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226 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

rick riordan, percy jackson, griechische mythologie, annabet, sohn des poseidon

Percy Jackson - Die letzte Göttin

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551557315
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(4)

117 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

aalea, adonai, alinne, arena, aa

Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Nevernight - Das Spiel
Autor: Jay Kristoff
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 697
Preis:   22,99 [D] (Hardcover)
               23,70 [A]
ISBN: 978-3-596-29759-7  

Inhalt:
Mia kehrt zurück nach Gottesgrab, die Stadt der Brücken und Gebeine. Als Assassine folgt sie den Befehlen der Roten Kirche aufs Wort und tötet, ohne Fragen zu stellen. Ihr eigentliches Ziel bleiben jedoch die Männer, die ihre Familie auf dem Gewissen haben: Konsul Scaeva und Kardinal Dumo. Als Mia herausfindet, dass der Assassinenorden in Wahrheit Scaeva schützt anstatt ihr zu helfen, kehrt sie ihm den Rücken und fasst einen folgenschweren Entschluss: Sie verkauft sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin bei den Großen Spielen anzutreten. Denn dem Gewinner, so heißt es, wird eine private Audienz bei der Elite des Reiches gewährt … Ist das ihre Chance, an Scaeva und Dumo heranzukommen?

Protagonisten:
Mia Corvere ist wohl die gefährlichste Assassine der Republik Itreya, Diebin und selbst ernannte Nicht-Heldin des Buches. Nachdem ihr Vater vor ihren Augen hingerichtet wurde, schwört sie Rache. Blutige Rache. Und das den zwei mächtigsten Männern der Republik. Doch Mia hat noch mehr Fähigkeiten als nur das Töten. Sie ist eine Dunkelinn und kann die Dunkelheit beherrschen. Es gibt so viele Worte, mit denen man sie beschreiben könnte ... gnadenlos, hart, intelligent - extrem intelligent, schön, gerissen, waghalsig, stark, mutig ... Ich könnte die Liste ewig weiterführen, doch ich glaube, es ist klar, dass Mia in meinen Augen ein wahnsinnig vielschichtiger Charakter ist, den ich von Beginn an mochte.

Ashlinn Järnheim gehörte früher zu Mias engsten Freundinnen, bevor sie mit ihrem Bruder eine Verschwörung gegen die Rote Kirche durchführte und Mia verriet. Sie ist eine Lügnerin mit Gift auf der Zunge und Gefühlen für Mia, die man am besten mit kompliziert beschreibt. Ich hatte damit gerechnet, dass sie in diesem Teil wieder auftauchen würde, aber wohin das dann führte ... verrückt, aber einfach passend.

Meine Meinung:
Unglaublich!
Die Buchreihe gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights. Als ich das Buch endlich in den Händen hielt, konnte ich es gar nicht abwarte, endlich wieder in Mias Welt einzutauchen. Allein schon die Gestaltung des Covers und der Karten ist ein Grund, diese Bücher zu kaufen, aber getoppt wird das Ganze von Jay Kristoffs Schreibstil. Gespickt mit einer Menge schwarzem Humor und beißendem Sarkasmus wird die Geschichte zu einem wahren Erlebnis. Und die Fußnoten ... wie habe ich sie vermisst. Einfach genial. Sie vermitteln so viele interessante, oft blutige Einblicke in die Geschichte der Republik und machen deutlich wie viele Gedanken Jay Kristoff sich über seine Welt gemacht hat. Nicht wenige Male musste ich über seine Kommentare darunter schmunzeln, bevor ich das Buch wegen des richtig, richtig, richtig fiesen Endes und seines Dicta Ultimas am liebsten an die Wand geworfen hätte. Wie soll ich jetzt bitte bis Teil 3 warten??? Man bekommt einen Haufen Erkenntnisse gegen den Kopf geworfen und dann hört das Buch einfach auf. Ich meine, das kann er doch nicht machen!
Gut ... genug gejammert.
Mia, die sich als Gladiatii beweisen muss, ist und bleibt mein absoluter Lieblingscharakter, obwohl sie stark mit der Nicht-Katze Herr Freundlich konkurriert. Der Schatten ist einfach Mias perfekter Begleiter und seine Wortgefechte mit Eclipse, der Nicht-Wölfin, sind witzig und charmant. Sie lockern die Geschichte auf und haben mich oft zum Lachen gebracht.
Natürlich darf zwischen herausquellenden Gedärmen, haufenweisen Toten und abscheulichen Monstern in den Kampfarenen die Liebe nicht fehlen. So widersprüchlich es auch klingen mag, Jay Kristoff schafft es, eine nicht ganz unerwartete Liebesgeschichte einzubauen, die die ein und andere heiße Szene beinhaltet. Selbst die Nebencharaktere bekommen eine gewisse Tiefe und wachsen einem ans Herz beziehungsweise lassen einen nur abwertend den Kopf schütteln. Ein Beispiel dafür ist Leona, Mias Domina (jetzt bloß keine falschen Gedanken), deren ganz eigene Geschichte im Laufe der Handlung zum Tragen kommt.
Ich habe jede Seite dieses Buches mitgefiebert und konnte mich einfach nicht von der Geschichte losreißen. Für alle, die Band 1 schon geliebt haben, die werden auch die Fortsetzung lieben. Jenen, die schon mit Teil 1 ihre liebe Mühe hatten, denen kann ich versichern, es wird nicht schlimmer.
Von mir jedenfalls gibt es eine ganz große Leseempfehlung! Lest diese Reihe!!!   

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

Die Legenden der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Andrew Davidson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426226568
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Legenden der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 201
Preis: 18,00 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-426-22656-8

Inhalt:
Die Geschichte der ersten Ymbryne und der Entstehung der Zeitschleifen, die Sage vom Mädchen, dessen beste Freundin seine tote Schwester ist, oder das Märchen vom Wald der besonderen Tiere – jedes besondere Kind kennt die berühmten Erzählungen, die über Generationen in aller Welt gesammelt wurden.

Meine Meinung:
Das Buch ist schon von außen wunderschön gestaltet und passt perfekt zur Welt der Besonderen.  Da ich die Reihe um Miss Peregrine und die besonderen Kinder verschlungen habe, musste ich dieses Buch ebenfalls lesen und es ist eine wirklich lesenswerte Ergänzung, die einen tiefer in die Welt der Besonderen und Ymbrynen eintauchen lässt.
Jede einzelne Geschichte, besitzt den Charakter einer Legende oder Fabel. Aus manchen lässt sich eine Moral ziehen, manche sind so skurril, dass es schon wieder unglaublich faszinierend ist und andere wiederum haben sogar Bezug zu realen Ereignissen.
Besonders interessant fand ich die Geschichte der Entstehung der Ymbrynen und Zeitschleifen, denn Miss Peregrine ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe um die besonderen Kinder.
Die erste Geschichte "Die edlen Kannibalen" mit besonderen Dorfbewohnern, die die Fähigkeiten besitzen, sich ihre Gliedmaßen abzuschneiden, ohne dass des schmerzt und die dann wieder nachwachsen, hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie egoistisch, geldgierig und nimmersatt die Menschen doch sind - und dass sie letzten Endes das bekommen, das sie verdienen. Danke Ransom Riggs für diese Sammlung besonderer Geschichten. Ich habe es wirklich genossen, sie zu lesen.  

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Die Botanicas

Dana Menzel , Julia Fraczek
Fester Einband: 99 Seiten
Erschienen bei Lychatz Verlag, 21.02.2018
ISBN 9783942929554
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Titel: Die Botanicas - Waldgeflüster
Autor: Dana Menzel und Julia Fraczek
Verlag: Lychatz Verlag
Seiten: 98
Preis: 9,95 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-942929-55-4

Inhalt:
Ida, Isabella, Trixie, Litchi und Chitchi sind beste Freundinnen. Sie lieben die Natur. Häufig streifen sie durch den Wald in der Nähe ihrer Stadt. Doch an einem Herbstabend wird das Leben der fünf Mädchen komplett auf den Kopf gestellt.
Sie erfahren nicht nur ein großes Geheimnis, sondern kommen einem Umweltverschmutzer auf die Spur! Dessen Vorhaben es ist, den gesamten Wald zu zerstören. Höchste Zeit, einzugreifen!

Meine Meinung:
Zu aller erst muss ich sagen, dass mir die Grundidee des Buches wirklich sehr gut gefallen hat und mir eine Stunde lang Lesefreude bereiten konnte. Da ich die liebe Julia (@booksdream) auf der Frankfurter Buchmesse 2017 persönlich kennengelernt habe, war ich umso gespannter auf das Buch.
Die Welt der Pflanzen wurde mir hier auf zauberhafte Weise näher gebracht und war etwas komplett Neues, wie ich es bisher noch nicht in Büchern gelesen habe. Die Blumen bekamen absolut passende Eigenschaften und ihre ganz eigenen Arten haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht.
Auch die fünf Freundinnen Isabella, Ida, Trixie, Litchi und Chitchi waren mir von Beginn an sympathisch, doch leider kamen mir ihre Beschreibungen manchmal doch ein bisschen zu steckbriefhaft und schnell hintereinander auftretend vor, was man mit ein paar mehr Seiten bestimmt wunderbar hätte ausbauen können. Eine Unstimmigkeit ist mir bei Ida aufgefallen, die erst als schüchtern und ruhig beschrieben wird und dann plötzlich abenteuerlustig und absolut redefreudig wird. Das passte irgendwie nicht ganz zusammen, hat mich jedoch nicht großartig gestört.
Zum Schreibstil muss ich sagen, dass mir überhaupt nicht aufgefallen ist, dass das Buch von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Es ist flüssig, kindgerecht und wirklich sehr anschaulich sowie humorvoll verfasst, wodurch der Spaß am Lesen auf jeden Fall aufrecht erhalten wird. 
Für ein Kinderbuch ist die Geschichte wirklich spannend und man fiebert mit den Freundinnen mit, doch ich muss sagen, dass sich mir die Suche nach dem Umweltzerstörer zu einfach dargestellt hat, zu viele Zufälle aufeinander getroffen sind und dann doch vorhersehbar war, was passieren würde. Was die Länge des Buches betrifft, bin ich der Ansicht, dass sie für ein Kinderbuch absolut ausreichend ist und ein gutes Buch niemals an der Anzahl seiner Seiten gemessen werden kann. Trotzdem hätten ein paar tiefergehende Beschreibungen der Charaktere und kleine kniffligere Aufgaben, um den Umweltzerstörer zu stellen, für die Mädchen bestimmt nicht geschadet.
Die Natur zu schützen und dabei gemeinsam vorzugehen sind zwei wunderbare Messages, die das Buch vermittelt und die, wie ich finde, wirklich wichtig sind, um sie Kindern schon in jungen Jahren nahezubringen. Das ist Julia und Dana mit dieser Geschichte absolut gelungen. 

