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654 Bibliotheken, 14 Leser, 5 Gruppen, 47 Rezensionen

krimi, england, chemie, mord, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2011
ISBN 9783442378258
Genre: Krimi und Thriller

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(108)

313 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

fantasy, liebe, verrat, venda, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

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(16)

75 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

hochzeit, liebe, the one, maria realf, trauer

The One

Maria Realf , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499273148
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lizzie und Alex sind füreinander geschaffen. Daran zweifelt niemand, umso überraschender ist die Trennung der beiden nach einer zweieinhalbjährigen Beziehung. Lizzie kommt nie richtig darüber hinweg und auch als sie sich zehn Jahre nach der Trennung mit Sportlehrer Josh verlobt, ist sie doch immer noch mit ihrer ersten großen Liebe Alex verbunden. Als Alex plötzlich wieder auftaucht, bringt er Lizzies Leben gehörig durcheinander.


Wer sich das Cover anguckt und denkt, dass Buch kitschig wird, der hat Recht. Wer sich beim Durchlesen des Klappentextes denkt, er weiß schon warum Lizzie und Alex sich trennen und wie die Handlung in etwa ablaufen wird, der hat ebenfalls Recht. Trotzdem war ich begeistert von "The One", denn es ist einfach nur wunderschön. 


Die Charakter haben mir alle sehr gut gefallen. Zu Lizzie und ihrer besten Freundin Megan habe ich sofort ein freundschaftliches Verhältnis gehabt. Auch Lizzies Verlobter Josh ist ein liebenswerter, leidenschaftlicher, treuer und witziger Mann. Ich kann sehr gut verstehen, warum Lizzie sich in ihn verliebt hat und nun auf dem besten Wege ist, seine Frau zu werden. Genauso gut kann ich aber auch verstehen, warum sie sich in Alex und seine quirlige Familie inklusive Schwester Andi und Zwillingsbruder Connor verliebt hat. 


 Das Buch erzählt in zwei verschiedenen Zeitsträngen. Zunächst starten wir mit Lizzie 13 Wochen vor ihrer Hochzeit, das zweite Kapitel startet dann im Oktober 2002, als sie Alex kennen und lieben lernt. Mit den Zeitsprüngen hatte ich keinerlei Problem, allerdings wusste ich schon welch tragisches Ereignis die Beziehung zerstören würde, als Lizzie zum ersten Mal die Familie von Alex kennenlernte. Positiv hervorheben will ich, dass die Autorin mich trotzdem überraschen konnte. Auch wenn mir die Rahmenhandlung schon früh klar war, hat Maria Realf so einige Details eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Dass das Buch zwar ein bisschen vorhersehbar war, ist für das Genre einfach ziemlich typisch, aber diese kleinen Überraschungen waren sehr angenehm. 


Lizzies Gefühlschaos ist ziemlich realistisch, aber nicht übertrieben dargestellt. Auch wenn ich sehr schnell von einem Hin und Her zwischen mehreren Charakteren genervt bin, hat die Autorin hier eine gute Balance gefunden. Ich habe mit Lizzie gelitten und hätte mich auch außer Stande gesehen, mich für einen der beiden Männer zu entscheiden. Normalerweise verurteile ich solche Protagonistinnen oft und empfinde ihr Verhalten den Männern gegenüber als unfair, bei Lizzie hingegen hat es die Autorin jedoch geschafft mich komplett mit ihr mitfühlen zu lassen. 


Gegen Ende wird es natürlich ein bisschen kitschig, aber das sieht man ja schon an dem pinken Cover. Das hat mich auch gar nicht gestört, weil ich es erwartet habe und Maria Realf einfach einen wunderschönen Schreibstil hat. Viele Szenen waren unglaublich süß und authentisch beschrieben, sodass ich nicht anders konnte, als mitzufiebern. Das ist genau das, was ich mir von einem Liebesroman immer erhoffe. 

Fazit

Eigentlich hatte ich nur einen netten, wenn auch etwas dramatischen und kitschigen Liebesroman erwartet. Bekommen habe ich aber eine wunderschöne und gefühlvolle Geschichte mit liebevollen Protagonisten. Lizzies Gefühlschaos ist greifbar und nachvollziehbar und ich fand es wunderbar, dass das Ende zwar zuckersüß, aber doch irgendwo auch noch realistisch war. 

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Tags: freundschaft, hochzeit, kitsch, liebe, liebeskummer, thailand, tod, trauer, verlust   (9)
 

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(1.655)

2.625 Bibliotheken, 47 Leser, 10 Gruppen, 280 Rezensionen

thriller, psychothriller, schlafwandeln, sebastian fitzek, schlafwandler

Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Salka Valka

Halldór Laxness , Hubert Seelow
Buch: 480 Seiten
Erschienen bei Steidl, 01.02.2012
ISBN 9783869303987
Genre: Romane

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(19)

41 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

magie, fantasy, parallelwelten, london, fantas

A Darker Shade of Magic

V.E. Schwab
Flexibler Einband: 513 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 27.02.2015
ISBN B011T7AAT8
Genre: Fantasy

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(61)

115 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

psychologie, glück, kommunikation, ratgeber, philosophie

Anleitung zum Unglücklichsein

Paul Watzlawick
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2011
ISBN 9783492273541
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: humor, ironie, ratgeber   (3)
 

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(60)

171 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

london, magie, peter grant, krimi, fantasy

Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423216685
Genre: Fantasy

Rezension:

Peter Grant, Polizist und Zauberschüler, hat es in seinem sechsten Fall mit Drogenbossen, der amerikanischen Zauber-CIA und dem Gesichtslosen persönlich zu tun. Alles fängt mit einem jungen Mädchen an, welches an einer Überdosis auf einer mehr oder weniger legalen Party stirbt. Peter und sein Mentor Nightingale ahnen noch nicht, was dieses Ereignis für Folgen haben wird. Mit von der Partie sind dieses Mal auch Lady Tyburns Tochter Olivia, welche die Tote gut gekannt hat, neue Kolleginnen in der Abteilung für "abstrusen Scheiß" und der zugehörigen Pathologie, eine Handvoll amerikanische Ermittler, außerdem alte Bekannte wie Lesley May und der Gesichtslose.


Und hier setzt mein erster Kritikpunkt an: Zu viele Charakter! Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch wegen meiner parallel laufenden Abschlussarbeit immer nur sporadisch in der Hand hatte und ihm daher nicht ganz die Aufmerksamkeit gewidmet habe, die ihm gebührt. Trotzdem hatte ich wirkliche Schwierigkeit beim Auseinanderhalten der ganzen Charakter. Wer war nochmal der Vater von welchem Mädchen? Kennen die sich alle von der Party oder aus der Schule? Wer hatte nochmal die Drogen besorgt? Was führen die Amerikaner im Schilde? Und wie hängt das nun alles mit dem Gesichtslosen und der großen Story, die sich über alle Bände hinwegzieht zusammen? 


Mein zweiter Kritikpunkt ist das Ende, denn obwohl die Saga einen großen Schritt in Richtung Showdown gegangen ist, war es mir noch nicht genug. Ich kann mir vorstellen, dass dem Autor der Abschied von Peter schwer fällt (denn ja, auch mir wird er schwerfallen!), aber langsam ist dann doch mal genug und ich finde, dass Peter und Nightingale dem Gesichtslosen bald wirklich genug hinterher gejagt sind. 


Ansonsten bin ich weiterhin vollkommen begeistert von dieser Urban Fantasy Reihe! Nachdem ich einige Fälle nicht ganz sooo gelungen fand, hat mir "Der Galgen von Tyburn" wieder ausgesprochen gut gefallen. Es war durchweg spannend, interessant und gewohnt witzig. Aaronovitchs Humor ist göttlich und die vielen Anspielungen auf Filme, Serien und Bücher haben extrem viel Spaß gemacht (auch wenn ich mit Sicherheit nicht alle entdeckt habe).

Fazit

Eine sehr gelungene Fortsetzung für die Peter-Grant-Reihe! Aaronovitch begeistert einmal mehr mit einem spannendem, intelligentem Plot und viel britischem Humor. Der Leser lernt einige neue Charaktere kennen (wenn auch etwas zu viele für meinen Geschmack) und die komplette Saga bewegt sich ein Stück weiter auf den großen Showdown zu. Dicke 4 Sterne! 

