Bücher mit dem Tag "griechisch"
19 Bücher
- Rick Riordan
Percy Jackson - Diebe im Olymp
(3.285)Aktuelle Rezension von: GlitzerFehler„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ habe ich schon als Jugendliche sehr gerne gelesen. Umso schöner war es, die Geschichte jetzt noch einmal zu lesen und dabei ein kleines Stück in meine eigene Jugend zurückzukehren.
Auch beim erneuten Lesen hat mich die Mischung aus griechischer Mythologie, Abenteuer, Humor und Freundschaft wieder begeistert. Percy ist einfach eine Figur, die man schnell ins Herz schließt, und die Geschichte wird nie langweilig. Besonders schön finde ich, dass das Buch trotz seiner fantastischen Welt so leicht und unterhaltsam zu lesen ist.
Ein kleines Highlight sind für mich außerdem die Kapitelüberschriften. Die sind witzig, neugierig machend und verraten gerade so viel, dass man sofort weiterlesen möchte. Das hat mir schon früher gefallen und macht das Buch auch heute noch besonders charmant.
Für mich ist Band 1 ein echtes Wohlfühl- und Nostalgiebuch. Eine Geschichte, die auch Jahre später noch funktioniert und mich wieder daran erinnert hat, warum ich Percy Jackson damals so gerne gelesen habe.
Stück Jugendzeit
„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ habe ich schon als Jugendliche sehr gerne gelesen. Umso schöner war es, die Geschichte jetzt noch einmal zu lesen und dabei ein kleines Stück in meine eigene Jugend zurückzukehren.
Auch beim erneuten Lesen hat mich die Mischung aus griechischer Mythologie, Abenteuer, Humor und Freundschaft wieder begeistert. Percy ist einfach eine Figur, die man schnell ins Herz schließt, und die Geschichte wird nie langweilig. Besonders schön finde ich, dass das Buch trotz seiner fantastischen Welt so leicht und unterhaltsam zu lesen ist.
Ein kleines Highlight sind für mich außerdem die Kapitelüberschriften. Die sind witzig, neugierig machend und verraten gerade so viel, dass man sofort weiterlesen möchte. Das hat mir schon früher gefallen und macht das Buch auch heute noch besonders charmant.
Für mich ist Band 1 ein echtes Wohlfühl- und Nostalgiebuch. Eine Geschichte, die auch Jahre später noch funktioniert und mich wieder daran erinnert hat, warum ich Percy Jackson damals so gerne gelesen habe.
- Madeline Miller
Ich bin Circe
(415)Aktuelle Rezension von: Wildnwitchybooks
„Circe“ von Madeline Miller ist noch ein Überbleibsel von meinem London Book Shopping Trip im letzten Jahr. Ich habe mir das Buch damals in London gekauft und jetzt endlich beendet – wobei „endlich“ hier tatsächlich ziemlich gut passt.
Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios, passt jedoch von Anfang an nicht wirklich in die Welt der Götter. Sie wird von ihrer Familie verspottet und ausgegrenzt, bis sie entdeckt, dass in ihr eine ganz eigene Macht steckt: Hexerei. Schließlich wird sie auf die Insel Aiaia verbannt, wo sie ihre magischen Fähigkeiten immer weiterentwickelt und im Laufe ihres Lebens auf zahlreiche bekannte Figuren der griechischen Mythologie trifft, darunter Hermes, Daedalus und natürlich Odysseus.
Madeline Miller erzählt Circes Geschichte dabei aus einer feministischen Perspektive und macht aus einer Figur, die in den alten Mythen häufig über andere definiert wird, eine unglaublich vielschichtige Protagonistin mit ihrer ganz eigenen Geschichte. Gerade Circe selbst hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich mochte ihre Entwicklung, ihre Art und die Darstellung dieser Frau, die sich ihren Platz zwischen Göttern und Menschen erst selbst schaffen muss.
Mein Problem mit dem Buch hatte deshalb eigentlich erstaunlich wenig mit dem Buch selbst zu tun: Ich bin gerade einfach komplett Fantasy-müde. Und leider fällt für meinen Kopf aktuell auch griechische Mythologie unter Fantasy. Dadurch bin ich beim Lesen ständig zwischen zwei Gefühlen hin und her geschwankt: „Oh, ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht!“ und „Ich habe gerade einfach überhaupt keinen Bock auf Fantasy.“
Das hat dafür gesorgt, dass ich deutlich länger für das Buch gebraucht habe, als es eigentlich verdient hätte. Denn die Geschichte ist gut, Circe ist eine großartige Protagonistin und die feministische Neuerzählung der bekannten Mythologie hat mir wirklich gefallen. Ich glaube nur, dass ich dieses Buch zu einem anderen Zeitpunkt wesentlich mehr hätte genießen können.
