Bücher mit dem Tag "todesurteil"
20 Bücher
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.590)Aktuelle Rezension von: WuselwolfIm Buch „AchtNacht“von Sebastian Fitzek geht es hauptsächlich um Benjamin. Exmann und Vater eine studierenden Tochter, der unverschuldet sein eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommt, weil er an falsche Leute gerät und unvorhersehbare Schicksalsschläge erleidet, jedoch immer das Beste für Tochter und Ex-Frau möchte.
Er landet unter mysteriösen Umständen namentlich auf der Liste der AchtNachtKandidaten, wird als Opfer ausgelost und mit noch einem weiteren Opfer versucht er diese Nacht zu überleben, in der es straffrei möglich sein soll, einen der beiden Kandidaten zu töten und etliche Millionen Kopfgeld zu kassieren.
Das massenpsychologische Experiment offenbart die wahre Menschheit. Eine Menschheit, die für Geld alles tut.
Auf rund 400 Seiten erlebte ich die Schrecken der Achtnacht. Obwohl diese „nur“ 12 Stunden andauert, kam mir keine Seite zu lang(atmig) vor. Immer mit dem Hintergedanken behaftet, dass genau das auch im wahren Leben erfolgen könnt - genau so ein großer Teil der Menschen handeln würde.
- Jennifer Benkau
One True Queen: Von Sternen gekrönt
(865)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Dieses Buch liegt schon etwas länger auf meinem SuB und jedes Mal, wenn ich das Cover gesehen habe, dachte ich nur… wow ist das schön. Zu guter Letzt, habe ich mir das ganze dann aber auch noch als Hörbuch angeschafft.
Das Hörbuch ist klasse. Ich mochte die Stimme sehr gerne und fand, dass sie zum Charakter passte. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass ich das ganze gehört habe, denn ich hätte die Hälfte der Dinge wahrscheinlich falsch ausgesprochen wie z.B. Lyaskye. Keine Ahnung, was bei mir herausgekommen wäre. Auch fand ich den musikalischen Teil wirklich wunderschön, gerne hätte der auch zwischen den Kapiteln sein dürfen und nicht nur am Ende. Kleines Manko gab es, und zwar, war der Übergang von Kapitel zu Kapitel ein wenig grob. Hier hätte es eine winzig kleine Zeitspanne geben sollen, einfach um das Ganze besser aufnehmen zu können.
Doch einmal zurück zum Buch. Das finde ich wirklich sehr schön geschrieben, die Autorin hat einen ausgesprochenen schönen Schreibstil.
Ich hatte mir die Geschichte tatsächlich ein klein wenig anders vorgestellt, bin aber im positiven wirklich sehr überrascht. Der Anfang zeigt Mailin und ihre Schwester, den ich anfangs eben nur als eine Einleitung gesehen habe, später aber tatsächlich wichtig ist und seinen Teil zur Geschichte beiträgt. So kann ich sagen, beginnt die Geschichte also quasi gleich und nur wenige Seiten später, landet man in einer vollkommen neuen Welt.
Diese magische Welt ist wirklich sehr schön geschrieben und hält allerlei Überraschungen parat. Ich hab es geliebt wie Mailin, sie erkundet und immer wieder neues entdeckt. Der Teil ist unfassbar spannend, da man dadurch auch nicht wirklich weiß, was als nächstes passiert, denn selbst ein kleines Tierchen das aussieht wie ein Hase kann einen plötzlich fressen wollen.
Für mich aber darf natürlich nie die Romantik fehlen. Diese ist anfangs noch ein wenig schleppend und wandelt sich für einen winzigen Moment in eine Dreiecksbeziehung, zumindest ging ich für einen kleinen Moment davon aus. Schnell gibt es dazu aber die Auflösung für wen ihr Herz schlägt.
Dazu gibt es dann auch immer kleine Dramen, die das Herz schneller schlagen lassen und so auch für eine Achterbahn der Gefühle sorgt.