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Tags: england, fantasy, krimi, london, magie, magischer krimi, peter grant, polizei, urban fantasy, zauberei   (10)
 

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(197)

435 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, internet

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nina Salomon ist neu bei der Polizei Hamburg. Nach ihrer Versetzung trifft sie auf Daniel Buchholz, der das genaue Gegenteil von Nina darstellt. Während sie impulsiv, frech und ein bisschen chaotisch ist, ist Daniel organisiert, kontrolliert und leidet unter einem fast schon krankhaften Waschzwang. Klar, dass die beiden während ihres ersten gemeinsamen Falls aneinander geraten. In diesem Buch haben sie es mit einem Forum im Darknet zu tun, in welchem Leute aus Hamburg zum Tode nominiert werden können. Jede Woche kommt eine Abstimmung online und der Gewinner des Votings wird umgebracht. Von wem? Das versuchen Daniel und Nina rauszufinden.Die Idee fand ich total klasse, denn ich lese unheimlich gerne etwas über Cyber-Kriminalität. Die Umsetzung hat mich gut unterhalten, aber nicht ganz vom Hocker gehauen. 

Die Charaktere haben mir gut gefallen, gerade die Gegensätzlichkeiten. Ich würde mich zwar mit keinem der beiden Kommissare anfreunden, aber die Dynamik zwischen Daniel und Nina war sehr unterhaltsam und erfrischend. Der raue Ton der Polizei kam für mich realistisch rüber und der Schlagabtausch zwischen den Protagonisten hat in der ersten Hälfte des Buches für viel Stimmung gesorgt. Nach und nach bemerkt man aber auch, dass der gemeinsame Fall zusammenschweißt und so etwas wie gegenseitiges Verständnis aufkeimt. Fand ich sehr schön. 
Etwas zu viel war mir hingegen Ninas Hintergrund. Um den Grund für ihre Versetzung wird ein großes Geheimnis und Drama gemacht, was ich etwas unnötig fand. Am Ende ist es gar nicht mal besonders spannend und dem Buch hätte es an nichts gefehlt, wenn dieser Seitenstrang nicht gewesen wäre. 

Was mich auch nicht hundertprozentig überzeugt hat, war die Darstellung des Darknets im Zusammenhang mit der Hamburger Öffentlichkeit. Das Forum soll im Darknet liegen, was die Anonymität ermöglicht. An sich ok, aber an den Abstimmungen und Nominierungen beteiligen sich plötzlich immer mehr Bürger, denen ich den Umgang mit dem Tor-Browser nicht so ohne Weiteres zutraue. Hier hätte wenigstens erwähnt werden müssen, wie denn ganz Hamburg plötzlich ins Darknet abtaucht. Meinetwegen eine Zeitung oder ein Blog, der eine Anleitung und die Adresse durchsickern lässt. So hat mir aber etwas gefehlt. 

Zwischenzeitlich hat sich das Buch außerdem ganz schön gezogen und einige Nebencharakter fand ich ein wenig unnötig. Die Verstrickungen am Ende waren mir, genau wie Ninas Versetzungsdrama, too much und viel zu uninteressant. 

Fazit

"Anonym" ist ein durchaus empfehlenswerter Thriller rund um die Themen Darknet und Cyber-Kriminalität. Obwohl sich zwischenzeitlich ein paar Längen einschleichen und es relativ uninteressante und unnötige Seitenstränge gibt, haben mir Nina und Daniel als Ermittler-Duo gut gefallen und der Fall an sich konnte mich von seiner Grundidee her überzeugen. 4 Sterne. 

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Tags: cyberkriminalität, darknet, dark net, forum, internet, internetverbrechen, krimi, polizei, thriller, verbrechen   (10)
 

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(109)

234 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

italien, liebe, sommer, leonie lastella, brausepulverherz

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieser Sommer in Italien wird für Jiara alles verändern. Die Studentin verbringt ihre Ferien eigentlich immer in dem Küstenort Finale und fühlt sich dort sogar mehr daheim als in ihrer Wohnung in Hamburg. Mit ihrem Psychologiestudium läuft es eher mäßig, ebenso wie mit Freund Jonas. In diesem Sommer will sie beim Jobben im Restaurant ihres Kindheitsfreundes Dario eigentlich nur den Kopf frei kriegen, doch dann verliebt sie sich Hals über Kopf in den Musiker Milo. Gefühlschaos und ein Prickeln im Herzen wie Brausepulver auf der Zunge wurde versprochen, konnte in meinen Augen jedoch nicht ganz gehalten werden.

Zunächst möchte ich den Schreibstil von Autorin Leonie Lastella loben. Ihr Debüt liest sich locker, leicht, jugendlich, aber nicht kindisch. Besonders über Jiaras Alltagsbeschreibungen musste ich sehr oft grinsen. Die Beschreibungen von Italien sind super und haben das italienische Flair zu mir ins deutsche Wohnzimmer transportiert. Man merkt der Autorin die Liebe zu Italien wirklich an und ich hab nun ein sehr lebhaftes Bild von Finale vor Augen, obwohl ich noch nie dort war. 

Weswegen ich dieses Buch trotzdem mit nur 2,5 Sternen bewerte, liegt an den Protagonisten und der sich sehr ziehenden Handlung. Jiara mochte ich in der ersten Hälfte des Romans eigentlich ganz gerne. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, dabei aber sehr sympathisch, chaotisch und liebenswert. Ihre Liebe gilt Italien und dem Schreiben, mit ihrem Studium konnte sie sich noch nie anfreunden. Vor allem ihre Mutter und ihr Freund Jonas sind für ihren bisher eingeschlagenen Lebensweg verantwortlich und mit Mitte 20 merkt sie, dass sie eigentlich etwas ganz anderes will. Ich habe wirklich viel Potential für ihre Entwicklung gesehen, doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Der Sommer in Italien wäre der perfekte Anstoß gewesen um endlich aufzuwachen, doch leider verfällt sie immer wieder in alte Muster. Sie bleibt unsicher und bequem, geht naiv mit ihren Zukunftsplänen um und nutzt am Ende sogar ihre Mitmenschen aus. Das ging für mich leider gar nicht.

Auch Milo konnte mich nicht überzeugen. Er ist verdammt attraktiv und ein obdachloser Musiker, der mit seiner Gitarre durch italienische Clubs tourt. Seine reiche Familie hat nichts besseres zu tun, als dem verlorenen Sohn hinterherzurennen um ihm unbedingt Firmenanteile zu überschreiben, obwohl ein weiterer Sohn existiert, der die Firma mit Kusshand alleine weiterführen würde. Um dieses Szenario wird ein riesiges Drama gemacht und die Lösung dafür ist am Ende so einfach und logisch, dass die ganzen verlorenen Jahre ein wenig lächerlich erscheinen. Milo und Jiara verbindet zu Beginn der Geschichte die typische Mischung aus Flirt und Streiterei, die ich absolut furchtbar finde. Es gab absolut keinen Grund für seine sofortige Konfrontation und die daraus entstehende Anziehung war unglaubwürdig. Milo kam insgesamt arrogant und herablassend rüber und verkörperte als harter Rockmusiker und Frauenheld mit einem weichen Kern nichts weiter als ein Klischee. 

Dementsprechend konnte mich auch die Liebesgeschichte nicht wirklich packen. In der Mitte des Buches passiert so einiges und endlich auch mal liebevolleres zwischen den beiden und das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Passagen, in denen sich beide öffnen, habe ich richtig verschlungen und ich habe mich mit den beiden gefreut. Da aber leider noch um die 250 Seiten vor mir lagen, habe ich mir schon gedacht, dass noch einiges auf mich zukommt, was mir nicht gefallen wird. 

Natürlich kommt es zu einem riesigen Hin und Her zwischen Jiara und Milo. Die Kommunikation scheitert, Herzen werden gebrochen und eine riesige Distanz entsteht. Das ist vielleicht einmal zum Mitfiebern ganz nett, irgendwann reicht es dann aber auch. Die beiden haben so viele Gelegenheiten sich auszusprechen und bekommen außerdem noch viele Anstupser von ihrem gemeinsamen Freund Dario, der genau wie der Leser sieht, dass die Lösung so einfach und schmerzlos sein könnte. Leider ist Jiara nicht mutig genug, um die Probleme anzusprechen, und Milo kann einfach seinen Stolz nicht runterschlucken, obwohl er Jiara doch angeblich so sehr liebt. Die letzten 200 Seiten waren für mich einfach nur nervig und langweilig, es war vorhersehbar und dramatisch und hat das gesamte Buch für mich leider kaputt gemacht. 

