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My Dead Sister's Love Story (Roman)

Lea Melcher
E-Buch Text: 354 Seiten
Erschienen bei Impress, 03.01.2019
ISBN 9783646604733
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: My Dead Sister´s Love Story
Autor: Lea Melcher
Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 342
Preis:  3,99 [D] (E-Book) 
ISBN: 978-3-646-60473-3

 

Inhalt:
Manchmal musst du alles verlieren, um zu erfahren, was es dir bedeutet...
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten...

Protagonisten:
Antonia (Toni) ist erst 17 Jahre alt, als ihre Schwester Zoe bei einem schweren Autounfall ums Leben kommt. Dementsprechend ist sie von Beginn der Geschichte an emotional sehr, sehr mitgenommen. Ständig muss sie die mitleidigen Blicke ihrer Freunde und Klassenkameraden ertragen und wird aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit oft mit Zoe verwechselt. Im Verlauf der Handlung wird sie immer mehr zu Zoe, was nicht nur ihre Freunde erschreckt.

Theo musste wie Antonia den selben schrecklichen Verlust erleiden. Mit Tonis Hilfe möchte er herausfinden, was in der Unfallnacht wirklich geschehen ist. Er wirkt wie ein Einzelgänger, der nicht viele Freunde hat, was jedoch täuscht. Auf seine eigene Art und Weise ist er eher zurückhaltend, ist jedoch für Toni da, sobald sie ihn braucht. Ich mochte ihn wirklich sehr - fast sogar noch lieber, als Antonia.  

Meine Meinung:
Lea Melcher kann schreiben. Das muss ich vorneweg einfach mal festhalten. Es ist unglaublich, wie wortgewandt sie Antonias Gefühlswelt, die Gespräche zwischen ihr und Theo, ja sogar die kurzen Tagebucheinträge aus Zoes Sicht beschreibt. Man bekommt das Gefühl, nicht nur oberflächlich mit dem Thema Trauer und Verlust konfrontiert, sondern tiefgehend und fast schon kunstvoll damit umgeben zu werden. Sie spricht Wahrheiten aus, die ich nie besser hätte formulieren könnte. Ein Buch voller merkenswerter Zitate.
Ich selbst kann nicht wirklich nachvollziehen, wie es sein muss, einen so geliebten Menschen zu verlieren. Vielleicht erschienen mir Antonias Handlungen deswegen so zwiespältig. Natürlich möchte sie ihre Schwester verstehen, möchte ihr nah sein und sie am liebsten zurück ins Leben wünschen. Möchte wissen, warum sie kaum etwas über Zoe weiß und warum diese ihr so viel verheimlicht hat. Dass sie jedoch immer mehr versucht, selbst Zoe zu werden, war mir vor allem zum Ende hin doch ziemlich befremdlich. Sich dieselbe Frisur schneiden zu lassen, ist die eine Sache, aber sich ahnungslosen Menschen gegenüber als Zoe auszugeben, hat mich ein wenig an Tonis Zustand zweifeln lassen - es ist weder klug, noch rational, höchstens menschlich und deswegen irgendwie dann doch verständlich. Die Grenzen zwischen den beiden verschwimmen zunehmend, sodass ich selbst jetzt beim Schreiben immer wieder Zoe statt Toni schreiben will. Ja, die Geschichte hat sich in meinem Kopf verankert, mich berührt und emotional mitgenommen. Trotzdem war nur wenig Handlung vorhanden, die jedoch durch die liebenswerten Charaktere und den unglaublichen Schreibstil wieder aufgewartet wurde.       
Nachdem ich die letzte Seite des Buches gelesen hatte, konnte ich nicht glauben, dass das jetzt das Ende sein sollte. Etwas fehlte. Der runde Abschluss. Eine Auflösung. Trotzdem passte es einfach zum Rest der Geschichte und ich werde so hinnehmen. 

(4,5 Sterne)



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HeavenLeaks: Wie die Erde wirklich entstand

Raphael Lichtenberg
Flexibler Einband: 357 Seiten
Erschienen bei Independently published, 07.10.2018
ISBN 9781724195845
Genre: Humor

Rezension:

Titel: Heavenleaks - Wie die Erde wirklich entstand
Autor: Raphael Lichtenberg
Verlag: Selfpublish
Seiten: 357
Preis: 12,12 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-1724195845

Inhalt:
Ein Engel, den sein Gewissen plagt, Gott als Firmenchef, die Schöpfung der Welt nach den Regeln des Kapitalismus und die Erde samt ihrer menschlichen und tierischen Bewohner als Unterhaltungsprogramm für gelangweilte Himmelbewohner.
„Heavenleaks“ stammt aus der Feder eines Engels, eines Whistleblowers, der davon berichtet, wie die Erde (entgegen der bisher bekannten biblischen Überlieferung) wirklich erschaffen wurde, und warum das Modell „Mensch“ sich als so problematisch erweist. Die Wahrheit ist: Dieses Lebewesen verfügt zwar über eine neue Technologie (ein komplexes Gehirn), konnte aber leider nur in einer kostenreduzierten Version hergestellt werden. Unbeeindruckt von Krankheiten und Katastrophen, vermehrt es sich nun munter, liefert aber – wie die meisten Billigprodukte – nicht die gewünschte Performance.

Protagonisten:
Da haben wir zum einen die zwölf Außergewöhnlichen Philosophen Ohne Speziell Theologisch Erworbene Lizenz (kurz APOSTEL) Petrus, Andreas, Johannes, Jakobus, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, nochmal Jakobus, Thaddäus, Simon und Judas. Allesamt sind sie beste Freunde, etwas sarkastisch veranlagt und jeder für sich anderweitig begabt.
Außerdem darf ich Gott, der äußerst gerne Golf spielt und Chef der GEA (God´s Entertainment Agency) ist sowie seinen etwas schusseligen Sohn Jesus und dessen Frau Maria Magdalena nicht vergessen. Keine Angst - sie haben alle nur sehr wenig mit den biblischen Figuren gemeinsam.
 
 Meine Meinung:
Dieser Roman parodiert liebevoll gesellschaftliche und weltwirtschaftliche Ideen und Entwicklungen, indem er uns in eine himmlische Welt entführt, die der irdischen, wie wir sie kennen, einen Spiegel vorhält. - steht auf dem Klappentext und ich kann dem nur zustimmen.
Es ist purer Spaß, dieses Buch zu lesen mit all den unglaublich genialen Abkürzungen, bei denen ich mich immer wieder gefragt habe, wie man nur darauf kommt. Die Sprachspiele sowie der lockere Schreibstil machen den Roman gut lesbar und flüssig. An manchen Stellen werden einige wirtschaftlich-bürokratische Dinge etwas ausführlicher beschrieben, doch das tut dem Spaß keinen Abbruch. Die Kapitel sind relativ kurz und man kommt schnell voran. Anfangs dauert es eine Weile, bis Tempo in die Geschichte kommt, denn Petrus und seine Apostel müssen im Hochentwickelten Innovativen Märchenwelt Mit Exzellenter Luftqualität (HIMMEL) erst einmal eine Firma gründen, sich mit der GEA gutstellen und Papierkram erledigen, um ihr erstes Unterhaltungsobjekt erhalten zu können. Aber dann geht es erst richtig los. Leider ist die Entwicklung des perfekten Objekts gar nicht so einfach, vor allem, wenn einem die Umwelt und Sterne Aufsicht (USA) im Nacken sitzt und Dr. E. Vil und Lou C. Fielspaß von Enjoy and Relax S.á.r.l. (LuCiFER) einem das Leben schwer machen. 
Die Figuren an sich sind nicht besonders hintergründig ausgearbeitet, dafür aber schön überspitzt gezeichnet, doch das macht überhaupt nichts, da es den Unterhaltungsfaktor einfach noch mehr erhöht.
Mit Witz, Ironie und Sarkasmus wird so ziemlich alles, was unsere heutige Gesellschaft kennzeichnet, auf die Schippe genommen. Es ist fantastisch! Gute Laune und ein Grinsen im Gesicht sind euch garantiert!   

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Schattenthron II - Der Prinz mit dem flammenden Herz

Angelika Diem
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783959591300
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Schattenthron - Der Prinz mit dem flammenden Herzen
Autor: Angelika Diem
Verlag: Machandel Verlag
Seiten: 432
Preis:  14,99 [D] (Klappenbroschur)
ISBN: 978-3-95959-130-0

!ACHTUNG SPOILER!

Inhalt:
Sie dachten, sie hätten gewonnen.
Sie glaubten, es wäre vorbei.
Doch die Dunkelheit ist ihnen näher, als sie ahnen.
 
Rahel hat mit ihrer neuen Rolle am Königshof zu kämpfen. Leonard arbeitet hart, die Untaten seines Vaters wieder gut zu machen. Doch die Erwartungen des Reiches lasten schwer auf ihm.
Da bricht ein schrecklicher Fund alte Wunden wieder auf und zwingt Leonard zu einer bitteren Entscheidung. Währenddessen ist Ivald noch immer auf der Flucht und plant bereits den nächsten Schachzug. Denn auch er kennt die Worte der Prophezeiung.
Der Kampf um den Rosenthron hat gerade erst begonnen.

Protagonisten:
Rahel ist nun Leonards Verlobte und somit die zukünftige Königin des Reiches. Als bürgerliche junge Frau jedoch wird sie nicht von allen akzeptiert und muss um ihr Ansehen kämpfen, während sie gleichzeitig lernt, was es bedeutet, eine Adlige zu sein. All das fällt ihr nicht leicht, da es ihrem freien Charakter widerspricht. Sie mag nicht diejenige sein, die immer an vorderster Front kämpft, aber sie hat ihre eigene, großartige Art, sich durchzusetzen und ihre Freunde zu beschützen.

Eugenia ist Leonards Mutter und Regentin. Nach ihrer jahrelangen Gefangenschaft durch Ivan kehrt sie zurück ins königliche Leben, doch seelisch und auch körperlich hat sie sehr gelitten, weswegen sie nicht mehr richtig gesund wird und mit Schwächeanfällen zu kämpfen hat. Rieke, Rahels beste Freundin und Schwester, unterstützt Eugenia so gut sie kann, aber die Regentin ist eine stolze Frau.  