- Marah Woolf
Götterfunke 2. Hasse mich nicht
(682)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer„Götterfunke“ setzt die Geschichte nicht nur fort, sondern hebt sie auf ein neues Level. Der zweite Band ist spürbar düsterer, emotionaler und lässt einen kaum los. Die Dynamik der Charaktere wird stärker herausgearbeitet, Konflikte werden intensiver und die Welt fühlt sich noch lebendiger an. Mahra Wolf schafft es, Spannung und Gefühle perfekt zu verbinden, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Besonders die überraschenden Wendungen und die greifbare Entwicklung der Figuren machen diesen Band zu einem echten Highlight. Ein Muss für alle, die epische Fantasy mit Herz und Feuer lieben. ❤️😍😊😘
- Rick Riordan
Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott
(824)Aktuelle Rezension von: ariadneIch habe die Reihe schon sicher ein paar Mal gelesen und mit jedem Neustart finde ich dieses Buch besser und besser.
Ich finde es einfach genial, wie Rick Riordan diese ganze Welt erschaffen hat und sie immer wieder ausbaut und erweitert. Unsere drei Helden, Jason, Piper und Leo sind mir wie immer sehr schnell ans Herz gewachsen. Jeder sticht hier mit seiner eigenen Persönlichkeit hervor und entwickelt sich sehr gut bis zum Ende der Geschichte hin. Für mich scheint in diesem Buch vor allem Piper am meisten über sich hinaus gewachsen zu sein.
Ich freue mich natürlich schon auf die nächsten Bücher der Reihe!
- Marah Woolf
GötterFunke 1. Liebe mich nicht
(1.112)Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirlMein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Ich hatte Lust auf eine etwas ältere Young Adult Urban Romantasy im Bereich Mythologie, ganz ohne Spice& Co und genau das habe ich auch erhalten.
Dies war mein erstes Buch von Marah Woolf und ich muss sagen, der Schreibstil hat mir echt gut gefallen. Dieser ist nämlich lebendig, flüssig, unkompliziert und hat gerade das richtige Mass an Beschreibungen um sich alles vorstellen zu können. Es wird aus der ICH- Perspektive von Jess erzählt, dazwischen gibt es aber noch die Aufzeichnungen des Hermes, was ich eine gelungene Abwechslung fand.
Jess unsere " Hauptprotagonistin" ist gut ausgearbeitet, denn ihre Gefühls und oder Gedankenwelt ist ausführlich beschrieben so dass ihre Handlungen nachvollziehbar sind. Besonders gelungen und auch amüsant zu verfolgen wie sie ihre Gedanken oft direkt hinterfragt vor allem in Bezug auf Cayden ;) Sie war jetzt nicht gerade meine Protagonistin ever, trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Zu Beginn gefiel mir auch ihre beste Freundin Robyn, diese nervte mich im weiteren Verlauf jedoch immer wie mehr und ich hatte den Eindruck eine ganz andere Person vor mir zu haben. So vollends zu meiner Befriedigung aufgeklärt wurde ihr Veränderung für mich in diesem Band jedenfalls nicht. In mein Herz geschlossen hatte ich allerdings Josh, den besten Freund von Jess und Apollon, zwei sehr ähnliche Charaktere. Sie sind witzig, liebenswürdig, harter Kern, weiche Schale i love it. Auch Athene, Apollons Schwester und Leah die zu einer guten Freundin von Jess wird waren mir durchaus sympathisch. Und dann ist da noch Cayden...mir war er zu unnahbar, ambivalent, undurchsichtig, was natürlich Teil der Story ist und Sinn macht, trotzdem ich mochte ihn einfach irgendwie nicht.
Das Setting in den Rockys fand ich toll gewählt und ganz am Anfang verspürte ich auch dieses gewisse Camp, Berge, Wald- Feeling mit der Zeit allerdings schwächten sich diese Bilder in meinem Kopf allerdings ab, da wäre sicher noch konstantere Atmosphäre möglich gewesen. Ebenfalls gefiel mir die Idee an sich und die Umsetzung der griechischen Mythologie. Für Anfänger in diesem Bereich sicher überfordernd, dafür gibt es im Anhang des Buches zwar ein Glossar, welches aber teilweise auch spoilert. Als anstrengend empfunden habe ich das dauernde Hin und her zwischen Cayden und Jess, was sicher irgendwie auch so sein muss und für die Story Sinn macht, mich kostete es allerdings sehr viele Nerven! Auch habe ich Jess Verliebtheit durchaus spüren können, die von Cayen aber so gar nicht! Jedoch war es im Gegenzug erfrischend keine Spice Szenen lesen zu müssen und siehe da....es funktioniert auch OHNE diese!!!
Alles in allem habe ich genau DAS erhalten was ich wollte von daher
vergebe ich solide vier Sterne mal schauen wann ich zu Band zwei greife.
- Rick Riordan
Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun
(679)Aktuelle Rezension von: ariadneIch mag die Helden des Olymps-Reihe wirklich sehr und bin froh diesmal wieder Percy mit dabei zu haben. Hazel und Frank sind mir auch sehr ans Herz gewachsen. Rick Riordan hat einfach eine besondere Begabung, seine Charaktere und Handlungen schrullig und zugleich liebenswürdig zu machen. Ich finde es immer wieder bezaubernd, wie der Autor und die Protagonisten sich auch nicht immer so ernst nehmen.