Ich mochte die Handlung von der Geschichte sehr gerne und finde, dass sie hervorragend umgesetzt ist. Die Charaktere sind ebenfalls toll geworden, vielseitig und individuell.
Zum Ende hin hat sich erst einmal der Riesen Stapel an Problemen ein wenig gesenkt, trotzdem ist genug da, dass man als Leser bangt bis es weitergeht.
Fazit
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gerne. Der Verlauf ist klasse. Es ist spannend, romantisch und hat tolle Charaktere. Von mir gibt es daher 4 Sterne.
- Joachim Meyerhoff
Alle Toten fliegen hoch
(349)Aktuelle Rezension von: CorinaPfInhalt:
Der namenlose Protagonist möchte ein Auslandsjahr in Amerika verbingen um an einer Highschool Basekball spielen zu können. Er muss ein Aufnahmeverfahren machen und schafft es sogar. Seine Familie unterstützt ihn dabei und bald fliegt er nach Amerika. Dort lebt er bei einer Gastfamilie die ihm liebevoll aufnehmen und bis auf seinen Gastrburder auch alle mögen. Er geht auf die Highschool, lernt Mädchen kennen und kommt auch in skurile Situationen. Was das für Situationen sind müsst ihr selber lesen.
Schreibstil:
Ich habe das Buch versucht zu lesen, doch dies war leider nichts für mich. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, aber auch hier ich kam sehr schwer in die Geschichte. Viele meinen es ist lustig geschrieben, aber meinen Humor hat ds Buch nicht getroffen. Für mich hat es auch sehr lange dauert bis er endlich in Amerika war. Es wurde viel von der Familiegeschichte geschrieben und wie das Verhältnis zu jeden ist, eigentlich mag ich das sehr, aber es hat mich hier nicht wirklich abgeholt. Die Story die in Amerika spielt fand ich dann doch intressant auch wenn ich einige Situationen nicht ganz nachvollziehen kann z.B. darf man als Jugendlicher einfach so in ein Gefängnis in den Todestrakt spazieren. Ich fand auch das Ende war etwas skuriel und hat auch wieder nicht getroffen.
Protaognist:
Ich wurde nicht warm mit den Protagonist, er blieb mir fern. Seinen Taten waren mir manchmal nicht klar und er wirkte auch zu seinen Mitmenschen eher kühl und zurückhaltend.
Fazit:
Ich mochte den 2 Teil der Reihe deshalb wollte ich den ersten Teil auch lesen, aber leider war das Buch für mich nichts. Ich bin wahrscheinlich auch nicht die Altersgruppe für das Buch. Es wird bei mir ausziehen und es wird sicher einen anderen Leser finden der es mehr zu schätzen weiß.
- Andreas Gruber
Todesfrist
(994)Aktuelle Rezension von: SBADie Grundidee von Todesfrist ist eigentlich richtig spannend: eine Reihe brutaler Verbrechen, eine Ermittlerin, die sich durch ein kompliziertes Netz von Spuren kämpfen muss, und ein Täter, der scheinbar unaufhaltsam zuschlägt. Klingt nach einem Thriller, der einen fesseln sollte. Leider wirkt die Umsetzung nicht so packend. Schon nach ungefähr 250 Seiten ist ziemlich klar, wer der Täter ist – Überraschung gibt es da kaum. Die Spannung bleibt eher flach, es fehlt ein richtiger Höhepunkt, der einen mitreißt. Stattdessen zieht sich die Handlung oft in die Länge, manche Passagen wirken fast schon ermüdend. Insgesamt: gute Idee, aber die Geschichte verliert durch die Vorhersehbarkeit und die monotone Spannung viel von ihrem Reiz
- Andreas Gruber
Todesurteil
(662)Aktuelle Rezension von: witchqueenBibliographische Angaben
Titel: Todesurteil
Autor: Andreas Gruber
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 16.02.2015
Taschenbuch, 575 Seiten
Zum Inhalt / Klappentext
Wenn eine falsche Spur direkt in den Abgrund führt …
In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Als sie ein Jahr später völlig verstört am nahen Waldrand wieder auftaucht, ist ihr gesamter Rücken mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Fällen – doch das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Und die Spur führt nach Wien …
Meine Meinung:
Wieder ein raffiniert ausgeklügelter Thriller aus der Feder von Andreas Gruber. Anfangs hat man es mit zwei völlig unterschiedlichen Handlungssträngen zu tun, die auf den ersten Blick so gar nichts miteinander zu tun haben. Unterschiedliche Handlungsort, unterschiedliche Fälle, unterschiedliche Charaktere. Zwei völlig voneinander losgelöste Geschichten. Nach und nach verstricken sich diese beiden Handlungsstränge immer mehr, bis es am Ende ein großes Ganzes ergibt.