Fazit

Insgesamt hatte es das Buch bei mir von vornherein schwer, da ich Milo sofort unsympathisch fand. Bei einer Liebesgeschichte ist das natürlich extrem ungünstig. Jiara konnte anfangs noch bei mir punkten, ihre Entwicklung hat mich dann aber einfach nur enttäuscht. Die Geschichte war insgesamt zwar realistisch, trotzdem hat es mich überwiegend genervt zu lesen, wie die beiden sich immer wieder verpassen und nicht den Mumm haben über ihre Gefühle zu reden. Nach 400 Seiten hätte es in meinen Augen gut sein müssen und ich konnte danach nur noch die Augen über die Unfähigkeit der Protagonisten und das ganze unnötige Drama rollen. Trotz allem konnte ich mich gut in Jiaras Welt fallen lassen, was an den bildlichen und authentischen Beschreibungen von Italien lag. Die Szenen, in den Milo und Jiara ausnahmsweise mal im Einklang waren, haben mir auch richtig gut gefallen. Ich vergebe insgesamt leider nur die Hälfte der Sterne, da ich doch einiges zu bemängeln habe. Empfehlen würde ich das Buch denjenigen, die auf eine große Portion Italien, aber eben auch auf eher (unnötig) dramatische Liebesgeschichten und "Bad Boys" stehen. 

  (8)
Tags: dramatik, finale, hamburg, italien, liebe, musik, new adult, roadtrip, sommer, sommerliebe   (10)
 

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(259)

465 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 158 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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(32)

98 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, familie, liebesroman, frauen, instagram

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Mhairi McFarlane , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426519844
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich liebe Mhairi McFarlane! Ich brauche nur ihre Bücher in meinem Regal anschauen und sofort habe ich gute Laune. Daher habe ich mir "Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" auch sofort zum ET gekauft und verschlungen. Das Buch hat mich mit seiner Tiefgründigkeit zur aktuellen Debatte über soziale Medien und ihre Rolle in der Gesellschaft sehr überrascht und außerdem auch super unterhalten, was die Punkte Freundschaft, Familie und Liebe anging. Mit meinem Liebling "Vielleicht mag ich dich morgen" konnte ihr neustes Werk dann aber doch nicht mithalten.


Die Beziehung zur Protagonistin Edie hat sich bei mir eher langsam entwickelt. Es dauerte einige Kapitel, bis ich sie mir bildlich vorstellen konnte und erst nach noch mehr Kapiteln war ich mir sicher, dass ich sie wirklich mag und nicht nur akzeptiere und beobachte. Ihr Umfeld gefiel mir auch super, angefangen von ihrem immer noch trauernden Vater (nach dem frühen Tod ihrer Mutter), ihrer feministischen Schwester Meg, ihrer exzentrischen Nachbarin Margot und ihren besten Freunden Hannah und Nick. 


Und dieses Umfeld ist genau das, was Edie nach der Hochzeit ihrer Kollegen Jack und Charlotte dringend braucht. Nach wochenlangen Flirts am Arbeitsplatz küsst Jack die verdutzte Edie nämlich genau in dem Moment, in dem es unpassender nicht sein könnte: Auf seiner eigenen Hochzeit. Dass die beiden noch von Charlotte erwischt werden, macht die Sache natürlich auch nicht besser und sowohl im Büro als auch im Internet beginnt die Hetzjagd auf Edie. 


Die Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der diese Hetzjagd dargestellt wird, hatte ich gar nicht erwartet. Ich war ziemlich begeistert über die fatalen Auswirkungen von Falschmeldungen und Beleidigungen, mit denen Edie kämpfen musste. Nicht, dass ich es ihr gegönnt habe, sondern viel eher fand ich ihre Rolle in dieser Schlammschlacht intensiv und beklemmend dargestellt. Viele von uns sind sich nicht bewusst, welch große Angriffsfläche sie online bilden und wie einfach schnell daher geschriebene Worte einen anderen Menschen ins reale Leben verfolgen und verletzen können. 


Unterstützt wird die Enttarnung der (sozialen) Medien außerdem noch durch Schauspieler und Superstar Elliot Owen. Edie flüchtet aus ihrem Londoner Büro und stürzt sich in die Biografie von Elliot, welcher zufällig aus der gleichen Stadt kommt wie Edie: Nottingham. Schnell wird deutlich, dass auch Elliot mit der Presse und dem Internet zu kämpfen hat und wie zerstörerisch und verzerrend die Darstellungen seines Privatlebens sind. Mir hat super gefallen, dass "Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" nicht nur ein weiterer lustiger Frauenroman ist, sondern viel mehr bietet.


Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz, ebenso wenig wie die Freundschaft. Die Zusammentreffen von Edie, Hannah und Nick waren super unterhaltsam. Auch Edies langsame Annäherung an ihre Familie, die sie lange Zeit alleine gelassen hat, fand ich sehr schön und einfühlsam beschrieben. Bis auf ein paar Längen zu Beginn des Buches wurde ich super unterhalten. 

Fazit

Mhairi McFarlane hat mich nicht enttäuscht und mit "Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt" wieder einmal einen lustigen, unterhaltsamen und charmanten Liebesroman mit Tiefgang erschaffen. Positiv überrascht hat mich ihre intensive Auseinandersetzung mit den (sozialen) Medien und wie diese manipulieren und verzerren. Einen kleinen Stern Abzug gibt es nur für ein paar Längen am Anfang, welche mit einer anfänglichen Distanz zur Protagonistin Edie verbunden waren. 

  (5)
Tags: england, facebook, familie, frauenroman, freundschaft, instagram, liebe, liebesroman, london, nottingham, soziale medien, tod, twitter   (13)
 

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(54)

90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

selbstmord, liebe, freundschaft, erwachsen werden, island

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Johanna liebt Boris, doch der liebt Ana-Clara. Johanna und Boris gehen in eine Klasse in Deutschland, Ana-Clara wohnt etliche Kilometer weit weg in Portugal. Als Boris eines Tages verschwindet, müssen sich die beiden gemeinsam auf die Suche begeben, landen dabei in Island und lernen viel über das Leben.

So in etwa lautet zumindest der Klappentext und der verspricht etwas ganz Anderes, als man hier bekommt. Es geht schon irgendwie um Johanna und Boris und deren Beziehung, es geht auch um das Erwachsenwerden und das Leben. Jedoch beschäftigt sich nur ein sehr kleiner Teil des Buches wirklich mit Island und der Suche nach Boris. Viel mehr geht es um verschiedene Arten von Beziehungen.

Jan Schomburg schneidet auf den 256 Seiten viele ernste Themen an, die Jugendliche beschäftigen. Es geht viel um's Ausprobieren, um den richtigen Umgang miteinander und mit dem Leben. Themen wie Suizid, Homosexualität und gesellschaftlicher Erniedrigung kommen auf den Tisch, werden aber in meinen Augen eher ins Lächerliche gezogen, als angemessen dargestellt. Bei jeder der Beziehungen, die zwischen den Charakteren in diesem Roman aufblüht, entsteht schnell der Eindruck als handle es sich bloß um eine "Schnapsidee", welche aus einer Langeweile heraus entstanden ist. Im Nachhinein stört mich am meisten, dass der Autor hier absolut gar nicht sensibel mit diesen schwierigen Themen umgegangen ist und die Heranwachsenden genau so dargestellt hat, wie viele Erwachsene sie sehen: Wie jemanden, den man nicht ernst nehmen kann. Wie jemanden, der sich nur in einer Phase befindet. Wie jemanden, der das Leben nur ausprobiert und nicht verstanden hat. Diese Darstellung finde ich persönlich aber viel zu einseitig, altbacken, engstirnig und schlichtweg nicht angemessen. 

Dass Island so eine explizite Erwähnung im Klappentext erfährt, kann ich übrigens auch nicht nachvollziehen. Gerade mal um die 50 Seiten spielen in diesem wunderschönen Land und davon hatte ich mir etwas mehr erhofft. Das Land, in welchem die Mädels nach Boris suchen, ist in meinen Augen vollkommen austauschbar. Durch die Beschreibung des Autors ist bei mir jedenfalls nichts von der isländischen Mentalität und der atemberaubenden Natur angekommen. 

Positiv anmerken möchte ich jedoch Schomburgs Schreibstil, den der ist wirklich einzigartig. Der gesamte Roman ist aus Johannas Perspektive geschrieben, die wirklich gut rüberkommt. Anfangs irritieren eventuell ein paar ihrer Gedankensprünge, spätestens nach wenigen Kapiteln macht das jedoch genau den Reiz dieses Romans aus und hat mir sehr gut gefallen.