Meine Meinung:
Wow! Was für eine großartige Fortsetzung!
Nachdem ich nach zehn Seiten wieder in der Geschichte drin war, konnte die Geschichte mich sofort fesseln. Ebenso wie Band 1 habe ich auch diesen Teil beinahe am Stück inhaliert und was soll ich sagen ... das Warten hat sich wirklich gelohnt!
Angelika Diem hat mit "Schattenthron" eine wahrlich märchenhafte Welt geschaffen, die mit all ihren Facetten überzeugt: königlicher Pracht, Lügen, Intrigen und natürlich einer großen Portion Magie. 
Jeder Ort, jedes wunderschöne Kleid und jede Handlung wird voller Details und Liebe beschrieben, sodass ich durchgehend Bilder im Kopf hatte, die das Lesen erst recht zu einem Erlebnis gemacht haben.
Im Gegensatz zum ersten Teil konnte ich mir absolut nicht vorstellen, wie die ganze Geschichte ausgehen sollte. Diese Unvorhersehbarkeit hebt die Spannung enorm und hat es mir vor allem ab der zweiten Hälfte unmöglich gemacht, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Charaktere sind, jeder für sich, facettenreich gestaltet. Es gibt Bösewichte ohne Ende, sodass mir die Guten nur noch mehr ans Herz gewachsen sind.


ACHTUNG Spoiler!
Allen voran Eugenia, die so viel Grausamkeit erleben musste und am Ende mit einem Lächeln auf den Lippen die Welt der Lebenden verlässt. Ja, mir sind an dieser Stelle die Tränen gekommen, obwohl ich von Beginn an eine dumpfe Vorahnung hatte, was sie betrifft. Aber der Tod ist ja nicht das Ende, sondern nur ein Übergang, wie Angelika mir daraufhin schrieb und das macht es mir einfacher, damit zu leben. Gut, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen sehr dramatisch, doch wenn man so in der Geschichte steckt, dann schmerzen manche Tode schon sehr. 
SPOILER Ende


Alles in allem kann ich Euch die "Schattenthron - Dilogie" wirklich nur aus tiefstem Herzen empfehlen! Das Buch hat es tatsächlich noch in meine Jahreshighlights geschafft und ich hoffe, dass dieser Abschied von den Figuren noch nicht ganz endgültig sein wird.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Infilum

Katrin R. Petzold
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 08.11.2018
ISBN 9783947288854
Genre: Romane

Rezension:

Titel: Infilum
Autor: Katrin R. Petzold
Verlag: Hawkify Books
Seiten: 400
Preis: 14,99 [D] (Taschenbuch) 
ISBN:  978-3-947288-85-4

Inhalt:
Sie suchten ein Heilmittel gegen Krebs und fanden den gefährlichsten Virus seit Menschengedenken …

Rena Vegas lebt gemeinsam mit ihrer Familie in der Stadt Rin, einem Gebäudekomplex, der die Überlebenden vor den Nachwirkungen des verheerenden Virus schützt. Denn die Erkrankten verlieren ihre Menschlichkeit und verwandeln sich in Infilum, die zunehmend ihren Unterschlupf bedrohen. Irgendwann bleibt Rena keine Wahl mehr. Um das Überleben ihrer Familie zu sichern, muss sie gemeinsam mit neun anderen Kriegern den Ursprung des Virus suchen.
Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit, eine Flucht vor dem Tod und zeitgleich eine Reise, die alles verändern könnte.

Protagonisten:
Rena Vegas ist Kriegerin in Rin und hat gleichzeitig die Erziehungsberechtigung für ihren kleinen Bruder übernommen, da ihre Eltern kaum Zeit haben. Sie ist sehr pflichtbewusst, hält sich an Regeln und Befehle, wie es sich gehört, doch sie hat auch ihren eigenen Kopf. Selbstbewusst und mutig handelt sie, um ihr Leben und das aller Menschen in Rin zu sichern, doch sie lernt auch, was es heißt, Angst zu haben, benutzt zu werden und mit Vorurteilen konfrontiert zu sein.  

 
Meine Meinung:
"Infilum" ist die erste Dystopie seit einer ganzen Weile, die ich gelesen habe und das Buch ist wirklich, wirklich gut. Zu Anfang war ich etwas skeptisch und habe mich gefragt, ob da wohl noch etwas anderes geschieht, außer die ständigen Angriffe der Infilum auf die kleine Gruppe von Rena und ja ... es passiert so viel! Die Geschichte hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht erwartet hatte.
Fast alle Charaktere offenbaren Seiten an sich, bei denen ich nicht für möglich gehalten hätte, dass sie existieren. Rena selbst ist ebenfalls eine starke Protagonistin, die weiß, wann sie nachgeben sollte und wann es sich lohnt, zu kämpfen. Ziemlich viele der Figuren mussten ihr Leben lassen - in der ein oder anderen Art und Weise. Es gibt genügend blutige Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. So eine Brutalität traut man der Autorin gar nicht an, wenn man sie einmal live und in Farbe getroffen hat. Aber es hat mir sehr gefallen. Hinzu kommt die düstere Atmosphäre und dieses unterschwellige Gefühl des Grauens, das mich vor allem ab dem zweiten Drittel befallen hat. Würde man das Buch verfilmen, ich würde mich gruseln ohne Ende. Ab da an habe ich die Geschichte inhaliert und mir ständig ausgemalt, was noch alles schief gehen könnte.
Zudem wurden mysteriöse Dinge angedeutet, die auf eine sehr viel komplexere Hintergrundgeschichte hinweisen, die selbst die Protagonisten noch nicht kennen, wie beispielsweise, was es mit den Infilum wirklich auf sich hat, wie viel dem Colonel in Rin bekannt ist und ob noch eine ganz andere Motivation hinter seinem Verhalten steckt, als die Suche nach einem Heilmittel. Am Ende saß ich jedenfalls mit noch mehr unbeantworteten Fragen da und dieses Ende ... mir ist noch nie so ein fieser Schluss untergekommen. Cliffhanger in allen Varianten bin ich ja gewohnt, aber sowas ... Ich bin immer noch ziemlich sprachlos. 
Jedenfalls bin ich nun umso mehr auf den zweiten Teil gespannt.   

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Herr der Münzen - Die Schlangenkrieg-Saga 2

Raymond Feist , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.08.2018
ISBN 9783734161629
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Schlangenkrieg-Saga 2 - Herr der Münzen
Autor: Raymond Feist
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 640
Preis: 10,99 [D] (Taschenbuch)
             11,30 [A]
ISBN:  978-3-7341-6162-9  
   
Inhalt:
Roo kehrt als geachteter Kriegsheld aus der Schlacht gegen die Schlangen ins Zivilleben zurück. Er ist nun ein freier Mann und beschließt, sein Glück in der Hauptstadt Krondor zu versuchen. Roo strebt nach Reichtum und will eines Tages der mächtigste Händler Midkemias werden. Der Weg nach oben erweist sich als steinig und gefährlich, aber schließlich gelingt es ihm, in Krondor Partner des Händlers Grindle zu werden. Da wird dieser plötzlich tot aufgefunden, auf brutale Weise ermordet. Doch auch die Vergangenheit lässt Roo nicht los, denn der Krieg gegen die Smaragdkönigin ist noch nicht vorbei …

Protagonisten:
Rupert "Roo" Avery ist ein extrem ehrgeiziger junger Mann, der nur das Ziel hat, einer der reichsten Männer Krondors zu werden. Er ist intelligent, scharfsinnig und überzeugend, wenn es darauf ankommt, doch manchen Personen gegenüber, scheint sein Gehirn einfach auszusetzen, vor allem, wenn es Frauen wie Sylvia Esterbrook sind.

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Teil der Reihe überzeugen konnte, was ich unglaublich gespannt auf diese Fortsetzung. Schon im Klappentext wird offensichtlich, dass es dieses Mal hauptsächlich um Roo, den besten Freund von Erik von Düstermoor, geht. Auf über 600 Seiten wird dessen Leben nach der Rückkehr von der Schlacht gegen die Schlangenwesen in allen Facetten beschrieben: Wie er sich Schritt für Schritt einen Namen macht, Gold verdient, Tiefschläge erleidet, eine Familie mit einem Mädchen gründet, das er nur aus Mitleid geheiratet hat, sich Feinde macht und Verbündete findet, bis er schließlich reicher wird, als er es sich je zu träumen gewagt hätte.
Auch in diesem Band überzeugt der Autor mit seiner fantastischen Welt, seinem besonderen Schreibstil und viel Liebe zum Detail, aber auch wie bereits zuvor sucht man die großen Emotionen vergeblich.
Würden die Sichtweisen der Kapitel nicht ab und an wechseln, würde der noch immer währende Krieg zwischen den Menschen und der Smaragdkönigin völlig in Vergessenheit geraten. Vor allem zum Ende hin erfährt man in immer kürzeren Abständen abwechselnd, was Erik, der nun als Korporal im Dienst der Krone steht, Furchtbares erlebt und wie es Roo ergeht.
Es war wirklich interessant, wie Roo seinen Reichtum mit List und Tücke zustande gebracht hat, doch an manchen Stellen bin ich mit der ganzen Rechnerei, die er angestellt hat, nicht mehr mitgekommen. Doch obwohl nicht viele Kampfhandlungen enthalten sind, wird das Buch dennoch von einer Spannung durchzogen, die sich unterschwellig durchgängig hält.
Roos Verhalten fand ich an vielen Stellen schon ziemlich herzlos, aber trotzdem mag ich seinen Charakter auf eine faszinierende Weise. Auch habe ich mich sehr über das Wiederauftauchen von Bobby de Longville, Miranda, Calis und natürlich Erik gefreut, die am Ende des Buches immer häufiger auftauchen und deren Handlungsstrang ich am meisten mochte.
Es ist eine Fortsetzung, bei der man merkt, dass der Krieg gegen die Smaragdkönigin nicht von heute auf morgen sondern Jahre dauert, sich langsam, aber bedrohlich entwickelt. Umso gespannter bin ich nun auf Band 3.    

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Die Shannara-Chroniken: Die Reise der Jerle Shannara - Die Elfenhexe

Terry Brooks , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.10.2018
ISBN 9783734161780
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Shannara Chroniken - Die Reise der Jerle Shannara 1 - Die Elfenhexe
Autor: Terry Brooks 
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 540
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
             10,30 [A]
ISBN:  978-3-641-18119-2  
  
Inhalt:
Seit die Föderation mithilfe der Talismane von Shannara besiegt werden konnte, ist es Walker Bohs Bestreben, dem Rat der Druiden neues Leben einzuhauchen. Er ahnt nicht, dass er bald andere Probleme lösen muss: An Bord des Luftschiffs Jerle Shannara bricht er auf, um einen geheimnisvollen Schatz zu suchen, der über das Schicksal der Menschen entscheiden wird. Der Beginn einer Reise ins Unbekannte, die von großen Abenteuern und Gefahren begleitet wird — denn die mächtige Ilse-Hexe will den Druiden unter allen Umständen vernichten!