Man wird schon auf den ersten Seiten regelrecht in dieses Buch hineingesogen und nicht mehr losgelassen. Beide Handlungsstränge sind äußerst spannend. Man wird immer wieder zum mitraten und mitermitteln animiert. Jedes Mal wenn man denkt: So könnten die Handlungen zusammenpassen … zack, kommt es anders. Wenn man dann langsam hinter die Zusammenhänge kommt, läuft es einem kalt den Rücken hinunter, wie absolut boshaft doch der Mensch sein kann.
„Todesurteil“ ist der 2. Band um den charismatischen Profiler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez. Daher sind die Hauptcharaktere auch bekannt. Da das Buch aber in sich abgeschlossen ist, kann man es auch als Einzelband lesen. Vorkenntnisse aus dem 1. Band sind nicht (zwingend) erforderlich. Alle Handlungsorte und weiteren Charaktere sind bestens beschrieben. Man hat zu allem und jedem direkt ein Bild vor Augen. Das Kopfkino bekommt von der ersten Seite an reichlich zu tun. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Sehr flüssig und kommt zügig voran. Aufgeteilt in 69 Kapitel (plus Pro- und Epilog) kann dieses Buch auch bequem in mehreren Abschnitten gelesen werden. Wenn man es denn aus der Hand legen kann. Mir ist das nicht gelungen.Mein Fazit:
Ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tolle Fortsetzung des 1. Bandes. Meine absolute Leseempfehlung mit 5. Sternen. - John Grisham
Die Jury
(541)Aktuelle Rezension von: Merra_LuViele von John Grishams Romanen wurden verfilmt. So auch dieses Werk. Wer die Filme sieht, ohne vorher das Buch gelesen zu haben begeht einen schweren Fehler. Natürlich ist allgemein bekannt, dass Verfilmungen nie so gut sind, wie das Buch, auf welches der Film basiert. Aber bei den Grisham-Bücher wäre es eine Katastrophe.
Dieses Buch ist eine Achterbahn der Gefühle und hat eine sehr ansehnlich Spannungskurve. Es ist ein auf und ab. Freude, Trauer, Entsetzen wechseln sich regelmäßig ab. Und am Ende standen die Tränen in den Augen.
Unvorhergesehene Ereignisse und Meinungen der Charaktere des Buches begleiten diesen vorzüglichen Thriller.
- Jordan Harper
Die Rache der Polly McClusky
(14)Aktuelle Rezension von: Hilde1945Ein 11-jähriges Mädchen wird von seinem Vater von der Schule abgeholt. Das kommt in diesem speziellen Fall sehr unerwartet, denn Nate saß Jahre lang im Gefängnis. Nun geht es ihm darum, Polly vor den Killern zu retten, die es auf ihn und seine Angehörigen abgesehen haben. Dafür fährt er mit ihr quasi quer durchs Land und trainiert sie vom Mobbingopfer bis zur wehrfähigen Kampfmaschine.
