Bücher mit dem Tag "gefängnisausbruch"
29 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.697)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Chris Carter
Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)
(394)Aktuelle Rezension von: BarellaliestRobert Hunter hätte nie gedacht, diesen Namen je wieder hören zu müssen: Lucien Folter. Doch genau der Mann, der als einer der grausamsten Serienkiller überhaupt gilt, ist aus der Sicherheitsverwahrung geflohen. Was folgt, ist ein blutiger Wettlauf. Doch wer jagt hier eigentlich wen? Hunter wird gezwungen, sich erneut auf Luciens krankes Spiel einzulassen. Und diesmal steht mehr auf dem Spiel als je zuvor.
Dieser zehnte Band setzt an eine frühere Geschichte an – nämlich die aus Band 6, Die stille Bestie. Schon damals war Lucien als Täter erschreckend eindringlich, und auch hier sorgt er wieder für Gänsehaut. (ich hab es noch mal gelesen, da der Inhalt aus meinem Kopf weg war)
Die Spannung ist hoch, das Tempo gewohnt rasant. Man weiß nie, was als Nächstes kommt, denn Luciens Pläne sind ebenso perfide wie undurchschaubar.
Im direkten Vergleich wirkt Band 6 für mich etwas raffinierter in der Erzählweise. Es ist ein Psychospiel, bei dem man als Leser ständig mitfiebert und hofft, dass Hunter am Ende doch noch die Oberhand behält.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung innerhalb der Reihe, die vor allem dann funktioniert, wenn man Band 6 kennt. Spannend, düster, intensiv. - Stephen King
Frühling, Sommer, Herbst und Tod
(356)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich habe diesem Buch 3 Sterne gegeben, weil mich nicht alle 4 Geschichten angesprochen haben. Schön fand ich, dass alle unterschiedlich lang waren und verschiedene Themen beinhalteten. Spannend und gruselig wird in diesem Buch aus verschiedenen Personensichten erzählt. Manche Geschichten sind eher harmloser, andere haben mir jedoch vor schaudern die Haare zu Berge stehen lassen und waren inhaltlich besser gestaltet. Ein schöner bunter Mix, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte, der King mag.
- Elise Kova
Arcana Academy 1: Arcana Academy
(77)Aktuelle Rezension von: Tanias_BookparadiseIch habe dieses Buch geliebt. Von den ersten Seiten an war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte sie am liebsten in einem Stück durchlesen. Die Academy-Atmosphäre, die Magie und die Spannung greifen perfekt ineinander und sorgen dafür, dass man alles um sich herum vergisst.
Besonders gefallen hat mir, wie intensiv sich die Welt anfühlt – düster, geheimnisvoll und gleichzeitig voller Anziehung. Die Figuren haben mich emotional abgeholt, und die Dynamiken zwischen ihnen haben für genau die richtige Mischung aus Spannung und Gefühl gesorgt.
Arcana Academy ist eines dieser Bücher, bei denen man nach dem Zuklappen kurz innehalten muss, weil man noch mit den Gedanken in der Geschichte steckt. Für mich ein echtes Highlight und absolut empfehlenswert für alle, die Academy-Settings mit Magie und Sogwirkung lieben.
- Ethan Cross
Ich bin der Zorn
(359)Aktuelle Rezension von: skloaneAlso ich muss hier ehrlich eingestehen, dieser Teil hat mich nicht ganz so gefesselt wie seine Vorgänger. Aber trotzdem eine sehr gute Idee mit dem Gefängnis und natürlich spannend bis zum Ende. Bin bis zum Schluss nicht dahinter gekommen wer dieser Judas ist. Bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
- Karen Dionne
Die Moortochter
(183)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
Helena Pelletier lebt auf der Upper Peninsula in Michigan. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin. Diese Fähigkeiten hat sie von ihrem Vater gelernt, als sie mitten im Moor in einer Blockhütte lebten. Ihr Vater war für Helena war immer ein Held – bis sie erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist. Seit dreizehn Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als eines Tages Helena in den Nachrichten hört, dass ihr Vater von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...
Fazit
Der Schreibstil selbst spricht mich prinzipiell durchaus an, das war's aber schon. Für mich persönlich kein Psychothriller.
Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Vergangenheit und erinnert sehr an ein (Outdoor-) Lehr-/Sachbuch. Die Figuren lassen einen vollkommen kalt, es fiel mir schwer, mich auch nur annähernd in die Protagonistin hineinzuversetzen. Ebensowenig konnte ich nachvollziehen, warum Helena ihren Vater so vergöttert, ihre Mutter dagegen so verachtet und hasst. Das war mir doch sehr schleierhaft. Auch wirkt das Ende recht zusammengeschustert.