Protagonisten:
Walker ist nun schon seit langer Zeit der letzte Druide von Paranor. All die Jahre versuchte er, den Rat der Druiden wieder ins Leben zu rufen, doch die anderen Völker lehnten seinen Vorschlag ab. Sie trauen und mögen ihn nicht und so muss Walker erfahren, wie es Allanon zu seinen Lebzeiten gegangen war. Obwohl er sich vorgenommen hatte, anders zu handeln, als dieser vor ihm, wird er doch immer mehr wie Allanon, gibt nie alles Preis, was er weiß und verbirgt eine Menge Geheimnisse vor den anderen.

Meine Meinung:
Das Buch spielt, wenn ich mich nicht täusche, etwa einhundertfünfzig Jahre nach "Die Erben von Shannara 4 - Schattenreiter" und diesmal findet die große Reise auf eine ganz neue Art und Weise statt. Die Thematik der Luftschiffe hat mich unglaublich fasziniert und auch ein bisschen an den Film "Der Sternwanderer" erinnert.
Der Autor greift Namen wie Wren Elessedil, Morgan Leah oder Par Ohmsford wieder auf, um die Zusammenhänge zu den neuen Charakteren herzustellen, die wie immer aus einem Leah, den Elfen und den Fahrenden bestehen.
Mit den gänzlichen neuen Elementen, die schon ein wenig an Science Fiction heranreichen und der alten, vertrauten Welt entsteht eine gelungene, magische Atmosphäre, die nur Terry Brooks erschaffen kann.
Die Geschichte entwickelt sich aufgrund der völlig neuen Ausgangssituation zu Beginn langsamer, viele Informationen werden an den Leser weitergegeben, doch nach und nach nimmt das Buch an Fahrt auf und ich habe förmlich an den Seiten geklebt.
Wieder einmal schafft der Autor es, mit seinen Worten zu zaubern, Szenen lebendig werden zu lassen und mich völlig in den Bann zu ziehen. Sein Schreibstil ist einfach fantastisch, seine Beschreibungen stecken voller Details und Tiefe, und doch wird es nie langweilig.
Jeder Charakter kommt mit seiner eigenen Geschichte auf das Luftschiff, entwickelt sich weiter und schließt neue Freundschaften. Alles verdichtet sich, Schicksale werden miteinander verwoben und Dinge kommen ans Licht, die mich wie immer ziemlich überraschen konnten. Das Ende erhebt sich mit sehr viel Spannung und einer sehr wichtigen Begegnung - und dann ist natürlich abrupt Schluss, sodass ich jetzt fieberhaft auf den zweiten Teil warten muss.  

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Zerrissene Erde

N. K. Jemisin , Susanne Gerold
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783426521786
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Zerrissene Erde
Autor: N. K. Jemisin
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 496
Preis: 14,99 [D] (Klappenbroschur)
             15,50 [A]
ISBN:  978-3-426-52178-6

Inhalt:
Inmitten einer sterbenden Welt hat die verzweifelte Essun nur ein Ziel: ihre Tochter aus den Händen eines Mörders zu befreien, den sie nur zu gut kennt.
Seit sich im Herzen des Landes Sansia ein gewaltiger Riss voll brodelnder Lava aufgetan hat, dessen Asche den Himmel verdüstert, scheinen immer mehr Menschen dem Wahnsinn zu verfallen. So lässt der Herrscher seine eigenen Bürger ermorden. Doch nicht Soldaten haben Essuns kleinen Sohn erschlagen und ihre Tochter entführt – sondern ihr eigener Ehemann! Essun folgt den beiden durch ein Land, das zur Todesfalle geworden ist. Und der Krieg ums nackte Überleben steht erst noch bevor.

Protagonisten:
Essun, die Frau, die ohne Rücksicht auf Verluste handelt, um ihre Tochter zu finden und den Tod ihres Sohnes zu rächen.

Syenit, die begabte Orogene, die jeden zu hassen scheint, aber nicht aufgibt

Damaya, das junge Mädchen, das nach und nach das Vertrauen in die Welt verliert, aber dennoch weiterkämpft

Meine Meinung:
Ungewöhnlich, genial gemacht und ganz anders als erwartet. Das sind spontan die Dinge, die ich zu diesem Buch im Kopf habe.
Zugegeben, es hat zwei Anläufe und etwa einen Monat Pause gebraucht, bevor ich mich vollständig auf die Geschichte einlassen konnte. Die Autorin glänzt mit einem unglaublich komplexen Weltenbau, vielen neuen Begriffen, deren Bedeutung man nur aus dem Kontext erfährt und einer Atmosphäre, die weder wirklich positiv oder negativ ist, sondern nur ein dumpfes Gefühl des Unwohlseins hinterlässt.
Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Art, wie N. K. Jemisin diese Geschichte erzählt. Zum einen verfolgt der Leser die junge Damaya, wie sie lernt, ihre Orogenie zu beherrschen, zum anderen Syenit, die sich auf eine gefährliche Reise begibt und natürlich auch Essun, die sich auf die Suche nach ihrer Tochter macht. Dabei werden Damayas und Syenits Kapitel aus personaler Sicht erzählt, während Essun mit "Du" angesprochen wird. Der Leser ist also der Charakter, der Charakter ist der Leser. Solch eine Art des Erzählens ist mir bisher noch nie untergekommen und hat es mir schwer gemacht, zu Essun eine Bindung aufzubauen. Aber es wurde mit jedem Kapitel besser und selbstverständlicher.
Trotzdem hat die erste Hälfte des Buches nur Verwirrung gebracht. Die drei Handlungsstränge scheinen nicht zusammenzupassen und die unzähligen fremden Begriffe machen das Verständnis auch nicht einfacher. Hier ist eindeutig mitdenken gefordert. Mitdenken und manchmal auch das wiederholte Lesen eines Satzes.
Irgendwann hatte ich aber dann so einigermaßen den Durchblick und konnte in diese düsteren, brutalen Welt eintauchen. Die Geschichte ist wirklich spannend, wenn auch keine leichte Kost, sobald man verstanden hat, was passiert und worum es wirklich geht.
Drei starke Frauenfiguren, die am Ende viel mehr gemeinsam haben, als man zu Anfang denkt, begeistern nicht nur mit ihren Fähigkeiten, sondern vor allem mit ihrem eisernen Willen und die Diversität, die die Autorin scheinbar völlig mühelos einbaut, wirkt einfach und ungezwungen.
Das Buch ist nicht das, was man von Science Fiction erwartet. Es ist eine komplexe Fantasy-Endzeit-Story, für die man Geduld und Einfühlungsvermögen benötigt, die jedoch voller überraschender Wendungen und Gänsehaut-Momenten steckt.  

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Das Gold der Krähen
Autor: Leigh Bardugo
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 592
Preis: 16,99 [D] (Klappenbroschur)
             17,50 [A]
ISBN:  978-3-426-65449-1  

Inhalt:
Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz' Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.

Protagonisten:
Ich könnte jetzt Romane über Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan schreiben, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen muss man in diesen Büchern (Das Lied der Krähen und Das Gold der Krähen) die sechs Krähen während des Lesens kennenlernen. Aber eines sei gesagt: Ich liebe jeden einzelnen von ihnen. Den Dieb, die Spionin, den Verurteilten, die Magierin, den Scharfschützen und den Ausreißer - zusammen scheint für sie nichts unmöglich, ihre Gruppendynamik ist on Point und es macht einfach unheimlichen Spaß, ihr Abenteuer zu verfolgen. Der einzige Punkt, der mir immer noch nicht so ganz in den Kopf will, ist das junge Alter der sechs. Sie wirken - vor allem Kaz - viel reifer. Doch dann gibt es auch wieder Szenen kindischen Geplänkels, das mir wieder vor Augen geführt hat, dass sie wirklich erst siebzehn plus-minus eins sind.  

Meine Meinung:
Wie drückt man am besten aus, wie verdammt großartig dieses Buch ist, wenn man sich in seiner Wortwahl eigentlich nur immer wieder wiederholen würde? Wie Kaz vielleicht sagen würde ... nichts ist unmöglich.
Fangen wir am besten von vorne an. Während des Lesens habe ich immer wieder gehört, dass man zuerst die Grisha-Reihe gelesen haben sollte, da die Krähenreihe im Grishaverse angesiedelt ist und sich deswegen vermutlich Dinge schneiden und Personen auftauchen, die man aus den anderen Büchern bereits kennt. Dadurch würde man vermutlich noch einen größeren Einblick in die entwickelte Welt bekommen, aber ich kann euch versichern, dass man die Bücher nicht kennen muss, um die Krähenreihe zu verstehen und ein unglaubliches Lesevergnügen zu erleben.
Genau wie im ersten Teil erlebt man die Geschichte aus der Sicht aller sechs Charaktere. Dadurch erfährt so viel mehr über sie, ihre Schicksale und Gefühle. Nichts wirkt dabei konstruiert. Die Charaktergestaltung ist schlicht und einfach perfekt. Ebenso wie das Settig. Ketterdam mit seinen dunklen Gassen und Kanälen, zwielichtigen Spelunken und rivalisierenden Banden ist mir inzwischen so vertraut geworden.
Zu der genialen Story kommt, dass Leigh Bardugo einfach ein Händchen dafür hat, dem Leser den Atem stocken zu lassen. Immer wieder scheint es, als würde alles verloren sein und dann kommt Kaz mit seinen Plänen um die Ecke. Er hat mich immer und immer wieder überrascht. In diesem Buch sogar noch ein bisschen mehr als im ersten Teil. Es ist hierbei einfach unmöglich, zu erahnen, was passieren wird, denn ein Problem jagt das nächste. Grandios! Die Lösungen, das Zusammenspiel von Zufall und unverschämtem Glück sowie riskant geplanten Aktionen sind in meinen Augen völlig unrealistisch, aber gerade deswegen ist dieses Buch so unfassbar spannend.
Am Ende war ich erleichtert, aber auch unsagbar traurig. Es war vielleicht nicht das spektakulärste Finale, doch es passt zu unseren Krähen und ich habe (fast) nichts dagegen einzuwenden.   

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Das Vermächtnis der Arassis

Crissy Catella
Buch: 480 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 20.08.2018
ISBN 9783961310616
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Das Vermächtnis der Arassis 2 - Die Macht der Zwei vereint
Autor: Crissy Catella 
Verlag: Fehu Verlag (Familia Verlag)
Seiten: 476
Preis: 16,95 [D] (Hardcover)
             17,50 [A]
ISBN:  978-3-96131-061-6   
  
Inhalt:
Endlich hat Nico das Geheimnis um seine Vergangenheit gelüftet und weiß, dass er ein direkter Nachfahre des allmächtigen Zeus und somit vom Blut der Arassis-Dynastie ist. Nun muss er sich gemeinsam mit seiner Schwester dem Schicksal stellen, das ihm die jahrhundertealte Prophezeiung voraussagt, und die Menschheit vor dem Elysischen Geheimbund und dessen Grausamkeiten bewahren. Wird es den Geschwistern und ihren tapferen Freunden gelingen, die sagenumwobene Büchse der Pandora und das Stundenglas des Kronos zu finden und beide zu zerstören, bevor diese gefährlichen Artefakte den Elysiern in die Hände fallen?