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144 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aura, clara benedict, teenager

Aura 1: Aura – Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Aura - Die Gabe
Autor: Clara Benedict
Verlag: Thienemann Esslinger
Seiten: 368
Preis: 18,00 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-522-20241-1

Inhalt:
Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat ... Hat sie dem Falschen vertraut?

Protagonisten:
Hannah ist ein 16 Jahre altes Mädchen und eben ein typischer Teenager. Sie hat ihren Freundeskreis, geht auf Partys und schwärmt für Jan, der sie aus undefinierbaren Gründen zu hassen scheint. Wenn es um Jan geht, ist sie oft unsicher, weiß nicht, wie sie sich zu verhalten hat und macht sich viel zu viele Gedanken. Für eine 16-Jährige wirkt sie oft ziemlich naiv, was an manchen Stellen jedoch in Ordnung ist.

Jan ist von sehr speziellem Charakter. Mal zuvorkommend und sanft, dann wieder aufbrausend, voller Ablehnung und Kälte. Er macht es einem nicht leicht, ihn zu mögen und ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich von ihm halten sollte. Gut ... das ist nicht ganz richtig, denn am Ende wusste ich es sehr wohl, denn sein spöttisches, fieses und hässliches Inneres wird dem Leser mitten ins Gesicht geschleudert.

Meine Meinung:
"Aura" ist ein Buch, das sich wirklich schnell lesen lässt, woran der locker-leichte Schreibstil der Autorin nicht ganz unschuldig ist. Sie richtet sich perfekt an ihre Zielgruppe, sodass das Buch ohne Verständnisprobleme gelesen werden kann. Zudem geht die Handlung rasch von statten, es passieren immer wieder Dinge, die mal ein größeres Ausmaß, mal ein kleineres Ausmaß annehmen, jedoch alle eine Wende in Hannahs Leben darstellen und von Bedeutung für sie sind.
Normalerweise bin ich absolut nicht der Fan von Jugendbüchern beziehungsweise Teenagergeschichten, in denen das Mädchen mehr oder weniger freiwillig auf Partys geht, Alkohol in Strömen fließt und dann auch noch das absolute Klischee-Spiel "Flaschendrehen" gespielt wird - was auch hier wieder der Fall war - doch zusammen mit der Tatsache, dass bereits an diesen Stellen merkwürdige Dinge geschehen und Hannah Jan noch kaum kennt, konnte ich mich damit abfinden.
Der Fantasy-Aspekt um Hannahs Gabe, der Gedankenkraft, hat dem Buch einen ordentlichen Schwung Spannung und ein heftiges Ende mit ordentlich Dramatik verliehen. Das Ganze hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich wirklich nicht erwartet hatte, auch wenn mir der Schluss ein bisschen überspitzt erschien und sich plötzlich alles auf einmal entladen hat. So ziemliches jedes Geschehen bekommt jetzt einen Sinn und man ist gewillt, Hannah ihr Verhalten zu verzeihen.
Was ihre moralische Haltung an einigen Stellen ihrer Handlungen betrifft, konnte ich teilweise nur mit dem Kopf schütteln, wobei manches am Ende Sinn ergibt und erklärt wird, wieso sie so und nicht anders gehandelt hat.
Nun, alles in allem bin ich bei dem Buch nicht in Begeisterung verfallen, doch es konnte mich teilweise schon fesseln und der lockere Schreibstil verdient auf alle Fälle einen Pluspunkt. 

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, verlag knaur

Das dunkle Wort

Sylvia Englert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426521076
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Das dunkle Wort
Autor: Sylvia Englert
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 400
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-426-52107-6

Inhalt:
Das Orchideenreich Skaidar schwebt in höchster Gefahr: An seiner nördlichen Grenze ist ein Heer aufmarschiert, das von unheimlichen Glasklingen-Kriegern begleitet wird, während gleichzeitig ein seltsamer Zauber von der Hauptstadt ausgehend immer weitere Teile des Landes zu Kristall erstarren lässt. Nur einer kann jetzt noch helfen, und so schickt Idassa, oberste Magierin und Beraterin des Königs, einen verzweifelten Hilferuf an ihren ehemaligen Mentor Terwyn. Doch der hat sich geschworen, nie wieder Magie einzusetzen, seit er eine nicht wiedergutzumachende Schuld auf sich geladen hat …

Protagonisten:
Terwyn del Cresta war einst oberster Magus und Berater des Königs, bis er sich zu tief in dunkle Magie verstrickte und dabei ein schreckliches Unglück verursachte, mit dessen Folgen er noch immer zu kämpfen hat. Er ist ein Charakter, der viele Ecken und Kanten und einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Jemand, der nicht unerfahren und naiv ist sowie einen auf Helden macht, dafür einen berüchtigten Ruf in seiner Welt erhielt. Die Vergangenheit hat ihn gezeichnet und gerade diese Tatsache macht ihn zu einer unglaublich sympathischen Figur.    

Idassa ist oberste Magierin des Königs und eine Person, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist eine starke Frau, die sich ihrer Verantwortung und Handlungen immer im Klaren ist, sodass sie erkennt, dass Terwyn der einzige ist, der dem Zirkel und dem ganzen Land noch helfen kann. Ihr Vertrauen und Überzeugung in ihn machen es ihm leichter, seinen Schwur aufzugeben.

Rhy ist eine junge, magisch nicht begabte Händlerin, die eine unheilvolle Beobachtung macht und bei dem Versuch, diese an einen einflussreichen Magus weiterzuleiten, begibt sie sich zusammen mit ihrem kleinen Drachen auf eine gefährliche Reise. Doch auch sie überzeugt mit Willensstärke, Mut und Witz, sodass man sie einfach mögen muss. 

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war mir sofort klar, dass es nur gut sein kann und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Handlung ist in drei unterschiedliche Stränge unterteilt, die im Verlauf der Geschichte zufällig aufeinandertreffen. Zum einen und hauptsächlich geht es um Terwyn del Cresta, der von Idassa um Hilfe gebeten wird, dem Zirkel bei der Bekämpfung der merkwürdigen Kristallschicht, die  unaufhaltsam über das Land kriecht, zu helfen. Seine Entwicklung ist richtig gut dargestellt, denn man bekommt immer wieder tiefe Einblicke in seine Vergangenheit als stolzer, junger Magier und auch wie es zu dem furchtbaren Unglück kommen konnte, bei dem seine Frau und seine Tochter ums Leben gekommen sind. Ein in meinen Augen faszinierend dargestellter Charakter, der einem im Verlauf der Geschichte immer sympathischer wird.  
Der nächste Strang handelt von der jungen Händlerin Rhy, die sich auf der Suche nach einem fähigen Magus mehr als einmal in Gefahr begibt, jedoch nie an Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein verliert. Sie zusammen mit ihrem kleinen Drachen zu begleiten ist spannend und teilweise witzig zugleich.  
Als letztes haben wir noch Inyra, die die Hilfe eines Magiers braucht, um ihre kleine Tochter zu heilen und zu Beginn von Terwyn abgewiesen wird, der sie der Hauptstadt verweist. Auf ihrer anfänglichen Reise gerät sie, ihr Neffe und eine weitere Begleiterin in Gefahr, denn sie geraten mitten in den Krieg und müssen vor der tödlichen Kristallzone fliehen. 
Natürlich enthält auch dieses Buch eine kleine Liebesgeschichte, die in meinen Augen jedoch nicht so richtig passt, aber trotzdem akzeptabel ist. 
Das Buch ist absolut actionreich, voller magischer Elemente und beruht auf einer ganz neuen, fantastischen Welt, die mich sehr interessiert hat, komplex aufgebaut ist und neugierig auf mehr macht. Auch der bildhafte Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man die Geschichte innerhalb weniger Tage einfach verschlingen kann, mitgerissen wird und immer wissen möchte wie es weiter geht.
Für mich ist dieses Buch ein wirkliches Highlight. Mystisch und immer begleitet vom dunklen Wort, das sich wie ein roter Faden mal mehr und mal weniger durch die Geschichte zieht.       

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133 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

götter, fantasy, asgard, bücherfreude, bücherwurm

Die Götter von Asgard

Liza Grimm
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426522523
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Götter von Asgard
Autor: Liza Grimm
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 304
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-426-52252-3 

Inhalt:
Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.

Protagonisten:
Ray ist eine junge Frau, die mit vielen Selbstzweifeln zu kämpfen hat und von ihrer "perfekten" Schwester im Stich gelassen wurde. Sie will ihren Eltern beweisen, dass sie ihr Leben auch allein meistern kann, doch so einfach ist es nicht. Sie wirkt orientierungslos, planungsunfähig und kam mir etwas naiv für ihr Alter vor. Außerdem liebt sie die Musik und wäre viel lieber Sängerin geworden als zu studieren.