- Bea Fitzgerald
Girl, Goddess, Queen: Mein Name ist Persephone
(101)Aktuelle Rezension von: wordworldAls großer Fan von Enemies-to-Lovers Geschichten und Retellings der griechischen Mythologie war es nur eine Frage der Zeit, bis Bea Fitzgeralds Dilogie auf meinem Tisch landen würde. Vor zwei Jahren habe ich "Princess, Prophet, Saviour" von ihr gelesen, welches leider nicht ganz halten konnte, was ich mir von der Geschichte versprochen hatte. Nun war Band 1, "Girl, Goddess, Queen" an der Reihe, endlich vom SuB erlöst zu werden. Tatsächlich hat mir dieser Band deutlich besser gefallen als der über Helena und Kassandra - und das, obwohl ich mittlerweile schon etliche Hades und Persephone Retellings gelesen habe... Der Autorin gelingt es, eine frische Version der bekannten Geschichte zu erzählen, die vor allem die Emanzipation ihrer weiblichen Figur in den Mittelpunkt stellt, aber auch Fantasy und Romance Fans auf ihre Kosten kommen lässt.
"When they asked me what I wanted, I said: ‘The world.`"
Bea Fitzgerald hat mich schon in "Princess, Prophet, Saviour" mit einem malerischen Schreibstil überzeugt, der sich viel Zeit für die Figuren nimmt und ein eher gemächliches Erzähltempo ansetzt. Besonders gut gefallen hat mir an der Übertragung des antiken Mythos in einer Romantasy-Geschichte aber der feministische Anstrich. Die Autorin zeigt eindrücklich, wie Frauen bereits in der antiken Welt von den Männern (und Göttern) ihrer Umgebung unterdrückt und klein gehalten werden. Nicht nur Persephone, sondern auch die anderen weiblichen Haupt- und Nebenfiguren kämpfen hier alle auf unterschiedliche Weise gegen patriarchale Rollenbilder an, stärken sich und andere Frauen in ihrer Umgebung dabei und feiern weiblicher Solidarität und Empowerment, die der Geschichte einen moderneren Anstrich verleihen als die zeitgenössische Sprache der Autorin.
"There's nothing wrong with being a little girl, love. Little girls are fearless”
Was "Girl, Goddess, Queen" für mich stärker macht als der zweite Teil der Reihe, sind die Figuren. Während ich mit Helena und Kassandra zunächst warm werden musste, stand ich vom ersten Satz an direkt uneingeschränkt hinter Kore, beziehungsweise Persephone. Ich bin ein großer Fan ihrer Darstellung und ihrer Entwicklung in dieser Geschichte, die zwar auch Hades Raum lässt, aber sie stark in den Mittelpunkt rückt. Auch ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihrer Heimat werden interessant ausgestaltet, sodass es sich fast mehr um einen Entwicklungsroman handelt als eine klassische Liebesgeschichte. Obendrauf kommt dann noch die gesunde Darstellungen von Liebe, Freundschaft und Reflektion von eigenen Gefühlen und Zielen, sodass der Eindruck eines unterhaltsamen wie reifen Jugendbuches entsteht, das ich sehr weiterempfehlen kann.
"Fine, then I’ll hold your flowers while you tear the world apart,’ he says."
Das Urteil
"Girl, Goddess, Queen" ist ein empowerndes wie unterhaltsames Retelling der Liebesgeschichte von Hades und Persephone in packender Sprache und mit einer starken weiblichen Hauptfigur!
- Stephen Fry
Mythos
(88)Aktuelle Rezension von: SM1In dem Sachbuch "Mythos - Was uns die Götter heute sagen" erzählt der Schriftsteller, Schauspieler, Moderator, Kolumnist und Regisseur Stephen Fry Geschichten aus der griechischen Mythologie in einer verständlichen Sprache nach. Somit ist der englische Originaltitel "Mythos. A Retelling of the Myths of Ancient Greece" eindeutig passender, als die deutsche Variante.
Das Buch ist in fünf große Kapitel mit den Titeln "Der Beginn. Teil1", "Der Beginn. Teil 2", "Die Spielzeuge des Zeus. Teil 1", "Die Spielzeuge des Zeus Teil 2" und "Die schönen und die Verdammten" unterteilt. Diese enthalten wiederum mehrere Unterkapitel. Dazu gibt es ein Vorwort, Anhänge und ein Nachwort, sowie einige Seiten mit verschiedenen künstlerischen Darstellungen der Figuren und Geschichten aus unterschiedlichen Epochen der Kunstgeschichte. Die Texte enthalten zahlreiche Fußnoten, deren Inhalt man oftmals auch im Text hätte unterbringen können.
Es sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der Autor aus den antiken Erzählungen weder einen Roman, noch einzelne Kurzgeschichten oder ähnliches gemacht hat. Die Geschichten werden in verständlicher, moderner Sprache nacherzählt und teilweise werden die Handlung und die Motive der Figuren erläutert, es bleibt aber ein Sachbuch.
Manche kurze Texte lesen sich eher wie ein Eintrag im Lexikon, besonders am Anfang, wenn oftmals lediglich geschildert wird, wer wen gezeugt hat und wie die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Göttern, Titanen und anderen Figuren sind. Dafür wird man allerdings an anderer Stelle mehr als entschädigt.
Wer ein wenig Interesse für das Thema mitbringt, dem dürfte bei der Lektüre zu keinem Zeitpunkt langweilig werden. "Mythos" bietet einen guten Einstieg in die Welt der antiken griechischen Mythologie.