Fazit

Leider kann ich nicht mehr als 2 Sterne für diesen Roman geben. Schomburg konnte mich zwar mit seinem ungewöhnlichen Schreibstil beeindrucken, nicht jedoch mit den Protagonisten und der Handlung. In diesem Roman ums Heranwachsen werden viele extrem schwierige Themen, beispielsweise Suizid, Homosexualität und gesellschaftliche Erniedrigung, leider nur an ihrer Oberfläche angekratzt. Für mich hat Schomburg diesen Themen einfach nicht genug Zeit und Ernsthaftigkeit gewidmet, sondern sie eher wie fixe Ideen von Jugendlichen aussehen lassen und damit ins Lächerliche gezogen. Mag sein, dass man in jungen Jahren viel ausprobiert und eventuell sogar sprunghaft veranlagt ist, doch für mich kam die Darstellung der Jugendlichen sogar schon beleidigend rüber. In meinen Augen ist das ein No-Go und daher gibt es von mir auch leider keine Leseempfehlung. 

  (7)
Tags: coming-of-age, deutschland, erwachsen werden, homosexualität, island, leben, liebe, party, schule   (9)
 

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(671)

1.068 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, helgoland, berlin, fitzek

Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lange Zeit habe ich keinen Fitzek mehr gelesen, bis mir eine Freundin "Abgeschnitten" empfohlen und ausgeliehen hat. Und dieser Thriller war so spannend, dass ich ich ihn innerhalb weniger Tage in jeder freien Minute verschlungen habe!


Aufgefallen sind mir vor allem die kurzen Kapitel, welche meist nur aus 3-5 Seiten bestehen. Nach jedem Kapitel gibt es meist einen Szenenwechsel, was in meinen Augen die Spannung beinahe ins Unerträgliche gesteigert hat. Dass jedes Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger endete, machte die Sache nicht besser. Fitzek und Tsokos wissen definitiv, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und vor allem auch erhält. 


Geekelt habe ich mit entgegen des Klappentextes kaum. Die Obduktionen sind zwar gut, aber nicht unbedingt bildlich beschrieben. Es handelt sich um Fakten und die richtige Menge an Details, nicht jedoch um willkürlich widerlich dargestellte Sektionen. Das hat mir gut gefallen, denn nach dem Klappentext hatte ich ein wenig Angst, dass dieser Roman den Leser vor allem schockieren sollte. Zumindest bei den Obduktionen war das aber nicht der Fall, dafür werden so einige unangenehme Einblicke in die menschliche Psyche und die deutsche Gesetzgebung gewährt.


Einen halben Stern möchte ich trotzdem abziehen, da ich den Auftritt von Lindas Ex-Freund nicht ganz verstanden habe. Er lenkt viel zu sehr vom eigentlichen Plot ab. Dieser ist an sich schon spannend, komplex und interessant genug, da empfand ich Lindas Vergangenheit als zu viel des Guten.

Fazit

Ein atemraubender, spannender und auch etwas gruseliger Thriller vom Feinsten! Fitzek und Tsokos haben einen komplexen Plot geschaffen und deuten dabei auch noch auf einige Schwächen des deutschen Rechtssystems hin. Auch der Gruselfaktor kommt nicht zu kurz, wobei der Leser hier keinerlei Angst vor Ekeldarstellungen haben muss, sondern sich eher auf eine intensive Suche nach dem Täter (oder den Tätern?) einstellen darf. 4,5 Sterne!

  (4)
Tags: deutschland, entführung, helgoland, krimi, mord, obduktion, pathologie, rechtsmedizin, schnitzeljagd, sektion, thriller, vergewaltigung   (12)
 

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(124)

180 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

entführung, thriller, baby, kindesentführung, lügen

The Couple Next Door

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785725856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anne und Marco sind verheiratet, besitzen ein schickes Reihenhaus in einer wohlhabenden Gegend und sind seit 6 Monaten Eltern der kleinen Cora. Man könnte meinen, ihr Leben wäre perfekt. Dass der Schein trügt, merkt der Leser aber direkt im ersten Kapitel. Die beiden sind zu einem Dinner bei ihren Nachbarn Cynthia und Graham eingeladen. Während Cynthia mit Marco flirtet und Anne allgegenwärtig unter ihren postnatalen Depressionen leidet, verschwindet auch noch Baby Cora. Wer hat sie entführt und aus welchem Grund? 


An Thriller habe ich immer ganz besonders hohe Erwartungen. Ich möchte logische Zusammenhänge, spezielle Charakter und vor allem so viele Schockmomente und unerwartete Wendungen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Kein Wunder, dass mich "The Couple Next Door" nicht gänzlich überzeugen könnte, für knappe 4 Sterne hat es dann aber doch gereicht.


Was ich wirklich gut fand, waren die Protagonisten an sich. Anne, ihre Depressionen und ihre Krankheitsgeschichte sind extrem spannend und äußerst gut dargestellt. Vielleicht hat Anne ihre Tochter in einem Anfall versehentlich umgebracht?


Auch Marco und seine Verzweiflung sind absolut spürbar, ebenso die der Schwiegereltern Alice und Richard, Annes Eltern. Sie spielen eine ebenso große Rolle wie die Nachbarn Cynthia und Graham. Sympathisch war zwar keiner, aber voller dunkler Geheimnisse, so wie es sich für einen Thriller gehört.


Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Vorhersehbarkeit. Das erste Drittel habe ich gespannt verschlungen, danach wusste ich, wer Cora entführt hat und warum. Tatsächlich offenbart die Autorin dies schon recht früh, die Story geht dann aber dank vieler Verwicklungen und Verstrickungen weiter. Ein bisschen Spannung kam im letzten Drittel des Buches nochmal auf, aber so richtig konnte mich Shari Lapena nicht mehr fesseln. 


Auch der Schreibstil war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kann nicht einmal genau benennen, was mich daran irritiert hat, aber ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich ganz auf das Buch einlassen zu können. 


Das letzte Kapitel hat mich allerdings nochmal geschockt, was ich aber durchaus positiv meine. Dadurch habe ich mich wohl zu 4 statt 3 Sternen bei der Bewertung verleiten lassen :D 

Fazit

Insgesamt eine wirklich gute Idee mit viel Potenzial. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen, leider verliert das Buch in der Mitte an Spannung und kann diese bis zur letzten Seite auch nicht mehr so richtig aufbauen. Das Ende schockt und überzeugt zugleich, trotzdem kann ich nur 3,5-4 Sterne geben. 

  (0)
Tags: baby, entführung, kindesentführung, krimi, thriller   (5)
 

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(77)

140 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, familie, freundschaft, jugendbuch, erwachsen werden

Zwischen jetzt und immer

Sarah Dessen , Gabriele Kosack
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2012
ISBN 9783423782654
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Zwischen jetzt und immer" ist eigentlich ein typisches Jugendbuch. Schon nach Lesen des Klappentextes konnte ich ziemlich genau vorhersagen, wie sich die Geschichte entwickeln und enden wird. Das ist in Ordnung, bei Jugend- und Liebesromanen geht es mir häufig und so. Von der Geschichte erwarte ich dann allerdings, dass sie mich gefühlsmäßig mitreißen und mit interessanten Details begeistern kann. Das war hier leider nicht der Fall. 


Zu Protagonistin Macy konnte ich keine Verbindung aufbauen. Sie ist das nette Mädchen von nebenan, hat aber in meinen Augen keine Ecken und Kanten gehabt. Das einzig interessante an ihr ist der Verlust des Vaters, der ihr sehr nah stand. Beim morgendlichen Joggen ist sie es, die ihn zusammengesunken auf der Straße findet und ins Krankenhaus begleitet. Leider hat mich auch diese Tatsache gar nicht berührt und Macys Trauerarbeit wirkte für mich aufgesetzt. 


Macys Mutter verarbeitet den Tod ihres Mannes, in dem sie sich in Arbeit stürzt. Sie wirkt kontrolliert, emotional abgeschottet und einsam. Daraus hätte man so viel mehr machen können. Leider wird sie im Buch nur als Buhmann dargestellt und der Blick hinter ihre Fassade wird nur angedeutet. Das fand ich ihrer Figur gegenüber unfair, denn ich bin sicher, dass sie eine facettenreiche und liebenswerte Frau ist. Leider bleibt sie mir nur als zickiges Arbeitstier in Erinnerung.