Kára ist eine sehr charismatische, starke Walküre, die nicht an die Prophezeiung, so wie sie von Odin verstanden wird, glaubt, sondern unbedingt möchte, dass sie sich erfüllt und deswegen nach Midgard (Menschenwelt) reist, um Ray zu finden und zu erreichen, dass die Prophezeiung sich erfüllt.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen hatte, war klar, dass ich dieses Buch lesen musste, denn ich liebe die nordische Mythologie rund um die Götter von Asgard. Anfangs war ich unglaublich begeistert von dem Buch, doch schon als Ray ohne weitere Überlegungen einfach mit Kára, die sie übrigens erst einige Stunden (höchstens) kannte, von München nach Berlin fährt, habe ich die Stirn gerunzelt. Ob es jetzt an Káras Wirkung lag oder Rays kopfloser Entscheidung, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Das liegt auch daran, dass ich mich kaum in Ray hineinversetzen konnte. Sie ist charakterlich einfach mal das komplette Gegenteil von mir, was nicht unbedingt schlecht ist. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, sie zweifelt zu sehr an sich, nur um im nächsten Moment die Heldin zu spielen, die sie laut der Prophezeiung sein soll. Ihre Gefühlswelt kommt nur sehr selten zum Vorschein und erschwerte es mir, mit ihr warm zu werden.
Leider konnte mich die Liebesgeschichte zwischen Ray und Tyr auch nicht wirklich berühren, da die beiden sich kaum kennengelernt haben und mir die Verbindung gefehlt hat. Deutlich besser dargestellt war dafür die Geschichte von Kára und Thor, ihre Vergangenheit und Gefühle füreinander.
Schön ist, dass man, wenn man nicht viel über die nordische Mythologie weiß, einige interessante Geschichten erfährt und unkompliziert in die Welt der Götter, Riesen, Nixen und anderen Geschöpften eingeführt wird. Mir selbst war schon vieles bekannt und ich hätte mir ein bisschen mehr der unheimlich komplexen Tiefe der Mythen und Legenden gewünscht. Vorrangig auch bei den Göttern wie Thor, Tyr, Loki oder Odin. Sie haben jeder für sich eine überwältigende, teilweise komplizierte Geschichte, die mich sehr fasziniert.
Spannung war auf alle Fälle vorhanden, aber es fehlte mir an überraschenden Wendungen, einem großen Knall, gefährlichen Kämpfen und mächtigen Gegnern, die Ray bezwingen müsste, um eine wirkliche Entwicklung durchzumachen.
Alles in allem ist das Buch eine schön erzählte Geschichte mit einer großartigen Idee, aus der man sicherlich noch so viel mehr hätte machen können. Trotzdem bin ich gespannt auf einen zweiten Teil, wenn es denn einen geben sollte. 

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, träume, widerstand, magie, magier

Traumweber

Aeryn Vescori
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Incubus Verlag, 14.05.2014
ISBN 9783981594867
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Traumweber
Autor: Aeryn Vescori
Verlag: Incubus Verlag
Seiten: 305
Preis:   9,95 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-9815948-6-7

Inhalt:
In einer stürmischen Nacht kommen die Häscher des Ordens Aiden holen. Mit vorgehaltener Klinge zwingen sie ihn, sich zwischen Sklaverei und Tod zu entscheiden. Als er sie nach Serinis in die Hauptstadt des Reiches begleitet, begreift er nicht nur, dass er nichts mit den anderen Magiern gemein hat, sondern auch, dass seine Fähigkeit, Träume zu weben und in ihnen zu tanzen, etwas ganz Besonderes ist. So ist es kein Wunder, dass der junge Magier Kellin auf ihn aufmerksam wird und ihn in die Abenteuer des Widerstands verstrickt. Aber wem hält Kellin wirklich die Treue und was sind das für eigentümliche Gefühle, die er in Aiden weckt? Zwischen magischen Kristallen und den Ruinen alter Tage muss Aiden sich entscheiden. 

Protagonisten:
Aiden Valorn ist ein junger Mann, der außer seinen Fähigkeiten des Traumtanzens kaum mit den Dingen des Lebens vertraut ist. Voller Naivität und gar nicht wie ein junger Mann normaler Weise wirken sollte, erlebt er die Welt, nachdem er von den Kontrolleuren in die Enklave gebracht wurde. Mit Hilfe seiner Fähigkeiten gelingt es ihm, in den Geist anderer Menschen einzudringen, ihnen Hoffnung zu schenken, aber auch seinen Geist mit toter Materie zu verbinden, wie der Stadt Serinis, deren Seele nach einem Unglück in sich gespalten ist und ihre Gefühle aufzufangen. Doch es belastet ihn, dass er irgendwie nicht dazuzugehören scheint und in jeder Hinsicht anders zu sein scheint. Seine aufkommenden Gefühle für den Magier Kellin verwirren ihn, schenken ihm aber auch Sicherheit.

Kellin verkörpert die Magier, die durch den Orden unterdrückt werden und einen sogenannten Absorbierer tragen müssen, der ihre Magie einschränkt. Erst wenn sie Treue beweisen, werden die "Ketten" gelockert. Der junge Magier ist Anführer der Widerstandes und scheint von Beginn an viel über Aiden zu wissen. Er hat etwas Mystisches an sich, da er Aiden gegenüber Geheimnisse hat, seinen Geist vor ihm verschließt und nicht möchte, dass dieser seine Fähigkeiten auf ihn anwendet.  

Meine Meinung:
Es war das erste Buch, das ich im Bereich Gay-Romance/Fantasy gelesen habe und war dementsprechend neugierig auf die Umsetzung des Autors. Auffallend ist, dass er sehr viel Wert auf die Figuren und die Geschichte legt und das Buch kaum romantisch oder gar erotisch angelegt ist. Das hat der Handlung jedoch keinen Abbruch getan und hätte auch überhaupt nicht gepasst.
Aeryn Vescori erschafft eine ganz neue Welt, die mit komplexen Hintergründen und gut durchdachten Wendungen glänzt, die wirklich überraschend kamen und im Nachhinein Punkte klärten, die zu Beginn noch verwirrend schienen. Trotzdem erfährt man alles in allem viel zu wenig von der Welt, in der das Buch spielt. Besonders interessant ist das Konzept der Mecha-Magie, einer von Magiern entwickelte Technologie sowie die politischen Hintergründe der Geschichte.
Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet und - ich merke an - es ist wahnsinnig wichtig, das Buch bis zum Ende zu lesen, um vor allem Aidens zu Anfang für sein Alter fremdartiges Verhalten zu verstehen. Ein weiterer Punkt, der die Geschichte so stimmig werden lässt, ist die Tatsache, dass der Autor in seinem Buch auf einen typischen Bösewicht verzichtet hat, der von einem strahlenden Helden besiegt werden muss. Dadurch erscheinen die Handlungen des existierenden Gegners gut nachvollziehbar und machen ihn nicht zu einem vollkommen unsympathischen Charakter.
Der Schreibstil ist vor allem zu Beginn etwas anstrengend und ziemlich gewöhnungsbedürftig, da Aeryn Vescori sich viel Zeit nimmt, den Leser in Aidens Welt einzuführen und eine irgendwie pompöse Ausdrucksart verwendet. Nach etwa fünfzig Seiten jedoch wird es besser und man kann in Aiden und Kellins Geschichte eintauchen. Leider fehlte mir so ein bisschen die Spannung - hauptsächlich was den Punkt des Widerstandes und Umsturzes angeht. Ich hatte das Gefühl, dieser war unspektakulär und zu einfach abgehandelt, aber das wurde ja auch teilweise erwähnt.
So alles in allem sticht das Buch durch gut durchdachte Charaktere und eine komplexe Welt sowie unerwartete Wendungen hervor. 

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190 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

fantasy, mären, bernhard hennen, die chroniken von azuhr, azuhr

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
Autor: Bernhard Hennen
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 571
Preis:   16,99 [D] (Broschiert)
               17,50 [A]
ISBN: 978-3-596-29726-9       

Inhalt:
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...

Protagonisten:
Milan Tormeno ist der jüngste Sohn des Erzpriesters Nandus Tormeno von Cilia. Von seinem Vater gedrillt und gezwungen, zu werden wie er es sich vorstellt, nie zufrieden mit dem, was Milan tut, beginnt er zu rebellieren. Neben seinem Vater trägt er auch die Last des Namen Tormeno auf seinen Schultern, denn sein Großvater Lucio Tormeno brannte einst ohne Skrupel eine gesamte Stadt nieder, um die Insel zu schützen. Er besitzt eine Gabe, von der er später erst erfährt und begibt sich, getrieben von dem Wunsch, seinen Vater leiden zu sehen, auf einen Weg, der sein Leben auf immer verändert.    

Felicia ist ein Charakter ganz nach meinem Geschmack. Als Meisterdiebin und Herzogin des Schwertwaldes liegt es ihr im Blut, zu kämpfen, Befehle zu erteilen und sich nicht brechen zu lassen. Eine stolze Frau mit roten Haaren und grünen Augen, die voller Leidenschaft und Überzeugung für ihre Sache jeden noch so schweren Weg einschlägt. Selbst wenn das bedeutet, ihr Leben riskieren zu müssen.

Meine Meinung:
Absolut großartig! Azuhr ist das erste Buch, das ich von Bernhard Hennen gelesen habe und es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Und in die Richtung, in die sich die Handlung entwickelt hat, wäre ich im Traum nicht gekommen. Schockierend,  faszinierend und unglaublich mitreißend zugleich. Was das Buch für mich so besonders macht, ist die Tatsache, dass Mären (Märchen) eine wahrlich ausschlaggebende Rolle spielen und zum Ende hin immer mehr in den Mittelpunkt rücken. So bekommen die Charaktere es nicht nur mit menschlichen Feinden zu tun, sondern müssen sich auch mit Kreaturen aus Geschichten auseinandersetzen - und das nicht nur in Gedanken.
Vom Schreibstil hatte ich mehr so etwas in Richtung Terry Brooks erwartet, das heißt mehr Details bei den Beschreibungen, doch überraschender Weise war dem nicht so (fast, denn wie man drei Seiten mit dem Aussehen und Anziehen einer Rüstung voll bekommt, ist schon ziemlich detailliert). Die verschiedenen Ereignisse geschehen Schlag auf Schlag, während man mehr über die Verhältnisse der unterschiedlichen Länder und Charaktere erfährt, von denen es eine ganze Menge gibt. Alle Figuren sind unglaublich authentisch und stecken voller Überraschungen und ich bin sicher, dass da im zweiten Teil noch ganz schön was auf den Leser zukommt.
Schön fand ich auch die Länge der Kapitel. Es gibt relativ lange, aber auch ziemlich kurze, sodass es einfach ist, zwischendurch einmal eine Pause zu machen.
Nach guten Zweidritteln des Buches hätte ich es am liebsten gegen die Wand geworfen und einfach aufgehört, denn ... lest selbst ;)
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!    

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blanvale, chronike, die shannara-chronike, leben, shannara

Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 2 - Druidengeist

Terry Brooks , Angelika Weidmann
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734161407
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Shannara Chroniken - Die Erben von Shannara 2 - Druidengeist
Autor: Terry Brooks 
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 576
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6140-7       

Inhalt:
Walker Boh, der Onkel von Par Ohmsford, soll im Auftrag von Allanon den Druidenorden neu gründen und so den Sterblichen endlich die Magie zurückgeben. Doch bei der Suche nach der verschollenen Druidenfestung Paranor wurde er in der Halle der Könige mit dem tödlichen Gift der Asphinx infiziert, das ihn nun langsam zu Stein werden lässt. Sein Tod scheint besiegelt, da taucht auf einmal eine wunderschöne Frau an seinem Krankenbett auf … 

Protagonisten:
In diesem Teil ist Walker Boh der Hauptcharakter, denn es geht um die Aufgabe, die Allanon ihm im vorherigen Band aufgetragen hat. Der "Dunkle Onkel" scheint eine unendliche Bürde zu tragen, wehrt sich noch immer gegen die Tatsache, dass die Magie ein Teil von ihm ist, den er nicht einfach abschütteln kann und der noch stärker ist, als er vermuten kann. Stumm, in sich gekehrt und verbittert wirkt er nicht wie der Mensch, dem man in Vertrauen sein Herz ausschütten will. 