Protagonisten:
Nico kann sich manchmal ziemlich schnell in seiner Aufregung verlieren und hört dann kaum noch auf zu reden. Aber er ist in vielerlei Hinsicht mutig (auch wenn es im Bezug auf Mary doch ganz schön lange dauert), zum Anführer bestimmt und loyal gegenüber seinen Freunden.   

Lavinia ist ein taffes Mädchen, dass sich mit ihrem Bruder jeder Gefahr stellt, doch auch die Angst kennt. Sie ist eindeutig die Vernünftigere der beiden Geschwister und zudem klug, wissbegierig und sehr überzeugend, wenn es darauf ankommt.

Meine Meinung:
Was soll ich sagen? Nach der ewigen Warterei auf dieses Buch habe ich es innerhalb eines Tages weggelesen (was vermutlich ein Fehler war, denn jetzt geht das Warten wieder von vorne los). Ich habe nur zwei Seiten gebraucht, um wieder in die Geschichte um Nico, Lavinia, Mary, Sebastjan, Argos und Co hineinzufinden. Es geht genau dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Crissy schafft es auf anhieb, mich zu verzaubern und in die magische Welt der Arassis hineinzuziehen.
Auch in diesem Teil hat sich wieder gezeigt, wie wahnsinnig gut sie interessante und wissenswerte Erklärungen zu mythologischen Gegenständen, Personen oder auch realen Orten wie dem London British Museum einfließen lässt, sodass man am Ende auch noch etwas gelernt hat.
Der Schreibstil ist passend dazu unkompliziert und flüssig zu lesen, sodass überhaupt keine Probleme bestehen, alles zu verstehen. Sollte man aber mit der Fülle der Informationen überfordert sein, gibt es ganz hinten einen tollen Anhang zum Nachschauen.
Was die Charaktere angeht muss ich sagen, dass sie mir alle sehr ans Herz gewachsen sind (natürlich bis auf die Elysier). Jeder macht eine mehr oder weniger starke Entwicklung durch und die Ereignisse der Geschichte fordern ihnen eine Menge ab. Auch das Miteinander verändert sich zwischen den Freunden weiterhin auf sehr positive Weise. Ich bin mir sicher, dass sich da zwischen einigen bestimmten Personen im dritten Teil bestimmt noch etwas anbahnt.
Das Buch lebt von magischen und ziemlich brenzligen Situationen, die mir das Herz haben schneller schlagen lassen, aber auch von einfach typischem Teenager-Dasein, wodurch man auch mal Zeit zum Durchatmen hat und schmunzeln kann.
Natürlich darf auch Argos nicht fehlen, der Nico und Lavinia aus der Patsche helfen muss, wenn sie mal wieder nicht aus ihren Problemen herauskommen, die sie sich selbst eingebrockt haben. Der kleine Hund, der irgendwie immer Hunger zu haben scheint, ist einfach zum Knuddeln.

"Und ich? Was bekomme ich?", will Argos sofort mit heraushängender Zunge wissen. Seinem Blick nach zu urteilen, denkt er bestimmt, er bekommt ebenfalls Pfannkuchen, doch Fehlanzeige.
"Hundefutter", gibt ihm Dorothy Arlon nur trocken zur Antwort und verweist auf die Schüssel am Boden. 
[Seite 391]     
 
Ich habe an dieser Stelle so gelacht. Dorothy Arlon ist zusammen mit Rektor Rupert Gottmann und Mikelo Erossa das Dream-Team der Erwachsenen, das den vier Freunden mit all ihrer Kraft zur Seite stehen. An Spannung mangelt es dem Buch beim besten Willen nicht und liebe Crissy, ich hasse dich nun offiziell für diesen unglaublich fiesen Cliffhanger. Damit wird das Warten jetzt zur Hölle, weil ich unbedingt Band drei brauche! Herzlichen Dank! Trotzdem gibt es eine ganz große Leseempfehlung für dieses unglaublich tolle Buch!  

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Argos von Arassis

Crissy Catella
Buch: 128 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 20.08.2018
ISBN 9783961310692
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Argos von Arassis - Die Suche nach dem magischen Pokal
Autor: Crissy Catella
Verlag: Fehu (Familia Verlag)
Seiten: 128
Preis: 9, 65 [D] (Hardcover)
            9, 95[A]
ISBN: 978-3-96131-069-2

Inhalt:
Zum ersten Mal in seinem Leben darf Argos bei der Siegerehrung der alljährlichen Kinder-Olympiade im Arassis-Anwesen mithelfen und die Preise übergeben. Der Hund ist überglücklich, denn der Hauptgewinn ist nichts Geringeres als ein magischer Pokal, der seinem Besitzer drei Wünsche erfüllt.
Was gut anfängt, endet jedoch schrecklich. In der Nacht wird der Pokal von einem Unbekannten gestohlen, und am Morgen haben sich alle Schlossbewohner in Statuen verwandelt! Kann Argos den Bösewicht aufspüren und seine Freunde von dem magischen Bann erlösen?

Protagonisten:
Argos von Arassis ist der Hund von Sir Rupert Gottman und lebt mit ihm im Arassis-Anwesen an den Klippen von Dover. Der kleine Kerl ist trotz seines verschmusten Daseins unglaublich klug und mutig. Aber Argos kann noch viel mehr. Durch seine Fähigkeit zum Sprechen, ist er in der Lage, mit Menschen zu kommunizieren und besitzt zudem magische Kräfte. Ich habe ihn bereits im ersten Teil der Arassis-Saga ins Herz geschlossen, weswegen ich mich riesig gefreut habe, dass er nun eine eigene Geschichte bekommen hat.  

Meine Meinung:
Das Buch ist - wie man so schön sagt - klein, aber fein. Mit seinen knapp über einhundert Seiten liest es sich innerhalb von einer Stunde weg. Besonders sind hier auch die liebevoll gestalteten Zeichnungen zwischen den Kapiteln, die einem Argos und sein Abenteuer gleich noch lebendiger werden lassen.
Die Bedeutung der Freundschaft, das Überwinden von Ängsten, um seine Liebsten zu retten und den Mut, alles schaffen zu können, vermittelt uns der kleine Hund auf spannende Weise. 
Dieses Büchlein eignet sich perfekt für Kinder, aber auch Jugendliche und vielleicht können sich sogar Erwachsene von Argos verzaubern lassen. Und größentechnisch gesehen ist es überaus praktisch zum Mitnehmen für unterwegs.    

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Aésha - Im Land des Waldes

Johanna B. Becking
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 19.07.2018
ISBN 9783947288403
Genre: Romane

Rezension:

Titel: Aésha im Land des Waldes
Autor: Johanna B. Becking 
Verlag: Hawkify Books
Seiten: 380
Preis: 14,99 [D] (Taschenbuch)
            14,99 [A]
ISBN: 978-3-947288-40-3

Inhalt:

Das Leben führt uns mitunter über verworrene Pfade, doch das Schicksal der jungen Aésha scheint bereits vorbestimmt. Sie soll das Anwesen ihrer verstorbenen Eltern vor dem Verfall bewahren und einen reichen Widerling heiraten, um ihre Zukunft zu sichern. Als sie jedoch in den Sachen ihrer Mutter auf besondere Briefe stößt, treibt es sie raus aus ihrem Heimatdorf mitten in ein Abenteuer.
In Elandor findet Aésha nicht nur Lilja, die Verfasserin der Briefe, sondern auch die Wahrheit über ihr Dasein: Aésha ist eine Magierin und noch dazu Nachfahrin der mächtigsten Wächter des Kontinents Isandora. Während sie diese neue Rolle noch zu verstehen versucht, gerät sie allerdings unwissentlich in das Visier des Feindes. Es beginnt ein Kampf um ihr Leben und das der Völker Isandoras …
 
Protagonisten:
Aésha ist eine wahnsinnig sympathische, junge Frau, die sich im Laufe des Buches wunderbar entwickelt. Ihre anfängliche Naivität verschwindet und sie beweist mehr als nur einmal ihren Mut, ihre Entschlossenheit und Stärke.   
 
Java ist ein Waldmann, dessen Aufgabe es ist, auf Aésha Acht zu geben. Sein Charakter steckt voller vielschichtiger Züge und ich bin mir sicher, dass es da auch das ein oder andere Geheimnis gibt. Ich mochte ihn von Anfang an und daran hat sich auch am Ende nichts geändert.
 
Alenia hat mich sofort an Ellenroh Elessedil aus "Die Shannara Chroniken - Elfenkönigin" erinnert (wer meine Rezension dazu kennt, weiß Bescheid), weswegen es mir unmöglich war, sie nicht auf der Stelle ins Herz zu schließen. Als Elbin und Ratsvorsitzende der Wächter trägt sie eine Menge Verantwortung auf ihren Schultern, die sie jedoch mit Kraft und Stärke meistert.   
 
Meine Meinung:
Fantastisch! Absolut großartig! Ich bin noch immer völlig gefangen in der Welt von Aésha und kann nicht glauben, dass es schon vorbei ist. Innerhalb eines halben Tages habe ich dieses Buch weggelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Die Autorin hat einen Schreibstil, der einen vollkommen in diese neue Welt eintauchen lässt - bildgewaltig und so voller interessanter Details. Jeder Schauplatz in diesem faszinierenden Setting versprüht seinen ganz eigenen Charme, auch wenn der oftmals nicht sehr einladend ist, und zieht einen in seinen Bann.
Jeder Charakter wirkt tiefgründig ausgearbeitet und nicht einfach dahingeklatscht. Egal ob gut oder böse, die Figuren haben ein Leben, eine Vergangenheit, ein Ziel und das macht die Geschichte so wahnsinnig spannend. Dazu kommt die Unvorhersehbarkeit der vielen Ereignisse, die mir immer wieder den Atem stocken ließ, aber es gibt auch Pausen, die es einem erlauben, sich etwas zu beruhigen.
Besonders ist, dass die Autorin auch auf die wichtigen Themen Toleranz und Minderheiten eingeht, wobei natürlich die fantastische Story im Mittelpunkt steht.
Mein persönlicher Lieblingscharakter ist neben Aésha und Java auch Alenia. Am liebsten würde ich mich jetzt über gewissen Szenen auslassen, aber wo wäre dann der Spaß für Euch? Schrecklicherweise hat sich auch mein persönlicher Fluch bei diesem Buch wieder von seiner grausamsten Seite gezeigt und meine schlimmste Vermutung hat sich bewahrheitet. Ich zitiere mich kurz selbst: "Vorneweg muss gesagt sein, dass ich unglücklicherweise Pech habe mit Figuren, die ich mag, denn in den meisten Fällen sterben sie."  
Die letzten 50 Seiten habe ich Johanna B. Becking verflucht, getrauert, gezittert und das Buch am liebsten gegen die Wand geschleudert, so sehr hat mich das Ende schockiert. Warum müssen Autoren nur so grausam sein? Jetzt heißt es mal wieder warten, warten, warten auf Band zwei.
Von mir gibt es jedenfalls eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die High-Fantasy mögen. Ihr werdet die Geschichte lieben!     