Und dann ist da noch Wes. Er sieht sooo gut aus, ist ein richtiger Bad Boy mit Knasterfahrung, kümmert sich dafür aber rührend um seine Familie und ist zu allem Überfluss auch noch Künstler. Grundsätzlich fand ich Sarah Dessens Idee mit den Kunstfiguren ganz niedlich, aber angekommen ist bei mir leider gar nichts. Die Beschreibungen von Wes Kunstobjekten habe ich immer übersprungen, da sie mich einfach gelangweilt haben. Das lag vermutlich daran, dass ich Wes immer als unnahbar und ein wenig arrogant wahrgenommen habe. Obwohl Dessen extra mehrfach erwähnt, dass er ja auch noch so unglaublich bescheiden sei, habe ich das gar nicht so empfunden. Im Bezug auf seine Kunst prahlt er vielleicht nicht täglich, dafür empfand ich seine gesamte Art einfach ein wenig herablassend und undurchdringlich. Wie Macy sich sogar in ihn verlieben konnte, habe ich nich verstanden. Der Funke ihrer Liebe ist bei mir absolut gar nicht übergesprungen.


Dazu kam eben noch die totale Vorhersagbarkeit der Geschichte. Die Figuren beim Cateringservice sind absolute Klischees und werden genau wie Macys Mutter nur oberflächlich gezeichnet. Die Story zieht sich außerdem ziemlich in die Länge. 

Fazit

Grundsätzlich fand ich die Story in Ordnung, Sarah Dessen hat sich so einige niedliche Details einfallen lassen: Wes Kunstfiguren, die an Macys Vater adressierten Pakete und Berts Weltuntergangstheorien. Allerdings konnte mich keine der Figuren auch nur annähernd überraschen und begeistern. Ich bin mir sicher, dass ich das Buch in ein paar Wochen schon wieder komplett vergessen habe. Die Liebe von Macy und Wes konnte mich nicht mitreißen, die Trauerarbeit von Macy und ihrer Familie war absolut unrealistisch und jeder der Charakter entsprach einem Stereotypen. In meinen Augen haben die einzelnen Ideen zwar Potenzial gehabt, aber zusammen kein großes Ganzes ergeben. Leider ein Reinfall von 2 Sternen. 

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Tags: jugendbuch, jugendroman, ya, young adult, young-adult   (5)
 

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sylt, liebe, familie, meer, strand

Meer Liebe auf Sylt

Claudia Thesenfitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548288475
Genre: Liebesromane

Rezension:


Alexandra ist davon überzeugt, dass ihr Mann Marcus sie betrügt. Sie möchte ihm daher nach New York folgen, wo er angeblich geschäftlich zu tun hat. Ihre kleine Tochter Emma möchte sie auf diese Reise nicht mitnehmen und so lädt sie kurzerhand die beiden Großmütter Henriette und Ulla zur Betreuung der Zweijährigen in ihr Haus auf Sylt ein. Henriette, Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift, und Ulla, vegane Esoterikerin, könnten unterschiedlicher nicht sein und bei ihre Begegnung prallen Welten aufeinander. 


Allein das Cover schreit nach Sommer, Meer, Strand und Leichtigkeit. In diesem Buch finden sich keine tiefsinnigen Weisheiten über das Leben, es gibt keine mysteriösen Familiengeheimnisse und eine literarische Perle ist „Meer Liebe auf Sylt“ auch eher nicht. Begeistern kann das Buch vor allem mit einem lockeren und leichten Schreibstil und viel Witz. Beim Lesen habe ich sehr oft geschmunzelt, denn Claudia Thesenfitz beschreibt die witzigsten Situationen und wählt dabei die passenden Worte. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich habe das Buch an zwei gemütlichen Abenden ausgelesen. 


Vor dem Lesen muss man sich darüber im Klaren sein, dass Henrietta und Ulla natürlich vollkommen überzogen dargestellt werden. Sie verkörpern die gängigen Klischees zu 100%, sorgen aber gerade dadurch für viele witzige und skurrile Situationen. Auch wenn ihr Umgang miteinander anfangs ein wenig holprig ist und die Meinungen zur Kindererziehung nicht gegensätzlicher sein könnten, schaffen Henriette und Ulla es schließlich, sich zusammenzuraufen. Einen großen Anteil daran hat vor allem die kleine Emma, welche nicht nur das Herz der beiden sonst entfernt wohnenden Omas im Sturm erobert, sondern auch das des Lesers. Richtig gut gefallen hat mir, dass die beiden Frauen sich einander annähern und über ihre Lebensstile nachdenken, schließlich sogar aus einigen ihrer Konventionen und Überzeugungen ausbrechen und sich dabei trotzdem immer treu bleiben. 

Fazit

„Meer Liebe auf Sylt“ ist ein typischer Frauen- und Sommerroman und das meine ich absolut positiv. Zwischen viel Situationskomik und Chaos finden sich immer wieder kleine Wahrheiten über das Leben und das Glück. In der Tat hat Claudia Thesenfitz hier einen wahren Glücksroman zum Abschalten und Wohlfühlen geschaffen. Ihr erstes Werk „Sylt oder Selters“ werde ich mir im kommenden Sommer auf jeden Fall auch noch zulegen! 

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Tags: chick lit, deutschland, familie, frauenroman, leben, lebensweisheiten, liebe, meer, sommer, sommerbuch, sommerroman, sylt, yoga   (13)
 

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liebe, schottland, familie, hochzeit, liebesroman

Glückssterne

Claudia Winter , Jessica Schwarz
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 12.12.2016
ISBN 9783844524406
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf Josefines Familie liegt ein Fluch. Seit Generationen wird den Frauen ihrer Linie nahegelegt, nur mit einem speziellen Familienring am Finger vor den Altar zu treten. Alle Frauen, die diese Tradition missachtet haben, standen nach weniger als einem Jahr bereits vor den Trümmern ihrer Ehe. Josefine ist 30, Familienrechtsanwältin und mit ihrem Kollegen Justus verlobt. Die beiden sind bereits seit neun Jahren ein Paar und wollen nun endlich heiraten. Blöd nur, dass der Ring wenige Wochen vor der geplanten Hochzeit verschwindet. Angeblich hat ihn Cousine Charlie mitgehen lassen, welche mit ihrem Freund nach Schottland durchgebrannt ist. Spontan macht sich Josefine auf die Suche nach dem Erbstück und tritt eine Reise an, die ihr Leben verändern wird.

Die Schauspielerin Jessica Schwarz hat dieses Hörbuch eingelesen und mir sehr gut gefallen. Ihre Stimme ist sehr angenehm und ihre Sprechweise passt sie dem jeweils zu Wort kommenden Charakter problemlos an. Dadurch fiel es mir leicht, Dialoge zu verfolgen.

Claudia Winter gelingt mit „Glückssterne“ ein humorvoller, mir persönlich aber etwas zu kitschiger und vorhersehbarer Liebesroman. Gut amüsiert habe ich mich, was größtenteils an Josefines Großtanten Brigitte und Lieselotte lag. Die 73-jährigen Zwillinge sind alles andere als gebrechlich oder senil und begleiten Josy auf der Suche nach Charlie und dem Familienring. Dabei könnten sie gegensätzlicher nicht sein, wodurch viele witzige Momente entstehen. Auch der bildliche Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Claudia Winter hat in meinen Augen echt ein gutes Händchen für die richtige Wortwahl und Satzkomposition.

Trotzdem habe ich auch immer mal wieder mit den Augen gerollt. Für eine Anwältin benimmt sich Josefine zeitweise einfach zu impulsiv. Meist ist ihre Zunge schneller als ihr Gehirn, was teilweise witzig, teilweise aber auch leider unpassend war. Die Geschehnisse rund um Josefines Reise bieten außerdem nur wenige Überraschungen. Der gesamte grobe Rahmen war absolut voraussehbar, auch für diejenigen, die sonst eher andere Buchgenres bevorzugen. 


Positiv anmerken möchte ich noch, dass dem Hörbuch ein kleines Booklet mit Rezepten beiliegt. So kann man Charlies Cheesecake oder Finolas Räucherfischsuppe nachkochen und beim Hören genießen. 

Fazit

Mir persönlich hat das gewisse Etwas gefehlt. Der Funke zur Protagonistin ist bei mir nicht richtig übergesprungen. Von Josefine hatte ich viel mehr Selbstbeherrschung und überlegtes Handeln erwartet, häufig urteilt sie allerdings vorschnell und gibt sich naiv und trotzig. Die Handlung lebt daher in meinen Augen vor allem von interessanten Nebencharakteren und vielen amüsanten Szenen. Insgesamt ist dieser Liebesroman zwar vorhersehbar, wenig innovativ und etwas kitschig, macht aber Spaß, wenn man sich auf die Geschichte einlassen und beim Zuhören abschalten kann. 