- Rick Riordan
Percy Jackson - Diebe im Olymp
(107)Aktuelle Rezension von: traumweltenwandererPercy Jackson weiß, dass er nicht normal ist. Dafür ist um ihn herum einfach schon zu viel Merkwürdiges geschehen. Aber dass er der Nachkomme eines Gottes - genauer gesagt Poseidon - sein soll, geht dann doch irgendwie zu weit. Jetzt soll er in einem Camp für Halbgötter kämpfen lernen und wird auf eine gefährliche Mission geschickt.
Meine Gedanken:
Wer die griechische Mythologie liebt oder sie zumindest interessant findet, sollte sich die Percy-Jackson-Reihe nicht entgehen lassen. Die Zielgruppe ist zwar ganz eindeutig im jugendlichen Alter, aber das Hörbuch hat auch mir einfach Spaß gemacht. Ich mochte den Sprecher, die Geschichte an sich und den Schreibstil sehr gerne und so hat sich schnell ein Sog entwickelt, bei dem ich nicht aufhören wollte zu hören, wie es weitergeht, obwohl ich die Handlung eigentlich schon kannte.
Die Charaktere sind liebenswürdig und gerade zu Beginn der Reihe noch sehr unschuldig. Vor allem Percy hat eine sarkastische Art, die dem Roman einen besonderen Humor verleiht und den ich nicht missen möchte. Aber auch Nebencharaktere machen durch ihre persönliche Note diesen Auftakt zu etwas Besonderem. Jeder ist so einzigartig beschrieben, dass man sie gut auseinander halten kann. Allein bei der Menge an unterschiedlichen Personen, die bei Camp Half Blood zusammenkommen, finde ich das bemerkenswert.
Auch die griechische Mythologie finde ich sehr spannend und dass das Wissen einem fast schon nebenher vermittelt wird, ist einfach toll.
Im Allgemeinen baut sich die Geschichte erst langsam auf, wobei schon früh viel Spannendes geschieht und dabei neugierig auf mehr macht. Es wurde nie langweilig, die Story entwickelte sich mit einem Schlag rasant weiter und das Ende hält noch einmal eine Wendung bereit, die sehr unvorhergesehen überrascht.
Für mich war es ein toller Ausflug zurück in die Welt von Percy Jackson, mit viel Nostalgie und einigen Momenten zum Lachen. Diebe im Olymp ist für alle geeignet, egal ob jung oder alt, die Abenteuer und die griechische Mythologie lieben.
- Moritz Netenjakob
Milchschaumschläger
(43)Aktuelle Rezension von: Eggi1972Ich war ja letztens auf der LitBlog Convention in Köln und dort habe ich das Leseexemplar des Buchs „Milchschaumschläger“ von Moritz Netenjakob aus dem Kiepenheuer & Witsch Verlag erhalten, was mich natürlich sehr gefreut hat, da ich schon immer mal gerne ein Buch von den Autoren lesen wollte.
Jetzt hatte ich also die Chance. Ich muss sagen, dass Daniel und Aylin einem sehr schnell ans Herz wachsen, was wohl an der leicht verpeilten Art der beiden liegt - und weil ich mich auch an solche Situationen erinnern kann, wo man zu Freunden sagt „Komm wir eröffnen zusammen eine Kneipe.“. Dass Aylin und Daniel es dann bei der passenden Gelegenheit auch wirklich machen, kann ich zu 100% nachvollziehen. Es war auch vollkommen klar, dass sie in alles einfach hineinstürzen.
Meistens war die Situationskomik von Daniel ein absoluter Brüller und ich habe mich öfters beim laut Lachen erwischt - was mir dann aber auch manchmal zu viel wurde. Teilweise war mir der Roman einfach zu schnell. Es gab Stellen, an denen ich innerhalb von Minuten von einer komischen Situation in die nächste gestolpert bin, und das in einer solchen Geschwindigkeit, ohne Pause, dass es mir zu viel wurde, da mich dann schon einige meiner Nachbarn komisch angesehen haben. Warum die Nachbarn komisch schauen? Beim Lachen komme ich der Wirtin Gisela sehr nahe, und da unsere Wohnungen hier sehr hellhörig sind, hatte quasi das ganze Haus etwas davon.
Manchmal dachte ich, o Gott, sind die Personen platt und unrealistisch, aber dann ist mir aufgefallen, dass dies doch alles so seinen Grund hat. Viele Eigenschaften findet man doch auch bei Türken, Griechen und auch uns Deutschen wieder, wenn auch etwas weniger überspitzt – aber das ist nun mal das Charakteristikum der Ironie.
Für mich ist es ein absolut lustiges Buch, wobei man auch immer wieder die Message erhält, die da lautet: „He, lebt eure Träume und dann wird es schon gehen!“. Denn nur dann wird man auch glücklich und es wird dann schon gehen, auch wenn der Weg dahin steinig ist und man sollte auch offen mit seinen Freunden und der Familie über Probleme reden.