- Alexandre Dumas (der Ältere)
Der Graf von Monte Christo
(72)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Am Anfang habe ich mich ein wenig schwer getan. Man stolpert mitten hinein in die Situation ohne zu wissen, wer die Leute sind, worum es geht oder wer die Hauptperson ist. Zumindest wenn man wie ich grundsätzlich keine Klappentexte liest. Eigentlich hätte ich dieses Werk gern auf französisch gelesen, aber die Sprache ist so ungewohnt mit ihren verschlungenen Sätzen und altmodischen Redewendungen, dass ich schon im Deutschen einiges nur mit viel Mühe verstehen konnte. Außerdem gibt es keine Kapitel, sondern die Geschichte ist nur in Absätze unterteilt, die teilweise sehr lang sind.
Aber nach ein paar Seiten war ich so in die Geschichte versunken, dass ich das alles ignorieren konnte und das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Denn es vereint Drama, Spannung und Abenteuer, Intrigen und Verwicklungen. Allein das Beziehungsgeflecht stellt jede Seifenoper in den Schatten. - Candice Fox
606
(141)Aktuelle Rezension von: XirxeViel schlimmer kann es kaum kommen: Aus einem Hochsicherheitsgefängnis in der Wüste Nevadas brechen 606 Schwerverbrecher aus, darunter auch jene, die die Todesstrafe erwartet. Sofort beginnt eine bundesweite Menschenjagd, da man ahnt, dass diese Flucht nur der Auftakt ist zu weiteren Verbrechen, die es zu verhindern gilt. Einer der Flüchtigen hat jedoch nur eines im Sinn: seine Unschuld zu beweisen, denn dies wird seine einzige Chance sein.
Alleine die Vorstellung, dass Hunderte von kaltblütigen Killern und sonstigen Gewalttätern auf freiem Fuß sind, lässt einem eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Und tatsächlich kommt es zu einer ganzen Reihe von Vorkommnissen, die einen nur hoffen lassen, so etwa nie erleben zu müssen. Doch die Hauptfigur John Kradle, wegen Tötung seiner Familie zur Todesstrafe verurteilt, will nichts anderes, als den wahren Täter überführen. Allerdings sitzen ihm nicht nur die US Marshals im Nacken, sondern auch Celine Osbourne, die Leiterin des Todestrakts, die aus persönlichen Gründen nur ein Ziel hat: John Kradle wieder hinter Gittern zu sehen.
Obwohl es eine Hauptfigur und deren Geschichte gibt, folgt man als Leserin mehreren Richtungen. Während manche Gefangene schon nach kurzem wieder in ihrer Zelle landen, gelangen andere durch Zufall und enorme Kaltblütigkeit (die jedoch nur angedeutet wird) ans andere Ende der Welt. Und wieder Andere versuchen Pläne umzusetzen, die seit langem vorbereitet wurden. Dazu kommen die Lebensgeschichten von John Kradle und Celine Osbourne, sodass die Geschichte manchmal so wirkt, wie dieser Massenausbruch - ruhe- und rastlos.
Doch es bleibt spannend zu lesen, auch wenn die Lösung des Falles Kradle fast schon unspektakulär daherkommt und insgesamt eher ein Nebenschauplatz ist. Ein Thriller mal etwas anders. - Michael Robotham
Um Leben und Tod
(131)Aktuelle Rezension von: LeseRolliMeine Rezension ist auf die angesprochenen Themen im Buch bezogen. Jede Autorin und jeder Autor, macht sich Gedanken, welche Themen im Buch angesprochen werden. Ich bin der Meinung, dass wir uns viel mehr mit diesen auseinandersetzen sollten.
Manche Geschichten sind so unglaublich, dass wir oft denken, dass kann sich niemand ausdenken. Wir sind geschockt und lesen diese oder verfolgen sie sogar in den Medien. Eines dieser unglaublichen Dinge, sind Berichte von Menschen, die unschuldig im Gefängnis sitzen.
Die Frage, wie so etwas passieren kann, ist gerechtfertigt. Betroffene haben es äußerst schwer, ein Wiederaufnahmeverfahren zu bekommen. Sollten in diesem Unrecht, nicht nur die Strafverfolgungsbehörden mit involviert sein, ist es Betroffenen unmöglich, ihre Unschuld zu beweisen. Menschen, die unschuldig im Gefängnis sitzen, leiden oft unter unterschiedlichsten gesundheitlichen Problemen, wie Angststörungen, Schlafstörungen oder Depressionen. Doch dabei wird oft vergessen, dass dies auch die Angehörigen der unschuldig Verurteilten betrifft.
Wie würden wir uns aber verhalten, wenn Behörden, in die wir unser Vertrauen setzen, einen klar machen, dass nur ein Schuldeingeständnis dafür sorgt, dass gewisse Dinge nicht passieren. Würden wir, unter diesem Druck, auch ein Geständnis ablegen, damit es allen weiterhin gut geht oder würden wir uns der Gefahr aussetzen, dass diese Personen ihre Drohungen in die Tat umsetzen?