Das ist meine Zusammenfassung. Der Klappentext beschreibt das nicht so direkt, was auch der Grund dafür war, dass ich mir das Buch gekauft habe. Hier heißt es u.a., es handle sich um ein ergreifendes Portrait einer Vater-Tochter-Beziehung. Bücher, in denen es nur um Gewaltexzesse und Aktion geht, interessieren mich nämlich null. Ich habe mir das Buch psychologisch ausgefeilter und in der Handlung raffinierter vorgestellt.
Ich war ziemlich rasch vollkommen enttäuscht. Nate war für mich zudem ein unsympathischer Verlierer, der nichts auf die Reihe bringt, und Polly tat mir leid mit ihrem Teddybären und ihrem mangelnden Selbstbewusstsein.
Es kommt selten vor, dass ich ein Hörbuch abbreche.
Hier konnte ich nicht anders....
- Richard Flanagan
Der schmale Pfad durchs Hinterland
(29)Aktuelle Rezension von: irmakvakifliMit Der schmale Pfad durchs Hinterland öffnet Richard Flanagan eine bislang wenig beleuchtete Tür des Zweiten Weltkriegs – nicht nach Europa, sondern in das vom Krieg gezeichnete Asien, speziell in australische Kriegsgefangenenlager. Die Geschichte führt uns mitten in die Realität von Gefangenschaft, Demütigung und menschlicher Ausdauer.
Durch die Figur des australischen Arztes Dorrigo Evans erleben wir nicht nur die brutalen Bedingungen beim Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn, sondern auch die psychologische Last, die den Überlebenden bis ins hohe Alter verfolgt. Flanagan verbindet Gegenwart und Vergangenheit meisterhaft – in kunstvollen Rückblenden und inneren Monologen entsteht eine literarische Brücke zwischen Erinnerung und Trauma.
Der Kontrast zwischen der brutalen Realität der Lager und der Zärtlichkeit einzelner Erinnerungen – an Liebe, Hoffnung, Menschlichkeit – verleiht dem Werk eine poetische Tiefe, die weit über eine klassische Kriegserzählung hinausgeht.
Flanagans Sprache ist feinfühlig, lyrisch, fast meditativ – und gerade dadurch trifft sie den Leser mit voller Wucht. Dieses Buch ist nicht nur ein Gedenken an die Opfer, sondern auch ein Nachdenken über Schuld, Vergebung und das, was vom Menschen bleibt, wenn alles zerstört ist.
Ein erschütternd schönes Buch, das lange nachhallt.
- John Grisham
Die Wächter
(80)Aktuelle Rezension von: mattderEs geht eine mengenmäßige Ordination und ihre Arbeit. Ein Mann werde der Anwalt war und aufgehört hat. Der Arbeitet jetzt für Organisation. Es ist schon krass was für fehl urteile in den USA gefällt werden, auf welchen Grundlagen. Was Experten zur Rate gezogen werden. Das ist echt spannenden zu lesen. War nicht der Letzte Roman von John Grisham.
- Nina Blazon
Feuerrot
(121)Aktuelle Rezension von: ButtaIch bin ein großer Fan von Nina Blazon schons eit einigen Jahren und das nicht nur von ihrer Fantasy. Ihr Schreibstil ist spannend und flüssig und die Beschreibungen bildhaft, man kann sich gut in die charactere reinversetzen.
Zeitweise ist dieses Buch etwas schlepppend aber es kommt immer weider Spannung auf und man bekommt guten einblick in die Zeit der Hexenverfolgung.
- Rolf Uliczka
Kluntjesmord in Carolinensiel. Ostfrieslandkrimi
(30)Aktuelle Rezension von: RamonaFroeseDer Titel und das Cover sind sehr interessant.
Leider finde ich den Titel etwas irreführend, aber ansonsten wie immer ein sehr gutes Buch von Rolf Uliczka.
Die Geschichte ist wieder flüssig und gut zu lesen, so das man auch hier das Buch nur aus der Hand legt wenn man es denn unbedingt muss
Die Geschichte ist wieder hochinteressant und man kann gut mit fiebern
Alles in allem ein sehr gutes Buch.