Es ist ein lustiger Roman mit warmherzigen Personen und lustigen Situationen. Gerne würde ich mehr darüber lesen. Wenn man sich richtig eingelesen hat, schafft man auf einmal immer mehr Seiten und man kann das Buch nur schwer wieder loslassen.
https://www.literaturlounge.eu
- Han Kang
Griechischstunden
(68)Aktuelle Rezension von: Vreni_liestRezension zu Griechischstunden von Han Kang
Ein Buch, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll. Einerseits fand ich die Grundlage der Geschichte interessant. Andererseits muss ich ehrlich sagen, dass ich mit der Geschichte nicht immer leicht zurechtgekommen bin. Durch die vielen Wechsel der Perspektiven fiel es mir teilweise schwer, den Überblick zu behalten und der Handlung zu folgen. Ich hatte manchmal das Gefühl, den roten Faden zu verlieren und mich erst wieder in die Geschichte hineinfinden zu müssen. Oft wusste ich dann auch nicht, wo ich mich gerade befinde Es gibt aber durchaus schöne, berührende Stellen, bei denen man kurz innehält und über das Gelesene nachdenkt. Trotzdem konnte mich das Buch als Ganzes nicht so richtig abholen.
Ein Buch, das sprachlich einiges zu bieten hat, das mir persönlich aber stellenweise zu schwer zugänglich war.
- Jagger Cole
Deviant Hearts (Deutsche Ausgabe)
(77)Aktuelle Rezension von: ostsee_bookieDeviant Hearts ist eine Mafiaromance, die eigentlich alle typischen Tropes erfüllt.
Das Hauptaugenmerk liegt hier zur Beginn auf der arrangierten Ehe von Ares und Neve.
Ich persönlich mag diesen Trope sehr gern bei einer Mafiageschichte.
Ares hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er passt perfekt in die Rolle des Familienoberhauptes. Neve hingegen ist alles andere als eine typische Mafiaprinzessin. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nichts von Ares gefallen.
Dadurch hat Ares alle Hände voll mir ihr zutun.
Die Beziehung zwischen ist energiegeladen und die Tension ist die ganze Zeit über spürbar.
Da ich das Buch gelesen habe ohne mich vorher viel damit zu beschäftigen, waren einige der Plottwist sehr überraschend für mich. Dadurch hat es aber auch Spaß gemacht weiter zu lesen.
Interessant war es auch eine Mafiaromance zu lesen die von einem Mann geschrieben wurde.
Der Schreibstil war richtig gut und ermöglicht eine zügiges lesen.
Den nächsten Teil werde ich auf jeden Fall auch lesen.
- Jenna Liermann
Die Jäger der Götter
(33)Aktuelle Rezension von: rita_andotherstoriesMit „Die Jäger der Götter“ hat Jenna hier eine interessante Idee in ein tolles Buch umgesetzt. Was wäre, wenn die Götter einfach Hilfe benötigen, und sich dadurch auserwählte Menschen zur Unterstützung holen? Und was wäre, wenn eine Kellnerin nach Jahren ihrem Ex begegnet, der sie nicht mal beachtet und dann plötzlich Medusa vor dir steht?
All das erfährt man in diesem spannenden Buch, wo Jaelle sich neuen Herausforderungen stellen muss und dabei ihr Herz verliert oder wiederfindet, wer weiß.
Ich hab den Stil sehr genossen und auch die Welt, in welcher Jaelle und ihre Freunde sich so herumtreiben. Manchmal ging mir die Story etwas zu schnell, ich finde, die Geschichte hätte Potential für eine Dilogie gehabt, aber vielleicht kommt ja noch mal was :)
Definitiv ein schöner Fantasyroman mit Götterelementen der griechischen Mythologie, bestückt mit einer großen Portion Herzflattern.
- Ayleen Beekmann
Intertwined. Durchs Schicksal verbunden
(47)Aktuelle Rezension von: Amy_ThyndalAls Tochter einer Schicksalsgöttin muss Willow seit kurzem die Lebensfäden von Menschen spinnen, was sie so gar nicht cool findet. Das nimmt nicht nur viel Zeit weg, man muss sich auch sehr gut konzentrieren - was ihr nicht immer gelingt. Als ihr ein Fehler unterläuft und sie ausgerechnet zwischen dem Hades-Sohn Maverick und sich selbst einen Liebesfaden spinnt, kann nur Maverick ihr helfen, das alles wieder geradezubiegen...
Die Moiren gehören zu meinen Lieblingsgestalten der griechischen Mythologie und "Intertwined" ist meine neue liebste Moiren-Geschichte, denn das Thema und die Verknüpfung der griechischen Mythologie mit unserer modernen Welt ist hier unglaublich spannend umgesetzt. High School Setting, Urban Fantasy, Enemies-to-Lovers - dieses Buch hatte ungefähr alles, was ich mir bei einer guten Geschichte wünsche! An einigen Stellen habe ich herzhaft über Maverick und Willow gelacht, an anderen mit ihnen mitgefiebert und wurde gegen Ende ziemlich emotional. Leseempfehlung!
- Sherrilyn Kenyon
Magie der Sehnsucht
(162)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Zu beginn des Buches fand ich es sehr spannend und auch lustig, jedoch fand ich das die Geschichte nach und nach seinen Reiz verloren hat. Der humorvolle Teil verlor sich irgendwann einmal in den Seiten und zurück blieb nur noch das ewige hin und her ob beide es schaffen eben nicht ihren gelüsten nach zu gehen und gemeinsam ins Bett zu steigen.