Leider wird dabei unterschätzt, dass genau diese Menschen wissen, dass du für sie gefährlich bist. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass diese versuchen werden, dich für immer zum Schweigen zu bringen. Dieser Teufelskreis ist eigentlich nicht zu durchbrechen. Auch, wenn wir die Meinung haben, dass solche Geschichten Fiktion sind, dürfen wir nicht vergessen, welche unglaublichen Urteile gesprochen wurden und was der unschuldig Verurteilte, dadurch ertragen musste.
Was muss es aber für den Betroffenen zusätzlich bedeuten, wenn dieser feststellt, dass dieser Personenkreis, der ihn in diese Lage gebracht hat, sich ein wertvolles Leben aufbauen konnte. Auch, wenn diese Menschen immer unter einem gewissen Druck stehen, weil sie Angst haben, dass ihr Geheimnis rauskommt, haben sie, ein besseres Leben als der Verurteilte.
Auch, wenn einer unsere Taten immer wieder sieht, ist es erschreckend, wie gewissenlos manche wirklichen Straftäter andere für ihr Verhalten leiden lassen. Dennoch ist die Seele unsere wichtigste innere Stimme und sie wird immer Segen und Fluch sein, denn sie sieht alles, für das wir verantwortlich sind.
Eine besondere Ehrung zu erhalten, ist für jeden etwas ganz Besonderes. Dennoch gibt es Menschen, die solche besonderen Preise beschädigen, entweder, weil sie sich mit falschen Federn schmücken oder lügen. Dass solch ein Verhalten, einen Fleck auf jede Ehrung wirft, sollte jedem einleuchten. Dennoch haben manche überhaupt kein Problem, hauptsache sie stehen im Mittelpunkt. Leider ist eine Aberkennung solcher Ehrungen nicht einfach, weil die Verantwortlichen dann eingestehen müssten, dass sie nicht alle Fakten berücksichtigt haben.
- Alessia Gold
Ruthless Villains
(28)Aktuelle Rezension von: SaRaa_98Ruthless Villains ist der Auftakt einer dunklen, heissen Romanze zwischen einem reichen Mädchen, einem Häftling und einem Meisterdieb. Das Buch konnte mich von Anfang an packen. Es ist spannend, fesselnd und reisst einen einfach direkt in die Story hinein.
Eden ist in einem goldenen Käfig aufgewachsen. Ihre Reiche Familie hat sie schon als kleines Kind an einen Mann versprochen. Ausserdem haben sie versucht Eden zu einer Vorzeige-Tochter zu erziehen, mit Betonung auf versucht. Denn dass sie sich einen Namen als Dark- Romance Autorin gemacht hat, weiss niemand in ihrer Familie. Nicht einmal ihr versprochener Verlobter.
Um aus einer Schreibblockade zu kommen beschliesst Eden, einen besuch im örtlichen Gefängnis zu machen und sich dort mit einem der Häftlinge zu unterhalten, in der Hoffnung für neue Ideen. Dass sie dabei Sympathie für den inhaftierten Caleb entwickelt, war nie geplant. Auch nicht dass sie live bei seinem Gefängnisausbruch dabei ist, welcher gleich darauf in eine Entführung ihrerseits übergeht, weil sie das Gesicht des berühmt berüchtigten Meisterdiebes Ciel gesehen hat.
Will Ciel Eden erst noch umbringen, entscheidet er sich dann doch dazu sie stattdessen nach Frankreich zu entführen und bei ihren reichen Eltern Lösegeld zu erpressen.Charaktere
Ciel ist und bleibt das ganze Buch über ein grosses Rätsel für mich. Dennoch konnte ich ihn in mein Herz schliessen. Denn man merkte sofort, dass er eine tragische Vergangenheit mit sich herumschleppt, die ihn zu dem hat werden lassen, der er jetzt ist.
Caleb ist Ex-Undergroundboss, Häftling und heisser als heiss. Es hat mir von der ersten Begegnung an eingeheizt und je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr mochte ich ihn. Ausserdem fand ich vom ersten Moment an, dass er super zu Eden passt. Da war ich mir bei Ciel anfangs nicht so sicher.
- Jeffery Deaver
Die Menschenleserin
(220)Aktuelle Rezension von: Hortensia13Die Verhörspezialistin Kathryn Dance hat einen neuen Auftrag. Sie soll den hochintelligenten Psychopathen Daniel Pell verhören, der vor 8 Jahren eine ganze Familie ausgelöscht hat. Was so einfach klingt, wird zum Spiessrutenlauf, denn Daniel Pell gelingt die Flucht aus der Haft. Kathryn heftet sich auf seine Fersen und muss tiefer in seine Psyche eintauchen, als ihr lieb ist. Ein Wettrennen um Leben und Tod beginnt.