Quickening ist ein Elementarwesen - erschaffen vom König des Silberflusses - von unbeschreiblicher Schönheit und atemberaubender Magie. Ihre Aufgabe ist es, Walker Boh, Morgan Leah und Pe Ell zu finden und den schwarzen Elfenstein zurückzuholen. Sie betört und verzaubert jeden mit ihrer Ausstrahlung, dem Blick ihrer schwarzen Augen und verfügt über unglaubliche Kräfte. Trotzdem verbirgt sie Geheimnisse und steckt voller Rätsel.  

Meine Meinung:
Endlich geht es weiter! Zurück in den Vier Landen habe ich mich sofort wohl gefühlt. Ich kann mich nur wiederholen: Ich liebe diese Bücher. Cover top, Geschichte top, Schreibstil top (vor allem der Schreibstil, auch wenn ich glaube, dass nicht jeder damit so gut klarkommt), Charaktere top. Nicht ein Teil der Reihe hat mich enttäuscht und ich bin sicher, dass die nächsten Bände ebenso grandios werden.
Viele der vorherigen Charaktere wie Par, sein Bruder Coll oder Wren werden angesprochen, doch vorrangig geht es um Walker Bohs Reise, die er zusammen mit dem Mörder Pe Ell, Quickening, Horner Dees sowie dem Hochländer Morgan Leah antritt. Eine Reise voller Gefahren, unheimlicher Kreaturen und einem Steinkönig, der dabei ist, die Vier Lande zu versteinern. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden, lässt kaum nach, selbst während der vielen detailreichen Beschreibungen von Orten, Kreaturen oder Personen nicht. Wieder einmal konnte ich vollkommen in dieser unglaublichen Welt versinken und mit Walker sowie seinen Reisegefährten mitfiebern, wobei ich Pe Ell von der ersten Sekunde an nicht mochte. Er ist eiskalt, skrupellos und scheint auch noch Spaß am Töten zu haben.
Was ich auch diesmal wieder festgestellt habe, ist die Tatsache, dass Terry Brooks absolut keine Liebesgeschichten schreiben kann. Trotzdem tut das der Geschichte keinen Abbruch, denn im Vordergrund steht die Reise und die Gefahren, die es zu bestehen gilt - teils so schnell, dass man kaum dazu kommt, Luft zu holen. Wie gefühlt jedes Mal ist das Ende offen und lässt einem mit einer Menge Fragen zurück, doch da dies noch lange nicht das letzte Buch der Reihe war, habe ich noch Hoffnung.

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mythos academy, jennifer estep, bitterfrost, fantasy, jugendbuch

Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Mythos Academy Colorado I - Bitter Frost
Autor: Jennifer Estep
Verlag: ivi (Piper)
Seiten: 382
Preis:  16,99 [D] (Klappenbroschur)
              17,50 [A]
ISBN: 978-3-492-70383-3 

Inhalt:
Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende Ereignisse, aber nur wenige erkennen die Zeichen. Rory Forseti ist eine von ihnen. Trotz ihres jungen Alters hat sich die Spartanerin bereits im Kampf gegen Loki bewiesen. Dennoch ist sie eine Außenseiterin an ihrer Schule, denn ihre Eltern waren Schnitter – Verbrecher im Dienste Lokis. Rorys Vorsätze, endlich Freunde zu finden, werden über den Haufen geworfen, als sie Zeugin eines Mordes wird. Und wie sich herausstellt, stecken auch noch Lokis Schergen dahinter! Rory kann nicht zulassen, dass erneut Menschen durch die Schnitter leiden. Als eine Spezialeinheit sie für den Kampf gegen den Feind rekrutiert, gibt es für Rory kein Zurück mehr.

Protagonisten:
Rory Forseti
ist Gwen Frosts Cousine und genau wie Logan Quinn Spartaner. Das bedeutet, sie muss einen Gegenstand nur sehen und weiß sofort, wie sie jemanden damit umbringen könnte. Sie hat es nicht leicht an der Akademie, denn jeder scheint sie für die grausamen Taten ihrer Eltern zu hassen. Trotzdem beißt sie sich durch und lässt sich nicht unterkriegen. Schließlich ist sie eine Kriegerin durch und durch - stark, entschlossen und klug. 

Ian Hunter ist ein gut aussehender Wikinger, der genau wie Rory eine dunkle Geschichte mit sich herum trägt und all seinen Ärger, seine Wut und seine Schuldgefühle an Rory auslässt, die natürlich nicht verstehen kann, warum er sie so verabscheut.  

Meine Meinung:
Zu Beginn und auch als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich nicht, ob sich Gwens Geschichte einfach noch einmal wiederholt - bloß diesmal mit Rory als Protagonistin. An vielen Stellen werden auch Vergleiche zu Gwen gezogen, deren Schicksal sich ebenfalls mit einem Mord in der Bibliothek und einem sprechenden Schwert gewendet hat, doch nach und nach differenzieren sich die Handlungen voneinander. Im Groben ähneln sie sich natürlich (Schnitter-Bösewicht, den es aufzuhalten gibt, sprechendes Schwert, das sehr eigen ist, attraktiver Typ, den es zu entschlüsseln gibt ...), aber in vielen Hinsichten gibt es neue und spannende Details, die das Buch für mich wieder zu einem fesselnden Erlebnis gemacht haben. Jennifer Esteps Schreibstil ist gewohnt locker und man fliegt nur so durch die Seiten. Auch die neuen Charaktere sind auf ihre Art und Weise liebenswürdig beziehungsweise das Gegenteil dessen und entwickeln sich auf ihre Weise. Auch war es schön, dass Gwen nicht nur erwähnt wurde, sondern Teil der Handlung war, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Der mythologische Teil kommt perfekt zur Geltung und macht das Buch umso interessanter. Vor allem, da diesmal eine nordische Göttin im Mittelpunkt steht, die ich persönlich unglaublich interessant finde sowie ein unheimliches Wesen, das Rory mehr als einmal in die Quere kommt - mit gefährlichen Folgen.
Ein absolut gelungener Auftakt der Spin-off Reihe und ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen!

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zukunft, lügen, liebe, intrigen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Beautiful Liars - Verbotene Gefühle
Autor: Katharine McGee
Verlag: Ravensburger Verlag
Seiten: 512
Preis:  17,00 [D] (Hardcover)
ISBN: 978-3-473-40153-6

Ganz herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches!

Inhalt:
Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

Protagonisten:
Avery entspricht der absoluten Vorstellung von Schönheit. Blond, schlank und strahlend. Sie ist der Innbegriff von Perfektion für alle anderen und doch stecken tief in ihr verzweifelte Wünsche, Ängste und Geheimnisse, die eine unaufhaltsame Lawine ins Rollen bringen.

Leda ist Averys beste Freundin, doch nachdem sie zurück in den Tower kommt und niemandem von ihrem Sommer in der Entzugsklinik erzählt, beginnt ihre Freundschaft zu bröckeln. Ihre Gefühle zu Averys Adoptivbruder Atlas, ihre schnell aufbrausende Eifersucht und Wut sowie die Tatsache, dass sie sich selbst am Ende nicht unter Kontrolle hat, lassen die Dinge eskalieren.

Eris ist der Charakter, der mich persönlich am meisten berührt hat. Sie hat eine der größten Entwicklungen durchgemacht, nachdem das Schicksal ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt hat. An ihrem Beispiel sieht man deutlich, wie schnell man von ganz oben nach ganz unten fallen kann. Sie wirkt sprunghaft, verführerisch und wie ein klischeehaftes, reiches und verwöhntes Mädchen, bis jemand ihr zeigt, wie anders das Leben noch sein kann.

Meine Meinung:
Dieses Buch hält ein absolutes Wechselbad der Gefühle bereit. Freude, Wut, Unglauben und Entsetzen wechseln sich in einem rasanten Tempo ab und lassen einen nur so durch die Seiten fliegen.
Anfangs war es ein bisschen schwierig für mich, in die Geschichte hineinzufinden, da in jedem Kapitel eine andere Person vorgestellt wurde, doch nach und nach konnte ich jeden zuordnen, habe ihre verschiedensten Lebenssituationen, Charakterzüge und Geschichten kennengelernt. Ihre Geheimnisse, Abgründe und heimlichen Wünsche.
Das Setting für dieses Buch ist perfekt gewählt. Der Tower, dessen Ausmaße ich mir einfach nicht vorstellen kann, ich einfach nicht zu fassen bekomme, obwohl die Autorin diesen Ort in all seiner Vielschichtigkeit beschrieben hat, verbirgt Neid und Missgunst hinter Glanz und Glamour der Reichen und Schönen. Doch es ist nicht nur das, was mir ein beklemmendes Gefühl beschwert hat, sondern auch dieser unglaubliche technische Fortschritt. Nichts scheint mehr ohne Elektronik zu gehen, was einerseits faszinierend, andererseits beängstigend ist.
Im Laufe der Handlung kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es in dieser glamourösen Welt nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern viele Grautöne dazwischen. Die Charaktere werden mit ihnen konfrontiert: mit den Schattenseiten des Lebens, der Bedeutung von Freundschaft, Reichtum, Macht und Liebe und dass die Entfernung zwischen reich und arm nicht so weit wie fünfhundert Stockwerke sondern sehr, sehr viel kleiner ist.
Ich hatte keine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde, denn es gab keinen erkennbaren "Bösewicht" im herkömmlichen Sinne und doch wurde ich nicht enttäuscht. Die Autorin hat ein Netz zwischen den Charakteren gespannt und eines führte am Ende zum anderen, sodass ich am liebsten die Zeit angehalten hätte, um den Showdown nicht miterleben zu müssen.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und gefühlvoll und trägt nur dazu bei, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Ich bin unfassbar gespannt auf den zweiten Teil und all die neuen und alten Lügen, Geheimnisse und Gefahren.