Auch das Thema sie liebt mich ich darf es ihr aber nicht gestehen da… oder Sie: Ich lieb ihn, ich darf es ihn aber nicht sagen weil sonst… ;). Da hätte ich mir dann doch schon ein wenig mehr gewünscht. Das Buch ist an sich trotzdem sehr schön, die Charaktere sind schön beschrieben und haben auch eine sehr interessante Geschichte die jedoch zu kurz sind, um 351 Seiten spannend zu halten. Grace der Hauptcharakter ist eine 29 Jahre alte Frau die bis auf ihre Eltern und ihre Freundin nicht gerade sehr viel Lieb in ihrem Leben erfahren hat, gerade wenn es von der Männlichen Seite aus gesehen ist.
Denn hier hat sie bis lang nur eine Erfahrung gesammelt die auch noch so schlecht gewesen ist, dass sie es nicht ein zweites mal wagen will. Besonders ihre große Leidenschaft den Büchern gegenüber hat sie für mich sehr liebenswert gemacht. Dann gibt es natürlich noch Selena die das ganze erst ausgeheckt hat, durch das Beschaffen des Buches und die Idee ihrer Freundin einen „Bett“ Gefährte zu beschaffen. Sie hat genau das richtige Maß an Wahnsinn um wirklich Sympathisch zu sein und ich mochte sie wirklich gerne. Es gibt noch so einige neben Charakter die zwar auch eine kleine Rolle im Buch einnehmen die ich aber nicht alle einzeln erwähnen möchte, hier bleibt es an euch 😉 diese Kennenzulernen. Zum Schluss gibt es natürlich noch unseren gutaussehenden Julian. Julia ist der Sohn der Göttin Aphrodite, dementsprechend könnt ihr euch ausmahlen wie er aussieht. Zu beginn des Buches ist er ein wenig ***gesteuert und wirkt ein wenig Neandertaler mäßig, was aber darauf zu führen ist das er eben Jahre lang nur Betthäschen gewesen ist und nicht gewohnt ist, dass man ihn auch einfach anders wahrnehmen könnte. Nach und nach lernt man ihn und seine Geschichte kennen und er wirkt dann auch anders wie zu beginn. Ich fand ihn an sich wirklich toll doch hab ich mein Herz nicht an ihn verloren wie schon bei anderen Männlichen Charakteren ;).
Ein Paar Liebesszenen gibt es natürlich auch, bei so einem Thema im Buch natürlich nicht vermeidbar, doch sind die nicht sehr detailreich beschrieben und an sich sehr geschmackvoll, so dass man nicht unangenehm Berührt ein paar Seiten überspringen muss.
Fazit
Ich finde das Buch im Großen und Ganzen an sich wirklich nicht schlecht und ich würde es mir auch sicher noch einmal Kaufen, perfekt für einen schönen Strand Urlaub. Aber wie ich schon sagte, verlor das Buch für mich nach und nach an Spannung und wurde etwas eintönig weswegen ich auch nur 3 Sterne vergebe. Jedoch denke ich dass das Buch sicher einigen Lesern besser gefallen könnte.
- Kevin Hearne
Hunted
(10)Aktuelle Rezension von: Wortmagie„Hunted“ ist in der Benennung der Reihe „The Iron Druid Chronicles“ von Kevin Hearne ein kleiner Hickser. Die Titel der ersten drei Bände enthalten alle den Anfangsbuchstaben „H“ („Hounded“, „Hexed“ und „Hammered“), Band vier und fünf das „T“ („Tricked“ und „Trapped“) und die letzten drei Bände das „S“ („Shattered“, „Staked“ und „Scourged“). Der Symmetrie zuliebe hätte der sechste Band eigentlich ebenfalls einen Titel mit einem „T“ tragen müssen. Tatsächlich sollte er ursprünglich „Tracked“ heißen. Letztendlich entschieden Hearne und sein Verlag jedoch, dass „Hunted“ die inhaltlichen Entwicklungen besser widerspiegelte, da „to track“ eben nicht nur „jemanden verfolgen“ bedeutet, sondern auch „jemanden beobachten/überwachen“. Ein nachvollziehbarer Einwand, denn was in „Hunted“ passiert, ist definitiv keine Überwachung. Es ist eine Jagd.
Atticus, Granuaile und Oberon sind auf der Flucht. Atticus‘ Entscheidung, den Gott Bacchus aus dem Verkehr zu ziehen, kam im griechisch-römischen Pantheon nicht gut an. Jetzt sind ihnen gleich zwei Jagdgöttinnen auf den Fersen: Artemis und Diana. Atticus würde gerne einfach in Tír na nÓg Däumchen drehen, bis sie sich beruhigt haben, aber das ist nicht möglich. Die Portale zur irischen Ebene wurden blockiert. Stinkt nach einer Verschwörung. Ohne die Hilfe der Morrigan, die ihnen einen Vorsprung verschaffte, wären sie niemals entkommen. Sie riet ihm, sich quer über Europa bis zum englischen Windsor Forest durchzuschlagen, das Hoheitsgebiet von Herne dem Jäger. Es ist ihr letztes Geschenk an ihn. Atticus, Granuaile und Oberon nehmen die Beine in die Hand. Doch die wilde Jagd ist nicht ihr einziges Problem. Ragnarök rückt näher. Atticus muss all seine grauen Zellen anstrengen, will er die Griechen und Römer austricksen, bevor Loki das Universum in Brand steckt. Irgendwelche Vorschläge?