Dieses Buch ist der Auftakt der Reihe rund um Kathryn Dance, die auf Kinesik, dem Lesen nonverbalen Kommunikationssignalen, spezialisiert ist. Jeffery Deaver legt viel Wert auf die Fahndung nach Daniel Pell und weniger in die Einführung der Charaktere. Ich fand daher diesen Krimi packen und spannend aufgrund seiner Handlung, hätte aber gern mehr über die einzelnen Personen erfahren, insbesondere über Kathryn und ihren Weg zur Menschenleserin.
Mein Fazit: Eine fesselnde Fahndung nach einem Psychopathen, der gut Menschen einwickeln kann. Die Handlung ist psychologisch faszinierend, die Charaktere bleiben aber eher im Hintergrund. 4 Sterne.
- Stephen King
Die Verurteilten
(82)Aktuelle Rezension von: loveisfriendshipAll die Jahre
Die Verurteilten. Pin-Up ist ein Kurzroman von Stephen King, erschienen im Buch Frühling, Sommer, Herbst und Tod, das neben diesem noch drei andere Kurzromane vereint.
Red selbst sitzt noch im Gefängnis, als er die Geschichte seines Freundes Andy Dufresne niederschreibt, dem nach vielen zermürbenden Jahren die Flucht aus Shawshank gelang.
Es ist eine sehr bewegende Geschichte über unfassbare Ungerechtigkeit, Schrecken, Zermürbung, Zweifeln und Verzweiflung, aber auch über tiefe Freundschaft, unbrechbaren Lebenswillen, den Wert von Freiheit, übernatürliches Durchhaltevermögen, menschliche Würde und vor allem über Hoffnung.
Die Protagonisten erleben im Laufe der Handlung viele Hoch- und Tiefpunkte. Gedemütigt von anderen Gefängnisinsassen, schikaniert von Wärtern und ihrer Zukunft beraubt von selbstbezogenen Gefängnisleitern. Es gibt Momente, da sind sie kurz vorm Aufgeben und erfahren eine wachsende Lebensmüdigkeit. Doch gibt es auch Momente der Glücks und der Hoffnung, die vor allem durch kleine Dinge, an denen sie festhalten, hervorgerufen werden.
Das Buch beleuchtet auch, wie ein langjähriger Gefängnisaufenthalt einen Menschen prägt und ihn seine neugewonnene Freiheit empfinden lässt.
Stephen King hat das Ganze sehr realistisch gehalten, alle Gefühle und Gedanken der Protagonisten sind an jeder Stelle nachvollziehbar und auch wie Andy die Flucht gelingt, hat auf mich vollkommen realistisch gewirkt und in keinster Weise weithergeholt, wie es ja bei sowas leicht werden kann.
Meisterhaft, wie Stephen King wie nebenbei Dinge erwähnt, die hinterher ausschlaggebend für die Auflösung sind. Auch schreibt er so authentisch, es ist, als ob Red mir die Geschichte von Angesicht zu Angesicht erzählen würde. Stephen King erzählt auf eine schlichte, lockere und unaufgeregte Art eine einfache Geschichte, die gerade deswegen so tief berührt.
Das Ende hat mich umgehauen. Nicht, dass es so derart genial ist. Wobei, doch, das ist es. Weil es auf eine so schlichte Weise schön ist. Weil es das ist, was ich am wenigsten erwartet habe. Weil Stephen King mich hinters Licht geführt und dann so überrascht hat. Dieses Ende ist so wunderbar, ich habe vor Freude geweint. Selten hat mich ein Ende glücklicher gemacht. Gerade weil es ein (relativ) offenes Ende ist und der Leser selbst darüber nachdenken kann, ob ... oder nicht, finde ich es noch grandioser. Hätte Stephen King vorgegeben wie es nun endet, wäre dies möglicherweise unbefriedigend gewesen. Entweder hätte es die Freude wieder ein wenig gedämpft oder aber mehr wäre zu viel gewesen. Das offene Ende erscheint mir für Die Verurteilten. Pin-Up einfach am passendsten.
Fazit: Die Verurteilten. Pin-Up ist ein berührender Kurzroman über zwei Männer, die sich im Gefängnis kennenlernen und deren Freundschaft über die Zeit im Gefängnis hinausreicht. Es ist eine durch und durch abgerundete Geschichte mit einem Ende, das unerwartet kam und mich glücklich gemacht hat. Stephen King schafft es, mit einfachen Mitteln eine ergreifende Geschichte zu erzählen. - Douglas Preston
Maniac - Fluch der Vergangenheit
(196)Aktuelle Rezension von: Veronika_SchmidIch hatte vor diesem Buch nie etwas von Pentergast gehört und entsprechend wenig hab ich verstanden. Man braucht schon einiges an Vorwissen, damit sich alles richtig erschließt.
Den Schreibstil fand ich im Großen und Ganzen ganz gut, ich hatte aber an manchen Stellen das Gefühl, da hätte jemand sorgfältiger gegenlesen sollen.