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Tags: edinburgh, hochzeit, liebe, liebesroman, schottland   (5)
 

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fantasy, prinz, prinzessin, der kuss der lüge, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Prinzessin Arabella Celestine Iris Jezelia, kurz Lia gennant, von Morrighan soll heiraten. Und zwar einen Prinzen des benachbarten Königreiches Dalbreck, welchen sie nie zu vor gesehen hat. Außer seinem Namen und seiner Herkunft weiß sie nichts über ihn, denn die Ehe dient nur dem Zweck einer Allianz der beiden Königreiche. Lia kann sich nicht mit dem Gedanken der arrangierten Ehe anfreunden und beschließt mit ihrer Kammerzofe Pauline in der Nacht vor der Hochzeit abzuhauen. Diese Nachricht verbreitet sich vom Königreich Morrighan aus sehr schnell und schon bald begeben sich zwei junge Männer auf die Suche nach Lia. Bei einem handelt es sich um den Prinzen höchstpersönlich, bei dem anderen um einen Attentäter eines verfeindeten Königreiches, der Lia umbringen soll. Wer findet die Prinzessin zuerst? Kann sie ihnen entkommen? Und was hat es mit der berüchtigten Gabe auf sich, die von allen im Reich gefürchtet wird?

Bei den Chroniken der Verbliebenen handelt es sich mal wieder um eine Fantasy-Reihe, welche unfassbar hochgelobt wird. Im englischsprachigen Raum wird die Trilogie dieses Jahr abgeschlossen, hierzulande verteilt sich die Geschichte auf insgesamt vier Bücher, welche bis Frühjahr 2018 veröffentlicht werden. Der erste Teil hat mich bereits positiv überrascht.

Lia ist eine ausgesprochen starke Persönlichkeit. Sie hat ihre Prinzipien, bleibt sich selbst treu und verfolgt ihre Ziele. Dabei geht sie in den wenigsten Fällen naiv oder unüberlegt vor, was mir sehr gut gefallen hat. Von YA-Fantasy kenne ich durchaus anderes. Lia ist allerdings nicht die einzige starke Frau in Mary E. Pearsons neuer Reihe. Auch ihre Zofe Pauline und die beiden Frauen Berdi und Gwyneth vom Gasthof, in dem Lia unterkommt, haben mich überzeugt. Emanzipiert und willensstark treten sie den Gästen gegenüber, unter denen sich zahlreiche aufmüpfige Soldaten und auch Prinz und Attentäter befinden.

Mit den beiden ist Mary E. Pearson übrigens Großes gelungen. Sie stellen sich als Kaden und Rafe vor und ich war mir kurz nach deren ersten Auftreten unglaublich sicher zu wissen, wer wer ist. Tatsächlich war ich sogar schon ein bisschen enttäuscht, dass ich die Identitäten so eindeutig zuordnen konnte. Im letzten Teil des Buches wurde ich dann allerdings überrascht, denn natürlich lag ich total daneben. Bevor ich weitergelesen habe, habe ich erstmal zurückgeblättert und mir ist aufgefallen, dass ich wirklich zu voreilig war. Die vermeintlich eindeutigen Hinweise haben mich total auf’s Glatteis geführt und der Überraschungsmoment ist Pearson damit großartig gelungen.

Die Geschichte des ersten Bandes lebt vor allem von dem Versteckspiel und der Liebesgeschichte. Relativ schnell ist klar, dass sowohl Kaden als auch Rafe an der Prinzessin interessiert sind. Wäre auch blöd wenn nicht, denn wäre der Attentäter nicht wenigstens ein bisschen in Lia verschossen, würde die Saga schon sehr bald enden. Wer ein nerviges Liebesdreieck erwartet, den kann ich beruhigen: So schlimm wie bei Twilight wird es nicht!

Nachdem der Leser Lia, ihre Verehrer und die Frauen vom Gasthof einige Wochen lang begleitet hat, geht es schlagartig rasanter zu. Es gibt Informationen über die berüchtigte Gabe des Sehens und über die Geschichte der gesamten von Pearson erschaffenen Welt. Die Spannungen zwischen den Königreichen werden beleuchtet, wobei der Leser in Kriegsangelegenheiten garantiert nicht mit Samthandschuhen angefasst wird. Insgesamt beginnt mit dem Ende des ersten Buches ein großartiges Abenteuer, das Lust auf die Folgebände macht.

Fazit

„Der Kuss der Lüge“ ist nicht nur ein weiterer völlig übertriebener Hype, sondern wirklich gut. Der erste Band der Saga konnte mich mit starken Frauen, einer detailliert ausgearbeiteten Hintergrundgeschichte und einer authentischen Liebe überzeugen. Der Auftakt macht Lust auf mehr und ich habe mich noch Tage nach Beenden des Buches dabei erwischt, wie ich über Lia, Kaden und Rafe nachgedacht habe. Außerdem versprechen die vielen interessanten Nebencharakter und die Entdeckung von Lias Gabe eine spannende Fortsetzung. Von mir gibt es trotzdem nur 4 Sterne, da mir die fantastischen Elemente noch zu kurz kamen.

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Tags: fantasy, fantasy-saga, flucht, gabe, königreich, prinz, prinzessin, reise, saga   (9)
 

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depression, jugendbuch, psychiatrie, liebe, new york

It's Kind of a Funny Story

Ned Vizzini
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Disney Pr, 12.07.2011
ISBN 078685197X
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Craig ist 15 und depressiv. Die Krankheit manifestierte sich eher schleichend, aber Craig erkannte die Symptome früh und vertraute sich seinen Eltern an. Trotz regelmäßiger Therapie und Medikation schafft Craig es jedoch nicht, dem schulischen Druck und seiner ständigen Selbstherabwürdigung zu entkommen. Als seine Selbstmordpläne erschreckend konkrete Formen annehmen, fasst er einen mutigen Entschluss: Er begibt sich in die Notaufnahme eines Krankenhauses und weist sich selbst ein. In den folgenden fünf Tagen lernt er viel über sich selbst, das Leben und darüber, was „verrückt sein“ bedeutet.

Vizzini verbrachte vor der Entstehung dieses Jugendbuches selbst fünf Tage in einer psychiatrischen Einrichtung, um wegen seiner Depressionen behandelt zu werden. Bei It’s Kind of a Funny Story handelt es sich ganz klar um ein Jugendbuch, denn die Zustände in der Klinik werden nicht realitätsgetreu wiedergegeben. In meinen Augen soll die Geschichte um Craig mehr Mut als Angst machen, weswegen hier eine Verharmlosung einer solchen Einrichtung stattfindet. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangeht und enttäuscht wird.

"Who hasn’t thought about killing themselves, as a kid? How can you grow up in this world and not think about it?"

Depressionen werden jedoch wirklich als Krankheit anerkannt und Craigs Gefühlswelt wird absolut authentisch dargestellt. Ich habe mich mit ihm über seine Fortschritte gefreut, aber auch während seiner Rückfälle mit ihm gelitten. Ned Vizzini beschreibt keine Wunderheilung in fünf Tagen. Er lässt Craig viel mehr erkennen, dass er sich nicht für seine Krankheit schämen muss. Die Klinik verlässt er zwar nicht mit einem sehr viel besseren Gefühl, dafür mit Methoden und Möglichkeiten, um die zukünftigen Tiefpunkte besser überstehen zu können. Im Fokus steht in meinen Augen vor allem die Erkenntnis, nicht alleine zu sein und um Hilfe bitten zu können.

"What’s a triumph is that you woke up this morning and decided to live. That’s a triumph. That’s what you did today."

Craig lernt während seiner Zeit in der Klinik außerdem viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Problemen kennen. Auch hier zielt Vizzini nicht auf die brutale Konfrontation mit psychischen Krankheiten ab. Viel mehr schneidet er die individuellen Schicksale nur an und stellt dar, wie sich all die verschiedenen Persönlichkeiten im Klinikalltag miteinander arrangieren. Craigs Geschichte hat einen ernsten und berührenden Hintergrund, doch Vizzini sorgt auch dafür, dass das Lesen Spaß und Mut macht. Das Cover kam mir übrigens vor dem Lesen ein wenig chaotisch vor, nach dem Lesen finde ich es umso genialer, denn es hat einen direkten Bezug zu Craig.

Fazit

Es handelt sich hier ganz klar um ein Jugendbuch über Depressionen. Wer schonungslose Konfrontationen mit psychischen Einrichtungen und Erkrankungen wünscht, ist definitiv an der falschen Adresse. Craigs Leben mit der Krankheit wird berührend, aber nicht zu ernst dargestellt, sie zieht den Leser nicht herunter, sondern macht Mut. Die wichtige Botschaft „Du bist nicht allein! Du kannst damit leben!“ vermittelt Vizzini in meinen Augen äußerst erfolgreich. Aufgrund einiger Längen am Anfang des Buches gibt es von mir einen leichten Abzug und damit insgesamt 4,5 Sterne.