- Hergé
Tim und Struppi - Der Arumbaya-Fetisch
(31)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ein paar Szenen waren durchaus ein wenig spannend und auch die Ermittlungsarbeit war nicht schlecht gemacht. Dennoch muss ich zugeben, dass mich das Thema dieser Geschichte nicht überzeugen konnte. So viel Aufhebens um eine stupide Indianer-Statue. Also da gibt es doch wirklich Wichtigeres, was es zu schützen lohnt.
- Hergé
Tim und Struppi: Tim und Struppi Dialektausgabe: Tim un die Picaros
(18)Aktuelle Rezension von: HoldenTim und Haddock erfahren, daß ihre Freundin, die "Mailänder Nachtigall" Signora Castafiore, während einer Tournee in San Theodorus verhaftet wurde, weil man ihr vorwirft, Teil einer ausländischen Verschwörung zu sein, die den Diktator Tapioca zu stürzen beabsichtigt. Via TV und damit rund um die Welt beschuldigt besagter Diktator auch die Bewohner von Schloß Mühlenhof, Teil der Verschwörung zu sein, in hetzerisch-aufbrausender Weise (womit er bei Haddock natürlich gerade an den Richtigen gerät). Haddock und Bienlein reisen nach San Theodorus, um die Sache zu klären, während Tim dem versprochenen freien Geleit nicht traut und erst mal nicht mitfährt. Im zweiten Teil des Buches entwickelt sich die Geschichte zu einer tollen Satire auf selbsternannte Revoluzzer a la Castro und Guevara. Und hoffentlich wurde Haddock inwischen von seiner Alkoholunverträglichkeit geheilt! - Monica McCarty
Der Highlander, der mein Herz stahl
(10)Aktuelle Rezension von: Leseratte1391Ein toller Highlander Band, die Autorin überzeugt mich immer wieder. - Bernard Cornwell
Galgendieb
(11)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisRider Sandman ist ein Held von der Schlacht bei Waterloo. Doch leider kann er sich im Jahr 1817 nichts mehr von dem verblassenden Ruhm kaufen. Um den Lebensunterhalt seiner Mutter zu bestreiten, hat er sein Offizierspatent verkauft und erhält keine Pension. Notgedrungen nimmt er einen Auftrag des Innenministers an. Er soll den Fall des zu Tode Verurteilten Malers Corday überprüfen. Der soll, so die Anklage eine Frau von Adel vergewaltigt und anschließend durch zahlreiche Messerstiche getötet haben. Die Überprüfung des Urteils ist nur durch die Intervention der Königinmutter zu Stande gekommen.
Rider Sandman hat eine Woche Zeit, Beweise für die Unschuld von Corday zu finden. Gleich bei seinem Besuch im Newgate Gefängnis wird ihm klar, der junge Mann ist homosexuell und hätte ein Frau wie die Ermordete nicht einmal mit einer langen Zange berührt. Doch Sodomie, wie man die Homosexualität damals nannte, wird ebenso mit dem Tod bestraft.
Fieberhaft sucht Sandman nach Entlastungszeugen. Eine Spur führt zum Seraphim’s Club, einem geheimnisvollen Männerklub, von dem niemand weiß, was hinter den verschlossenen Mauern passiert.
Meine Meinung:
Wer Action erwartet, ist hier fehl am Platz. Dieser historische Roman ist ein Sittengemälde des englischen Lebens aus dem frühen 19. Jahrhunderts. Es gibt Reiche, die es sich richten können und Arme, die gerichtet werden. Standesdünkel begleitet die Menschen auf Schritt und Tritt genauso wie Willkür und Ungerechtigkeit.
Fazit:
Eine schaurigschöne Beschreibung der Lebensumstände dieser als Regency-Zeit bekannte und verklärte Epoche, die von mir 3 Sterne erhält.