Verrückt. Obwohl ich nach der Lektüre des letzten Bandes „Trapped“ bemängelte, dass mich Atticus‘ ständiger Krisentango nervt und ich mir lautstark Abwechslung wünschte, gefiel mir „Hunted“ erstaunlich gut. Trotz des Jagdmotivs. Oder gerade deswegen. Die aufregende Flucht vor den griechisch-römischen Göttinnen der Jagd ist die eine große Baustelle des sechsten Bandes der „Iron Druid Chronicles“. Natürlich ist die drohende Apokalypse in Form von Ragnarök weiterhin präsent – Loki und Hel lassen sich schwer ignorieren – und Atticus vermutet, dass ihm irgendjemand in Tír na nÓg bösgewillt ist, weil niemand unbemerkt die Portale dorthin schließen kann, aber hauptsächlich läuft er um sein Leben. Dadurch wirkte „Hunted“ wesentlich fokussierter als „Trapped“, denn Atticus hat schlicht keine Zeit, die vielen kleineren Brände zu löschen, die er sich im Verlauf der Reihe einbrockte. Artemis und Diana sind furchteinflößende Gegnerinnen, die seine gesamte Aufmerksamkeit und all seine geistige Beweglichkeit einfordern. Im Grunde sind sie unsterblich. Sie sind zwar verwundbar und können vorübergehend besiegt werden, doch kaum ist man sie los, erstehen sie der Mythologie entsprechend schon wieder auf. Ich fühlte mich während der Lektüre oft hoffnungslos und zweifelte mehrfach daran, dass Atticus, Granuaile und Oberon sie überlisten können. Mir unterlief der Fehler, Atticus‘ Intelligenz zu unterschätzen. Durch seine witzigen Sprüche und seine lässige Persönlichkeit vergaß ich, wie clever er ist. Er ist ein Fuchs. Ich wäre niemals darauf gekommen, dass hinter seinem Zwist mit dem griechisch-römischen Pantheon eine größere Verschwörung stecken könnte und war verblüfft, was er sich alles einfallen lässt, um Artemis und Diana kaltzustellen. Er konnte einige der Sympathiepunkte, die er im letzten Band einbüßte, wieder wettmachen. Ein entscheidender Faktor dafür war eine gesteigerte emotionale Verbindlichkeit, die ich als echten Fortschritt empfand. In den letzten Bänden fehlte mir Atticus‘ Bewusstsein für den Schaden, den er (unabsichtlich) anrichtete. In „Hunted“ hatte ich das Gefühl, dass er sich den Konsequenzen seines Handelns erstmals stellt. Das betraf nicht nur Ragnarök, sondern auch seine Beziehung zur Morrigan. Ihr Opfer erschüttert ihn. Natürlich erhält er auf seiner Flucht durch Europa kaum Gelegenheit, sich mit seinen Gefühlen für sie auseinander zu setzen, aber Kevin Hearne vermittelt einen klaren Eindruck dessen, was er empfindet. Das gefiel mir, ebenso wie die überraschenden Kapitel aus Granuailes Ich-Perspektive, die mein positives Bild von ihr bestätigten. Hearne gelang der Stimmenunterschied zwischen ihr und Atticus, er sollte ihn allerdings noch verfeinern. Die ehrlichen Einblicke in das Innenleben der beiden entschädigten mich beinahe für die mittelmäßige Umsetzung der Europareise. Schon klar, die drei müssen rennen, Sightseeing ist nicht drin. Dennoch fand ich die geringe Interaktion mit dem Setting, diese wenig aussagekräftige Abfolge distinktiver Landschaften, schwach. Eine spannende Verfolgungsjagd vor einer leider zu blassen Kulisse.
Es wird ernst in den „Iron Druid Chronicles“. Ich sehe in „Hunted“ den etwas verspäteten Beginn der neuen Handlungslinie, die mir für „Trapped“ versprochen wurde. Die Situation gewann für Atticus, Granuaile und Oberon an Dringlichkeit, die Phase des Versteckens und Herumalberns ist vorbei. Ich spürte jetzt den Zeitsprung von 12 Jahren, der sich bereits im Vorgänger hätte bemerkbar machen müssen. Die Flucht vor den Jagdgöttinnen weckt Atticus unsanft auf. Er kriegt endlich seinen Hintern hoch, bereitet sich auf Ragnarök vor und schließt zum Wohle des Universums ungewöhnliche Allianzen. Zeit wurde es. Ich verzeihe Kevin Hearne die Verzögerung, einerseits aus Sympathie, andererseits aus dem festen Glauben heraus, dass er Atticus nun auf den rechten Weg führt und ihn mal was richtig machen lässt. Zu lange betrieb er lediglich Schadensbegrenzung. Er muss ein echter Held werden. Leicht wird das nicht. Aber wann war die Rettung des Universums jemals leicht?
- Lucia Herbst
Medusa: Verdammt lebendig
(16)Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Es ist sehr gut, dass das Buches mit einer Triggerwarnung beginnt, denn es geht in dem Buch um Missbrauch und Vergewaltigung und wie Opfer behandelt werden.