Auch hatte ich das Gefühl, es passiert zu viel. Nachdem ich gut 100 Seiten brauchte, um in Lesefluss zu kommen, musste ich danach oft an meine Unterstufendeutschlehrerin denken, die uns die Erzählmaus näher brachte und erklärte, dass Kamelmäuse nicht gut sind. Versteh ich jetzt auch.
Im Endeffekt hat es mir meist Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, empfehlenswert für Nicht-Fans finde ich es aber nicht unbedingt.
- Sharon Bolton
Er liebt sie nicht
(72)Aktuelle Rezension von: VeeziWas mir besonders gut gefallen hat, dass es neben der Geschichte auch die Briefe und Mails und Zeitungsausschnitte im Buch dargestellt wurden. Das war mal eine ganz andere Leseerfahrung. Ansonsten geht es direkt spannend und fast schon gruselig los. Unsere Protagonistin Maggie ist außergewöhnlich - oder besser gesagt: die Autorin schafft es spielerisch dir die Orte und Menschen so Nahe zu bringen, dass man meint, man wäre vor Ort und mitten im Geschehen. Zum Ende hin konnte und wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin.
- $ick
Shore, Stein, Papier
(45)Aktuelle Rezension von: HoldenSicks Lebensgeschichte, Grimme-Online-Award-gekrönt die Youtube-Ausgabe, angefangen mit dem Gefühl des Unerwünschtseins und von Anfang an widerspenstig gegen jede Autorität. Daß er seinen Drogenlebenswandel allein damit begründet, nicht gewollt zu sein und dieses Gefühl betäuben zu müssen, greift meiner Meinung nach ein bißchen kurz, auch andere Kinder bzw Jugendliche mit diesem Gefühl werden nicht zum drogenverschlingenden Dauerkriminellen. Interessant, wie Sick die Symptome beschreibt, die man beim "affig-"sein spürt, wenn der Körper auf Drogenentzug reagiert, wie dauernd laufende Nase oder Augentränen, hab ich so noch nirgends anders gelesen. Man kann ihm natürlich nur die Daumen drücken, daß Sick das Cleansein durchhält (man wundert sich, daß der Körper so einen Drogenmarathon überhaupt so lange mitmacht). Und sonst: Dümmster Junkie ever, "wie Shore ist Heroin?"
- Agatha Christie
Das Geheimnis von Sittaford
(67)Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs„Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.
Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.
Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere. - Robert Crais
Im freien Fall
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenPrivatdetektiv und Vietnamveteran Elvis Cole wird von einer verzweifelten Frau aufgesucht, die genau weiß, daß ihr Verlobter in etwas Kriminelles verwickelt ist, ohne zu wissen, was es sein könnte. Ohne genauere Angaben gemacht zu haben und nach einem 40-Dollar-Vorschuß verläßt sie Coles Detektei, bevor deren Verlobter cop Thurman mit einem besoffenen Kollegen hereinstürmt und Cole dazu bringen will, in dem Fall nicht weiter herumzustochern. Zunächst denkt unser gewiefter Held, es liege ein simpler Fall von fremdgehen vor, bis er feststellt, daß offenbar ein Fall von vertuschter Polizeibrutalität vorliegt, und das nach den Vorfällen um Rodney King! Bald fließt erstes Blut, und eine "Crackhure" kann weiterhelfen...Die Krimis um Elvis Cole und seinen bewährten Partner Joe Pike sind schon ganz gelungene Krimis, sicherlich mit das beste im Genre. Darauf einen Cracklutscher! - Tessa Bailey
Bad With You – Für dich gehe ich in Flammen auf
(3)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas hat Connor Bannon gerade noch gefehlt. Der Ex-Navy-SEAL hat zwei Jahre lang für den berüchtigtsten Bandenchef Brooklyns gearbeiet und ermittelt nun selbst Undercover gegen Kriminelle in Chicago. Doch jetzt wurde die ehemlige Brandenstifterin Erin O'Dea seinem Team zugeteilt - und obwohl zwischen den beiden augenblick heiße Funken sprühen, ist Connor auch klar, dass ihm die kleine, feurige Frau mit den kurzen Jeans und den Springerstiefeln nichts als Ärger machen wird. Denn er ist es gewohnt, eisern alle Bereiche seines Lebens zu kontrollieren, und wenn Erin eines hasst, wenn jemand ihr Vorschriften macht...
Mein Fazit
Um "Bad with You: Für Dich gehe ich in Flammen auf" handelt es sich nicht um den ersten Band der "Crossing the Line"-Reihe wie bei Amazon beschrieben, sondern um den zweiten Band. "Bad with You: Für Dich riskiere ich alles", ist der erste Band und ist im Mai 2016 bei "LYX.digital" erschienen. Die Reihenfolge ist wichtig, da man sich sonst extrem selber spoilert. Aber nun zu diesem e-Book. ;-)
Leider ist "Bad with You: Für Dich gehe ich in Flammen auf" nicht mal halb so gut wie der erste Band. Ich habe weitaus mehr erwartet und wurde leider an der einen oder anderen Stelle enttäuscht.
Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, aber leider nicht so gut gelungen, wie die vorher.
Connor ist ein unehrenhafter Ex-Navy-SEAl der eine gewisse Kontrollesucht hegt. Erin hingegen hat eine schwierige Zeit hinter sich und kann Berührungen nicht ertragen und sich nur schwer von jemanden kontrollieren lassen. Die Anziehungskraft ist regelrecht spürbar, von der ersten Seite an.
Die Spannung aber an sich kommt erst nach etwa 80% des e-Books richtig raus, was ich persönlich schade finde. Da dieses e-Book eher in das Genre Romantic Thrill angesiedelt ist. Die Ermittlungen der sechs wird somit von jetzt auf gleich, Schlag auf Schlag, hinunter gerasselt. Was man durchaus hätte besser machen können.
Leider ist dieses e-Book nur mittelmäßig und bekommt von mir daher nur 3 von 5. So wie das e-Book endet, bekommen auch Austin und Polly ihre Geschichte und ich hoffe, dass diese wieder besser wird, so wie die Geschichte rund um Bowen und Sera aus dem ersten Band. :-) - Dania Dicken
Die Seele des Bösen - Rachlust
(27)Aktuelle Rezension von: _jamii_Bei ihrer Rückkehr aus dem Urlaub wartet Post auf Profilerin Sadie: Serienmörder Brian Leigh sucht Kontakt zu der Agentin, die ihn seinerzeit gestoppt und hinter Gitter gebracht hat. Bei einem Besuch im Gefängnis wittert Sadie, dass Brian etwas im Schilde führt und befürchtet einen Fluchtversuch bei Brians anstehender Verlegung nach San Quentin.
Nur wenige Tage später ruft LAPD-Detective Nathan Morris mit einer Hiobsbotschaft an: Brian ist noch vor seinem Gefangenentransport geflohen – und zwar nicht allein. Er wird begleitet von Frauenmörder Tyler Evans, den Sadie vor Brian zur Strecke gebracht hat.
Sofort bekommen Sadie und ihre Familie Polizeischutz, denn Brian und Tyler haben keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Rache wollen. Eine atemlose Hetzjagd beginnt …Das Buch liest sich wie gewohnt flüssig, sehr bald wird Spannung aufgebaut.
Einige Abschnitte sind aus der Sicht von Brian und Tyler geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Beweggründe mitbekommt. Obwohl ich mir teilweise gewünscht hätte, nicht alles davon mitzubekommen.
Brian und Tyler haben es auf Sadie und ihre Familie abgesehen, sie wollen sich für ihre Verhaftungen rächen. So persönlich wie in diesem Buch wurde es wohl noch in keinem der Bücher rund um Sadie.
Obwohl auch dieser Teil der Reihe mit einer spannenden Story voller blutiger Details aufwarten kann, waren für mich doch gewisse Teile der Geschichte eher vorhersehbar und weniger überraschend.
Eine temporeiche und brutale Fortsetzung.
- Gordon Korman
Masterminds - Im Sog des Verbrechens
(20)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.
Klappentext:
Eli, Tori, Malik und Amber sind endlich in Freiheit. Ihr erklärtes Ziel ist es, das verbrecherische Klon-Experiment Osiris der Öffentlichkeit preiszugeben. Um die ganze Wahrheit über ihre Herkunft zu erfahren, beschließen die Freunde, Tamara Dunleavy, die Gründerin des Klon-Experiments, aufzuspüren. Auf ihrer Suche schrecken sie dabei vor illegalen Mitteln nicht zurück und entdecken ganz neue Fähigkeiten an sich. Ist ihr Verhalten noch gerechtfertigt? Oder werden sie letzten Endes etwa zu den Kriminellen, von denen sie geklont wurden?
Einordnung:
- Im Auge der Macht (Teil 1)
- Im Sog des Verbrechens (Teil 2)
- Im Angesicht der Wahrheit (Teil 3)
Erster Satz:
„Ich gehe bei deinem Taco mit und erhöhe um einen halben Cheeseburger.“
(Seite 5)
Rezension:
Kann Spoiler zum ersten Teil enthalten!