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deadly ever after, serienkiller, liebe, sexy crime, crime

Deadly Ever After

Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492311731
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Titel: Deadly ever after
Autor: Jennifer L. Armentrout 
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 410
Preis:   10,00 [D] (Broschur)
ISBN: 978-3-492-31173-1           

Inhalt:
Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat und brach alle Kontakte ab. Doch nun kehrt sie zurück, um ihrer Mutter im Hotel zu helfen. Als Sasha ihren attraktiven Exfreund Cole, mittlerweile FBI-Agent, wiedersieht, verspürt sie sofort heißes Herzklopfen. Und Cole hat auf sie gewartet. Doch bevor die beiden ihre Sehnsucht stillen können, wird eine tote Frau geborgen. Genau dort, wo der Serienkiller vor zehn Jahren seine Leichen deponierte …

Protagonisten:
Sasha ist gerade einmal 29 Jahre alt und hat in ihrem Leben schon Unvorstellbares durchmachen müssen. Nun kehrt sie nach Hause zurück und man merkt, dass sie immer noch sehr mit den Geistern der Vergangenheit zu kämpfen hat. Trotzdem versucht sie irgendwie ins Leben zurückzufinden und wird dabei von ihrer Mutter, ihrer einzigen besten Freundin Miranda sowie Cole unterstützt. Sie ist eine starke Frau, die nicht aufgibt und sich ihren Ängsten stellt. Ich kann mich ganz und gar nicht in sie hineinversetzen - nicht bei dem, was sie erleben musste - und fand es nur normal, dass sie manchmal die Nerven verloren hat.

Cole - nun ja, was soll man zu ihm groß sagen - ist unbestreitbar verboten attraktiv, ein Gentleman, dem es vor allem darum geht, Sasha zu beschützen. Er ist für sie da, sorgt sich um sie und bleibt hartnäckig, wenn es um ihre Sicherheit geht, egal wie unbedeutend die Situation zu sein scheint.

Meine Meinung:
Ich habe von Jennifer L. Armentrout bisher nur die Lux-Reihe gelesen und weiß daher trotzdem wie gut sie es versteht, mit Worten umzugehen, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und mit ihren Gefühlen zu spielen. Nachdem ich bei ihrer Lesung in Berlin gewesen bin, war ich total gespannt auf das Buch, vor allem, da ich sehr gerne Thriller lese, aber noch nie einen in Kombination mit Erotik.
Es fiel mir leicht, in die Geschichte hineinzukommen. Sashas Umfeld und das Dilemma, in dem sie sich befindet, werden in einem angenehmen Tempo dargestellt und die Spannung ist von Beginn an vorhanden. Da das Buch aus Sashas Sicht geschrieben ist, fällt es einem leicht, in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen, sie und ihre Konflikte kennenzulernen. An einigen Stellen hätte ich persönlich noch ein bisschen mehr Paranoia ihrerseits erwartet, denn ich würde mich beispielsweise nicht alleine auf einen verlassenen Friedhof trauen.
Man merkt von Coles erstem Auftauchen, dass die Luft zwischen ihm und Sasha knistert und will zum einen wissen, wie es mit ihre und ihm weitergeht, aber auch, wer hinter den plötzlichen Unfällen, neuen Morden und vermissten Frauen steckt.
Ungefähr ab der Mitte des Buches hatte ich eine vage Ahnung, wer der Täter ist und sie hat sich bewahrheitet. Trotzdem hat das der Spannung keinen Abbruch getan, denn es tauchten Verbindungen zwischen Charakteren auf, mit denen ich absolut nicht gerechnet hatte.
Beim großen Showdown habe ich mit Sasha gezittert, obwohl es natürlich logisch war, dass es ein Happy End geben musste.
Das ein oder andere Mal bekam man sogar Einblicke in die sadistischen Gedanken des Mörders, was die Geschichte noch weiter voran getrieben hat.
Es ist weder ein richtig "harter" Thriller noch ein übertrieben erotisches Buch. Die Mischung macht´s würde ich behaupten und der Unterhaltungsfaktor ist auf alle Fälle gegeben.

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die shannara chroniken-die erben von shannara-teil1, shannar, terry brooks

Die Shannara-Chroniken - Die Erben von Shannara: Heldensuche

Terry Brooks , Erna Tom
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783734161391
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Die Shannara Chroniken - Die Erben von Shannara - Heldensuche
Autor: Terry Brooks 
Verlag: blanvalet Verlag
Seiten: 542
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6139-1              

Inhalt:
Der letzte Druide Allanon ist bereits seit drei Jahrhunderten tot. Inzwischen ist in den Vier Ländern Magie verboten, und die sogenannten Sucher verfolgen jeden, der ihre Gesetze missachtet. Da erhält Par Ohmsford von Allanons Schatten den Auftrag, das Schwert von Shannara zu finden und die Vier Länder von der Unterdrückung der Sucher zu befreien. Doch als er die mächtige Waffe endlich in den Händen hält, macht Par eine grausame Entdeckung – und steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens.

Protagonisten:
Par Ohmsford ist der Nachfahre Jair Ohmsfords, den man bereits aus "Das Lied der Elfen" kennt und besitzt wie eben dieser die Magie des Wünschelieds, um Illusionen zu erzeugen. Pars Geschichte spielt aber wie im Klappentext erwähnt drei Jahrhunderte später und dementsprechend haben die Vier Lande sich auch verändert. Die Anwendung von Magie ist nun von der Föderation verboten und Magienutzer werden verfolgt. Die Elfen sind verschwunden, die Zwerge werden nach und nach ausgerottet und eine neue Dunkelheit droht, das Land zu vernichten. Par, dem man seine Elfenherkunft deutlich ansieht, ist jemand, der sich von seinem Ehrgeiz leiten lässt, nicht nachgibt, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, auch wenn es sein oder andere Leben in Gefahr bringt. Überzeugt von den Worten Allanons Schatten begibt er sich auf die Suche nach dem Schwert von Shannara.   

Walker Boh ist ebenfalls ein Ohmsford, der aber auch von Kimber Boh ("Das Lied der Elfen") abstammt und wird als "Dunkler Onkel" bezeichnet. Er lebt zusammen mit einem riesigen Wildkater vollkommen abgeschieden von allen anderen in der Wildnis. Auch er ist der Magie mächtig, hält sie aber im Gegensatz zu Par nicht für eine Gabe sondern für einen Fluch, der ihn der Willkür der Druiden ausliefert, die die Ohmsfords seiner Ansicht nach immer nur ausgenutzt haben. Er ist ein verbitterter Mann, der nicht einfach das tut, was Allanons Schatten im aufträgt.

Wren Ohmsford ist Pars Cousine und führt ein unbeständiges Leben bei den Fahrenden. Anders als Par und Walker beherrscht sie keine Magie, wird aber trotzdem von Allanons Schatten auserwählt, um die Elfen zu suchen und zurückzubringen. Sie ist diesem unmöglichen Unterfangen nicht abgeneigt, zweifelt aber trotzdem an der Bewältigung dieser Aufgabe.  

Meine Meinung:
Wer meine letzten drei Rezensionen zu Terry Brooks Shannara Chroniken kennt, der weiß, wie sehr ich diese Bücher liebe und ich kann mich auch bei diesem neuen Teil nur wiederholen. Cover top, Geschichte top, Schreibstil top, Charaktere top. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich Par nicht sehr sympathisch fand. Alle anderen dafür umso mehr. Einen winzigen Minuspunkt gibt dafür, dass Allanon tot ist, da er mein absoluter Lieblingscharakter war. Immerhin kommt noch als Schatten vor und ist nicht komplett verschwunden. 
Wer jetzt sagt, es ist ja immer das gleiche ... es stimmt schon. Allanon beauftragt einen Ohmsford mit einer scheinbar nicht erfüllbaren Aufgabe, dieser macht sich auf den Weg, findet Weggefährten, gerät mehr als einmal in tödliche Gefahr, kann sich irgendwie retten, es kommt zum Krieg zwischen Rassen, Königreichen oder unterschiedlichen Fraktionen, Dunkelheit in Form von fürchterlichen Kreaturen legt sich über das Land, Charaktere sterben und letztendlich gibt es zumindest teilweise ein Happy End. 
Trotzdem ist jedes Buch eine neue Reise für sich und Terry Brooks Schreibstil einfach unbeschreiblich gut, denn er vermag es, Orte, Handlungen und Personen voller Details zu beschreiben ohne es langweilig werden zu lassen und ich werde jedes Mal wieder vollkommen in die Geschichte hineingezogen. Die Spannung bleibt vom Anfang bis zum Ende, man fiebert mit Par, seinem Bruder Coll, mit den Zwergen Steff und Teel, mit Morgen Leah, den Geächteten und Walker Boh.
Der Schluss war diesmal besonders fies, da das Buch ja erst der Anfang einer Reihe ist, die bisher insgesamt vier Teile umfassen soll und die Protagonisten ihre Aufgaben noch nicht einmal im Ansatz erfüllt haben. Die Wartezeit auf Teil zwei überbrücke ich dann mit der Serie zu den Büchern :)

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fantasy, kendare blake, der schwarze thron, der schwarze thron - die königin, die königin

Der Schwarze Thron - Die Königin

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531478
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Der schwarze Thron - Die Königin
Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 512
Preis:   14,99 [D] (Klappenbroschur)
               15,50 [A]
ISBN: 978-3-7645-3147-8

Da es sich um den zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Inhalt:
Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

Protagonisten:
Katharine ist in meinen Augen ein sehr tragischer Charakter. Sie muss sehr viel durchmachen und durchlebt in diesem Teil der Reihe eine bedeutende Veränderung. Sie ist nicht länger die schwache, unscheinbare Königin, der man nichts zutraut, sondern eine junge Frau, die mit aller Gnadenlosigkeit gegen ihre Schwestern und um die Krone kämpft. Mir war sie ehrlich gesagt ein wenig unsympathisch, denn ihre skrupellose Art sowie die Weise, wie sie sich mit Gift vollstopft und die Schmerzen sogar zu genießen scheint, waren mir unheimlich. All das hat mit ihrem Sturz in die Spalte aus Band 1 zu tun, doch man erfährt nicht genau, was dort unten geschehen ist.   