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Blut schreit nach Blut

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.10.2018
ISBN 9783743187450
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Blut schreit nach Blut
Autor: Aikaterini Maria Schlösser
Verlag: Books on Demand
Seiten: 341
Preis: 11,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3743187450

Inhalt:
Schwarzwald, Herzogtum Alamannien, 1272
Luna, die Tochter des Burgherrn, beobachtet seit ihrer Kindheit ein Sternenpaar im Waldschatten. Doch sie wagt es nicht, seinem Ruf zu folgen, auch wenn er immer stärker wird.
Im Nebel wird die Schwarzburg angegriffen. Als einziges gelingt Luna die Flucht. Ihre Verletzung zwingt sie auf den Waldboden. Zwischen den Stämmen erscheint ihr Lichterpaar. Doch es sind keine Sterne. Augen haben sie beobachtet. Starren sie an.

Protagonisten:
Luna ist die zukünftige Burgherrin der Schwarzburg, nachdem ihre Eltern bei einem Angriff ums Leben kommen. Sie ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Die brave, gehorsame Tochter, die ihre ungewöhnlich weißblonden Haare unter einer Haube verstecken muss, wird zu einer starken jungen Frau, geprägt durch Trauer und Verlust sowie Angst und Schmerz. Ihre äußerliche Andersartigkeit hat einen Grund, den sie verstehen und akzeptieren muss, was dem Mädchen überhaupt nicht leicht fällt. Oft fühlt sie sich einsam und missverstanden.

Meine Meinung:
"Blut schreit nach Blut" ist nach der Novelle "Dornengrab" das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe und mit das erste des Genre-Mixes Fantasy und Historischer Roman. Zudem habe ich auch noch nicht viele Werwolf-Geschichten gelesen, aber ich kann sicher behaupten, dass dieses Buch sich in seiner Gestaltung doch sehr stark von den anderen abheben würde.
Der Autorin ist es gelungen, eine unglaublich realistische Darstellung des Mittelalters zu kreieren, die nicht von Prunk und Reichtum erzählt, sondern dem Leser die Härte und Brutalität dieser Zeit schonungslos vor Augen führt. In jeder Szene spürt man die Lebensrealität hautnah und ich persönlich bin heilfroh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben.
Zusammen mit der bildreichen Sprache, den vielen symbolhaften und mystischen Beschreibungen wird das Buch zu einem wahren Leseerlebnis.
Einige heftige Wendungen und vielschichtige Emotionen, besonders auf Lunas Seite machen sie als Hauptfigur zu einem überzeugenden Charakter, auch wenn mich ihre Stimmungsschwankungen sowie das viele Hin und Her zwischen Wald und Burg manchmal angestrengt haben.
Die zweite Hälfte des Buches glänzt noch einmal mit Grausamkeiten und Szenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, während weitere Personen auftauchen und sich ziemlich unbeliebt machen.
Das Ende ist offen und auf andere Weise doch in sich geschlossen, was den Leser mit einem komischen Gefühl im Magen zurücklässt.
Alles in allem ein höchst empfehlenswertes Buch, das vielleicht nicht unbedingt etwas für schwache Nerven ist.     

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Dein. Für immer. (Liebesroman)

Emma Wagner
E-Buch Text: 452 Seiten
Erschienen bei Emma Wagner, 01.07.2018
ISBN 9781980942580
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: Dein. Für immer.
Autor: Emma Wagner
Seiten: 587
Preis: 16,90 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-1980942580

Inhalt:
Clara weiß nicht, was sie vom Leben will. Aber sie weiß, was sie nicht will: Nino mit seinen feurigen braunen Augen und seinem unbeugsamen Stolz, der sie mit seiner Arroganz zur Weißglut treibt und sie gleichzeitig fasziniert. Nino, der ihr schon einmal das Herz gebrochen hat. Das Schicksal hat andere Pläne. In Argentinien treffen sie erneut aufeinander, und inmitten brütender Hitze, heller Mondnächte und erotischem Tango knistert es gewaltig. Doch die Zeichen der Zeit stehen alles andere als gut für das Paar …

Jahre später, in Deutschland: Isabell ist die Tochter eines wohlhabenden Unternehmers, Ben ist Journalist. Darüber hinaus allerdings ist er genau der Typ Mann, mit dem sie nichts zu tun haben möchte: ein Frauenheld mit Tattoos und Motorrad. Ben mit seinen dschungelgrünen Augen und seinem verschmitzten Lächeln lässt ihr jedoch keine Wahl. Sie verliert ihr Herz schneller, als es ihr lieb ist. Aber warum will ihr Vater sie um jeden Preis von Ben fernhalten? Als Ben und Isabell einer Liebe auf die Spur kommen, die Jahrzehnte überdauert hat, und einem Familiengeheimnis, das auch ihrer beider Zukunft mitbestimmt, überschlagen sich die Ereignisse. Hat ihre Liebe eine Chance?

Protagonisten:
Clara ist eine loyale junge Frau, die einem mit ihrer Sturheit auch manchmal auf die Nerven gehen kann. Besonders sympathisch an ihr finde ich ihre Tierliebe, weswegen mir an einer bestimmten Stelle des Buches wirklich das Herz geblutet hat.

Nino ist der unangefochtene Bad-Boy der Geschichte - stolz, unbeugsam und teilweise ziemlich arrogant. Doch er entwickelt sich im Verlauf der Handlung zu einem jungen Mann, den man einfach mögen muss.

Ben ... kurz gesagt, Frauenheld, Journalist und Vater einer kleinen Tochter, die er aber nicht sehen darf.

Isabell ist im Gegensatz zu Clara weniger stur, dafür umso engagierter und leidenschaftlicher, wenn es um Dinge geht, die sie wirklich will. Hinter ihrer taffen Fassade verbirgt sich jedoch ein verletzlicher Kern, den Ben mehr als einmal trifft.

Meine Meinung:
Schon am Cover ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass es sich hierbei um eine Liebesgeschichte handelt. Wie bei allen Dingen sind auch Buchcover Geschmackssache. Es ist offensichtlich bunt und kitschig, doch es passt hervorragend zum Inhalt des Buchs.
Im Klappentext wird deutlich, dass man zwei verschiedene Paare in zwei Handlungssträngen begleitet, was mich sofort angesprochen hat, denn solche Art der Geschichte kannte ich bereits von Jojo Moyes. Zum einen spielt das Buch im Jahre 1976 in Argentinien, wo man auf Clara und Nino trifft, zum anderen im Deutschland der Gegenwart, wo Isabell und Ben aufeinandertreffen. Dieser ständige Wechsel sowie die Sichtwechsel innerhalb der Kapitel bringen Abwechslung und Spannung in die Handlung.
Wie zu erwarten treffen die Handlungsstränge am Ende aufeinander und verknüpfen sich zu einem schlüssigen und sinnvollen Bild, das mich an vielen Stellen überraschen konnte. Trotz des abgeschlossenen Ende bleiben einige Fragen, die vielleicht in einem anderen, neuen Buch der Autorin geklärt werden könnten.  
Aufgrund der zwei parallelen Handlungsstränge hat das Buch auch eine hohe Seitenanzahl, die mich aber nicht weiter gestört hat. Die Geschichte habe ich innerhalb von zwei Tagen weggelesen, obwohl die Handlung erst im zweiten Drittel mehr an Fahrt aufgenommen hat.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft, das Buch liest sich einfach und versetzt einen rasch in das Land des Tangos und der Leidenschaft. Dabei muss ich anmerken, dass mir das Knistern zwischen Clara und Nino dann doch ein bisschen zu sanft war, wobei der Klappentext ja etwas anderes verspricht.
Besonders bemerkenswert finde ich die Kapitelübergänge:
"Aber es war die wundervollste Verrücktheit, die sie je begangen hatte."
KAPITEL ...
"Was für eine vollkommen Verrückte!"
So oder so ähnlich enden und beginnen die Kapitel des Buches beinahe durchgehend. Oft ist ein Wort gleich oder der Sinn genau das Gegenteil dessen, was vorher gemeint war.
Alles in allem konnte mich das Buch wirklich von sich überzeugen, auch wenn das Drama zum Ende hin teilweise echt heftig war. Unterhaltsame Lesestunden sind auf alle Fälle zu garantieren!

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Wee City Love: Books’n’Scones (Wee-City-Love-Reihe 1)

Julia Zieschang
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.07.2018
ISBN B07DFH36WL
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: Wee City Love - Books´n´Scones
Autor: Julia Zieschang
Seiten: 316
Preis: 11,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-1983042669

Inhalt:
Die 23-jährige Emily MacWilliam ist die Besitzerin des Cafés Books’n’Scones in Edinburgh. Als sie unfreiwillig bei einem Speeddating mitmacht, lernt sie den überaus attraktiven Finn kennen, der mit seiner liebenswerten Art ihr Herz höherschlagen lässt. Doch warum ist Finn seit Jahren Single und was verbirgt er vor Emily? Die beiden kommen sich langsam näher, wodurch die Eifersucht ihres Exfreundes angestachelt wird und die Situation sich zuspitzt, bis Emily Angst haben muss, ihr Café zu verlieren. Als Emily schließlich hinter Finns Geheimnis kommt, muss sie sich die Frage stellen, ob sie bereit ist eine Beziehung zu führen, die so ganz anders ist, als sie es sich erhofft hätte.

Protagonisten:
Emily ist die Besitzerin eines kleinen, aber gemütlichen Cafés und verkauft ihre mit Liebe  gebackenen Scones. Neben ihrer Liebe zum Backen und dem Lesen, ist sie überaus vernarrt in die Mathematik und könnte stundenlang darüber erzählen. Gerade deswegen findet sie Sonnenblumen so faszinierend und auch mit Haarspangen kann man ihr eine große Freude machen. Ich mochte sie sofort und habe ihre selbstständige Art sehr bewundert.