Zwei Jahre ist es her, dass ich den ersten Band der Reihe gelesen habe. Es war aber überhaupt kein Problem, wieder in die Geschichte einzusteigen. Eli, Tori, Amber und Malik sind so prägnante Protagonisten, dass ich mich sofort an alle erinnern konnte. Sie alle nehmen die reale Welt ganz unterschiedlich wahr und berichten auch dementsprechend darüber, sodass sie mit ihren Eigenheiten deutlich im Gedächtnis bleiben. Neben den Charakteren hat mich auch die Handlung sofort wieder in ihren Bann gezogen. Wie schon der vorherige Band ist das Buch sehr spannend, denn Projekt Osiris möchte die entflohenen Klone um jeden Preis zurückholen. Gleichzeitig kennen sich Eli und seine Freunde in der realen Welt überhaupt nicht aus, sodass sie schon Kaufhäuser und Ampeln völlig aus dem Konzept bringen. Zum Teil war das witzig zu lesen, zum Teil hat es aber auch für überraschende Wendungen gesorgt, weil sie auf für mich alltägliche Dinge ganz anders reagiert haben als erwartet. Doch auch die Handlung an sich, die Suche nach der Gründerin des Experiments und der Kampf um ein eigenständiges Leben haben immer wieder Überraschungen bereit gehalten.
Faszinierend und spannend fand ich auch die Entwicklung der Charaktere. Auf der einen Seite sind sie immer noch zwölf- und dreizehnjährige Kinder. Sie sind überfordert mit der großen, weiten Welt und vermissen manchmal sogar die Wissenschaftler, die sich als ihre Eltern ausgegeben haben. Auf der anderen Seite zeigen sich aber doch immer häufiger auch ihre durch die Gene bedingten Fähigkeiten. Malik beispielsweise erweist sich als Naturtalent bei kleineren Gesetzesverstößen wie dem Kurzschließen von Autos und Tori erfasst mit einem Blick, auf welchem Weg Häuser zu erklettern sind, um dort einzusteigen. Immer wieder sind die Kinder jedoch auch gezwungen, Regeln und Gesetze zu verletzen, einfach um zu überleben. Sie müssen Autos stehlen, um zu fliehen, und in Häuser einbrechen, um nach tagelanger Schlaflosigkeit wieder eine Nacht in einem Bett zu verbringen. Diese vermeintlichen Notwendigkeiten werfen jedoch immer wieder die Frage auf, ob sich nun doch die Gene durchsetzen und sie zu den Verbrechern werden, aus denen sie geklont wurden. Sie alle fürchten sich davor und haben oft auch keine andere Wahl, trotzdem ist das Ergebnis des Experiments immer noch offen.
Mein einziger Kritikpunkt an dem zweiten Teil der Reihe ist, dass es sich schlussendlich doch um einen typischen Mittelteil handelt. Es gibt Handlung, die spannend ist, aber letztlich dreht sie sich doch im Kreis, weil die Kinder immer wieder am Ausgangspunkt ankommen. Dabei sind sie nur jedes Mal ein Stück schlechter dran. Die Geschichte war wieder spannend zu lesen und die Wendungen haben mich begeistert, aber am Ende sind sie kein Stück weiter als sie am Anfang des Buches waren, obwohl sie eine Menge erlebt haben.
Fazit:
Der Einstieg in das Buch ist mir wieder sehr leicht gefallen. Die Handlung war spannend und es gab überraschende Wendungen. Zum Teil waren die Situationen auch lustig, weil die Charaktere von alltäglichen Dingen wie Kaufhäusern völlig aus dem Konzept gebracht wurden. Eine große Rolle hat in diesem Buch auch die Charakterentwicklung gespielt, denn die Frage, ob Erziehung oder Gene eine größere Rolle spielen, stellt sich noch immer. Schade war nur, dass die Charaktere nach der vielen Handlung dann doch wieder am Ausgangspunkt angekommen waren, sodass es insgesamt kein Stück vorwärts ging. „Im Sog des Verbrechens“ ist eine gute Fortsetzung, die vier Schreibfedern bekommt. - Mila Roth
Man trifft sich stets zweimal (Teil 1) (Spionin wider Willen 11)
(14)Aktuelle Rezension von: Blondchen90Inhalt: Janna Berg steht kurz davor, ihren Job beim Institut für Meinungsforschung anzutreten. Doch dann bricht die gefährliche Auftragsmörderin Susanne Krause aus dem Gefängnis aus, die es auch schon auf Janna abgesehen hatte. Um sie und ihre Hintermänner zu enttarnen, geht Markus undercover und riskiert dabei sein Leben ... Meinung: Wie immer, kann ich auch bei diesem Teil der Reihe nur Positives sagen. Die Geschichte ist spannend, lustig, aber auch aufregend. Ich kann den nächsten Band kaum erwarten und hoffe, dass die 2. Staffel bald folgen wird. Markus und Janna kommen sich näher, haben sich angefreundet und so erfahren wir mehr über Markus' Vergangenheit. Die neue Zusammenarbeit steht kurz bevor, es kann also nur spannend werden. Die Geschichte endet mit einem riesigen Clifhanger und ich bin gespannt, wie es weitergeht! Auch für diesen Teil gibt es von mir eine klare Leseempfehlung, die ganze Reihe macht einfach Spaß! - Erich Kästner
Der kleine Mann und die kleine Miss
(1)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstEher zufällig erzählt Erich Kästner dem ungeduldigen Mäxchen wie die Geschichte nach der glücklichen Rückkehr des kleinen Manns weitergeht. Die beiden Verbrecher werden von ihrem Boss in einer spektakulären Befreiungsaktion aus dem Gefängnis geholt und nach Südamerika geflogen. Kommissar Steinbeiß als verdeckter Ermittler hinterher. Währenddessen machen sich Rosa Marzipan und Jokus von Pokus Sorgen um Mäxchen. Wird er sich nach ihrer Hochzeit nicht einsam und vernachlässigt fühlen? Da erhalten sie einen überraschenden Anruf.