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Tags: depression, depressionen, jugendbuch, psychiatrie, suizid   (5)
 

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303 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, nie verschickte briefe

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

192 Seiten. Das macht fast 192 nicht abgeschickte, aber bei Tumblr anonym veröffentlichte Briefe. In der Realität sind es noch viele mehr, die mittlerweile ihren Weg auf Emily Trunkos Blog Dear My Blank gefunden haben. In diesem wunderschönen Buch wurden nun einige von ihnen übersetzt und zuckersüß illustriert. 


Beim Stöbern hatte ich oft Gänsehaut. Die Gefühle, die in den Briefen stecken, sind echt. Irgendwo auf der Welt sitzt jemand, der eine reale Geschichte zu seinen Worten zu erzählen hat. Ich durfte Briefe lesen, welche niemals abgeschickt wurden, und in Gefühlswelten abtauchen, von denen die Adressaten niemals erfahren werden. G enau diese Tatsache intensivierte das Lesen für mich nochmals. Die Briefe sind dabei traurig, wütend, hoffnungsvoll, dankbar, aber vor allem mitreißend und authentisch.


Anders als auf Emilys Blog gibt es eine Kategorisierung. Wer möchte, kann gezielt in Briefen zu den Themen Freundschaft, Liebe, Unerwiderte Liebe, Verlust, Familie und Dankbarkeit stöbern. Sehr berührend fand ich außerdem die Briefe, welche an eine jüngere Version des Autors selbst adressiert waren. Und wieder andere Briefe gehen einfach an die ganze Welt hinaus. 

Fazit


Ein wunderschönes Buch und das meine ich im Bezug auf Inhalt und Gestaltung. Die Illustrationen passen perfekt und lassen den Briefen dabei noch genug Raum. Von Trauer bis Hoffnung sind hier viele Gefühle vertreten und ich denke, dass das Stöbern in diesem Buch und auf Emilys Blog besonders in eigenen schweren Zeiten Balsam für die Seele sein kann. Emily erreicht nämlich vor allem, dass man sich mit seinen Gefühlen weniger allein und unverstanden fühlt. Deswegen ist dieses Buch in meinen Augen auch eine gute Geschenkidee. 

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Tags: briefe, familie, freunde, gedanken, jugendbuch, leben, liebe, tumblr, unerwiderte liebe   (9)
 

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briefe, tod, missbrauch, familie, kurt cobain

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Square Fish, 29.09.2015
ISBN 9781250062963
Genre: Romane

Rezension:

Laurel kommt aus einer schwierigen Familie. Ihre Eltern leben geschieden und ihre große Schwester May ist tot. Seitdem hat sie ihre Mutter nicht mehr gesehen und verbringt ihre Tage damit, zwischen ihrem angestrengten Vater und ihrer extrem religiösen Tante Amy hin und her gereicht zu werden. Als sie die Schule wechselt, stellt ihre Englischlehrerin ihr eine Aufgabe, die Laurels Leben verändern wird: Sie soll einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Obwohl sie die Hausaufgabe nicht abgibt, schreibt sie zig Briefe, in denen sie ihre Gefühle offen legt, das Vergangene verarbeitet und zu sich selbst findet.
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht besonders leicht. Schnell wird klar, dass Laurel sich verstellt und ihrer toten Schwester nachzueifern versucht. Sie zieht ihre Kleidung an, probiert sich wie May zu verhalten und freut sich, wenn sie mit ihr verglichen wird. Ich habe im ersten Drittel des Buches sehr viel mehr über May als über Laurel selbst erfahren. Die Briefe wirkten distanziert und Laurels Gefühle konnte ich schwer nachvollziehen. Umso schöner war es schließlich, als Laurel sich erstmals öffnete und einen Blick in ihre persönlichen Vorlieben, Wünsche und Gefühle zuließ. Sie entwickelt sich immer mehr zu einer eigenständigen Persönlichkeit und außerdem wird nach und nach aufgedeckt, was in der Nacht, in der May starb, wirklich geschah. Das Ende hat mich richtig umgehauen und Laurels Schicksal geht unter die Haut!


"The line at the end says, „Nobody, not even the rain, has such small hands“ makes perfect sense t me. It means they can go anywhere inside of you, because like the rain, like water, they find places that nothing solid could pass through. It explains the way that Sky gets into me, into places that I never even knew were there. How he touches a part of me no one has ever touched. We both have secret places in us."



Bei diesem schwierigen Prozess bekommt Laurel Hilfe von ihren neuen Freunden Sky, Hannah und Natalie. Die schleppen selbst allesamt zentnerschweren seelischen Ballast mit sich herum. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn in Jugendbüchern Themen wie psychische Erkrankungen, Missbrauch und Coming-Out angeschnitten werden. Sich damit auseinanderzusetzen ist wichtig, doch hier war es mir leider etwas zu viel. Ich hatte nicht das Gefühl, dass alle Probleme der Figuren auf den 323 Seiten zu Genüge behandelt werden konnten. In meinen Augen wirkte das Gesamtbild leider ein wenig aufgesetzt und inszeniert.

Laurels Briefe gehen an Persönlichkeiten wie Kurt Cobain, River Phoenix, Amy Winehouse und Heath Ledger. Allesamt sind sie früh verstorben und haben einen direkten Bezug zu Laurels Leben. Die Verknüpfung fand ich sehr gelungen. Die Informationen zum Leben und Tod aller Adressaten sind übrigens sehr gut recherchiert und werden nicht verzerrt oder geschönt dargestellt. Laurel findet in den Verstorbenen zwar Ansprechpartner für ihre Sorgen und Wünsche, gleichzeitig setzt sie sich jedoch auch kritisch mit deren Leben und Tod auseinander, wie folgender Ausschnitt eines Briefes an Kurt Cobain zeigt:

"You said that your daughter’s life would be so much happier without you. I can tell you that you are wrong. It’s a terrible excuse from someone who can’t bear to be around. It’s a bad way to make yourself feel better when you know you are leaving someone who doesn’t want you to go. Someone who needs you."


Fazit


Tatsächlich habe ich noch ein wenig mehr erwartet. Der Zugang zu Laurel ist mir anfangs sehr schwer gefallen. Auch wenn das vermutlich Absicht war, hat mich die diese Distanz ziemlich gestört und ich konnte mich erst nach gut einem Drittel des Buches vollständig in die Geschichte fallen lassen. Sehr gut fand ich hingegen die gut recherchierten Informationen über die verstorbenen Persönlichkeiten und deren Verknüpfung zu Laurels Alltag. Über ihr sehr schweres Schicksal sind mir die anderen Figuren und ihre angeschnittenen Probleme ein bisschen zu kurz gekommen, nichtsdestotrotz ist Love Letters To The Dead ein sehr empfehlenswerter, berührender und vielversprechender Debütroman von Ava Dellaira.

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Tags: briefe, familie, freundschaft, jugendbuch, liebe, missbrauch, tod, young adult   (8)
 

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berlin, erwachsen werden, freundschaft, jugendbuch, roadtrip

Tschick

Wolfgang Herrndorf , Philipp Schepmann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 13.09.2016
ISBN 9783839893142
Genre: Romane

Rezension:

Maik ist durchschnittlich und langweilig. Zumindest beschreibt er sich selbst so. Er hat keine besonderen Freunde oder Hobbys, er ist nicht besonders beliebt oder verhasst in der Klasse und bei Tatjana, in die er schon ewig verliebt ist, hat er sowieso keine Chance. Seine Eltern sind zwar noch zusammen, doch während seine Mutter immer mal wieder in einer Entzugsklinik abtaucht, nutzt sein Vater die Gelegenheit, um mit seiner "Sekretärin" auf "Dienstreisen" zu fahren. Die Sommerferien versprechen also alles zu werden, nur nicht aufregend. 
 
Doch dann steht Tschick vor der Tür, eigentlich Andrej Tschichatschow. Der Junge russischer Abstammung ist neu in Maiks Klasse und überredet ihn nicht nur Tatjanas Geburtstagsparty zu crashen, sondern auch zu einem spontanen Roadtrip in einem geklauten Auto aufzubrechen. Maik hat nichts zu verlieren, kommt mit und gewinnt letztendlich sogar ziemlich viel. 
 