Mirabella, die Elementwandler-Königin und scheinbar Stärkste der drei Schwestern zeigt immer deutlicher, dass sie ihre Schwestern - zumindest Arsinoe - liebt und um keinen Preis töten möchte. Damit schaffte sie eine ganz neue Ausgangsituation und wurde mir gleich noch sympathischer. Außerdem mag ich ihre Gabe von den drei magischen Gaben am liebsten, denn es ist immer wieder beeindruckend, wenn sie Blitze hervorruft oder ein Unwetter entstehen lässt. Sie nimmt nun zudem den Platz der Ruhigen, Hilfsbereiten ein.

Arsinoe ist die Königin mit dem großen Geheimnis, denn sie hat nicht das Talent, das sie vorgibt zu haben. Vom Charakter her ist sie ein sehr eigenwilliges und widerstandsfähiges Mädchen, das ihre Freunde niemals in Gefahr bringen würde, wenn es sich vermeiden lassen könnte. Sie will leben, weiß aber auch, dass vor allem Katherine es auf sie abgesehen hat. Ihr Überlebenswille, die Loyalität ihren Freunden gegenüber und ihr Geheimnis machen sie zu einer spannenden Komponente im Kampf um den Thron, die so einiges durcheinander bringt.

Meine Meinung:
Bevor ich zum Inhalt komme, ein Wort zum Cover: wunderschön! Zusammen mit Band 1 sieht es noch besser aus, da beide Bücher gemeinsam eine komplette Krone ergeben.
Diese Fortsetzung war deutlich brutaler und düsterer als ich erwartet hatte, aber genau das hat es zu so einem tollen Leseerlebnis gemacht. Der Kampf um den Thron geht nun richtig los, beinhaltet eine Jagd sowie ein Duell und natürlich versuchen der Giftmischer-Clan um Natalia Arron sowie die Priesterinnen um Hohepriesterin Luca einen Plan zu entwickeln, um die Gegner auszuschalten.
Obwohl ich Katharine nicht wirklich mag, finde ich die Arrons - vor allem Natalia - sehr faszinierend und war schockiert über dieses eine Ereignis relativ am Ende.
Die Spannung war sehr viel mehr vorhanden, als in Band 1 und wurde von Kendare Blake die gesamte Handlung über konstant hoch gehalten. Es gibt Lügen, Intrigen und Kämpfe und eine Menge unerwarteter Wendungen. Diese scheinen wirklich eine Spezialität der Autorin zu sein, sodass ich im Laufe der Geschichte mehrmals wirklich überrascht beziehungsweise schockiert wurde. Auch das Ende hatte es wieder extrem in sich und da noch eine Menge Fragen offen bleiben, hoffe ich sehr auf einen dritten Teil. Auch schreckt Kendare Blake nicht davor zurück, Charaktere sterben zu lassen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte.
Der Schreibstil ist wie im ersten Teil sehr leicht zu verstehen für ein High-Fantasy-Epos und macht es dem Leser dementsprechend einfach, das Buch schnell durchzulesen. Verstärkt wird das auch noch durch die wechselnden Sichten pro Kapitel und am Ende hat man so ziemlich aus jeder Perspektive einen Blick auf die Geschehnisse bekommen.
Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich mit vielen Fragen zurückgelassen hat.          

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dschinn, nalia, dtv verlag, heather demetrios, nalia tochter der elemente

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch
Autor: Heather Demetrios
Verlag: dtv Verlag
Seiten: 476
Preis:   10,95 [D] (Taschenbuch)
               11,30 [A]
ISBN: 978-3-423-71747-2

Inhalt:
Luxus, Eleganz und der Glamour Hollywoods, das ist die Welt der 18-jährigen Nalia. Trotzdem ist ihr einziges Ziel zu fliehen. Denn sie ist eine Dschinn und als Sklavin des geheimnisvollen Malek Alzahabi auf der Erde gefangen. Ihre wahre Heimat ist Ardjinna, doch im Zuge eines grausamen Umsturzes wurde sie auf die Erde verschleppt. Sie dient Malek und ist an ihn gebunden, bis er seinen dritten Wunsch ausspricht. Doch das tut er nicht, denn er will sie keinesfalls gehen lassen. Er hat sich in sie verliebt. Dann taucht plötzlich Raif auf, Rebellenführer aus Ardjinna. Gegen ihren Willen fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch das hat natürlich seinen Preis ...

Protagonisten:
Nalia ist eine Dschinn - eine Ghan Assouri, die höchste aller Kasten, Mitglied der kaiserlichen Familie, Herrscherin aller vier Elemente, Kriegerin, Sklavin, Schwester, Freundin und Geliebte. All diese Worte fassen auch ihren Charakter auf: mutig, stur, wild entschlossen, aber ebenso unsicher, verzweifelt und beschämt. Als Maleks Sklavin ist sie an ihn gebunden, will ihre Freiheit, die er ihr nicht geben möchte und mehr als nichts anderes auf der Welt will sie ihren Bruder retten.  

Raif ist Anführer der Rebellen in Ardjinna und wurde nach dem Tod seines Vaters viel zu früh vor dessen Aufgaben gestellt. Diese Last setzt ihn unter Druck und zusammen mit seiner Verachtung gegen die Ghan Assouri sieht er in Nalia zu Anfang bloß das Mittel zum Zweck.

Malek ist ein Mann mit Einfluss, Macht und Geld sowie einem Geheimnis, das nicht unerheblich für die Geschichte ist. Mal verhält er sich Nalia gegenüber liebevoll und sanft, bevor seine aggressive, wilde Seite zum Vorschein kommt. Im Grunde ist er berechnend, auf gefährliche Weise intelligent, doch seine vermeintliche Liebe zu Nalia macht aus ihm einen naiven Kerl voller Widersprüche.

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt bin ich etwas zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Die Idee um Dschinns in der modernen Welt hat es mir doch ziemlich angetan und auch die Geschichte Ardjinnas, dem Krieg und der Kasten war interessant und gut durchdacht. Zusammen mit den ganzen Rückblicken Nalias, die vielleicht etwas zu oft vorkamen, hätte man daraus sogar ein eigenes Buch machen können.
Ein Kritikpunkt meinerseits ist eindeutig die Liebesgeschichte Nalias und Raifs. Das ging mir wirklich viel zu schnell. Wie lange kannten die sich? Drei Tage? Und dann schon "Ich liebe dich"? Kein Kennenlernen, nichts. Gerade das hat mich sehr verwundert, da Nalia als Ghan Assouri eingetrichtert bekommen hat, dass Liebe Schwäche sei und nicht existiere. Und Raif, der sie immer wieder beleidigt hat, sie mit Verachtung anstarrte und dann plötzlich einsieht, dass er sich in sie verliebt hat ... ?
Nalias Reaktionen Malek gegenüber waren mir leider auch etwas suspekt. Einerseits hasst sie ihn, weil er ihr niemals die Freiheit schenken würde, aber wenn er sie küsst, lässt sie es zu und genießt es auch noch. Das hängt zwar alles mit ihrem Wunsch nach Freiheit und der Rettung ihres Bruders zusammen, aber trotzdem wirkte es auf mich so, als würde sie tatsächlich Gefühle für ihn entwickeln und er könne ja nichts für sein Verhalten (siehe Geheimnis). Ihre ständig wechselnden Gefühle, die sich drehen wie eine Fahne im Wind haben leider bewirkt, dass ich nicht recht mit ihr warm werden konnte.
Genug gemeckert. Kommen wir zum schönen der Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin weiß, wie man eine magische, orientalische Atmosphäre erzeugt und so beschreibt, dass man sich die Orte bildlich vorstellen kann. Zwar ist L.A. jetzt nicht gerade meine Lieblingsstadt, denn sie vermittelt mir immer diese Klischees von Luxus, Oberflächlichkeit und Idealen, doch das ist nur meine persönliche Ansicht. Trotzdem passt das Setting genau aus diesem Grund sehr gut in die Geschichte. Auch die Spannung wurde bis auf einige Stellen im Mittelteil gehalten, sodass ich hintereinander weg gelesen habe, um zu wissen, was passiert.
Zum Ende hin kam dann plötzlich alles auf einmal, die Spannung stieg noch einmal an und der Schluss macht schon neugierig auf den zweiten Teil.

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

berlin, thriller, uwe wilhelm, serienmörder, mord

Die sieben Farben des Blutes

Uwe Wilhelm
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 17.07.2017
ISBN 9783734103445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Titel: Die sieben Farben des Blutes
Autor: Uwe Wilhem
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 479
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-0344-5

Inhalt:
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“´
 wurde …   

Protagonisten:
Helena Faber ist Staatsanwältin in Berlin und eine sehr ehrgeizige, willensstarke und ziemlich bewundernswerte Frau, die sich nichts einfach so gefallen lässt. Als zweifache Mutter und geschiedene Ehefrau muss sie sich gleichzeitig um ihre Töchter, den Haushalt und ihre Arbeit kümmern. Sie hat ein unglaubliches Gedächtnis, eine sehr schnelle Auffassungsgabe und die Kontrolle über jeden Bereich ihres Lebens - bis sie Dionysos begegnet. Von Beginn an war sie mir sympathisch, doch im Laufe der Geschichte fiel es mir teilweise recht schwer, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Meine Meinung:
Als Thriller-Fan hat der Klappentext sofort mein Interesse geweckt und das Buch konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen, sodass ich es innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Wie schon erwähnt ist Helena Faber die Hauptperson der Geschichte und eine sehr starke Frau. Sie lässt nicht locker und setzt sich durch, was ihr leider zum Verhängnis wird, aber trotzdem gut an ihr fand. Dafür kamen ihre Gefühle und Gedanken, vor allem in Szenen, in denen sie leiden musste, etwas zu kurz, sodass es etwas unpersönlich wirkte. Das tat der Spannung zwar keinen Abbruch, fand ich persönlich dennoch schade. Auch die anderen Charaktere wie Helenas Ex-Mann Robert oder ihre Töchter sind gut gelungen und spielen in der Hinsicht auf Helenas Privatleben eine wichtige Rolle. Dieses wird stark thematisiert und zeigt, wie sie Schritt für Schritt die Kontrolle über sich und ihr Umfeld verliert.
Dionysos als psychopathischer Mörder ist der ein gerissener Charakter, von dem ich mir noch mehr erhofft hätte. Zwar bekam man Einblicke in seine Gedanken, doch über seine Geschichte und wie er zu dem geworden ist, wie er beschrieben wird, hätte ich gerne mehr erfahren.
Durch die ziemlich kurzen Kapitel und die abwechselnden Sichtweisen war mir ziemlich schnell klar, wer hinter Dionysos steckt. Ab der Hälfte des Buches war es dann auch offensichtlich, doch auch wenn man als Leser bereits fast den kompletten Überblick hatte, wurde es nicht langweilig und ich habe mit Helene mitgefiebert, da sie auf Grund ihrer Amnesie den Verlauf der Geschichte stark beeinflusst hat.
Der Schreibstil ist sehr detailgetreu und an vielen Stellen nichts für schwache Nerven. Uwe Wilhelm beschreibt die grausamen Morde bis ins blutige Detail, sodass ich teilweise schlucken musste. Man lernt eine Menge über Berlin und seine Sehenswürdigkeiten sowie über das Thema Frauenhass. Besonders ansprechend fand ich die Verbindung zur griechischen Mythologie, die ich bisher noch in keinem Thriller erlebt habe. Überraschender Weise endete das Buch mit einem echt gemeinen Cliffhanger und ich war froh zu erfahren, dass ein zweiter Teil geplant ist.      