- Franziska Steinhauer
Der Werwolf von Hannover - Fritz Haarmann
(11)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallFritz Haarmann (geb. 1879) vergöttert seine Mutter. Sie hätte stets recht gehabt, insbesondere mit dem einen oder anderen guten Ratschlag, den sie ihm mit auf seinen Weg gab.
"Der Mensch soll nicht allein sein, der braucht einen, der aufpasst."
So sieht er auch seinen misslungenen Lebensentwurf im Scheitern einer Verlobung als begründet. Es wäre ganz sicher nicht zu dem gekommen, was sich später zutragen sollte. Seine Erna suchte und fand einen neuen Partner, was für sie vielleicht eine Rettung bedeutete.
Für Fritz Haarmann jedoch nicht. In völlig zerrütteten Verhältnissen aufgewachsen, brach für ihn eine Welt zusammen und es entstand eine, wohl aus Enttäuschung, zusammengesetzte Motivation für seinen weiteren Werdegang, sozusagen als diabolisches Fundament.
Mit den "Weibern" wollte er fortan nicht mehr, was sich bereits vorher, auch in Verbindung mit sexuellem Missbrauch in seiner Familie als Kind, angekündigt hatte. Zudem wäre im allgemeinen davon abzuraten, sich mit einer Frau einzulassen,
"wegen der bösen Krankheit, die sie einem Mann anhexen."
In 68 Kapiteln, verteilt auf nur gut 300 Seiten, versucht Franziska Steinhauer die Rekonstruktion einer Serie von Verbrechen, die ihresgleichen suchen. Die Zusammenstellung realer Ereignisse und Fiktion ist schwierig und somit nicht immer gelungen. Die ständigen Wechsel der Erzählebenen und -perspektiven ermüden und sind nicht selten schlicht überflüssig.
Die damalige (sparsame) Medienberichterstattung sowie erste zaghafte und später ausführlichere polizeiliche Ermittlungen werden beispielsweise durch eine Art Pressestammtisch ("Presseclub Falkennest") kommentiert, die langweiliger nicht sein können. Diese Kapitel werden nur noch durch die begleitende Story der beiden Ausflügler Ludwig und Theo "getoppt", die sich gegen Ende dann noch in eine waschechte Seifenoper verwandelt.
Merkwürdigerweise ändert sich der preiswerte Erzählstil, der nicht selten nach Heftroman klingt, in den Passagen, die Haarmann "selbst" erzählt, in eine völlig andere Dimension. Hier kommt der 24fach verurteilte Massenmörder "persönlich" zu Wort. Die Autorin zieht hier alle Register und zeichnet damit ein erschütternd-düsteres Sprachbild nach dem anderen.
Scheinheilig-naiv, ohne geringste Skrupel oder Spurenelemente des Mitleids, erschafft hier eine eiskalte Seele ein Szenario des Schreckens. Mit dem Gefühl für Leserinnen und Leser, einen Blick in das (mögliche) Seelenleben des "Werwolfs von Hannover" geworfen zu haben, ist Franziska Steinhauer die perfekte Illusion gelungen, denn wie er wirklich gedacht und/oder (sogar) gefühlt hat, ist nicht wirklich belegt.
Auch die eigentlichen Todesursachen der Opfer geben noch heute Rätsel auf, so wie es der Gesamtzusammenhang und die Motive ebenfalls tun. Auch dieses Buch kann letztendlich keine Antworten geben, was allerdings auch nicht die Aufgabe eines True-Crime-Romans ist.