Die Geschichte rund um die beiden Teenager ist frech, witzig, rebellisch und rasant. Selten kommen die beiden zur Ruhe, meistens finden sie sich in wirklich absurden Situationen wieder. Ganz legal geht es dabei natürlich nicht zu, doch allzu realitätsfern ist das Buch dann doch nicht. Positiv fand ich, dass Maik und Tschick sich auch den Konsequenzen ihres Handelns stellen müssen.  Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren all die Menschen, mit denen Maik und Tschick im Laufe ihrer Reise zu tun haben. Sie sind wirklich interessant und einzigartig und setzen sich über jegliche Vorurteile und Grenzen hinweg. Besonders gut können sie mit diesem Zitat beschrieben werden:   
 
" Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten guckt: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV guckt: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war."

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die "russische" Aussprache des Lesers, wenn er die wörtliche Rede von Tschick gelesen hat. Auf Dauer war mir der Akzent ein bisschen zu viel und ich konnte leider nicht mehr als eine halbe Stunde am Stück zuhören. 

Fazit


Ein kurzweiliger Roman über einen spontanen Roadtrip, eine ungewöhnliche Freundschaft und viele interessante Charakter, der sich über Konventionen und Grenzen hinwegsetzt. Vor dem Lesen sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass "Tschick" ein Jugendbuch ist und der Schreibstil dementsprechend jugendlich und simpel ist. 

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liebe, jennyhan, hanser, jenny han, psistillloveyou

P.S. I still love you

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254800
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sehnsüchtig erwartete ich Band 2 der zuckersüßen YA-Reihe rund um die sechzehnjährige Lara Jean, ihre Familie und ihr Liebeschaos. Der Vorgänger endete mit den Worten „Lieber Peter…“, denn Lara Jean hat sich während der Scheinbeziehung mit Peter Kavinsky tatsächlich in ihn verliebt. Ihre Gefühle gesteht sie ihm in einem richtigen Liebesbrief, welcher noch vor dem ersten Kapitel des zweiten Buchs abgedruckt ist. Peter erwidert ihre Gefühle und die beiden kommen endlich richtig zusammen. Doch ihr junges Glück wird sofort auf die Probe gestellt: Jemand hat die beiden während der Skifreizeit beim Knutschen im Whirlpool gefilmt und ins Internet gestellt. Außerdem mischt sich Genevieve, Peters Ex-Freundin, immer wieder in Lara Jeans und Peters Beziehung ein und Lara Jeans fünfter Brief aus Band 1, welcher bisher nicht beantwortet wurde, taucht wieder auf. Durch einen Umzug erreichte der Brief seinen Empfänger John Ambrose McClaren verzögert, doch als John ziemlich begeistert antwortet und eine zarte Brieffreundschaft entsteht, muss Lara Jean Entscheidungen treffen.


Schon nach den ersten paar Sätzen war ich wieder voll in der Geschichte drin. Lara Jean und ihre gesamte Familie habe ich fest in mein Herz geschlossen. Es gibt ein kurzes Wiedersehen mit Margot, einen Verkupplungsversuch für ihren Dad und unglaublich witzige Momente mit Kitty. Lara Jeans kleine Schwester ist in diesem Roman sehr präsent und das hat mir gut gefallen. Die Zehnjährige ist frech, rebellisch, neugierig und witzig, steht Lara Jean aber auch loyal und mit erstaunlich erwachsenen Ratschlägen zur Seite. Der Schreibstil war wie gewohnt zuckersüß, authentisch und herzlich. Für die liebenswerte Darstellung der Familie Covey vergebe ich auf jeden Fall volle fünf Sterne!

Lara Jean tritt außerdem Margots Erbe an und übernimmt einen Job im Seniorenheim, genau wie ihre große Schwester vor ihrem Studium. Es hat nicht nur Spaß gemacht, gemeinsam mit ihr Bastelkurse und Feste zu planen und zu feiern. Besonders gefallen haben mir die vielen verschiedenen Persönlichkeiten, welche Lara Jean mit Rat und Tat unterstützen. Nachdem Margot nach Schottland gegangen ist, vermisst Lara Jean ihre verstorbene Mutter in diesem Buch wieder sehr deutlich. Die Senioren hören ihr zu und dienen quasi als Mutter-und-Margot-Ersatz, was ich als sehr rührend und schön empfunden habe.

Die Jungs Josh und Peter haben mir im Vorgänger gut gefallen. Bei P.S. I Still Love You muss ich leider sagen, dass ich Josh sehr vermisst habe und Peter sich ein wenig unbeliebt gemacht hat. Das ist auch der Grund, warum John überhaupt die Chance bekommt, Lara Jean den Kopf zu verdrehen. Ich verrate natürlich nicht, auf wen die Wahl dieses Mal fällt, doch der Weg dorthin ist auf jeden Fall spannend, turbulent und witzig. Lediglich die letzten Kapitel empfand ich als etwas zu viel des Guten. Ein bisschen weniger Hin und Her hätte auch gereicht, außerdem waren die klärenden Gespräche zwischen Lara Jean und ihren Jungs ein wenig mager. Natürlich muss aber auch noch Stoff für den dritten Band der Trilogie bleiben, denn der erscheint unter dem Titel Forever and always, Lara Jean. Auf Englisch wird der finale Teil rund um Lara Jean schon im Mai zu haben sein, die deutsche Übersetzung kommt im Frühjahr 2018 im Carl Hanser Verlag heraus. Wie soll ich nur ein ganzes Jahr auf Neuigkeiten aus dem Hause Covey warten?!

Fazit

Familie Covey hat auf jeden Fall einen festen Platz in meinem Leseherz erobert. Jenny Han schafft es mit P.S. I Still Love You wieder einmal mich mit ihrem herzlichen Schreibstil zu begeistern und in den Bann von Lara Jean und ihren Schwestern zu ziehen. Auch wenn ich das Liebeschaos dieses Mal als ein wenig zu viel empfand, kann ich es kaum abwarten den letzten Teil der Trilogie zu lesen. Ich vergebe wieder 4 zuckersüße Sterne.

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berlin, jugendroman, liebe, jugendbuch

Wolke 7 ist auch nur Nebel

Mara Andeck , Andy Matern , Maximiliane Häcke , Laura Maire
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783785752661
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Moya und Lena sind beste Freundinnen und stehen kurz vor'm Abitur. Als Lenas Freund Patrick sie für eine andere verlässt, ist sie am Boden zerstört. Moya kann das nicht so ganz nachvollziehen, denn sie glaubt nicht an die Liebe. Prompt meldet Lena sie bei einem angeblich wissenschaftlichen Liebesexperiment an. Auf Basis von Fragebögen, Gerüchen und arrangierten Dates sollen Ansichten von vielen Probanden gesammelt und analysiert werden. Letztendlich läuft die Sache jedoch gewaltig aus dem Ruder, denn plötzlich findet sich Moya als Protagonistin einer TV-Show wieder, in welcher sie drei von den Wissenschaftlern ausgesuchte Jungs kennenlernen soll. Das Team der Uni garantiert ihr Schmetterlinge im Bauch, doch wird es wirklich so kommen? 


Gelesen wird das Hörbuch von drei verschiedenen Personen. Moya selbst hat mir dabei am besten gefallen, denn ihr eigensinniger und willensstarker Charakter kam besonders gut rüber. Ihre gesamte Figur ist außergewöhnlich und unterscheidet sich stark von den sonst doch noch sehr naiven Protagonisten anderer Jugendbücher. Ich habe sehr gerne Zeit mir ihr und dem zugegebenermaßen sehr schrulligen Liebesexperiment verbracht. 
Auch Lena ist eine liebe Zeitgenossin und einige Kapitel sind aus ihrer Sicht verfasst. Während Moya der großen Liebe nachjagt, probiert sie mit dem Verlust ihrer eigenen großen Liebe klarzukommen. Gar nicht so einfach.

Der dritte im Bunde ist ein junger Mann. Dadurch wird dem Leser zwar schon früh klar, welcher Kerl letztendlich Moyas Herz erobern wird, doch das fand ich gar nicht so schlimm. Der aufmerksame Leser (oder Hörer) kann sich das nämlich sowieso schon ziemlich schnell denken. Deswegen fand ich es sehr erfrischend, dass die Autorin das "Geheimnis" schon früh offen gelegt und die zaghafte Annäherung aus beiden Perspektiven beschrieben hat. 

Fazit

Insgesamt hatte ich sehr viel Spaß beim Hören dieses Hörbuchs rund um Moya und ihre Ansichten zur Liebe. Die Charakter waren allesamt sehr liebenswert und vor allem außergewöhnlich. Auch die Story empfand ich als süß und unterhaltsam, dafür gibt es 4 gute Sterne von mir! 

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