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Falling Kingdoms - Eisige Gezeiten

Morgan Rhodes , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442486403
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Falling Kingdoms - Eisige Gezeiten
Autor: Morgan Rhodes
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 509
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-442-48640-3              

Dieses Buch ist der vierte Teil der Reihe und die Rezension enthält deswegen Spoiler!
 
Inhalt:
Im Reich des Westens ist die junge Cleo aus dem besiegten Hause Auranos in der Ehe mit Prinz Magnus gefangen. Der Hass zwischen ihren Familien sitzt so tief, dass keiner von beiden sich eingestehen will, was sie wirklich füreinander empfinden. Doch Cleo fühlt sich auch zu dem kämpferischen Jonas von Paelsia hingezogen, der an nichts anderes mehr denken kann, als sie zu befreien. Derweil greift jenseits der Silbernen See eine gefährliche Macht nach der uralten Magie der Elemente, um die Herrschaft über alle Reiche an sich zu reißen. Nur ein Bündnis zwischen Magnus, Cleo und Jonas könnte die Gefahr noch abwehren.

Protagonisten:
Cleiona (Cleo) Bellos ist eine der Hauptcharaktere und benannt nach der auranischen Göttin Cleiona für die Essenzen Luft und Feuer. Sie ist die Tochter des inzwischen ermordeten Königs Corvin und Königin Elena, die kurz nach ihrer Geburt starb. Als Prinzessin, die sie ist, würde man sie für naiv, unwissend und verwöhnt halten, aber im Grunde ist sie ein freundliches, neugieriges und ziemlich temperamentvolles Mädchen, das sehr dickköpfig sein kann, wenn es um Dinge geht, die sie für nicht vertretbar hält. Sie lügt ohne rot zu werden, hat ihre Gefühle entgegen ihres Temperaments gut unter Kontrolle, spinnt Lügennetze und schafft es immer wieder dem Tod zu entrinnen.

Magnus Damora ist der Kronprinz von Limeros, Sohn von König Gaius Damora, genannt "Blutkönig" und Königin Althea Damora. Er sehnte sich immer nach der Anerkennung seines Vaters und hoffte, eines Tages ebenso zu werden wie dieser, doch Gaius zeigte ihm oft die kalte Schulter und Magnus begann, ihn zu hassen. Seine Worte enthalten viel dunklen Sarkasmus, Arroganz und Kälte. Er scheint unnahbar, verdrängt seine Gefühle für Cleo, leugnet sie, versteckt sie. Anders als die auranische Prinzessin ist er leicht zu verärgern, aber wenn es darauf ankommt, zeigt er bewundernswerte Beherrschung. Unter seiner harten Schale verbirgt sich jedoch ein sensibler, vernünftiger Kern, den aber kaum einer zu Gesicht bekommt. 

Neben den beiden gibt es noch Magnus´ Adoptivschwester Lucia Damora, die die Reinkarnation der mächtigen Zauberin Eva ist und über alle vier Elemente verfügt, den kämpferischen Rebellen Jonas Agallon, der bis zum bitteren Ende nicht versteht, wen er wirklich liebt und noch viele mehr. 

Meine Meinung:
Das zwischen diesen Büchern und mir lässt sich sehr gut als Hass-Liebe bezeichnen, denn zum einen liebe ich die Geschichte um Mytica, die Magie und die Charaktere, aber was ich überhaupt nicht leiden kann, sind die furchtbar fiesen Cliffhanger mit denen wirklich jeder einzelne Teil dieser Reihe geendet hat - so auch dieser ...
Das Buch liest sich weg wie nichts, was erstens an dem einfachen, leicht verständlichen Schreibstil der Autorin liegt und zweitens an der Spannung, die vom Anfang bis zum Ende auf hohem Niveau gehalten wird. Durch die immer wechselnden Sichten pro Kapitel wird man von einem Charakter zum nächsten gewirbelt und irgendwann weiß man nicht mehr, wer jetzt von was eine Ahnung hat oder nicht, denn es passiert so viel und das parallel an verschiedenen Orten, ehe die Charaktere - manchmal aus Zufall - wieder aufeinander treffen und Informationen ausgetauscht werden.
Des Weiteren hat Morgan Rhodes ein großes Talent für unglaublich unerwartete Wendungen und Szenen, bei denen man sich nur denkt "Wie soll das jetzt bitte gutgehen?". Doch irgendwie findet sich immer eine Lösung, auch wenn einige davon tödlich oder zumindest blutig ausgehen. 
An Mord und Verrat mangelt es auch in diesem Teil nicht, neue Geheimnisse werden aufgedeckt und Charaktere zeigen sich von völlig anderen Seiten. Ich für meinen Teil bin begeistert und werde nun sehnsüchtig auf den fünften Teil warten müssen.     

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

rhodes, fantasy, goldmann

Falling Kingdoms - Lodernde Macht

Morgan Rhodes , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442483419
Genre: Fantasy

Rezension:  
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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Sonnenschatten: Die Chroniken von Ereos 1

Benjamin Keck
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 25.04.2017
ISBN 9781545480762
Genre: Fantasy

Rezension:

Titel: Sonnenschatten - Die Chroniken von Ereos 1
Autor: Benjamin Keck
Seiten: 376
Preis: 13,90 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 9781545480762

Inhalt:
Sha, ein Krieger der Wüste und Besitzer eines blutigen Dolches trifft in den winterlichen loktarischen Wäldern auf die Kampfgefährten Delon und Evva. Gemeinsam brechen sie auf, einen dunklen Zauber zu lösen, der ihren Freund Agnon gefangen hält. Doch schon bald werden sie von Schattendienern und Schlimmerem gejagt, stehen ruchlosen Assassinen, nubarischen Kriegern und dunklen Machenschaften gegenüber, an deren Ende die Götter selbst um ihr Dasein fürchten müssen. Während die Fahnen des Krieges über den ylanischen Türmen wehen und König Maer Magnur zur letzten Schlacht ruft, scheint es, als schritten die Bewohner von Ereos einem blutigen Zeitalter der Schatten entgegen.

Protagonisten:
Evva, die rothaarige Kämpferin mit einer Vorliebe für vor allem verschlossene Türen, ist meine absolute Lieblingsfigur dieses Buches. Sie ist mutig, stark und nimmt es zusammen mit Delon, ihrem scheinbar immer hungrigem und teils ungeduldigen Kampfgefährten, sogar mit Dutzenden von Gegnern auf. 

Sha ist der Hüter der Wüste. Er versteht den Wind und herrscht über den Sand. Er bewegt sich mit einer unglaublichen Eleganz, kann ebenfalls hervorragend kämpfen und hat etwas Mystisches an sich.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch während der Zeltfahrt mit meiner Klasse gelesen und der Autor hat es geschafft, dass ich sogar die Kälte vergessen konnte (5°C im Zelt). Alle Charaktere sind extrem gut ausgearbeitet, besitzen ihre - teils ziemlich erschreckenden - Eigenheiten und Geheimnisse und werden dem Leser Schritt für Schritt nahegebracht. Zwar war ich mir nie ganz sicher, wer jetzt böse oder gut ist, vor allem bei Neun und seinen Freunden ist das so eine Sache.  Die Atmosphäre hat mir ehrlich gesagt ein mulmiges Gefühl verpasst. Alles ist düster und unheimlich und man muss immer auf der Hut sein. Aber das ist genau das, was ich so gelungen an diesem Buch finde, denn die Spannung und das Dunkle, Geheimnisvolle bleibt bis zum Ende bestehen, verstärkt sich sogar und ich konnte nicht sagen, wie all die Handlungsstränge zusammenpassen und ein Ganzes bilden sollen. 
Der einfach zu verstehende, lockere Schreibstil trägt zu großen Teilen zur fesselnden Wirkung der Geschichte bei, genau wie die wechselnden Sichtweisen pro Kapitel und auch innerhalb dieser. Obwohl nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, konnte ich sehr gut mit den Charakteren mitfühlen, da ihre Gedanken in Ich-Perspektive offen gelegt werden.
Der erste Satz des ersten Kapitels hat mich sofort an "Game of Thrones" denken lassen und auch das viele Töten sowie die brutalen Kampfszenen passen dazu und das ist absolut positiv zu sehen, denn ich liebe George R. R. Martins Bücher ebenso wie die Serie. Deswegen, wer kein Fan von blutigen Szenen ist, der sollte sich lieber zweimal überlegen, ob er das Buch lesen möchte. Ich für meinen Teil fand es absolut großartig und das offene Ende sowie der Titel verraten ja, dass es auf jeden Fall einen zweiten Teil geben wird, den ich unbedingt lesen werde.   

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

arassis, crissycatella, dasvermächtnisderarassis, fanatsie, besondere begabungen

Das Vermächtnis der Arassis

Crissy Catella
Buch: 500 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783961310449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Das Vermächtnis der Arassis - Die Macht der Zwei erwacht
Autor: Crissy Catella
Verlag: familiaVerlag
Seiten: 492
Preis:   16,95 [D] (Hardcover)
               17,50 [A]
ISBN: 978-3-96131-044-9

Ganz lieben Dank an den Verlag für dieses tolle Buch!