Nach einem entsprechenden Nachtrag sowie dem Urteil gegen Hans Grans, der in einer engen Beziehung zu Haarmann stand, wird das Buch durch einen umfangreichen tabellarischen Lebenslauf, einer Liste der 24 Opfer und einem Literaturverzeichnis komplettiert. - Edgar Wallace
Der Engel des Schreckens (mit Illustrationen)
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenEdgar-Wallace-Krimi um einen zu Unrecht wegen Mordes am Old Bailey Verurteilten, der wenig später eine arrangierte Ehe (nach Gefängnisflucht aus dem Gefängniskrankenhaus) eingeht, um der durchtriebenen Kusine nicht sein Vermögen zu überlassen. Nach der Eheschließung mit der etwas naiven Lydia bleibt ihm nicht mal genug Zeit, dem Leser "Heirate nie!" zuzurufen, bis er auch schon erschossen wird und Lydia plötzlich Erbin von einem Berg Kohle wird. Mit diskussionswürdigem Frauenbild (entweder durchtriebener-hinterlistig mit superehrlichem Gesicht oder naiv-schutzbedürftig und daher auf Männer angewiesen), und die Auflösung mit dem alten Jaggs hatte ich anders erwartet: Ich ging davon aus, daß der vermißte Seniorpartner der Anwaltskanzlei Simpson sich als Jaggs entpuppte. Bestimmt nicht Wallace bester.
- Edgar Allan Poe
Die Grube und das Pendel, 1 Audio-CD
(39)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerGenau wie der Protagonist ist auch der Leser in diesem Fall komplett ahnungslos.
Der Hauptcharakter sitzt in einer Gefängniszelle und erfährt verschiedene Todesqualen.
Hierbei befindet sich in der Gefängnis Zelle ein mysteriöser Brunnen. Doch was hat es mit dem Brunnen auf sich?
Wir erfahren nicht wirklich viel über den Charakter nur dass er von der Inquisition in Toledo gefangen genommen wurde.
Das Buch an sich ist nicht wirklich gruselig aber was es zum Teil düster macht ist die Unwissenheit.
- Ralf H. Dorweiler
Der Gesang der Bienen
(100)Aktuelle Rezension von: zuckerbluetenDer Roman entführt in die Zeit des 12. Jahrhunderts, eine Epoche, in der die Stände sehr klar definiert waren, die Schere zwischen arm und reich weit auseinanderklaffte, Intrigen und die Verdeutlichung von Machtpositionen an der Tagesordnung waren. Der Zeidler, heutzutage würde man ihn als einen Imker bezeichnen, Seyfried versucht das Leben seiner gefangenen Ehefrau zu retten. Dafür wendet er sich an die bekannte Hildegard von Bingen. Diese knüpft an Ihre Fürbitte jedoch Aufgaben.
Dem Autor gelingt es, historische Orte und Persönlichkeiten mit der Handlung zu verknüpfen. So erfährt der Leser, neben der eigentlichen Geschichte, vieles über die damaligen Zustände und die Herrschenden aus Kirche und Staat. Es wird deutlich, dass das bittere Spiel um Ansehen und Macht so manches Menschenleben gekostet hat.
Für mich sind der Zeidler und seine Tochter sehr gut und verständlich dargestellt. Es ist spannend den Wegen zu folgen und in eine völlig andere Epoche einzutauchen. Wenn man mit dem Lesen beginnt, möchte man eigentlich direkt mehr erfahren.
- James Rayburn
Fake
(61)Aktuelle Rezension von: SchnuppeFriedensverhandlungen im nahen Osten sollen zum Amtsende des amerikanischen Präsidenten forciert, wenn möglich erfolgreich abgeschlossen werden. Daran haben nicht alle ein Interesse, für die Waffenindustrie würden damit ein wichtige Einkünfte wegbrechen. Als bei einem Drohnenangriff eine amerikanische Geisel involviert ist , versuchen daraufhin alle Parteien die Verhandlungen in ihren Sinne zu beeinflussen. Fake News sind da noch das wenigste, auch vor Mord wird nicht zurückgeschreckt. Leider kann man sich als Leser nur zu gut vorstellen, dass dies nah an der Wirklichkeit ist. Die 383 Seiten lassen sich gut lesen, sie sind in sehr kurze Kapitel (meist ca. 4 Seiten) unterteilt. Jedes Kapitel stellt den anderen Blickpunk eines anderen Protagonisten vor, so entsteht manchmal eine "Hektik", die gewollt ist. - 8
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