es bis zum Schluss spannend blieb!
    Gute Unterhaltung für kurzweilige Lesestunden!

     

  24. Cover des Buches Der Tierarzt kommt (ISBN: 9783644025011)
    James Herriot

    Der Tierarzt kommt

    (18)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    In der dritten Folge der "heiteren Tierarztgeschichten" erzählt der Tierarzt James Herriot erneut von seinem Chef, seinen Kollegen und schwierigen Fällen, die sowohl das Tierreich als auch die Menschen betreffen.

    James Herriot, der eigentlich James Alfred Wight hiess, wurde 1914 im Nordosten von England geboren. Er starb 1995 in den North Yorkshire Dales, wohin ihn sein allererstes Stellenangebot verschlagen hatte. In den 1930er Jahren begann James Herriot, dort Tiermedizin zu praktizieren. Hauptsächlich behandelte er landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder und Schweine; er liebte aber auch die Arbeit mit Kleintieren. Dabei begegneten ihm so manches wild gewordene Haustier und eine Menge skuriller Zeitgenossen wie beispielsweise besserwisserische Tierhalter.

    Diese Begebenheiten schildert James Herriot sehr unterhaltsam. Er weiss die unterschiedlichen Seiten eines Menschen zu sehen und herauszustreichen. Seine Erinnerungen wirken, obwohl er sie verfremdet hat, sehr lebensecht, weil er eigene Grenzen und Schwächen zugeben kann. Er berichtet freimütig über seine Gefühle wie Wut über Leute, die ihre Tiere aus Geiz mit nutzlosen Hausmitteln quälen; aber auch bewundernd über andere, die erstaunliche Tricks auf Lager haben, um ihren Tieren wirksam zu helfen.

    Man bekommt Einblicke in eine vergangene Zeit und die Lebensweise der Bauern im ländlichen England zwischen den Weltkriegen und kurz danach.

    Überwiegend sind die Geschichten amüsant. Es ist James Herriot gelungen, viele Katastrophen seines Arbeitslebens im Nachhinein von der witzigen Seite zu sehen. Aber nicht jedes Tier und jeder Mensch kann gerettet werden. So stimmen einzelne Buchkapitel nachdenklich. Umso mehr freut man sich da, wo James Herriot entgegen aller Wahrscheinlichkeiten helfen konnte.

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