Finn ist ein ganz spezieller Typ Mann. Auf den ersten Blick scheint er abweisend und unnahbar, doch schnell wird klar, dass er ein Geheimnis mit sich herumträgt, das ihn seine witzige, selbstlose und geduldige Seite nicht oft zeigen lässt. Auch ihn fand ich unglaublich sympathisch. Allein der Spitzname, den er Emily verpasst hat, zeugt von sehr viel Romantik.

Meine Meinung:
Dieses hübsche Buch verbirgt eine sehr berührende Geschichte, die spannend, aber nicht dramatisch ist. Denn wenn es etwas gibt, das ich an Liebesromanen nicht mag, dann dieses extrem tragisch-dramatische. Doch glücklicherweise hat Julia Zieschang die Geschichte von Emily und Finn in ein wundervolles Buch fürs Herz verpackt.
Der Schreibstil ist locker und beinhaltet eine Menge humorvoller Dialoge, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben.
Nicht nur Emily und Finn wurden liebevoll ausgearbeitet, sondern auch Emilys Freundin Rachel und ihre Tochter Ash, die ich beide sehr ins Herz geschlossen habe. Deswegen freue ich mich total auf das Buch aus Rachels Sicht.
Nachdem bereits "Sturmtochter" in Schottland gespielt hat, musste ich gar nicht weit reisen, um Emily zu erleben, denn auch dieser Roman ist in Schottland angesiedelt. Genauer gesagt in Edinburgh. Die Autorin hat es geschafft, diese Stadt so unglaublich schön zu beschreiben, dass ich jetzt auch dorthin möchte.
Diese Liebesgeschichte ist von ganz besonderer Art, denn Finns Geheimnis ist etwas, das mir so noch nicht in Büchern begegnet ist. Es ist ein Thema, das für viele - und ich würde lügen, wenn ich mich da ausschließe - nicht verständlich ist. Ich habe einiges gelernt, was ich vorher nicht wusste und möchte jedem das Buch sehr ans Herz legen.
Es gibt hier keinen Bad Boy, dafür aber einen verabscheuungswürdigen Ex-Freund, der einigen  Wirbel in die Geschichte bringt und für die nötige Spannung sorgt. Keine erotischen Couchszenen oder sonstiges, dafür viel Romantik, Witz und Liebe.  

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Dornengrab

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.05.2018
ISBN 9783746005935
Genre: Historische Romane

Rezension:

Titel: Dornengrab
Autor: Aikaterini Maria Schlösser
Verlag: Books on Demand
Seiten: 112
Preis:  6,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN:  9783746005935

Inhalt:
Worms, 10. Juni 1371
Der Fleischersohn Hartmuth umwirbt erfolgreich die reiche Kaufmannstochter Margarethe, um dem Armutsviertel zu entfliehen. Neben seiner Ehe führt er eine geheime Liebschaft mit der heißblütigen Elsslin. Alles scheint perfekt, bis ausgerechnet die Frau, die er liebt, seinen hart erkämpften Wohlstand zu zerstören droht. Er trifft eine grausame Entscheidung. Doch es gibt Mächte, die stärker sind als der Tod. Und sie locken ihn unmittelbar in das Dornengrab, das er selbst erschaffen hat.

Meine Meinung:
Schon durch das Cover  und den Titel wird deutlich, dass es sich bei diesem Büchlein um eine Geschichte mit düsterer Atmosphäre und bedrückender Stimmung handelt. So ist es auch. Von Anfang bis Ende. Besonders sind die feinen Illustrationen zwischendurch, die perfekt zur Geschichte passen und die Düsternis unterstreichen.
Hartmuth, der Protagonist der Novelle, ist wohl einer der unsympathischsten Personen, die mir je untergekommen ist, aber das wurde vielleicht auch so gewollt. Die Tatsache, dass er zudem ein Mörder ist, macht es nicht besser.
Es ist bemerkenswert, wie präzise und auf den Punkt gebracht, die Autorin die Szenerie darstellen kann, um den Leser zu fesseln. Sie spielt mit der Psyche Hartmuths als auch mit der des Lesers. Ich wusste oft nicht, ob das, was gerade geschah nun Wirklichkeit war oder nur Wahnvorstellungen in Hartmuths Kopf. 
Das Ende ist verläuft rasant und plötzlich. Wäre es ein Film, würde ich mich wahrscheinlich zu Tode gruseln. 
"Dornengrab" ist eine faszinierende Mysterynovelle für Zwischendurch. Sie konnte mich zwar nicht vollständig in seinen Bann ziehen, aber es war trotzdem ein besonderes Leseerlebnis.

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Deathline - Ewig wir

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.04.2018
ISBN 9783570165140
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Ewig wir - Deathline
Autor: Janet Clark
Verlag: cbj
Seiten: 391
Preis:  17,00 [D] (Hardcover)
            17,50 [A]
ISBN:  978-3-570-16514-0

Inhalt:
Nachdem die 16-jährige Josie einen schicksalhaften Sommer lang ihre große Liebe in dem faszinierenden jungen Indianer Ray finden durfte, muss sie nun herausfinden, ob ihre Liebe wirklich stärker ist als der Tod. Denn Ray ist über die magische Deathline gegangen, um seinen Stamm und Josies Welt vor dem Verderben zu retten. Doch die mysteriösen Ereignisse in Josies Heimatstädtchen reißen nicht ab und sie versucht verzweifelt, Kontakt zu Ray aufzunehmen. Denn wenn ihr dies nicht gelingt, ist nicht nur ihr Zuhause dem Untergang geweiht, sondern auch ihre Liebe zu Ray ...

Protagonisten:
Josie trauert Ray noch immer hinterher, nachdem dieser über die Deathline gegangen ist, doch sie verliert sich nicht in Selbstmitleid, was mich wirklich glücklich gemacht hat. Unerschütterlich in ihrem Glauben an Ray, lässt sie sich nicht davon abbringen, dass er sie hören kann. Auch in diesem Band zeigt sich wieder ihr großer Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Sturheit, die sich auch hier wieder mehr als nur bezahlt machen, selbst wenn sie einmal zu zweifeln anfängt.

Meine Meinung:
Eine wahrlich faszinierende Fortsetzung, die mich in sehr vielen Punkten überraschen konnte. Nachdem in Band eins ja noch einige Fragen offen blieben, war ich neugierig, wie Janet Clark die Geschichte um Josie, Ray und ihre Freunde weiterentwickelt. Positiv anzumerken ist der kurze Rückblick zu Beginn des Buches, um sich noch einmal zu erinnern, was bisher geschah. 
Die Atmosphäre lebt von Düsternis, Mystik und gefährlichen Ereignissen, wird ab und an durch den Zauber Josies und Rays Liebe unterbrochen, doch im Allgemeinen zieht das Schattenhafte sich durch die gesamte Geschichte.
Gefahren drohen gleich von mehreren Seiten und verbinden sich alle zum Ende hin auf überraschende Weise. Wahnsinnig interessant fand ich vor allem die Rollen von Josies Mutter und dem FBI-Agenten Dassler, der aufgrund der merkwürdigen Vorkommnisse in Angels Creek anfängt zu ermitteln. Er ist ein undurchschaubarer Charakter und sein Dasein eine knifflige Angelegenheit für Josie und ihre Freunde. 
Der einfache Schreibstil macht es dem Leser leicht, durch die Seiten zu fliegen und sich von der Magie der Yowama mitreißen zu lassen. 
Josie war mir auch wie schon in Band eins sehr sympathisch. Ihr innerer Konflikt, den sie auszufechten hat, verbunden mit Fragen, ob sie Dassler vertrauen soll, Ray retten, das Dunkel besiegen und ihre Heimat beschützen kann, wird durch Janet Clark wunderbar dargestellt. 
Auch mit der Spannung knausert die Autorin nicht und das macht diesen Roman zu einem gelungenen Buch. 
Die Ausmaße, die die Ereignisse zum Ende hin annehmen, haben mich teilweise wirklich ungläubig gucken lassen. Vielleicht war es ein wenig zu viel des Guten, doch es passte alles zusammen und bildete einen runden Abschluss, dem es an Kitsch und Magie natürlich nicht fehlte.   

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244 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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BookElements - Das Geheimnis unter der Tinte

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551300522
Genre: Fantasy

Rezension:  
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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 3 - Elfenkönigin

Terry Brooks , Karin König
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734161414
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Shannara Chroniken - Die Erben von Shannara 3 - Elfenkönigin
Autor: Terry Brooks 
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 559
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN:  978-3-7341-6141-4        

ACHTUNG! SPOILERGEFAHR!

Inhalt:
Die Aufgaben, die der Geist des Druiden Allanon den Nachfahren der Ohmsfords übertragen hat, erweisen sich als nahezu unerfüllbar. Walker Boh verliert auf der Suche nach dem schwarzen Elfenstein fast sein Leben – der Elementgeist Quickening kann ihn gerade noch rechtzeitig retten. Gemeinsam ziehen sie in das Reich der Zwerge, um das Juwel zu bergen. Währenddessen hat Wren Ohmsford endlich die verschollenen Elfen auf einer einsamen Insel entdeckt. Doch deren neue Heimat ist in großer Gefahr, ein grausamer Dämon will die Elfenkönigin und ihr Volk für immer vernichten ...  

Protagonisten:
Wren, die von Allanons Geist beauftragt wurde, die Elfen zu finden und in die Vier Lande zurückzubringen, ist eine zähe junge Frau, die weiß, wie man überlebt. Sie ist furchtlos, mutig und entschlossen, ihren Auftrag auszuführen, doch nicht ohne dabei etwas über ihre Familie und ihre Herkunft herauszufinden. Im Laufe der Geschichte fängt sie an zu zweifeln, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist, denn so viel wurde ihr verschwiegen. Doch sie lässt sich trotz vieler furchtbarer Verluste nicht beirren, auch wenn diese Reise ihr mehr nimmt, als nur Blut, Schweiß und Tränen.

Ellenroh Elessedil ist die Königin der Elfen von Arborlon. Mit ihren leidenschaftlichen blauen Augen, dem gütigen Lächeln und einer beeindruckenden Ruhe, die alle Ängste und Zweifel vertreiben zu können schien, herrscht sie über das Elfenvolk. Ihr Selbstvertrauen und ihre Sicherheit, die Last ihrer Vergangenheit und ihre Entschlossenheit, die Elfen - ihr Volk -  zu retten, haben sie von der ersten Seite an zu meiner Lieblingsfigur gemacht.      