Dieses Hörspiel startet mit einem völlig anderen Einstieg: Erich Kästner selbst tritt auf, mit Mäxchen Pichelsteiner an seiner Seite. Damit hat diese Geschichte eine ganz andere Atmosphäre. Dass sie für knapp 60 Minuten geradezu randvoll mit Ereignissen ist, macht sie sehr rasant und streckenwese etwas episodenhaft. Trotzdem bleibt ein schönes mitreißendes Hörspiel, das in sich rund ist und in keinem Punkt zu abgehackt oder unstimmig wirkt.
Erich Kästner als Protagonist irritiert zu Beginn und zum Ende etwas, ist aber bei diesem Autor nicht ungewöhnlich. Das fliegende Klassenzimmer beginnt schließlich auch mit einer Selbstinszenierung. Da sich die Szenen mit Kästner selbst in Grenzen halten und schnell wieder in die Hauptgeschichte gewechselt wird, sind sie kein nennenswerter Störfaktor.
Die Fortsetzung von Der kleine Mann ist sehr gelungen und bietet schönsten Hörspielspaß. Unverwechselbar mit Hans Clarin.
- Rolf Becker
Der Gespensterreiter: Eine Kriminalutopie
(1)Aktuelle Rezension von: pardenKRIMI-SCIENCE-FICTION...
Ein sonderbarer Bankeinbruch stellt die Frankfurter Polizei vor ein Rätsel. Rasch fällt der Verdacht auf einen aus dem Gefängnis ausgebrochenen Bankräuber. Die Spur führt nach Osteuropa. Aber wie kann es sein, dass der geflohene Verbrecher dort bereits vor 40 Jahren verstarb?
Anfangs war ich etwas irritiert, denn dieses Hörspiel beginnt mit der Legende vom Gespensterreiter - später stellte sich dann heraus, dass allen drei Teilen des Hörspiels unterschiedliche Sagen vom Gespensterreiter vorangestellt sind.
Von der Handlung des eigentlichen Krimis kann ich hier nichts erzählen ohne zu spoilern, aber auch dieses Hörspiel aus der Feder von Rolf und Alexandra Becker ist wieder liebevoll inszeniert und mit hörenswerten Sprechern besetzt. Ein wenig skurril fand ich den Fall schon, die Auflösung drängte sich dann bald auf, trotzdem hat mich das Hörspiel gut unterhalten.
Wer einem Genre-Mix aus Krimi, Science-Fiction und einer guten Prise Humor nicht abgeneigt ist und gerne in alte Zeiten abtauchen möchte (das Hörspiel entstand 1966), dem sei dieses Schmankerl von 2 Stunden und 35 Minuten Länge empfohlen...
© Parden
- Dan Gordon
Murder in the First
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenEine wahre Begebenheit, die traurige Geschichte von William Moore, einen Kleinkriminellen, der aufgrund eines Fluchtversuchs von der Gefängnisinsel Alcatraz ins pechschwarze "Loch" gesteckt wird, drei Jahre in völliger Dunkelheit gehalten wird, und als er aus der Isolationsfolterhaft entlassen wird, den vermeintlichen Verräter Avery Clark brutal vor aller Augen tötet. Sein Verteidiger Henry "Hank" Davidson schreibt Rechtsgeschichte, indem er das menschenunwürdige System Alcatraz anprangert, das Moores psychisches Leiden verursacht hat. Davidson gibt nicht auf, obwohl ihm beruflich und privat alle möglichen Steine in den Weg gelegt werden. Unglaublich, daß es laut Anhang bis 1963 gedauert hat (ca. 20 Jahre nach dem aufsehenerregenden Mordprozeß gegen Moore), bis man das Foltergefängnis endlich geschlossen hat. Direktoren und Wärter hat man wahrscheinlich nicht zur Rechenschaft gezogen, so ist das ja häufig.. "In the first" entspricht vielleicht dem Dolus directus 1. Grades, den man als Strafrechtsstudent kennengelernt hat. Erinnert an "Papillon" und "Die Verurteilten".