Medusa wurde von Athene und Poseidon mit den Schlangen auf ihrem Kopf und dem Blick, der Menschen versteinern lässt, bestraft. Doch das Verbrechen, das ihr damals vorgeworfen wurde, ist gar nicht geschehen. Es war alles ganz anders und im Laufe der Geschichte erfuhr ich, wie es wirklich war. Welche Beweggründe Athene und Poseidon besaßen und was sie Medusa über das Sichtbare hinaus angetan hatten.
Ich war mittendrin und ich bin mir sicher, dass viele Vergewaltigungsprozesse genau so ablaufen; Verleumdungen, Schuld beim Opfer suchen und Marginalisieren der Geschehnissen. Es ist erschreckend und zum Glück gibt es bei den Göttern viele Möglichkeiten, der Wahrheit auf die Sprünge zu helfen.
Wo ich gerade bei Göttern bin. Es ist ein wilder Mix an Göttern des Olymps, ägyptischen und sumerischen Göttern. Und ich verrate es euch schon mal, die meisten Götter des Olymps sind keine Sympathieträger.
Es wurde absolut realistisch dargestellt, welche innere Zerrissenheit Medusa durchmachte. Mal war sie ganz stark, dann wiederum zweifelte sie an sich und ihrer Klage gegen die Götter. Und ihr Wachstum wurde von der Autorin grandios in Szene gesetzt. Dabei halfen ihr auch andere Figuren, die mir alle sehr an Herz gewachsen sind, und es gab auch immer wieder Überraschungen, wer auf Medusa Seite steht.
Ja, das Thema ist harter Tobak, doch es gab trotz allem Humor, Ironie und Sarkasmus, die das Ganze auflockerten. Auch ist Herbst die Gratwanderung zwischen „schweres Thema“, „Voyeurismus“ und kurzweiliger „Unterhaltung“ gelungen.
Die Spannung kam in Wellen daher und zwischen den Wellen konnten wir alle durchatmen, neue Kraft schöpfen und das weitere Vorgehen planen. Diese Mischung aus Verhandlung und Vorbereitung derselbigen, ist der Autorin gelungen und ließ bei mir keine Langeweile aufkommen. Denn sie hat auch Überraschungen und Twist geschickt platziert.
Der Schreibstil ist locker-flockig und Viola Müller hat Allem Leben eingehaucht. Ich hörte durch ihre fantastische Sprechweise Verzweiflung, Wut, Resignation und Freude.
Das Thema ist kein leichtes, aber Herbst hat es geschafft, es angemessen zu verarbeiten und trotzdem kurzweilig in Szene zu setzen. Ich vergebe 5 Schlangen-Sterne.‘*‘ Klappentext ‘*‘
"Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper."
Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt ... - Madeline Miller
Galatea
(84)Aktuelle Rezension von: ronja_schreibt_Da Madeline Miller eine meiner liebsten Autor:innen ist, habe ich viel erwartet. Vor allem mach "Das Lied des Achill" und "Ich bin Circe".
Ich wurde nicht enttäuscht.
Auch wenn das Buch sehr kurz ist, hat die Länge perfekt gepasst. Ich habe mitgefiebert und auch geweint. Eine tolle feministische Geschichte.
Eine große Emofehlung für alle!
5 Sterne von mir :)
- Wolfgang Schuller
Kleopatra
(8)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisNachdem ich schon Alberto Angelas Kleopatra-Biografie gelesen habe, wollte ich mich durch einen anderen Autor dieser geheimnisvollen Frau nähern.
Wolfgang Schuller legt viel Augenmerk auf die Tatsache, dass sie zuallerst Königin von 3.000 Jahre Geschichte Ägyptens ist. Diesen Hintergrund muss man sich immer vor Augen halten, vor allem deshalb, weil Kleopatra eigentlich eine griechisch-makedonische Prinzessin war.
Für ihre Intelligenz spricht ihr politischer Weitblick, der sie quasi in die Arme Roms, Pardon, in die Arme des wohl mächtigsten Römers der Zeit, C. Iulius Caesar, treibt.
Wolfgang Schuller zitiert aus antiken Quellen. Nicht ohne zu betonen, dass die Faktenlage dünn ist oder die Berichterstatter sich widersprechen. Er weist darauf hin, dass einiges erst 100, 200 Jahre später niedergeschrieben wurde (wie z.B. Cassius Dio (163-229 n. Chr.)). Auch, dass manche Quellen Propaganda für ihren, gerade aktuellen, Herrscher betrieben. Octavianus, der sich später Augustus nennt, ist ein Meister der Propaganda.
Diese Biografie ist geistreich und kurzweilig geschrieben. Sie lässt die Welt der Kleopatra wieder auferstehen. Einzig, dass Fußnoten bzw. Quellenangaben im Text fehlen, ist schade. Es gibt zwar am Ende des Buches ein Literaturverzeichnis, doch die Querverweise innerhalb des Textes wären noch besser gewesen. Das kostet den 5. Stern.
Fazit:
Eine gut lesbare Biografie einer bedeutenden Persönlichkeit, der ich gerne 4 Sterne gebe.
- 8
- 12
- 24


