Meine Meinung:
Ich weiß nicht, wie ich jetzt anfangen soll ... Dieses Buch hat mich gefühlsmäßig auf ein völlig neues Level gebracht. Ich kenne Terry Brooks großartigen Schreibstil inzwischen zu genüge und bin immer wieder unglaublich fasziniert von der Art wie er Beschreibungen voller Details in so mitreißender Weise darstellen kann. Man hat das Gefühl als würden die Landschaften leben, atmen und denken, die Magie ein vollkommen eigenes Wesen sein - so komplex und unfassbar, dass es einem unmöglich wird, alles zu begreifen.
Jeder Charakter steckt voller Eigenheiten, Zweifeln, Hoffnungen, sodass sie einem nur ans Herz wachsen können, so dunkel ihre wahren Beweggründe auch manchmal sein mögen. Wren zum Bespiel ist nicht nur eine Fahrende, die durch die Wälder streift. In ihr verbergen sich Talente und Fragen, die sie selbst gar nicht erahnt und dem Leser Stück für Stück näher gebracht werden. 
Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass es möglich wäre, bei diesem Buch zu weinen, denn so faszinierend Terry Brooks auch schreiben mag, seine Formulierungen sind trocken und auf den Punkt gebracht. Und trotzdem hat er es geschafft. Vorneweg muss gesagt sein, dass ich unglücklicherweise Pech habe mit Figuren, die ich mag, denn in den meisten Fällen sterben sie. Dieses Mal war es wieder so und ich verstehe bis jetzt nicht beziehungsweise will nicht verstehen, warum das notwendig gewesen sein soll. Ellenroh Elessedil sterben zu sehen, hat mich beinahe dazu gebracht, das Buch einfach wegzuwerfen und nicht mehr weiterzulesen. Es waren mindestens fünf Minuten Verzweiflung, Wut und einige Taschentücher von Nöten, bis ich mich aufraffen konnte, die nächste Seite umzublättern. Selbst jetzt beim Schreiben dieser Rezension tut es noch weh. Ich habe noch nie einem Charakter so hinterhergetrauert wie dieser Elfenkönigin. Vielen herzlichen Dank auch. 
Trotzdem ist dieser dritte Teil der "Erben von Shannara" mein absoluter Favorit. Zwischendurch gab es einige Kapitel auch um Walker Boh, Par und Coll, sodass sie nicht vollkommen in Vergessenheit geraten. 
Besonders spannend fand ich zudem die Geschichte um die Magie der Elfen und den schwerwiegenden Fehlern, die sie in der Vergangenheit machten. Ein Volk, das selbst ins Exil geflohen ist, gefangen durch seine eigenen Missetaten auf einer alles verschlingenden Insel.    
Spannend von vorne bis hinten ist dieses Buch einfach großartig und Terry Brooks mein persönlicher Meister des High-Fantasy.

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1.322 Bibliotheken, 10 Leser, 8 Gruppen, 50 Rezensionen

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Percy Jackson - Die letzte Göttin

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.08.2013
ISBN 9783551312464
Genre: Jugendbuch

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226 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Percy Jackson - Die letzte Göttin

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551557315
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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310 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Nevernight - Das Spiel
Autor: Jay Kristoff
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 697
Preis:   22,99 [D] (Hardcover)
               23,70 [A]
ISBN: 978-3-596-29759-7  

Inhalt:
Mia kehrt zurück nach Gottesgrab, die Stadt der Brücken und Gebeine. Als Assassine folgt sie den Befehlen der Roten Kirche aufs Wort und tötet, ohne Fragen zu stellen. Ihr eigentliches Ziel bleiben jedoch die Männer, die ihre Familie auf dem Gewissen haben: Konsul Scaeva und Kardinal Dumo. Als Mia herausfindet, dass der Assassinenorden in Wahrheit Scaeva schützt anstatt ihr zu helfen, kehrt sie ihm den Rücken und fasst einen folgenschweren Entschluss: Sie verkauft sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin bei den Großen Spielen anzutreten. Denn dem Gewinner, so heißt es, wird eine private Audienz bei der Elite des Reiches gewährt … Ist das ihre Chance, an Scaeva und Dumo heranzukommen?

Protagonisten:
Mia Corvere ist wohl die gefährlichste Assassine der Republik Itreya, Diebin und selbst ernannte Nicht-Heldin des Buches. Nachdem ihr Vater vor ihren Augen hingerichtet wurde, schwört sie Rache. Blutige Rache. Und das den zwei mächtigsten Männern der Republik. Doch Mia hat noch mehr Fähigkeiten als nur das Töten. Sie ist eine Dunkelinn und kann die Dunkelheit beherrschen. Es gibt so viele Worte, mit denen man sie beschreiben könnte ... gnadenlos, hart, intelligent - extrem intelligent, schön, gerissen, waghalsig, stark, mutig ... Ich könnte die Liste ewig weiterführen, doch ich glaube, es ist klar, dass Mia in meinen Augen ein wahnsinnig vielschichtiger Charakter ist, den ich von Beginn an mochte.

Ashlinn Järnheim gehörte früher zu Mias engsten Freundinnen, bevor sie mit ihrem Bruder eine Verschwörung gegen die Rote Kirche durchführte und Mia verriet. Sie ist eine Lügnerin mit Gift auf der Zunge und Gefühlen für Mia, die man am besten mit kompliziert beschreibt. Ich hatte damit gerechnet, dass sie in diesem Teil wieder auftauchen würde, aber wohin das dann führte ... verrückt, aber einfach passend.

Meine Meinung:
Unglaublich!
Die Buchreihe gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights. Als ich das Buch endlich in den Händen hielt, konnte ich es gar nicht abwarte, endlich wieder in Mias Welt einzutauchen. Allein schon die Gestaltung des Covers und der Karten ist ein Grund, diese Bücher zu kaufen, aber getoppt wird das Ganze von Jay Kristoffs Schreibstil. Gespickt mit einer Menge schwarzem Humor und beißendem Sarkasmus wird die Geschichte zu einem wahren Erlebnis. Und die Fußnoten ... wie habe ich sie vermisst. Einfach genial. Sie vermitteln so viele interessante, oft blutige Einblicke in die Geschichte der Republik und machen deutlich wie viele Gedanken Jay Kristoff sich über seine Welt gemacht hat. Nicht wenige Male musste ich über seine Kommentare darunter schmunzeln, bevor ich das Buch wegen des richtig, richtig, richtig fiesen Endes und seines Dicta Ultimas am liebsten an die Wand geworfen hätte. Wie soll ich jetzt bitte bis Teil 3 warten??? Man bekommt einen Haufen Erkenntnisse gegen den Kopf geworfen und dann hört das Buch einfach auf. Ich meine, das kann er doch nicht machen!
Gut ... genug gejammert.
Mia, die sich als Gladiatii beweisen muss, ist und bleibt mein absoluter Lieblingscharakter, obwohl sie stark mit der Nicht-Katze Herr Freundlich konkurriert. Der Schatten ist einfach Mias perfekter Begleiter und seine Wortgefechte mit Eclipse, der Nicht-Wölfin, sind witzig und charmant. Sie lockern die Geschichte auf und haben mich oft zum Lachen gebracht.
Natürlich darf zwischen herausquellenden Gedärmen, haufenweisen Toten und abscheulichen Monstern in den Kampfarenen die Liebe nicht fehlen. So widersprüchlich es auch klingen mag, Jay Kristoff schafft es, eine nicht ganz unerwartete Liebesgeschichte einzubauen, die die ein und andere heiße Szene beinhaltet. Selbst die Nebencharaktere bekommen eine gewisse Tiefe und wachsen einem ans Herz beziehungsweise lassen einen nur abwertend den Kopf schütteln. Ein Beispiel dafür ist Leona, Mias Domina (jetzt bloß keine falschen Gedanken), deren ganz eigene Geschichte im Laufe der Handlung zum Tragen kommt.
Ich habe jede Seite dieses Buches mitgefiebert und konnte mich einfach nicht von der Geschichte losreißen. Für alle, die Band 1 schon geliebt haben, die werden auch die Fortsetzung lieben. Jenen, die schon mit Teil 1 ihre liebe Mühe hatten, denen kann ich versichern, es wird nicht schlimmer.
Von mir jedenfalls gibt es eine ganz große Leseempfehlung! Lest diese Reihe!!!   

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202 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

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Die Legenden der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Andrew Davidson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426226568
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Legenden der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 201
Preis: 18,00 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-426-22656-8

Inhalt:
Die Geschichte der ersten Ymbryne und der Entstehung der Zeitschleifen, die Sage vom Mädchen, dessen beste Freundin seine tote Schwester ist, oder das Märchen vom Wald der besonderen Tiere – jedes besondere Kind kennt die berühmten Erzählungen, die über Generationen in aller Welt gesammelt wurden.

Meine Meinung:
Das Buch ist schon von außen wunderschön gestaltet und passt perfekt zur Welt der Besonderen.  Da ich die Reihe um Miss Peregrine und die besonderen Kinder verschlungen habe, musste ich dieses Buch ebenfalls lesen und es ist eine wirklich lesenswerte Ergänzung, die einen tiefer in die Welt der Besonderen und Ymbrynen eintauchen lässt.
Jede einzelne Geschichte, besitzt den Charakter einer Legende oder Fabel. Aus manchen lässt sich eine Moral ziehen, manche sind so skurril, dass es schon wieder unglaublich faszinierend ist und andere wiederum haben sogar Bezug zu realen Ereignissen.
Besonders interessant fand ich die Geschichte der Entstehung der Ymbrynen und Zeitschleifen, denn Miss Peregrine ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe um die besonderen Kinder.
Die erste Geschichte "Die edlen Kannibalen" mit besonderen Dorfbewohnern, die die Fähigkeiten besitzen, sich ihre Gliedmaßen abzuschneiden, ohne dass des schmerzt und die dann wieder nachwachsen, hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie egoistisch, geldgierig und nimmersatt die Menschen doch sind - und dass sie letzten Endes das bekommen, das sie verdienen. Danke Ransom Riggs für diese Sammlung besonderer Geschichten. Ich habe es wirklich genossen, sie zu lesen.  

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Die Botanicas

Dana Menzel , Julia Fraczek
Fester Einband: 99 Seiten
Erschienen bei Lychatz Verlag, 21.02.2018
ISBN 9783942929554
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Titel: Die Botanicas - Waldgeflüster
Autor: Dana Menzel und Julia Fraczek
Verlag: Lychatz Verlag
Seiten: 98
Preis: 9,95 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-942929-55-4

Inhalt:
Ida, Isabella, Trixie, Litchi und Chitchi sind beste Freundinnen. Sie lieben die Natur. Häufig streifen sie durch den Wald in der Nähe ihrer Stadt. Doch an einem Herbstabend wird das Leben der fünf Mädchen komplett auf den Kopf gestellt.
Sie erfahren nicht nur ein großes Geheimnis, sondern kommen einem Umweltverschmutzer auf die Spur! Dessen Vorhaben es ist, den gesamten Wald zu zerstören. Höchste Zeit, einzugreifen!