Inhalt:
Arassis-Dynastie – das Blut des allmächtigen Zeus Nicos Leben steht Kopf. Eigentlich war er der Überzeugung, ein halbwegs normaler Junge zu sein – zumindest bis zum Eintreffen im Arassis-Sportcamp. Nach einem verheerenden Anschlag auf die Menschheit, wird ihm offenbart, dass er einer der mächtigsten Talenter auf Erden ist und zudem über magische Begabungen verfügt. Doch das ist noch nicht alles. Nach und nach kommt er einer todbringenden Verschwörung auf die Schliche. Nicht mehr sicher, wem er trauen kann, erlebt er gemeinsam mit seinen Freunden das Abenteuer seines Lebens. Ein Kampf zwischen Gut und Böse bricht aus. Wird er das Geheimnis seiner Vergangenheit lüften und die Menschheit retten können?

Protagonisten:
Nico Ringhoff ist ein Junge, der seine Nase in Angelegenheiten stecken muss, die ihn überhaupt nichts angehen und genau diese Neugierde bringt ihn mehr als einmal in Gefahr. Was ihn mir aber besonders sympathisch gemacht hat, ist seine unendliche Treue und Loyalität gegenüber seinen Freunden. Sie bedeuten ihm alles und er würde niemals zulassen, dass ihnen etwas zustößt. 

Lavinia van Divort ist neben Sebastjan und Mary die vierte im Bunde und ein Mädchen, das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sie ist unheimlich schlau, scheint jedes Buch auswendig zu kennen und kann wahnsinnig überzeugend sein, doch hinter ihrer selbstbewussten Fassade schlummern Trauer und Schuld.

Rupert Gottmann ist Rektor der Schule für Talenter und die perfekte Besetzung dieses Postens. Streng, machtvoll, aber auch gerecht und freundlich. Von allen Lehrern war er mir zusammen mit Professor Dorothy Arlon am einnehmendsten. Nicht zu vergessen Sir Gottmanns Hund Argos.

Meine Meinung:
Ich liebe Mythologie und alles was damit zusammenhängt! Und genau aus diesem Grund war dieses Buch einfach perfekt. Man erfährt unheimlich viel über Artefakte der Götter, über sie selbst und ihre Geschichte, ebenso wie über Sehenswürdigkeiten in beispielsweise Dublin. Die Stadt ist einer der Schauplätze des Buches, wo ich zum nächsten Pluspunkt kommen will. Die Geschichte spielt nicht nur im Anwesen der Familie Arassis, sondern auch in London und Irland sowie ausschnittweise auf einer Insel in Vanuatu. Zudem wechseln ab und an die Sichtweisen. Natürlich wird hauptsächlich aus Nicos Sicht erzählt, aber zwischendrin gibt es kurze Kapitel, die Einblicke in Rupert Gottmanns oder dem Anführers des Elysischen Bundes geben, sodass der Leser noch vor Nico und seinen Freunden erfährt, was passieren wird beziehungsweise zumindest eine Ahnung davon bekommt. Deswegen ging für mich dabei leider ein bisschen Spannung verloren, aber ich habe trotzdem mit Nico mit gefiebert und war jedes Mal erleichtert, wenn er dann endlich die richtige Erkenntnis hatte. 
Durch den einfachen, leicht verständlichen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Selbst als nicht-Kenner von Mythologie hat man keine Probleme, die verwendeten Begriffe zu verstehen, denn die Erklärungen werden einfach und sinnvoll in die Handlung eingebaut. 
Das Ende - und Crissy, das geht jetzt direkt an dich - dieses Ende ist nicht akzeptabel! Da lüften sie endlich das große Geheimnis und nicht einmal Nicos Reaktion krieg ich zu lesen. Zum Glück wird es einen zweiten Teil geben, auf den ich mich jetzt schon riesig freue. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses tolle Fantasy-Jugendbuch.       

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2.005 Bibliotheken, 64 Leser, 16 Gruppen, 82 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, das lied von eis und feuer, drachen

Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

Rezension:  
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287 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 146 Rezensionen

fantasy, aditi khorana, jugendbuch, amrita am ende beginnt der anfang, märchen

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang
Autor: Aditi Khorana
Verlag: Dressler Verlag
Seiten: 336
Preis:   17,99 [D] (Hardcover)
               18,50 [A]
ISBN: 978-3-7915-0056-0

Inhalt:
Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Protagonisten:
Amritas Leben scheint vorbestimmt zu sein. Sie soll verheiratet werden, um den Frieden zwischen Shalingar und Makedon zu sichern, doch nachdem alles aus dem Ruder läuft, muss sie fliehen und ihr altes Leben aufgeben. Mutig, aber auch manchmal voller Zweifel stellt sie sich ihrer Aufgabe und findet nach und nach heraus, wer sie wirklich ist. Sie ist eine starke junge Frau, die mit vielen Verlusten umgehen und sich gleichzeitig ihrem Schicksal stellen muss. Modern erzogen glaubt sie nicht an Magie oder Mythen, bis sie ihnen gegenüber steht und erkennen muss, dass sie selbst ein Teil dessen ist. Ich mochte sie sehr gerne, vor allem zusammen mit Thala gibt sie ein sehr gutes Team ab. 

Thala ist eine Seherin, die Sikander Amrita als Geschenk mitbrachte. Amrita befreit sie und Thala begleitet sie. Die beiden werden gute Freundinnen und Thala, die sich nach ihrem Leben sehnt, bevor sie zu dem gemacht wurde, was Sikander ihr angetan hat, hilft Amrita auf ihrer Reise.

Meine Meinung:
Schon als ich das Cover gesehen hatte, wusste ich, dass dieses Buch besonders sein muss. Es hat etwas Magisches an sich, und glitzert, doch nicht zu stark. 
Der Einstieg in die Geschichte ist eine Parabel - Die Parabel vom Land der Bäume - , die man sich in Shalingar erzählt und schon zu Beginn einen Hauch von Magie verbreitet.  Schnell lernt man die Protagonisten kennen, wird an die Schwierigkeiten des Besuches von Sikander herangeführt und taucht in Amritas königliches Leben ein, das auf den zweiten Blick nicht mehr so rosig erscheint. 
Das orientalische Setting mit all seinen bunten Farben, Gerüchen und Lauten wird von der Autorin detailliert beschrieben, sodass man förmlich in die Geschichte eintauchen kann. Der Schreibstil hat etwas Märchenhaftes und die Sätze fliegen nur so dahin. Das, kombiniert mit den relativ kurzen Kapitel, verleitet dazu, das Buch in einem Rutsch zu lesen. 
Schön fand ich, dass der Übergang zum Fantasyaspekt nicht zu abrupt kam. Es tauchten langsam und nur Stück für Stück immer neue Elemente auf, die am Ende alle zusammengeführt werden. Aber leider gab es auch in dieser Geschichte wieder vorhersehbare Dinge, was dem Buch ein bisschen an Spannung genommen hat, die jedoch sehr konstant hoch gehalten wird. Der Schluss hat mich dann jedoch ziemlich überrascht und gibt jedem Charakter sein eigenes kleines Happy End. Für einen Einzelband ist dieses Buch wunderbar gelungen und lässt keine Fragen offen.       

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1.619 Bibliotheken, 71 Leser, 4 Gruppen, 222 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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175 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

fantasy, märchen, liebe, jugendroman, prinz

Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2017
ISBN 9783841500915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen
Autor: Angelika Diem
Verlag: Oetinger
Seiten: 335
Preis:     9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-8415-0091-5

Inhalt:
Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten.

Protagonisten:
Rahel ist eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie erscheint auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, doch in ihr steckt ein sehr starker Charakter. Mutig, frech und nicht so leicht unterzukriegen, das beschreibt ihre Person ziemlich gut. Zusammen mit ihren "Eltern" lebt sie in einem Dorf namens Weißrosen, sie liebt den Wald - was auch mit ihrem Geheimnis beziehungsweise ihrer Fähigkeit zu tun hat - und man merkt von Beginn an deutlich, dass sie es nicht einfach hat. 

Prinz Leonard ist Thronfolger des Landes und Sohn von König Gisir und obwohl ich anfangs aus seinem Verhalten nicht schlau wurde, es teilweise sogar recht abstoßend fand, bin ich dann schließlich doch dahinter gekommen. Mal ist er Rahel gegenüber verschlossen und kalt, dann wieder offen und ehrlich und es stellt sich die Frage nach dem Warum. 

Besonders ans Herz gewachsen ist mir jedoch Komtesse Rieke von Wildenstein. Sie ist die einzige Freundin, die zu Rahel steht, für sie da ist und ihr hilft, wann immer es nötig ist. Zudem verbindet die beiden noch viel mehr als bloß Freundschaft, aber das kann und werde ich nicht verraten :)
   
Meine Meinung:
Ich bin absolut begeistert! Schon das Cover ist ein Traum und verrät im Nachhinein eine Menge über das Buch. Doch vollständig überzeugen konnte mich letztendlich der Klappentext, denn schon als ich das Wort Königshof gelesen hatte, wusste ich: Das ist ganz meine Kragenweite.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und man wird mitten ins Geschehen geworfen, das bedeutet, Rahels Leben im Dorf, eine grausame Hinrichtung und Begegnungen mit Personen, die einfach nur verabscheuenswürdig sind. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Handlung. Vor allem, als dann die Sichtweise gewechselt wurde und man sich plötzlich in der Vergangenheit der Königsfamilie wiedergefunden hat. So wurden nach und nach die verschiedenen Fäden gesponnen, man wurde langsam an Rahels Geheimnis und auch die Geheimnisse der anderen Charaktere herangeführt, bis am Ende alles einen Sinn ergab. Zwar gab es einige Dinge, die ziemlich vorhersehbar waren, doch das hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan, denn so musste ich einfach weiterlesen, um mich in meinen Vermutungen bestätigt zu sehen. Bis zum Schluss taten sich immer neue Rätsel auf, vor allem, da ich keine Ahnung hatte, was der König wirklich vorhat und was es mit dieser Dunkelheit, die seinen Regenten Ivald umgibt, auf sich hat.
Der Schreibstil setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Das Buch liest sich flüssig, locker und sehr angenehm. Die märchenhaften, teils auch düsteren Orte werden detailliert beschrieben, sodass ich sie mir bildlich vorstellen konnte und doch entsteht keine Langeweile. Vor allem die Sprache des Königs ist beinahe schon poetisch, auch wenn ich zugegebener Maßen zu Anfang ein paar Probleme damit hatte. Einfach, weil ich es nicht gewöhnt war.      
Die Vielzahl der facettenreichen Figuren rundet die Geschichte super ab, es gibt eine Menge Bösewichter, aber natürlich auch liebenswerte und gütige Personen. Das alles in Kombination mit Magie verleiht dem Buch ihren zauberhaften, mitreißenden und märchenhaften Zug.

 

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