Meine Meinung:
Zu aller erst muss ich sagen, dass mir die Grundidee des Buches wirklich sehr gut gefallen hat und mir eine Stunde lang Lesefreude bereiten konnte. Da ich die liebe Julia (@booksdream) auf der Frankfurter Buchmesse 2017 persönlich kennengelernt habe, war ich umso gespannter auf das Buch.
Die Welt der Pflanzen wurde mir hier auf zauberhafte Weise näher gebracht und war etwas komplett Neues, wie ich es bisher noch nicht in Büchern gelesen habe. Die Blumen bekamen absolut passende Eigenschaften und ihre ganz eigenen Arten haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht.
Auch die fünf Freundinnen Isabella, Ida, Trixie, Litchi und Chitchi waren mir von Beginn an sympathisch, doch leider kamen mir ihre Beschreibungen manchmal doch ein bisschen zu steckbriefhaft und schnell hintereinander auftretend vor, was man mit ein paar mehr Seiten bestimmt wunderbar hätte ausbauen können. Eine Unstimmigkeit ist mir bei Ida aufgefallen, die erst als schüchtern und ruhig beschrieben wird und dann plötzlich abenteuerlustig und absolut redefreudig wird. Das passte irgendwie nicht ganz zusammen, hat mich jedoch nicht großartig gestört.
Zum Schreibstil muss ich sagen, dass mir überhaupt nicht aufgefallen ist, dass das Buch von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Es ist flüssig, kindgerecht und wirklich sehr anschaulich sowie humorvoll verfasst, wodurch der Spaß am Lesen auf jeden Fall aufrecht erhalten wird. 
Für ein Kinderbuch ist die Geschichte wirklich spannend und man fiebert mit den Freundinnen mit, doch ich muss sagen, dass sich mir die Suche nach dem Umweltzerstörer zu einfach dargestellt hat, zu viele Zufälle aufeinander getroffen sind und dann doch vorhersehbar war, was passieren würde. Was die Länge des Buches betrifft, bin ich der Ansicht, dass sie für ein Kinderbuch absolut ausreichend ist und ein gutes Buch niemals an der Anzahl seiner Seiten gemessen werden kann. Trotzdem hätten ein paar tiefergehende Beschreibungen der Charaktere und kleine kniffligere Aufgaben, um den Umweltzerstörer zu stellen, für die Mädchen bestimmt nicht geschadet.
Die Natur zu schützen und dabei gemeinsam vorzugehen sind zwei wunderbare Messages, die das Buch vermittelt und die, wie ich finde, wirklich wichtig sind, um sie Kindern schon in jungen Jahren nahezubringen. Das ist Julia und Dana mit dieser Geschichte absolut gelungen. 

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249 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 127 Rezensionen

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Aura 1: Aura – Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Aura - Die Gabe
Autor: Clara Benedict
Verlag: Thienemann Esslinger
Seiten: 368
Preis: 18,00 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-522-20241-1

Inhalt:
Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat ... Hat sie dem Falschen vertraut?

Protagonisten:
Hannah ist ein 16 Jahre altes Mädchen und eben ein typischer Teenager. Sie hat ihren Freundeskreis, geht auf Partys und schwärmt für Jan, der sie aus undefinierbaren Gründen zu hassen scheint. Wenn es um Jan geht, ist sie oft unsicher, weiß nicht, wie sie sich zu verhalten hat und macht sich viel zu viele Gedanken. Für eine 16-Jährige wirkt sie oft ziemlich naiv, was an manchen Stellen jedoch in Ordnung ist.

Jan ist von sehr speziellem Charakter. Mal zuvorkommend und sanft, dann wieder aufbrausend, voller Ablehnung und Kälte. Er macht es einem nicht leicht, ihn zu mögen und ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich von ihm halten sollte. Gut ... das ist nicht ganz richtig, denn am Ende wusste ich es sehr wohl, denn sein spöttisches, fieses und hässliches Inneres wird dem Leser mitten ins Gesicht geschleudert.

Meine Meinung:
"Aura" ist ein Buch, das sich wirklich schnell lesen lässt, woran der locker-leichte Schreibstil der Autorin nicht ganz unschuldig ist. Sie richtet sich perfekt an ihre Zielgruppe, sodass das Buch ohne Verständnisprobleme gelesen werden kann. Zudem geht die Handlung rasch von statten, es passieren immer wieder Dinge, die mal ein größeres Ausmaß, mal ein kleineres Ausmaß annehmen, jedoch alle eine Wende in Hannahs Leben darstellen und von Bedeutung für sie sind.
Normalerweise bin ich absolut nicht der Fan von Jugendbüchern beziehungsweise Teenagergeschichten, in denen das Mädchen mehr oder weniger freiwillig auf Partys geht, Alkohol in Strömen fließt und dann auch noch das absolute Klischee-Spiel "Flaschendrehen" gespielt wird - was auch hier wieder der Fall war - doch zusammen mit der Tatsache, dass bereits an diesen Stellen merkwürdige Dinge geschehen und Hannah Jan noch kaum kennt, konnte ich mich damit abfinden.
Der Fantasy-Aspekt um Hannahs Gabe, der Gedankenkraft, hat dem Buch einen ordentlichen Schwung Spannung und ein heftiges Ende mit ordentlich Dramatik verliehen. Das Ganze hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich wirklich nicht erwartet hatte, auch wenn mir der Schluss ein bisschen überspitzt erschien und sich plötzlich alles auf einmal entladen hat. So ziemliches jedes Geschehen bekommt jetzt einen Sinn und man ist gewillt, Hannah ihr Verhalten zu verzeihen.
Was ihre moralische Haltung an einigen Stellen ihrer Handlungen betrifft, konnte ich teilweise nur mit dem Kopf schütteln, wobei manches am Ende Sinn ergibt und erklärt wird, wieso sie so und nicht anders gehandelt hat.
Nun, alles in allem bin ich bei dem Buch nicht in Begeisterung verfallen, doch es konnte mich teilweise schon fesseln und der lockere Schreibstil verdient auf alle Fälle einen Pluspunkt. 

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Das dunkle Wort

Sylvia Englert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426521076
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Das dunkle Wort
Autor: Sylvia Englert
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 400
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-426-52107-6

Inhalt:
Das Orchideenreich Skaidar schwebt in höchster Gefahr: An seiner nördlichen Grenze ist ein Heer aufmarschiert, das von unheimlichen Glasklingen-Kriegern begleitet wird, während gleichzeitig ein seltsamer Zauber von der Hauptstadt ausgehend immer weitere Teile des Landes zu Kristall erstarren lässt. Nur einer kann jetzt noch helfen, und so schickt Idassa, oberste Magierin und Beraterin des Königs, einen verzweifelten Hilferuf an ihren ehemaligen Mentor Terwyn. Doch der hat sich geschworen, nie wieder Magie einzusetzen, seit er eine nicht wiedergutzumachende Schuld auf sich geladen hat …

Protagonisten:
Terwyn del Cresta war einst oberster Magus und Berater des Königs, bis er sich zu tief in dunkle Magie verstrickte und dabei ein schreckliches Unglück verursachte, mit dessen Folgen er noch immer zu kämpfen hat. Er ist ein Charakter, der viele Ecken und Kanten und einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Jemand, der nicht unerfahren und naiv ist sowie einen auf Helden macht, dafür einen berüchtigten Ruf in seiner Welt erhielt. Die Vergangenheit hat ihn gezeichnet und gerade diese Tatsache macht ihn zu einer unglaublich sympathischen Figur.    

Idassa ist oberste Magierin des Königs und eine Person, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist eine starke Frau, die sich ihrer Verantwortung und Handlungen immer im Klaren ist, sodass sie erkennt, dass Terwyn der einzige ist, der dem Zirkel und dem ganzen Land noch helfen kann. Ihr Vertrauen und Überzeugung in ihn machen es ihm leichter, seinen Schwur aufzugeben.

Rhy ist eine junge, magisch nicht begabte Händlerin, die eine unheilvolle Beobachtung macht und bei dem Versuch, diese an einen einflussreichen Magus weiterzuleiten, begibt sie sich zusammen mit ihrem kleinen Drachen auf eine gefährliche Reise. Doch auch sie überzeugt mit Willensstärke, Mut und Witz, sodass man sie einfach mögen muss. 

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war mir sofort klar, dass es nur gut sein kann und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Handlung ist in drei unterschiedliche Stränge unterteilt, die im Verlauf der Geschichte zufällig aufeinandertreffen. Zum einen und hauptsächlich geht es um Terwyn del Cresta, der von Idassa um Hilfe gebeten wird, dem Zirkel bei der Bekämpfung der merkwürdigen Kristallschicht, die  unaufhaltsam über das Land kriecht, zu helfen. Seine Entwicklung ist richtig gut dargestellt, denn man bekommt immer wieder tiefe Einblicke in seine Vergangenheit als stolzer, junger Magier und auch wie es zu dem furchtbaren Unglück kommen konnte, bei dem seine Frau und seine Tochter ums Leben gekommen sind. Ein in meinen Augen faszinierend dargestellter Charakter, der einem im Verlauf der Geschichte immer sympathischer wird.  
Der nächste Strang handelt von der jungen Händlerin Rhy, die sich auf der Suche nach einem fähigen Magus mehr als einmal in Gefahr begibt, jedoch nie an Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein verliert. Sie zusammen mit ihrem kleinen Drachen zu begleiten ist spannend und teilweise witzig zugleich.  
Als letztes haben wir noch Inyra, die die Hilfe eines Magiers braucht, um ihre kleine Tochter zu heilen und zu Beginn von Terwyn abgewiesen wird, der sie der Hauptstadt verweist. Auf ihrer anfänglichen Reise gerät sie, ihr Neffe und eine weitere Begleiterin in Gefahr, denn sie geraten mitten in den Krieg und müssen vor der tödlichen Kristallzone fliehen. 
Natürlich enthält auch dieses Buch eine kleine Liebesgeschichte, die in meinen Augen jedoch nicht so richtig passt, aber trotzdem akzeptabel ist. 
Das Buch ist absolut actionreich, voller magischer Elemente und beruht auf einer ganz neuen, fantastischen Welt, die mich sehr interessiert hat, komplex aufgebaut ist und neugierig auf mehr macht. Auch der bildhafte Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man die Geschichte innerhalb weniger Tage einfach verschlingen kann, mitgerissen wird und immer wissen möchte wie es weiter geht.
Für mich ist dieses Buch ein wirkliches Highlight. Mystisch und immer begleitet vom dunklen Wort, das sich wie ein roter Faden mal mehr und mal weniger durch die Geschichte zieht.       

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